Bekanntermaßen hat Disney große Teile von 21st Century Fox übernommen – rund 71 Mrd. US-Dollar zahlte man am Ende. Nun hat der Disney-CEO Bob Iger die Zukunftspläne noch einmal konkretisiert. Man streicht viele der geplanten Fox-Kinofilme und will die Inhalte des Unternehmens lieber für Disney+ hernehmen.
So hat Disney nun viele in der Entwicklung befindliche Projekte von Fox eingestampft. Laut Iger habe man von Anfang an das größte Interesse daran gehabt die Marken von Fox für Disney+ einzuspannen. Auch zu Hulu wolle man viele Inhalte von Fox hieven. Im Kino will man den Output von Fox dagegen stark einschränken.
Eine Rolle hat dabei wohl auch der Flop von „Dark Phoenix“ gespielt. Der Film hat die X-Men-Reihe von Fox leider zu einem unrühmlichen Ende geführt: So floppte der Film an den Kinokassen und spielte bei einem Budget von ca. 200 Mio. US-Dollar nur 250 Mio. US-Dollar ein. Um einen Profit zu generieren, müssen derartige Blockbuster typischerweise ca. das Doppelte ihres Budgets einnehmen. Das liegt daran, dass auch die Kinobetreiber natürlich ihren Teil der Einnahmen abgreifen und hohe Kosten für das Marketing entstehen.
Disney will die X-Men nun stattdessen neu aufziehen und über die nächsten Jahre unter der Schirmherrschaft von Kevin Feige in das Marvel Cinematic Universe (MCU) integrieren. Überleben sollen im Kino im Übrigen „Avatar“, „Deadpool“ und auch die Filmreihe „Planet der Affen“. Auch Fox Searchlight darf weiterhin Kinofilme produzieren. Unter jenem Banner vertrieb Fox beispielseise Prestige-Filme mit kleineren Budgets, die man aber z. B. ins Rennen um die Oscars schickte und gezielt Kritiker und ein anspruchsvolleres Publikum begeistern wollte. Fox Searchlight will man aber auch für seine Streaming-Angebote einspannen.
Die Marken von Fox sind für Disney+ sehr interessant
Disney will bei seinem Streaming-Dienst viele alte Fox-Marken neu beleben. So soll es Reboots zu „Nachts im Museum“, „Gregs Tagebuch“ und „Kevin Allein zu Haus“ geben, die dann bei Disney+ ihren Einstand geben werden. In den USA wird Disney+ schon am 12. November 2019 starten. In Europa soll es nach dem aktuellen Stand der Dinge im März 2020 losgehen.
Während die Preise für hiesige Gefilde noch offen sind, ist klar, dass Disney+ in den USA monatlich 6,99 US-Dollar kosten wird. Viele exklusive Inhalte, etwa neue Serien zu „Loki“ aus dem MCU und „The Mandalorian“ aus dem Star-Wars-Universum sind geplant. Außerdem wird man in den USA auch Bundles mit ESPN+ und Hulu anbieten.
Die ProSiebenSat.1 Gruppe hat mit Joyn einen Nachfolger für seine vorherige Plattform 7TV ins Rennen geschickt. Glaubt man dem Unternehmen, dann ist Joyn bereits ein voller Erfolg. Demnach solle die Plattform rund 3,8 Mio. monatliche Nutzer vorweisen.
Das ist eine durchaus beeindruckende Zahl, denn Joyn ging erst im Juni 2019 an den Start. Im Grunde bündelt man dort die TV-Inhalte der ProSiebenSat.1 Gruppe, bietet allerdings neben Mediatheken auch zusätzliche Anreize. So präsentiert man dort auch exklusive Inhalte / Eigenproduktionen. Außerdem sind bei Joyn neue Folgen von beliebten TV-Serien teilweise vor dem Start im Free-TV zu sehen.
Mittlerweile ist Joyn auch in die TV-App des Apple TV integriert. Man gibt an, dass die offizielle Joyn-App geräteübergreifend bisher bereits über 2,4 Mio. Mal installiert worden sei. 3,8 Mio. Nutzer erreiche man monatlich. Das entspreche laut dem Anbieter einer Steigerung von gut 380 % gegenüber 7TV. Weit mehr als die Hälfte der Inhalte (61 Prozent) werden über mobile Endgeräte genutzt.
Die drei beliebtesten Formate bei Joyn sind bisher das Joyn Original „jerks.“, die Web-Serie „Krass Klassenfahrt“ sowie die US-Produktion „Grey’s Anatomy“, dessen aktuelle Folge jeweils eine Woche vor TV-Ausstrahlung exklusiv auf Joyn zu sehen ist. Laut den Betreibern wolle man daher auf seinem Kurs verbleiben und noch weitere Exklusiv-Formate und Eigenproduktionen ins Rennen schicken.
Im Winter 2019 erhält Joyn einen Premium-Bereich
Joyn soll im Winter 2019 außerdem einen Premium-Bereich erhalten, dessen Inhalte und Funktionen man sicher vorher noch einmal konkretisieren wird. Dort wird es dann vermutlich zusätzliche, exklusive Format für Abonnenten geben. Außerdem hat man seitens Joyn angekündigt, dass bestehende Partnerschaften ausgebaut werden sollen und man auch auf der Suche nach neuen Kooperationen sei.
Beispielsweise sollen weitere Originals wie die Crime-Serie „23 Morde“, „Frau Jordan stellt gleich“ und „Check, Check“ von Stromberg-Autor Ralf Husmann folgen. Mit lokalen, deutschsprachigen Eigenproduktionen will man sich dann auch von der großen US-Konkurrenz abgrenzen. Man darf gespannt sein, wie sich Joyn da noch entwickelt.
Samsung hat heute seine beiden neuen Smartphone-Flaggschiffe Galaxy Note 10 und Note 10+ vorgestellt. Beide Geräte sind die direkten Nachfolger des letztjährigen Note 9 und beherrschen natürlich auch die 4K-Videoaufnahme mit 60 fps.
Eigentlich ist aber eher das Note 10+ als Nachfolger des Note 9 zu betrachten, denn nur das Plus-Modell kann mit einer erhöhten Auflösung bzw. einer erhöhten Bilddiagonale punkten – 6,8 Zoll bei 3.040 x 1.440 Pixeln sind es auf dem Dynamic-AMOLED-Display, das auch HDR10+ unterstützt. Wie immer bei der Note-Reihe, so ist das Display auch über einen S Pen bedienbar. Letzterer kann auch beispielsweise die Kamera fernsteuern.
Neu ist, dass der S Pen auch für Gesten zum Einsatz kommen, die man zur Bedienung der Samsung Galaxy Note 10 bzw. Note 10+ verwenden kann, ohne den Screen zu berühren. Von Air Gestures spricht Samsung da. Geschützt wird das Display im Übrigen von Gorilla Glass 6. Der Fingerabdruckscanner sitzt ebenfalls direkt im Screen. Als SoC dient bei den beiden Smartphones der Exynos 9825.
Dem Chip stehen im Falle des Note 10 8 GByte RAM und 256 GByte Speicherplatz zur Seite. Das Note 10+ stockt auf 12 GByte RAM und abermals 256 GByte Kapazität auf. In beiden Fällen setzt man auf schnellen UFS-3.0-Speicher. Nur das Samsung Galaxy Note 10+ bietet über einen Slot für microSD-Karten die Option den Speicherplatz zu erweitern. Beide Geräte setzen eine Frontkamera mit 10 Megapixeln ein.
Triple-Hauptkamera weist Unterschiede auf
Bei den Triple–Hauptkameras existieren leichte Unterschiede. Samsung setzt für beide Smartphones auf 12 + 16 (Ultra-Weitwinkel) + 12 (Tele) Megapixel. Nur das Samsung Galaxy Note+ weist aber auch einen zusätzlichen Tiefensensor auf. Identisch ist die Möglichkeit 4K-Videos mit 60 fps aufzunehmen. Dabei steht nun für die Videos auch Tiefenunschärfe als Effekt zur Verfügung. Wie gut das in der Praxis funktioniert, muss man mal abwarten. Dank dreier Mikrofone verspricht Samsung zudem sehr zielgerichtete Tonaufnahmen mit weniger Störgeräuschen.
Samsung verlässt sich auf sein neues Flaggschiff
Das Samsung Galaxy Note 10+ bringt einen Akku mit 4.300 mAh mit, der sich via Schnellaufladung mit 45 Watt befeuern lässt. 20 Watt sind es noch bei drahtloser Aufladung. Für das Note 10 nennen die Südkoreaner 3.500 mAh und die Möglichkeit mit 25 Watt bzw. 12 Watt (kabellos) aufzuladen. Beide Smartphones sind dank der Schutzklasse IP68 resistent gegen Staub und Wasser.
In Deutschland sind die beiden Smartphones ab dem 23. August 2019 zu haben und werden 949 (Note 10) bzw. 1.099 Euro (Note 10+) kosten. Unten sind noch einmal die technischen Daten gelistet.
Das Samsung Galaxy Note 10
Technische Daten des Samsung Galaxy Note 10 (SM-N970F)
Der Klassiker „Scarface“ erhält von Universal Pictures ein umfassendes 4K Remaster. Die überarbeitete Version erscheint unzensiert auf 4K UHD Blu-ray in einer limitierten Sammler-Edition inkl. „The World Is Yours“ Statue.
Update I: Laut Informationen von Universal Pictures erscheint Scarface hierzulande mit einem neuen DTS:X Soundmix in deutscher und englischer Sprache!
Originalbeitrag: Al Pacino wurde unter anderem durch seine Rolle des Michael Corleone in dem Filmklassiker „Der Pate“ bekannt. Weitaus mehr Aufmerksamkeit konnte der Schauspieler jedoch mit „Scarface“ (1983) auf sich ziehen, in dem er die Hauptrolle des Antonio „Tony“ Montana übernahm. Ursprünglich sollte der Film eine Anlehnung an den Aufstieg von „Al Capone“ werden. Die Story wurde jedoch kurzerhand ins Miami der 1980er Jahre verlegt und vom „Verhandlungsgeschick“ des einstigen Mafia-Bosses war auch nicht mehr viel zu sehen.
Scarface (Narbengesicht) zeichnet sich vor allem durch den hohen Gewaltgrad aus, der damals wie heute umstritten ist. Die FSK 18 Einstufung hatte sich der Titel auf jeden Fall verdient. Auch die Texte hatten es in sich und wurden in der deutschen Übersetzung oft entschärft. So wurde aus „Eating, drinking, fucking, shiting? Snorting? Then what?“ „Essen! Trinken! Ficken! Lecken! Ist das alles?“. „Scarface“ entwickelte sich in den Jahen nach dem Kinorelease zu einem Klassiker der Popkultur und gehört eigentlich in jede gut sortierte Filmsammlung.
4K/HDR und neue dt. Tonspur?
Über den 4K Ultra HD Blu-ray Release von „Scarface“ ist noch nicht viel bekannt. Wir schätzen jedoch, dass sich die Disc auf den erneuten 4K Scan beruht. Eine HDR-Verarbeitung ist ebenfalls mit an Bord. Ob Universal auch Dolby Vision integriert, ist bislang nicht bekannt. Ganz wichtig und von vielen Filmfans sicherlich erhofft, wäre eine Überarbeitung der deutschen Tonspur. Diese liegt nämlich nur in Stereo vor. Die englische Synchro erschien auf Blu-ray bereits als DTS-HD Master Audio 7.1. Es muss ja nicht gleich Dolby Atmos oder DTS:X sein, jedoch wäre ein unkomprimierter 5.1-Mix wünschenswert.
Die goldene „The World Is Yours“ Statue der Scarface Limited Edition macht sich sicherlich gut in den Vitrinen der Sammler
Die Ausstattung der limitierten Sammler-Edition lässt dagegen die meisten Rerelases im Regen stehen. Das Digi-Pack kommt mit einem hochwertigen Pappschuber und beinhaltet neben der 4K Blu-ray und HD Blu-ray auch das Original „Scarface“ von 1932 (ebenfalls auf Blu-ray). Zudem gibt es eine goldene „The World Is Yours“ Statue. Hierbei soll es sich wohl um eine größere Variante mit um die 25cm Höhe handeln. Die limitierte Scarface Edition kann ab sofort vorbestellt werden und erscheint am 24. Oktober 2019.
Sky veröffentlicht aktuell für seine Receiver der Reihe Sky Q ein größeres Update. Die Aktualisierung führt vor allem neue Jugendschutz-Optionen ein. Etwa können bestimmte Inhalte ab beliebigen Altersfreigaben über eine PIN komplett abgeschaltet werden.
Dass Sky sich dabei natürlich selbst übereifrig auf die Schulter klopft, dürfte jedem klar sein. So tönt die Senior-Vizepräsidentin für das Produktmanagement bei Sky Deutschland, Julia Laukemann: „Als erster Anbieter in Deutschland ermöglichen wir unseren Sky Q Kunden, ihre Jugendschutz-Präferenzen individuell einzustellen und je nach Möglichkeit im Haushalt auch komplett abzuschalten.“
So sind nach dem Update drei Einstellungen wählbar. Im Modus „Standardmäßig“ wird die Jugendschutz-PIN zu folgenden Zeiten abgefragt: Inhalte ab 12 Jahren von 6-20 Uhr, Inhalte ab 16 Jahren von 6-22 Uhr und ab 18 Jahren von 6-23 Uhr. Es gibt aber auch die Option „Nie“, welche die PIN-Abfrage komplett deaktiviert. Ist für Leute geeignet, die ohnehin keine Kinder im Haushalt haben. Ausnahmen bleiben die Blue-Movie-Kanäle sowie Inhalte in der 18+ App.
Als drittes gibt es noch die Einstellungsmöglichkeit „Individuell“, welche eben erlaubt die Zeiten für die Altersfreigaben bzw. die PIN-Abfragen ganz persönlich anzupassen. Zu finden sind die erwähnten Settings nach dem Sky-Q-Update unter „Mein Sky Q>Jugendschutz“. Verfügbar sind die Optionen zunächst nur an den Sky Q Receivern. Später möchte man sie aber auch für die Receiver Sky+, die Sky Q Mini Box, sowie die Sky Go und Sky Q App anbieten.
Update für Sky Q mit weiteren Neuerungen
Außerdem enthält die Aktualisierung aber noch ein paar weitere Anpassungen. So habe man laut Sky das Hauptmenü für Sky Q intuitiver gestaltet. Nun sind unter dem neuen Menüpunkt „Mein Sky Q“ alle Funktionen der bislang von Mobilgeräten bekannten „Mein Sky“ App zu finden.
Dadurch lassen sich eben dort die Receiver Sky Pin und die erwähnte Jugendschutz-PIN verwalten, die gebuchten Sky Pakete einsehen und weitere Pakete dazubuchen. Laut Sky Deutschland erreiche das neue Software-Update innerhalb der nächsten Wochen schrittweise alle Kunden mit Sky-Q-Receivern. Wer also aktuell noch nicht an die Reihe gekommen ist, sollte einfach etwas abwarten.
Disney plant einen eigenen Streaming-Dienst, welcher unter der Bezeichnung Disney+ noch in diesem Herbst in den USA an den Start gehen wird. Nun ist bekannt geworden, dass Disney+ auch in Bundles mit Hulu sowie ESPN+ angeboten wird. Wer alle Dienste abonniert, kann Geld sparen.
Natürlich wird es jene Pakete, genau wie eben Disney+ an sich, zunächst nur in den USA geben. Die Preise sind dabei bereits bekannt: Disney+ soll nämlich, das hat der Konzern ja bereits vor einer Weile offiziell bestätigt, in den USA 6,99 US-Dollar kosten. In Europa könnte der Streaming-Dienst des Unternehmens im Übrigen im März 2020 an den Start gehen. Aktuell sind das allerdings nur Gerüchte.
Auch seine Originalserien für Disney+ hat das Unternehmen bereits in Aussicht gestellt. Beispielsweise sind zahlreiche Formate zu den Marvel-Charakteren geplant. Etwa wird „Loki“ eine eigene Serie erhalten. Auch „The Mandalorian“, eine neue Serie im Star-Wars-Universum, wird von vielen Fans bereits sehnsüchtig erwartet. Was man in Deutschland für Disney+ wird zahlen müssen, ist allerdings noch offen.
Für das Dreifach-Paket mit Disney+, ESPN+ und dem werbefinanzierten Hulu sollen in den Vereinigten Staaten rund 12,99 US-Dollar anfallen. Das wäre eine erhebliche Ersparnis gegenüber dem regulären Preis. Einzeln kosten Disney+ 6,99, ESPN+ 4,99 und Hulu 5,99 US-Dollar. Man spart also gegenüber den einzelnen Abonnements im Paketpreis 4,98 US-Dollar, erhält also im Grunde ESPN+ fast umsonst.
Ob Disney auch für Europa Bundles plant, ist offen
Wie bereits erwähnt, sind jene Pakete mit den drei Streaming-Angeboten aber aktuell nur für die USA angekündigt worden. So ist etwa Hulu in Europa auch gar nicht vertreten. Es hatte in der Vergangenheit aber durchaus Gerüchte um einen Start in unseren Breitengraden gegeben. So hat Disney durchaus Interesse daran Hulu auch international ins Rennen zu schicken. Denn auch hierzulande könnte man mit Kombi-Abonnements sicherlich Kunden gewinnen.
Derzeit entsteht leider eine Fragmentierung bei den Streaming-Diensten, denn die Zeiten, in denen das Gros der Inhalte bei Amazon Prime Video und Netflix gebündelt wurde, nähern sich dem Ende. Stattdessen drängen neben Disney beispielsweise auch Warner, Comcast und Apple mit Konkurrenzangeboten auf den Markt. Welche sich am Ende durchsetzen, entscheiden die User.
Sony hat mit dem BVM-HX310 ein Dual-Layer-LCD Monitor veröffentlicht, welcher es mit der OLED-Konkurrenz aufnehmen kann und in vielen Punkten die selbstleuchtenden Pixel übertrifft.
Vincent Teoh von hdtvtest.co.uk hat ein interessantes Video über Sonys neuen BVM-HX310 Mastering Monitor veröffentlicht. Das neue Modell basiert auf einer neuen neuen LCD-Technik und beerbt den X300 Reference OLED Monitor von Sony, der in professionellen Film- & Serienproduktionen eingesetzt wird. Es handelt sich um ein 31 Zoll Modell mit echter 4K Auflösung (4.096 x 2.160 Bildpunkte). Anhand dieses Testgerätes erklärt Vincent nochmals die Vor-/Nachteile der LCD und OLED-Technologie und geht darauf ein, wieso die Dual-Layer-LCD-Technologie so vielversprechend ist.
Single-LCD vs. OLED
OLED scheint im Heimkino-Segment aktuell das Maß aller Dinge zu sein. Die selbstleuchtenden, organischen Pixel können einzeln angesteuert und bei Bedarf auch komplett ausgeschalten werden. Damit lässt sich ein perfekter Schwarzwert und theoretisch einen unendlichen Kontrast darstellen. LCD-Displays bestehen dagegen aus mehr Schichten die lichtdurchlässig sind. Das LED-Backlight ist fast immer an und die Helligkeit wird nur durch die Flüssigkristalle in der LC-Schicht geblockt. Direkt LED-Backlight Systeme können den Kontrast und Schwarzwert noch verbessern, bleiben aber auch, je nach Content, nicht von Halo- oder Blooming-Effekten verschont. Im Ultra-High-End Segment greifen daher immer mehr Kunden gerne zum OLED.
Neues Dual-Layer-LCD Display oder LMCL
Es ist schon einmal eine Ansage, wenn Sony für seinen neuen Referenz-Monitor von OLED auf LCD umschwenkt. Die hier genutzte Dual-Layer-LCD Technologie oder „Light Modulating Cell Layer (LMCL) ist aber weit entfernt von den LCD-Displays, die wir aus TV-Geräten für Konsumenten kennen. Die Technik stammt ursprünglich von Ingenieuren aus Panasonics LCD Entwicklung und Fertigung. Ein normaler LCD-TV nutzt ein Backlight (Edge oder Direct) und ein zusätzlichen LC-Layer. Die neue Display-Technologie wird um eine zusätzliche monochrome LC-Schicht erweitert, die das Licht Pixel-genau steuern kann. Sieht man sich die Anordnung der Pixelstruktur des BVM-HX310 unter dem Mikroskop an erkennt man, dass es sich um ein IPS-Panel handelt. Die LC-Schicht eines IPS-Panels hat ein Kontrastverhältnis von 1.000:1. Die zusätzliche monochrome Schicht hat ebenfalls 1.000:1. Multipliziert man diese Werte, erhält man einen Kontrast von 1.000.000:1, was auch in den von Sony angegebenen Spezifikationen für den Referenzmonitor steht.
In dieser Testsequenz von „Batman v Superman“ bleiben die Schwarzen Balken komplett dunkel auf dem Dual-Layer-LCD Monitor von Sony || Bildquelle: hdtv-test – Youtube
Unglaublicher Schwarzwert für einen LCD
Der Schwarzwert im SDR-Modus ist mit 0.004 nits (Schachbrett-Testbild) unglaublich gut für einen LCD-Monitor. Das menschliche Auge wird diesen Wert als „Schwarz“ wahrnehmen. Nur wenn man den Monitor länger in einem dunklen Raum betrachtet, kann man die minimale Helligkeit wahrnehmen, da sich unsere Augen an die dunkle Umgebung anpassen und empfindlicher für Licht werden. Im HDR-Modus steigt dieser Wert nur marginal auf 0.008 nits an. Hierbei handelt es sich um den nativen Schwarzwert eines Pixel, selbst wenn er sich direkt neben einem hellen Pixel befindet. Übrigens, die Werte für die Farbdarstellung bewegen sich, wie nicht anders zu erwarten, auf Referenz-Niveau innerhalb des DCI-P3 Standards. In vielen Belangen ist die neue Technik einem OLED gleichwertig. Doch wo bleiben die Vorteile?
Diese Szene von der Matrix 4K Blu-ray mit einer hohen APL (Durchschnittlichen Bildhelligkeit) stellt der Sony HX310 weitaus besser als ein OLED TV dar! || Bildquelle: hdtv-test – Youtube
Vorteile gegenüber OLED
Es gibt drei Punkte, in der die neue Dual-Layer-LCD oder LMCL-Technologie den etablierten OLED-Displays den Rang ablaufen. Das Display kann auf großflächigen, hellen Darstellungen eine Helligkeit von 1.000 nits halten. Die APL oder Average Picture Level ist weitaus höher, was ihr auch auf dem Bild oben sehen könnt. Während das weiß in der Szene von Matrix auf dem Referenz-Monitor mit rund 1.000 nits darsgestellt wird, sind es beim OLED durch den Automatic Brightness Limited (ABL) gerade einmal 150-180 nits. Die Frage, welches der beiden Bilder besser aussieht (ausgenommen von der Größe) sollte jeder subjektiv beantworten können. Die Darstellung von Helligkeitsbereichen die ganz knapp über absolutem Schwarz liegen, sind mit dem X310 ebenfalls besser darstellbar. So können z.B. Details im schwarzen Mantel von Neo auf dem OLED verschwinden, weil der Pixel komplett abgeschalten wird, während das Dual-Layer-LCD-Display so fein abstuft, dass die Details erhalten bleiben. Und zuletzt besteht natürlich eine weitaus geringere Gefahr für temporäre oder bleibende Beeinträchtigungen des Bildes sprich Image Retention oder Burn-In.
In einem Punkt bleibt OLED aber weiterhin vorne – beim Blickwinkel. Da die meisten Nutzer jedoch ihren Sitzplatz mittig zum Fernseher wählen, sollte diesem Punkt vielleicht nicht allzu viel Beachtung geschenkt werden.
Dual-Layer-LCD Fernseher sind bereits verfügbar
Diese Angaben beziehen sich alle auf einen Referenz-Monitor von Sony, der schlanke 30.000-35.000 Euro kostet. Wer jedoch meint, die Technologie ist noch Monate und Jahre entfernt, der dürfte freudig überrascht werden. Das 65 Zoll Hisense U9 Modell, welches bereits in China in den Handel gekommen ist, nutzt bereits diese bzw. eine ähnliche Technologie. Ob diese genau so feine Abstufungen erlaubt wie der Referenz-Monitor von Sony darf bezweifelt werden. Es dürfte sich jedoch ein Vorteil gegenüber der LCD-Konkurrenz im mittleren und High-End-Segment ergeben. Auch Apples XDR Display Monitor nutzt die gleiche Technologie. Sollten sich die ersten Modelle am Markt beweisen, dann ist es sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis TV-Hersteller sich dieser vielversprechende Technik ausgiebig widmen.
Keanu Reeves steht aktuell wieder hoch im Kurs, denn sein Auftritt zur E3 2019 auf der Microsoft-Pressekonferenz ist nicht nur Gamern im Gedächtnis geblieben. Das ist also der perfekte Zeitpunkt, um einen seiner erfolgreichsten Filme, „Matrix“, erneut ins Kino zu bringen.
„Matrix“ kam vor 20 Jahren ins Kino, so dass sich vielleicht manch ein Leser mit uns zusammen alt fühlt: 1999 ging das Science-Fiction- / Action-Abenteuer an den Start, das zwei Fortsetzungen nach sich zog und sowohl bei Kritikern als auch Publikum zu einem Liebling avancierte. Von den beiden Sequels kann man das nur bedingt behaupten, aber der erste Film der Trilogie gilt bis heute als enorm einflussreich.
Inhaltlich bedient sich „Matrix“ dabei bei einem breiten Sci-Fi-Potpourri. So nannten die Wachowski-Geschwister unter anderem „Akira“ (kommt bald als UHD Blu-ray) und „Ghost in the Shell“ als Inspirationen. Die Filme sind bereits als Ultra HD Blu-ray zu haben und auch in digitalen 4K-Versionen erhältlich. Doch die Kino-Erfahrung ist natürlich noch einmal eine andere Sache.
Zunächst ist „Matrix“ allerdings leider nur für eine Woche für die amerikanischen AMC-Kinos angekündigt worden. Los geht es ab dem 30. August 2019. Dolby rührt dafür bereits fleißig die Werbetrommel, denn der Kultfilm kommt nicht nur mit Dolby Atmos, sondern auch mit Dolby Vision erneut auf die große Leinwand. Es ist das erste Mal, dass „Matrix“ mit beiden Technologien im Kino zu sehen sein wird.
„Matrix“ dient auch als Vehikel um Dolby Atmos / Dolby Vision zu bewerben
Natürlich nutzen sowohl Warner Bros. als auch Dolby „Matrix“ hier als Mittel, um Werbung für Dolby Atmos und Dolby Vision zu machen. Ersteres konkurriert mit DTS:X, während letzteres sich mit HDR10+ messen muss. Bei Erscheinen punktete „Matrix“ mit seinen für die damalige Zeit revolutionären Effekten, wie den berühmten Bullet-Time-Szenen, die danach endlos kopiert wurden.
Bleibt zu hoffen, dass „Matrix“ vielleicht bei einem Erfolg in den USA auch in Deutschland noch einmal die Kinosäle beehren wird. Generell wünschen wir uns da für manchen Klassiker in 4K eine Wiederauführung – auch „Superman“ oder die beiden „Batman“ von Tim Burton wären da tolle Kandidaten.
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DAS GEWINNSPIEL IST BEREITS BEENDET. Vielen Dank an alle Teilnehmer. Die Gewinner haben bereits ihre Preise entgegen genommen!
Zusätzliche Infos:
Für Anreise, Verpflegung etc. müssen die Gewinnspiel-Teilnehmer selbst aufkommen. Sollte sich der Gewinner nicht innerhalb einer Woche nach Ablauf des Gewinnspiels kontaktieren lassen, verfällt der Gewinn und wird neu ausgelost.
Die IFA 2019 lieber bequem auf dem Smartphone, Tablet, PC verfolgt, dem möchten wir unser IFA Special ans Herz legen. Wie jedes Jahr versorgen wir euch über die Seite mit aktuellen Beiträgen, Bilder und Videos zum Messe-Event des Jahres. Das Special wird im Laufe der nächsten Tage und Wochen für die IFA 2019 angepasst.
Vielen Dank an die PR-Abteilung der Messe Berlin GmbH die uns die Tickets kostenlos zur Verfügung gestellt haben!
Luc Bessons Kultfilm „Léon – Der Profi“ soll laut Aussage von Studiocanal noch in diesem Jahr auf 4K Ultra HD Blu-ray erscheinen. Zuvor kommt die 4K Fassung ab dem 30. September erneut in die Kinos.
Update II: Die limitierte 4K Blu-ray im Steelbook kann ab sofort vorbestellt werden. Studiocanal hat den Releasetermin 24. Oktober 2019 bestätigt. Zudem gibt es Infos zur Ausstattung. Neben HDR10 soll auch das dynamische Dolby Vision mit an Bord sein. An der Audio-Front darf man sich über einen deutschen DTS-HD MA 7.1 Mix und Dolby Atmos Originalton freuen.
Update I: Amazon listet eine Limited 25th Anniversary Edition 4K Blu-ray mit dem Verkaufsdatum 24. Oktober 2019. Dabei soll es sich wohl um eine Steelbook-Variante handeln.
Zum 25. Jubiläum gönnt sich Lèon, gespielt von Jean Reno ein audivisuelles Upgrade. An seiner Seite Gary Oldman und die junge Nathalie Portman, für die der Film das Sprungbrett für ihre Filmkarriere wurde. In Deutschland sahen rund eine halbe Millionen Kinobesucher die actionreiche und berührende Geschichte des Auftragskillers. In den Jahren danach entwickelte sich der Film zum Kult, wie so viele Filme von Luc Besson.
Die restaurierte 4K Fassung die am 30. September 2019 in den deutschen Kinos zu sehen ist, soll in einem 23 Minuten längeren Directors Cut vorgeführt werden. Diese Version wird auch mit großer Wahrscheinlichkeit die Vorlage für den Home-Entertainment-Release auf 4K Blu-ray werden. Lèon – Der Profi wurde ursprünglich auf 35mm gedreht und wurde mittels eines 4K Scans aufgewertet. Das Bildverhältnis des Films ist 2.35:1.
Lèon (Jean Reno) geht nicht gerade zimperlich mit seinen Klienten um
In den USA ist bereits eine 4K Blu-ray zu Lèon – Der Profi erschienen, die Ausstattung und Qualität könnte sich jedoch unterscheiden. Die Vertriebsrechte in den USA liegen bei Sony Pictures. Die veröffentlichte Variante zeigte den regular Cut mit 110 Minuten mit HDR10 und englischem Dolby Atmos. Die anderen Audiostreams wurden Sony-typisch nur als 5.1 Sound-Mix auf die Disc gebracht.
In den USA wurde Leon – Der Profi bereits von Sony auf 4K Blu-ray veröffentlicht, jedoch in einer anderen Ausstattung
Für den Deutschland-Release bleibt die Hoffnung, dass sich Studiocanal ausreichend Zeit für das Remaster gönnt und sich nicht auf bestehende Video- und Tonspuren stützt. Das Studiocanal seine Arbeit mit Filmklassikern ernst nimmt, sieht man bei Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“. Das Medienunternehmen schreckte nicht davor zurück, den Titel zwei mal zu verschieben um eine bestmögliche Qualität abzuliefern. Der Film erscheint mit einem nativen 4K Scan inkl. Dolby Vision HDR sowie Dolby Atmos 3D Sound. Vielleicht werden wir bei Lèon – Der Profi mit einer ähnlich aufwendigen Ausstattung überrascht – gerne auch in einem schön gestaltetem Steelbook!