ViewSonic hat seinen neuen Beamer PX727-4K vorgestellt. 1.199 Euro kostet der Heimkino-Projektor in Deutschland. Neben 3.840 x 2.160 Bildpunkten unterstützt der PX727-4K auch HDR und den erweiterten Farbraum Rec.2020. Wie man anhand des Preises vermuten kann, so gibt es hier aber auch einen gewaltigen Haken.
So kommt der ViewSonic PX727-4K nur durch eine Technik namens Expanded Pixel Resolution (XPR) zu seiner ultrahohen Auflösung. Im Klartext wird jeder einzelne Pixel zweimal angezeigt. Ähnlich arbeiten grob gesprochen auch manche Upscaling-Techniken an Spielekonsolen. Eine native 4K-Auflösung ohne Kompromisse bietet der ViewSonic PX727-4K also leider eben nicht.
Trotzdem verspricht der General Manager von ViewSonic DACH, Thomas Müller: „Spektakuläre 4K-Bilder in atemberaubender Klarheit, höchster Detailtreue, mit einem fast perfekten Kontrast und brillantesten Farben, dies macht ViewSonic mit dem PX727-4K möglich“. Wie gesagt, sollten aber diejenigen abwarten, die zu erschwinglichen Preisen auf einen „echten“ 4K-Projektor warten.
ViewSonic PX727-4K bietet leider kein echtes 4K
ViewSonic PX727-4K bereits ab Ende Januar 2018 in Deutschland
Neben dem Farbraum Rec.2020 wird auch Rec.709 zu 96 % abgedeckt. Über ein RGBRGB-Farbrad soll eine hohe Farbgenauigkeit erreicht werden. Ob diese vollmundige Versprechung von ViewSonic in der Praxis zutrifft, ist natürlich noch zu überprüfen. Die Lebensdauer einer Lampe soll am PX727-4K bei rund 15.000 Stunden liegen. Als Anschlüsse sind wiederum jeweils einmal HDMI 1.4, HDMI 2.0, VGA, USB, Mini-USB sowie Audio integriert.
ViewSonic PX727-4K: Die Anschlüsse
Im Lieferumfang ist natürlich auch eine Fernbedienung enthalten. Laut ViewSonic unterstützt der USB-Anschluss auch die Aufladung von externen Geräten. In Deutschland soll der ViewSonic PX727-4K bereits ab Ende Januar 2018 erhältlich sein. Es gilt die eingangs genannte, unverbindliche Preisempfehlung von 1.199 Euro.
Im Februar 2018 finden erneut die Olympischen Winterspiele statt. Dieses Mal ist Südkorea der Austragungsort für die internationalen Wettkämpfe. In vielen Ländern wird das Sportereignis dabei nicht nur in 4K, sondern auch mit HDR übertragen. Leider ist dergleichen für Deutschland noch offen.
Bekannt ist, dass die Produktion des Videomaterials den Olympic Broadcasting Services (OBS) und der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK obliegt. Sie arbeiten im südkoreanischen Pyeongchang mit 4K und HDR. Auch der amerikanische Sender NBC will mit dem Material arbeiten und entsprechend die Olympischen Winterspiele mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten und HDR ausstrahlen.
Laut dem CEO der Olympic Broadcasting Services, Yiannis Exarchos, sei es das Ziel, den regionalen Ausstrahlungspartnern immer das beste Quellmaterial zu liefern. 2018 bedeutet das eben, dass man 4K und HDR liefert. 4K ist dabei grundsätzlich nicht neu, denn bereits Teile der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im Jahr 2016 wurden in einigen Ländern in 4K ausgestrahlt. Damals verzichtete man aber noch auf HDR.
Konkret sollen sowohl die Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2018 als auch Eishockey, Eiskunstlauf, Skispringen und Snowboarden in Ultra HD übertragen werden. Neben dem Futter für 4K-Freunde wird es zudem etwa 50 Stunden Live-Virtual Reality-Materual über das Intel True VR-System geben.
Übertragung in 4K mit HDR für Deutschland ist ungewiss
Wer sich nun schon in Deutschland die Hände reibt, sollte erst einmal ausharren. Die öffentlich-rechtlichen Sender halten sich in Deutschland leider mit Zugeständnissen zurück. Man muss also abwarten, was wir am Ende hierzulande für eine Qualität zu sehen bekommen. Das Spielchen läuft also ähnlich ab, wie für de Fußball Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Auch hier planen die öffentlich-rechtlichen Sender aktuell noch die genauen Details.
Die japanische NHK ist hingegen bereits deutlich weiter: Ab 2020 will man große Sportereignisse, wie die Olympischen Sommerspiele 2020, in 8K übertragen. Der japanische Sender gilt in diesem Hinblick seit Jahren als extrem fortschrittlich und will seinen Ruf offenbar erhalten. Davon kann man als deutscher Zuschauer, trotz der ersten angekündigten 8K-Fernseher, nur träumen.
Kurz nach Neujahr war es endlich soweit, die Christopher Nolan 4K Blu-ray Collection wurde endlich an uns ausgeliefert und wir konnten es gar nicht erwarten, die 4K Remaster der größten Nolan Filme inkl. „The Dark Knight“, „Interstellar“ oder „Dunkirk“ zu testen. Lohnt sich die Ausgabe von rund 110 Euro für 7 Filme?
Inhalt Nolan 4K Collection (89%)
Nach „Memento“ und „Insomnia“ war für die Filmwelt und auch die produzierenden Studios klar, dass man mit Regisseur Christopher Nolan auch künftig würde rechnen müssen. Was der Filmemacher aber in der Folge auf die Beine stellte, sollte selbst die Optimistischen unter den Kritikern überraschen. Am Ende war es dann Warner Bros., die sich die Arbeit des talentierten Regisseurs sicherte und ihn für den (seinerzeit) gewagten Neustart des Batman-Kosmos einsetzten. Nachdem Joel Schumacher das Franchise von Tim Burton übernommen und mit Vollgas vor die künstlerische und kommerzielle Wand gefahren hatte, hielt man lange Zeit Abstand von einer Reaktivierung der Fledermaus.
Die Nolan 4K Blu-ray Collection macht sich ganz gut im Film-Regal
Doch der Erfolg der Konkurrenz mit X-Men und Spider-Man rechtertigte den Schritt – es sollte der Beginn einer langen und fruchtbaren Zusammenarbeit werden. Denn nicht nur schaffte es Nolan, die Figur des Batman zum Kassenmagneten zu entwickeln (über eine Mrd. Einspiel jeweils für Teil 2 und 3), zog er mit seiner Art, Filme zu machen doch auch sämtliche Kritiker auf seine Seite. Es ist Nolans Gespür für die Tiefe der Charaktere, die er wie kaum ein anderer in Kombination mit spektakulären Bildern auf die Leinwand bringt. Seine Drehbücher sind stets tiefgründer und vielschichter als die der meisten anderen Blockbuster-Autoren und liefern (meist) absolut frische Ideen.
Denn der Erfolg mit „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ ermöglichte ihm (ganz nebenbei) auch die Realisierung einer Traumprojekte. So machte er zwischen den ersten beiden Teilen der DC-Comics-Trilogie einen Abstecher ins Magische und führte den Zuschauer in „Prestige – Meister der Magie“ immer wieder an der Nase herum, bis er in einem völlig überraschenden Finale sämtliche Handlungsfäden zusammenfügte und für Verblüffung sorgte. Ein ähnliches Kunststück gelang ihm in „Inception“, den er „mal eben“ in der Pause zwischen „The Dark Knight“ und „The Dark Knight Rises“ inszenierte. Von vielen seiner Fans als der bisher beste Nolan bezeichnet, war „Inception“ sicherlich so etwas wie die Ehrenrettung des Kinos in einer Zeit, in der ansonsten nur lauwarme Aufgüsse und Fortsetzungen in die Lichtspielhäuser kamen. Was sich Nolan da in knapp zehn Jahren Entwicklungsarbeit aus dem Kopf geschrieben hatte, glich einem Kunstwerk unter den Blockbustern. Dabei kam ihm allerdings erneut auch zu Gute, dass er, trotz erstmaliger Integration von beeindruckenden und großen VFX, stets auf praktische Effekte setzt, wo sich diese realisieren lassen. Und wenn er dafür gigantische Spiegel installieren, ein riesiges Drehrad aufhängen oder mit einer Kamera, die 1000 Bilder/Sekunden aufnehmen kann, drehen lässt. Sein Faible für oldschool Filmerei sieht man aber nicht nur dort, sondern auch darin, dass er stets analog filmt.
In einer Zeit, in der praktisch jeder große Kinofilm digital gedreht wird, nimmt sich Nolan die besten Kameramänner und das beste analoge Equipment, um einen möglichst authentischen Filmlook zu erzielen. Kein Wunder, dass er dabei irgendwann auf die IMAX-Kameras stieß und deren Anteil in seinen Werken immer stärker ausweitete. Womit wir bei der Technik sind, die von den UHDs seiner Filme möglichst hochwertig wiedergegeben werden sollte. Dafür (glaubt man entsprechenden Aussagen) hat der Meister den Scan und die Digitalisierung auf das 4K-Medium persönlich beaufsichtigt und dafür gesorgt, dass jeder Film der Box in echtem 4K vom Filmnegativ gescannt und über ein 4K-Digital-Intermediate auf die UHD gebracht wurde. Aber ist das auch wirklich gut gelungen?
Die Cover haben das gleiche Design wie die US-Versionen. Alle Titel haben auch ein Wendecover ohne FSK-Logo (siehe „The Dark Knight“)
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Einzelbewertungen:
Batman Begins: 90%
The Dark Knight: 100%
The Dark Knight Rises: 75%
Prestige: Meister der Magie: 90%
Inception: 90%
Interstellar: 90%
Dunkirk: 90%
Bildqualität Nolan 4K Collection (76%)
Soviel vorab: Als Fan wird man sich darauf einstellen müssen, mit einem teils völlig anderen Look konfrontiert zu werden. Die Farbveränderungen fallen teils so drastisch aus, dass man meint, es wäre etwas schiefgelaufen. Ob das so gewollt ist oder nicht, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Wohl aber, dass beispielsweise ein „The Dark Knight“ durchaus bewusst farblich anders dasteht. Aber fangen wir von vorne an: Wie gesagt, lagen alle Filme analog vor und es wurden 4K-Scans vom Negativ vorgenommen. Die Auflösung ist durch die Bank bei den UHDs deshalb tatsächlich besser – mit Ausnahme von „Inception“. Hier muss man schon ganz genau hinschauen, um einen Schärfe-/ Detailvorsprung sehen zu können. Teilweise wirkt hier sogar die Blu-ray etwas besser aufgelöst. Bei „Batman Begins“ liegen beide Disk in etwa auf gleichem Niveau, was vor allem an dem dann doch schon etwas älteren Material liegt. Jedenfalls hat man hier bei den Totalen auf die Stadt durchaus Mühe, mehr Details zu erkennen. Merklich besser sind da „The Dark Knight“ und „The Dark Knight Rises“ sowie „Interstellar“ – diese drei vor allem aufgrund ihres teils hohen Anteils an IMAX-Szenen. Diese fielen schon bei der Blu-ray qualitativ aus dem Rahmen (positiv, wohlgemerkt) und lösen über die UHD phänomenal gut auf. Was man hier an Details in den Aufnahmen der Wolkenkratzer sieht oder auch auf der Endurance im Weltall, ist schon klasse. Überraschung hier: Auch „Prestige“ punktet mit besserer Auflösung – obwohl das Material hier auch schon etwas älter ist. Aber gerade feine Details in den Kleidungsstücken wirken ruhiger und plastischer.
Interstellar gehört zu einen der visuell beeindruckendsten 4K Remaster in der Nolan Collection
Farblich gesehen sind leider alle Filme so verändert worden, dass es für jeden Geschmacksache sein wird, ob er es mag oder nicht. Am geringsten fällt die Veränderung hier noch bei „Interstellar“ aus. Der ist zwar in neutralgrauen Bereichen einen Hauch grüner, lässt aber die starke Gesichtstönung durch Sepia-Anteile weitgehend aus. Dass das hier nicht so deutlich auffällt, liegt aber auch daran, dass der Film größtenteils in kühlen Umgebungen spielt. Schaut man sich hingegen „The Dark Knight“ an und wählt einige Szenen, die ursprünglich neutral bis kühl gestaltet waren, so sind diese nun mit einem deutlichen bis krassen Grünfilter versehen. Bisweilen hat man das Gefühl, man befände sich irgendwo in der „Matrix“. Nur einen Hauch dieses grünen Look hat „Inception“, während „The Dark Knight Rises“ eher neutraler wirkt als über die Blu-ray. Hier kommt auch deutlich zum Tragen, dass Gesichtstöne in den helleren Szenen eher entfärbt wurden und nicht mehr so braungold rüberkommen. Bei „Inception“ ist das auch der Fall – allerdings NUR in den hellen Szenen, während die dunkleren bisweilen massiv goldener rüberkommen – bis in eine teilweise unangenehm orange überstrahlende Gesichtsfarbe. Hinzu kommt die teils sichtbare Aufhellung des Schwarzwertes.
Bei „Interstellar“ sorgt das zwar für eine bessere Durchzeichnung von Details im All, aber eben auch für einen etwas gräulicheres Schwarz – ärgerlich. Ebenso bei „Prestige“ und „Inception“, die schon mal so stark aufhellen, dass man mit der Blu-ray im direkten Vergleich meint, im Dunkeln zu tappen. Es ist also ein sehr uneinheitliches Bild und eine Aussage zur Empfehlung fällt schwer. Einerseits ist die Auflösung teils sichtbar besser und liefert fantastische IMAX-Szenen, andererseits muss man bezüglich der Farbgebung sagen, dass es hier mindestens Geschmacksache ist, wenn nicht gar einige Bereiche ärgerlich stark verändert rüberkommen. Favoriten wären „The Prestige“, dessen UHD fast durch die Bank besser ist sowie „Interstellar“ mit der Einschränkung des etwas reduzierten Schwarzwertes.
Einzelbewertungen:
Batman Begins: 70%
The Dark Knight: 75%
The Dark Knight Rises: 80%
Prestige: Meister der Magie: 75%
Inception: 70%
Interstellar: 85%
Dunkirk: 75%
Tonqualität „Nolan 4K Collection“ (87%)
Beim Ton sind die Veränderungen gegenüber den bisherigen Blu-rays teils sehr begrüßenswert, teilweise aber auch nicht vorhanden. So kommt beispielsweise „Interstellar“ mit den bisher schon bekannten, völlig identischen dts-HD-Masterspuren, die schon auf der Blu-ray ein Feuerwerk entfachten. Wirklich aufgewertet wurden hingegen alle anderen Titel. Bei „The Prestige“ gab’s bisher fürs Englische und Deutsche jeweils nur Dolby-Digital-Fassungen. Nun trägt schon die enthaltene Blu-ray zwei dts-HD-Master-Spuren, die von der UHD dann übernommen wurden. Damit liegt der Film um die beiden konkurrierenden Magier deutlich über dem Niveau der bisherigen Blu-ray und wirkt stets fein aufgelöst mit klaren Dialogen und tollen Blitz-Effekten in Teslas Labor.
Gleiches gilt es für „Batman Begins“ zu vermelden. Auch der hatte seinerzeit zwei Dolby-Digital-Spuren, die nun schon auf der Blu-ray (und natürlich auch auf der UHD) in dts-HD-Master gewandelt wurden. Damit schlägt schon der Tumbler wesentlich effektvoller zu und wenn Ra’s al Ghuls Sprengsätze die Kanaldeckel in die Luft fliegen lassen, setzt es Effekte aus allen Speakern. Bei „The Dark Knight“, „The Dark Knight Rises“ und „Inception“ müssen die Blu-rays noch mit den alten Dolby-Digital-Spuren fürs Deutsche auskommen. Hier gibt’s allerdings einen echten Mehrwert für die UHD. Denn die liefert bei diesen Titeln jeweils eine dts-HD-Master-Fassung für die deutsche Synchronfassung. Und er das etwas muffige DD von „The Dark Knight“ noch kennt, der wird sich hier freuen, dass die Tonspur nun absolut ebenbürtig ist mit der Originalfassung. Das hört man besonders gut, wenn sich Batman und der Joker eine spektakuläre Schlacht auf der Straße liefern und der Tumblr brutal in die LKWs donnert.
Die Audio-Ausstattung der 4K Filme hat des öfteren einen Mehrwert gegenüber der HD-Version. Vor allem „The Dark Knight“ ist hier positiv hervorzuheben
Noch besser erging es „The Dark Knight Rises“. Dessen deutsche Dolby-Digital-Spur war bisher ein echtes Ärgernis, das der Anbieter leider auch nie abänderte. Dialoge waren dumpf und Effektsituationen ein Sturm im Wasserglas. Nun darf auch „The Bat“ mit der gleichen Vehemenz aus der Seitengasse über die Polizisten hinwegfegen – Klasse! „Inception“ als letzte Disk profitiert ebenfalls von der deutschen dts-HD-MA-Fassung. Zwar war dessen DD-Version nicht ganz so misslungen, doch auch hier geht’s offener, feiner aufgelöst und dynamischer zur Sache. Besonders gut ist dies zu hören, wenn Cobb und Ariadne mitten in der Stadt von einem Zug gerammt werden. Dessen Wucht überträgt sich nun endlich ins Heimkino, wo sie zuvor nur zu erahnen war.
Einzelbewertungen:
Batman Begins: 85%
The Dark Knight: 95%
The Dark Knight Rises: 90%
Prestige: Meister der Magie: 80%
Inception: 90%
Interstellar: 85%
Dunkirk: 90%
Bonus (74%)
Die Veröffentlichung der UHD-Box der Nolan-Filme liefert keine zusätzlichen Extras.(Fast) sämtliches Bonusmaterial der bisherigen Blu-rays wurde hier auf den BDs übernommen. Die Einschränkung „fast“ liegt darin begründet, dass „Batman Begins“ seine In-Movie-Experience verloren hat, da man das Bonusmaterial der bisherigen Blu-ray komplett auf eine Extra-Disk extrahiert hat.
Jeder Film enthält die HD Blu-ray, 4K Blu-ray, Bonus Blu-ray sowie einen Code für die digitale HD-Version (Ultraviolet)
Einzelbewertungen:
Batman Begins: 80%
The Dark Knight: 90%
The Dark Knight Rises: 70%
Prestige: Meister der Magie: 50%
Inception: 80%
Interstellar: 90%
Dunkirk: 60%
Gesamtbewertung (84%)
Mit der Nolan-Box hat Warner allen Fans eine Freude gemacht, die endlich den besten hochauflösenden Ton haben wollten. Da der Regisseur kein Freund von 3D-Sound ist, liefern alle Filme nun die maximal mögliche Akustik auf der regulären Ebene. Beim Bild liefern die UHDs praktisch durchweg die (sichtbar) höhere Auflösung, verlieren aber zum Teil an Boden, weil das Bild bisweilen stark verändert aussieht. Bei Titeln wie „Inception“, „Interstellar“ oder „Batman Begins“ ist das „nur“ Geschmacksache. Bei „The Dark Knight“ allerdings fragt man sich schon, ob das so im Sinne des Erfinders war … Wer übrigens die Kritik zu „Dunkirk“ vermisst hat, der ebenfalls Teil der Box ist, der findet die Einzel-Rezension HIER!
Amazon startet die Woche mit allerlei Film- & Technik-Schnäppchen. Über 40% auf Fernseher und Heimkinoprodukte von LG, B&O Play bis zu 50% reduziert, 10 Blu-rays für 50 Euro und aus besonderem Anlass die „Der Spiegel“ Kindle Edition für nur 7.95 EUR.
Asus hat auf der CES 2018 seinen ersten OLED-Monitor, den ProArt PQ22UC, gezeigt. Doch auch neben der OLED-Technik wartet das portable Display mit weiteren Vorzügen auf. Etwa bietet der Monitor eine 4K-Auflösung auf 21,6 Zoll Diagonale und unterstützt HDR.
Somit vereinigt Asus mit dem ProArt PQ22UC OLED, 4K, HDR und sogar Mobilität. Denn der Monitor ist für den Einsatz on-the-go konzipiert. Einzig die eher kleine Diagonale von 2,16 Zoll könnte für Fans von 4K / Ultra HD ein Kritikpunkt sein. Die native Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten kann aber auch auf dieser Diagonale den Alltag erleichtern, etwa beim Bearbeiten mehrerer Textdokumente.
Auch wenn es zudem bereits einige OLED-Fernseher gibt, sind Monitore mit der Technik noch absolute Mangelware. Somit ist es nur zu begrüßen, dass Asus ein Herz für PC-Anwender mit dem ProArt PQ22UC beweist. Leider weist man dem Monitor keine Spezifikation nach DisplayHDR zu, so dass die Qualität der HDR-Darstellung aktuell ein Fragezeichen bleibt.
Asus ProArt PQ22UC – portabel dank abnehmbarem Ständer
Klar ist, dass der Asus ProArt PQ22UC nur 1 kg wiegt und 99 % des Farbraums DCI-P3 abdeckt. Zur maximalen Helligkeit schweigt Asus derzeit, nennt aber immerhin eine Reaktionszeit von nur 0,01 ms. Dank OLED-Technik spielt der Kontrast nativ bei 1.000.000:1. Beides dürfte Gamer freuen. Professionelle Anwender sollen von der Darstellungsqualität ebenfalls profitieren. Laut Asus sei der ProArt PQ22UC dann auch vorwiegend auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Das Bearbeiten und Erstellen von Fotos und Videos von unterwegs aus stehe im Mittelpunkt. Auch für Präsentationen ist der Monitor auf Reisen sicherlich ein hilfreiches Werkzeug.
Preis und Erscheinungsdatum des Asus ProArt PQ22UC sind noch offen
Als Anschlüsse bietet der Asus ProArt PQ22UC USB Typ-C und Micro-HDMI. Der Standfuß ist zum besseren Transport abnehmbar. Das 10-bit-Panel das Monitors stammt übrigens von JOLED, einem Joint Venture von Japan Display, Sony und Panasonic.
Leider sind der Preis sowie das Erscheinungsdatum des Asus ProArt PQ22UC noch offen. Mehr erfahren wir sicherlich in den nächsten Wochen in einer deutschen Pressemitteilung.
LG zeigt auf der CES 2018 seine neue Soundbar SK10Y. Diese unterstützt Dolby Atmos. Außerdem wollen die Südkoreaner direkt die Früchte der Partnerschaft mit Meridian Audio ernten. Techniken des Unternehmens sollen den Klang der Soundbar SK10Y auf ein neues Level bringen.
Update 14-01-2018: Wir konnten uns einen ersten Eindruck vom SK10Y Dolby Atmos Soundbar auf der CES 2018 machen. In einem Präsentationsraum lauschten wir einigen Demos und waren positiv überrascht. Höhenkanäle über die nach oben gerichteten Reflexions-Lautsprecher konnten wir teils deutlich wahrnehmen. Die Maße und Höhe des Demo-Raums sollte der Größe eines normalen Wohnzimmers entsprochen haben. Im Soundbar sind drei Hoch-Mitteltöner an der Front, zwei ander Seite und zwei auf der Oberseite des Soundbar angebracht. Zusammen mit dem kabellosen Subwoofer erlaubt das Bundle einen 5.1.2 Sound. Ein Satelliten-Set (zwei hintere Lautsprecher) soll ebenfalls 2018 in den Handel kommen und erweitert das Sound-Setup auf 7.1.2.
Der SK10Y wird 1.199 Euro (UVP) kosten und soll im April 2018 ausgeliefert werden.
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Originalmeldung: Die Soundbar LG SK10Y bietet eine Leistung von 550 Watt. Als Audio-Lösung unterstützt sie 5.1.2-Sound durch den Einsatz der Dolby-Atmos-Technologie. Bekanntermaßen ermöglicht Dolby Atmos ja Klangobjekte im dreidimensionalen Raum zu platzieren. Dadurch kann der Sound quasi aus allen Richtungen erschallen – auch direkt von oben. Man kann sich darüber streiten, wie gut dies mit einer Soundbar funktioniert. Die Modelle des vergangenen Jahres klangen aber bereits durchaus beachtlich.
Die LG SK10Y integriert mehrere Lautsprecher, um Dolby Atmos gewährleisten zu können. Zwei von ihnen strahlen nach oben ab. Deren Lautstärke ist anpassbar, um je nach Deckenhöhe die besten Ergebnisse zu erzielen. In diesem Punkt bedienen sich die Südkoreaner dann auch der Techniken von Meridian Audio. So soll die Kombination aus „Bass and Space“ sowie „Height Elevation“ für einen wärmeren aber auch präziseren Klang sorgen.
SK10Y Soundbar @ CES 2018
1 von 6
Spezifikationen der Dolby Atmos Soundbar
Soundbar und kabelloser Subwoofer gehören zusammen
LG arbeitet im Audio-Bereich zukünftig mit Meridian Audio zusammen. Hier ist einer der beiden Reflexions-Lautsprecher (Höhenkanal) zu sehen
Drei Hoch-Mitteltöner an der Front, zwei sind an der Seite angebracht
Der Subwoofer sorgt für satte Bässe
Der Soundbar lässt sich nahtlos mit den C8, E8 und Super UHD TVs integrieren
LG SK10Y harmoniert mit OLED-TVs des Jahres 2018
Auch kann die Soundbar nicht nur Inhalte bis 40 Hz wiedergeben, sondern via Upsampling die Qualität von Standard-Audiodateien auf 24-bit / 192 Hz erhöhen. Laut LG habe man das Design der SK10Y natürlich an den OLED- und Super-UHD-TVs des Jahres 2017 ausgerichtet. Auch die kommenden Serien des Jahres 2018 sollen mit der Soundbar LG SK10Y visuell eine Symbiose eingehen. Hier ist ja eventuell mit größeren Diagonalen zu rechnen.
Zu den restlichen, technischen Daten, dem genauen Erscheinungszeitraum sowie dem Preis der Soundbar LG SK10Y schweigt der Hersteller allerdings aktuell noch. Vielleicht erfahren wir auf der CES 2018 Anfang nächster Woche aber bereits mehr.
Sony hat auf der CES 2018 in Las Vegas seinen neuen AV-Receiver STR-DH790 mit 4K-Unterstützung vorgestellt. Außerdem kommt der AVR auch mit den objektbasierten Tonformaten Dolby Atmos sowie DTS:X klar.
Kein Wunder, dass Sony seinen neuen Receiver als ideale Ergänzung des ebenfalls kürzlich vorgestellten Ultra-HD-Blu-ray-Players UBP-X700 vermarktet. Über letzteren hatten wir bereits im verlinkten Beitrag berichtet. Der Player kann nicht nur Ultra HD Blu-ray abspielen, sondern soll via Firmware-Update auch für Dolby Vision gerüstet sein. Aktuell verspricht Sony die Aktualisierung für den Sommer 2018. Der AVR Sony STR-DH790 wiederum unterstützt eine flexible 5.1.2-Kanal-Konfiguration oder natürlich auch ein klassisches 7.1-Setup für Surround-Sound.
Außerdem bietet der Sony STR-DH790 eine Ausgangsleistung von 145 Watt, auch die Möglichkeit zur 2-Kanal-Stereo-Wiedergabe, zwei Kopfhörer-Kanäle und neben Dolby Vision natürlich auch Kompatibilität zu HDR10 und HLG. HDMI-Signale können auch einfach unverändert durchgeschliffen werden. Laut Sony ist der Receiver sogar für 4K mit 60p und 4:4:4-Farbdarstellung bereit. Vier HDMI-Eingänge und ein Ausgang mit HDCP 2.2 stehen stramm. Zusätzlich sind analoges Audio, koaxial, ein Subwoofer-Vorverstärkerausgang, ein Kopfhörerausgang und USB (nur zur Stromversorgung) an Bord – plus die regulären Lautsprecheranschlüsse.
Sony STR-DH790 mit 4K, HDR und Dolby Atmos
Der AVR unterstützt den Bi-AMP-Betrieb. Außerdem kann der Sony STR-DH790 auch drahtlos via Bluetooth mit Content umgehen. Im Wohnzimmer belegt der Receiver 430 × 133 × 297 mm bei einem Gewicht von 7,4 kg.
Sony STR-DH790 in Deutschland ab Mai 2018 erhältlich
Wer also beispielsweise nichts von platzsparenden Soundbars hält und lieber mit einzelnen Lautsprechern das optimale Klangerlebnis im Heimkino erzielen will, der kann Sonys STR-DH790 als Schaltzentrale sicherlich im Auge behalten. Sony integriert auch die Technik „Advanced D.C.A.C“ (Digital Cinema Auto Calibration), welche die Kalibrierung für das individuelle Wohnzimmer erleichtern soll. Derlei Einmessautomatiken bietet allerdings per se jeder Hersteller – mit unterschiedlichen Erfolgen.
Im Handel soll der Sony 4K HDR AV Receiver STR-DH790 erst ab Mai 2018 zur Verfügung stehen. Der japanische Hersteller nennt als unverbindliche Preisempfehlung 449,00 Euro.
Audiospezialist Sennheiser möchte auch im Heimkinomarkt Fuß fassen. Mit ihrem Debüt-Soundbar „AMBEO“ mit Dolby Atmos und DTS:X 3D Sound, wagt man gleich den Vorstoß in die Königsklasse.
Update 14-01-2019: Sennheiser wird den Ambeo Soundbar im Mai 2019 in den Handel bringen. Mit 2.499 Euro ist die ambitionierte „Klanglatte“ nicht gerade günstig und bewegt sich bereits in Flughöhe eines vollwertigen Dolby Atmos Soundsystems.
Originalbeitrag: Auf der IFA 2018 präsentierte Sennheiser voller Stolz ihr erstes High-End Produkt für Heimkino-Begeisterte. Das erste Produkt trägt den Namen „AMBEO“. Dabei handelt es sich um einen Soundbar der Dolby Atmos Klang in einer 5.1.4 Konfiguration wiedergeben soll. Dabei verzichtet das Modell komplett auf zusätzliche Satelliten-Lautsprecher oder externe Subwoofer. Laut Angaben des Herstellers, sind im Gerät insgesamt 7 Tweeter und 6 Woofer installiert. Diesechs Langhub-Tieftöner mit 4 Zollbefinden sich an der Front, ebenso drei Kalotten-Hochtöner mit 1 Zoll. Zwei weitere Hochtöner sind an den Seiten verbaut. Zwei Top-Firing Lautsprecher mit 3.5 Zoll gibt es noch zusätzlich an der Oberseite. Wie Sennheiser damit vier Höhenkanäle simulieren möchte, ist uns jedoch ein Rätseln. Sennheiser legt natürlich einen großen Wert auf die Audioqualität. So wurde z.B. erwähnt, dass der Bass runter geht bis auf 30Hz – ohne externen Subwoofer.
AMBEO Soundbar mit 5.1.4-Klang
Damit der Klang auch von allen Seiten beim Zuschauer ankommt, hat sich Sennheiser die Spezialisten des Fraunhofer-Instituts zu Hilfe geholt. Der AMBEO-Soundbar nutzt eine neue Visualisierungstechnologie, mit der er den Raum in allen Dimensionen abtastet und die Oberflächen bestimmt werden. Die darauf optimierte Akustik soll dem Zuhörer einen vollen 5.1.4 Klang liefern. Mehrere Einmess-Mikrofone befinden sich direkt am Chassis. Durch die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut, ist zudem die Kompatibilität mit MPEG-H entstanden. Über diesen Standard sollen in Zukunft 3D-Soundformate über das Fernsehen übertragen werden können.
Gut zu erkennen, die 9 Treiber an der Front mit 6 Subwoofern und 3 Tweetern
HDMI mit eARC
Audiosignale werden vorrangig über die vier HDMI-Eingänge zum Soundbar gelangen. Ein HDMI-Eingang ist sogar mit dem neuen eARC (enhanced Audio Return Channel) ausgestattet und kann so Dolby Atmos & DTS:X Inhalte wiedergeben die über den HDMI-Anschluss vom TV zum Soundbar geleitet werden. Zudem steht noch ein optisch-digitaler S/Pdif (Toslink) und ein AUX-Eingang bereit. Über den HDMI-Ausgang lassen sich auch Videosignale in 4K/60p mit HDR/Dolby Vision an ein TV-Geräte oder Projektor durchschleifen.
Für den akustischen Feinschliff steht dem Nutzer die kostenlose Sennheiser Smart Control App zur Verfügung. Mit ihr lässt sich der Klang ganz individuell einstellen. Voraussetzung ist nur ein Smartphone oder ein Tablet. Über mobile Geräte können zudem auch Audiostreams via Chromecast oder Bluetooth übertragen werden. Zu Apple Airplay konnte man uns zum Zeitpunkt der IFA noch nichts sagen.
Das volle Potential entfaltet der AMBEO Soundbar jedoch bei der Wiedergabe von Dolby Atmos und DTS:X Soundquellen. Andere Inhalte werden im AMBEO-Modus über die integrierte Upmix-Technologie auf Dolby Atmos oder DTS:X Niveau gehoben. Das ist schwer zu glauben und wird in der Praxis natürlich nicht möglich sein. Wir lassen uns vom fertigen Produkt aber gerne positiv überraschen.
Es handelte sich beim Vorführgerät noch um einen Prototypen. Der aktivierte Ambeo-Modus macht sich nicht nur akustisch, sondern auch visuell über das beleuchtete Logo bemerkbar (unten Rechts)
Vorführung auf der IFA
Die technischen Features klingen sehr gut – aber klingt der AMBEO auch sehr gut? Wir haben den Sennheiser Debüt-Soundbar einmal auf uns wirken lassen. Dafür hatte der Hersteller einen eigenen Vorführraum installiert. Dieser war doch recht klein und wird weit kleiner sein als das durchschnittliche Wohnzimmer der Deutschen. Zudem war der Raum quadratisch und der Soundbar war perfekt mittig platziert.
Alles Voraussetzungen, die in den eigenen vier Wänden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gegeben sind. Die klangliche Präsentation des AMBEO Soundbar war subjektiv auf jeden Fall überzeugend. Egal welche Soundformate abgespielt wurden, der Klang kam sauber und kraftvoll bei uns an. Der Upmixer schafft es dabei nicht nur Surround-Formate viel mehr Volumen zu verleihen, auch Musikstücke in Stereo „rocken“ weitaus mehr. Abstriche gibt es, wie bei den meisten Dolby Atmos Soundbars, bei den Höhenkanälen. Die Reflexions-Lautsprecher schaffen ein 3D-Gerüst, an ein vollwertiges Dolby Atmos/DTS:X-Setup mit an der Decke installierten Lautsprechern kommt das Gerät aber nicht ran. Aber wer weiß, vielleicht holt Sennheiser bis zur marktreife des Produkts noch mehr aus dem AMBEO heraus.
Alles in einem: Der AMBEO-Soundbar ist ein 5.1.4 Soundbar mit Dolby Atmos, DTS:X und MPEG-H Unterstützung. Der Formfaktor ist doch recht groß, dafür überzeugt der Klang!
AMBEO Preis & Verfügbarkeit
Auf dem Papier liest sich der AMBEO wie das perfekte Komplettpaket. Die technischen Features sowie das Know-How und die Entwicklung von Sennheiser sind aber nicht ganz günstig. Der AMBEO Soundbar soll im ersten Quartal 2019 für um die 2.000 bis 2.500 Euro in den Handel kommen. Das Unternehmen wird vor seiner Preiswahl sicherlich den Gesamtmarkt und die Preise der Konkurrenz weiter studieren.
Samsung ist wieder groß auf der CES 2018 vertreten. Wer ausführliche Informationen zum 2018 TV-Lineup erwartet wird aber leider enttäuscht. Die Zukunftsvision, die wir am Stand vom Samsung und in der Tech-Session gesehen haben, stimmt uns aber sehr zuversichtlich.
Micro-LED und 8K klingen noch nach Zukunftsmusik, für Samsung ist ein erstes markfähiges Modell bereits für 2018 geplant. Samsung verzichtet aber nicht darauf 2018 neue QLED-Modelle im High-End und mittleren Preissegment auf den Markt zu bringen. Leider gab es zur CES 2018 noch keine neuen QLEDs zu sehen, hinter vorgehaltener Hand sagte man uns aber, dass angeblich erste 2018 QLEDs auf dem Messestand stehen. Welche Modelle in welchen Vorführräumen das sind, konnte man aber nur vermuten.
QLED 2018 TVs
Handelt es sich bei den ausgestellten TV-Geräten auf der CES bereits um QLED TVs auf 2018?
Wie im letzten Jahr teilt sich das QLED-Porfolio in drei Serien, Q9, Q8 und Q7 auf. Es soll für Kunden eine deutliche Unterscheidung im Namen geben, damit die Modelle nicht mit den 2017er Geräten verwechselt werden. Auch die Frage nach curved TV-Modellen beantwortete uns Samsung mit „Ja, es wird wieder curved TVs geben“. Es scheint immer noch einen Markt für TV-Geräte mit gebogenem Display zu geben, welches Samsung als einziger großer TV-Hersteller bedient.
Q9 TVs mit Micro Full-Array-LED Backlight
Sehr gespannt sind wir auf die High-End Q9 Serie, die mit Micro Full Array LED-Backlight erscheinen soll. Wie gut dieses neue Direkte LED-Backlight funktioniert konnten wir bereits beim 8K-Prototypen bewundern. Die Dimming-Zonen waren beim Prototypen im Samsung Tech Briefing am Rahmen zu sehen, da die Verklebung mit dem Display nicht perfekt war. Eine Zone war ca. 5x5mm groß und bei einem 65 Zoll Modell würden damit schon mehrere zehntausend Zonen zum Einsatz kommen. Vielleicht muss man den Begriff „Dimming Zone“ dabei nochmal neu definieren, sobald wir ausführliche Informationen zu den Q9 Modellen erhalten. Wir können uns nämlich nicht vorstellen, dass hinter jedem dimmbaren Bereich eine eigene Lichtquelle (z.B. eine LED oder Micro LED) steckt. Aber wir lassen uns natürlich gerne positiv überraschen.
Die Q8 und Q7 soll wieder mit EDGE-LED-Backlight auskommen, verbessert seine Performance aber durch einen neuen Schwarzfilter, der einfallendes Licht um bis zu 50% besser ausfiltern soll, die Lichtdurchlässigkeit aber nicht beeinträchtigt. Der „Absolute Black“-Filter soll auch in der Q9 Serie zum Einsatz kommen. In einem direkten Vergleich zwischen einem QLED aus 2017 und 2018 konnten wir eine deutliche Verbesserung erkennen. Reflexionen werden minimiert und der neue Filter ist zudem so aufgebaut, dass eine höhere Blickwinkelstabilität gewährleistet werden kann. Wir glauben, sollten die kommerziellen Geräte genau in dieser Ausstattung ausgeliefert werden, dürfen sich Kunden auf großartige TV-Geräte freuen.
The Wall (Micro-LED TV)
Das 146 Zoll Modell zeigt, dass es fast keine Einschränkungen für „The Wall“ gibt
Wir in diesem Artikel bereits ausführlich über „The Wall“ berichtet, doch im Rahmen unseres CES-Besuchs konnten wir doch noch ein paar Details zum neuen TV-Konzept mit Micro-LED-Display erfahren. Ein Micro-LED-Display besteht aus einzelnen Micro-Pixeln, die jeweils aus drei Subpixeln bestehen (Rot, Grün, Blau). Diese emittieren selber Licht und benötigen keine zusätzlichen Farbfilter um z.B. gelbes Licht wiederzugeben. Die Technik ist ähnlich der OLED-Technik, selbstleuchtend, mit einem perfekten Schwarzwert, unendlichen Kontrast und eine hohe Farbgenauigkeit. Samsung sagt, dass die Technik aber keine Nachteile eines OLED-Displays aufweißt, wie blickwinkelabhängige Veränderungen der Farbdarstellung (Gelb geht in extremen Winkeln leicht ins grünliche), Verlust von Leuchtkraft durch den Farbfilter und eine Kurzlebigkeit der organischen Dioden bzw. Einbrennen und Nachleuchten.
Auch kleinere Micro-LED-TVs geplant
Diese Aussagen würden wir natürlich nicht so unterschreiben, vor allem, da sich Micro-LED-TVs erst einmal beweisen müssen und OLED-TVs bei normaler Nutzung und „Pflege“ ihren Besitzern sehr viel Freude bereiten. Beim ersten kommerziell erhältlichen Micro-LED-TV wird es sich wohl um die auf der CES 2018 vorgestellte 146 Zoll Version handeln. Der Grund für diese Größe ist die geringe Pixeldichte der modularen Micro-LED-Panels. Ein Pixel hat eine Größe von 1mm und zwischen den Pixeln gibt es noch 1mm Abstand. Für eine Heimkino-Installation, bei der man 3-4 Meter entfernt sitzt ist das vielleicht kein Problem, da keine einzelnen Pixel ausgemacht werden können, für den „normalen“ Anwender, der unter Umständen nur 2 Meter zwischen sich und dem TV hat ist das aber sicherlich ein Problem. Zudem muss Samsung noch kleinere Probleme bei den Übergängen der einzelnen Micro-LED-Panele beseitigen. Die Panel messen ca. 15x15cm und die Übergänge sind je nach Szene und Farbverlauf ggf. erkennbar.
Die 146 Zoll Version wird auch sicherlich nur wenige Male weltweit verkauft, es geht Samsung aber nicht unbedingt um den kommerziellen Erfolg, sondern darum „Micro LED“ beim Kunden zu platzieren. Zukünftige Micro-LED-Fernseher mit modularem Aufbau könnten in verschiedenen Größen verfügbar sein, mit höheren Pixeldichten und zu günstigeren Preisen. Nathan Sheffield, European Product Manager bei Samsung, ist sich sicher, dass die ersten Micro-LED-TVs in der 2. Jahreshälfte 2018 in den Handel kommen. Wir erinnern uns an die ersten kommerziellen 4K Fernseher, die 30.000 bis 40.000 Euro gekostet haben. Jetzt nur wenige Jahre später kann man sich einen hochauflösenden Fernseher für 399 Euro oder günstiger kaufen.
8K Bilder mit künstlicher Intelligenz
Der 8K Q Picture TV beeindruckt mit perfektem Schwarz, hohen Kontraste, einer klasse Farbdarstellung in einer detailreichen 8K Auflösung.
Ebenso beeindruckend war Samsungs Präsentation seines „8K Q Picture“-TVs. Das Modell hatte eine Auflösung von 7.680 x 4.320 Bildpunkten und nutzte bereits das neu „Micro Full Array LED Backlight“. Dabei handelt es sich um ein LED-Display, mit extrem vielen Dimming Zonen. Zehntausende an der Zahl. Wir haben im ersten Moment bereits eher einen OLED oder einen LCD-TV mit Micro-LED-Dimming vermutet, so gut war der Schwarzwert und Kontrast des Displays.
In Kombination mit nativem 8K Material oder hochskalierten Inhalten, bot uns ein großartiges Bild. Wir denken, es stellt sich nicht die Frage ob der 8K TV in den europäischen Handel kommen wird, sondern eher wann. Es stellt sich nämlich wieder die gleiche Problematik wie damals bei der Einführung der ersten Ultra HD Stufe mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten – es fehlen die Inhalte. Samsung hat darauf aber bereits eine Antwort parat. Ein Algorithmus der mit künstlicher Intelligenz „sieht“ sich die zugespielten Bildsignale an, vergleicht diese mit Bilder aus einer Datenbank und stellt so Details, Farben und Formen wieder her. So können auch niedriger aufgelöste Inhalte auf einem 8K Display annehmbar bis gut aussehen. Das System arbeitet auch wieder mit Rauschreduzierung, Kantenglättung und Wiederherstellung von Details, diesmal aber nicht nach festen vorgegebenen Mustern, sondern einfach „klüger“.
HDR10+ im Aufwind
Bildqualität kann nur dann erreicht werden, wenn das Bild an sich korrekt interpretiert wird. Das war für Samsungs TV-Lineup bislang etwas schwierig, da die bestmöglichste Qualitätsstufe mit 4K Auflösung und dem statischen HDR10-Format erreicht wurde. Helle Szenen wirken je nach Material schnell „drückend“, während dunkle Szenen gerne mal ins gräuliche abrutschen. Nachdem der HDR10+ Standard mit dynamischen Metadaten endlich an den Start geht und auch in die Spezifikationen der Ultra HD Blu-ray aufgenommen wurde, steht der nächsten kleinen TV-Revolution nichts mehr im Weg. Samsung, Philips, Panasonic, 20th Century Fox, Warner Bros und Amazon Prime Video unterstützen bereits HDR10+. Weitere Hersteller, Video-Plattformen und Content-Ersteller könnten bald folgen.
Um kompatible Player muss man sich wohl keine Sorgen machen. Anders wie bei Dolby Vision, werden HDR10+ 4K Player bereits für günstige 170-300 Euro zu bekommen sein. Top-Player aus 2017 von Samsung und Panasonic werden die dynamischen Metadaten nach einem Firmware-Update wiedergeben können.
Das Format konkurriert dabei direkt mit Dolby Vision, welches sich erst vor kurzem nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, nachdem bekannt wurde, dass der Schwarzwert bei Dolby Vision-fähigen Playern falsch interpretiert und an TV-Geräte ausgegeben wurde.
Ausblick 2018 und darüber hinaus
Die TV-Landschaft hat sich in diesem Jahr nicht neu erfunden. Während TV-Hersteller wie LG, Sony, Panasonic & Co. vor allem mit ihrem OLED-TVs sich ihren Platz im Ultra High End Segment gesichert haben, hatte man lange das Gefühl, Samsung gerät ins Hintertreffen. Mit der neuen Micro-LED-TV Technologie und innovativen TV-Konzepten wie dem „The Wall“, scheint Samsung, zumindest in der Theorie, eine Antwort auf OLED gefunden zu haben. Einhergehend mit neuen Features die mit HDMI 2.1 Einzug halten, könnten die Jahre 2018-2020 wieder so spannend werden, wie seinerzeit die Einführung der ersten 4K Fernseher.
Das komplette TV-Lineup 2018 wird Samsung im Rahmen eines Events im März 2018 bekannt geben. Neben neuen QLED-TVs wird es auch wieder Geräte im mittleren (UHD Premium Fernseher) und Einsteiger-Preissegment (UHD Fernseher) geben. Vielleicht erwartet uns auch noch die ein oder andere „kleine“ Überraschung.
Samsung wird alle 4K UHD Blu-ray Player aus 2017 mit dem neuen HDR10+ Standard ausstatten. Das neue HDR-Format unterstützt dynamische Metadaten und soll via Firmware-Update den Geräten UBD-M9500, UBD-M8500 und UBD-M7500 zur Verfügung gestellt werden.
Lediglich Samsungs „Auftakt-Gerät“ UBD-K8500 aus 2016 wird somit kein HDR10+ Udpate erhalten. Viele Nutzer haben haben auf ein solches Update gehofft, Samsung konnte dieses aber erst ankündigen, nachdem HDR10+ offiziell in den Ultra HD Blu-ray Standard aufgenommen wurde. Auch die Unterstützung unter HDMI 2.0 musste gewährleistet werden. Die Kompatibilität unter der HDMI 2.0 Schnittstelle ist wohl der Grund, wieso die Ankündigung so lange auf sich warten lies.
HDR10+ Vorfühung mit Samsung 2017 4K-Player
Im Samsung Technical Briefing auf der CES 2018 hatten wir die Möglichkeit ein 4K Player aus 2017 mit neuer Software in Aktion zu erleben. In einem Vergleichsaufbau wurde HDR10+ mit regulärem HDR10 verglichen. Die Unterschiede sind teils deutlich erkennbar. Mit dynamischen Metadaten können die Helligkeitswerte für jede Szene, wenn nötig sogar für einzelne Bilder bestimmt werden, um natürlichere Farbverläufe, höhere Kontraste und mehr Details zu ermöglichen. Der Standard konkurriert direkt mit Dolby Vision HDR, welche bereits in unzähligen TV-Geräten, Streaming-Anbietern und einigen 4K Playern zum Einsatz kommt.
Wir sind gespannt, wann die ersten Filme mit HDR10+ von Warner Home und 20th Century Fox angekündigt werden. Bislang unterstützen nur diese Filmstudios den HDR10+ Standard, was nicht bedeutet, dass nicht weitere Studios in naher Zukunft folgen.
Wann kommt das HDR10+ Update?
Leider gibt es noch kein fixe Aussage, wann das HDR10+ Update für die 4K Player UBD-M9500, UBD-M8500 und UBD-M7500 kommen soll. Wir denken aber, dass spätestens mit dem Marktstart des 2018er TV-Lineups das Update bereitstehen wird.