In Hollywood streiken nach den Autoren jetzt auch die Schauspieler. Studiochefs machen sich indessen mit fragwürdigen Kommentaren bei ihren Angestellten unbeliebt.
So äußerte der Disney-Chef Bob Iger, dass der Streik zu einem höchst unpassenden Zeitpunkt stattfinde und die Erwartungen der Autoren und Schauspieler „unrealistisch“ seien. Eine Flut von entrüsteten Memes war die Folge, da hier ein Manager mit einem zweistelligen Millionengehalt im Jahr Angestellten auf den unteren Ebenen Realismus vermitteln will.
Streik: Schauspieler verlassen Premiere von „Oppenheimer“
Das Ergebnis ist jedenfalls, dass neben der WGA, der Autorengilde, auch die SAG-AFTRA (Screen Actors Guild – American Federation of Television and Radio Artists) zum Streik aufruft. Das hatte bereits Folgen, da etwa der Cast von „Oppenheimer“ die Premiere verließ, um den Streik zu unterstützen. Denn der Streik untersagt es Gewerkschaftsmitgliedern auch an der Vermarktung von Filmen und Serien teilzunehmen. Gewerkschaftsvorsitzende ist übrigens Fran Drescher, die die meisten von uns noch von der erfolgreichen TV-Serie „Die Nanny“ kennen dürften. Sie sagte „Wir sind die Opfer hier. Wir werden von einer sehr gierigen Einheit zu Opfern gemacht“.
Die Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP) verhandelt im Namen der Studios und Streaming-Anbieter mit Schauspielern und Autoren – aktuell mit harten Bandagen. Auch Sprecher der Schauspieler-Gewerkschaft bezeichneten bisherige Angebote der AMPTP als „beleidigend“.
Streit um KI-Einsatz
Viele Konflikte gibt es offenbar um den Einsatz künstlicher Intelligenz und die Vergütung, wenn das Aussehen von Darstellern dadurch simuliert wird. Hier wird man sich nicht über eine gerechte Bezahlung einig. Die AMPTP wirft nun den Schauspielern vor, Kompromisse auszuschließen und den Verdient von Tausenden weiteren Mitarbeitern in Gefahr zu bringen.
Die Drehbuchautoren und jetzt auch die Schauspieler in Hollywood streiken.
Schauspieler bemängeln, dass ihre Einkünfte seit Jahren durch das neue Geschäftsmodell des Streamings gesunken seien. Auch sei es ein Problem, dass von aufstrebenden Schauspielern immer öfter gefordert werde, für Castings eigene Tapes anzufertigen – das aber nicht vergütet werde. Am Ende komme einiges zusammen, das fair geregelt werden müsse.
waipu.tv will über eine Umfrage ermittelt haben, dass IPTV stark im Aufwind ist. Doch ganz so einfach ist es wohl auch wieder nicht.
Dabei hat der Anbieter von Internetfernsehen eine Umfrage durchführen lassen, deren Anlass auch der für 2024 angesetzte Wegfall des Nebenkostenprivilegs ist. Dann dürfen Vermieter die Kosten für einen Kabelanschluss nicht mehr über die Nebenkosten abrechnen. Das soll den Menschen mehr Freiheit bei der Wahl ihres Anschlusses geben. Schenkt man waipu.tv bzw. deren Umfrage Glauben, dann sehen da 74,6 Prozent der Befragten sehen Vorteile bei IPTV.
So schätzen die Interessierten vor allem die Chance, das Fernsehprogramm nicht nur am großen Bildschirm, sondern geräteunabhängig via IPTV zu nutzen. Die Hälfte aller Befragten möchte ihren Kabelempfang entsprechend nach Wegfall des Nebenkostenprivilegs nicht mehr fortsetzen (47,1 Prozent). Von den Wechselwilligen können sich insgesamt 75,6 Prozent vorstellen, auf IPTV als Übertragungsweg zu setzen.
Erlebt waipu.tv bald einen Run auf sein Angebot?
Die Umfrage wurde im Übrigen mit 1.000 Teilnehmern im Auftrag von waipu.tv durch die Freenet AG und GapFish umgesetzt. Erhebungszeitraum war vom 30.06. bis zum 04.07.2023, Alter der Befragten: 18 Jahre – 80 Jahre, Geschlecht: 50 Prozent männlich, 50 Prozent weiblich. Es handelte sich um eine Online-Befragung.
waipu.tv überschätzt möglicherweise IPTV
Man kann aber noch nicht ganz sicher sein, ob waipu.tv da vielleicht das Potenzial von IPTV überschätzt. Denkbar ist, dass dies als gleich berechtigter Empfangsweg zusätzlich zu Kabel, Satellit und DVB-T2 besteht, aber die bisherigen Kanäle nicht ersetzt. Da muss schlichtweg die Zeit zeigen, welchen Möglichkeiten die Kunden den Vorzug geben. So rechnen wir damit, dass auch Kabelanbieter wie Vodafone aggressiv versuchen werden die Kunden zu halten – auch nach dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs.
Das Streaming-Angebot WOW macht einen Schritt Richtung Gegenwart: So ist das Streaming-Angebot ab sofort direkt im Browser nutzbar.
WOW (ehemals Sky Ticket) ist das Streaming-Angebot des Pay-TV-Anbieters Sky Deutschland. Technisch steht der Dienst immer wieder in der Kritik. So bietet man weder 4K-Auflösung bzw. HDR-Unterstützung noch 3D-Sound wie Dolby Atmos. Zumal die Kompression ebenfalls keinen guten Ruf hat. Dazu kommt eine App, die oft zäh in der Bedienung ist und lange Standard-Funktionen vermissen ließ.
WOW integriert endlich Standard-Feature
Beispielsweise hat Sky erst kürzlich die automatische Wiedergabe weiterer Serienepisoden hinzugefügt. Jetzt bewegt man sich noch einen kleinen Schritt weiter in die Moderne. So kann WOW endlich an Desktop-PCs und Laptops direkt über den Browser genutzt werden. Auch das geht mit Konkurrenzangeboten wie Amazon Prime Video, Disney+ oder auch Netflix natürlich schon lange.
Die HBO-Serie „The Last Of Us“ startet hierzulande exklusiv bei Sky und WOW || Bild: HBO
Im Falle von WOW war bisher aber eine zusätzliche App notwendig. Das entfällt mittlerweile bzw. genau genommen seit dem 10. Juli 2023. Demnach könnt ihr jetzt Filme, Serien und andere Inhalte von WOW direkt im Browser abrufen. Voraussetzung bleibt freilich, dass ihr auch ein Abonnement abgeschlossen habt.
WOW unterstützt die wichtigsten Browser
Ihr könnt die Inhalte von WOW inzwischen direkt über die Browser Google Chrome, Microsoft Edge, Mozilla Firefox und Apple Safari abrufen. Allerdings klappt das Ganze zwar unter Windows und macOS, nicht aber unter Linux. Auch an mobilen Endgeräten sieht es so aus, dass ihr immer noch die dedizierte WOW-App benötigt.
Laut Sky Deutschland bleibe die volle Funktionalität von WOW im Browser erhalten. Die bisherige, separate Player-App könne demnach jetzt deinstalliert werden und biete keine Mehrwerte mehr.
Es ist endlich so weit! Mission Impossible 7: Dead Reckoning Teil 1 kann ab sofort auf DVD, Blu-ray und 4K UHD Blu-ray vorbestellt werden. Eine digitale Variante von MI7 steht ebenfalls bereits in UHD-Qualität bereit.
Es ist vielleicht nicht jedem klar, doch Mission Impossible 7: Dead Reckoning Teil 1 (sagt das schnell 5-mal hintereinander) ist nicht nur irgendein Kinostart. Es ist gut möglich, dass es wieder ein Kinostart ist, der das angeknackste Kinobusiness aus seinem Sommerloch holt. Denn Titel wie „The Flash“, „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ sowie der Pixar-Animationsfilm „Elemental“ konnten die Erwartungen der Filmstudios (und vieler Fans) nicht erfüllen. Doch Rettung naht, in Form eines sprintenden Tom Cruise, der nicht nur auf der Kinoleinwand, sondern auch im Heimkino überzeugen möchte. Digital und physisch lässt sich M:I 7: DR Teil 1 daher bereits jetzt vorbestellen:
Mission: Impossible 7: Dead Reckoning Teil 1 dürfte Rekorde brechen
Im Startwochenende von Mission: Impossible 7: Dead Reckoning Teil 1 (offizieller Kinostart 13. Juli 2023) möchten Paramount um die 60 Millionen US-Dollar weltweit einfahren. Alles darüber würde die Filmschaffenden sicherlich freuen (und ist auch gut möglich), denn dann könnte man die bisherigen Rekorde von „Mission: Impossible 6: Fallout“ und „Mission: Impossible 2“ schlagen, die 61 bzw. 57,8 Millionen US-Dollar eingefahren haben.
Und man möchte es dem Film auch irgendwie vergönnen, vor allem, nachdem sich Tom Cruise im letzten Jahr als wahrer Held bewiesen hat. Denn er hat nicht nur eigenhändig dafür gesorgt, dass das Kinobusiness 2022 nicht komplett abstürzt (Top Gun: Maverick), sondern beweist auch, dass sich die Liebe zum Film auszahlen kann. Damit meinen wir, ein langes, exklusives Kinofenster sowie ein hochwertiger Heimkino-Release, der mit ausreichend Sorgfalt vorbereitet wurde.
4K Blu-ray mit Dolby Vision & Dolby Atmos?
Wir spekulieren darauf, dass man der 4K UHD Blu-ray wieder ausreichend Liebe zukommen lässt. Alles andere würde uns bei diesem Release von Paramount/Skydance doch schon wundern. Beim letzten Mega-Blockbuster „Top Gun: Maverick“, bekamen wir ein hochwertiges 4K-Master mit HDR10, Dolby Vision HDR, sowie Dolby Atmos 3D-Sound in Deutsch und Englisch präsentiert. Sobald finale Daten vorliegen, lassen wir es euch natürlich wissen.
In den USA streiken aktuell die Drehbuchautoren. Doch die Studios und Streaming-Anbieter sollen zunächst nicht an Verhandlungen interessiert sein.
So berichtet Deadline unter Berufung auf mehrere Quellen aus der Industrie, dass es vielmehr das Ziel sein, die Autorengewerkschaft WGA (Writers Guild of America) bzw. deren Mitglieder zunächst finanziell in die Ecke zu drängen. Von dieser gestärkten Position aus wollen die Unternehmen dann frühestens im Herbst 2023 Verhandlungen aufnehmen. Sie hoffen, so die Bedingungen weitgehend diktieren zu können.
Die Drehbuchautoren in Hollywood streiken.
Diese Strategie solle unabhängig davon gefahren werden, ob auch die Schauspieler-Gewerkschaft SAG-AFTRA (Screen Actors Guild – American Federation of Television and Radio Artists) den Streik ausrufe. Mit dieser wolle man sich ohnehin innerhalb weniger Wochen einigen. Das sei vorwiegend aus der Abwägung geplant, dass man die Schauspieler für die Vermarktung kommender Filme und Serien benötige.
Mehrere hochrangige Studio-Mitarbeiter und Produzenten sollen aber bestätigt haben, dass es das Ziel sei, die Autoren hingegen finanziell ausbluten zu lassen. Man wolle so lange abwarten, bis sie ihre Apartments und Häuser verlieren. Ein Manager bestätigte, dass diese Vorgehensweise vielleicht grausam sei, aber sie bleibe notwendig.
Studios und Streaming-Anbieter haben die Wall Street im Rücken
Bisher stehen auch die Börsianer hinter Amazon, Apple, Disney, Netflix, Paramount, Warner Bros. Discovery und Co. Es heißt, der Vorsatz sei es, die WGA „zu brechen“. Die Verhandlungen übernimmt im Namen der Studios und Streaming-Anbieter die AMPTP (Alliance of Motion Picture and Television Producers). Man hofft, dass die Autoren in einigen Monaten an ihre finanziellen Grenzen gelangen. Dann dürften viele Schreiber an die WGA-Führung herantreten und Verhandlungen fordern.
Allerdings hat das ganze auch für die Unternehmen einen hohen Preis: Etliche hochkarätige Film- und Serienproduktionen stehen aktuell still. Man behilft sich aktuell verstärkt mit ausländischen Formaten sowie Reality-Produktionen.
Knock at the Cabin auf 4K UHD Blu-ray im Test! Kann M. Night Shyamalan mit seinem jüngsten Werk überzeugen? Oder bleibt der Thriller hinter seinen Möglichkeiten zurück?
Inhalt (70%)
Manchmal ist das so eine Sache mit Wunderkindern. Nicht selten bleiben sie ein „Ein-Hit-Wunder“. Im Falle des indischstämmigen Regisseurs M. Night Shyamalan wollten Kritiker der 2000er und 2010er Jahre gerne gehabt haben, dass er ein Ein-, vielleicht Zwei-Hit-Wunder ist und bleiben würde; dass seine Drehbücher maßlos überschätzt und sein Inszenierungsstil vorhersehbar und überraschungsfrei bleiben würde – inklusive! der nicht selten hineingewürgt wirkenden Schlusstwists.
Doch vielleicht sollte man einen Schritt zurück machen und sich noch mal selbst reflektieren. Shyamalan hatte mit The Sixth Sense einen wirklich sensationell guten, extrem spannenden, klasse gespielten und dermaßen überraschend endenden Film geschrieben, dass die Filmwelt kurzzeitig in Schock erstarrte. Während nun viele Kritiker fanden, dass es von da an bergab ging, wäre es vielleicht fair, ihn nicht ständig am 1999er Hit zu messen. Natürlich trug und trägt er selbst dazu bei, indem er seinen Filmen stets diesen finalen Storytwist verpasst. Etwas, was er selbst auf den Weg brachte, was nun aber auch jeder von ihm erwartete. Hätte man das nicht permanent erwartet, hätte er vielleicht auch freier schreiben und inszenieren können.
Freund oder Feind? Leonard Brocht (Dave Bautista) stellt sich Adriane (Abby Quinn) vor | Bild: Universal Pictures
Bis heute ist mein persönlicher Lieblingsfilm von ihm nicht The Sixth Sense und auch nicht Unbreakable, den viele als (noch) gelungenen Folgefilm ansahen. Ich gehöre zu den wenigen Filmans, die einen Narren an Signs gefressen haben. Und zwar nicht WEGEN, sondern TROTZ der Wendung am Ende. Und auch trotz der (für Shyamalan üblichen) religiösen Elemente. Tatsächlich hält mich bis heute kein Film mehr gefangen und ist atmosphärisch spannender als die Story um die Familie, die es mit einem Alien aufnimmt. Shyamalan spielte meisterhaft mit angedeuteten, manchmal verschwommenen, nie wirklich identifizierbaren Bildern, die mir schon beim bloßen Drandenken Schauer über den Rücken treiben.
Oft bemerkte man diese kurzen Schockmomente erst beim zweiten Schauen und bis heute gehört Signs zu den von mir am häufigsten gesehen Filme. Man könnte jetzt noch alle anderen neun Filme auseinandernehmen, die er seit 2002 gedreht hat. Doch irgendwann muss die Kurve zu Knock at the Cabin bekommen werden. Was also wäre, wenn man sich mal von dem üblichen Shyamalan-Bashing freimacht und sich Werk für Werk auf seine Filme konzentriert. Ihnen also vor allem unabhängig von einem Sixth Sense eine Chance gibt? Einen Versuch wäre es wert.
Hey, ist das nicht ein Weasley? Richtig gesehen, Rupert Grint spielt in „Knock at the Cabin“ mit. || Bild: Universal Pictures
Zunächst einmal sticht hervor, dass Knock at the Cabin nicht auf einer Story von Shyamalan (der zumeist seine Drehbücher auf Basis eigener Ideen schreibt) fußt. Grundlage ist der Roman The Cabin at the End of the World von Paul Tremblay, der 2019 mit dem Bram Stoker Award der Horror Writers Association ausgezeichnet wurde. Tremblay hatte die Filmrechte bereits 2017, ein Jahr vor Erscheinen des Romans, die Filmrechte verkauft. Shyamalan überarbeite das Original-Drehbuch, nachdem er Wind davon bekommen hatte. Als Hintergrund darf man noch wissen, dass es der zweite Film eines Zweier-Deals zwischen seiner eigenen Produktionsfirma Blinding Edge Pictures und Universal Pictures sein würde. Man kennt es von Musikern, die längst zu einem anderen Label wechseln möchten und dann noch mal ein „Zwangsalbum“ aufnehmen müssen – ein schlechtes Omen also für Knock at the Cabin, dass der Regisseur demnächst mit Warner Bros. kooperieren wird?
Nun, ein gutes Omen ist sicherlich, dass er sich nicht verweichlichen ließ und das R-Rating (erst das zweite nach jenem für The Happening) akzeptierte. In Anbetracht dessen darf man die 55 Mio. Dollar Einspiel (gegenüber 20 Mio. Dollar Budget) schon als Achtungserfolg sehen. Ungewöhnlich mag zunächst die Besetzung erscheinen. Shyamalan hatte Ex-Wrestler Dave Bautista aber in Blade Runner 2049 gesehen und fand ihn dort so überzeugend, dass er ihn für KatC haben wollte. Rupert Grint darf zudem erneut zeigen, dass er besonders gut ist, wenn er Rollen spielt, die maximal weit von seinem Ron-Weasley-Image entfernt sind. Doch die Überraschung des Films ist definitiv Bautista. Mit zunehmendem Alter mausert er sich vom B-Movie-Action-Kämpfer zum ernstzunehmenden Schauspieler. Seine Zwischenstationen in Blockbustern mögen geholfen haben, doch was er hier gleichzeitig an freundlicher Sensibilität (gegenüber Wen) und bedrohlicher Dramatik vermittelt, dürften ihm nur wenige zugetraut haben.
Shyamalan fängt die Bedrohlichkeit des Situation (abgelegene Hütte) sehr gut ein || Bild: Universal Pictures
Das Bedrohungsszenario selbst wirkt zunächst wie eine Mischung aus The Happening und Funny Games – bis die Eindringlinge zu reden beginnen. Der Reiz, der von Knock at the Cabin ausgeht, liegt vor allem darin begründet, dass drei der vier Fremden überaus freundlich, empathisch und ohne Hass agieren. Diese Freundlichkeit im Überbringen der apokalyptischen Nachricht ist anders und irgendwie „creepy“. Die Bedrohung entsteht weniger durch die Personen, denn durch die Ungewissheit selbst. Und innerhalb dessen entfaltet sich die Dynamik nach der Frage, wer nun Recht hat: Die Eindringlinge mit ihren Visionen oder der pragmatisch denkende Eric, der bald mit einer ganz neuen Perspektive auf die Dinge aufwarten kann.
Dass das Buch 2018 mit seinem Szenario einer Grippe-Pandemie fast schon prophetisch war und die Klimawandel-Thematik ebenfalls ins aktuelle Geschehen passt, lässt die Bedrohung noch realer erscheinen. Der (bis auf die Rückblenden) fast ausnahmslos in oder um die Hütte herum spielende Film ist erfreulich kurz und in seiner Spannungskurve gelungen. Außerdem trägt der Score der Isländerin Herdís Stefánsdóttir deutlich zur Atmosphäre bei, da er (auch bedingt durch die druckvolle Tonspur) die bedrohliche und aufgeheizte Situation kongenial unterstützt. Es fehlt aber letztlich so ein bisschen das originelle Element. Die Story verläuft erstaunlich geradlinig und schlägt keine riesigen Haken.
Da hätten wir die komplette Rasselbande inkl. Gastgeber Shyamalan || Universal Pictures
Tatsächlich nimmt Shyamalan zwei entscheidende Änderungen gegenüber der düsterer ausgelegten Romanvorlage vor, die den Ton des Films sehr deutlich verändert hätten. Während er dort also nicht ganz konsequent der Marschroute der Vorlage folgt, gelingen ihm während der Szenen des „fallenden Himmels“ ähnlich eindrückliche Momente wie seinerzeit bei den gänsehauterregenden Szenen in Signs. Außerdem hat man seit Petersens Der Sturm keine beeindruckendere Welle mehr auf den Zuschauer zurollen sehen wie hier.
Das religiöse Element ist dieses Mal eher übergeordnet vorhanden und nicht im Einzelnen derart präsent wie bspw. bei Signs. Natürlich ist die Story selbst biblisch und die Gruppe um Leonard kann man ohne Zweifel als die Reiter der Apokalypse deuten. Doch davon ab findet viel mehr auf der zwischenmenschlichen Ebene statt. Man wird allerdings nicht ganz das Gefühl los, dass der Regisseur ein wenig den Mut verloren hat, sein Publikum auch mal mit schwierigeren Szenen und Momenten zu konfrontieren.
Bei Knock at the Cabin frönt M. Night Shyamalan seiner Leidenschaft gegenüber traditionellen Erzählweisen. Entsprechend entschied er sich für analoge Kameras und auch für ältere Optiken. Für diverse Rückblenden griff er sogar auf Objektive zurück, die noch weitaus älter sind und bei bestimmten Brennweiten zu Unschärfen führten. Das gefilmte Material wurde über ein 4K-DI gemastert, was die UHD Blu-ray zur nativen 4K-Scheiben werden lässt. Zusätzlich gradete Universal mit HDR10 und Dolby Vision sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum.
Shyamalan ist allerdings nicht dafür bekannt, seine Filme mit aggressiven HDR finalisiert zu wissen. Tatsächlich ist Knock at the Cabin eine der am konservativsten gegradete Scheiben eines Majors der letzten Monate. Auffällig ist die dunklere Abstimmung, die vor allem im Inneren der Hütte für satteres Schwarz, aber hier und da auch dafür sorgt, dass Details mal etwas im Dunklen verharren. Dolby Vision sorgt hier für eine etwas konstantere Durchzeichnung gegenüber HDR10. Beide sind jedoch verhalten, bis schwach in den Spitzlichtern. Tatsächlich wirkt die Blu-ray in Reflexionen in den Iris-Bereichen der Augen strahlender.
Wen (Kristen Cui), Leonard (Dave Bautista) and Adriane (Abby Quinn) in Knock at the Cabin || Bild: Universal Pictures
Die Farben werden über die Tatsache, dass das Master dunkler ist, etwas kräftiger, ohne an die Grenzen des erweiterten Farbraums zu gelangen. Dafür gibt’s aber auch nur wenig Gelegenheit. 90 Prozent der Farben setzen sich aus Braun- und Grüntönen zusammen, sodass ein kräftiges Rot bspw. nur ganz selten mal zu sehen ist. Die Hautfarben sind indes etwas intensiver und wirken dadurch plastischer. Hauptvorteil der UHD Blu-ray ist das deutlich bessere Encoding, das mit der ohnehin schon geringen Körnung (siehe Beschreibung der Bildqualität der Blu-ray) noch feiner umgeht. In den allermeisten Einstellungen mag man gar nicht glauben, dass man es mit analogem Filmmaterial zu tun hat, da das Bild so sauber und die Körnung so fein ist.
Und das ist wohlgemerkt nicht bewirkt durch Rauschfilterungen. Denn Close-ups sind weder wachsig noch in irgendeiner Weise nachgeschärft. Analoges Filmmaterial wurde möglicherweise noch nie so fein produziert und wiedergegeben wie hier. Insgesamt ist das Bild der 4K-Disk deshalb ebenfalls wirklich toll anzusehen. Es hebt sich von der Blu-ray allerdings zu wenig ab und holt in puncto HDR kaum etwas aus dem Material heraus. Dafür gibt’s ein kleines bisschen mehr Bildinhalt rechts und links, da das Framing ganz dezenter anders ist. Wer hier mit einem konservativen Grading leben kann (oder es gar bevorzugt), der wird sehr glücklich mit der Disk. Wer’s lieber progressiv hätte, dem reicht vermutlich die Blu-ray.
Universal geht bei Knock at the Cabin in puncto Sound mal wieder mit gutem Beispiel voran – soll heißen, dass es schon über die Blu-ray Dolby Atmos in Englisch und Deutsch gibt. Beide Tonspuren sind in True HD kodiert und machen wirklich Laune. Was die Atmos-Spur von Beginn an wirklich gut macht, ist die Integration der Tiefbassanteile, die schon in den ersten zehn Minuten unterschwellig eine unheilschwangere Atmosphäre erzeugen, da sie dem Score sehr druckvoll unterlegt wurden. Auch in der Folge pumpt er zwischendurch entsprechenden Szenen Druck ein und nimmt nach 65 Minuten fast schon unangenehm kräftige Ausmaße an. Das fühlt sich sehr nach potentem Kino an, was die Subs hier ins Heimkino wuchten. Auch die Surroundkulisse ist allgegenwärtig.
Nimmt man sich alleine die ersten Szenen im Wald, wurde man höchst selten in eine derart aktive, von Insekten bevölkerte Gegend transportiert. Dazu kommt, dass die Höhen-Ebene hier sehr aktiv mitarbeitet. Und es kommt hinzu, dass sich Leonine und Disney mal eine Scheibe von der Dynamik abschneiden dürfen, die Universal hier vom Stapel lässt. Schon ein lauteres Klopfen an der Tür der Hütte lässt einen aufgeschreckt zurück. Wenn dann das erste Opfer gebracht wird, geht’s äußerst wuchtig zu. Und das Gewitter nach 82 Minuten zerreißt das Heimkino förmlich. Dialoge bleiben derweil dauerhaft hervorragend verständlich, sind ebenfalls voluminös und stehen greifbar im Raum.
Die Urlauber wehren sich
Hören wir uns auf der Höhen-Ebene etwas isolierter um, so geht’s (wie oben beschrieben) nach zwei Minuten mit äußerst aktiver Waldatmosphäre los. Wenn sich die Kamera auf die Ebene der Tiere begibt, hört man sämtliche Insekten rundherum und auch das Knarzen der Bäume und entferntes Schlagen ist zu vernehmen. Über die komplette Zeit dieser ersten Szene, in der Wen auf Leonard trifft, wird hier eine mitunter beängstigend realistische Atmosphäre erzeugt. Nach etwas über zehn Minuten klopft es dann filmtitelentsprechend an der Tür, was ebenfalls räumlich von oben dargeboten wird, um die Enge der Hütte noch einmal zu verdeutlichen.
Energischer wird’s beim zweiten Anklopfen drei Minuten später, das auch hier wieder effektiv vom Tiefbass begleitet wird. Immer wieder knarzt in der Folge das Holz des Bodens in der Hütte, während sich dort die Lage zuzuspitzen beginnt. Auch ein wuchtiger Schlag mit der improvisierten Axt wird einprägsam von den Heights wiedergegeben und wenn nach 41 Minuten der Tsunami zuschlägt, gibt’s auch mal richtige Dynamik. Kräftig wird es auch noch mal beim Schuss nach etwas über einer Stunde sowie der Boxsack-Bearbeitung nach 70 Minuten.
Das Bonusmaterial von Knock at the Cabin enthält zum einen vier unveröffentlichte Szenen sowie vier Featurettes. In „Hinter den Kulissen“ bekommen wir einige Einblicke in die Dreharbeiten mit ein paar Kommentaren der Darsteller. In „Werkzeuge der Apokalypse“ geht’s tatsächlich ganz kurz um Details wie die Masken und die improvisierten Waffen. „Entstehung eines Bildes“ folgt dem Dreh anhand von Storyboards und „Kristen Cui – Ein leuchtendes Beispiel“ kümmert sich um die Nachwuchsdarstellerin, die Wen spielt. Charmant, wenn Shyamalan erwähnt, dass ein Kind am Set die Erwachsenen dazu anhält höflich und anständig zu bleiben. Alles Extras sind deutsch untertitelbar.
Gesamtbewertung Knock at the Cabin 4K Blu-ray (80%)
Knock at the Cabin ist nicht der größte Wurf Shyamalans. Es ist aber ein spannender und wirklich gut gespielter Thriller, der ein paar unangenehme Fragen stellt. Schade, dass sich der Regisseur von der Konsequenz der Romanvorlage etwas entfernt hat. Vielleicht wird er im Alter einfach etwas altersmilde, denn bei dem aufgebauten Szenario wäre mehr drin gewesen.
Die Blu-ray und UHD Blu-ray liefern ein wirklich gutes Bild. Die UHD BD ist nur deshalb etwas schwächer bewertet, weil sie keinerlei HDR-Vorteile bietet. Insgesamt sieht das Bild über sie aber noch etwas besser aus als über die Blu-ray. Der Ton ist satt, dynamisch, basskräftig und auf den Heights angenehm aktiv.
Die LG Channels bieten an Smart-TVs des Unternehmens kostenlose Inhalte an. Das Angebot erweitert sich jetzt enorm durch Binge Korea.
Laut LG stünden dadurch nun mehr als 40 Kanäle zur Verfügung, die Besitzern der hauseigenen Smart-TVs koreanische Nachrichten, Unterhaltungs- und Lifestyleshows, K-Dramen, K-Pop, Animationsfilme und vieles mehr sehen offerieren. Binge Korea ist dabei die jüngste Zusammenarbeit zwischen LG und der in Südkorea ansässigen Digital-Content-Distributionsplattform New ID, einem Tochterunternehmen der Mediengruppe Next Entertainment World (NEW).
Der Zugriff auf den entsprechenden Content kann ganz ohne ein kostenpflichtiges Abonnement erfolgen. Einen Haken gibt es aber natürlich: Die Kanäle sind werbefinanziert. Zu den Inhalten zählt unter anderem die Fernsehserie „Running Man“, in der zwei Teams miteinander konkurrieren. Als südkoreanisches Drama nennt LG etwa „The Nokdu Flower“. Auch moderne Serien wie „The Heirs“ sind Teil des Programms.
Binge Korea beinhaltet in den LG Channels Inhalte wie „The Heirs“.
Inhalte werdet ihr auch auf dem Kanal New Movies von New ID vorfinden. Ebenfalls soll das Angebot und eine Reihe von Titeln des Studio LuluLala (SLL) beinhalten. Für Kids nimmt man Kinderprogramme wie „Toony Planet“, „Kongsuni“ oder auch „Tobot“ und „Robocar Poli“ mit ins Programm.
Binge Korea: Sprachkenntnisse sind Voraussetzung
Nun ist es allerdings so, dass ihr zum Genießen von Binge Korea über entsprechende Sprachkenntnisse verfügen müsst. Denn es wird weder deutsche Synchronisationen noch deutsch Untertitel geben. Keine Angst, Koreanisch müsst ihr nicht unbedingt verstehen, mindestens aber Englisch – in jener Sprache wird es auch Dubs geben. Untertitel stellt LG in Englisch, Spanisch, Französisch oder Italienisch in Aussicht.
Für Kinder zeigt man „Hello Cocobi“.
Wir wünschen jedenfalls viel Spaß mit den neuen Inhalten der LG Channels bzw. mit Binge Korea!
Shazam! Fury of the Gods auf 4K UHD Blu-ray im Test! Kann der DC Comics-Held auch in seinem zweiten Abenteuer überzeugen, oder bekommen wir wieder nur Fortsetzungs-Durchschnitt präsentiert?
Inhalt (65%)
Manchmal versteht man es einfach nicht. Selbst, wenn man länger drüber nachgrübelt. Als Warner mit der Verfilmung von Shazam! vor knapp vier Jahren ein gewisses Risiko einging, war’s durchaus eine Überraschung, dass der vom schwedischen Horrorfilm-Regisseur David F. Sandberg den komischen Ton genau traf und auf Kritiker- und Zuschauerseite für Beifall sorgte. Mit 370 Mio. Dollar Einspiel bei 100 Mio. Dollar Budget durfte man nicht nur zufrieden, sondern sehr glücklich sein. Zumal das DC-Universum im Kino sehr unterschiedliche, bis manchmal enttäuschende Ergebnisse erzielte.
Weniger überraschend war wiederum, dass man sich auf Seiten von Warner Bros. schnell dazu entschloss, ein Sequel anzugehen. Erneut mit Sandberg als Regisseur und Zachary Levi in der Titelrolle. Viel konnte da eigentlich nicht schiefgehen, so dachte man. Falsch gedacht. Womit wir beim eingangs geschriebenen Satz sind: Manchmal versteht man es einfach nicht. Konnte der Film so dermaßen viel schwächer sein als sein Vorgänger, dass er zu einem derartigen Flop wurde (133 Mio. Dollar Einspiel bei ca. 125 Mio. Dollar Budget sind ein katastrophaler Reinfall)? Oder waren andere Faktoren dafür verantwortlich? Beispielsweise das von Levy angeprangerte „schlechte Marketing innerhalb der relevanten Zielgruppe“? Und lag das eventuell daran, dass mit dem beschlossenen Reboot des DCEU durch James Gunn bereits eine Umwälzung bevorstand, auf die sich Warner konzentrierte und man deshalb die bereits abgefilmten DC-Beiträge stiefmütterlich behandelte?
Es ziehen dunkle Wolken auf
Wenn man sich nach den 130 Minuten mal kurz reflektiert, kommt man aber in der Tat zu anderen Schlüssen. Denn Shazam! Fury of the Gods ist zwar immer noch ein unterhaltsamer Superheldenfilm, der sein schlechtes Einspielergebnis nicht verdient hat. Aber er ist eben auch anders als der Vorgänger. Und damit ist nicht gemeint, dass es nun mehr Gegner gibt, nicht nur einen (das ist praktisch bei allen Superheldenfilm-Fortsetzungen so gewesen). Es ist auch nicht gemeint, dass es nun mehr Helden gibt und nicht nur einen. Es ist vielmehr ein Mix aus ein paar Gründen.
Zum einen konzentriert sich die Fortsetzung weit weniger auf Billy/Shazam, denn auf seinen Freund Freddy. Zum anderen fehlt der Fortsetzung etwas die unbeschwerte Leichtigkeit des Vorgängers, weil er deutlich düsterer angelegt ist und bisweilen überraschend ernsthafte Tode gestorben werden. Die Tatsache, dass die Konzentration mehr auf Freddy liegt, ist zunächst gar nicht so schlimm. Jack Dylan Grazer füllt die Rolle des gemobbten Außenseiters, der sich in das falsche Mädchen verliebt, mit Charme aus. Auch Rachel Zegler als Anthea ist klasse. Man merkt aber, dass der Umschwung von der Konzentration auf den Umgang mit neu erworbenen Fähigkeiten auf Coming-of-Age-Probleme mit ein paar Tempoverschleppungen und einer Reduktion des Humors einhergeht. Ein paar alberne Szenen wie jene, in der der Zauberer als Wonder-Woman-trifft-auf-Conchita-Wurst-Figur vor Billy steht, tragen auch nicht gerade zum Gelingen bei. Es wird erstaunlich viel geredet und nicht alles davon ist pointiert oder wirklich witzig. Der physische und slapstickartige Humor des Erstlings geht fast komplett verloren und leider ist die Story rund um die Töchter des Titanen schwach unterfüttert. Rache? Ernsthaft? Ein ziemlich simples Motiv. Zumal man kaum etwas darüber erfährt, welchen Hintergrund das Ganze hat.
Helen Mirren ist großartig als Widersacherin
Dazu passt, dass der Zauberer, der ja offensichtlich eine entscheidende Rolle spielt, zum albernen Stichwortgeber verkommt. Es ist nie gut, seine Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben. In seinen Fall ist das aber leider fast passiert. Shazam! Fury of the Gods hat dennoch seine Momente. Die Kampfszenen zwischen den drei Göttinnen und den Shazams sind rasant, der Zusammenhalt der Truppe kommt glaubwürdig rüber und Helen Mirren als Titanen-Tochter hinterlässt bleibenden Eindruck. Lucy Liu sieht man überdies gerne wieder und als Bösewichtin vom Dienst ist sie herrlich fies. Visuell kann das Superheldenabenteuer in bestimmten Szenen überzeugen (animierter Drache und andere Fabelwesen), fällt in anderen aber ärgerlich ab.
Gerade die animierten Fahrzeuge beim Kollaps der Brücke sehen mitunter gruselig unecht aus. Für eine so groß angelegte und im hellen Tageslicht spielende Szenen ist es angesichts heutiger Möglichkeiten fast schon frech, so etwas serviert zu bekommen. Im Jahre 1999 wäre das okay gewesen, aber heute? Am Ende ist dennoch nicht ganz verständlich, warum Shazam! Fury of the Gods im Kino dermaßen unter den Erwartungen geblieben ist. Es gibt schwächere Superheldenfilme (sowohl im MCU als auch im DCEU), aber kaum einen, der weniger Geld eingespielt hat. Ein bisschen unfair wirkt das schon, weil sämtliche Beteiligten mit Spaß und Leidenschaft bei der Sache waren.
Shazam! Fury of the Gods wurde erneut digital gefilmt. Waren es beim ersten Mal die Mini aus der Alexa-Serie von ARRI, sind es dieses Mal die LF und Mini LF des gleichen Herstellers. Hinzu kommen einige Szenen, die über die Blackmagic Design Pocket Kamera erzeugt wurden. Gegenüber dem Vorgänger, der nur in 2K gemastert wurde, wechselte man auf ein 4K-DI. Warner spendierte darüber hinaus alle verfügbaren HDR-Dynamiken: HDR10, HDR10+ und Dolby Vision.
Ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum ist selbstverständlich auch mit an Bord. Gegenüber der Blu-ray ist die UHD zunächst ein Ticken dunkler – und das bei allen HDR-Variante. Allerdings nicht zu dunkel und nicht „abgesoffen“ dunkel. Vielmehr arbeiten sich dadurch die Highlights besser heraus, was man beispielsweise bei den glitzernden Elementen im Boden bei 66’40 erkennen kann, die etwas mehr funkeln. Auch die Neonbeleuchtung bei 103’02 erhält wesentlich mehr Punch. Die Zeichnung in den Lampen bleibt erhalten und die unterschiedlichen Grün-/Blau und Ockertöne kommen viel besser zur Geltung.
Die UHD Blu-ray kann alles besser: Farben, Auflösung und Kontrastdynamik
In den dunkleren Szenen weichen zudem die arg soften Einstellungen der Gesichter wieder, da das leichte Digitalrauschen vom besseren Encoding nicht weg gebügelt wird. Gesichter haben mehr Farbdifferenzierung und wirken nicht mehr so wachsig. Das macht die HDR-Scheibe (wenngleich sie dunkler ist) sichtbar besser (54’13). Auch die schwierige Blau-Szene bei 54’30 löst die UHD Blu-ray viel schöner auf. Selbst bei den Szenen, die über die Blu-ray gut aussehen (bspw. alles ab 57’30) ist die HDR-Disk souveräner, kontrastreicher, farbkräftiger und im Kostüm von Bill viel plastischer. Erst über die 4K-Disk kann man sehen, wie dreidimensional erhaben die Musterung auf seinem Anzug und dem Umhang ist.
Wie schon beim Vorgänger integriert Warner hier eine Dolby-Atmos-Tonspur für beide Sprachen von Shazam! Fury of the Gods. Und wie beim Anbieter üblich, so gibt’s auch bei der Blu-ray „nur“ Dolby Digital Plus fürs Englische und bereits verlustfrei komprimiertes True HD fürs Deutsche im Kern. Beiden Tonspuren fehlt allerdings im Vergleich zum Vorgänger vor allem eins: Lautstärke und Bass.
Die Tonspur ist deutlich leiser eingepegelt als jene von Shazam! – und im Tiefbassbereich fehlt’s durchweg an Druck. Während die Räumlichkeit schon in der Eröffnungsszene wirklich klasse ist und vor allem die Stimmen großartig um den Zuschauer herumschwirren, bleibt es wenigen Schlägen mit dem Zauberstab vorbehalten, für ein wenig Druck zu sorgen. Das Geschehen wirkt dagegen etwas undifferenziert und wenig dynamisch. Man kann’s etwas hinbiegen, wenn man den Lautstärke-Regler gut sechs dB nach oben schraubt, aber es fehlt durchweg ein wenig an Differenzierung und Dynamik. Wohlgemerkt: Nicht so schlimm, lange nicht so schlimm wie bei den zahlreichen Disney-Outputs. Und auch nicht so schlimm wie bei Wonder Woman 1984. Aber eben doch nicht auf dem Level des Vorgängers. Hin und wieder geht’s mal für einen Moment etwas tiefer in den Bassbereich – bspw., wenn Anthea erstmalig die Stadt zu verschieben beginnt. In solchen Momenten fragt man sich, warum es nicht mehr davon gibt.
Den Actionszenen fehlt’s ein bisschen an Bums
Hören wir uns auf der Höhen-Ebene um, gelangen schon während des Titel-Vorspanns einige Soundeffekte auf die Heights. Auch der Wind bei der Kamerafahrt auf die Akropolis ist hörbar. In der Ausstellungshalle werden dann Geräusche mit auf die Heights genommen, um die Enge des Raumes etwas zu untermalen. Auch hier gibt es wieder ein paar zusätzliche Soundeffekte und vor allem ziemlich gruselige Stimmen, die über den Köpfen flirren, wenn der böse Zauber einsetzt. Füllt sich der Raum mit Sand, umweht das den Zuschauer ebenfalls aus allen Speakern. Wenn es dann nach zehn Minuten satt gewittert und darauf folgend die großen Stahlseile der Brücke bersten, ist das schon beeindruckend und beängstigend vertont.
Der Song, der während der Freizeitbeschäftigung in der Höhle der Shazams läuft, schallt laut von oben mit hinzu und die Stimmen sowie das Gewittergrollen nach 22 Minuten klingen wirklich klasse. Jeder Ausflug der Superhelden in die schwindelerregenden Lüfte wird überdies mit Wusch- und Windgeräuschen unterlegt. Trifft die Shazam-Familie dann erstmals auf die Töchter von Atlas, wird’s sogar richtig dynamisch von oben. Erneut gruselig sind die Stimmen nach 53 Minuten, die fast 30 Sekunden lang über den Köpfen der Zuschauer herum schwirren. Beim Fight zwischen Hespera, Billy und den anderen nach etwas über einer Stunde werden immer wieder 3D-Sounds integriert, die beeindruckend vertonen, was visuell geschieht. Manchmal ist das etwas zu viel des Guten, weil nicht alle Dinge auch oberhalb der Kamera passieren, aber insgesamt macht das wirklich Spaß – bis hin zum wuchtigen Kuppel-Finale mit Drache.
Das Bonusmaterial hält zunächst einmal den Audiokommentar von xx bereit. Dann folgen insgesamt gut 90 Minuten an Extras. Angefangen beim 25-minütigen Making-of, das vom Tonfall her genauso humorvoll bleibt wie der Film selbst. Zachary Levi kann man sich mit schlechter Laune gar nicht vorstellen. Und was er über Helen Mirren sagt, ist einfach klasse. Sechs weitere Featurettes schließen sich an, die sich auf ein paar Details konzentrieren, aber auch noch mal Zac Levi porträtieren. Und am Ende gibt’s noch gut 30 Minuten an geschnittenen Szenen – insgesamt 60! Stück.
Shazam! Fury of the Gods hält nicht das vergnügliche Niveau des Vorgängers, ist aber auch kein schlechter Film. Inhaltlich setzt er sich allerdings etwas zwischen zu viele Stühle und die Story der Titanen-Töchter will nicht wirklich zünden.
Dafür gibt’s eine UHD Blu-ray, die der Blu-ray deutlich überlegen ist. Beim Ton gibt’s solide Superhelden-Hausmannskost mit tollen 3D-Sounds, aber etwas zu geringer Dynamik auf der regulären Ebene.
Fans der Serie „The Walking Dead“ werden endlich wieder mit neuen Folgen versorgt. Drei Spin-Off-Serien, die die Geschichte von Maggie, Negan, Daryl Dixon, Rick und Michonne erzählen, starten exklusiv auf MagentaTV.
Die Geschichte der Hauptserie „The Walking Dead“ wurde bereits Ende 2021 zu Ende erzählt. Doch eines der beliebtesten und meistgestreamten Serien-Highlights der letzten 10 Jahre bekommt man nicht so schnell tot. So wird in drei Mini-Spin-Off-Serien das Schicksal von vier der beliebtesten (und überlebenden) Protagonisten erzählt. Die erste Serie, „The Walking Dead: Dead City“ ist jetzt in den USA an den Start gegangen und hat dort gleich Rekorde gebrochen. Die Presse feiert das neue Material als „außergewöhnlich“ und „eine der bisher besten Spin-Off Serien„. Ob die neuen Folgen wirklich so gut sind, werden wie ab Oktober 2023 auf MagentaTV zu sehen bekommen.
The Walking Dead: Dead City mit deutscher Synchronisation
Die Episoden sind allesamt in Deutsch synchronisiert und können zudem im englischen Originalton, in voller Länge auf MagentaTV verfolgt werden. Wie bereits angemerkt, hat MagentaTV hier einen Exklusivdeal erwirken können, somit muss man sich schon um einen Zugang zu der Plattform bemühen. In Dead City verfolgen wir Maggie (Lauren Cohan) und Negan (Jeffrey Dean Morgan), die sich das zerfallene New York als ihre „Wahlheimat“ auserkoren haben. Ab Ende 2023 soll es dann weiter gehen mit einem der womöglich beliebtesten Charaktere: Daryl Dixon. Doch was macht Daryl in Frankreich? Und im kommenden Jahr versuchen sich Rick und Michonne wiederzufinden:
The Walking Dead: Dead City (abrufbar ab Oktober 2023): In The Walking Dead: Dead City begleiten wir Maggie (Lauren Cohan) und Negan (Jeffrey Dean Morgan), während sie nach Manhattan reisen, das vor langer Zeit vom Festland abgeschnitten wurde. Die zerfallene Stadt ist voller Untoter und Bewohner, die New York City zu ihrer eigenen Welt voller Anarchie, Gefahr, Schönheit und Schrecken gemacht haben.
The Walking Dead: Daryl Dixon (abrufbar ab Ende des Jahres) Daryl wird in Frankreich angespült und versucht nun herauszufinden, wie und warum das passiert ist. Die Serie begleitet seine Reise durch ein zerrüttetes, aber widerstandsfähiges Frankreich. Allerdings werden die Verbindungen, die er auf seinem Weg knüpft, seinen Plan komplizierter machen.
The Walking Dead: Rick und Michonne (abrufbar ab 2024) Nachdem Michonne jahrelang davon ausgegangen war, dass Rick tot ist, findet sie nun Hinweise, die das Gegenteil beweisen könnten, und begibt sich auf die Suche. Es ist viel Zeit vergangen, seit Rick und Michonne sich das letzte Mal gesehen haben. Das Leben in der Civic Republic hat ihn verändert. Können die beiden noch einmal zueinanderfinden? Ist ihre Liebe nach all der Zeit noch stark genug, um sich gemeinsam einer großen Bedrohung zu stellen?
Apple spendiert wieder Gratis-Monate bei seinem Streaming-Dienst Apple TV+. Wer eine PS5 besitzt, kommt in den Genuss von sechs Monaten.
Doch auch wer eine PlayStation 4 besitzt, hat Glück: Da hagelt es immerhin drei Gratis-Monate. Es gibt aber noch einen anderen, wichtigen Unterschied. Wer eine PS4 besitzt, kann die kostenlosen Monate für Apple TV+ nur dann nutzen, wenn kein aktuelles Abonnement besteht. Im Falle der PS5 hingegen ist es tatsächlich Monate, die sechs Monate an einen noch laufenden Zeitraum dranzuhängen.
Apple TV+ gratis für PS5- und PS4-Kunden
Ausnahme: Ihr habt Apple One abonniert. Damit ist die Gratis-Aktion leider nicht kombinierbar. Zu erwähnen ist, dass diese Aktion von Apple und Sony bis inklusive 31. Juli 2023 läuft. Wenn ihr schon einmal an einer vergleichbaren Aktion an den PlayStation-Konsolen teilgenommen habt, könnt ihr die Gratis-Monate bedauerlicherweise nicht erneut einstreichen.
Apple TV+ Gratis-Angebot auf der PlayStation 5
Bei Apple TV+ findet ihr Filme und Serien wie z. B. „Finch“ mit Tom Hanks, „Silo“ mit Rebecca Ferguson oder auch „Ted Lasso“, „The Morning Show“ und mehr. Apple verteilt dabei immer wieder Gratis-Monate – zuletzt etwa für Besitzer von Smart-TVs der Marke LG.
Apple TV+ kostenlos: So nehmt ihr das Angebot in Anspruch
Ihr habt Interesse an Apple TV+ bzw. den Gratis-Monaten? Dann solltet ihr an euer PlayStation-Konsole die App für das Streaming-Angebot installieren. Notwendig sind aber auch ein Konto im PlayStation Network von Sony sowie eine Apple ID. Ihr könnt dann die App auf der Konsole öffnen, euch einloggen und solltet bei Teilnahmeberechtigung ein entsprechendes Banner erspähen. So werdet ihr dann zur Inanspruchnahme geführt.
Wir wünschen allen, die teilnahmeberechtigt sind, viel Spaß mit den kostenlosen 3 (PS4) bzw. 6 (PS5) Monaten für Apple TV+. Regulär kostet der Zugriff auf das Streaming-Angebot mittlerweile 6,99 Euro im Monat. Vergesst deswegen auch nicht, vor Ablauf der Trial zu kündigen, wenn ihr nicht automatisch in das kostenpflichtige Abo überführt werden wollt.