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Harley Quinn: Birds of Prey auf 4K Blu-ray im Test: Arnacho-Spaß mit Hängern

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Inhalt (75%)

Schon im Vorfeld der Veröffentlichung von Suicide Squad wurde mit dem Gedanken gespielt, weitere Spin-offs aus dem DC-Universum in die Wege zu leiten. Unter anderem eben auch einen Solofilm über Harley Quinn. Der fast schon unerwartete große Erfolg von Suicide Squad untermauerte das Vorhaben. Vor allem aber auch deshalb, weil Margot Robbie ihre versammelten „Selbstmord“-Kollegen glatt an die Wand spielte. Margot Robbie hatte so etwas wie eine Kultikone geschaffen, die als Powerfrau für modernen Feminismus stand. Nicht, weil sie Konflikte gerne mal mit ihrem Baseballschläger löst, nein. Es ist die Art der Unabhängigkeit, die im modernen Fantasyfilm seinesgleichen sucht.

Ursprünglich ist die Beziehung zwischen dem Joker und Quinn durch eine Abhängigkeit charakterisiert. Harley verliebt sich in den manipulativen Joker, während dieser sie benutzt, um an seine Ziele (bspw. das Entkommen aus dem Arkham Asylum) zu kommen. Er ist vermeintlich aufrichtig zu ihr, manipuliert sie aber umso mehr und beginnt später, sie psychisch und physisch zu missbrauchen. Bereits in Suicide Squad emanzipiert sich Quinn aber von ihm und erreicht eine Unabhängigkeit, die bei den weiblichen Zuschauern super ankam.

Ob Roman Harley wirklich gewachsen ist?

Harley Quinn: Birds of Prey geht nun aber noch einen Schritt weiter. Nachdem der Joker sie auf die Straße setzt, emanzipiert sich Harley immer mehr von ihm und symbolisiert das Ganze durch die Zerstörung von Ace Chemicals – jenem Ort, wo sich Harley ebenfalls in einen Bottich Säure warf, um die Bindung zum Joker zu vertiefen. Nun reinigt sie sich von dieser Vergangenheit und von all dem, was der Joker bei ihr für Narben hinterlassen hat.
Robbie merkte man schon in Suicide Squad an, wie sie voll und ganz in ihrer Rolle aufging und sich für sie einsetzte. Und so verwundert es nicht, dass sie es selbst war, die schon 2015 Warner das Soloprojekt vorschlug.

Drei Jahre setzte sie sich für die Story ein, sowie dafür, dass eine Regisseurin verpflichtet wird. Tatsächlich schaffte Margot Robbie auch das, was vielleicht auch daran lag, dass sie nunmehr auch als eine der Produzentinnen fungierte. Cathy Yan, die man für die Regie an Bord holte, inszenierte damit ihren ersten US-Film und freute sich darauf, einen weiblichen Rachefilm zu inszenieren.  Und herausgekommen ist genau das: Ein knallbunter, gewalttätiger, von einer Frauengang dominierter Anti-Superheldenfilm, bei dem die Protagonistin mit einer pink angemalten Pumpgun auf die Jagd geht oder wahlweise eine Konfetti-Kanone! nutzt, um in ein Polizeipräsidium einzudringen. Dabei nutzt Birds of Prey nicht nur einmal das Stilmittel des Durchbrechens der Vierten Wand, was schon Ryan Reynolds in Deadpool für zahlreiche Wendungen ans Publikum nutzte.

Harley diskutiert nicht, sie macht Ansagen

Auch Robbie spricht zum Zuschauer, macht ihn zum Komplizen ihrer Taten oder zum Zeugen der Verwunderung, wer plötzlich alles hinter ihr her ist. Sie erklärt gewisse Hintergründe, während der Film schon mal anhält oder in der Zeit zurück springt.
Erzählerisch ist das zwar irgendwann etwas ermüdend, visuell funktioniert’s aber wunderbar. Denn wenn Harleys Leben aus Chaos und Anarchie besteht, warum dann nicht auch der Film? Das ist in Summe unterhaltsam, ziemlich zackig inszeniert und mitunter gnadenlos witzig. Eine zusammenhängende Story sollte man allerdings nicht suchen. Denn die findet sich in dieser Abfolge von Ereignissen nur trümmerhaft.

Garniert mit großartigen Nebenrollen merkt man jeder/jedem der Beteiligten den großen Spaß am Treiben an. Ob das Mary Elizabeth Winstead als eiskalte und wirklich cool auftretende Armbrustkillerin ist oder Ewan McGregor, der als Roman/Black Mask wunderbar übertrieben agiert – quasi einen schauspielerischen Konterpunkt zu seiner Rolle als Danny Torrance in Doctor Sleeps Erwachen setzt. Es sind dann tatsächlich die versammelten Darsteller/innen, die in Kombination mit den irren Actioneinlagen, dem erstaunlich hohen Gewaltlevel und dem abgefahrenen Look den Unterhaltungswert erzeugen, den das schwache Drehbuch selbst nicht hinbekommt. Wer Harley Quinn seit Suicide Squad mochte, wird ihren Soloauftritt lieben; gleiches sollte für all jene gelten, die sich einen Mix aus Atomic Blonde und Netflix‘ Polar vorstellen können. Wer tiefgründige Story oder bekannte Inszenierungsmuster sucht, wird hier indes nicht fündig.

Bildqualität (90%)

Harley Quinn: Birds of Prey wurde mit Arri Alexa Minis und Arri Alexa SXTs komplett digital aufgenommen. Am Ausgang der Kameras lag eine Auflösung von 3.4K an, was über ein 4K Digital Intermediate gemastert wurde. Die UHD ist also nahezu nativ 4K.
Obendrauf spendierte Warner erneut sämtliche HDR-Formate von HDR10 über HDR10+ bis hin zu Dolby Vision. Vorab auch hier: HDR10+ zeigte auf dem kalibrierten Testgerät erneut keinerlei Unterschiede. Dolby Vision wirkt in vielen Szenen etwas heller und bietet etwas mehr Punch. Allerdings sind die Unterschiede hier nicht allzu groß.

Ganz im Gegensatz zur Differenz zwischen der Blu-ray und der UHD. Denn diese ist bei Harley Quinn durchaus bemerkenswert. Zunächst zeigt sich in den allermeisten Szenen sehr gut sichtbar der Auflösungsvorteil. Dafür muss man nicht einmal die Vogelperspektiven der Stadt (ab 38’02) heranziehen, sondern entdeckt das auch bereits in Close-ups und bei Halbtotalen. Der Bildfluss ist durchweg ruhiger, die typischen, leicht grieseligen Artefakte rund um Objekte, die im Hintergrund stehen, sind der UHD fremd.

Bunt kann die UHD. Und scharf. Und kontrastreich.

Schauen wir uns dann doch mal die Luftaufnahmen der Skyline an, so bleiben Fenster klarer umrandet, kann man Details wie Antennen besser erkennen und die Wandstrukturen bleiben stabil und ohne Rauschen – hier spielt die UHD ihre Vorzüge durchweg aus. Ebenso tut sie dies beim Kontrast und bei den Farben. Während Letztere stets etwas kräftiger sind, holt die Kontrastdynamik deutlich mehr Tiefe aus dem Bild. Helle Himmelshintergründe sind besser durchzeichnet, Schwarz ist etwas satter und Farbabstufungen liefern mehr Differenzierung. Der Comic-Strip direkt zu Beginn des Films hält zudem teils komplett anderen Farben und Farbnuancen parat. Die UHD ist deshalb ohne Einschränkung die bessere Wahl.

Tonqualität (80%)

Harley Quinn hatte bei seiner Erstveröffentlichung hierzulande über iTunes einen fast schon ärgerlich undynamischen Sound mit wenig Durchschlagskraft im LFE-Kanal. Damals war die Hoffnung, dass dies am Komprimierungsverfahren des VoD-Anbieters liegt und die physische Disk das besser macht. Leider muss man sagen: Nur bedingt. Die unkomprimierte deutsche Fassung klingt etwas feiner aufgelöst als der iTunes-Track, in puncto Dynamik hat man aber schon weitaus bessere Scheiben gehört. Vor allem die Filmmusik bleibt erstaunlich flach. Und das nicht nur in den einleitenden Szenen, in denen sie grundsätzlich nur unterlegt ist, während Quinn ihren Lebenslauf schildert. Außerdem sollte man (eher üblich bei Disney-Titeln) grundsätzlich um gut 7-8 dB höher einpegeln, da das Geschehen doch deutlich leiser abgemischt ist als üblich.

Wenn Action geboten wird, wird man das Gefühl nicht los, dass man hier einfach mehr Spreizung hätte aufwenden können. Schüsse aus der Konfetti-Pumpgun, Tritte in Weichteile oder auf Schienbeine – irgendwie ist man hier einfach mehr Punch und Druck gewohnt.
Auch im Showdown wird die Action (umherfliegende Fahrzeuge etc.) einfach zu wenig mit dynamischer Spreizung präsentiert. Viele Soundeffekte wirken oberflächlich, reichen kaum in den Tiefbass und ragen aus dem Einerlei an flach klingender Filmmusik kaum heraus. Es gibt nur wenige Szenen, die mal heraus stechen, wie die Körper-Explosion nach 97’13.
Der Trost für Fans des O-Tons: Trotzdem dieser auf DD+ (mit 1.5 Mbps) festgenagelt ist, klingt er sehr vergleichbar und nicht noch weniger dynamisch.

In den Actionszene fehlt’s dem Sound an Wucht und Dynamik

Wechseln wir auf die Höhen-Ebene, hört man während des Comic-Intros schon ein paar Mal ein Pfeifen aus den Heights und auch die Musik gesellt sich dezent hinzu. Wenn Harley dann in die Chemiefabrik donnert, intensiviert sich die Musik aus den Heights und es setzt ein beeindruckendes Feuerwerk von oben. Kurz darauf gibt’s ähnliche Geräusche noch mal und bei 22’12 wird ein Song richtig aggressiv mit nach oben gemischt. Außerdem hört man auch den Sound der Konfetti-Wolke aus der Knarre und auch das Rückspulen bei 23’45. Auch Romans Sprachorgan kommt irgendwann mal sehr präzise von oben (44’47). Nach 47’30 sind es dann wieder ganz irdische Geräusche wie Sirenen, oder eine Sprenkleranlage, die den Sound nach oben prächtig erweitern. Hier hört man ein paar der beeindruckendsten Regentropfen, die Atmos jemals dargestellt hat.

Im Nachgang gibt es dann auch noch reichlich rumfetzende Schüsse und umherwirbelnden Staub. Witzig ist auch der Heiligenschein über dem asiatischen Händler, der akustisch korrekt über unseren Köpfen entsteht. Krass fetzig sind dann die Schüsse nach 62’50, die sich anhören, als ob jemand Knallfolie zerplatzen lässt. Kurz vor der Explosion bei 69’00 wird es dann dynamisch, wenn der Score bohrend über die Heights hinzu stößt und danach Schutt auf Harley fällt. Ab 85’18 geht’s dann noch mal richtig rund, wenn Schüsse vehement von oben kommen und die Birds durch die Rutsche donnern. Insgesamt hat man zwar schon 3D-Tonspuren mit mehr Aktivität gehört, aber die vorhandenen 3D-Sounds sind korrekt platziert und runden das Vergnügen nach oben hin eindrucksvoll und witzig ab.

  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (75%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (70%)

Das Bonusmaterial von Harley Quinnfindet sich komplett auf der Blu-ray. Aktiviert man hier „Aus der Vogelperspektive“ beginnt der Film und blendet währenddessen immer wieder Interview-Fetzen mit den Machern ein, zeigt die Arbeiten an den Kostümen oder schildert die Wurzeln in den Comics. „Harleys kongeniale Partnerinnen“ kümmert sich gut achteinhalb Minuten um die Hauptfiguren und lässt ihre Darstellerinnen zu Wort kommen. „Romanesque“ nimmt sich gut fünf Minuten Zeit, um den Bösewicht und seinen Darsteller Ewan McGregor zu porträtieren. „Roller Derby Herby“ nimmt Bezug auf die Rollerball-Szene und lässt auch die Stuntfrau zu Wort kommen. „Gothams düstere Seite“ zeigt gut zehn Minuten lang, wie viel Arbeit die Setdesigner aufgewendet haben, um die Interieurs und ikonischen Elemente Gothams aufleben zu lassen. „Zurechnungsfähigkeit ist so was von out“ schaut der Kostümdesignerin über die Schulter und „Crazy Nerds“ analysiert ein wenig, wie Visual Effects Supervisor Greg Steele den Flair des Films in seine Spezialeffekte aufnahm. Eine Gag Reel schließt das recht umfangreiche Material ab.

Gesamtbewertung Birds of Prey  (82%)

Harley Quinn – Birds of Prey ist ein überdrehter Anarcho-Spaß, über dessen (hin und wieder) alberne Einlagen sowie die kaum vorhandene Story man schon deshalb hinwegsehen kann, weil die Darsteller wie entfesselt agieren und die visuellen Ideen noch für drei andere Filme reichen würden. Auch wenn viele ihn für verkorksten Sondermüll halten. Ganz und gar kein Sondermüll ist die UHD, die gegenüber der Blu-ray das sichtbar detailreichere, in der Tiefe stabilere und deutlich kontraststärkere Bild hat. Der Ton lässt leider (wie schon beim Stream) zu Wünschen übrig. Während die 3D-Sounds noch Spaß machen und durchaus zahlreich sind, fehlt’s auf der regulären Ebene leider in allen Sprach- und Kodierungsfassungen etwas an Dynamik. Schade. Trösten kann man sich hier mit der sehr effektvoll-räumlichen Darbietung.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 09. juli 2020 Review am: 24. Juli 2020
Erscheinungsjahr Film: 2019 Laufzeit: 109 Minuten
Filmstudio: Warner Home Video FSK: Ab 16 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

„Birds of Prey“ Trailer:

 

Marantz stellt zwei Special-Editions seiner 12-Serie vor

Marantz hat zwei „Special Editions“ seiner 12-Serie vorgestellt: Es handelt sich um den Vollverstärker PM-12 SE und den SACD-Player SA-12 SE.

Sowowhl der Marantz Vollverstärker PM-12 Special Edition als auch der SACD-Player SA-12 Special Edition mit D/A-Wandler-Modus richten sich dabei natürlich an Audio-Enthusiasten. Erwähnenswert ist, dass die Originalmodelle SA-12 und PM-12, ausschließlich für den japanischen Markt entwickelt wurden und nun eben erstmals in den genannten Spezialeditionen auch Deutschland erreichen.

Wer Interesse an einer der Audio-Komponenten hat, muss allerdings tief in die Tasche greifen: Der PM-12SE und der SA-12SE von Marantz (in Schwarz und Silber-Gold) sind ab September zum Preis von jeweils satten 3.299 Euro erhältlich. Der Vollverstärker PM-12 ermöglicht einen lastunabhängigen Frequenzgang und damit den Einsatz beliebiger Lautsprecher. Er erreicht eine Ausgangsleistung von 100 W + 100 W (8 Ohm) bzw. 200 W + 200 W (4 Ohm). Marantz verwendet ein diskretes zweistufiges Design für Signalreinheit mit separaten Netzteilen für Vorverstärker und Endstufenkanäle zur Verringerung von Störungen. Ein Ringkerntransformator am Vorverstärker soll für klaren, präzisen Klang sorgen.

Marantz PM12
Marantz PM12SE: Der neue Vollverstärker wirkt optisch durchaus edel

Der Vollverstärker bietet auch einen MM/MC-Phono-Eingang mit diskreter Musical-Premium-Phono-EQ-Schaltung. Zudem verspricht Marantz vernickelte Anschlussbuchsen für CD und Phono, Lautsprecherklemmen aus reinem Kupfer sowie eine stufenlose Lautstärkereglung mit neuem elektrischem Lautstärkesystem.

Auch der SACD-Player SA-12 kommt als Special Edition

Dazu gesellt sich der Marantz SA12 als Special Edition. Er gibt Super Audio CDs, CDs sowie Audiodaten von CD- und DVD-ROM wieder. Ein asynchroner USB-Eingang für hochauflösendes Audio bis PCM/DXD 384 kHz/32 Bit und DSD 11,2 MHz ist ebenfalls an Bord. Der Player trennt USB- und anderen Digitaleingängen (optisch und koaxial) zur Vermeidung von Rauschen aus internen und externen Quellen.

Marantz SA12
Marantz SA12 SE: Der Super-Audio-CD-Player kommt nach Deutschland

Des Weiteren erwähnt der Hersteller Marantz Musical Mastering (MMM) als Stream-Sektion für die Filterung und das Upsampling auf DSD. Auch gibt es eine MMM-Konvertierungsstufe (1 Bit) zur direkten Umwandlung von DSD in Analogsignale. Eine neue analoge Ausgangsstufe mit Marantz HDAM-SA3- und HDAM-SA2-Technologie und niederohmigem Ausgang, ein Netzteil mit Ringkerntransformator sowie ein dedizierter Kopfhörerverstärker mit vollständig diskreter Konstruktion und HDAM-SA2 sind ebenfalls an Bord. Der SA-12 Special Edition basiert auf den Flaggschiff-Playern SA-10 und SA-KI Ruby. Für Musik-Enthusiasten ist dieser Player ja eventuell einen Blick wert. Alle anderen werden das Gerät wohl ohnehin wegen des hohen Preises meiden.

Panasonic: TVs des Jahres 2020 werden als „Netflix Recommended TVs“ ausgezeichnet

Netflix hatte ja schon im Mai bestätigt, welche TVs dieses Jahr als „Netflix Recommended TVs“  prämiert werden. Panasonic kann sich rühmen, dass fast alle ihrer 2020er-Modelle enthalten sind.

So sind alle LCD-Modelle ab der HXW-804-Serie und alle OLED-Modelle von Panasonic dieses Jahr als Netflix Recommended TVs mit von der Partie. Zu bedenken ist jedoch, dass Netflix keine Auswahl anhand der Bildqualität trifft. Vielmehr berücksichtigt der Streaming-Anbieter  wie die offizielle App für Netflix auf den Geräten läuft. So spielt unter anderem eine Rolle wie schnell die App starten kann, wie leicht sie im System aufzufinden ist und ob sie auch im Hintergrund bereitgehalten werden darf, um nahtlos z. B. aus dem linearen TV-Programm zur App für den Streaming-Anbieter zu wechseln.

2020 kam sogar ein weiteres Kriterium hinzu: Die TVs mussten auch für die Wiedergabe bzw. Steuerung interaktiver Inhalte bereit sein. Da tut sich ja bei Netflix mittlerweile mehr, wie z. B. „Carmen Sandiego – Stehlen oder nicht stehlen?“, „Black Mirror: Bandersnatch“ oder „Du gegen die Wildnis“ gezeigt haben. Im Rahmen der Filme bzw. Serien trifft der Zuschauer immer wieder kleine Entscheidungen, welche den weiteren Verlauf der Handlung beeinflussen – das muss dann eben über die Fernbedienung des jeweiligen TVs und die App einwandfrei funktionieren.

Laut Panasonic helfe die Bezeichnung als „Netflix Recommended TV“ den Verbrauchern die besten Geräte für den Streaming-Anbieter zu erkennen. Zumal die Modelle der Japaner auch den Netflix Calibrated Mode unterstützen. Aus unserer Sicht ist jener Bildmodus zwar eher eine Marketing-Maßnahme, schadet wiederum aber auch nicht. Das Konzept ähnelt dem Filmmaker Mode, denn es soll eine möglichst unverfälschte Bildwiedergabe gewährleistet werden.

Netflix Recommended TVs: Die Auswahl der Geräte ist überschaubar

Wer Interesse daran hat, findet auf dieser deutschsprachigen Seite mittlerweile alle Netflix Recommended TVs. Allerdings sind dort ausschließlich Fernseher von Panasonic, Samsung und Sony zu finden. Warum andere Anbieter wie LG, Philips oder TCL außen vor bleiben, können wir nicht konkret sagen. Wir vermuten, dass jene Hersteller entweder kein Interesse daran hatten ihre Geräte einzureichen oder aber Netflix an bestimmten Punkten etwas zu meckern hatte.

Samsung Galaxy Note 20 und Note 20 Ultra: Smartphones mit HDR10+ für 8K-Video

Samsung hat heute seine beiden neuen Smartphone-Flaggschiffe Galaxy Note 20 und Note 20 Ultra vorgestellt. Beide Modelle bieten AMOLED-Displays mit HDR10+ sowie die Möglichkeit 8K-Videos aufzuzeichnen.

Allerdings verwenden beide Geräte weiterhin den Exynos 990 als SoC. Den Prozessor kennt man bereits aus den S20-Smartphones. Er steht deutlich hinter dem schnelleren Qualcomm Snapdragon 865 zurück, der andere Flaggschiffe der Konkurrenz befeuert. Auch sollte man natürlich die Fähigkeit 8K-Videos aufzuzeichnen mit Skepsis betrachten, da dies bei einem kleinen Smartphone-Sensor natürlich keine Ergebnisse liefert, die etwa mit einer 4K-Systemkamera vergleichbar wären.

Das reguläre Samsung Galaxy Note 20 bietet eine Triple-Hauptkamera mit 12 (Weitwinkel) + 12 (Ultra-Weitwinkel) + 64 (Telephoto) Megapixeln. Über das Feature „Space Zoom“ will man einen sehr starken Hybrid Optical Zoom erreichen. Das Samsung Galaxy Note 20 Ultra bietet sogar 108 (Weitwinkel) + 12 (Ultra-Weitwinkel) + 12 (Telephoto) Megapixel. Dank des für ein Smartphone großen und hochauflösenden Sensors sollten auch bei wenig Licht ordentliche Fotos drin sein. Optischer Zoom ist ebenfalls an Bord. Die Frontkamera mit 10 Megapixeln ist bei den Note 20 und Note 20 Ultra identisch. Sie erregt da weniger Aufsehen und ruht in einem kleinen Punch-Hole in der Mitte des AMOLED-Bildschirms.

Samsung Galaxy Note20
Das Samsung Galaxy Note 20

Was die AMOLED-Bildschirme mit jeweils 6,9 Zoll und 3.088 x 1.440 Pixeln (Note 20 Ultra) bzw. 6,7 Zoll und 2.400 x 1.080 Pixeln (Note 20) betrifft, so sind beide für HDR10+ gerüstet. Die Akkus der Smartphones kommen auf 4.300 bzw. 4.500 mAh und lassen sich kabellos mit 15 und kabelgebunden mit 25 Watt aufladen. Samsung integriert den Fingerabdruckscanner jeweils direkt in das Display.

Videoaufzeichnung in 8K und im Format 21:9

Spannend ist, dass Samsung gemeinsam mit Microsoft insbesondere das Galaxy Note 20 Ultra als ideales Smartphone für das kommende Game-Streaming über den Xbox Game Pass Ultimate beworben hat. Da hat man dann auch direkt eine Launch-Aktion gestartet – dazu unten mehr. Eine Spielerei ist eher, dass Besitzer eines TVs von Samsung kabellos via DeX den Bildschirm des Smartphones am Fernseher spiegeln können bzw. dann das Display als Trackpad-Steuerung einspannen dürfen. Erwähnenswert ist noch, dass das Samsung Galaxy Note 20 bzw. Note 20 Ultra nicht nur in 8K filmt, sondern optional auch im Format 21:9.

Beide Modelle liefert Samsung mit einem S Pen geliefert. In Deutschland wird das Samsung Galaxy Note 20 5G mit 8 GByte RAM und 256 GByte Speicherplatz 1.023 Euro kosten. Die 4G-Version ist mit 925 Euro dabei. Das Galaxy Note 20 Ultra mit 12 GByte RAM und 256 GByte Kapazität kostet 1.266 Euro. Wer den Speicherplatz auf 512 GByte verdoppelt, zahlt 1.364 Euro. Vorbestellungen sind direkt ab heute möglich, die Auslieferung startet am 21. August 2020.

Kunden, die das Samsung Galaxy Note 20 | Note 20 5G vom 5. August bis zum 20. August vorbestellen, erhalten dazu die Galaxy Buds+ oder ein Xbox-Gaming-Paket, bestehend aus einer 3-monatigen Xbox-Game-Pass-Ultimate-Mitgliedschaft, Gamepad und Wireless Charger Stand, als Zugabe. Kunden, die das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G vorbestellen, können die Galaxy Buds Live oder ein Xbox-Gaming-Paket, bestehend aus einer 3-monatigen Xbox-Game-Pass-Ultimate-Mitgliedschaft, Gamepad und Wireless Charger Stand, als Zugabe erhalten.

Samsung Galaxy Note 20 4K
Das Samsung Galaxy Note 20 erscheint am 21. August 2020

Technische Daten Samsung Galaxy Note 20

  • Display: 6,7 Zoll, Super AMOLED Plus, 2.400 x 1.080 Pixel (FHD+, 394 ppi)
  • Betriebssystem: Android 10.0
  • Prozessor: Exynos 990, 64-bit, Octa-Core (2x 2,73 GHz + 2x 2,5 GHz + 4x 2,0 GHz)
  • RAM / Speicherplatz: 8 GB RAM mit 256 GB internem Speicher
  • Triple-Hauptkamera: 12 (Weitwinkel, f/1.8) + 12 (Ultra-Weitwinkel, f/2.2) + 64 (Telephoto, f/2.0) Megapixel
  • Frontkamera: 10 (Weitwinkel, f/2.2) Megapixel
  • Akku: 4.300 mAh (25-Watt-Schnellladen und kabelloses Laden mit 15 Watt unterstützt)
  • Schnittstellen: Dual-SIM, 4G LTE, 5G (optional), Wi-Fi 6, GPS, USB Typ-C
  • Abmessungen / Gewicht: 161,6 x 75,2 x 8,3 mm / ca. 192 g
  • Besonderheiten: S Pen im Lieferumfang, Gesichtserkennung, Fingerabdruckscanner im Display
  • Farben: Mystic Bronze, Mystic Green, Mystic Grey
Samsung Galaxy Note20 Ultra
Das Samsung Galaxy Note 20 Ultra

Technische Daten Samsung Galaxy Note 20 Ultra

  • Display: 6,9 Zoll, Dynamic AMOLED, 3.088 x 1.440 Pixel (WQHD+, 496 ppi), 120 Hz
  • Betriebssystem: Android 10.0
  • Prozessor: Exynos 990, 64-bit, Octa-Core (2x 2,73 GHz + 2x 2,5 GHz + 4x 2,0 GHz)
  • RAM / Speicherplatz: 12 GB RAM mit 256 / 512 GByte internem Speicher
  • Triple-Hauptkamera: 108 (Weitwinkel, f/1.8) + 12 (Ultra-Weitwinkel, f/2.2) + 12 (Telephoto, f/3.0) Megapixel
  • Frontkamera: 10 (Weitwinkel, f/2.2) Megapixel
  • Akku: 4.500 mAh (25-Watt-Schnellladen und kabelloses Laden mit 15 Watt unterstützt)
  • Schnittstellen: Dual-SIM, 4G LTE, 5G, Wi-Fi 6, GPS, USB Typ-C, microSD
  • Abmessungen / Gewicht: 164,8 x 77,2 x 8,1 mm / ca. 208 g
  • Besonderheiten: S Pen im Lieferumfang, Gesichtserkennung, Fingerabdruckscanner im Display
  • Mystic Bronze, Mystic Black, Mystic White

HDR-Kalibrierung für die Xbox One Konsole macht Games noch schöner

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Die Xbox One S und Xbox One X Konsolen werden in absehbarer Zeit eine neue HDR-Kalibrierung erhalten. Damit lassen sich HDR-Games perfekt auf unterschiedlichen TV-Geräten darstellen. 

Bereits vor einigen Wochen gab es Hinweise darauf, dass Microsoft an einer neuen Möglichkeit arbeitet, um die Integration von HDR auf der Xbox One S/X zu verbessern. Jetzt stellt Microsoft die neue HDR-Kalibrierung dem exklusiven Nutzerkreis des „Xbox Alpha Skip Ahead“-Programms zur Verfügung. Teilnehmer dieser Testgruppe bekommen neuen Features zugespielt, noch bevor diese bei den Nutzern des regulären Alpha-Programms und letztendlich bei den Endkunden landen. Pioniere sozusagen, die sich aber auch mit allen Fehlern und Problemen der jungen Software herumplagen müssen.

Über ein Schachbrett (Checkerboard) wird die HDR-Kalibrierung an der Xbox vorgenommen
Über ein Schachbrett (Checkerboard) wird die HDR-Kalibrierung an der Xbox vorgenommen || Bild: Twitter/@evilboris

Im Alpha Skip Ahead-Programm bekommt man dafür im Gegenzug neue und coole Features als erstes auf den heimischen Bildschirm, wie z.B. die neue HDR-Kalibrierung. Das Problem mit HDR-Games auf den Xbox Konsolen war, dass man die HDR-Einstellungen für jedes Spiel einzeln vornehmen musste, meist über das Bildeinstellungs-Menü. Die HDR-Kalibrierung wird zukünftig im Bildmenü der Konsole verankert und erlaubt es dem Nutzer, den optimalen Helligkeitsbereich für den HDR-Fernseher oder -Projektor auszuwählen.

Optimales HDR für LCD, OLED oder QLED

Der Vorgang für die HDR Optimierung wurde vom Xbox Team dabei so einfach wie möglich gehalten. Über ein Schachbrett-Muster bestimmen wir die besten Werte für helle und dunkle Bildbereiche. So profitieren z.B. OLED-Fernseher, da Details in sehr dunklen Bildbereichen erhalten bleiben, während sich QLED Fernseher wiederum Details in den helleren Bildbereichen sichern. Welchen Einfluss die Kalibrierung auf die Bildqualität hat, kann der Nutzer direkt nach Abschluss der Bildeinstellungen auf einem Vergleichsbild (Vorher/Nacher) sehen. Das gibt einem auch die Möglichkeit, noch geringfügige Verbesserungen vorzunehmen.

Mehr Details in helleren Bildbereichen sind direkt im Vergleichsbild zu erkennen
Mehr Details in helleren Bildbereichen sind direkt im Vergleichsbild zu erkennen || Bild: Twitter/@evilboris

Mitgliedschaft in der HGiG trägt Früchte

Erste Nutzer melden, dass das Clipping (Überstrahlen) von Details in hellen Luminanzen zum Teil deutlich abgenommen hat. Davon profitieren z.B. Explosionen oder Skyboxen mit beeindruckenden Wolkenbildern. Microsoft Mitgliedschaft an der HDR Gaming Interes Group (HGiG) scheint erstmals Früchte zu tragen. In der Gruppe sind übrigens auch LG Electronics, Panasonic, Samsung Electronics, Sony Interactive Entertainment (Playstation), Sony Visual Products sowie unzählige Spieleentwickler vertreten.

Die Preisfrage, die sich uns jetzt stellt, wann ist die HDR Kalibrierung für alle Xbox-Nutzer verfügbar? Erfahrungsgemäß dauert es immer einige Wochen wenn nicht sogar Monate, bis Features aus dem Alpha Skip Ahead-Programm beim Endnutzer landen. Fehler und Kompatibilitätsprobleme müssen (und sollten) behoben werden, bevor die Software auf alle Xbox Konsolen ausgerollt wird. Wir sind auch guter Dinge, dass die neue Xbox Series X Konsole ein ähnliches Feature bereits ab Marktstart integriert haben wird.

Spartacus auf 4K UHD Blu-ray im Test: Besser geht’s (fast) nicht!

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Inhalt (90%)

Spartacus. S-P-A-R-T-A-C-U-S – ein Name wie Donnerhall. Was ranken sich um diesen Mann, der als Sklave der Römer in den Arenen Gladiatorenkämpfe ausfechten musste, nicht alles für Legenden. Viel weiß man nicht, über diesen Mann. Nicht einmal genau, woher er stammt. Wohl aber, dass er 73 v. Chr. seinem Sklaventum gemeinsam mit einigen Leidensgenossen entfloh und daraufhin eine Art Sklavenaufstand anführte. Zwei Jahre lang fügte man den Römischen Legionen empfindliche Niederlagen bei. Bis ein Versuch, die von Marcus Licinius Crassus um die zurück gezogenen Aufständigen gebauten Mauern zu durchbrechen, zum Tod des Spartacus führte.

Seither ist der Ex-Gladiator ein Sinnbild für den Kampf des kleinen Mannes gegen die knechtende Obrigkeit. Eine Geschichte, die wie geschaffen ist für das große epische Kino. Und tatsächlich war es Hauptdarsteller Kirk Douglas selbst, der sich als großen Freiheitskämpfer inszenieren wollte – war er doch reichlich unglücklich darüber, die Titelrolle in Wylers Ben Hur nicht ergattern zu können. Douglas organisierte mit Peter Ustinov, Charles Laughton und Laurence Olivier drei Hochkaräter und überzeugte damit Universal Pictures, den Film zu finanzieren. Analog zum Mut des Spartacus zeigte sich auch Kirk Douglas bei der „Besetzung“ des Drehbuchs: Mit Dalton Trumbo wählte er einen jener Kulturschaffenden, die zu den „Hollywood Ten“ gehörten – jenen, die (wie Trumbo) die Aussage vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe verweigerten. Faktisch standen diese Frauen und Männer auf einer schwarzen Liste, die ihnen die Arbeit meist nur unter Pseudonym ermöglichte. Douglas indes bestand darauf, Trumbo namentlich zu führen, was in der Folge als Anfang vom Ende des „Blacklisting“ galt.

Spartacus wird als Gladiator gekauft

Western-Regisseur Anthony Mann (Winchester ’73) sollte die Regie übernehmen, was sich allerdings nach wenigen Drehtagen schon als Fehler darstellte. Am Ende der ersten Drehwoche übernahm dann Stanley Kubrick, mit dem Douglas schon bei Wege zum Ruhm zusammen gearbeitet hatte. Ein weiteres riskantes Unterfangen, da Kubrick seinerzeit noch sehr jung war und nie in dieser Größenordnung gearbeitet hatte. Der junge Brite jedoch überzeugte nicht nur Douglas, sondern auch den Rest der Filmwelt. Und das trotz massiver Querelen zwischen ihm und Trumbo (über den Charakter von Spartacus), zwischen ihm und Universal (über die Anzahl der täglichen Dreheinstellungen) oder zwischen ihm und Kameramann Russell Metty (wegen Kubricks überpräzisen Anweisungen). Es stellte sich damals bereits heraus, dass Kubrick kein sonderlich einfacher Regisseur war. Einer, der am liebsten über alles und jeden Kontrolle ausübte, um SEINE Vision des Films fertig zu stellen. Nichtsdestotrotz wurde Spartacus ein großer Erfolg – und zwar sowohl an den Kassen als auch beim Publikum. Vier Oscars (männlicher Nebendarsteller, Kamera, Kostüme und Szenenbild) waren der Lohn für die anstrengenden Dreharbeiten mit teilweise über 10.000 Statisten.

Da war er noch jung, der gute Tony Curtis

Und noch heute funktioniert das über drei Stunden lange Werk als mitreißender Film über eine Widerstandsbewegung. Noch heute kann man mitfiebern, wenn die Sklaven/Gladiatoren von ihren römischen Herren wie ein Stück Vieh behandelt werden. Spartacus kommentierte dabei unverhohlen das damalige politische Zeitgeschehen in den USA. Einer Zeit, in welcher der Kalte Krieg seinem Höhepunkt entgegen steuerte und die Auswirkungen der McCarthy-Ära noch immer zu spüren waren. So ist die Szene, in der Crassus von den Aufständischen verlangt, den Anführer preis zu geben, ein direkter Verweis auf die Anhörungen vor dem Ausschuss für unamerikanische Triebe. Dort sollten unter anderem Kommunisten (oder solche, die dafür gehalten wurden) entsprechende Gesinnungsfreunde denunzieren und offenbaren.

Die Mannen um ihren Anführer nehmen Crassus‘ Aufforderung zum Anlass, einer nach dem anderen aufzustehen und mit „Ich bin Spartacus“ zu antworten – sicher bis heute eine der legendärsten und ergreifendsten Szenen eines Hollywoodklassikers. Neben seinem gesellschaftspolitischen Kommentar war Spartacus aber auch ein episches Schlachtengemälde. Und wenn nahezu 10.000 Statisten (übrigens Mitglieder der spanischen Armee) als römische Soldaten auf die Gladiatoren um Spartacus losgehen, ist das schon episch. Unterstützt natürlich auch durch die extrem breit angelegten Bilder, die durch das Technirama ermöglicht wurden. Was Kameramann Metty hier (zu Recht oscarprämiert) ablieferte, ist auch heute noch ganz großes Kino und einem Ben Hur durchaus ebenbürtig. Unterstützt vom kongenialen Score sowie bestens aufgelegten (teils blutjungen) Co-Stars wie Tony Curtis kämpft sich Kirk Douglas auch 60 Jahre später noch in die Herzen der Filmfans.

Ergebnis der Schlacht

Historiker drücken allerdings besser ein Auge zu. Denn geschichtlich akkurat ist Spartacus nur in wenigen Details. Viele Figuren wurden hinzu geschrieben, lebten zu anderen Zeiten oder verhielten sich ganz anders. Authentisch hingegen (weil in Rom unter den Führern und ihrem Gefolge, bzw. den Sklaven alles andere als unüblich) war ein Unterton, den man für die damalige Kino-Auswertung besser aus dem Film schnitt: Denn die 1991 in der Restaurierung hinzugefügte Badehaus-Szene (Timecode: ab 80’20) wurde seinerzeit entfernt, weil man die homoerotischen Aspekte offenbar nicht in einem Film duldete. Gut, dass wir ein paar Jahrzehnte weiter sind und uns an solch‘ (wahrlich harmlosen) Szenen nicht mehr stören müssen. Hätten die Verantwortlichen seinerzeit schon gewusst, was 50 Jahre später in einer gleichnamigen Serie des US-Kabelsenders Starz inszeniert würde, hätten sie sich die Zensur vielleicht noch einmal überlegt.

Übrigens: für die 91er Restaurierung dieser Szene mussten wieder eingefügten Szenen neu synchronisiert werden. Selbst im englischen Original, da man den Ton dort offenbar aus weiser Voraussicht schon vor der Zensur entfernt hatte. Im Deutschen hatten sich die beiden Synchronsprecher von Curtis und Olivier (die drei, bzw. acht Jahre später verstarben) vermutlich schon aus dem Synchrongeschäft zurückgezogen.

Bildqualität (95%)

Spartacus wurde in 35mm Technirama aufgenommen. Einem Format, das nicht sonderlich lange existierte. Der Clou am Technirama war, dass man anamorphe Vorsatzlinsen mit einem Faktor von 1,5 vor das horizontal durch die Kamera geführte Negativ setzte und so das vertikale Bild strecken konnte (bei Cinemacope stauchten Anamorphoten das Bild hingegen horizontal). Das Ergebnis war ein sehr breites Bild mit einer Fülle an Informationen. Das Problem war (wie bei vielen anderen älteren Filmen), dass das vorhandene Original-Negativ erst einmal für sich restauriert werden musste. Dazu führte man es über einen Northlight-Scanner, der in 6K scannte und ein 4K-Signal ausgab. Von dort aus wurde dann Schmutz entfernt, Schäden wurden behoben und das so bearbeitete Material gelangte ins Color Grading.

Unter dem Rat von Filmhistoriker und -Restaurator Robert Harris, der schon die 1991er Restaurierung von Spartacus vornahm, versuchte man, so nahe am Gedanken von Kubrick zu bleiben wie möglich. Für die Farbrekonstruktion nutzte man die damals als „Backup“ erstellten Schwarz-Weiß-Farb-Separations-Negative, Duplikate vom Original, die mit Schwarz-Weiß-Filmmaterial unter der Verwendung von roten, blauen und grünen Filtern erstellt wurden. Der Vorteil: Schwarz-Weiß-Film leidet nicht unter dem Fading, das Farbfilme betrifft, die Informationen bleiben vollständig erhalten. Das Original-Negativ von Spartacus litt unter deutlichem Blauverlust. Diese drei gefilterten Schwarz-Weiß-Negative mussten dann wieder korrekt übereinander gelegt und von chromatischen Aberrationen befreit werden. Ein wirklich aufwändiger Prozess, der das Studio einige Monate beschäftigt hat.

So unnatürlich rot ist „Spartacus“ nach seiner Überarbeitung glücklicherweise nicht mehr

Fünf Jahre nach dieser Arbeit nutzt man das erstellte Master nun, um eine native 4K-Scheibe daraus zu erstellen. Es ist natürlich immer noch dasselbe Master, das für die 55th-Anniversary-Blu-ray-Edition angefertigt wurde. Es ist ja auch so gut, dass daran eigentlich keine Verbesserung mehr möglich war. Allerdings nutzt man über die UHD nun auch auf einem End-Medium die maximal mögliche Auflösung und kann die bereits hervorragende Blu-ray vielleicht noch einmal übertreffen? Nun, zunächst mal gelangte neben statischem HDR10 auch noch das dynamische Dolby Vision mit an Bord. Dazu gibt’s einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum, der möglicherweise für noch kräftigere Roben sorgen könnte.

In der Praxis toppt die UHD das bereits hervorragende Bild der Blu-ray noch einmal. Die Körnung wirkt noch etwas feiner und die Close-ups von Kirks Gesicht sind wirklich abnormal scharf und detailliert. Unfassbar, wie detailreich auch Sand unter den Sandalen aussieht. Immer wieder muss man sich dran erinnern, dass wir es mit einem Film von 1960 zu tun haben. Kaum zu glauben auch, dass das ohne nachträgliche Schärfung geschah, denn Überschärfungsartefakte sind zu keiner Zeit auszumachen. Ganz im Gegenteil fällt im direkten Vergleich nun auf, dass die Blu-ray ein wenig nachgeschärft wirkt, während die UHD insgesamt realistischer erscheint. Gut zu erkennen ist das bei einigen Szenen in der Tiefe, in denen die BD scheinbar schärfer ist. Dies allerdings dann doch mit ein paar Abstrichen in Sachen übertriebener Kantenschärfe. Für beide Disks kann man das Haar in der Suppe suchen und wird es hier und da finden. Beispielsweise fielen bei der UHD durch einen nochmalige Bearbeitung ein paar Details zum Opfer, die man möglicherweise für Schmutz hielt.

Bei den Szenen mit vielen Details im Vorder- und Hintergrund kann die 4K UHD-BD durchweg überzeugen

Beide Disks sind aber in Anbetracht ihres Alters und der Herkunft eines wirklich nicht gerade gut erhaltenen Negativs absolut hervorragend geworden. Entgegen manch anderer UHDs ist Spartacus übrigens nur einen Hauch dunkler abgestimmt. Die Durchzeichnung in Schattenbereichen bleibt beständig gut. Der Schwarzwert ist exemplarisch gut und das Weiß in den Augen leuchtet sichtbar kräftiger als über die Blu-ray. Hier und da scheinen ein paar hellere Stellen etwas zu überstrahlen, worin sich dann auch schon mal ein klein wenig farbiges Rauschen verirrt, aber das ist mäkeln auf ganz hohem Niveau, wenn man das Alter des Films bedenkt.

Farben wie jene auf Spartacus‘ Körper bei 26’24 erscheinen noch mal prägnanter und kräftiger. Auch die roten Roben der Römer scheinen den erweiterten Farbraum komplett auszureizen. Vielleicht reicht es in Summe nicht zur absoluten Höchstnote, ber Spartacus gehört als Film mit analoger Herkunft ganz klar in die Top-5 der bisher besten Releases. Dolby Vision wirkt alles in allem noch etwas strahlender und prägnanter. In puncto Farbgebung bleiben die Unterschiede jedoch praktisch nicht existent. Beide HDR-Varianten sind klasse. Fun Fact: Der kurze Schnittfehler bei 10’13 ist auch auf der UHD enthalten.

Tonqualität (65%)

Die UHD hält gegenüber der 2015er BD akustisch ein Upgrade bereit. Beide Sprachen erklingen nun in objektbasiertem DTS:X und sie klingen beide etwas besser. Die Synchronversion ist etwas offener, etwas klarer. Sie scheint auch ein bisschen mehr Gebrauch von den Surroundspeakern zu machen. Beide Sprachen liefern ein wenig mehr Druck als über ihre dts- bzw. dts-HD-Master-Pendants, was man in einigen Momenten des Scores ebenso hört/spürt wie bei der finalen Schlacht. Hier liegen zwar keine Welten zwischen den Fassungen der Blu-ray, aber eine Verbesserung ist es allemal.

Die DTS:X-Spur konzentriert sich auf die reguläre Ebene, bspw. während der finalen Schlacht. 3D-Sounds gibt’s nicht

Die dts:X-Spur hat natürlich die theoretische Möglichkeit, die Höhen-Kanäle mit einzubeziehen. Tut sie aber nicht. Also nicht wirklich. Bisweilen (wenn man die reguläre Ebene wirklich komplett abklemmt) hört man gaaaanz leise die Filmmusik von oben. Das klingt allerdings eher „verirrt“ als gewollt. Die dts:X-Spur zielt also wirklich auf eine möglichst saubere Wiedergabe der ebenerdigen Speaker und vermeidet neumoderne 3D-Sounds. Nicht einmal der Regen, der auf das Tuch-Dach von Spartacus‘ Unterkunft fällt, wurde auf die Heights gelegt, was tatsächlich die erste echte Gelegenheit für einen dedizierten 3D-Sound gewesen wäre (96’20).

  • Deutsch: DTS:X (75%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: DTS:X (00%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: DTS:X (00%) 3D-Betrachtung (Qualität)
  • Englisch: DTS:X (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: DTS:X (00%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: DTS:X (00%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial von Spartacus ändert sich gegenüber der 2015er BD nicht. Das jüngste Feature auf dieser ist das „Gespräch mit Kirk Douglas“. Der Hauptdarsteller war zum Zeitpunkt des Interviews bereits fast 100 Jahre alte und trotz seiner sprachlichen Schwierigkeiten (resultierend aus einem Schlaganfall 1995) erinnert er sich noch ganz genau an die Dreharbeiten und die Schwierigkeiten, die er mit Kubrick hatte. „Spartacus wiederherstellen“ nimmt sich neun Minuten Zeit für die Restaurierung des Bilds und des Tons. Hinzu kommen die bekannten vier unveröffentlichten Szenen sowie Archiv-Interviews und ein unvertonter Blick hinter die Kulissen. „Alle Nachrichtensendungen“ liefert einige Wochenschau-Berichte zu Film un Darstellern und eine Bildergalerie bietet noch mal über 100 Stills des Films und der Plakate. Vertonte Extras liegen mit deutschen Untertiteln vor.

Gesamtbewertung Spartacus  (87%)

Spartacus ist auch 60 Jahre später noch episches Monumentalkino allererster Güte. Natürlich sind die Sehgewohnheiten heute andere. Natürlich muss es heute immer schnell auf schnell und zack zack gehen. Aber wer sich mal diese drei Stunden Zeit nimmt, wird mit einem Historien-Epos belohnt, das voller gesellschaftspolitischer Aussagen steckt, glänzend gespielt ist und in puncto Ausstattung und Bilder noch heute Maßstäbe setzt.

Die bereits phänomenale 2015er Blu-ray wird von der UHD in Sachen Kontrast, Farbtiefe, Farbdifferenzierung und Detailschärfe noch einmal übertroffen. Der DTS:X-Sound liefert zwar keine Overhead-Effekte, klingt aber offener als die alte dts-Spur. Auch wenn das Steelbook schon an vielen Stellen ausverkauft ist, ist bei Universal davon auszugehen, dass eine Amaray-Box-Fassung nachgeschoben wird. Alle, die das Steelbook nicht ergattern konnten, dürfen sich im Vorfeld jetzt schon auf die Amaray freuen.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 23. Juli 2020 Review am: 03. August 2020
Erscheinungsjahr Film: 1960 Laufzeit: 197 Minuten
Filmstudio: Universal FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.20:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS:X
Englisch DTS:X
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Spartacus Trailer:

Asus bringt den ersten Gaming-Monitor mit HDMI 2.1 für 4K / 120 Hz

Überfällige Premiere: Als laut eigenen Aussagen erster Hersteller hat Asus einen Gaming-Monitor mit HDMI 2.1 für 4K-Gaming mit 120 Hz angekündigt. Das neue ROG-Modell wird auf satte 43 Zoll Diagonale kommen.

Laut Asus erscheinen aber auch kleinere Versionen mit HDMI 2.1. So hat der Hersteller direkt auch Varianten mit 27 und 32 Zoll Diagonale in Aussicht gestellt. Gemeinsam wird eben allen Modellen die Unterstützung von 4K (3.840 x 2.160 Pixeln) und 120 Hz via HDMI 2.1 sein. Auch ALLM solle darüber funktionieren. Leider bleibt Asus zu den weiteren, technischen Daten aktuell noch schmallippig.

So wäre es beispielsweise ja interessant zu wissen, ob HDR-Unterstützung an Bord ist bzw. welche Qualität man da erwarten kann. Zumindest bestätigt Asus, dass die Monitore via HDMI 2.1 die volle Bandbreite von bis zu 48 Gbit/s verwenden können. Über VRR wird dann auch das Zocken mit variablen Bildraten möglich sein. Erscheinen sollen die neuen ROG-Monitore mit HDMI 2.1 laut Asus noch vor Jahresende – also passend zum Launch der Next-Generation-Spielekonsolen Microsoft Xbox Series X und Sony PlayStation 5.

Beide Konsolen werden HDMI 2.1 verwenden und somit eben Funktionen wie ALLM, VRR und eben 4K-Gaming bei bis zu 120 Hz unterstützen. Sogar 8K-Spiele mit 60 Hz wären möglich, auch wenn dies die GPUs der Konsolen nur in Ausnahmefällen hergeben dürften. Bestätigt wurde aber beispielsweise seitens Microsoft, dass der Multiplayer-Modus von „Halo Infinite“ an der Xbox Series X mit 120 fps laufen wird. Welche Auflösung dann angelegt wird, ist aber offen.

Gaming-Monitore der nächsten Generation stehen an

Ein erhebliches Problem bei Gaming-Monitoren ist aktuell aber noch die HDR-Unterstützung. Da gibt es ziemlichen Wildwuchs und die VESA versucht zumindest mit der Zertifizierung DisplayHDR etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Selbst High-End-Monitore bieten aber in der Regel keine mit guten TVs vergleichbare HDR-Darstellung. Da wartet also auf die Hersteller noch viel Arbeit.

Auch der Eve Spectrum soll im Übrigen ein Monitor mit 4K-Auflösung und HDMI 2.1 sein – er wurde bereits im Mai 2020 präsentiert. Warum Asus dann trotzdem laut „Erster!“ schreien darf? Offenbar rechnet man damit mit seinen ROG-Monitoren vorher am Markt zu sein.

Xbox Game Pass Ultimate: Ab 15. September ist das kostenlose Game-Streaming integriert

Microsoft bestätigt, dass der Xbox Game Pass Ultimate ab dem 15. September 2020 seinen Abonnenten auch Game-Streaming von über 100 Spielen bieten wird.

Der Xbox Game Pass Ultimate integriert also ab dem 15. September das ehemalige Project xCloud, das Cloud-Gaming-Angebot von Microsoft. September stand ja schon vorher als Zeitrahmen fest, nun haben die Redmonder das Datum konkretisiert. Mehrkosten entstehen für die Abonnenten nicht, sie erhalten das Game-Streaming also quasi als kostenlose Dreingabe. Das passt zu der Strategie von Microsoft, welche den Xbox Game Pass Ultimate derzeit in erster Linie als Mechanismus zur Kundenbindung verstehen und es nicht auf kurzfristige Gewinne abgesehen haben.

Auch in Deutschland soll es direkt am 15. September 2020 losgehen. Generell hat die Sache aber einen kleinen Haken: Zunächst werden nur Android-Geräte in den Genuss des Cloud-Gamings über den Xbox Game Pass Ultimate kommen. Mehr als 100 Spiele werden direkt enthalten sein. Laut Microsoft werden in Zukunft auch alle First-Party-Spiele direkt für das Game-Streaming stramm stehen. Als weitere Beispiele nennt man „Minecraft Dungeons“, „Destiny 2“, „Tell Me Why“, „Gears 5“ und „Yakuza Kiwami 2“.

Xbox Game Pass Ultimate Mobile
Der Xbox Game Pass Ultimate soll auch mobil punkten

Weitere Details zum konkreten Portfolio der enthaltenen Titel soll es am 15. September 2020 geben. Doch da gibt es ja einen Kritikpunkt: Unterwegs zocken klingt schön und gut, aber Core-Games am Touchscreen spielen, das ist eher eine Plage. Deswegen hat Microsoft gemeinsam mit mehreren Partnern allerlei Controller vorgestellt.

Microsoft und Partner zeigen mobile Controller

Die Accessoires laufen als Reihe „Designed for Xbox Mobile Gaming“. Beispielsweise erscheint eine spezielle Version des Razer Kishi, den der Hersteller als „Universal Mobile Gaming Controller „bewirbt. Er lässt sich an Smartphones klemmen und das Ergebnis ähnelt doch sehr einer Nintendo Switch. Der Kishi bringt Schultertasten, zwei analoge Thumbsticks, ein D-Pad, einen Xbox-Button und mehr mit. Beim Kauf erhält man auch 14 Tage Game Pass Ultimate. Erscheinen soll der Controller für 99,99 US-Dollar. Ihr seht ihn unten zentral im Bild.

Xbox Mobile Gaming
Microsoft und Partner stellen diverse Eingabegeräte vor

Der PowerA MOGA XP5-X Plus wiederum ist ein Bluetooth-Controller, der im Design stark dem Original-Controller der Xbox One ähnelt Im Lieferumfang ist direkt ein abnehmbarer Clip fürs Smartphone enthalten. In den Controller ist eine Powerbank mit 3.000 mAh integriert. Erhältlich ist dieser Controller ab dem 15. September für 69,99 US-Dollar.

PowerA_XP7-X
Der PowerA XP7-X Plus

Ebenfalls von PowerA stammt der MOGA XP7-X Plus, der wieder mehr an den Razer Kishi erinnert, weil sich das Phone in die Mitte klemmen lässt. Hier ist sogar kabellose Qi-Aufladung an Bord über eine integrierte Powerbank mit 2.000 mAh. Zu den Feiertagen 2020 erscheint das Gerät für 99,99 US-Dollar. Einen MOGA Mobile Gaming Clip 2, in den auch die kommenden Controller der Xbox Series X passen werden, bietet PowerA ebenfalls an. Dieser Clip erscheint im Winter 2020 und wird 14,99 US-Dollar kosten.

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8BitDo SN30 Pro: Ein Retro-Controller

Der 8BitDo SN30 Pro ist ein Bluetooth-Controller im Retro-Design. Im Lieferumfang ist ein Clip für Smartphones enthalten. Dieser Controller wird in ausgewählten Märkten ab dem 21. September 2020 für 44,99 US-Dollar erscheinen. Der Hersteller plant auch einzelne Clips, mit denen ihr Smartphones direkt an bereits vorhandenen Xbox-Controllern befestigen könnt. Die sollen bereits am 21. September 2020 für 14,99 US-Dollar erscheinen.

Weiteres Zubehör wolle man noch gemeinsam mit Partnern wie Nacon ankündigen.

TCL: QLEDs der 6-Series bieten einen Gaming-Modus mit THX-Zertifizierung

TCL will Spieler mit den TVs seiner neuen 6-Series abholen. So seien es laut dem Hersteller die ersten Fernseher, welche einen von THX zertifizierten Gaming-Modus bieten.

Ob das natürlich wirklich praxisrelevant ist, ist eine andere Frage, die ihr euch stellen müsst. TCL gibt jedenfalls an, dass man gemeinsam mit THQ den neuen THX Certified Game Mode erarbeitet habe. Unserer Meinung nach sind solche Zertifizierungsprogramme, zu denen auch IMAX Enhanced zählt, wenig aussagekräftig. Wichtiger ist es, auf HDMI 2.1, ALLM (Auto Low Latency Mode), VRR (Variable Refresh Rate) und geringen Input Lag zu achten.

Laut TCL und THX sei es jedenfalls notwendig, gewisse Voraussetzungen zu erfüllen, um die THX-Zertifizierung für den Gaming-Modus zu erhalten. Teil des Testverfahrens seien im Falle der TCL-TVs mehr als 400 Prüfungen gewesen, um etwa die Farbwiedergabe, die Schwarzwerte und andere Punkte zu testen. Beispielsweise solle der THX Certified Game Mode sicherstellen, dass die Farbwiedergabe stets natürlich sei.Um die Zertifizierung zu erhalten, müssen die jeweiligen Fernseher zudem 4K bei 120 Hz unterstützen.

Auch ein geringer Input Lag sei Voraussetzung, genauere Angaben dazu bleiben THX und TCL aber schuldig. Zudem sei wichtig, dass das Umschalten von Hell zu Dunkel im Bild ausreichend schnell sei – insbesondere wichtig beim HDR-Gaming. Der THX-Gaming-Modus aktiviere sich laut den beiden Partnern automatisch, wenn eine kompatible Konsole oder ein PC verbunden und erkannt werde.

THX-Zertifizierungen haben heute kaum noch Bedeutung

Für eine Zeit lang galten THX-Zertifizierungen, speziell im Audiobereich, als das Nonplusultra. Allerdings verloren diese Kennzeichnungen immer stärker an Bedeutung, weil sich andere Anbieter aufgeschwungen haben und Zertifizierungen von THX mittlerweile in erster Linie dem Marketing dienen. Wir haben den Eindruck, das ist auch beim THX Certified Gaming Mode der Fall. Sicherlich werden aber bald auch andere Anbieter damit werben.

PlayStation 5 und Xbox Series X: So viel kosten sie laut einem Händler

Aktuell geistern neue Preisangaben zu der Sony PlayStation 5 und der Microsoft Xbox Series X durchs Netz. Der französische Händler Carrefour listete zeitweise beide Konsolen zur Vorbestellung.

Dabei decken sich die Preise der PlayStation 5 mit bisherigen Leaks: Die Digital Edition solle 399 kosten. Wer die Konsole mit einem Ultra HD Blu-ray Laufwerk wünscht, der solle laut Carrefour 499 Euro zahlen. Überraschend ist hingegen der Preis, der für die Xbox Series X angegeben wurde: 399 Euro. Sollte Microsoft die Konsole tatsächlich für diesen Preis auf den Markt bringen, wäre das definitiv eine extrem aggressive Kampfansage.

Wir halten jenes für unwahrscheinlich, aber nicht für unmöglich: Microsoft muss mit Kampfgeist kontern, da die PS4 die Xbox One in der vorherigen Konsolengeneration komplett in den Schatten gestellt hat. Außerdem rückt Microsoft mehr und mehr vielmehr seine Dienste wie den Xbox Game Pass Ultimate ins Zentrum, für den das Unternehmen langfristige Pläne hat und auch gewillt ist zunächst Verluste in Kauf zu nehmen.

Carrefour PS5
PS5: Französischer Händler listete sie bereits

Abseits dessen gab Carrefour auch Preise für das Zubehör der PlayStation 5 an. Da scheint es sich aber offensichtlich um Platzhalter zu handeln. Denn sowohl der DualSense-Controller, die entsprechende Ladestation und die Media Remote als auch das Headset und die Kamera für die PS5 waren mit 49,90 Euro gelistet. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass das gesamte Zubehör einen identischen Preis tragen wird.

Händler nennt seltsame Vorbestellungsfristen

Auch ein anderes Detail ergibt keinen Sinn. So nannte Carrefour als Fristen für die Vorbestellungen der Xbox Series X und der PlayStation 5 jeweils den 13. September 2020 bzw. den 3. Oktober 2020. Beide Termine erscheinen uns eher zufällig ausgewählt, denn die Next-Generation dürften nach aktuellem Stand der Dinge im November 2020 auf den Markt kommen.

Die Frontansicht des Playstation 5 DualSense-Controllers: Gut zu erkennen das Mikrofon samt Mute-Taste unterhalb der PS-Taste

Der französische Händler Carrefour hat alle Angaben mittlerweile wieder entfernt. Bleibt zu hoffen, dass auch Microsoft und Sony uns bald mehr zu den Preisen verraten. Immerhin sprach Sony kürzlich über das Zubehör der PS4, das zur PS5 kompatibel sein wird.