Samsung erhöht wohl den Druck auf das Microsoft Xbox-Team, um eine Unterstützung für Ultrawide-Monitore (21:9 / 32:9) für die neue Konsolengeneration (Xbox Series X) zu erreichen.
Wer auf einer Konsole zockt, der muss sich im Regelfall auf das 16:9 Bildformat beschränken. Wieso eigentlich? Diese Frage stellte sich auch Samsung, die laut einem Bericht von PCGamesN.com jetzt versuchen auf die Entwicklung der neuen Xbox Series X (und ggf. dem kleineren Xbox Series S Modell) Einfluss zu nehmen. Ein Repräsentant von Samsung wird von PCGamesN mit den Worten „Wir drängen, wir reden“ zitiert. Die beiden Unternehmen haben laut Quelle bereits in der Vergangenheit an einer Unterstützung für UltraWide Gaming auf einer ad-hoc-Basis gearbeitet. Leider wurden entsprechende Funktionalitäten nie veröffentlicht.
Könnte die Xbox Series X mit WideScreen Support bei den Gamern punkten?
Samsung treibt sicherlich weiter an, damit ausgewählte Spiele auch UltraWide-Formate in 21:9 oder 32:9 unterstützen. Diese Bildverhältnisse werden bei PC-Gamern immer beliebter. Vor allem Shooter und Rennsimulationen, aber auch Rollenspiele profitieren von der größeren Bilddarstellung. Und da sich die Entwicklung von Spielen für PC und Xbox Series X in Zukunft sehr ähnlich ablaufen wird (Die Konsole ist im Grunde genommen ein PC mit AMD ZEN 2 Prozessor und RDNA GPU), wäre eine Implementierung entsprechender Bildmodi vielleicht gar nicht so umfangreich.
UltraWide-Unterstützung als Alleinstellungsmerkmal
Es gibt neben dem optimierten Gaming-Erlebnis noch weitere Argumente, die für eine Unterstützung von UltraWide Monitoren auf Konsolen spricht: Cross-plattform Gaming. Bedeutet, egal ob sich ein Spieler an einem PC, Xbox oder Playstation Konsole befindet, solange es das Spiel unterstützt, können die Gamer gegeneinander (oder miteinander) antreten. Ein PC-Spieler mit einem großen Display im 21:9 oder 32:9 Format hätte gegenüber seinen Mitspielern sicherlich einen Vorteil, z.B. beim Aufspüren von Gegnern im peripheren Sichtfeld. Müsste man dann nicht entsprechende PC-Gamer aus solchen Partien ausschließen? Wir fänden das unfair. Zudem könnte sich Microsoft mit so einem Feature von der Playstation 5 abgrenzen (sollte diese kein UltraWide Format unterstützen) und ggf. auch PC-Gamer „überreden“ sich mit den neuen Xbox Konsolen näher zu befassen.
Die leistungsfähigere Konsolen-Hardware ist eine große Chance für Spieleentwickler sowie für die Plattform selbst. Beide Parteien werden hohe Bildwiederholungsraten bei neuen Spielen in den Fokus stellen, da diese ein besseres Spielerlebnis versprechen, als ein hochaufgelöstes Bild mit niedrigen FPS. Auch die UltraWide Monitore von Samsung sind nach diesem Credo entwickelt worden (wobei sich die Anzahl der Pixel beim Odyssey G9 mit 5.120 x 1.440 Bildpunkten schon sehr nah an der 4K Auflösung bewegt).
UltraWide auf Konsolen?
Wir sind gespannt, ob sich Microsoft dazu bewegen lässt, Bildformate die über das übliche 16:9 hinaus gehen, zu unterstützen. Wir würden diesen Schritt sehr begrüßen. Wie sieht ihr das ganze? Muss Konsole klassisch auf einem 16:9 TV gezockt werden, oder würdet ihr eure Xbox oder Playstation Konsole auch an einen Monitor anschließen?
Es ist gerade einmal drei Monate her seitdem der Streamingdienst Disney+ gestartet ist. Trotzdem konnte sich der Service bereits 26.8 Millionen Abonnenten sichern. Zudem stellt das Unternehmen die Februar-Neuheiten vor.
26.8 Millionen Abonnenten binnen drei Monaten darf auf jeden Fall als Erfolg bezeichnet werden. Die Zahl sieht nicht ganz so beeindruckend aus, vergleicht man diese mit den über 160 Millionen Abonnenten die Netflix aktuell bedient. Jedoch ist Disney Plus lediglich in den USA, Kanada und den Niederlanden gestartet. Netflix ist dagegen in 190 Ländern aktiv! Disney Plus hat also noch unglaubliches Wachstumspotential, welches der Streamingservice am 24. März 2020 austesten kann. An diesem Datum startet der Dienst in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Großbritannien und der Schweiz. Auch hier wird mit einem Anstieg der Abonnentenzahlen um mehrere Millionen Nutzer gerechnet.
Disney+ (Plus) startet früher. Der Streamingdienst von Disney ist ab dem 24. März 2020 in Deutschland verfügbar
Der Grund für das rege Interesse liegt im attraktiven Gesamtpaket, welches Disney+ seinen Abonnenten bietet. Die Plattform hat nicht nur unzählige Blockbuster-Titel und Highlight-Serien zu bieten, sondern kann auch auf einen weiten Backkatalog zugreifen. Zudem ist der Preis mit 6.99 Euro pro Monat oder 69.99 Euro als Jahresabonnement weitaus günstiger als das Angebot von Netflix. Dieses kostet aktuell 15.99 Euro für die höchste Qualitätsstufe (4K, HDR/Dolby Vision und Dolby Atmos), welche bei Disney Plus bereits in den 6.99 Euro enthalten ist.
Dabei darf angemerkt werden, dass sich Disney Plus mit einem durchschnittlichen Monats-Umsatz von aktuell 5.56 Dollar (viele nutzen die Jahresoption) sicherlich noch nicht rechnet. In den letzten Quartalszahlen machte das Streaming-Geschäft welches unter „Direct to Consumer & International“ zusammengefasst wird rund 693 Millionen Dollar miese. Ein weiterer Zulauf von Abonnenten ist somit unabdingbar, um die Plattform irgendwann profitabel zu machen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass Disney+ irgendwann seine Preise erhöht. Aktuell ist dies sicherlich noch nicht der Fall.
Disney Plus Februar Neuheiten 2020:
Um das Interesse und die Qualität eines Streamingdienstes aufrechtzuerhalten, müssen auch immer neue Inhalte nachgeschoben werden. Netflix und Prime Video bieten ihren Nutzern jeden Monat mehrere Hundert neue Filme und Serien an, um die Abonnenten bei Laune zu halten. Disney+ hat sich diese Praxis gleich zu Beginn verinnerlicht und präsentiert jeden Monat neuen Content. Darunter befinden sich auch unzählige Eigenproduktionen, die so nur auf Disney+ zu sehen sein werden.
Im obigen Video könnt ihr sehen, was Disney+ alles im Februar 2020 geplant hat. Hierbei handelt es sich jedoch noch um die Produktempfehlung für die USA/Kanada. Die Auswahl der Filme und Serien kann sich von Land zu Land ändern. Zu den Februar-Highlights zählt unter anderem:
Toy Story 4 – Alles hört auf kein Kommando (2019)
Descendants 3 (2019)
Timmy Failure: Mistakes Were Made – EXKLUSIV (2020)
Obwohl noch keine offiziellen Angaben zu den 4K Blu-rays der Star Wars Filme vorliegen, gibt es bereits mehrere Hinweise, dass die Restaurierungen mit Dolby Atmos 3D Sound im Originalton ausgeliefert werden.
Die Überraschung war groß, als die 4K Blu-rays der Skywalker Saga (Episode I – IX) sowie die Spin-Off-Filme in den Listungen der Onlineshops auftauchten. Voraussichtlich am 30. April 2020 gibt es ein hochauflösendes Wiedersehen mit erweitertem Dynamikumfang (HDR) und angeblich auch mit 3D-Sound. Wie mehrere ausländische Shops berichten, liegt den 4K Blu-rays auch der Originalton als Dolby Atmos Abmischung bei. Wer die Titel eh in englischer Sprache sehen wollte, darf sich somit auf ein ganz neues Star Wars Gefühl freuen. Wer auf eine deutsche Synchronisation in Dolby Atmos hofft, der wird womöglich enttäuscht werden. Die letzten Veröffentlichungen von Disney wurden immer mit einem deutschen Soundmix im „Dolby Digital 7.1 Plus“-Format ausgeliefert. Ausnahmen sind uns leider keine bekannt.
Die Star Wars: The Skywalker Saga bekommt ein aufwändiges Design
Keine „The Skywalker Saga“ Komplettbox in Sicht
Es heißt also Daumen drücken und auf ein kleines Wunder hoffen, dass sich Disney für seinen Prestige-Release doch erweichen lässt und uns mit einer deutschen Synchronisation beglückt. Bleiben wir gleich noch beim „hoffen“. Die Komplettbox „The Skywalker Saga“ mit Episode I bis IX (ohne Spin-Off-Titel) wie sie z.B. auf amazon.co.uk wurde immer noch nicht für den deutschen Markt angekündigt. Viele Star Wars Fans wünschen sich jedoch die aufwendig gestaltete Box mit insgesamt 27 Discs (inkl. diversen Bonus Discs) sowie dem mehrseitigen Artbook. Wer von der Komplettbox unbeeindruckt ist, der hat auch weiterhin die Möglichkeit die Einzelnen Titel auf Amazon.de vorzubstellen:
Mit Rambo schrieb sich Sylvester Stallone (nach der Buchvorlage von David Morrell) die Geschichte eines Kriegsveteranen, der nach der Heimkehr aus Vietnam von den Verantwortlichen für den Krieg allein gelassen und der Gesellschaft ausgestoßen wird, auf den Leib. Und das lange bevor Tom Cruise in Born on the 4th of July genau dieses Thema noch einmal etwas größer aufzog. Nach Rock und F.I.S.T. – ein Mann geht seinen Weg lieferte er mit Rambo erneut ein kleines Meisterwerk innerhalb des jeweiligen Genres ab. Schade, dass Stallone die Qualität seiner Skripts nicht konstant auf hohem Niveau gehalten hat.
Rambo II machte aus dem verdienten Kriegsveteran mit nachvollziehbarer posttraumatischer Belastungsstörung plötzlich eine Ein-Mann-Kampfmaschine, die im Alleingang doch noch den Vietnamkrieg gewinnt. Als hätte es Apocalypse Now nie gegeben, betreiben Stallone und Drehbuch-Ko-Autor James Cameron mit dem zweiten Part historischen Revisionismus erster Güte. Noch schlimmer wurde es mit Rambo III, der zwar immerhin noch einen der (wenn nicht DEN) coolsten Spruch der Filmgeschichte bietet (ihr wisst schon, den mit dem blauen Licht), ansonsten aber ein bisweilen ärgerlich reaktionärer und Klischees badender Film war. Hatte Stallone mit dem ersten Teil noch einen nachvollziehbar-systemkritischen Film geschrieben, der die Politik der USA und den Umgang mit den Kriegsheimkehrern zu Recht kritisierte, mutierte Sly mit dem Skript zum dritten Teil zum verlängerten Arm der Reagan-Doktrin
Rambo wird von den Dämonen seiner Vergangenheit gejagt
Auf den finanziell eher mauen Erfolg von Rambo III folgte dann bis zum Jahr 2008 eine 20-jährige Pause. Zeit genug, dass der Titelheld der Serie der Gewalt abschwört und sich an einem schönen Fleck der Erde friedlich niederlässt. Als Zivilist lebt er in Thailand, wird aber durch eine humanitäre Mission einer US-Gruppe in Burma wieder von der Vergangenheit eingeholt. Für das Skript zu John Rambo hatte Stallone sich Hilfe von Art Monterastelli geholt und wandelte damit auf sicheren Pfaden. Auch wenn hier Gewalt erneut auf Gegengewalt trifft, war der vierte Teil viel mehr Actionfilm als politischer Kommentar.
Und brutal war er, der gute John Rambo. Nicht ganz umsonst liegen die Heimkino-Veröffentlichungen der ungeschnittenen Fassungen seit September 2008 auf der Liste A der indizierten Filme. Auch wenn die Reihe allgemein nie zimperlich gewesen ist, nahm das Finale des vierten Teils mit platzenden Köpfen und abreißenden Gliedmaßen doch neue Formen an. Nun dachte man eigentlich, dass Rambo nach den Erlebnissen in Burma tatsächlich genug von all der Gewalt hat. Zumal Stallone im Jahr 2010 wirklich mit der Figur fertig war und ausgeschlossen hatte, dass noch ein fünfter Teil kommen würde. Doch die Fans waren beharrlich und Stallone immer noch in guter physischer Form. Warum also nicht den Kosmos mit einem (nun wirklich) letzten Abenteuer zu Ende bringen? Schon rein vom Titel her war früh klar, dass man nun den Bogen von Teil I, Rambo: First Blood zu Teil V, Rambo: Last Blood spannen wollte. David Morrell, der Autor der Buchvorlage des ersten Films, war ab 2015 zunächst mit von der Partie. Doch als man die gemeinsam mit Stallone entwickelte Idee dem Studio vorlag, lehnte es ab. Morrell war von diesem Moment an raus.
Gabrielle möchte ihren leiblichen Vater in Mexiko besuchen
Dennoch sollte es eine ganz persönliche Geschichte werden. Wieder eine, die eher auf einen kleinen Kosmos reduziert wird und keine groß angelegte Hatz auf das Welten-Unrecht zelebriert. Deutlich wird das schon in den ersten Minuten von Rambo: Last Blood, wenn man John Rambo als gebrochenen Charakter sieht. Als einen, der seine Dämonen dadurch zu vertreiben sucht, dass er sich um Gabrielle, die Tochter seiner Haushälterin Maria, wie ein Vater kümmert, gleichzeitig die physischen und psychischen Leiden aber mit starken Medikamenten in den Griff zu kriegen sucht. Traumatisiert ist er, dieser John Rambo, was auch dadurch symbolisiert wird, dass er sich ein unterirdisches Höhlensystem baut – das Erlebte gibt keine Ruhe und die Erinnerungen lassen ihn ständig auf der Hut sein. Für John Rambo scheint der Krieg – zumindest im Kopf – einfach noch nicht vorbei zu sein.
Doch auch die Welt hat noch nicht mit ihm abgeschlossen. Und so werden seine außerordentlichen Fähigkeiten noch einmal gebraucht, wenn er seine Ziehtochter aus den Händen von brutalen Mädchenhändlern befreien muss. Dieses Mal bekommen also die Mexikaner ihr Fett weg – ein Punkt, der Last Blood weltweit den Vorwurf der Xenophobie einbrachte. Und tatsächlich könnte man dem Film Böses, wenn man das transportierte Bild der Mexikaner betrachtet. Offenbar gibt es jenseits der Grenze zu Mexiko nur kriminelle Vergewaltiger, Drogendealer und Menschenhändler – selbstredend sind sie noch korrupt und verräterisch dazu. in Zeiten, in denen der US-Präsident eine Mauer an der Grenze zu Mexiko ziehen möchte, ist das zumindest keine Story, die sich um die Aussöhnung der beiden Länder bemüht – um es mal milde auszudrücken.
Wie Vater und Tochter
Doch am Ende ist Rambo: Last Blood vielleicht einfach nur ein Rachedrama – ein passables, aber leider nicht wirklich sonderlich originelles Rachedrama. Das hat man in Taken – 96 Hours schon zackiger gesehen. Zumal Stallone dann doch seinem Alter etwas Tribut zollen muss. Seine Gegner jedenfalls schaltet er fast ausnahmslos lieber aus der Distanz und nicht im Zweikampf aus. Das allerdings durchweg brutal – wenn es denn zu Auseinandersetzungen kommt. Denn abgesehen von zwei kurzen Szenen konzentrieren sich Action und Handgreiflichkeiten komplett auf die abschließenden knapp zehn Minuten. Die fallen zwar durchweg blutrünstig aus (leider nicht ganz ohne den Einsatz von CGI) und geraten aufgrund der Tunnel-Atmosphäre packend, doch zwischendurch gibt’s eben auch eine ganze Menge Leerlauf. Zu nennen sind da beispielsweise die Szenen mit dem mexikanischen „Engel“ Carmen Delgado. Die lässt das Drehbuch völlig aus dem Nichts auftauchen und sie lediglich als notwendigen Story-Haken ohne jeden Hintergrund fungieren.
An der zwischenzeitlichen Langatmigkeit ist übrigens nicht die ungekürzte Fassung schuld, die bereits im Kino lief und zehn Minuten länger andauert als die US-Fassung. Der größte Anteil konzentriert sich auf die komplette Anfangssequenz und ein paar wenige, hinzugefügte Momente (die meist wiederum auf den Anfang des Unwetters Bezug nehmen). Mehr Gewalt bekommt man in der längeren Fassung indes auch nicht zu sehen und ob es die anfängliche Sequenz wirklich gebraucht hätte, sei mal dahingestellt. Schade, dass man sich doch für eine so einfache Geschichte entschieden hat, die noch dazu von Get-the-Gringo-Regisseur Adrian Grunberg nicht wirklich gelungen umgesetzt wurde. Gerade während der Anfangsszenen zwischen Rambo und Gabrielle lässt Last Blood ja durchaus aufblitzen, was man aus dem Grundgerüst des traumatisierten Vietnam-Veteranen hätte machen können, wenn man sich mehr mit seinen Dämonen und denjenigen befasst hätte, die ihm Ausgleich bieten. Es bleibt ein halbwegs kurzweiliges Action-Drama, das aber auch unabhängig von John Rambo auf ähnliche Weise funktioniert hätte. Der Original-Spirit fehlt dem Film leider über weite Strecken.
Rambo: Last Blood wurde mit Kameras vom Typ Red DSMC2 Gemini S35 aufgenommen, die am Ausgang 5K liefern. Ausgehend von diesem Material wurde nicht (wie so oft) nur ein 2K DI erstellt, sondern ein natives 4K Digital Intermediate. Wir haben es also mit einer echten 4K-Scheibe zu tun. Zusätzlich gelangte noch ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Kontrastdynamik nach dem statischen Verfahren HDR10 sowie dem dynamischen Dolby Vision auf die Disk. Das ist löblich, da Anbieter Universum, der in Deutschland den Vertrieb für den Film hat, auch hier (wie beim Atmos-Ton) die Vorlage aus den USA (dort Lionsgate Films) übernommen hat – das war in der Vergangenheit leider auch schon anders. Schaut man sich das Bild der UHD von Rambo: Last Blood in den entsprechenden Szenen an, wird vor allem eins deutlich: Der teils sichtbare Auflösungsvorsprung. Die native 4K-Scheibe erweist ihrem Namen in den Close-ups, beim Anflug auf die mexikanische Stadt oder auch in den Aufnahmen der Wiese aus der Froschperspektive alle Ehre. Schon Stallones Antlitz sieht so viel feiner aufgelöst und dreidimensionaler aus, dass es eine Freude ist.
In den stark gelblich gefilterten Szenen in Mexiko lassen Blu-ray und UHD sichtbar nach
Disteln, die auf der Wiese stehen (kurz bevor John und Gabrielle aus dem Bunker kommen) sind bis auf die letzten Härchen zu erkennen, wo die (wirklich nicht schlechte) BD sie komplett undifferenziert lässt. Und was in der Vogelperspektive auf die bunte Stadt bei Minute 53’24 noch erkennbar ist, verschweigt die BD ebenfalls. Wellblechdächer werden so über die Blu-ray zum plattgeklopften Irgendwas. Ebenfalls auffällig ist die wesentlich bessere Durchzeichnung auf dunklen Flächen. Wo die Blu-ray auf Schattenbereichen keine Differenzierung mehr zulässt, erkennt man über die UHD noch Stallones Ohr oder auch die Bewaldung im nächtlichen Anflug auf die Stadt. Letztere differenziert Dolby Vision noch besser heraus, ohne den Schwarzwert maßgeblich aufzuhellen. In den Tageslichtszenen punktet Dolby Vision mit den etwas kräftigeren Farben. Was die UHD leider ähnlich zurückwirft, sind die teils arg grobkörnigen Sequenzen – vor allem bei Rambos erstem Aufeinandertreffen mit den Martinez-Brüdern wird das deutlich. Der UHD kann man hier unterstellen, dass sie die Körnung noch etwas deutlicher herausarbeitet, was für den Moment auffälliger ist. Ebenso leidet sie wie die BD unter den brutal abgesofteten Einstellungen von Gizelle. Ob das „nur“ eine Mischung aus krassem Make-up und gewollter Objektiv-Unschärfe ist oder ob auch noch gefiltert wurde, lässt sich schwer sagen. Schon aussehen tut’s jedenfalls nicht. Dennoch ist die UHD in Summe die deutlich bessere Wahl, weil ihre Auflösung einfach um so viel besser ist. Fans von großem Bild und Beamer-Nutzer dürfen sich also freuen.
Bereits die Blu-ray kommt mit Dolby-Atmos-Sound fürs Deutsche und Englische. Beide Sprachfassungen sind hier bereits verlustfrei True-HD-kodiert. Das ist umso löblicher, da Anbieter Universum nicht zwingend die Lizenzen für die Atmos-Abmischungen von den US-Disks übernimmt (zuletzt bspw. bei Angel Has Fallen) und hierzulande dann nur mit dts-HD-Master abliefert. Rambo: Last Blood macht hier eine rühmliche Ausnahme. Und die klingt schon auf der regulären Ebene während des anfänglichen Sturms halbwegs wuchtig. Die Wassermassen kommen rauschen druckvoll ins Tal und beliefern die Surroundspeaker mit reichlich Effekten. Stimmen sind in der Folge wirklich gut eingebettet (ja, es ist erneut Stallones ursprünglicher Sprecher, Jürgen Prochnow, der hier für die Synchro sorgt, nicht sein Langzeit-Synchron-Mann Thomas Danneberg) und haben ein sehr warmes Timbre. Was der Atmos-Spur jedoch ein wenig fehlt, ist der Druck im Tiefbassbereich. Hier könnte und dürfte der Subwoofer noch ein bisschen kräftiger zupacken, wenn John nach knapp einer Stunde den ersten Gegnern beibringt, wo der Hammer hängt.
Erst während der Explosionen vor dem Finale setzt es richtig was über die LFE-Kanäle – was aber auch sein muss, wenn man die Wucht des Feuerwerks sieht. Doch auch hier hätte es etwas kräftiger zulangen können – ungefähr so wie nach 86 Minuten, bevor es Hugo an die Oberfläche spült. Hier rumpelt es dann endlich mal richtig ordentlich. Davor gibt’s im Finale in den Höhlen wenigstens reichlich Surroundeffekte, wenn Johns Fallen zuschnappen.
Im Finale geht’s auch akustisch endlich zur Sache
Wechseln wir auf die Atmos-Ebene, bzw. nehmen wir die 3D-Sound-Ebene hinzu, melden sich die Heights erstmalig direkt zu Beginn. Das Gewitter kommt nicht nur vom regulären 5.1-Setup, sondern auch (dezent) von oben hinzu. Der Hubschrauber ist kurz zu hören und wandert sogar effektiv über alle vier Speaker. Der Score gesellt sich leise hinzu und Wind ist zu hören. Gut, dass man den Regen nur kurz hört, wenn er auf Rambos Hutkrempe prasselt und ihn ansonsten auslässt. Denn: Regen hört man eben nicht fallen, es sei denn man steht unter etwas, worauf das Wasser auftrifft.
Während der Score immer mal wieder von oben mit hinein spielt, gibt’s Geräuscheffekte auch stets dann, wenn John seine Flashbacks ins ehemalige Kriegsgeschehen hat. Nach ein paar leise kreischenden Möwen kurz vor der 30-Minuten-Marke hört man dann einen kurzen Dialog zwischen Gabrielle und John, der in Rambos Kopf stattfindet, auch über die Heights. Wirklich dedizierte 3D-Sounds sind nach dem geräuschvollen Intro aber sehr rar gesät, weil es die Story und das Geschehen einfach nicht hergeben. Die Höhen-Speaker bleiben weitgehend dafür da, mit dem Score gemeinsam die Dramatik etwas zu intensivieren und das generelle Rundumgeschehen noch etwas griffiger zu gestalten.
Die ersten echten 3D-Sounds, die unabhängig vom effektvollen Intro zum Ohr gelangen, gibt’s, wenn John seine Höhlen auf die Gangster vorbereitet und zum Schluss ein paar mal seinen Bogen abfeuert. Hier zischen die Pfeile dann effektvoll durch den Raum. Richtig klasse ist dann der Hall der Schüsse in den Höhlen, der lange und in Wellen über die Lautsprecher zurück gegeben wird. Zwar übernehmen die Heights hier nicht die Hauptarbeit, arbeiten aber den sehr gut beschäftigten Surrounds sehr effektiv zu. Wenn John dann den Song abspielt, wird das Untergrund-Szenario zum Rundumerlebnis wie ein Konzert. Da man sich in einer Höhle befindet, macht das akustisch auch durchaus Sinn.
Im Bonusmaterial von Rambo: Last Blood finden sich zwei Featurettes. Zunächst ist da „Drawing Last Blood“, ein fünfteiliges Production Diary, das insgesamt gut 50 Minuten läuft. In diesem dürfen sowohl Stallone als auch Regisseur Grünberg ausgiebig Kommentare abgeben, während man viele interessante Bilder aus der Behind-the-Scenes-Perspektive zu Gesicht bekommt. Stallone betont die Emotionen, die das Franchise immer noch in ihm auslöst. Außerdem ist ihm wichtig zu sagen, dass er Rambo 5 nicht für einen „Action“film hält, sondern für ein Drama. Das zweite Featurette „From First Note to Last Blood: Music for the Massacres“ läuft etwas über 17 Minuten und stellt Brian Tyler, den Komponisten des Films in den Mittelpunkt. Tyler erzählt davon, dass es nicht so einfach war, gleichzeitig der Originalmusik von Jerry Goldsmith, die er verehrt, Tribut zu zollen, aber auch etwas Eigenes zu kreieren. Leider, wie bei Universum üblich, gibt’s keine Untertitel zu den Extras.
Gesamtbewertung Rambo: Last Blood (75%)
Rambo: Last Blood zeigt in der ersten halben Stunde, welches Potenzial in ihm gesteckt hätte, einen wehmütigen Abgesang auf den traumatisierten Vietnamkriegs-Veteranen abzuhalten. Leider verschenkt er dies auf Kosten einer arg simplen und Vorurteile schürenden Rachestory. Offenbar war das für David Morrell, den Schöpfer Rambos so ärgerlich, dass er ihn via Twitter als „schlampig“ bezeichnete und sich „schäme mit dem Film verknüpft zu sein“. Er warf ihm gar vor, seelenlos zu sein. Selbst wenn man den fünften Film des legendäre Franchise aber als reines Actiondrama sieht, kommt er nicht ohne Kritik aus. Zu abgehangen wirkt die simple Rachestory und zu viel Leerlauf gibt’s zwischendurch. Der Actionfan indes darf sich immerhin über das zünftige Finale freuen, das wirklich atmosphärisch und packend geraten ist.
Nvidia GeForce Now befand sich monatelang in der Beta. Jetzt startet der Game-Streaming-Dienst für alle und erklärt Google Stadia offiziell den Krieg.
Google Stadia ist bereits an den Start gegangen, hat aber bisher für eher verhaltene Reaktionen gesorgt. Beispielsweise ist die 4K-Auflösung bei dem Angebot leider teilweise nur eine Mogelpackung. GeForce Now ist eigentlich ein Pionier auf dem Gebiet des Game-Streaming, wurde von Nvidia aber schon vor geraumer Zeit zurück in die Beta beordert, um das Angebot neu aufzustellen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man GeForce Now erneut für alle Nutzer öffnet.
Leider bietet Nvidia GeForce Now aber von Vornherein ohne 4K an. 1080p bei 60 fps sind das Höchste der Gefühle. Dafür empfiehlt man eine Internetleitung mit mindestens 50 MBit/s. Wer sich mit 720p begnügt, kommt mit 15 MBit/s aus. Ähnlich wie Google Stadia, so wird auch GeForce Now in einer kostenlosen sowie einer kostenpflichtigen Stufe angeboten. Da enden aber auch fast schon die Gemeinsamkeiten.
Nvidia GeForce Now kostet um Gründer-Abo 5,49 Euro im Monat
So bietet die kostenlose Stufe Standard-Zugriff auf die Server und legt eine maximale Session-Dauer von einer Stunde fest. Allerdings ist die Anzahl der Sitzungen unbeschränkt. Verstreicht aber eben eine Stunde beim Zocken, muss man sich neu verbinden. Die Gründer-Stufe wiederum kostet monatlich 5,49 Euro und bietet längere Sessions von bis zu sechs Stunden. Außerdem wird bevorzugter Zugriff auf die Server gewährt. Nur im kostenpflichtigen Abonnement steht zudem RTX ON zur Verfügung – also Raytracing in kompatiblen Games. 90 Tage lang kann das Angebot kostenlos getestet werden.
Nvidia verzichtet auf einen eigenen Store
Nvidia verzichtet dabei im Gegensatz zu Google auf einen eigenen Store, in dem ihr Spiele kaufen könntet. Stattdessen lässt sich GeForce Now in Verbindung mit bestehenden Spielesammlungen bei Battle.net, den Epic Games Store, Uplay und glücklicherweise auch Steam nutzen. Wer also da schon einige Titel angehäuft hat, kann sie auch bei GeForce Now verwenden. Zudem gibt es da natürlich regelmäßig Angebote, bei denen sich Deals ergattern lassen. Dagegen sind die Preise bei Google Stadia im Verhältnis recht hoch gegriffen.
Dafür kann Nvidia aktuell noch nicht für alle Plattformen eine App bereithalten. Aktuell ist GeForce Now an Windows-PCs, unter Apple macOS, an mobilen Endgeräten mit Android sowie an der Nvidia Shield TV nutzbar. Beispielsweise fehlt also noch eine App für Apple iOS. Wir sind gespannt, wie sich GeForce Now da so entwickeln wird. Alles Weitere findet ihr auf der offiziellen Website, wo ihr euch auch für eine Mitgliedschaft registrieren könnt.
LG Electronics hat vier neue Wortmarken im Europäischen Patent- und Markenamt (EUIPO) angemeldet. ‚MOLED‘, ‚PELED‘, ‚MicLED‘ und ‚i-LED‘ beziehen sich dabei auf neue Displaytechnologien für Smartphone und TV.
LG Electronics leistet Vorarbeit und sichert sich schon einmal ein paar „attraktive“ Wortmarken um aktuelle und zukünftige Entwicklungen von LG Display vermarkten zu können. LG Display arbeitet Hand-in-Hand mit der Consumer-Sparte LG Electronics, um neue Produkte umzusetzen und zu testen. Auf der diesjährigen CES 2020 wurde z.B. ein 80 Zoll 8K TV Prototyp mit Mini-LED Backlight präsentiert. Das Unternehmen arbeitet jedoch auch an anderen Technologien. Was sich genau hinter ‚MOLED‘, ‚PELED‘, ‚MicLED‘ und ‚i-LED‘ verbirgt, darüber können wir aktuell leider nur spekulieren.
Prototypen wie dieser 8K Mini LED TV könnten bald in den Handel gelangen
Die Display-Sparte von LG hat im 4. Quartal letzten Jahres wieder heftige Verluste hinnehmen müssen, die jedoch zum Teil kalkuliert sind. Das Unternehmen möchte sich auf lange Sicht von LCD verabschieden und OLED weiter fokussieren. Doch allein mit OLED wird LG nicht am Display-Markt überleben können, vor allem da es bei den TV-Displays in den letzten Jahren keinerlei Verbesserungen gab, weder bei der Displayhelligkeit noch bei der Farbdarstellung. Es besteht die Gefahr, dass andere Technologien die Bildqualität der OLED-Displays bald übersteigen. Mit neuen Technologien möchte man sich frühzeitig absichern.
‚MOLED‘ wird wohl eine Kombination aus Micro und OLED sein. Kleinste organische OLED-Pixel könnten extrem hochauflösende und vor allem platzsparende Displays ermöglichen. Der Einsatz dieser Technologie ist vor allem in Smartphones, Smart-Watches und weiteren mobilen Anwendungen zu suchen.
LG hat bereits ein 130 Zoll LED-Display mit HDR10 für den Pro-Bereich angekündigt
‚PELED‘ könnte eine neue LED-Variante sein, die in Monitoren und TV-Displays zum Einsatz kommt. Aber auch hier sind wir momentan komplett blank was den technischen Aufbau der Displaytechnologie betrifft. Von einem platzsparenden LED-Backlight bis zu einem auf LED-Subpixel basierenden Display ist alles möglich. Einzig die Begriffe ‚MicLED‘ und ‚i-LED‘ weisen uns eine Richtung. MicroLED Displays werden bereits seit Jahren von Herstellern wie Samsung, Sony und auch LG fokussiert. Viele Analysten sehen in MicroLED einen der Display-Trends für das neue Jahrzehnt. LG wird in diesem Feld sicherlich nicht untätig bleiben und neben Prototypen (die wir bereits auf der IFA und CES zu sehen bekommen haben) vielleicht bald eine Consumer-Variante vorstellen.
Der Streaming-Dienst Disney+ ist in den USA bereits gestartet. Wie sich nun herausstellt, verschwinden aber auch regelmäßig Inhalte wieder aus dem Abonnement. Auch die eigenen Klassiker bleiben da überraschenderweise nicht verschont.
Erst hieß es, dass Abonnenten bei Disney+ heruntergeladene Inhalte auch nach einem möglichen Lizenzende weiter konsumieren könnten – die Aussagen musste man aber schnell relativieren. Schon in den letzten Monaten fielen dabei Inhalte wieder heraus – dazu zählten etwa auch die beliebten Filmklassiker von Fox der Reihe „Kevin – Allein zu Haus“ und die Blockbuster „Pirates of the Caribbean“.
Viele Abonnenten in Übersee waren da von Disneys Kommunikationspolitik enttäuscht. Denn es wurde nicht vor dem Abdanken der Inhalte darüber informiert. Manch einer hätte sich sonst ja vielleicht die Filme noch einmal angesehen, bevor sie sich auf unbestimmte Zeit aus dem Streaming-Angebot verabschieden. Deswegen weißen etwa Amazon und Netflix im Vorfeld darauf hin, welche Filme und Serien kurz vor dem Herausfallen stehen.
Vielleicht wurde Disney aber auch selbst überrascht: Offenbar ist ein Problem, dass es teilweise noch bestehende Lizenzabkommen mit externen Partnern gibt, die nun doch länger laufen, als zuvor von Disney angenommen. Deswegen hatte man keine andere Wahl, als die Inhalte bei Disney+ zu entfernen. Da die Rechte jeweils in allen Regionen in wenig anders verteilt sind, da es unterschiedliche, lokale Partner gibt, ist es auch möglich, dass z. B. in Deutschland bei Disney+ Inhalte fehlen werden, die in den USA vorhanden sind.
Erstmals muss auch ein Disney Klassiker weichen
Unrühmlich ist nun besonders, dass im Februar 2020 bei Disney+ in den USA ausgerechnet einer der eigenen Animationsklassiker weichen musste: „Die Hexe und der Zauber“, in den USA als „The Sword in the Stone“ bekannt. Das ist natürlich für Disney selbst auch eine Schlappe und sicher nicht gut für den Ruf bei Abonnenten. Außerdem sind noch die Fox-Titel „Garfield: The Movie“ und „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ entschwunden.
Offenbar sind auch die ehemaligen Fox-Filme allgemein häufiger von den Lizenz-Querelen betroffen. Das ergibt Sinn, denn das Unternehmen vergab seine Titel sicher freimütiger an andere Streaming-Partner, da man im Gegensatz zu Disney keine eigene Plattform plante. Einige Filme sind aber auch sowohl bei Disney+ als auch bei Partnern zu finden. Ein Beispiel wäre „The Muppets: Most Wanted“, der als Disney-Produktion sowohl bei Disney+ als auch bei Starz parallel zu finden ist.
Am Ende ist es für Streaming-Abonnenten nichts Neues, dass Titel hinzugefügt werden oder aber auch wieder verschwinden. Dem kann man in Gänze eben nur durch den Kauf aus dem Weg gehen – nicht durch ein Abonnement. Trotzdem könnte Disney die Nutzer von Disney+ sicherlich besser darüber aufklären, welche Inhalte jeweils kurz vor dem Verschwinden stehen – das bekommen etwa Amazon Prime Video und Netflix ja auch hin.
LG Electronics gibt bekannt, dass die Apple TV App inkl. Zugang zum Streamingservice Apple TV+ ab sofort für ausgewählte OLED & LCD Fernseher aus 2019 zur Verfügung steht.
Update I: Wie flatpanelshd.com meldet, plant LG die Unterstützung von Dolby Atmos für die Apple TV App sowie für Übertragungen via AirPlay 2. Einen Zeitraum für das Update konnte LG noch nicht nennen.
Originalbeitrag: LGs Premium 4K Fernseher sind um ein Feature reicher. Die Apple TV App wird in diesen Tagen an die 2019 OLED Modelle B9, C9, E9, W9 und Z9 sowie an die NanoCell Flaggschiffe der Serien SM95, SM90, SM86 und SM85 verteilt. Interessanterweise scheinen die 8K-NanoCell-TVs nicht beim Update berücksichtigt worden zu sein. LG Electronics kündigt jedoch an, dass die UHD-Einstiegsserien SM82 und ausgewählte UM7x-Modellreihen im Laufe des Jahres ebenfalls mit der Apple TV App ausgestattet werden. Womöglich wird das 8K NanoCell Modell bei diesem Update mit berücksichtigt. Besitzer eines LG Fernsehers aus 2018 werden sich noch etwas gedulden müssen. Ältere Geräte werden erst später (jedoch noch 2020) mit dem Update versorgt. Das neue TV-Lineup 2020 wird die App bereits ab Werk unterstützen. Die Integration der Apple TV App ist auf jeden Fall spannend!
Die Apple TV App steht allen OLED TVs und ausgewählten NanoCell TVs aus 2019 zur Verfügung
iTunes: 4K Filme mit Dolby Vision
Zum einen erhält der Nutzer Zugriff auf über 100.000 Filme und TV-Serien, viele davon in 4K Ultra HD Qualität inkl. HDR10 und Dolby Vision (Komplettliste iTunes 4K Filme). Und nicht nur das – Apple reduziert auch immer wieder die Preise für aktuelle und ehemalige Blockbuster. Für rund 3.99 Euro pro Film (Kauf), kann man sich so eine beträchtliche, digitale Filmsammlung aufbauen. Zudem stehen viele Filme in voller 4K Auflösung (3.840 x 2.160) inkl. dynamischem Dolby Vision Format zur Verfügung, während die Disc-Versionen oft „nur“ mit HDR10 oder HDR10+ veröffentlicht werden. Übrigens: Obwohl die Apple TV App bereits auf Smart TVs von Samsung und Sony sowie auf den Fire TV-Geräten zur Verfügung steht, sind die Modelle von LG wohl bislang die ersten, die Inhalte in 4K inkl. Dolby Vision HDR streamen können. Die Wiedergabe von Dolby Atmos 3D Sound (Dolby Digital Plus-Kern) bleibt dagegen wohl weiterhin dem Apple TV 4K Streamingplayer vorbehalten.
Das Film- & Serienangebot auf Apple TV+ wächst stetig. Anbei ein paar neu angekündigte Serien
Zugriff auf Apple TV+
Zusätzlich können Interessierte über das webOS Betriebssystem direkt auf den Apple TV+ Streamingservice zugreifen. Für 4.99 Euro im Monat erhält der Nutzer Zugriff auf exklusive Filme und Serien, die es so nur bei Apple zu sehen gibt. Das Unternehmen hat sich dafür hochkarätige Unterstützung aus Hollywood ins Boot geholt, unter anderem Steven Spielberg, Jason Momoa (Aquaman), Stevel Carell oder Reese Witherspoon. Zugegeben, die Auswahl an Serien und Filmen ist noch recht überschaubar, Apple bemüht sich jedoch das Angebot auf Apple TV+ stetig auszuweiten. Übrigens, wer sich ein Apple Gerät zulegt oder ein Apple Music Abo für Studenten abschließt, bekommt Apple TV+ ein Jahr lang geschenkt!
Das Apple TV „Appdate“ erscheint parallel in 80 Ländern, darunter soll sich auch Deutschland, Österreich und die Schweiz befinden. Parallel zur Streaming-App unterstützen LGs OLED & LCD-Fernseher bereits AirPlay 2 sowie die HomeKit Integration.
Nur sehr wenige Stephen-King-Verfilmungen haben im Kino wirklich echte Erfolge feiern dürfen. Seltsam genug, wenn man bedenkt, wie viele Millionen Bücher der Kult-Horror-Autor weltweit verkauft hat. Sieht man von wirklich angesehenen Lieblingen wie Shining oder Stand by Me ab, gab’s auch kaum King-Filme, die zumindest auf die Gegenliebe der Kritiker stießen. Bis … ja bis vor zwei Jahren Andy Muschietti kam. Der argentinische Regisseur hatte 2013 mit Mama einen fiesen kleinen Horrorhit gelandet und überzeugte mit der Neuverfilmung von Kings Mammutwerk ES überraschenderweise Publikum und Kritiker. Nicht verwunderlich allerdings, denn Muschiettis ES schaffte, was der altbackenen TV-Verfilmung 1990 nur bedingt gelang: Die perfekte Verbindung von Horror und Coming-of-Age-Story. Denn genau das ist auch Kings Vorlage: Eine horrorlastigere Variante seiner Kurzgeschichte „Die Leiche“ (die man mehr unter ihrem Filmnamen Stand by Me) kennt.
Natürlich war auch bei der Neuverfilmung klar, dass man nicht das komplette Buch in einen Film quetschen könnte. Also teilte Muschietti die Story in zwei Kapitel auf und wählte für den ersten Teil ausschließlich die Geschichte mit den Kids in Derry. Es – Kapitel 2 tritt nun die schwere Nachfolge an, eine Brücke zu dem Part zu schlagen, der 27 Jahre zuvor spielte und gleichzeitig packend zu erzählen, welche Menschen die nun erwachsenen Sieben geworden sind. Und genau bei diesem Kraftakt verhebt sich der Film zuweilen. Zunächst aber zum Positiven: Als erstes wäre das Cast zu nennen. Ausgehend von der Besetzung der älteren Schauspieler stellt es für alle, die den ersten Teil zur Auffrischung noch mal gesehen haben, keinerlei Herausforderung dar, auf die Kids zu schließen. Selten fand man wohl erwachsene Akteure, die ihren Kinder-Vorbildern so gut entsprachen. Dass man es mit Jessica Chastain, James McAvoy und Bill Hader zudem geschafft hat, drei bekannte Gesichter zu engagieren, sorgt für Wiedererkennungswert. Wirklich gut gelingt auch der Aufbau dieser individuellen Charaktere. Gut eine Stunde nimmt sich der Film Zeit, um zu schildern, was in den vergangenen 27 Jahren geschehen ist und welche Menschen aus den damaligen Kids geworden sind. Das ist zwar kein Coming-of-Age mehr, hält aber dennoch einige Dramen parat.
Wiedersehen nach 27 Jahren
Muschiettis Film ist zwar immer dann gut, wenn er diese Gegenüberstellungen und Analogien zwischen den Erwachsenen und den Kids anstellt, bekommt dabei aber bisweilen das Problem, den Horror etwas zu kurz kommen zu lassen. Oder, besser gesagt: Pennywise kommt zu kurz. Der von Bill Skarsgård im ersten Teil so genial-böse dargestellte Horror-Clown hat in der ersten Hälfte des Films nur wenige Auftritte. Dafür gibt’s umso mehr andere (Fantasie)Monster. Womit wir bei einer weiteren Kritik sind: Denn leider versucht Es – Kapitel 2 einen nicht unerheblichen Teil seines Grusels und seiner Wesen über CGIs zu vermitteln – und das ist nur bedingt gelungen. Viele getrickste Grimassen der Monster-Erscheinungen sehen leider nicht sonderlich überzeugend aus. Davon abgesehen sind 169 Minuten für einen Horrorfilm nun wirklich kein Pappenstiel. Das sind fast drei Stunden und damit eine ähnliche Laufzeit wie ein Avengers: Endgame. Die Konsequenz ist eine gewisse Langatmigkeit, die man – im Vergleich zum Vorgänger – dann doch attestieren muss. Die damalige TV-Verfilmung kam mit 192 Minuten aus – für BEIDE Teile.
Pennywise ist immer noch wütend – leider aber zu selten im Film zu sehen
Dabei fängt alles eigentlich gut, stimmungsvoll und packend an. Wenn Pennywise nach nicht ganz zehn Minuten sein erstes Opfer findet, ging der Szene eine hoch emotionale Sequenz voraus, die den Zuschauer schon mal mit unbequemem Gefühl zurück lässt. Auch die Einführung der älter gewordenen Freunde ist (wie erwähnt) durchweg gelungen – sieht man mal von Richies Kotzeritis ab, die gleich zwei mal (ziemlich unnötig) formatfüllend mit der Kamera festgehalten wird. Ohnehin hat der zweite Teil einen etwas größeren Hang zum Ekligen und zur Nutzung von seltsamen Flüssigkeiten. Um vom Grauen und dem Schauder zwischendurch abzulenken, integriert ES – Kapitel 2 immer wieder etwas Humor. So kann man über die Frotzeleien des erwachsenen Richie durchaus mal herzhaft lachen. Der Grusel funktioniert übrigens oftmals weitaus besser, wenn er angedeutet wird. Wenn viele kleine Augen blitzend aus der Kanalisation blicken oder entsprechende Geräusch die kommende Gefahr andeuten.
Hingegen wirken die übergroßen Gummimonster eher lachhaft und nicht ernsthaft schaurig. Im Sinne der Originalgeschichte versprüht dafür der finale Kampf in der Kanalisation viel Atmosphäre aus den Büchern. Und das versöhnt am Ende dann doch wieder etwas – selbst wenn Kapitel 2 nicht die Qualität des Vorgängers erreicht. Wirklich klasse ist allerdings der großartige Gastauftritt von King selbst. Als Second-Hand-Ladenbetreiber im Neil-Young-Shirt lästert er ein bisschen über berühmte Autoren und legt damit sein bisher launigstes Cameo aufs Parkett.
Die Umsetzung der UHD geschah analog zum ersten Teil unter den praktisch gleichen Voraussetzungen. Auch beim zweiten Teil kamen Kameras vom Typ ARRI Alexa Mini und ARRI Alexa XT zum Einsatz. Und wie schon beim Vorgänger resultierten daraus Aufnahmen in 2.8K- bis 3.4K-Auflösung. Und um das Trio der Analogien perfekt zu machen, wurde davon auch hier kein 4K DI gezogen, sondern auf 2K herunter gerechnet, um für die UHD wieder hoch zu skalieren. Nichts wirklich neues also bei der Fortsetzung. Wobei, doch. Denn wo der erste Teil „nur“ HDR10 und Dolby Vision bot, hat die Fortsetzung nun zusätzlich noch HDR10+ an Bord. Selbstredend neben einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Letzterer schlägt sich im Film auf der UHD allerdings nur wenig nieder. Es gibt nur wenige Szenen, die farblich wirklich satter erscheinen, was in diesen Momenten aber auch vornehmlich an einem anderen Punkt liegt: Der immens hohen Helligkeit der UHD.
Entgegen der meisten anderen Ultra-HDs ist der zweite Teil von ES sichtbar heller gemastert und liefert gleichzeitig die helleren und strahlenderen Farben. Wenn die sechs Freunde in den Katakomben unterwegs sind und der riesige rote Luftballon immer größer wird, ist der Widerschein auf den Gesichtern kräftiger. Das könnte man auf den höheren Farbumfang schieben. Allerdings ist es bei näherer Betrachtung eher eine HDR-Wirkung. In den Szenen, die über die BD zu dunkel geraten, zeichnet die UHD durchweg besser durch. Zwar auf Kosten des sattesten Schwarz (109’11), allerdings lässt sich dies durch ein klein wenig Reduzieren des Helligkeitsreglers des TVs in den Griff bekommen – und zwar, ohne auf die dynamischere Helligkeit und die bessere Durchzeichnung verzichten zu müssen.
Die Durchzeichnung im Schwarz gelingt der UHD besser
Geradezu fantastisch geraten die Spitzlichter. Zwar ist der UHD keine Angabe zur Spitzenhelligkeit zu entnehmen, doch wenn man sich die Leuchtreklame bei 37’50 anschaut, wirkt sie bei der Blu-ray dagegen fast flau und fad. Das Color Grading unterscheidet sich zwischen BD und UHD praktisch nicht. Hautfarben leuchten auch hier bei der UHD nur deshalb mehr, weil sie einfach dynamischer ist. Die Farbgebung bleibt identisch. Ebenso bspw. bei den in Cyan getauchten Szenen nach etwas über 76 Minuten. Ein paar Worte zu HDR10+ und Dolby Vision: Da die UHD gegenüber der BD kaum differenziert, was die Farbgebung angeht, sieht man auch bei den dynamischen Varianten kaum Veränderungen. Dolby Vision zeigt etwas mehr Kontrast bei den Hell-Dunkel-Übergängen und HDR10+ zeigt erneut … quasi gar nichts. Man mag bei vereinzelten helleren Szenen etwas mehr Punch wahrnehmen. In dunkleren Momenten und bei Mischlicht gibt es keine Unterschiede. In puncto Auflösung gibt’s keinen echten Detailgewinn in Close-ups – vielmehr ist die Oberfläche etwas homogener, wo die Blu-ray ganz dezent überschärft (siehe Vergleichsbild unten). Bei Halbtotalen wie der Übersicht im Second-Hand-Laden werden allerdings bis in den hinteren Bereich die Regale, Lampen an der Decke und die Artikel plastischer abgebildet – auch hier aber ebenso bedingt durch das prägnante HDR.
Beim Ton ändert sich gegenüber dem ersten Teil bei der Kodierung schon mal gar nichts. Während die US-Atmos-Fassung „nur“ mit Dolby Digital Plus im Kern daherkommt, gibt’s für die deutsche Synchro unkomprimiertes True HD als Kern für die (ebenfalls) Atmos-Version. Beiden gleich ist eine von Beginn an druckvolle Wiedergabe des Tieftons. Schon die Titelsequenz drückt mächtig und nach sechseinhalb Minuten donnert eine Hochbahn wuchtig vorbei.
Allerdings muss man ganz nüchtern betrachten, dass ebenso wie der Film selbst auch der Ton nicht über die volle Laufzeit voller Dynamik-Highlights sein kann. Dafür wird zwischendurch zu viel Konzentration auf die Entwicklung und der Charaktere und deren Kampf mit den inneren Dämonen gelegt. Wenn ES – Kapitel 2 aber loslegt, dann langt er eben auch so richtig hin. Wie beispielsweise nach 106 Minuten, wenn Pennywise seinen Schädel mehrfach gegen die Glasscheibe pfeffert, was von einem dumpfen Donnern begleitet wird. Die dauerhaften Dynamikfeuerwerke spart sich der Film natürlich für sein Finale auf, das nach 129 Minuten an Fahrt aufnimmt, wenn „das Licht zu Dunkelheit“ wird und in der Folge die Konfrontation mit dem Bösen unausweichlich wird. Hier hört man dann auch gegenüber der englischen DD+-kodierten Fassung einen (wenn auch geringfügigen) Unterschied in der Dynamik. Die Synchro kommt etwas wuchtiger und offener rüber. Beide klingen aber insgesamt weiterhin gut und liefern nach wie vor ab, wenn der Horrorclown als achtbeiniges Monster mit Gewalt durch die Kanalisation stapft.
Eine der voluminösesten Szenen des Films
Werfen wir ein Ohr auf die Höhen-Ebene, beginnt der Film praktisch identisch wie sein Vorgänger: Mit jauchzendem Kinderlachen, das wie die Gesangsstimmen räumlich über die vier Heights wandert und schon mal ein bisschen für Gruselstimmung sorgt. Nach knapp sieben Minuten taucht dann immer wieder die Kamera mit unter Wasser, was für optisch korrekt verortete 3D-Sounds in den richtigen Momenten führt. Kleinere (und leisere) Geräusche wie das hoch- und runterfahren des Kamerakrans nach zehn/elf Minuten. Für richtig viel Gruselatmosphäre sorgt das Plätschern und Tröpfeln des Wassers in der Kanalisation sowie das Rauschen im Kanal kurz darauf. Und wirklich scary sind die Geigengeräusche beim Ausbrechen der gruseligen Glückskeks-Mini-Monster.
Nach 74’27 und 75’00 bekommt man dann die schaurige Stimme von Pennywise in direktionaler Ausrichtung von oben, was den Zuschauer wirklich zusammen zucken lässt — ebenso noch mal die Kinderstimmen nach 83 Minuten. Das Rasseln der Kette am Metallrohr kommt in Verbindung mit der angesprochene Geige auch schön knarzig von der Decke (96’00). Das Gewitter nach etwas über 112 Minuten gelangt auch hörbar zum Betrachter und von da an wird es in Sachen Grusel ohnehin offensiver. Die Szenen in dem alten Haus werden immer wieder von Krabbelgeräuschen, fiesem Lachen und anderen Sounds wie knarzigen Holzbohlen, fauchendem Pennywise und ähnlichem begleitet. Insgesamt ist das zwar immer noch ein recht immersiver Eindruck, der hier entsteht, die wirklich einprägsamen 3D-Sounds des ersten Teils werden in dieser Form hier aber nicht erreicht.
Bis auf den Audiokommentar von Regisseur Muschietti, der sich sowohl auf der UHD als auch auf der BD des Films befindet, hat man das Bonusmaterial komplett auf die dritte Disk ausgegliedert. Insgesamt fünf Featurettes warten dort. Zum einen das in zwei Kapitel aufgeteilte „Die Sommer von ES“, zum anderen drei weitere, etwas kürzere Featurettes. „Pennywise kehrt zurück“ läuft gut zehn Minuten und lässt natürlich vor allem Skarsgård zu Wort kommen. Ihm sieht man auch bei den Motion-Capturing-Aufnahmen zu, die als Vorlage für die späteren Monsterszenen dienten. „Die Sitzung des Clubs der Verlierer ist offiziell eröffnet“ kümmert sich dann knapp acht Minuten um das Cast – sowohl um die jüngeren Darsteller als auch um die erwachsenen Kollegen. „Auf der Suche nach den Totenlichtern“ ist dann ganz Stephen King gewidmet, der davon erzählt, welche Gedanken ihn zum Schreiben der Romanvorlage brachten. Die beiden „Sommer von ES“ laufen 35 und 39 Minuten und bleiben in Kapitel 1 vornehmlich bei den jungen Darstellern und ihren Erlebnisse in Teil I. Im zweiten Kapitel geht’s dann deutlich intensiver um die Produktion des zweiten Teils – inklusive Blick hinter die Kulissen von Kings Gastauftritt.
Gesamtbewertung ES – Kapitel 2 (78%)
Es – Kapitel 2 hält nicht ganz das Niveau des Vorgängers und ist insgesamt doch eine Spur zu lang geraten. Gut gelingt allerdings die Charakterisierung der Figuren – der Erwachsenen und der Jugendlichen. Beim Grusel fährt Muschietti (doppeltes Budget sei Dank) mächtig auf. Allerdings gelingt nicht jedes Monster, jede Kreatur und immer wieder hat man das Gefühl, dass weniger manchmal mehr gewesen wäre, um mehr Schauer zu erzeugen. Fast unverzeihlich: Pennywise kommt in den ersten knapp zwei Stunden einfach zu kurz.
Die UHD punktet gegenüber der BD mit dem kräftigeren Eindruck, zeichnet auf dunklen Bereichen besser durch und wirkt durchweg dynamischer. Selbst wenn die Farben weitgehend gleich bleiben und die Auflösung eher durch einen harmonischeren, denn durch einen offensiv schärferen Eindruck punktet, ist die UHD die bessere Wahl. Vor allem die hellen Spitzlichter sind wirklich klasse.
Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) bereitet sich auf einen Umstieg auf den neuen Ultra HD Standard vor. Im ersten Schritt wird die Übertragung via Satellit auf den Videocodec HEVC (h.265) umgestellt.
Innovationen werden in Deutschland leider gerne kleingeschrieben. Während man sich hierzulande in Konsortien und Planungen verrennt, scheinen es andere Länder einfach anzugehen. Es scheint fast so, als hätten die Schweizer auch keine Angst vor neuen Technologien. So wurde in diesen Tagen bestimmt, dass sich die SRG im Laufe des Jahres 2021 für den neuen Ultra HD Standard in Position bringen möchte. Die Übertragungen der öffentlich-rechtlichen Sender via Eutelsat und Hotbird 13° Ost werden dann erst einmal auf den HEVC-Codec umgestellt. Somit können TV-Haushalte mit älteren Satellitenempfängern (MPEG 2 oder h.265) die Sender nicht mehr empfangen.
Fachhändler sollen nur noch HEVC-Geräte verkaufen
Das ist auch der Grund, wieso die SRG bereits seit mehreren Monaten die Fachhändler ermahnt, nur noch Fernseher und Set-Top-Boxen mit HEVC zu verkaufen. Bei 4K/8K Fernsehern ist dies bereits Standard, jedoch gibt es noch viele Set-Top-Boxen, die lediglich auf den Empfang von SD- und HD-Programmen ausgelegt sind. Einen festen Termin für den Übergang zum Ultra HD Standard gibt es übrigens noch nicht.
Schweiz übertrug WM 2018 bereits in UHD
In der Schweiz sind die Fernsehgewohnheiten auch etwas anders als hierzulande. Z.B. empfangt ein Großteil der TV-Haushalte ihr Fernsehprogramm via Kabel oder IPTV. Die Verbreitung über Satellit steht an dritter Stelle (In Deutschland an erster). Die analoge DVB-T-Übertragung (ohne Ersatz) wurde sogar schon im Juli 2019 abgeschaltet. Wie dem auch sei, die Schweiz hat bezogen auf den Ultra HD Standard doch so etwas wie eine Vorreiterrolle inne. Z.B. war die Fußball-WM 2018 bereits via IPTV in Ultra HD Qualität empfangbar. Aber auch in der Schweiz muss man bereit sein für bessere Qualität zu zahlen. Das größte UHD + HDR Angebot der Schweiz hat immer noch der Pay-TV-Anbieter Swisscom.