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Xbox Series X: Microsoft stellt den Controller im Detail vor

Microsoft hat die technischen Daten seiner Xbox Series X bereits vollständig enthüllt. Gemeinsam mit der Next-Generation-Konsole kommt auch ein neuer Controller auf den Markt. Auch zu jenem geraten die Redmonder ins Plaudern.

Auf den ersten Blick stellt der Controller der Xbox Series X mehr eine Evolution als eine Revolution dar. Hinzu gekommen ist etwa ein Share-Button, den man aber auch schon von den DualShock 4 der PlayStation 4 kennt. Da schließt Microsoft also nur zur Konkurrenz auf. Doch die Redmonder begründen ihre Entscheidung, den Controller im Design nur dezent anzupassen, extrem gut.

So habe man nicht auf Krampf am Design herumfuhrwerken wollen. Man sei sich bewusst, dass viele Gamer den Controller der Xbox One extrem schätzen. Deswegen habe man lieber an der Ergonomie gearbeitet. Das spiegelt sich etwa in abgerundeteren Rändern, einer minimal reduzierten Größen und verbesserten Schultertasten mit mehr Grip und einer neuen Textur wider.

Xbox Series X Controller Trigger
Der Controller der Xbox Series X bietet verbesserte Trigger

Zudem wurde das digitale Steuerkreuz optimiert, es ähnelt nun mehr dem Design, das Microsoft auch für seine Elite Controller verwendet. Überhaupt seien die Elite Controller eine große Hilfe gewesen, um Erfahrungen für die nächste Controller-Generation zu sammeln. Doch Microsoft hatte auch ein weiteres, großes Ziel: Kompatibilität. Deswegen werden die neuen Controller der Xbox Series X auch an der Xbox One bzw. Xbox One S und natürlich Xbox One X verwendbar sein.

Microsoft will mehr erreichen als nur das Mindestmaß

Damit gibt man sich aber auch nicht zufrieden: Man implementiert auch Bluetooth Low Energy, um das Pairing an mobilen Endgeräten mit Android und iOS zu erleichtern. Auch an PCs werden die Eingabegeräte natürlich verwendbar sein. Microsoft erklärt, dass der Controller der Xbox Series X sozusagen das zentrale Eingabegerät für alle Xbox-Erfahrungen sein werde – unabhängig von dem System, vor dem der Anwender sitzt. Da berechnet man auch seinen Cloud-Gaming-Dienst Project xCloud ein.

Xbox Series X Controller
Das Pad der Xbox Series X soll Gamer plattformübergreifend verbinden

Außerdem habe man eine neue Technik namens Dynamic Latency Input eingespannt, um die Latenzen zu verringern. Das solle sich an aktuellen TVs deutlich bemerkbar machen. Zusätzlich setzen die neuen Controller auf USB Typ-C und lassen sich über diese Schnittstelle auch wieder aufladen. Wir denken, dass Microsoft da den richtigen Kurs eingeschlagen hat. Zwar erfindet man das Rad nicht neu, verbessert aber dezent genau die richtigen Aspekte, um Gamer ins Boot zu holen. Nun muss Sony nachlegen, die morgen die PlayStation 5 vorstellen wollen – wir sind gespannt!

Fußball-EM verschiebt sich auf Sommer 2021

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Das war’s. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, soll die Fußball-Europameisterschaft nicht wie geplant im Sommer 2020 stattfinden. Das Turnier wird auf den Sommer 2021 verschoben. 

Darauf haben sie die UEFA mit den internationalen Ligen und der europäischen Klubvereinigung ECA geeinigt. Das genaue Datum stehe bereits fest. Vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 werden 24 Teilnehmer um die europäische Fußballkrone kämpfen. Die offizielle Ankündigung durch die UEFA steht bislang noch aus. In Videokonferenzen müssen die 55 UEFA-Mitgliesverbände der Verlegung zustimmen. Es ist aber so gut wie sicher, dass der ursprüngliche Spielplan aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht eingehalten werden kann. Ursprünglich war das Turnier vom 12. Juni bis 12. Juli 2020 einberaumt.

Deutschland war ebenfalls Austragungsort

Deutschland wäre sogar einer der zwölf Gastgeber gewesen. In der Allianz Arena in München hätten drei Gruppenspiele mit der deutschen Nationalmannschaft sowie ein Viertelfinale stattgefunden. Es gibt noch viele Fragen zu klären, unter anderen, ob das Turnier wie geplant in diesem Ausmaß und verteilt auf 12 Länder stattfinden wird. Für Sportfans weltweit werden die nächsten Monate eine harte Bewährungsprobe.

Verein ruft zur „Mini-WM“ in Fifa 20 auf

Aber vielleicht gibt es doch noch eine Chance, damit Fans ihre Lieblingsspieler „spielen“ sehen. Der englische Zweitligist Leyton Orient hat zu einem virtuellen Fußball-Turnier im Videospiel „Fifa 20“ aufgerufen. Ursprünglich sollten 64 Teams teilnehmen, nach einem Twitter-Aufruf haben sich jedoch bereits 127 Vereine gemeldet. Es haben sich unter anderem Teams aus England, Indien, der Türkei, Frankreich, den Niederlanden, Australien, Griechenland, Spanien und Belgien gemeldet. Sehr schade, dem Aufruf ist leider kein deutsches Team nachgekommen. Aber sollte das Event ein Erfolg werden, gibt es womöglich nochmals ein ähnliches Event. Unter dem Hashtag #UltimateQuaranTeam gibt es bereits am Mittwoch weitere Informationen zum Event.

https://twitter.com/HSVeSports/status/1239609222603685891?s=20

Sony PlayStation 5: Morgen wird die Hardware endlich vorgestellt

Sony wird morgen richtig loslegen: Via Twitter hat das Unternehmen mitgeteilt, dass am 18. März um 17 Uhr die Vorstellung der PlayStation 5 ansteht.

Was genau wird Sony und zeigen? Nun, via Twitter hat der japanische Hersteller eröffnet, dass man „tiefe Einblicke in die Architektur des Systems“ offerieren werde. Präsentieren soll sie niemand geringeres als der leitende System-Architect, Mark Cerny. Cerny war auch schon federführend bei der Entwicklung der Sony PlayStation 4.

Warum kündigt man diese Präsentation so kurzfristig an, mag sich mancher fragen? Nun, es dürfte offensichtlich sein, dass Sony erkannt hat, dass Microsoft extremen Druck aufbaut. Denn zur kommenden Xbox Series X ist bereits deutlich mehr bekannt als zur Sony PlayStation 5. Gestern rückten die Redmonder nämlich die kompletten, technischen Daten der Spielekonsole raus. Das Design der Next-Generation-Konsole hatte man sogar schon 2019 vorgestellt.

12 TFLOPs an reiner Grafikleistung wird die Xbox Series X bieten. Gerüchte sprechend davon, dass die Konsole von Microsoft bis zu 30 % mehr an Leistung mitbringen könnte als die kommende PlayStation 5. Und Sony? Die regen sich bisher wenig und haben gerade einmal zur CES 2020 das offizielle Logo herausgerückt. Der Marktführer ruht sich also bisher auf seinen Lorbeeren aus.

Die Sony PlayStation 5: Noch ist sie ein Rätsel

Sony hatte immerhin in der Vergangenheit Raytracing-Hardware und modulare Spieleinstallationen sowie die Abwärtskompatibilität zur PS4 bestätigt. Es hieß erst, dass am 5. Februar ein Event anstehen könnte, doch der Termin verstrich genau so wie der 29. Februar, der anschließend als Stichtag galt. Morgen wird es dann also so weit sein. Sony wird sicherlich die technischen Daten der PlayStation 5 enthüllen und hoffentlich auch das Design seiner Next-Generation-Konsole.

Ein wichtiges Detail, das viele interessiert, ist ja auch im Übrigen zur Xbox Series X noch offen: der Preis. Ob Sony da eventuell voranschreitet und morgen auch den Preis der PS5 rausrückt? Das können wir aktuell nur abwarten.

Disney+: Gute Nachrichten für Telekom-Kunden in der Zwickmühle

Disney+ gibt es für Kunden der Deutschen Telekom zeitweise kostenlos und danach vergünstigt. Aber was, wenn man schon den Frühbucher-Rabatt beansprucht hatte? Darauf antwortet Disney endlich.

Wir hatten ja bereits darüber berichtet, dass Kunden der Deutschen Telekom die Chance haben Disney+ für ein halbes Jahr kostenlos zu erhalten – danach gibt es das Abonnement für den Streaming-Anbieter zu einem vergünstigten Preis. Doch da gibt es eine Zwickmühle: Disney wirbt ja auch damit, dass das Jahresabo aktuell für 59,99 Euro statt 69,99 Euro gebucht werden kann. Was ist also mit Betroffenen, welche bereits beim Frühbucher-Rabatt zugeschlagen haben, aber eigentlich für die Telekom-Aktion berechtigt sind? Schließlich ergibt es keinen Sinn Disney+ quasi doppelt zu buchen.

Disney zeigt sich da offenbar kulant: Wer bereits den Frühbucher-Rabatt genutzt hat, kann sein Abonnement vorerst pausieren, solange der attraktive Tarif der Deutschen Telekom genutzt wird. Verlässt man dann das Angebot der Deutschen Telekom, greift das vergünstigt gebuchte Jahresabonnement. Dies hat das Unternehmen so offiziell mitgeteilt. Am Ende der Telekom-Option werde das pausierte, selbstständig und unabhängig von der Telekom gebuchte Jahresabonnement dann also automatisch wieder aufgenommen.

Gibt es auch eine Möglichkeit komplett zu stornieren? Laut Disney Deutschland habe man selbst keine klaren Informationen, die man einheitlich für alle Kunden zur Verfügung stellen könne. Vorgesehen ist eine Stornierung nicht. Offenbar wird da also eher im Einzelfall entschieden. Dafür muss also der Kontakt mit dem Kundendienst aufgenommen werden und man sollte eventuell etwas Verhandlungssgeschick mitbringen. Da für jeden Kunden separat entschieden wird, hängt es vom Glück ab.

Disney könnte durchaus transparenter vorgehen

Vorwerfen kann man Disney, dass das Unternehmen leider etwas intransparent handelt. So bewirbt man auf der Website des Streaming-Angebots zwar den hauseigenen Frühbucher-Rabatt, verweist aber nicht auf die gemeinsame Aktion mit der Deutschen Telekom. Wer also nicht auf die Telekom-Aktion aufmerksam wurde, aber Kunde des Anbieters ist, ärgert sich dann vielleicht im Nachhinein.

Kundenfreundlicher wäre, wenn Disney auch auf der offiziellen Website für Disney+ auf das Telekom-Angebot verweisen würde – immerhin ist man ja eine Partnerschaft eingegangen. Das würde manchem potenziellen Kunden sicher ein paar Umstände sparen.

Samsung Smart TVs ab 2016 und neuer erhalten Disney+ App

Am 24. März 2020 geht Disney+ in Deutschland an den Start. Wir beantworten, welche Fernseher von Samsung die offizielle App des Streaming-Anbieters erhalten werden.

Ein hier in den Kommentaren häufig aufploppende Frage ist, ob verschiedene Samsung TVs denn auch konkret die App für den kommenden Streaming-Anbieter Disney+ an Bord haben werden. Prinzipiell ist es wichtig, zu verstehen, dass nicht Samsung die Apps programmiert. Samsung stellt das Betriebssystem Tizen bereit. Drittanbieter entwickeln die Apps dann aber selbstständig. Das gilt natürlich auch für Disney+.

Samsung selbst hat also natürlich ein Interesse daran seine Kunden möglichst übergreifend mit Disney+ zu versorgen – die Zufriedenheit der Nutzer ist ja im eigenen Sinne, damit auch der nächste, gekaufte TV von Samsung stammen wird. Die Südkoreaner können aber nur mit Partnern zusammenarbeiten und Unterstützung liefern, welche Apps auf welchen Modellen landen, entscheiden aber die Unternehmen wie Amazon, Netflix und Disney selbst.

Disney+ hat ein FAQ dazu veröffentlicht und schreibt:

„Disney+ unterstützt Samsung Smart TV Modelle Fernseher ab 2016 oder später (mit HD-Video-Unterstützung), die das Tizen-Betriebssystem verwenden.“

„Unterstützen“ kann in diesem Kontext eigentlich nur bedeuten, dass sie eine App anbieten werden. Letzten Endes wird das aber die Zukunft zeigen. Denn es ist immer noch möglich, dass sich die App möglicherweise für einzelne Modelle verzögert oder am Ende doch nicht verfügbar wird. Folgende Samsung TVs müssten aber nach dem Wortlaut im offiziellen FAQ aller Voraussicht nach Disney+ in der einen oder anderen Form unterstützen:

  • 2020 4K QLED TV
  • 2020 8K QLED TV
  • 2020 Crystal UHD TV
  • 2020 The Frame TV
  • 2020 The Serif TV
  • 2020 The Sero TV
  • 2019 4K QLED TV
  • 2019 8K QLED TV
  • 2019 The Frame
  • 2019 The Serif
  • RU-Serien
  • 2018 4K QLED TV
  • 2018 The Frame
  • NU-Serien
  • 2017 4K QLED TV
  • MU-Serien
  • K-Serien

Nach aktuellem Stand würden allerdings die früheren J- und H-Serien also keine Disney+ Unterstützung mehr bekommen. Genauso wenig wie ältere Samsung TVs ohne Tizen. Ihr werdet den Dienst dennoch streamen können, indem ihr einen externen Zuspieler anschließt, der ihn unterstützt. Das sind etwa diverse Spielekonsolen mit Internet-Zugang, sowie Streaming-Sticks und Streaming-PCs. Fragt im Zweifel den Hersteller eures Zuspielers. Bestätigt ist Disney+ etwa fest für die Amazon Fire TV und natürlich die Nvidia Shield TV (hier unser Test des Modells von 2019).

Die H-Serien aus 2014 und die J-Serien aus 2015 werden eben wie gesagt somit nicht unterstützt. Wer noch eines dieser Modelle in Betrieb hat, kann sich natürlich mit einem externen Streaming-Player wie dem Fire TV Stick 4K behelfen.

Xbox Series X: Microsoft lässt die Bombe zur Next-Generation-Konsole platzen

Microsoft hat heute die Katze aus dem Sack gelassen. Das Unternehmen hat mal eben die kompletten, technischen Daten der Xbox Series X enthüllt!

Einige Aspekte der Hardware sind ja bereits bekannt gewesen – etwa dass die Next-Generation-Konsole 12 TFLOPS Grafikleistung bietet. Nun ist man aber konkreter geworden und hat auch zum Speicherplatz der CPU-Leistung und etwa den Schnittstellen geplaudert. Drei Aspekte sollen bei der Xbox Series X im Vordergrund stehen: Leistung, Geschwindigkeit und Kompatibilität. Sony steht nun unter Druck für die PlayStation 5.

Die Xbox Series X wird auch hardwarebeschleunigtes DirectX Raytracing bieten. Zudem sei für alle Games 4K bei 60 fps das Ziel. Ausgewählte Games werden mit 120 fps laufen können. Man zeigte intern und für ausgewählte Journalisten schon eine Demo von „Gears 5“, welche die „Ultra“-Settings an PCs in den Schatten stellen soll. Ein Bonus: Wer „Gears 5“ für die Xbox One bereits besitzt, kann das Spiel an der Xbox Series X sofort zum Launch in der verbesserten Version spielen. Es ist dank Smart Delivery kein Neukauf notwendig.

Xbox Velocity Architecture
Xbox Velocity Architecture soll für nahtlosere Spieleerfahrungen sorgen

Microsoft hat dabei auch die sogenannte „Xbox Velocity Architecture“ hervorgehoben. Sie werde es Entwicklern ermöglichen Assets von bis zu 100 GByte quasi sofort verfügbar zu halten. Dadurch sollen die Einschränkungen beim physischen RAM in einigen Aspekten aufgehoben werden. Die Technik sei für das Streaming von In-Game-Assets optimiert und werde etwa noch nahtlosere Spielwelten ermöglichen.

Die technischen Daten der Xbox Series X stehen fest

Die Xbox Series X unterstützt HDMI 2.1 und auch die entsprechenden Features wie eben 120 Hz, Variable Refresh Rate (VRR), Auto Low Latency Mode (ALLM) und Co. Kritisieren könnte man höchstens, dass der Speicherplatz ab Werk mit 1 TByte für das Jahr 2020 etwas knapp bemessen ist, zumal die Spieleinstallationen schon an der Xbox One X teilweise die 100 GByte deutlich überschreiten. Es wird zwar die Möglichkeit geben, eine externe Karte mit 1 TByte zu ergänzen, um die Kapazität zu verdoppeln, ich denke aber, dass sich Microsoft das offenbar spezielle Format deftig versilbern lassen wird.

Auch Quick Resume sprach man wieder an: Es wird auch nach dem Ausschalten der Konsole möglich sein direkt wieder in ein Spiel zu starten – ohne wahrnehmbare Ladezeiten. Das soll sogar mit mehreren Games möglich sein, wenn man ein wenig kreuz und quer gezockt hatte. Und klar: An der Xbox Series X werden alle Titel der Xbox One spielbar sein. Fehlt eben nur noch ein Detail: der Preis.

Xbox Series X Technik
Xbox Series X: HDMI 2.1 ist ebenfalls an Bord

Technische Daten der Xbox Series X

  • CPU: 8x Cores @ 3.8 GHz (3.66 GHz w/ SMT) Custom Zen 2 CPU
  • GPU: 12 TFLOPS, 52 CUs @ 1.825 GHz Custom RDNA 2 GPU
  • Die Size: 360.45 mm2
  • Herstellungsverfahren: 7nm Enhanced
  • RAM: 16 GB GDDR6 w/ 320mb bus
  • Speicher-Bandbreite: 10GB @ 560 GB/s, 6GB @ 336 GB/s
  • Interner Speicherplatz: 1 TB Custom NVME SSD
  • I/O-Geschwindigkeit: 2.4 GB/s (Raw), 4.8 GB/s (Komprimiert mit Custom-Hardware-Decompression-Block)
  • Erweiterbarer Speicherplatz: Entweder 1 TByte Erweiterungskarte (identisch zum internen Speicherplatz) oder USB-3.2-HDD
  • Optical Drive 4K UHD Blu-Ray Drive
  • Performance-Ziel: 4K @ 60 FPS, bis zu 120 FPS
  • Preis: Möglicherweise 549 Euro

Aus diesem Grund profitiert Netflix NICHT von der Coronakrise

Durch den Coronavirus bleiben aktuell viele Menschen zu Hause. Dennoch sollen Streaming-Anbieter wie Netflix entgegen der Erwartungen nicht von der Krise profitieren.

Das betriffft natürlich nicht nur Netflix, sondern auch andere Anbieter wie Amazon Prime Video, Apple TV+ oder auch Disney+. Auf den ersten Blick denkt man natürlich: „Mehr Leute bleiben daheim, mehr Leute streamen – ist doch klasse für Netflix und Co.!“ Diese Rechnung geht aber nicht auf. Denn für die Streaming-Anbieter steigen ja nicht die Abonnements und damit die Einnahmen, sondern quasi die pro Abonnent abgerufenen Streams. Und genau das verursacht vielmehr zusätzliche Kosten.

Doch das ist nicht das einzige Problem: Durch den Coronavirus mussten auch viele Film- und TV-Produktionen temporär auf Eis gelegt werden – denn auch Regisseure, Schauspieler und andere Mitglieder aus Cast und Crew sind natürlich nicht gegen Krankheiten immun. Disney hat deswegen bereits zahlreiche Kinostarts verschoben und auch der neueste James Bond wurde quasi ein Opfer des Coronavirus.

Profitieren könnten also eher werbefinanzierte Dienste, wie beispielsweise YouTube. Dort kann ein Mehr an Nutzern und Abrufzahlen tatsächlich auch für Mehreinnahmen sorgen. Das gilt aber bestenfalls extrem eingeschränkt für Netflix und Co. Zumal die Anbieter auch mehr Bandbreite und Leistung zur Verfügung stellen müssen, um die erhöhte Nachfrage bewältigen zu können.

Den Menschen steht weniger Geld zur Verfügung

Ein anderer Faktor: Wenn viele Menschen nicht arbeiten dürfen, dann steht ihnen zwangsweise auch weniger Geld zur Verfügung. Das gilt für Selbstständige / Unternehmer, die eventuell Bars, Clubs oder Kinos betreiben genau so wie für viele Angestellte, die eventuell in der Reise- und Touristikindustrie arbeiten. Und dann spart man sich vielleicht lieber das Streaming-Abonnement, weil es gilt, wichtigere Kosten zu decken.

Am Ende hilft da aber nur abwarten: Derzeit geraten viele Länder und ihre Gesundheitssysteme an die Grenzen. Dabei sollte Ruhe bewahrt werden. Soziale Distanz muss zudem nicht soziale Kälte bedeuten. Auch Hamsterkäufe sind am Ende nur schädlich, denn zu Engpässen bei Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln sind nicht zu erwarten, solange rational und bedacht gehandelt wird. Begleiten wird uns die durch den Coronavirus verursachte Krise aber sicherlich noch über viele Wochen bzw. Monate.

USA: Umsatzschwächstes Kinowochenende seit 20 Jahren

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Die Kinobesuche in den USA haben sich am Wochenende inmitten der Coronavirus-Pandemie drastisch reduziert. Die Einnahmen an den Kinokassen werden, nach ersten Schätzungen vom Sonntag, auf ein 20-Jahrestief fallen.

Eine offizielle Schätzung wird erst am Montag fertiggestellt, aber laut Comscore wird ein Umsatz in den US-Kinos von rund 55,3 Millionen US-Dollar erwartet (dies könnte sich ändern, wenn der Besucherverkehr am Sonntag schlechter ist als geschätzt). Das letzte Mal, dass der Umsatz in Nordamerika so niedrig war, war ein Wochenende im September 2000 (54,5 Millionen US-Dollar). Selbst die ersten beiden Wochenenden nach dem 11. September waren mit 66,3 Mio. USD bzw. 59,7 Mio. USD höher.

Flächendeckende Schließungen von Kinos

Am Samstag begann sich die dunkle Vorahnung zu entfalten, dass Kinos flächendeckend geschlossen werden. Kurz darauf gaben die Bundesstaaten Pennsylvania und New Jersey an, dass Kinos ihre Türen schließen müssen. Darunter auch zehn große AMC-Standorte und ein paar kleine Kinos. Davon unbetroffen sind wohl einige Lichtspielhäuser New York City. Es gab auch einige Schließungen in der am stärksten betroffenen Gegend von Seattle, Boston, Philadelphia, Washington, DC und Maryland.

Am Sonntagmorgen schätzte ein Studio-Vertriebsleiter, dass 100 oder mehr Standorte geschlossen wurden, fügte jedoch hinzu, dass die Situation fließend sei. Insgesamt gibt es in den USA nach Angaben der National Association of Theatre fast 6.000 Indoor-Kinos.

Disney-Animationsfilm „Onward“ stark betroffen

Der Familienanimationsfilm „Onward“ von Disney und Pixar blieb am zweiten Wochenende mit 10,5 Millionen US-Dollar auf Platz 1. Das ist ein Rückgang von 73 Prozent, der steilste Abstieg in der Geschichte von Pixar (The Good Dinosaur fiel um 59 Prozent). Die 10-Tage-Inlandssumme des Films beträgt 60,3 Millionen US-Dollar.

Laut Analysten fielen Titel wie „Onward“ um 25 Prozent stärker als erwartet, während drei neue Filme um 20 bis 35 Prozent schlechter abschnitten. Es wurde auch festgestellt, dass es von Freitag bis Samstag einen deutlichen Rückgang gab.

International hatten „Onward“ und andere Hollywood-Filme nach der Schließung der Kinos in ganz Europa und dem anhaltenden Stromausfall in China und anderen Teilen Asiens große Probleme. Der animierte Familienfilm fiel an seinem zweiten Wochenende von 47 Märkten auf 6,8 Millionen US-Dollar, was einem ausländischen Umsatz von 41,4 Millionen US-Dollar und 101,7 Millionen US-Dollar weltweit entspricht.

Sony kommuniziert Preise der XH70, XH80 und XH81 LCD-4K-TVs

Sony bringt seine ersten 4K-LCD-Fernseher in den Handel und kommuniziert deren Preise. Anbei findet ihr alle wichtigen Angaben zur XH70, XH80 und XH81 Serie. 

Sony Electronics, sowie viele andere TV-Hersteller fangen bereits im März 2020 an, ihr neues TV-Sortiment auszuliefern. Sony startet wie so oft mit den Modellen die eher für die „breite Masse“ gedacht sind und sich am Ende wohl auch am besten verkaufen werden. Das Preis-/Leistungsverhältnis liegt bei den Serien XH70, XH80 und XH81 auf jeden Fall im Vordergrund. Das bedeutet jedoch nicht, dass interessierte Käufer große Abstriche bei der Ausstattung und den Features hinnehmen müssen. Anbei stellen wir euch die neuen 4K-LCD-Fernsehmodelle vor inkl. unverbindliche Preisempfehlungen und Termine.

Sony Bravia XH70 Serie

Der günstige Einstieg: Sony XH70 4K LCD TVs
Der günstige Einstieg: Sony XH70 4K LCD TVs

Den günstigen Einstieg liefert die XH70 Serie. Erhältlich in 43, 49, 55 und 65 Zoll arbeiten die Geräte mit der 4K X-Reality Pro Technologie (4K Upscaling) und versuchen dank Triluminos Display feinste Details mit kräftigen Farben darzustellen. ClearAudio+ soll für eine ausgewogene integrierte Soundlösung sorgen, hier ist der Kunde aber sicherlich gut beraten sich in absehbarer Zeit um ein passendes Audio-Upgrade, z.B. eine Soundbar, zu kümmern. In der „smarten Ecke“ bieten die XH70 Modelle einen Internet-Browser sowie Streaming Apps wie Netflix und Youtube. Die Geräte sind auch passend für alle Sony-Fans, die sich nicht mit der Android TV Oberfläche auseinandersetzen wollen.

TV-Modell Preis Verfügbarkeit
BRAVIA 4K HDR TV Serie X70
KD-65X70 (65 Zoll) 999 € 23. März 2020
KD-55X70 (55 Zoll) 899 € 23. März 2020
KD-49X70 (49 Zoll) 799 € 16. März 2020
KD-43X70 (43 Zoll) 749 € 16. März 2020

Sony Bravia XH80 Serie

Ausgestattet mit X1 Prozessor, Dolby Atmos und Dolby Vision: XH80 Serie
Ausgestattet mit X1 Prozessor, Dolby Atmos und Dolby Vision: XH80 Serie

Der „Step Up“ hört auch die Bezeichnung XH80 und ist in 43, 49, 55, 65, 75 und 85 Zoll erhältlich. Sony möchte hier auch das wichtige 70+ Zoll Segment abdecken, welches in den nächsten Jahren einen großen Umsatzzuwachs verspricht. Ausgestattet sind die Modelle mit dem hauseigenen 4K HDR Prozessor X1 mit Object-bases HDR Remastering. Der Prozessor erlaubt auch die Darstellung von 4K Inhalten mit Dolby Vision HDR und Dolby Atmos 3D Sound. Beim Klang sollen die X-Balanced Lautsprecher für einen noch klareren Sound (ab 55 Zoll und größer) sorgen. Die Geräte mit Android TV bieten auch weitaus mehr Features als die XH70 Serie. Apple AirPlay 2, HomeKit sowie die Unterstützung von Google Home und Amazon Alexa-fähigen Geräten erlauben die einfache Integration der XH80 4K Fernseher in ein „smartes Zuhause“. Alles bedienbar mit der neuen schicken Fernbedienung aus Aluminium.

TV-Modell Preis Verfügbarkeit
BRAVIA 4K HDR TV Serie XH80
KD-85XH80 (85 Zoll) 2.599 € 16. März 2020
KD-75XH80 (75 Zoll) 1.899 € 16. März 2020
KD-65XH80 (65 Zoll) 1.199 € 2. März 2020
KD-55XH80 (55 Zoll) 999 € 2. März 2020
KD-49XH80 (49 Zoll) 849 € 2. März 2020
KD-43XH80 (43 Zoll) 799 € 2. März 2020

Sony Bravia XH81 Serie

Unterscheidet sich nur in puncto Standfüße vom XH80: Die XH81 Modelle
Unterscheidet sich nur in puncto Standfüße vom XH80: Die XH81 Modelle

Wie der Name der XH81 Serie bereits suggeriert, bewegen sich die Modelle ausstattungstechnisch sehr nah an der XH80 Serie. Das erklärt auch die gleichen Preise für die 43, 49, 55 und 65 Zoll Modelle. Der einzige Unterschied, den wir ausmachen konnten, ist das Unterschiedliche Standfußdesign. Der X1 Prozessor, X-Balanced Speaker (ab 55 Zoll, die Smart TV Features, AirPlay 2, Dolby Atmos, Dolby Vision usw. werden auch von der XH81 Serie unterstützt. Nutzer müssen für sich somit nur entscheiden, welchen Standfuß sie möchten, oder ob sie einen 4K Fernseher mit 75 oder 85 Zoll möchten. Diese beiden Größen sind nämlich bei den XH81 Geräten nicht verfügbar.

TV-Modell Preis Verfügbarkeit
BRAVIA 4K HDR TV Serie XH81
KD-65XH81 (65 Zoll) 1.199 € 2. März 2020
KD-55XH81 (55 Zoll) 999 € 2. März 2020
KD-49XH81 (49 Zoll) 849 € 2. März 2020
KD-43XH81 (43 Zoll) 799 € 2. März 2020

 

Highlight-Features der XH70, XH80 & XH81 Serien

4K-TV XH81 (65, 55, 49 und 43 Zoll)

  • Der 4K HDR-Prozessor X1 gibt dank Object-based HDR remaster Technologie mehr Tiefen, Texturen und natürliche Farben wieder
  • X-Balanced Speaker, ein neuer Lautsprecher, der klaren Sound in ein schlankes Design packt (55 Zoll und größer)
  • Kompatibel mit Dolby Vision und Dolby Atmos
  • Das Triluminos Display reproduziert subtile Nuancen von Licht und Farbe und macht feinste Details sichtbar
  • „Blade“-Standfuß aus Metall und Rahmen mit strichgeschliffener Oberfläche
  • Hochwertige Fernbedienung aus Aluminium
  • Kompatibel mit Smart-Lautsprechern, einschließlich Google Home- und Amazon Alexa-fähigen Geräten
  • Einfache Verbindung mit vielen Geräten, inklusive Apple AirPlay 2 und HomeKit
  • Android TV ermöglicht schnellen Zugriff auf eine Vielzahl von Inhalten und Diensten
  • Der Modus für individuelle Benutzereinstellungen und die anderen kalibrierten Ansichtsmodi von Sony bieten ein TV-Erlebnis, das persönlichen Vorlieben gerecht wird und die Visionen der Filmschaffenden unverfälscht ins Wohnzimmer bringt

4K-TV XH80 (85, 75, 65, 55, 49 und 43 Zoll)

  • Der 4K HDR-Prozessor X1 gibt dank Object-based HDR remaster Technologie mehr Tiefen, Texturen und natürliche Farben wieder
  • X-Balanced Speaker, ein neuer Lautsprecher, der klaren Sound in ein schlankes Design packt (55 Zoll und größer)
  • Kompatibel mit Dolby Vision und Dolby Atmos
  • Das Triluminos Display reproduziert subtile Nuancen von Licht und Farbe und macht feinste Details sichtbar
  • Schlanker Standfuß und Rahmen mit strichgeschliffener Oberfläche
  • Hochwertige Fernbedienung aus Aluminium
  • Kompatibel mit Smart-Lautsprechern, einschließlich Google Home- und Amazon Alexa-fähigen Geräten
  • Einfache Verbindung mit vielen Geräten, inklusive Apple AirPlay 2 und HomeKit
  • Android TV ermöglicht schnellen Zugriff auf eine Vielzahl von Inhalten und Diensten
  • Der Modus für individuelle Benutzereinstellungen und die anderen kalibrierten Ansichtsmodi von Sony bieten ein TV-Erlebnis, das persönlichen Vorlieben gerecht wird und die Visionen der Filmschaffenden unverfälscht ins Wohnzimmer bringt

4K-TV X70 (65, 55, 49 und 43 Zoll)

  • Die 4K X-Reality PRO Technologie schärft jedes Bild und hebt es nahezu auf 4K-Qualität an. So werden feine Details und Nuancen in den Szenen erkennbar
  • Das Triluminos Display reproduziert subtile Nuancen von Licht und Farbe und macht feinste Details sichtbar
  • ClearAudio+ stimmt den Fernsehton ab und liefert einen satten Klang, der von allen Seiten zu kommen scheint. Die Zuschauer hören Musik und Dialoge bei Inhalten aller Art klarer und mit besserer Trennschärfe
  • Integrierter Internet-Browser, um Sendungen und Filme über beliebte Streaming-Apps zu empfangen. Zugriff auf die Netflix- und YouTube-App mit einem Klick
  • Der Modus für individuelle Benutzereinstellungen und die anderen kalibrierten Ansichtsmodi von Sony ermöglichen ein TV-Erlebnis, das persönlichen Vorlieben gerecht wird und die Visionen der Filmschaffenden unverfälscht ins Wohnzimmer bringt

Joker auf 4K Blu-ray im Test: Das erhoffte Meisterwerk?

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Inhalt (75%)

Nur wenige Figuren aus dem DC-Comicuniversum bieten eine so dankbare Grundlage für eine Filmfigur wie der Joker. Neben ihm verblasste schon ein (wahrlich nicht schlechter) Christian Bale als Batman. Die Faszination, die von diesem clownsgesichtigen Charakter ausgeht, hat schon Jack Nicholson und Heath Ledger zu absoluten Höchstleistungen getrieben und beim Publikum für frenetischen Jubel gesorgt. Umso gespannter durfte man sein, nachdem sich heraus kristallisierte, dass es eine neue Verfilmung geben würde, die sich ausschließlich um die Figur des zukünftigen Batman-Nemesis dreht.

Als Regisseur Todd Phillips für sein Projekt grünes Licht bei Warner bekam, stand führ ihn fest, dass es nur einen Hauptdarsteller geben konnte: Joaquin Phoenix. Und wer Phoenix‘ Filme kennt; wer weiß, dass er sich gerne die außergewöhnlichen Rollen mit den kaputten, angeschlagenen, von Dämonen verfolgten Typen spielt, der ahnt, dass Joker alles andere als eine übliche Comicverfilmung ist. Zweifelsfrei ist es die uncomichafteste aller Comic-Verfilmungen.

Arthur Fleck leidet unter unkontrollierten Lachanfällen

Und sie dreht sich um Phoenix. Der Schauspieler ist zentraler Mittelpunkt des Films. Seine Performance IST der Film. Es ist absolut nicht weit hergeholt, wenn man Phoenix‘ Interpretation der Rolle des Arthur Fleck als den Travis Bickle der Comic-Figuren bezeichnet und Joker damit als den Taxi Driver unter den DC-Filmen. Sogar für die legendäre „Redest-du-mit-mir“-Szene gibt es hier eine Entsprechung. Man sollte um den Fakt wissen, dass der eigentliche Joker, wie wir ihn kennen, lediglich die letzten 20-25 Minuten des Films ausmacht. Zuvor sehen wir zu, wie dieser Arthur Fleck zu dem wurde, was wir als Clownsgegner von Batman kennen. Wir bekommen Einblicke in das Leben eines Verlierers, der stetig am Rande eines Nervenzusammenbruchs ist. Eines Mannes, der die Schwelle zur Psychose eigentlich schon lange überschritten hat und dessen unkontrollierte Lachanfälle nur Ausdruck seiner inneren Leere sind. Joker ist das Porträt eines geistig labilen Charakters, kein Heldengemälde.

Viele Kritiker warfen Joker vor, eine Entschuldigung für Gewalt zu liefern. Eine Rechtfertigung für Mord. Viele sahen in Arthur Fleck einen Psychopathen. Was wiederum andere Kritiker dazu veranlasste, sehr deutlich zu machen, dass das Stereotyp, es gebe einen kausalen Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und Gewalt, falsch ist. Was man Joker aber vorwerfen kann, ist tatsächlich, dass er manipulativ mit den Gefühlen des Zuschauers umgeht. Denn die Intensität, mit der Phoenix spielt und die Art, wie man ihm Unheil widerfahren lässt, führt zu einem hohen Maß an Mitgefühl für seine Person. Todd Phillips häuft Schmach um Schmach, Kränkung um Kränkung an, um seinen Protagonisten am Ende vor einem gigantischen Berg aus Demütigung stehen zu lassen. Kein Wunder, dass Arthur diesen lieber einreißt als ihn zu erklimmen und zu überwinden. Man kann nachvollziehen, was aus Fleck wird und fragt sich allen Ernstes, ob man in der gleichen Situation ähnlich gehandelt hätte. Und wenn die Büchse der Pandora einmal geöffnet ist …

Arthur darf in der Show seines Idols auftreten

Auf der anderen Seite kann es beim Zuschauer natürlich auch auf totale Ablehnung stoßen. Nicht wenige verließen den Kinosaal. Einige sicherlich, weil sie angewidert von dieser Anhäufung an Elend waren. Andere aber auch deshalb, weil sie keine Lust darauf hatten, sich der manipulativ eingesetzten Selbstmitleids-Tirade noch länger auszusetzen. Und so ganz Unrecht haben sie damit nicht. Denn was selbst die großen Fans des Films zugeben müssten: Es hätten auch weniger Ereignisse ausgereicht, um den Weg von Fleck zu Joker nachzuzeichnen. Zwischendurch denkt man schon mal, dass Phillips es übertreibt, nur um auch noch dem letzten Zuschauer einzubläuen, dass es für Arthur keinen anderen Ausweg mehr gegeben hat. Diese streckenweise repetitive Erzählweise lässt das Geschehen schon mal zäh werden. Glücklicherweise wird das von der tollen Kameraarbeit, dem vorzüglichen Setdesign und dem wirklich großartigen Score etwas aufgefangen. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren sorgt mit Phoenix‘ Darstellerleistung trotz einiger erzählerischer Mankos (bspw. der schwach charakterisierten Beziehung zwischen Arthur und seiner Mutter) für einen gelungenen Film – allerdings für einen, zu dem man eine gewisse kritische Distanz (zumindest in der Rückbetrachtung) einnehmen sollte.

Bildqualität (80%)

Man hätte aufgrund der Thematik durchaus annehmen können, dass Todd Phillips seinen Joker analog filmen lässt. Und eigentlich wollte er das ursprünglich auch. Vor allem eben, um den Vorbildern, an die sich der Film optisch und thematisch anlehnt, gerecht zu werden. Da Phillips aber in 70mm drehen wollte, lehnte Warner das Vorhaben ab. Bei Vergleichsaufnahmen zwischen 35mm Film und der Alexa 65 entschied man sich dann doch für die flexibler einsetzbare Digitalkamera. Zusätzlich zur Alexa 65 gesellten sich noch Aufnahmen mit der Alexa Mini und der Alexa LF. In Summe lagen drei unterschiedliche Auflösung von 3.4K, 4.5K und 6.5K an, die über ein 4K Digital Intermediate auf die UHD gelangten. Wir haben es also weitgehend mit einem nativen 4K-Material zu tun. Hinzu kam ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höheren Kontrastdynamiken nach HDR10 und Dolby Vision.

In der Praxis merkt man von der Zunahme an Auflösung allerdings nur bedingt etwas – sieht man davon ab, dass das Bild generell laufruhiger und etwas glatter erscheint. Die kurze Korn-/Rauschattacke im Himmel bei 19’20 kann aber auch die ruhigere UHD nicht verhindern. Und schaut man ganz genau hin, bzw. geht ganz nahe an den Screen, kann man schon mal den Eindruck haben, dass die 4K-Scheibe in der Tiefe auch softer und weniger gut aufgelöst ist. Gut zu erkennen bspw. bei der „Exit Only“-Aufschrift nach 56’19. Ob die UHD hier aber wirklich bewusst softer gemacht wurde oder die BD doch deutlich nachgeschärft ist, lässt sich nur schwer sagen.

Über weite Strecken ist das Bild trüb und stark stilisiert. Die UHD gibt das authentisch wieder

Beiden Disks (BD und UHD) gleich sind komplette Aufnahmen, die fast doppelkonturig-unscharf erscheinen. Vor allem De Niros Gesicht in der Show mit Arthur Fleck betrifft das mitunter sichtbar. In puncto HDR-Grading sind die Unterschiede vor allem bei den Spitzlichtern eher gering. Hin und wieder läuft Arthur unter Neonröhren hindurch, die durch das HDR prägnanter und dynamischer wirken. Die UHD ist allerdings insgesamt deutlich dunkler abgestimmt. Während das auf hellen Teilbereichen für eine etwas bessere Durchzeichnung sorgt, sind Schwarzwerte grundsätzlich nicht viel knackiger. Ab und an hat man hier eher das Gefühl, sie kommen leicht aufgehellt zum Betrachter. Was die Farbgebung angeht, ist der Gebrauch von deutlich intensiveren Farben bewusst zurückhaltend genutzt worden. Orange und Rot sind zwar etwas kräftiger, aber nicht in dem Maße, was der erweiterte Farbraum hergeben würde. Natürlich hat man das hier aber auch bewusst reduziert abgeliefert, um der Stimmung und Atmosphäre dienlich zu sein. Dolby Vision präsentiert den Film mit etwas mehr Durchzeichnung in dunklen Bereichen, liefert aber ein sichtbar grünlicher eingefärbtes Bild ab. Zum Film selbst passt das sehr gut und ist vielleicht sogar der intendierte Look der Macher.

Tonqualität (80%)

Wie von Anbieter Warner Home bei den größeren Titeln bekannt und beliebt, kommt bereits die Blu-ray mit einer deutschen Dolby-Atmos-Spur. Allerdings liefert erst die UHD dann für beide Sprachen einen unkomprimierten True-HD-Kern. In der Praxis punktet dieser mit einer sehr räumlichen Vorstellung, die zunächst vor allem die Straßenatmosphäre in Gotham sehr lebhaft ins Heimkino transportiert. V8-Motoren grollen vorbei, das Rauschen der Großstadt ist greifbar und der dumpf-dröhnende Sound innerhalb der U-Bahn nimmt den Zuschauer in die Mitte. Über allem jedoch steht jedoch der sensationelle und ebenfalls oscarprämierte Score von Hildur Guðnadóttirs. Immer wieder brandet dieser wuchtig auf, bevor oder während eine entscheidende dramatische Szene auf den Weg gebracht wird. Fallen dann die ersten Schüsse, zerreißt es die Spannung und der Hall in der U-Bahn-Station ist beängstigend realistisch. Das Einzige, das Joker etwas fehlt, ist die Unterstützung vom Tieftonkanal. Die Bassintensität ist erst nach 107 Minuten erstmals wirklich wuchtig, wenn die Fahrzeuge ineinander prallen. Gerade die donnernden U-Bahn-Situationen hätte etwas mehr Fundament vertragen.

Viel Anlass für akustische Highlights gibt’s nicht. Ausgenommen die Szenen mit hohem Anteil des fantastischen Scores

Nehmen wir die Höhen-Ebene mit hinzu, wird diese zumeist und vor allem von Guðnadóttirs kongenialem Score bevölkert. Vor allem in den dramatischen Szenen brandet dieser dort immer wieder auf. Echte 3D-Sounds gibt es allerdings lange nicht. Letztlich auch deshalb, weil es keinen ersichtlichen Anlass für solche Geräusche gibt. Nach knapp 20 Minuten fährt ein Aufzug in die Höhe, was mit einem kurzen elektrischen Säuseln und späterem Klicken authentisch wiedergegeben wird. Allerdings ist das auch relativ leise, sodass man es im Verbund mit der regulären Ebene kaum als immersiven 3D-Sound wahrnimmt. Ganz und gar nicht leise ist der Score nach 24 Minuten, wenn Arthur über die Straßen torkelt. Das macht schon Eindruck, wie der Sound hier aufbrandet.

Nach 29’40 (und weiter auch in der Folge) gibt’s erstmalig einen sehr dedizierten und hörbaren Höhen-Effekt, wenn die U-Bahn-Durchsage ganz deutlich aus den Heights kommt. Es vergehen weitere 25 Minuten, bevor der Score wieder sehr intensiv hinzugemischt wird, als sich für Arthur der nächste Schicksalsschlag ankündigt. Und auch nach 75 Minuten sägen die Hörner des Orchesters unheimlich über die Höhen-Speaker. Nach 77’30 gibt’s dann den zweiten, echten 3D-Toneffekt, wenn ein Gewitter sich durch Donnergrollen ankündigt. Noch einmal sehr intensiv werden die Heights mit ins Geschehen gelenkt, wenn der Joker nach 90 Minuten auf den Treppen tanzt und vor den Einsatzkräften flieht. Das dreiminütige Chaos wird vom Score äußerst intensiv begleitet, bis sich die Musik wieder in die getragenen Geigen-Klänge reduziert. Nach 106 Minuten branden dann TV-Nachrichtensprecher auf, die den deutlichsten und variabelsten 3D-Soundeffekt des Films darstellen, wenn sie losgelöst über alle vier Heights wandern.

  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (40%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (40%)

Das Bonusmaterialn von Joker besteht aus vier Featurettes. In „Evolution des Jokers“ gibt’s eine (sehr kurze) Kostüm- und Make-up-Probe. Das „Making-of“ läuft mit 22 Minuten deutlich länger und erklärt, was Todd Phillips dazu bewog, den Film und seine Hauptfigur zu ergründen. Auch Produzent Bradley Cooper und Hauptdarsteller Phoenix kommen zu Wort. Der Regisseur gibt auch hier erneut zu Protokoll, dass er nie einen Comic-Film machen wollte. „Bitte begrüßen Sie Joker“ wirft noch einmal einen Blick auf die Hauptfigur und hangelt sich dabei an den unterschiedlichen, teils improvisierten Takes entlang, die Phoenix bei Jokers Auftritt in der Franklin-Show zum Besten gab. „Eine Chronik des Chaos“ geht ebenfalls nur drei Minuten und reiht in Szenenfotos aneinander, wie Arthurs Weg im Film verläuft. Insgesamt ist das für einen so erfolgreichen Film doch etwas dürftig. Auch ein Audiokommentar fehlt leider.

Gesamtbewertung Joker  (78%)

Joker lebt sehr von der Darstellung der Hauptfigur durch Joaquin Phoenix. Zu sehr, wenn man es genau nimmt. Denn wo schon die psychologischen Faktoren und Hintergründe der Titelfigur zumindest fragwürdig sind, bleibt die eigentliche Story hinter diesem Psychogramm eines Verlierers dünn und bisweilen sogar schlampig. Manchmal versucht Phillips Film zu sehr, den Vorbildern eines Martin Scorsese nachzueifern und vernachlässigt dabei die Nebenfiguren. Man muss Joker allerdings ein Kompliment dafür machen, wie geschickt er es versteht, den Zuschauer auf Arthurs Seite zu ziehen. Und hier kommt dann wieder Phoenix‘ Leistung zum Tragen, die den Zuschauer packt und kaum loslässt. Technisch liefert die UHD das sauberere und insgesamt passendere Bild zum schmuddeligen Look des Films. Der Atmos-Sound liefert dazu eine sehr räumliche Kulisse mit dynamischem Score, aber nur sehr wenig Höhen-Aktivität.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 12. März 2020 Review am: 15. März 2020
Erscheinungsjahr Film: 2019 Laufzeit: 122 Minuten
Filmstudio: Warner Home Video FSK: Ab 16 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

„Joker“ Trailer: