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Test: Léon, der Profi auf 4K Blu-ray: Kultfilm in nie gesehener Qualität

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Inhalt (100%)

Elf Jahre nachdem der Franzose Luc Besson mit seinem postapokalyptischen Drama Der letzte Kampf als Regisseur debütierte, hatte er mit Subway, Im Rausch der Tiefe und Nikita drei veritable Kultfilme inszeniert, die ihre jeweiligen Genres nachhaltig beeinflussten. Besson war dabei zwar nie der größte Geschichtenerzähler, verstand es aber nachhaltig, Stil mit Emotionalität zu verbinden. Sein fünfter Film sollte diese Aspekte dann aber perfektionieren. Als er 1994 die Geschichte vom Profikiller und dem Mädchen schrieb, konnte er sicherlich nicht wissen, welche Wogen er damit auslösen würde. Aber mit Léon, der Profi ist ihm tatsächlich sein Meisterstück gelungen. Im Kino zwar noch nicht wirklich erfolgreich, zündete das Profikiller-Märchen durch die Zweitverwertung im Heimvideo-Bereich. Und sie machte gleich zwei Darsteller zu Weltstars. Zwar war Jean Reno kein Unbekannter mehr (immerhin hatte er in allen vorigen Filmen von Besson mitgespielt), doch erst seine Rolle als schweigsamer Profikiller verschaffte ihm die Reputation, fortan in großen Hollywoodfilmen mitzuspielen.

Ein absoluter Glücksgriff war allerdings eine andere Besetzung. Natalie Portman, die mit 13 Jahren die Rolle der praktisch gleichaltrigen Figur Mathilda übernahm, bezauberte mit ihrer ebenso unbekümmerten wie unerhört professionellen Art Zuschauer und Kritiker gleichermaßen. Das in Jerusalem geborene Mädchen, das nach und nach zu einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen des neuen Jahrtausends wurde, war die perfekte Besetzung für das gebeutelte Mädchen.

Ikonischer Killer in Kultfilm: Jean Reno als Léon

Schon ihre erste Szene mit Reno, im Treppenhaus sitzend und die Beine durch das Geländern baumelnd, gibt die Marschrichtung vor für eine ebenso aufgeweckte, wie gleichzeitig liebenswerte Mathilda. Nur selten sieht man junge Schauspielerinnen, die scheinbar so spielend leicht große Emotionen mit mädchenhaftem Tatendrang und entschlossenem Willen paaren können. Portman gelingt das in einer unnachahmlichen Art und Weise. Zu keiner Zeit hält man sie für arrogant oder zu naiv oder albern. Luc Besson schafft mit Léon, der Profi gleichzeitig etwas, das durchaus ein gewisses Maß an Fingerfertigkeit und Sensibilität erforderte: Sein Film wird in der Beziehung zwischen Killer und Auszubildender weder lächerlich, noch droht er, eine gewisse Grenze zu überschreiten. Es ist stets klar, dass Léon hier nicht auf eine Lolita-Geschichte eingeht. Auch wenn sein Gemüt schlicht ist, wenn er manchmal nicht so ganz helle wirkt und deshalb selbst wie ein kleines Kind erscheint, wird die Linie zwischen erwachsenem Mann und minderjährigem Mädchen nicht übertreten.

Léon ist sich seines Alters immer bewusst, auch wenn Mathildas Wesen vielleicht sogar schon reifer ist als sein eigenes. Es gibt einen kurzen Dialog zwischen Léon und Mathilda, der die Essenz der Story perfekt auf zwei Sätze destilliert: „Ich bin bereits erwachsen, Léon. Ich werde nur noch älter“ sagt Mathilda. Darauf antwortet Léon: „Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug. Ich brauche Zeit, um erwachsen zu werden. Ja, es gibt diese Momente, in denen Mathilda etwas von „Liebe“ brabbelt (in einer emotional sehr aufgewühlten Situtation). Dennoch ist klar, dass der Film nicht in diese Falle tappt.

Der Profi und seine Azubine

Oben zitierter Dialog kommt in einer entscheidenden Phase des Films, bevor es Richtung Showdown geht. In dem setzt es dann durchaus ruppige Szenen, was wiederum auch an Gary Oldman liegt. Denn Léon, der Profi hat ja nicht nur zwei großartige Protagonisten zu bieten, sondern auch einen sensationellen Antagonisten. Oldman als drogenabhängiger und abgewrackter DEA-Beamter, der gerne mit Gedanken an Beethoven seine Exekutionen selbst vornimmt, ist einfach unglaublich. Unvergessen die Szene, in der er (beobachtet von einer Kamera über ihm) seine Aufputsch-Tablette knackt, während er den Nacken verrenkt, als würden seine Adern augenblicklich mit Rauschmitteln versorgt. Alleine für diesen Moment hätte Oldman eine Oscar für die beste Nebenrolle verdient gehabt. Er gibt dem Film dieses Diabolische, das Mathildas Wunsch nach Rache erst nachvollziehbar macht. Wäre es nicht Oldmans Stansfield, der (ohne mit der Wimper zu zucken) auch noch zwei Mal auf den bereits toten Vater ballert, wäre es vermutlich schwerer gewesen, die Rachegelüste einer 12-jährigen als glaubwürdig zu empfinden. Dass uns der Film zwischendurch aber auch Zeit zum Verschnaufen gibt, liegt an den so grandios zusammen agierenden Portman und Reno. Wenn Mathilda und Léon sich gegenseitig Filmfiguren und Musiker zum Erraten vorspielen (und jeweils kläglich scheitern), ist das witzig, bewegend und unglaublich gut gespielt. Jean Reno gibt den John Wayne so verdammt großartig, dass man ihn als Schauspieler alleine für diese Szene lieben muss. Ganz nebenbei zeigt Besson hier auch noch einmal den Generationsunterschied zwischen den beiden – und das ganz spielerisch. Selbst wenn Léon zum Finale hin in Sachen Gewalt vielleicht etwas zu dick aufträgt, bleibt unter’m Strich immer noch ein Kultfilm. Besson wurde als Regisseur in der Folge zwar größer, aber nie mehr besser.

Bildqualität (85%)

Die 4K-Fassung von Léon, der Profi basiert auf dem Master, das von Weltvertrieb Gaumont vom Original-Negativ angefertigt und zur Verfügung gestellt wurde. Auch die dort angefertigten HDR10- und Dolby-Vision-Parameter wurden von Studiocanal übernommen.
Besson ließ seinen Kameramann Thierry Arbogast mit zwei unterschiedlichen Arriflex-Kameras und der lieferte einen äußerst filmischen Look. Vermutlich kam bisher keine Veröffentlichung so nahe an eben diese Optik heran. Mit einem wunderbar konservierten, sehr feinen Korn, das ganz offensichtlich nicht von einem Rauschfilter aufgeweicht wurde, liefert die UHD von Léon, der Profi ein unglaublich authentisches Filmerlebnis. Und es begeht nicht die gleichen Fehler wie die (neue) Blu-ray, die ebenfalls auf dem neuen Master basiert. Die sichtbaren Filter-Artefakte auf Renos Gesicht nach knapp 34 Minuten zeigt die UHD nicht – was wiederum an der deutlich höheren Datenraten liegen wird, die an dieser Stelle gut das sechsfache der Blu-ray zeigt.

Die UHD liefert wesentlich mehr Detailtiefe als die alte Blu-ray

Ein weiterer Vorteil der UHD gegenüber der neuen Blu-ray sind die kräftigeren Farben und Kontraste. Rote, grüne oder gelbe Farben bekommen mehr Kraft. Auch die Durchzeichnung im Himmel ist wieder besser und Hautfarben kommen wärmer zum Betrachter. Außerdem ist die auf der neuen BD bereits deutliche besserer Detailtiefe und Schärfe über die UHD nochmals das Quäntchen stärker. Gegenüber der bisherigen Blu-ray sind das in der Detailtiefe tatsächlich Welten. Das neben erweitertem Farbraum und HDR10 ebenfalls integrierte Dolby Vision bietet eine etwas angehobene Dynamik bei hellen Bildanteilen in Mischbildern, auf dass die Kontraste noch etwas intensiver rüberkommen. Farben sind zudem noch einmal eine Spur kräftiger. Nimmt man die Eigenschaften in Summe zusammen, hat man mit der UHD die bisher bestmögliche Variante von Léon, der Profi im Heimkino.

Tonqualität (75%)

Die neue BD/UHD von Léon, der Profi kommt für den Ton bereits mit einer neuen Abmischung gegenüber der alten Ultimate Edition – und das absolut hörbar. Sowohl die englische als auch die deutsche Fassung liegen nun in dts-HD-Master vor, während sie bei der alten Blu-ray nur High-Resolution-kodiert waren. Das allerdings macht nicht zwingend den Unterschied aus. Hört man sich allerdings beide im Vergleich an, werden die Differenzen sofort klar. Während die alten HD-HR-Tonspuren relativ muffig, undynamisch und leise sind, klingt die neue Abmischung wesentlich offener, ist deutlich lauter sowie gleichzeitig dynamischer. Zwar reißt auch das keine Tiefbass-Wurzeln aus (man beachte das Alter des Sounddesigns), aber wenn nach 4’28 die Bodyguards des fetten „Schweinehunds“ auf den Aufzug ballern, klingt das um Längen direktionaler, feiner aufgelöst und schlicht besser.

Ebenso ergeht es den Stimmen. Sowohl das Organ von Léon als auch das von Tony haben nun richtig Volumen und stehen nahe vor dem Zuschauer, während sie über die 2008er Ult. Edition klingen als säßen sie einen Raum weiter. Der etwas brummelige Score zu Beginn von Kapitel vier klingt zwar nicht tieffrequenter, wirkt aber etwas feiner aufgelöst. Im Gegensatz zu Geräuscheffekten und Stimmen hat man ihn nur unwesentlich in der Lautstärke angehoben, was im Sinne der Dynamik ist und wiederum dafür spricht, dass der neue Mix nicht einfach nur lauter gestaltet wurde. Schön zu hören, wenn Stansfield seine Tablette nimmt. Das Aufknacken der Pille kommt innerhalb des noch anwirkenden Scores deutlicher und gruselig-knacksender rüber.

Die neue dts-HD-Master-Abmischung ist präsenter und dynamischer

Beim Ton der UHD tut sich noch ein bisschen was – zumindest für Freunde der Originalsprache. Denn der englische Sound liegt über die UHD nun in Dolby Atmos vor, während der deutsche Ton beim identischen dts-HD-Master der (neuen) Blu-ray bleibt. Auf der regulären Ebene bleiben die Differenzen zum dts-HD-Pendant der BD gering bis unhörbar. Die Höhen-Ebene übernimmt allerdings schon von Beginn an die Filmmusik mit auf die Heights, sodass die generelle Räumlichkeit durchweg etwas höher ist – ob man das mag oder nicht. Leider hört man relativ genau, wenn hin und wieder die Regler einfach auf und zu gemacht wurden. So hat man bspw. die Schüsse auf den Fahrstuhl auch auf die Heights gelegt, was dazu führt, dass die Stimme des Einhalt gebietenden Typs kurz von der Decke zu hören ist. Auch im nächsten Moment hört man ihn noch mit einem Kollegen sprechen. Bis dieser dann die Treppe runter rennt und plötzlich von oben alles mucksmäuschenstill ist. Das „Abdrehen“ der Rauschatmosphäre, die dann plötzlich vollkommen weg ist, lässt die Art des 3D-Sounddesigns erahnen. Zumal längst nicht jeder 3D-Sound korrekt ist. Wenn Léon den Kerl am Schlips packt und in die Tiefe zieht, ist die Kamera auf einer Ebene mit dem Opfer. Dennoch hört man den Schrei von oben – das wirkt eher befremdlich. Etwas besser funktioniert das Herunterlassen der Rolladen kurz darauf, das ebenfalls aus den Heights kommt. Auch die U-Bahn nach zehn Minuten hat man relativ aggressiv mit auf die Höhen-Speaker gemischt. Was allerdings dieser erste Dialog zwischen Léon und Mathilda auf den Heights verloren hat – und das auch noch inkonsequent (mal hört man Portmans Stimme von oben, mal nicht – wohlgemerkt bei identischen Kamerapositionen), das weiß wohl wirklich nur derjenige, der hier am Mischpult saß.

  • Deutsch: DTS-HD-Master 5.1 (75%)
  • Englisch: Dolby Atmos (75%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (40%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (50%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (50%)

Das Bonusmaterial von Léon, der Profi ist (fast) komplett von der alten Blu-ray bekannt. Es liegt nur auf der neuen BD vor und besteht aus den drei Featurettes: „The Road to Léon“, das noch einmal die Entstehung und die Charaktere vorstellt sowie „Starting Young“, das sich gut 15 Minuten um das damalige Nachwuchstalent Natalie Portman kümmert. „Léon – A Ten Year Retrospective“ letztlich führt das Team nach zehn Jahren noch einmal per Interview-Parts zusammen und lässt den Dreh Revue passieren. Neu hinzugekommen sind die beiden Interviews mit Jean Reno und Komponist Eric Serra.

Gesamtbewertung Léon der Profi  (87%)

Léon, der Profi ist Bessons Meisterstück. Er war in den vorhergehenden Filmen nur knapp auf dem Niveau und hinterher wurde er eigentlich sukzessive schwächer. Für viele Filmfans ist Léon zudem der beste Film von Jean Reno und Natalie Portman, deren filmisches Zusammenspiel auch 25 Jahre nach dem Start des Films noch bewegt. Die UHD liefert dazu das bisher filmischste und authentischste Bild – allerdings nur für den Director’s Cut, denn die Kinofassung liegt neben dem Dir. Cut nur auf der Blu-ray vor. Und die Blu-ray hat leider leichte Filterungsprobleme. Keine Probleme hat der Sound, der mit einer neuen Abmischung kommt und den alten Mix um Längen abhängt.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 24. Oktober 2019 Review am: 08. November 2019
Erscheinungsjahr Film: 1994 Laufzeit: 110/133 Minuten
Filmstudio: Studiocanal FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS HD Master 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Studiocanal Home Entertainment Sales)

Léon, der Profi 25th Anniversary Trailer:

Test – Apocalypse Now – Final Cut 4K Blu-ray: Epische Restauration!

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Inhalt (100%)

Puh. Und noch mal „Puh“. Ähnlich wie bei 2001 – Odyssee im Weltraum muss man durchaus ein-/zweimal durchschnaufen, bevor man sich an ein Review zu Apocalypse Now macht. Immerhin handelt es sich bei Francis Ford Coppolas Vietnamkriegsfilm von 1979 um eine Legende. Vermutlich würden 90% aller Filmkritiker (und Filmfans) sein Mammutwerk gemeinsam mit ein paar anderen in die Top Fünf der besten (Anti)Kriegsfilme aller Zeiten hieven. Und das mit Fug und Recht. Denn selbst Oliver Stones „Platoon“ schaffte es nicht im gleichen Maße, eine Atmosphäre herzustellen, die derart intensiv den völligen Irrsinn des Vietnam-Kriegs darstellte. Coppola, der für seine Vision des Films 16 Monate drehen musste und währenddessen nicht nur selbst mit gesundheitlichen Schwierigkeiten kämpfte (Hauptdarsteller Martin Sheen erlitt während der Dreharbeiten einen Herzinfarkt), war am Ende sogar gezwungen, mit seinem Vermögen einzuspringen. Denn die Ausdehnung der Produktion und ein zwischendurch tobender Sturm, der das Set zerstörte, sorgten für eine immense Kostensteigerung.

Martin Sheens wohl legendärste Filmrolle als Cpt. Benjamin Willard

Aber was soll man sagen: Der Aufwand hat sich gelohnt. Noch heute sorgt alleine die Erwähnung des Titels „Apocalypse Now“ für Kribbeln auf der Haut von Cineasten. Der Titel ist so legendär und ikonisch wie der Film selbst. Zitate wie „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen“ kennt noch heute jeder und beschreiben nur noch deutlicher, welches Wort am Ende hier vollkommen zu Recht Verwendung findet: Kult! Und weil Apocalypse Now in diesem Jahr 40 geworden ist, hat sich Regisseur Coppola etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Der mittlerweile 80-jährige Filmemacher begab sich noch mal in den Schneideraum und nahm sich sein Baby erneut zur Brust. Schon 2001 hatte man mit Apocalypse Now Redux eine neue Fassung veröffentlicht, die mit knapp 200 Minuten rund 50 Minuten länger war als die Kinofassung. Im Prinzip hatte man (fast) alles wieder in den Film hineingebracht, was ursprünglich auf dem Tisch des Schneideraums aus Laufzeitgründen herausgenommen worden war. Doch Coppola war so richtig glücklich nicht mit diesem Cut und entschloss sich, für die Wiederaufführung beim Tribeca-Festival eine definitive – „finale“ Version zu realisieren. Konsequenterweise nennt die sich nun Final Cut und ist – Fans der Redux-Fassung werden aufmerken – deutlich kürzer geraten. Mit 183 Minuten reiht er sich zwischen Kino- und Redux-Version ein.

Für den Regisseur ist der Final Cut durch ein paar für ihn notwendige Entschlackungen die am besten ausbalancierte Version geworden und mit dieser ging man sogar für einen limitierten Kino-Release erneut in die Lichtspielhäuser. Alle drei Schnittfassungen liegen nun im Paket fürs Heimkino vor – und zwar als 6-Disk-Package. Zwei der Scheiben werden auf die UHD-Fassungen verwendet, wobei der Final Cut auf Disk eins und drei je eine eigene Silberscheibe für UHD und BD bekommt. Kinofassung und Redux liegen dann per seamless branching gemeinsam auf den Disks zwei und vier vor (erneut jeweils für UHD und BD). Disk fünf und sechs liefern dann die Special Features auf Blu-ray.

Das heilige Skateboard

Filmisch gesehen ist das für Fans die ultimative Veröffentlichung – und das auch noch mit dem bisher (mit leichten Abstrichen) besten Bild und Ton. Dazu aber später mehr. Inhaltlich bleibt Apocalypse Now ungebrochen packend. Kein Heldengemälde erwartet den Betrachter hier. Kein patriotischer Machofilm. Coppola zeigt unverblümt, dass der Krieg seine Soldaten an den Rand des Wahnsinns und darüber hinaus trieb – bis vor Ort praktisch Anarchie herrschte. Der Film führt den Zuschauer ganz tief in menschliche Abgründe. Dorthin, wo die Seele echten Schaden genommen hat, weil die Bilder und Taten nicht zu verarbeiten waren. Und Apocalypse Now tut dies mit einer unterliegenden Metaebene, die ebenso sozial-/politkritisch ist, wie sie den seelischen Zustand einer Nation beschrieb, die noch 1979 moralisch vollkommen am Boden lag.

Da waren die Kriegsheimkehrer, die vergessen wurden und um die sich die „Große Nation“ nicht kümmerte (vgl. dazu auch Tom Cruise‘ Geboren am 4. Juli). Und da waren natürlich die erbitterten Kriegsgegner, die sich im Nachhinein vehement gegen das unrechtmäßige Verhalten ihres Landes aufbäumten. Möglicherweise schaffte kein anderer Kriegsfilm im Nachgang auf ähnlich intensive Art und Weise den sprichwörtlichen Wahnsinn zu beschreiben, der solchen jahrelangen bewaffneten Kriegen und Konflikten innewohnt. Wie Terrence Malick Jahre später mit Der schmale Grat noch einmal bewies: Es ist eine dünne Linie zwischen Pflichterfüllung und skrupellosen Taten – eine dünne Linie, auf der die Soldaten seinerzeit wandern mussten. Eine Linie, von der einige immer wieder abkamen, was sie in einen Zustand versetzte, bei dem ihnen später niemand half.

Bildqualität (85%)

„Die Zuschauer werden diesen Film auf eine Weise sehen, hören und fühlen können, von der ich immer geträumt habe – und das vom ersten Knall bis zum letzten Seufzer.“ Das sind die Worte Francis Ford Coppolas, die er anlässlich der 4K-Version seines Meisterwerks verlauten ließ. Und man tat einiges dafür, um diese Worte zu rechtfertigen. Zum ersten Mal überhaupt wurde der Film vom Original Filmnegativ abgescannt, während vorheriges Mastering für digitale Fassungen von Interpositiven ausging. Elf Monate und weit über 2000 Stunden investierte man, um die Negative zu säubern und die über 300.000 Einzelbilder des Films zu restaurieren.

Diese wurden seinerzeit mit drei unterschiedlichen Analogkameras auf 35mm-Filmmaterial aufgenommen und um die absichtlich auf 16mm gedrehten „Newsreel Scenes“ ergänzt. Nach der Restaurierung und Säuberung wurde das Ganze dann nativ in 4K gescannt und mit dynamischem Kontrast in HDR10 und Dolby Vision sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum versehen. Beaufsichtigt und freigegeben wurde es dann entsprechend von Meister Coppola selbst, was ihn eben zu vorangestelltem Zitat veranlasste. Tatsächlich kann man in Sachen Auflösung und Filmlook hier nur wenig Makel finden, weshalb an dieser Stelle Folgendes angesprochen werden soll: Es gibt vereinzelte weichere Shots. Vor allem jene, die Totale zeigen.

Auch zwischendurch ist das Bild mal etwas softer. Hier tragen aber eher die verwendeten Optiken die Schuld, nicht das Mastering der UHD. Außerdem reduzierte Coppola bei einigen Szenen von Marlon Brando bewusst den Detailgrad. Schon damals war der Schauspieler (für alle überraschend) ziemlich korpulent am Set erschienen, was bisweilen mit entsprechender Beleuchtung (und Körperdoubles) kaschiert wurde. Der neue Detailgrad der 4K-Fassung schien Coppola offenbar zu viel davon wieder zu offenbaren.

Das neue Color-Grading ist fundamental anders als bisher und trifft vermutlich nicht jedermanns Geschmack

Bewusst sein sollte dem geneigten Leser natürlich, dass Apocalypse Now NICHT rauschgefiltert wurde. Was man hier zu Gesicht bekommt, ist authentisches und analoges Filmgrain, das genauso dort sein muss, wie es ist. Jede Filterung hätte den 4K-Scan wieder ad absurdum geführt, weil dadurch schlicht wieder Details verloren gegangen wären. Analoges Korn IST Auflösung, IST Bildinhalt. Schön, dass man hier heutzutage nicht mehr den Weg früherer Blu-ray-Veröffentlichungen geht, die möglichst jedes Rauschen aus analog geschossenen Filmen eliminieren wollten – selbst wenn’s mal richtig heftig wird, wie bei Minute 35’30. In Sachen Color Grading bleibt die UHD nahe an jenem der neuen Blu-ray, der sich teils drastisch von der alten Blu-ray unterscheidet.

Die UHD intensiviert Rottöne aber in den entsprechenden Szenen noch mal und liefert einen vor allem im letzten Drittel bei Kurtz recht orangefarbenen Look. Die Durchzeichnung von Details ist gegenüber der neuen Blu-ray besser und die hin und wieder überstrahlenden Bereiche führt HDR10 wieder in die Normalität zurück. Leider ist auch hier eine leichte Roteinfärbung auf sehr dunklen Schwarzbereichen zu erkennen, die Dolby Vision wiederum minimiert. DV ist auch in puncto Durchzeichnung der brennenden Feuer die beste Wahl, da es keinerlei Überstrahlen zulässt und hier am besten aussieht. Grundsätzlich sei noch gesagt, dass die sichtbare Schärfe nicht exorbitant besser ist, wenn es um vordergründige Objekte geht. Sobald man im Hintergrund aber Palmenwedel sieht, kann man sehr schön nachvollziehen, dass das 4K-Master hier mehr Feinheiten und Auflösung bietet. Außerdem sind die Close-ups von Sheen bei dessen späteren Gesprächen mit Brandos Kurtz richtig knackig – hier sieht man dann doch deutlich die Qualität des 4k-Scan.

Tonqualität (80%)

Was den Ton angeht, so lagen die deutschen Spuren bisher in 2.0 Stereo für die Kinofassung und 5.1 dts-HD-Master für die Redux-Fassung vor. Die neuen Blu-rays/UHDs enthalten die Kinofassung in Dolby Digital 2.0 (also leider verlustbehaftet), dafür die Redux-Version in True-HD – also der dts-HD-MA-Version der bisherigen Blu-ray in Sachen Verlustfreiheit ebenbürtig. Der Final Cut liegt auf der Blu-ray ebenfalls in True HD vor und bietet fürs Englische sogar schon Dolby Atmos. Für unser Review beschränken wir uns hier auf den deutschen und englischen Atmos-Sound der UHD des Final Cut.

Jetzt könnte man meinen, diese Klänge auf der regulären Ebene identisch zur True-HD-Version der Redux-Explosion – tut sie aber nicht. Man merkt, dass hier noch mal Hand angelegt wurde, was die Soundkulisse an sich angeht. Während Redux noch mit zwei sehr unterschiedlich lauten True-HD-Versionen eine Differenz zwischen Deutsch und Englisch aufwies, sind die beiden Sprachen nun komplett aneinander angeglichen. Die Synchro klingt nun auch nicht mehr so aufgeregt in den Actionszenen und erreicht insgesamt die gleiche harmonische Gestaltung wie das Original. Beim Tiefbass mag man meinen, noch ein bisschen mehr Druck zu bekommen, was daran liegen könnte, dass man mit Meyer Sounds Laboratories neuer „Sensual Sound“-Technologie noch einige tiefere Frequenzen hinzufügte.

Hubschraubersounds kommen satt wie noch nie in „Apocalypse Now“

Spüren kann man derartiges beispielsweise bei der Explosion nach etwas über 90 Minuten, die den Boden etwas mehr kitzelt als die True-HD-Fassung von Redux. Geradezu sensationell ist die Räumlichkeit der Pfeilbeschuss-Szene. Was einem hier um die Ohren fliegt, macht richtig Spaß (127’30). Insgesamt präsentiert der Final Cut damit die beste alle Tonspuren für Apocalypse Now – und das schon in der 2D-Version der Blu-ray. Die UHD liefert dann auch fürs Deutsche eine Atmos-Spur für den Final Cut. Diese ist auf der regulären Ebene zunächst einmal komplett identisch mit dem hervorragenden Sound der True-HD-Fassung von der Blu-ray. Die Räumlichkeit ist also auf dem gleichen Niveau, die Stimmen haben Timbre und die echten Actionsequenzen sind von erstaunlicher Dynamik.

Addieren wir die Heights hinzu, so hat man bei Dolby sehr gute Arbeit geleistet. Erwartungsgemäß rekrutieren sich die ersten echten 3D-Sounds dann aus Hubschraubergeräuschen, wenn Willard zur Einsatzbesprechung geflogen wird. Klar sollte allerdings sein, dass der Final Cut mit 180 Minuten nicht eben kurz ist und gerade zu Beginn sehr viel von Dialogen getragen wird. Eine inflationäre Nutzungsmöglichkeit der Höhen-Speaker gibt’s deshalb zunächst nicht. Dafür hat man sehr genau darauf geachtet, wie die Hubschrauber an die Heights „übergeben“ und wieder zu den regulären Speakern zurückgegeben werden – hier wird oft trennscharf gearbeitet, was ein schön immersives und nicht zu breiiges Erlebnis ermöglicht. Bisweilen erwartet man eventuell Rotoren-Geräusche (bspw. wenn die Soldaten in den Helis sitzen), bekommt sie aber oft auch deshalb nicht, weil die Musik sehr stark im Vordergrund spielt.

Meyer Sounds Laboratories haben dem Film zusätzliche Tieffrequenz-Signale verpasst

Tja, und dann gibt es da diese EINE Situation, bei der man bei der deutschen Atmos-Fassung leider nicht die gleichen Signale auf den Heights platziert, wenn Stimmen im Spiel sind. Offenbar hat man hier keinen eigenen Mix mehr erstellen wollen/können, der die deutsche Synchro in diesen Momenten auf die 3D-Speaker setzt. Denn während die Originalfassung ab 53’40 mit leisem Vogelgezwitscher einsetzt, dann den Hubschrauber liefert und in einer phänomenal-immersiven und alle Speaker umfassenden Sequenz Kilgore sein Surfbrett über die Helikopter-Lautsprecher zurückfordert, bleibt das bei der Synchro komplett auf der regulären Ebene – schade.

Umso schöner und aktiver wird’s dann bei BEIDEN Fassungen, wenn der Dschungel nach einer guten Stunde anfängt, sich mit tierischem Leben zu füllen. Hier trumpfen die Heights groß auf. Weitere explizite (und mal etwas Abwechslung von den Hubschrauber-Sounds) gibt’s nach etwas über 94 Minuten, wenn mehrfach Raketen vom Boden aus abgeschossen werden, was einige Minuten später in einem wahren Feuerwerk mündet. Grundsätzlich werden die Heights zwar adäquat bedient, wenn man bedenkt, was der Film optisch dafür hergibt. Was fehlt, sind aber atmosphärische Dschungelgeräusche, die man nur sehr selten mal wahrnimmt. Außerdem ist da diese eine Stelle, die der deutsche Atmos-Sound leider komplett verschweigt. Schade, dass genau das der effektvollste 3D-Sound-Moment des ganzen Films ist, der ansonsten fast nur Helikoptergeräusche zu bieten hat.

  • Deutsch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: Dolby Atmos (40%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)
  • Englisch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (45%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (100%)

Alleine das Bonusmaterial umfassend zu beschreiben, würde ein komplettes Review ausgiebig füllen. Zunächst einmal findet sich eine vierminütige Einführung von Francis Ford Coppola vor dem Final Cut, die er deutlich als seine Lieblingsversion des Films betitelt. Des Weiteren finden wir den Audiokommentar von Francis Ford Coppola bei der Redux-Fassung. Die erste dedizierte Bonus-BD enthält dann das größtenteils schon bekannte, aber dennoch sehr reichhaltige Bonusmaterial zur Kino- und Redux-Fassung. Unter anderem sehen wir hier ein Interview mit John Milius sowie ein Gespräch zwischen Martin Sheen und Francis Ford Coppola. Dazu kommt ein Casting-Featurette sowie der Mitschnitt der Radiosendung „Mercury Theatre on the air“: Herz der Finsternis.

Disk #6 liefert dann das neue Bonusmaterial sowie die 1080p-Fassung 96-minütigen Dokumentation „Hearts of Darkness“ von Coppolas Ehefrau Eleanor, die beinahe genauso spannend ist wie der eigentliche Film. Ganz neu ist das Question & Answer mit Francis Ford Coppola und Steven Soderbergh auf dem Tribeca Film Festival, das noch einmal 47 Minuten Einblicke in die erneute Arbeit am Film gibt.

Das Feature über die „Restaurierung eines Mythos“ ist mit knapp unter drei Minuten leider ziemlich kurz ausgefallen. Hier hätte man sich als Technikfan durchaus mehr gewünscht. Immerhin dürfen wir Coppola aber bei seiner finalen Begutachtung des restaurierten Films mit Dolby Vision und Dolby Atmos begleiten und bekommen ein paar Statements der Dolby-Techniker. „Apocalypse Now: Eine 40-jährige Reise“ fasst noch einmal die bisherigen Heimkino-Veröffentlichungen zusammen und in „Sensual Sound“ kommen die Techniker von Meyer Sound zu Wort, welche für die neue Tonabmischung mit erhöhtem LFE-Anteil verantwortlich waren.

Gesamtbewertung Apocalypse Now – Final Cut  (88%)

Apocalypse Now ist und bleibt ein Klassiker. Da gibt’s nicht viel drumherum zu reden. Und weil die UHD den Film audiovisuell in ihrer bisher besten Form präsentiert, kann es hier nur ein Fazit geben: Das Ding muss in jede Sammlung. Lediglich jene, die auf eine perfekte Blu-ray-Umsetzung der Kino- und Redux-Fassung gehofft haben, müssen mit leichten Abstrichen leben – und man muss das neue Color Grading mögen.

Beim Ton gibt’s nicht viel zu Mäkeln. Die Atmos-Fassung des Final Cut auf der UHD liefert Coppolas Meisterwerk in einer Qualität, die man bisher für eine Synchro des Films noch nicht hatte. Da kann man über diese EINE Szene durchaus hinwegsehen, die nicht über die Heights geliefert wird. Ohnehin fallen die 3D-Effekte gering aus, was letztlich am Film und dem auf weiten Strecken sehr ruhigen Geschehen selbst liegt. Hier gibt’s einfach nicht genug Möglichkeiten, auf den drei Stunden Laufzeit auch entsprechende Signale zu liefern.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 18. April 2019 Review am: 08. November 2019
Erscheinungsjahr Film: 1979 Laufzeit: 147/182/196 Minuten
Filmstudio: Studiocanal FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Deutsch Dolby True HD
Deutsch Dolby Digital 2.0
Englisch Dolby Atmos
Englisch Dolby True HD
Englisch Dolby Digital 5.1
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Apocalypse Now Trailer:

Korea gegen China: Hat Hisense Technologien von LG geklaut?

LG Electronics verklagt TV-Hersteller und Mitbewerber Hisense. Angeblich hat das chinesische Unternehmen vier Patente des koreanischen Unternehmens verletzt. 

LG Electronics reichte Klage im US-Staat Kalifornien ein und fordert laut Berichten südkoreanischer Quellen eine hohe, jedoch noch nicht öffentlich kommunizierte, Schadensersatzsumme. Der Gegenstand der Klage ist die Verletzung von vier Patenten die bei der Produktion und Steuerung von TV-Geräten zum Einsatz kommt. LG Electronics behauptet, dass die überwiegende Mehrheit der in den USA verkauften Hisense-Fernsehgeräte von den betreffenden Patenten Gebrauch machen.

Unter den vier Patenten befindet sich eine Montagetechnologie, mit der eine stabile und gleichmäßige Lichtverteilung bei LED-LCD-Displays erfolgen kann. Das zweite Patent betrifft die Benutzeroberfläche und wie sich Geräte von Drittanbietern mit den Fernsehern verbinden können. Die letzten Patente beschreiben Verbesserungstechnologien der Bildschärfe und ein Verfahren zur Erhöhung der WiFi Datenübertragungsraten auf TV-Geräte.

Hinsense ignorierte Anfragen von LG

Die Klage war laut Aussage von LG der letzte Schritt, da Hisense alle Verhandlungsanfragen ignoriert und nicht reagiert hat. Das ist vielleicht nicht ganz unverständlich, da LG Electronics in der Kommunikation den Verkaufsstop von Produkten gefordert hatte, die eines oder mehrere dieser Patente verletzten. „Wir werden unsere Patente aggressiv schützen“, sagte das südkoreanische Unternehmen in einer Erklärung.

Hisense TVs wie der H65U8B bieten ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
Hisense TVs wie der H65U8B bieten ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Was genau an der Klage dran ist, werden jetzt die Gerichte in Kalifornien entscheiden müssen. Sollte man der Anklage recht geben, dürfte Hisense eine nicht unempfindliche Summe an LG abtreten dürfen. Ggf. müssen betroffene TV-Geräte wirklich aus dem Verkauf genommen werden. Das sich LG Electronics den Mitbewerber Hisense für seine Klage „ausgesucht“ hat, ist vielleicht auch nicht kompletter Zufall.

Direkter Angriff auf die chinesische Konkurrenz

LG ist nach Samsung der weltweit zweitgrößte TV-Hersteller. Die koreanischen „Platzhirsche“ haben seit Monaten unter sinkenden Verkaufszahlen im TV-Segment zu kämpfen. Schuld daran soll der Preisverfall im LCD-Segment sein und die zunehmende Konkurrenz aus China, die ihre Modelle zum Teil für „Schleuderpreise“ auf die internationalen Märkte werfen. Da wäre es nur von Vorteil, einem direkten Konkurrenten und „Verursacher“ der TV-Flaute eines auszuwischen.

Hisense hält, nach Angaben von IHS Markit, einen Anteil von 6,2% am gesamten Fernsehmarkt. Samsung liegt mit einem Weltmarktanteil von 31,5% an der Spitze, gefolgt von LG mit 16,5%, Sony mit 8,8% und TCL mit 6,3%.

Amazon Fire TV: Echo-Lautsprecher sind nun fürs Heimkino nutzbar

Amazon hat sich etwas Neues für Heimkino-Fans ausgedacht: In Kombination mit einem Fire TV lassen sich einige Echo-Lautsprecher des Unternehmens nun zur Film- und Serienbeschallung verwenden.

Somit haben Besitzer eines Fire TV, die gleichzeitig auch Echo-Lautsprecher besitzen, die Möglichkeit die Smart Speaker statt des TV-Lautsprechers zu verwenden. Möglich gemacht hat Amazon das über ein Firmware-Update, das am 7. November für sowohl aktuelle Fire TV als auch Echo verteilt wurde. Zuvor nahm man an, dass Amazon diese Funktion auf den neuen Echo Studio beschränken würde. Wie es aussieht, sind aber noch viele andere Speaker für ein kabelloses Heimkino-Setup verwendbar.

Das Spielchen funktioniert, indem ihr die Fire TV mit den Echo koppelt. Das ist natürlich kein Ersatz für eine gute Soundbar oder dedizierte Lautsprecher mit AVR, kann aber durchaus eine bessere Lösung sein, als ein schnöder TV-Lautsprecher. Mit welchen Geräten das konkret möglich ist, listen wir noch am Ende des Beitrags für euch auf.

Amazon Fire TV und Echo in Kombination: Die Einrichtung ist kinderleicht

Einrichten könnt ihr euer Setup über die Alexa-App am mobilen Endgerät. Ihr wählt in der App das „+“ oben rechts zur Konfiguration eines neuen Audiosystems. Anschließend erblickt ihr kompatible Fire TV. Habt ihr dort euer Gerät ausgewählt, könnt ihr im nächsten Schritt kompatible Lautsprecher verbinden. Spielt ihr anschließend Audio-Inhalte am Fire TV ab, werden sie automatisch auf eure Echo-Lautsprecher geschossen. Bei Synchronisationsproblemen, also sollten Audio und Video nun asynchron laufen, solltet ihr in den Lip-Sync-Einstellungen Anpassungen vornehmen.

Diese Geräte sind zum Amazon-Heimkino-Setup kompatibel

Auf allen Geräten, die ihr für ein derartiges System einspannen wollt, muss die aktuellste Firmware installiert sein. Außerdem benötigt ihr eben die Alexa App. Folgende Geräte von Amazon sind dabei generell kompatibel:

Amazon Fire TV:

  • Amazon Fire TV Stick 4K
  • Amazon Fire TV (Dritte Generation)
  • Fire TV Cube

Das sind die kompatiblen Echos:

  • Echo Dot (Dritte Generation)
  • Echo (Zweite Generation)
  • Echo (Dritte Generation)
  • Echo Plus (Zweite Generation)
  • Echo Plus (Erste Generation)
  • Echo Dot mit Uhr
  • Echo Studio

Folgende Konfigurationen sind anschließend möglich:

  • 1.0 (ein Echo-Gerät als externer Lautsprecher)
  • 1.1 (ein Echo-Gerät als externer Lautsprecher plus Echo Sub)
  • 2.0 (zwei Echo-Geräte als externe Lautsprecher für Stereo-Sound)
  • 2.1 (zwei Echo-Geräte als externe Lautsprecher für Stereo-Sound plus Echo Sub)

LG könnte faltbaren OLED-TV auf der CES 2020 präsentieren

LG hat bereits einen aufrollbaren Fernseher präsentiert: den Siganture OLED TV R9. Auf der CES 2020 wollen die Südkoreaner offenbar zum nächsten Schlag ausholen und einen faltbaren TV vorstellen.

Zumindest wurde ein neues Patent aufgestöbert, in dem LG ein derartiges Design vorstellt. Wie immer ist das allerdings mit Vorsicht zu genießen: Oft sichern sich Hersteller allerlei Patente, nur am Ende daraus doch kein Produkt für den Massenmarkt zu entwickeln. Die Gründe können vielseitig sein – etwa dass man in der Entwicklungsphase feststellt, dass die Herstellungskosten zu hoch werden oder noch auf technische Probleme stößt.

Das führt uns auch zu einem Punkt, den wir direkt kritisch beurteilen müssen: LG hat ja mit dem eingangs erwähnten Signature OLED TV R9 bereits einen aufrollbaren Fernseher präsentiert, der eigentlich noch in diesem Jahr auf den Markt kommen sollte. Bisher ist davon aber nichts zu sehen. Laut Insidern soll das daran liegen, dass LG Probleme mit der Langlebigkeit entdecken musste und sich bei fortgeschrittener Nutzungsdauer und häufigerem aufrollen Defekte einstellen.

LG könnte bereits für die CES 2020 einen faltbaren TV planen

Kann ein faltbarer OLED-TV da also möglich sein und am Ende ohne solche Probleme tatsächlich marktreif sein? Denken wir an Foldables im mobilen Segment, so hatte auch Samsung da ja etwa viele Anlaufschwierigkeiten mit seinem Galaxy Fold, das mehrfach verschoben werden musste. LGs faltbarer OLEd-Fernseher soll sich jedenfalls auf ähnliche Weise zusammenklappen lassen und dadurch auch leicht transportierbar sein. Und wer würde nicht gerne einfach mal den TV aus dem Wohnzimmer für einen Abend ins Schlafzimmer versetzen?

LGs Patent für einen faltbaren TV stammt bereits aus dem März 2019

Auch für den Transport zu etwa einem Campingplatz könnte so ein faltbarer TV bei vielen Anwendern willkommen sein. Angemeldet hatte LG das Patent im Übrigen bereits im März 2019, bewilligt wurde es Mitte September 2019. In den faltbaren TV soll auch direkt eine Soundbar integriert sein. Dabei soll der TV zudem ein sehr breites Format nutzen – 21:9, wie man es von Cinemascope-Kinofilmen kennt.

Der faltbare TV von LG soll im Format 21:9 daherkommen

Das Patent wurde im Übrigen nicht von LG Display, sondern von LG Electronics angemeldet, was andeuten könnte, dass man die Technik tatsächlich bereits für tatsächliche Produkte einplanen könnte. Denken wir da eben an den erwähnten R9, dann ist eher vorsichtiger Optimismus angebracht. Nach aktuellem Stand der Dinge könnte jener aufrollbare TV übrigens am 23. Dezember 2019 auf den Markt kommen. Warten wir einfach mal ab.

Disney+ für Amazon Fire TV sowie Smart TVs von LG und Samsung bestätigt

Bisher war offen, ob Disney+ zum Launch auch an den Amazon Fire TV zur Verfügung stehen würde. Nun heißt es aufatmen, denn die beiden Unternehmen haben eine Einigung erzielt.

In den USA geht es schon am 12. November 2019 los: An jenem Datum startet Disney+ in den Vereinigten Staaten offiziell. Aufgrund eines Streits mit Amazon hing bisher aber in der Schwebe, ob der Streaming-Dienst auch über eine dedizierte App an den Fire TV verfügbar sein würde. Glücklicherweise können wir nun Entwarnung geben, denn Amazon und Disney haben such geeinigt. Das ist auch für Disney wichtig, denn um seinen Dienst großflächig zu etablieren, braucht man die Unterstützung der TV- und Player-Hersteller.

Amazon und Disney stritten sich zuvor generell um die Verteilung von Werbeeinnahmen in Apps. Disney+ soll zwar selbst keine Werbung einblenden, wurde aber indirekt in diesen Steit mit hineingezogen. Nun hat man die Verhandlungen aber offenbar abgeschlossen. Und es gibt noch weitere, gute Nachrichten: Disney+ soll zum Launch auch an den Smart TVs von Samsung und LG zur Verfügung stehen. Damit hat man zwei weitere, starke Partner gewonnen.

Die Menüoberfläche von Disney+ erinnert etwas an die Apple TV App
Die Menüoberfläche von Disney+ erinnert etwas an die Apple TV App

Außerdem hat Disney mittlerweile mitgeteilt, dass Disney+ in Deutschland am 31. März 2020 für 6,99 Euro monatlich bzw. 69,99 Euro im Jahr starten wird. An den Amazon Fire TV soll sich Disney+ sogar mit der universellen Suche über Alexa verbinden. Ihr könnt also über die Sprachsteuerung also sogar gezielt nach Inhalten bei Disney+ suchen.

Auf diesen Plattformen steht Disney+ zum Launch bereit

Wir hatten bereits vor einer Weile eine Liste veröffentlicht, welche die bisher bestätigten Plattformen enthielt, auf denen Disney+ zum Launch stramm stehen wird. Jene Liste haben wir nun an dieser Stelle für euch aktualisiert. Genauere Informationen dazu, an welchen TV-Modellen von LG und Samsung die App für Disney+ zur Verfügung stehen wird, reichen wir nach, sobald sie uns vorliegen. Zumindest Besitzer von 4K- und 8K-Fernsehern aus dem Jahr 2019 sollten auf der sicheren Seite sein.

  • Apple TV (tvOS)
  • Amazon Fire TV (Neu)
  • Android
  • Android TV (damit natürlich auch die Nvidia Shield TV)
  • Chromecast
  • Desktop-Browser
  • Samsung Smart TVs (Neu)
  • Apple iPad (iPadOS)
  • Apple iPhone (iOS)
  • PlayStation 4
  • LG Smart TVs (Neu)
  • Roku
  • Roku TV
  • Microsoft Xbox One

LG OLED & Nano TVs räumen bei den CES Innovation Awards 2020 ab

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LG Electronics hat sich mehrere CES 2020 Innovation Awards gesichert, unter anderem für seine OLED-Displaytechnologie, die neuen NANOCell-TVs sowie für die TV-Plattform webOS!

OLED-TV-Technologie erhält ein „Best of Innovation“-Award, die höchste Auszeichnung die von der Jury im Rahmen der CES vergeben wird. Damit schaffen es die OLED Fernseher bereits zum dritten mal in den letzten fünf Jahren den Innovations-Award für sich gewinnen. Zu den Beweggründen der Jury zählt unter anderem „perfektes Schwarz, beeindrukend exakte Farbreproduktion und unerreichte HDR-Performance“. Zählt man die Produktkategorien Haushaltsgeräte und Smartphone dazu, wird LG Electronics bereits seit acht Jahren mit der höchsten Auszeichnung der Messe belohnt.

Neuer „NEXTGEN-TV“ von LG

Besonders hervorheben möchte LG den Innovation Awards für einen noch nicht angekündigten „NEXTGEN-TV“. Dieser soll den neuen ATSC 3.0 TV-Standard unterstützten, welcher jedoch nur für Nordamerika und Kanada interessant ist. Zudem verspricht LG ein breites TV-Portfolio mit 8K- und 4K Ultra HD Fernsehern, sowie Audio- und Computerprodukte, die erstmals auf der CES 2020 der breiten Masse vorgestellt werden.

LG 86NANO85
Der LG 86NANO85 (85 Zoll) konnte sich die CES Innovation Awards 2020 Honoree Auszeichnung in der Kategorie Gaming sichern

Nano-TV perfekt für HDR-Gaming

Einen Mini-Einblick in LGs Produktdesign 2020 liefert der CES Innovation Award 2020 in der Kategorie Gaming. Das Monster-Display des 86NANO85 misst 85 Zoll (215 cm) und liefert laut Aussage der Jury „fortgeschrittenen Bildqualität mit seinem dynamischen Tone-Mapping Algorithmus der für HDR Gaming optimiert wurde“.

LG Web OS Plattform CES Innovation Awards
Die LG webOS Plattform unterstützt auch Apple AirPlay 2 und bald auch die Apple TV App

webOS überzeugt mit KI und IoT

Zudem wurde LGs fortschrittliche webOS Nutzeroberfläche mit einem Award ausgezeichnet – zurecht wie wir finden. WebOS ist intuitiv, schnell und bedienerfreundlich und wird von LG durchgehend mit neuen Features erweitert. Die CES Jury lobt unter anderem die Integration der LG ThinQ IoT Plattform, den KI-unterstützte Spracherkennungs-Service sowie „Multi-AI-Support“, womit Google Assistant, Amazon Alexa, Apple AirPlay 2 und HomeKit gemeint ist.

Wir werden in diesem Jahr wieder auf der CES 2020 vertreten sein und freuen uns bereits für euch vom Messefloor berichten zu dürfen!

Amazon bewirbt erste Überraschungsangebote als Vorgeschmack auf den Cyber Monday

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Amazon reichen wohl die zwei Cyber Monday Wochen nicht aus und so formt das Unternehmen mit den „Überraschungsangeboten“ ein Verkaufsevent vor dem Verkaufsevent! 

Hier geht es zur Aktion!

Update I: Die Überraschungsangebote auf Amazon sind gestartet. Die Aktion läuft vom 8. bis zum 12. November 2019 und beinhaltet unzählige Vorteils-Angebote aus den unterschiedlichsten Kategorien wie „Top Marken„, „Unterhaltung„, „Blitzangebote“ oder „Neu bei Amazon„. Einige Verkaufskategorien scheinen jedoch noch nicht korrekt befüllt zu sein (z.B. Smart Home), weshalb es sich lohnt mehrmals in die Aktion zu sehen.

Originalbeitrag: Bereits heute liefert Amazon einen Vorgeschmack auf die „Überraschungsangebote“ die eigentlich erst ab dem Freitag (8. November) starten sollen. Rund 100 Schnäppchen aus verschiedenen Kategorien locken mit ihren Preisreduzierungen. Vor allem Technik im niedrigen und mittleren Preissegment bis 200 Euro steht dabei im Fokus. In den Angeboten finden z.B. beine vergünstigte Ricoo TV-Halterung für 38,99 Euro, das Cubot Max Smarpthone ab 67,99 Euro, drahtlose Bluetooth Kopfhörer, oder eine faltbare Drohne mit GPS und 2K Kamera für 247 Euro.

Die rund 100 Angebote sind in ein paar Minuten durchgesehen, man verfällt somit nicht in ein „Stöber-Loch“, was den Einkaufsspaß dämpft. Wir sind gespannt, was Amazon für den eigentlichen Start der Verkaufsaktion geplant hat. Vielleicht bekommen wir dann mehr Technik von namhaften Hersteller präsentiert.

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In den letzten beiden Jahren hat Amazon die Laufzeit seiner Cyber Monday „Festivitäten“ sukzessive verlängert. Bereits jetzt wurden die Countdown-Angebote auf zwei Wochen verlängert. Das ganze Event fußt dann im Cyber Monday der in diesem Jahr relativ spät auf den 2. Dezember 2019 fällt. Der Shopping Gigant ist aber ganz gut darin sich Einkaufs-Events übers Jahr zu überlegen um die Kauflaune oben zu halten. Sommer- und Herbstschnäppchen oder der Prime Day sind gute Beispiele für Einkaufsevents, die es vor einigen Jahren noch nicht gab.

Jetzt startet vor der eigentlichen Cyber Monday Week noch die Überraschungsangebote. Hoffentlich handelt es sich hier um gut kuratierte Schnäppchen und nicht um eine Flut an Pseudo-Angeboten, wie man sie auch schon auf Amazon gesehen hat.

Hier findest du alle Informationen rund um den Cyber Monday und den damit verbunden Countdown-Angeboten! Weitere Angebote, Schnäppchen und Aktionen findest du HIER!

Disney Plus startet am 31. März 2020 in Deutschland

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Mit etwas Verzögerung kommt der neue Streamingservice Disney Plus nach Deutschland. Hierzulande kann ab dem 31. März 2020 auf das riesige Portfolio an hochwertigen Inhalten zugegriffen werden.

Der deutsche Instagram-Account von Marvel hat als einer der ersten offiziellen Kommunikationskanäle den Deutschlandstart von Disney+ veröffentlicht. In den USA, Kanada und den Niederlanden startet der Service bereits am 12. November 2019. Es wurde schon länger gemunkelt, dass der neue Streaming-Gigant erst im Frühjahr nächsten Jahres weitere Märkte erobert. Jetzt ist es offiziell, dass sich deutsche Fans noch eine ganze Weile bis zum 31. März 2020 gedulden müssen. 

„Etwas geschieht, etwas Besonderes“, so startet der perfekt geschnittene Trailer auf dem Instagram-Account von Marvel_de. In nur wenigen Sekunden zeigt das Preview-Video die Breite und Stärke des Disney-Portfolios. Filme und Serien rund um Disney, Pixar, Star Wars, Marvel und National Geographic erwartet uns. Dazu gesellen sich noch unzählige Original-Produktionen wie z.B. die Live-Action-Serie „The Mandalorian“ aus dem Star Wars Universum.

Wie viel kostet Disney Plus?

In Deutschland soll der Streamingdienst 6.99 Euro im Monat kosten. Es wird auch ein Jahresabonnement für 69.99 Euro angeboten (2 Monate sparen). Im Preis bereits inbegriffen sind Videostreams in bester Bild- und Klangqualität. Die Inhalte liegen zum Teil sogar in 4K Qualität mit HDR (inkl. Dolby Vision) sowie Dolby Atmos 3D-Ton bereit! Mitbewerber Netflix verlangt für die höchste Qualitätsstufe aktuell 15.99 Euro, bietet dafür jedoch nicht so viele Blockbuster-Inhalte an, sondern konzentriert sich auf Original-Serien und Filme. Es wird erwartet, dass der Start von Disney Plus einen weitaus stärkeren Einfluss auf die Industrie haben wird, als der kürzlich gestartete Service „Apple TV+“.

Wer sich über den Stand von Disney Plus auf dem Laufenden halten möchte, kann den kostenlosen Newsletter auf www.disneyplus.com abonnieren.

Netflix verabschiedet sich von älteren Samsung TVs

Samsung warnt aktuell Nutzer älterer Fernsehgeräte, dass sich die App für Netflix von ihren TVs verabschieden wird. Betroffen sind allerdings nur Geräte aus den Jahren 2010 und 2011.

Wer also einen aktuellen 4K-TV besitzt, ist von diesem Schachzug nicht betroffen. Wer allerdings noch nicht den Umstieg gewagt hat und noch mit einem 1080p-Fernseher seinen Alltag bestreitet, sollte eventuell ein Upgrade abwägen. Allerdings gibt es natürlich auch Alternativen. Zum Beispiel ist es freilich möglich, an älteren Fernsehgeräten einfach externe Streaming-Zuspieler zu nutzen – beispielsweise einen Amazon Fire TV Stick.

Netflix wird jedenfalls auf Samsung-Fernsehern aus den Jahren 2010 und 2011 ab dem 1. Dezember 2019 herausfallen. Allerdings kommuniziert das Unternehmen aktuell dazu noch etwas diffus. Während man auf der zentralen Unternehmens-Website auf den Umstand hinweist (siehe Quelle), trifft Samsung Deutschland eine andere Aussage:

Samsung wurde kürzlich von Netflix darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Netflix-App ab dem 1. Dezember 2019 für ausgewählte Smart-TV- Modelle aus den Jahren 2010 und 2011, die in Kanada und den USA verkauft wurden, nicht mehr unterstützt wird. Deutsche Geräte sind davon derzeit nicht betroffen. Verbraucher mit entsprechenden Modellen erhalten eine Benachrichtigung von Netflix, die sie über diese Änderung informiert, wenn sie die App auf ihrem Smart TV öffnen. Für Verbraucher mit diesen Modellen gibt es zahlreiche andere von Netflix unterstützte Geräte, die an einen Smart TV angeschlossen werden können, um auf die App zuzugreifen.

Netflix äußert sich ebenfalls zur Lage

Netflix selbst hat ebenfalls Stellung bezogen. Auch der Streaming-Anbieter beruft sich dabei auf technische Einschränkungen. Eine Liste mit den konkreten, betroffenen Modellen wurde bisher nicht veröffentlicht. Wer betroffen sei, werde aber eine E-Mail erhalten, damit rechtzeitig die Chance bestehe auf andere Geräte auszuweichen.

Auch wenn Samsung Deutschland wiederum in der Stellungnahme erklärt, dass deutsche Nutzer nicht betroffen sein werden, sollte man da wohl mal ein Auge drauf haben. Wer noch einen Fernseher aus dem Jahr 2010 oder 2011 nutzt und sich nicht mit vorinstallierten Apps herumärgern will, damals war die Performance jener Anwendungen auf Smart TVs deutlich schlechter, sollte eben abwägen entweder zu einem neuen TV zu greifen oder eine externe Lösung dranzuhängen. Schließlich stehen ohnehin die Cyber-Monday-Angebote bald an.