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Sony präsentiert Prototyp mit neuer Mini-LED-Displaytechnologie für 2024

Es gibt erste Informationen zu Sonys Next-Generation Mini-LED-LCD Bildschirmtechnologie für TV-Geräte. Wird diese bereits 2024 im Sony X95M zum Einsatz kommen?

Viel zu spät zur Schulaufgabe erscheinen, nur um diese dann mit einer glatten 1+ zu bestehen? Genau so lief es im vergangenen Jahr, als Sony als einer der letzten TV-Hersteller seine Premium-Geräte für das Weihnachtsgeschäft in den Handel schickte. Der 4K QD-OLED TV der A95L-Serie konnte sich in mehreren Vergleichstests als bestes TV-Gerät 2023 behaupten. Doch Sony ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern arbeitet bereits an weiteren Innovationen, die in naher Zukunft unser audiovisuelles Empfinden auf die Probe stellen sollen. So wurden mehrere Pressevertreter ins Hauptquartier von Sony nach Tokyo eingeladen, um einen ersten Blick auf deren neue Mini-LED-LCD Displaytechnologie zu werfen, die vielleicht schon in diesem Jahr in ersten Konsumentenprodukt in den Handel gelangt.

Die Informationen stammen von flatpanelshd.com und wie alle anderen Teilnehmer der Pressreise, dürfen keine genauen Spezifikationen, Displaygrößen oder gar Fotografien geteilt werden. Denn eine unterschriebene Verschwiegenheitserklärung soll noch bis Mai 2024 gelten und dafür sorgen, dass Sony seine neue Mini-LED-Displaytechnologie selbst mit einem großen Knall präsentieren kann. Es gibt jedoch bereits einige Details, die auf jeden Fall Lust darauf machen, woran Sony derzeit arbeitet.

Beehrt uns Sonys „Mini-LED-LCD 2.0“ bereits 2024?

Als Erstes: Die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht, dass wir die neue Mini-LED-LCD-Displaytechnologie noch in diesem Jahr zu sehen bekommen. Womöglich sogar in einem marktreifen Produkt für Endkunden. Ob das Produkt dann mit einer eigenen Serie, oder als Nachfolger des X95L eingeführt wird (X95M), darüber lässt sich derzeit nur spekulieren. Fest steht, die Verbesserungen, die die neue Displaytechnologie mit sich bringt, hat einen bleibenden Eindruck bei den Journalisten hinterlassen (haben wir auch bereits von anderen Quellen gehört).

Wie gut sich Sonys Mini-LED-Prototyp wirklich gegenüber den Konkurrenz- und Vorjahresprodukten geschlagen hat, dass wissen derzeit nur die Redakteure, die vor Ort waren (Illustation)
Wie gut sich Sonys Mini-LED-Prototyp wirklich gegenüber den Konkurrenz- und Vorjahresprodukten geschlagen hat, dass wissen derzeit nur die Redakteure, die vor Ort waren (Illustation)

Das ganze erinnert uns übrigens sehr an die optimierten TV-Varianten, mit Backlight Master Drive, mit denen sich der japanische TV-Hersteller vor mehreren Jahren der Konkurrenz meilenweit voraus war. Und Sony scheint sich jetzt auch im Bereich Mini-LED-LCD einen ähnlichen Vorsprung herausarbeiten zu wollen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen alle drei Komponenten, die sich für eine gute Bildqualität verantwortlich zeigen, optimiert werden:

  • Der Bildprozessor, der für die Aufteilung des Eingangssignals in LCD- und LED-Hintergrundbeleuchtungsdaten verantwortlich ist (manchmal auch als „Dimm-Algorithmus“ bezeichnet).
  • Der Treiber (Driver), der mit der Umwandlung der LED-Hintergrundbeleuchtungsdaten in analoge Signale beauftragt ist.
  • Und die (Mini-)LED-Hintergrundbeleuchtung, die das elektrische Signal in sichtbares Licht umwandelt (das dann von der LCD-Anzeige für Licht-/Farbpegel reguliert wird).

Neuer 22-bit-Driver für Sonys 2024 Premium-Mini-LED

Sony ist der Ansicht, dass sie diese Disziplinen besser beherrschen als jeder andere, auch wenn seine LCD-Fernseher nicht immer die höchste Anzahl an Dimmingzonen unter den Fernsehherstellern aufweisen. Im Jahr 2024 wird Sony auf einen neuen 22-Bit-MiniLED-Treiber umsteigen (10-Bit aktuell + 12-Bit-PWM, während das LCD-Panel weiterhin 10-Bit bleibt). Das Unternehmen behauptet, dass dieser Treiber der weltweit kleinste ist und damit die Integration von mehr Dimmingzonen ermöglicht.

Sony X95L 4K Mini-LED-TV von Sony
Der X95L 4K-Mini-LED-TV wird 2024 womöglich von einer neuen Mini-LED-Displaytechnologie abgelöst (vielleicht X95M)

Der MiniLED-LCD-Fernseher aus dem Jahr 2024 wird mehr Dimmingzonen aufweisen. Obwohl Sony die genaue Anzahl der Zonen nicht bekannt gibt, sagte es, dass jede TV-Größe mehr Zonen als das entsprechende Z9D/ZD9 haben wird, das 2016 den Standard für lokales Dimmen deutlich angehoben hat. Natürlich hat es seitdem Fortschritte auf diesem Gebiet gegeben.

Der ausgestellte 2024 Prototyp, mit dem neuen Mini-LED-Backlight, war bis zu 1.5x heller als das X95L Topmodell aus dem letzten Jahr, obwohl der Stromverbrauch um die 10-15 Prozent niedriger war. Im Eco-Modus, soll die Stromersparnis sogar bei 30 Prozent liegen. Ob sich diese Zahlen auch bis zum Marktstart der Displaytechnologie behaupten können, werden wir sehen. Sony wird hier sicherlich noch in die Feinabstimmung gehen.

Sonys neue Mini-LED-Technologie überzeugt im Vergleich

Sony hat seinen neuen Mini-LED-Prototyp auch in einer Testumgebung gegen bereits erhältliche TV-Geräte antreten lassen, damit sich die Redakteure davon überzeugen konnten, welches Potenzial in der Displaytechnologie steckt. Im ersten Testballon wurde das LCD-Panel zur Hälfte entfernt, um zu zeigen, wie effektiv die Dimmingzonen des Mini-LED-Backlights arbeiten. Ihr könnt euch das in etwa so vorstellen (ZD9 aus 2016):

Der Prototyp wurde neben einen Samsung NEO QLED Mini-LED-TV gestellt, bei dem ebenfalls die Hälfte des LCD-Displays entfernt wurde. In sehr hellen Szenen soll der Prototyp das Modell des TV-Marktführers Samsung deutlich übertroffen haben. Das Dimming auf dem Samsung Neo QLED TV war in hellen Szenen wohl etwas „agressiv“ bzw. lies die Leuchtmittel mit Vollgas laufen. Sonys Mini-LED-Prototyp soll hier weitaus feiner abgestimmt haben, welche Lichtleistung für den jeweiligen Bildbereich benötigt wird und orientierte sich hier weitaus besser an der Signalquelle. An dieser Stelle müssen wir anmerken, dass es sich sich leider nicht prüfen lies, ob Sony das Konkurrenzprodukt mit „übersteuerten“ Bildeinstellungen hat laufen lassen (z.B. Dynamik-Bildmodus).

2024 Prototyp steckt Vorjahresmodelle in die Tasche

Im zweiten Test trat der 2024 Mini-LED-Prototyp gegen seine Geschwister aus dem Vorjahr an. Der Sony X95L (2023 Mini-LED-TV) und A80L (2024 WOLED TV) konnten dem 2024-Modell wohl nicht das Wasser reichen. Während der OLED noch in Szenen mit niedriger Luminanz mithalten konnte, musste sich das Modell jedoch in hellen Szenen deutlich geschlagen geben. Auch bei der Durchzeichnung von Details in hellen und dunklen Bildbereichen, konnte der „X95M“ die Vorjahresmodelle übertrumpfen.

Es ist sicherlich ziemlich schwer, keinen visuellen Vergleich zu haben, sondern nur eine Beschreibung der Displaytechnologie. Wir können nur hoffen, dass wir schon bald Sonys 2024 Mini-LED-Prototyp oder ein marktfertiges TV-Produkt zu sehen bekommen, um euch entsprechend Bilder und weitere Informationen liefern zu können.

DAZN Unlimited: Neue Tarifstruktur beim Sport-Streaming-Angebot

Der Sport-Streaming-Anbieter DAZN passt erneut die Preise an. Obendrein hat man seine Tarifstruktur neu aufgezogen.

Dabei fällt es immer schwerer den Überblick zu behalten, denn DAZN bietet zum einen unterschiedliche Abonnements mit verschiedenem Inhalts- und Leistungsumfang an, zum anderen gibt es aber auch noch Optionen mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit sowie die Jahresabos.

Blicken wir zunächst auf DAZN World, das Einstiegsangebot. Das Abonnement kostet 6,99 Euro, wenn man sich für 12 Monate bindet. Wer es vorzieht, monatlich kündigen zu können, muss 9,99 Euro im Monat zahlen. Als mittlerer Tarif agiert weiterhin DAZN Super Sports. Hier fallen 19,99 Euro im Monat bei Bindung für 12 Monate an. Wer monatlich die Chance auf eine Kündigung haben will, zahlt 24,99 Euro im Monat. Bei beiden Tarifen sind die Preise identisch geblieben.

DAZN schlüsselt seine Tarife neu auf.
DAZN schlüsselt seine Tarife auf.

Anders sieht es beim umfangreichsten Tarif DAZN Unlimited aus. Grundsätzlich kann man diesen Tarif weiterhin für 29,99 Euro im Monat buchen, allerdings nur, wenn direkt für 12 Monate gezahlt wird – 359,99 Euro als Einmalzahlung. 34,99 Euro fallen monatlich an, wenn die monatliche Zahlungsweise gewählt wird. Wer die Option wünscht, monatlich kündigen zu können, zahlt stolze 44,99 Euro im Monat.

DAZN: Für die meisten Bestandskunden bleibt alles beim Alten

Laut DAZN selbst bleibe für die meisten Kunden alles beim Alten. Es seien allerdings einige, wenige Bestandskunden betroffen, die noch „alte“ Preise für ein flexibles Monatsabo bezahlen. Jenen wolle man jetzt neue Optionen anbieten – mit Sicherheit zu schlechteren Konditionen als bisher. Betroffene sollen zeitnah kontaktiert werden. Automatische Anpassungen der Preise will DAZN hingegen nicht vornehmen.

Letzteres ist aber kein dolles Zugeständnis, sondern ohnehin nicht mehr erlaubt. Vielmehr muss DAZN bei Preisanpassungen in laufenden Verträgen zunächst die aktive Zustimmung der Kunden einholen. Zuletzt hatte DAZN dabei Mitte 2023 die neuen Preise eingeführt.

WOW: Preiserhöhung für das Sport-Abo auf 35.99 Euro pro Monat

WOW erhöht die Preise für sein Abonnement mit Live-Sport. Ab dem 15. Februar 2024 sollen die Kunden einen Aufpreis zahlen.

Aktuell kostet das Abonnement von WOW Live-Sport 29,99 Euro im Monat. Doch das wird ab dem 15. Februar 2024 leider Geschichte sein. Denn dann erhöht sich der Preis für jenen Tarif um 6 Euro. Wer also über das monatlich kündbare Streaming-Angebot von Sky Deutschland etwa Fußball verfolgen will, muss fortan 35,99 Euro im Monat zahlen.

Hier geht es zum kompletten Angebot von WOW

Die Preiserhöhung betrifft zum genannten Stichtag direkt nicht nur Neu-, sondern auch Bestandskunden. Ausnahme ist, wenn ihr ein Abonnement abgeschlossen habt, dessen Laufzeit noch nicht vorüber ist – etwa ein Jahresabo. Dann greift die Preiserhöhung für WOW Live-Sport natürlich erst ab dem nächsten Abrechnungszeitraum bzw. ab der nächsten Verlängerung.

Sky und WOW nennen die Highlights für Januar 2023.
WOW ist das Streaming-Angebot von Sky Deutschland.

Seid ihr unsicher, ab wann ihr für WOW Live-Sport mehr zahlen sollt? Prüfen könnt ihr das Ganze über den Unterbereich „Mein Konto“ im Menü der App. Wählt dort den Bereich „Meine Abos“. Dort seht ihr, ab wann konkret die Preiserhöhung für euch greifen wird.

WOW liegt mit der Preiserhöhung voll im Trend

WOW Live-Sport gibt sich damit einem Trend hin, der 2023 schon bei etlichen Streaming-Anbietern zu teilweise drastischen Preiserhöhungen geführt hat. Beispielsweise hat Apple für Apple TV+ die Preise um mehr als 40 % nach oben geschraubt. Wie lange die Abonnenten den jeweiligen Anbietern noch die Treue halten, muss sich zeigen. Schließlich sind auch deren Budgets irgendwann erschöpft.

Bei WOW kommt hinzu, dass es bezüglich der Technik noch Optimierungsbedarf gibt. So bietet der Streaming-Dienst weder 4K-Auflösung noch etwa HDR, Dolby Vision oder 3D-Sound via Dolby Atmos. Bislang hat der Betreiber Sky Deutschland auch keine echten Ambitionen gezeigt, das zu ändern. Doch mit steigenden Preisen gehen auch steigende Ansprüche der Kunden einher. Mal sehen, ob man gewillt ist, jene zu erfüllen.

VESA Adaptive Sync: Neue Funktionen für Gaming-Monitore mit Version 1.1a vorgestellt

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Die VESA hat Adadptive Sync auf die neuen Spezifikationen 1.1a gehievt. Der neue Standard berücksichtigt erweiterte Funktionen von Gaming-Monitoren.

Die VESA fasst unter Adaptive Sync im Grunde die VRR-Fähigkeiten (Variable Refresh Rate) eines Displays zusammen und erteilt entsprechende Zertifizierungen, welche die Hersteller von Monitoren dann für ihr Marketing nutzen können. Im neuen Standard VESA Adaptive Sync 1.1a berücksichtigt man nun kommende Dual-Mode-Gaming-Monitore.

Gemeint sind damit Gaming-Monitore, die unterschiedliche maximale Bildwiederholrate anlegen können – je nachdem, mit welcher Auflösung sie operieren. So kommen 2024 Gaming-Monitore auf den Markt, die etwa bei 4K eine andere maximale Bildwiederholrate anlegen, als bei 1080p. Ebenfalls erlaubt man es jetzt den Herstellern auch sogenannte „Overclocked“-Modi separat zertifizieren zu lassen. Dabei liegen in der Regel ebenfalls erhöhte Bildwiederholraten an.

Die neue Kennzeichnung zeigt, welche Bildwiederholraten bei welcher Auflösung greifen.
Die neue Kennzeichnung zeigt, welche Bildwiederholraten bei welcher Auflösung greifen.

Generell sind diese unterschiedlichen Modi für abweichende Settings für die Auflösung und die Bildwiederholraten keine Neuheit. Die VESA berücksichtigt dies aber eben erstmals in dem Standard Adaptive Sync. Für euch als Kunden ändert sich dadurch im Grunde nichts, außer dass entsprechende Monitore, die zertifiziert worden sind, klar gekennzeichnet werden. Das soll etwas mehr Transparenz schaffen. Wie das obige Bild zeigt, könnt ihr etwa direkt ablesen, welche Bildwiederholraten jeweils bei welcher Auflösung greifen.

VESA gibt Spezifikationen von Adaptive Sync 1.1a bekannt

Im Detail setzt die VESA im Übrigen voraus, dass bei einer Dual-Mode-Zertifizierung bei der höheren Auflösung des jeweiligen Displays mindestens 144 Hz möglich sind. Obendrein darf der Low-Resolution-Modus mit erhöhter Bildwiederholrate 1080p nicht unterschreiten. Erste Produkte, die auf die neue Zertifizierung zurückgreifen werden, dürften wir schon im Rahmen der CES 2024 in Las Vegas erblicken.

LG etwa bringt mit dem 32GS95UE einen Gaming-Monitor mit OLED-Panel und 32 Zoll Diagonale auf den Markt, der wahlweise bei 4K 240 Hz und bei 1080p 480 Hz ermöglicht. Asus hingegen hat den ROG Swift PG32UCDP in petto, der mit dem gleichen WOLED-Panel die gleichen Modi unterstützt.

LG webOS 24 für alle Smart-TVs aus dem Modelljahr 2022 bestätigt

LG geht ab webOS 24 neue Wege in Bezug auf die Update-Strategie. Davon profitieren Besitzer von TV-Modellen aus dem Jahr 2022!

So hatten wir schon aufgegriffen, dass LG ab dem Modelljahr 2024 für vier Jahre große webOS-Updates verteilen will. Zuvor lief es so, dass der Hersteller die aktuelleste Version seines Betriebssystems jeweils auch nur für die neueste TV-Generation zur Verfügung stellte. Jetzt gibt es allerdings eben auch gute Nachrichten für diejenigen, die einen Smart-TV von LG aus dem Jahr 2022 besitzen.

Laut LG versorge man alle seine TV-Geräte aus dem Jahr 2022 mit einem Upgrade auf webOS 24. Das heißt, die Fernseher erhalten damit das neue Homescreen-Design und die erweiterten Personalisierungsoptionen. So lassen sich bis zu zehn Nutzerprofile anlegen. Offen ist, ob bzw. welche Funktionen der Smart-TVs von 2024 möglicherweise die älteren Modelle erreichen. Etwa bieten die neuen TVs Features wie AI Sound Pro, Dynamic Tonemapping Pro oder verbessertes KI-Upscaling.

Der LG G4 nutzt erneut Mikro-Linsen.
Der LG G4 nutzt erneut Mikro-Linsen.

Wir gehen aber davon aus, dass die genannten Funktionen eher am Chipset hängen und daher nicht für ältere Modelle nachgeliefert werden. Offen ist im Übrigen auch noch der genauere Zeitraum, in dem LG das Update auf webOS 24 für die Fernseher aus dem Jahr 2022 verteilen wird. Jedenfalls wird das gesamte Line-up bedacht – inklusive beispielsweise der beliebten LG OLED C2, der QNED-Modelle mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, aber etwa auch der LG OLED Flex und LG OLED Objet Collection Posé.

LG webOS wird zur Werbeplattform

Ihr solltet allerdings hinter dieser Strategie nicht nur Vorteile für euch sehen. LG hat in der Vergangenheit bereits klargemacht, dass webOS stärker zu einer Werbeplattform ausgebaut wird. Und auch in der Pressemitteilung zum webOS-Upgrade macht man daraus keinen Hehl. So erklärt LG, dass das neue webOS-Update für ältere Smart-TVs es den Partnern erlaube, ihre Inhalte und Dienste einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

LG nennt Details zu seinen OLED-TVs des Jahres 2024.
LG nennt Details zu seinen OLED-TVs des Jahres 2024.

Da geht es natürlich durch die Blume eben auch um die einheitliche Anzeige von Empfehlungen und Werbung. Im Übrigen will LG zu einem späteren Zeitpunkt auch noch weitere, bereits erhältliche TV-Modelle bestätigen, die webOS 24 erhalten. Sicherlich werden da auch noch mehr Smart-TVs aus dem Jahr 2023 dabei sein.

ZDF will mehr Geld und prophezeit andernfalls Programm-Einschnitte

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Das ZDF fordert wieder einmal mehr Geld. Sollte der Rundfunkbeitrag nicht deutlicher ansteigen, prophezeit man quasi eine Programm-Krise.

Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk viel Sparpotential hat, ist kein Geheimnis. Skandale um den rbb, den NDR und mehr haben das auch 2023 unterstrichen. Viel wissen will man davon allerdings in den Institutionen nicht und nutzt eine geschickte Taktik: So begründet man Forderungen nach mehr Geld stets damit, dass sonst das Programm leiden werde. Es wird also so argumentiert, als wenn nur dort gespart werden könnte.

Dass bei ARD, ZDF und Co. viel Geld in ausufernde Verwaltungsapparate und horrende Gehälter sowie Pensionen fließt, diskutiert man dabei eher ungern. So zeigt dann auch der aktuelle ZDF-Intendant Norbert Himmler bei seinen Forderungen nach größeren Erhöhungen der Rundfunkbeiträge primär darauf, dass angeblich das Programm leiden müsse, wenn man nicht mehr Geld erhalte.

So soll der Rundfunkbeitrag nach aktuellen Entwürfen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ab 2025 um 58 Cent im Monat steigen – auf dann 18,94 Euro. Doch Himmler argumentiert, das werde die Mehrkosten durch die Inflation nicht ausgleichen. Man sieht sich da selbst bereits als „sehr maßvoll“, habe aber bereits Kostensteigerungen von 10 bis 15 % zu stemmen.

Rückhalt des öffentlichen Rundfunks in der Bevölkerung baut ab

Das Problem: Während der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich selbst oft als Garant für die Demokratie bejubelt, schwindet der Rückhalt in der Bevölkerung zusehends. Dazu haben zum einen die Verschwendungsskandale etwa beim rbb beigetragen, aber auch der Unwille von ARD, ZDF und Co. echte Reformen anzugehen. In Zeiten schwindender Reallöhne sind viele Menschen nicht bereit, mehr Geld in das kostspielige Rundfunksystem zu pumpen und wünschen sich größere Strukturreformen.

Auch einige Ministerpräsidenten haben dies daher bereits thematisiert und klargestellt, dass sie Erhöhungen grundsätzlich nicht zustimmen werden. Allerdings ist da auch viel Populismus im Spiel, denn die Bundesländer sind eng an die Empfehlungen der KEF gebunden und können sich faktisch kaum wirklich dagegen stemmen.

König im Kino: Universal steckt Disney 2023 in die Tasche

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Disney muss nach Jahren der Dominanz den Thron für Universal räumen. Im Kino war das zuletzt genannte Studio 2023 weltweit erfolgreicher.

So hatte sich Disney seit 2015 konstant den Thron als das Filmstudio mit den weltweit höchsten Kino-Einspielergebnissen gesichert. Doch 2023 erfolgt ein Wechsel an der Spitze, denn Universal liegt knapp in Führung. Das liegt auch daran, dass Disney im letzten Jahr erstmals seit 2014, lässt man die außergewöhnlichen Pandemie-Jahre 2020 und 2021 außen vor, keinen Blockbuster mit einem Einspielergebnis von mehr als 1 Mrd. US-Dollar vorweisen konnte.

Stattdessen musste Disney 2023 mehrere Flops wie „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“, „Geistervilla“ oder auch „The Marvels“ hinnehmen. Auch Filme wie „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ oder „Arielle, die Meerjungfrau“ blieben in den Einspielergebnissen hinter den Erwartungen zurück. Universal wiederum konnte mit Filmen wie „Der Super Mario Bros. Film“, „Oppenheimer“ und dem Überraschungshit „M3gan“ abräumen.

Regisseur Christopher Nolan rät, die Disc zu "Oppenheimer" zu kaufen.
Regisseur Christopher Nolan rät, die Disc zu „Oppenheimer“ zu kaufen.

Universal veröffentlichte 2023 insgesamt 24 Filme im Kino und jene spielten 4,907 Mrd. US-Dollar ein. Disney kam mit  17 Filmen auf 4,827 Mrd. US-Dollar. Kein Wunder also, dass Disneys Marketing den Zeigefinger hebt und darauf verweist, dass man mit weniger Veröffentlichungen fast genau so viel Geld eingespielt habe wie die Konkurrenz von Universal.

Disney: Profite leiden unter explodierenden Budgets

Allerdings kranken Disneys Filme darunter, dass sie oft mit horrenden Budgets von 200 bus 250 Mio. US-Dollar operieren. Entsprechend viel Geld müssen diese Produktionen einspielen. Dabei stammt keiner der drei erfolgreichsten Filme des Jahres 2023 von Disney. Vielmehr sind das nämlich „Barbie“ (Warner Bros., 1,4 Mrd. US-Dollar), „Der Super Mario Bros. Film“ (Universal, 1,3 Mrd. US-Dollar) und „Oppenheimer“ (Universal, 950 Mio. US-Dollar).

Auf dem dritten Platz der erfolgreichsten Studios 2023, was die Kino-Einspielergebnisse betrifft, ruht Warner Bros. mit 3,84 Mrd. US-Dollar. Sony und Paramount kommen beide schätzungsweise auf je 2 Mrd. US-Dollar. Zu bedenken ist jeweils, dass die Studios dadurch nicht immer unbedingt horrende Gewinne machen.

So kommen zu den jeweiligen Produktionskosten noch Ausgaben für das Marketing plus die Anteile der Kinobetreiber, die abzurechnen sind.

Samsung Odyssey OLED: Drei neue Gaming-Monitore starten zur CES 2024

Samsung stellt zur CES 2024 gleich drei neue OLED-Monitore vor. Es handelt sich um die Odyssey OLED G8, Odyssey OLED G6 und die nächste Generation des Odyssey OLED G9.

Samsung präsentiert zur CES 2024 die Highlights seines diesjährigen Gaming-Monitor-Line-ups:

  • 49 Zoll Odyssey OLED G9 (G95SD), curved, ultrawide, mit 5.120 x 1.440 Pixeln in 32:9
  • 32 Zoll Odyssey OLED G8 (G80SD), flach, mit 3.840 x 2.160 Pixeln in 16:9
  • 27 Zoll Odyssey OLED G6 (G60SD), flach, mit 2.560 x 1.440 in 16:9

Alle drei der OLED-Monitore richten sich an Gamer und sollen dank OLED Glare-Free Reflexionen minimieren. Sie sind zudem für VESA DisplayHDR True Black 400 zertifiziert. Auch AMD FreeSync Premium Pro findet Unterstützung. Als Schnittstellen nennt Samsung wiederum bereits zweimal HDMI 2.1, einen USB-Hub und DisplayPort 1.4. Für gesteigerte Ergonomie verfügen die Modelle Odyssey OLED G8 (G80SD) und Odyssey OLED G6 (G60SD) über einen Pivot-Modus und lassen sich drehen, schwenken und neigen.

Das Flaggschiff Samsung Odyssey OLED G9 (G95SD) lässt sich aufgrund der Größe und des Curved-Designs nicht im Pivot-Modus verwenden. Dieser Monitor kommt auf stattliche 49 Zoll Diagonale im Format 32:9 bei einer Auflösung von 5.120 x 1.440 Pixeln. Gemeinsam hat er mit dem OLED G8, die Funktion Multi Control sowie die Bildwiederholrate von 240 Hz. Multi Control erlaubt es, direkt mit anderen Samsung-Geräten wie einem Galaxy Book Bildinhalte auszutauschen.

Der Samsung Odyssey OLED G9 kommt auf beeindruckende Maße.
Der Samsung Odyssey OLED G9 kommt auf beeindruckende Maße.

Laut Samsung bieten die G8 und G9 zudem nicht nur den Gaming Hub, über den sich direkt Cloud-Gaming-Dienste ansteuern lassen, sondern auch den SmartThings Hub. Über den lassen sich Smart-Home-Geräte mit Matter fernsteuern. Grundsätzlich funktioniert dies auch mit Zigbee und Thread, dann ist aber ein optionaler Dongle notwendig.

Samsung Odyssey OLED: Preise sind noch offen

Der Samsung Odyssey OLED G8 verfügt im Übrigen über 32 Zoll Diagonale im Format 16:9 bei 3.840 x 2.160 Pixeln. Als Reaktionszeit nennt Samsung 0,03 ms (GtG), was für alle drei neuen Odyssey-Monitore gilt. Der OLED G6 erhöht im Übrigen die Bildwiederholrate auf 360 Hz. Dafür löst er auf seinen 27 Zoll jedoch nur mit 2.560 x 1.400 Pixeln auf.

Die neuen Samsung Odyssey OLED.
Die neuen Samsung Odyssey OLED.

Samsung weist den G6 und G8 auch noch die Hintergrundbeleuchtung Core Lightning+ zu. Diese soll wie Philips Ambilight die Umgebung hinter den Gaming-Monitoren dezent ausleuchten. Was fehlt noch? Das sind die Erscheinungsdaten und Preisempfehlungen. Die wird Samsung wohl innerhalb der nächsten Wochen nachreichen.

 

Samsung Odyssey OLED G9 (G95SD) Samsung Odyssey OLED G8 (G80SD) Samsung Odyssey OLED G6 (G60SD)
Display-Typ QD-OLED
Displaygröße 49 Zoll 32 Zoll 27 Zoll
Bildverhältnis 32:9 16:9 16:9
Auflösung 5120×1440 3840×2160 2560×1440
Bildwiederholungs-rate (Max.) 240Hz 240Hz 360Hz
Response Time 0.03ms GtG 0.03ms GtG 0.03ms GtG
Design Curved (gebogen) Flach Flach
Adaptive Sync

AMD FreeSync Premium Pro
Anschlüsse


2x HDMI 2.1
1x DisplayPort 1.4
USB Hub
Tizen (Apps+ Gaming Hub) Ja Ja Ja
SmartThings Hub (+ Matter) Ja Ja Ja
Core Lighting+ Ja Ja Ja
Ergonomie Neigen Neigen Neigen
Höhenverstellbar Höhenverstellbar Höhenverstellbar
Schwenken Schwenken Schwenken
Pivot Pivot

LG OLED 2024: Erster, offizieller Ausblick auf die neuen TVs

LG hat erste Details zu seinen kommenden OLED-TVs des Jahres 2024 verraten. Unter anderem beherrschen die Smart-TVs 4K bei 144 Hz.

Dies gilt auch für die teilweise kabellosen LG OLED Signature M4, welche mit der Zero Connect Box arbeiten. Sie sind jetzt in der Lage, kabellos 4K-Signale mit 144 Hz zu empfangen. Zu beachten ist, dass dies aktuell im Grunde nur für PC-Gamer interessant ist. Denn aktuelle Spielekonsolen wie die PlayStation 5 und Xbox Series X|S erlauben maximal 120 Hz.

Auch die erhalten gebliebenen Funktionen Nvidia G-Sync und AMD FreeSync sind nur an PCs ein Mehrwert. Allerdings bleiben auch Apple AirPlay 2 und Google Chromecast erhalten. Obendrein verweist LG auf das neue webOS 24, das z. B. einen proprietären Sprachassistenten einführt. Jener kann auch individuelle Stimmen erkennen. Auch ist es möglich, in webOS 24 spezifische Nutzerprofile anzulegen.

Der LG G4 nutzt erneut Mikro-Linsen.
Der LG G4 nutzt erneut Mikro-Linsen.

LG hat ebenfalls seine Update-Strategie geändert und versorgt die OLED-TVs des Jahres 2024 für vier Jahre mit neuen webOS-Versionen. Nur die LG OLED M4 und G4 dürfen dabei auf den neuen Chip Alpha 11 setzen. Dieser steigere laut dem Hersteller die KI-Leistung um das Vierfache, die Grafikleistung um 70 % und die Processing-Geschwindigkeit um 30 %.

LG OLED 2024 mit verbessertem KI-Upscaling

Die neuen LG OLED 2024 bringen auch verbessertes K-Upscaing sowie das Dynamic Tone Mapping Pro mit, das auch die neuen QNED-LCDs mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung unterstützen. Wer im Übrigen den LG Siganture OLED M4 in einer kompakteren Größe sucht, wird fündig. Neben der Variante mit 97 Zoll erscheint 2024 auch ein Ableger mit „nur“ 65 Zoll Diagonale.

Im Übrigen verweist LG hier auch auf die Funktion AI Sound Pro, die virtuellen 11.1.2.-Sound über die integrierten TV-Speaker erlaube. Wow Orchestra hingegen ist dafür zuständig, dass sich die TV-Lautsprecher mit kompatiblen Soundbars von LG im Tandem verwenden lassen. Weitere, technische Details zu den LG OLED 2024 erfahren wir dann im Rahmen der CES 2024. Bestätigt ist im Übrigen schon: Die Mikro-Linsen erreichen leider auch 2024 nicht die C-Serie. Sie bleiben den Reihen G und M vorbehalten.

LG DukeBox: Kombi aus Vakuumröhren-Verstärker und transparentem OLED-Display

LG zeigt auf der CES 2024 ein ungewöhnliches Kombi-Prodult: Die DukeBox vereint Vakuumröhren-Verstärker und transparentes OLED-Display.

Es handelt sich hier um eine Entwicklung der LG Labs. Diese Marketingplattform ist auf kreative Ideen und Lösungen spezialisiert, die etwas experimenteller daherkommen. In diesem Fall lässt man eben alte und neue Technologien aufeinandertreffen. Dabei ist man bei LG Electronics von den Entwicklungen der LG Labs offenbar überzeugt: Im Vergleich mit der CES 2023 hat man den Ausstellungsbereich der LG Labs auf der CES 2024 mehr als verdoppelt.

Die neue DukeBox by LG Labs verbindet den Klang von Vakuumröhren-Verstärkern mit der transparenten OLED-Panel-Technologie. Die nach vorne gerichteten Lautsprecher an der Unterseite und der 360-Grad-Lautsprecher an der Oberseite sollen für den passenden Sound Sorge tragen. Dabei lässt sich die Transparenz des OLED-Displays variabel einstellen. Das Ergebnis sei ein Audiosystem mit Vakuumröhre, das wie in einer transparenten Glasbox erscheine.

Die LG DukeBox macht optisch durchaus etwas her.
Die LG DukeBox macht optisch durchaus etwas her.

Obendrein lässt sich auf dem OLED-Display ein Film oder eine Serie ansehen. Allerdings kann dort z. B. auch ein atmosphärisches Kaminfeuer angezeigt werden. Auch die Wiedergabesteuerung ist darüber möglich. Bedauerlicherweise ist jedoch offen, ob die LG DukeBox jemals in Europa auf den Markt kommen könnte. Auch der Preis ist derzeit völlig offen.

LG bringt zweite Generation des Bon Voyage

Sieht man von der DukeBox ab, dann wäre da auch noch die zweite Generation des Bon Voyage. Das ist eine Art Wohnwagen, welcher laut den Südkoreanern unterwegs für Lebensqualität sorgen soll – auch in der Natur. Die zweite Generation ist näher an einem Campinganhänger und misst 2 Meter (Breite) x 3,8 Meter (Länge) x 2,2 Meter (Höhe). Im Inneren können ein Bett, ein Herd, ein Wasseraufbereiter und mehr ihren Platz finden.

LG Bon Voyage: Ein moderner Wohnwagen, könnte man sagen.
LG Bon Voyage: Ein moderner Wohnwagen, könnte man sagen.

Ansonsten weist LG noch auf Duobo der LG Labs hin. Dabei handelt es sich um eine leicht kuriose Kapselkaffeemaschine, die zwei verschiedene Kapseln parallel extrahieren kann, um so einen besonderen Blend zu erzeugen.