Der Hersteller Dough will sich im Markt für OLED-Monitore nach vorne kämpfen. Daher hat man ein neues Modell mit 240 Hz für Gamer vorgestellt.
Der Dough Spectrum Glossy OLED kommt auf 27 Zoll Diagonale und nutzt ein OLED-Panel von LG Display. Die Auflösung steht hier allerdings nicht bei 4K. Stattdessen handelt es sich um ein QHD-Modell mit 2.560 x 1.440 Pixeln. Neben den bereits erwähnten 240 Hz Bildwiederholrate gibt es auch Unterstützung für mehrere VRR-Techniken – Nvidia G-Sync (kompatibel) und AMD FreeSync Premium Pro. Abgedeckt wird ein VRR-Bereich von 48 bis 240 Hz.
Ebenfalls ist der Diugh Spectrum Glossy OLED nach VESA DisplayHDR TrueBlack 400 zertifiziert. Er soll zudem 98,5 % des DCI-P3-Farbraums abdecken. Laut Dough wird ein 10-bit-Panel verarbeitet. Lautsprecher sind leider nicht vorhanden. Als Schnittstellen nennt der Hersteller zweimal HDMI 2.a, 1x USB 3.1 (Upstream) und viermal USB 3.1 (Downstream) sowie DisplayPort. Hervortun will man sich durch sein Hochglanz-Panel, das zwar stärker reflektieren dürfte als matte Pendants, dafür aber die Kontraste in der Wahrnehmung erhöhen könnte.
Einige Eckdaten des Dough Spectrum Glossy OLED.
Geräte können über den Monitor mit bis zu 100 Watt aufgeladen werden. Der USB-Hub bietet zudem einen KVM-Switch. In Europa kostet der Dough Spectrum OLED Glossy 749,99 Euro, was sehr konkurrenzfähig anmutet. Allerdings fehlt im Lieferumfang ein Monitorständer, was wir sehr bedauerlich finden. Für letzteren fallen zusätzliche Kosten von über 100 Euro an.
OLED-Monitore: Beliebtheit bei Gamern wächst
Während OLED-TVs sich wachsender Beliebtheit und Verbreitung erfreuen, sind OLED-Monitor eher noch Exoten. Das liegt auch daran, dass die Burn-in-Gefahr natürlich am Rechner deutlich größer ist. Denn statische Inhalte sind nun einmal bei Office-Anwendungen eher die Regel als die Ausnahme. Die Anforderungen an Monitore sind also andere, als an Fernsehgeräte.
Dough nimmt an, dass ein mattes Panel stärker reflektiert, was wir doch bezweifeln.
Daher gibt es auch vorwiegend OLED-Monitore für Gamer, wo sich diese Technologie naturgemäß recht gut schlägt.
Jetzt im Test: Pulp Fiction auf 4K Ultra HD Blu-ray! Lange haben wir auf die Restauration von Tarantinos Meisterwerk warten müssen. Unser Test verrät, ob sich die 4K Blu-ray von Pulp Fiction lohnt!
Inhalt (100%)
Quentin Tarantino hat gezeigt, dass er es kann. Mit Hilfe von Harvey Keitel und Richard N. Gladstein hat er sein Kinodebüt Reservoir Dogs weitgehend allein realisiert. Die Konzentration auf das Wesentliche, nämlich die Charaktere des Films und das gleichzeitige Weglassen dessen, was jeder andere Regisseur ausgenutzt hätte, macht den Film aus. Das wurde von Kritikern weltweit erkannt. Obwohl man sich keine große Marketingkampagne für Reservoir Dogs leistete, hat der Film fast das Doppelte seiner Produktionskosten wieder eingespielt – auch weil er nicht zimperlich mit Gewalt umging. Der Regisseur, der seit seiner Kindheit zu einem der größten Filmfans der Welt herangewachsen ist, hat bewusst grafische Bilder mit sarkastischem Humor kombiniert und das Ganze mit der coolsten Musik unterlegt, die der historische Plattenschrank hergibt. Im Anschluss haben ihn große Major-Studios angesprochen die ihm unter anderem die Regie für „Speed“ oder „Men in Black“ angeboten hatten – gut, dass er diese Angebote ausgeschlagen hat.
Spontane Ideen sind die besten
Denn Quentin Tarantino hatte bereits eine neue Geschichte im Kopf. Und diese sollte bestätigen, was er mit seinem ersten Film angedeutet hatte. Oder, aus der anderen Perspektive betrachtet: Alle Kritiker, die Reservoir Dogs als Eintagsfliege betrachteten, Lügen strafen. Pulp Fiction kam in die Kinos und das Ergebnis war ein Meisterwerk. Ein junger Drehbuchschreiber benötigt gerade einmal einen Film, um sich die Finger zu lockern, bevor er mit seinem Folgewerk etwas abliefert, das als Instant-Kultfilm in die Geschichte eingeht.
Und das zu Recht. Mit seiner erneut nicht-linearen Erzählweise schafft Pulp Fiction etwas, das sonst nur gute Buchautoren hinbekommen: Einzelne Situationen auf einen bestimmten Punkt hinsteuern und (teilweise) kurz vor der Klimax die Kurve zu einem anderen Handlungsteil vollziehen, nur um dort die Spannung ebenfalls zu erhöhen und die Stränge dann unglaublich elegant zusammenzuführen. Pulp Fiction ist zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jedem Winkel absolutes perfektes Erzählkino. Dass sich Tarantino mit seinem zweiten Film zweieinhalb Stunden Zeit lässt, wird von einigen Unverbesserlichen als Arroganz angesehen haben.
Mit Jules und Vince legt man sich besser nicht an
Umso erstaunlicher, dass Miramax, das Studio der beiden Weinstein-Brüder, die Produktion übernahm. Denn kurz zuvor war der Independent von Disney erworben worden. Die Weinsteins ließen sich auch nicht davon beeindrucken, dass die Bosse von TriStar das Drehbuch zuvor als „zu geistesgestört“ abgelehnt hatten. Mit 8,5 Mio. Dollar Budget ging man ins Rennen und erwirtschaftete weltweit rund 200 Mio. Dollar – ein riesiger Erfolg, der durch die frühzeitige Auszeichnung mit der Goldenen Palme von Cannes sowie das fast einhellige Kritikerlob noch befeuert wurde. Ein Grund, warum man die Ausgaben so kostengünstig halten konnte, war übrigens die gleichmäßige Bezahlung der Hauptdarsteller – sie bekamen 20.000 Dollar/Woche. Geradezu lächerliche Gagen, wenn man bedenkt, dass selbst Hauptakteur Travolta „nur“ sieben Wochen Drehzeit hatte.
Womit wir bei den Darstellern sind. Schon in Reservoir Dogs bewies Tarantino ein absolut glückliches Händchen, doch in Pulp Fiction steigerte er das noch einmal. Ja, Bruce Willis mag damals der bekannteste Name gewesen sein, doch witzigerweise ist es nicht Willis, der hier für die besonders denkwürdigen Momente sorgt. Das sind dann doch eher Uma Thurman und John Travolta. Und just dieser Travolta war vor Pulp Fiction mehr oder weniger in die Untiefen der B-Movies versunken, nachdem er in den 70ern und 80ern durch sein Mitwirken in Tanzfilmen so berühmt geworden war. Viele hatten ihn nach dem zweiten Kuck mal, wer da spricht Sequel bereits abgeschrieben. Tarantino erkannte das nach wie vor vorhandene Potenzial in dem Akteur, wollte ihn aber eigentlich für From Dusk Till Dawn, während Michael Madsen für den Part des Vincent vorgesehen war. Doch nach einem langen Gespräch zwischen den beiden besetzte Tarantino Travolta konsequent gegen den Strich. Heraus kam die coolste Filmrolle der 90er. Punkt.
Mia Wallace ist eine gefährliche Ausgeh-Partnerin
Ihm zur Seite stellte er Uma Thurman, deren Karriere seinerzeit noch in den Kinderschuhen steckte und die nach dieser Kultrolle vollends durchstartete. In den gemeinsamen Szenen der beiden brennt die Leinwand – und das, weil beide Figuren einfach unfassbar cool sind. Nicht, weil sie unnötig romantisiert werden. Dass ein Samuel L. Jackson als Killer-Partner von John Travoltas Figur dazu die großartigsten Sätze in den Mund gelegt bekommt, zeigt, wie grandios das Drehbuch geschrieben ist. Selbstredend integrierte Tarantino erneut sensationelle Filmmusik, ließ erst gar keinen Score komponieren, da er alle relevanten Szenen mit Songs unterlegte.
Alleine diese Musikstücke reichen aus, um sich durch die Popkultur zu zitieren. Doch die Songs sind nur ein Aspekt. Praktisch der ganze Film ist eine Hommage an Hollywood und damit ist nicht nur Travoltas Tanz gemeint (den Tarantino übrigens an Godards Filme angelegt haben möchte, nicht an Travoltas Saturday Night Live). Travoltas Rolle ist so etwas wie eine Selbstreferenz an seine Karriere und man könnte ewig so weitermachen. Kein Wunder, dass US-Kritiker/-Herausgeber Gary Groth Tarantino mal als „filmischen Kleptomanen“ beschrieben hat.
Tanzen kann John immer noch
Einer also, der sich munter durch die Filmhistorie „klaut“. Natürlich ist das zu kurz gegriffen und komprimiert nur zugespitzt, was Tarantino kann wie kein anderer: Aus bekannten Versatzstücken etwas Höchsteigenes und extrem Kreatives zu kreieren. Pulp Fiction ist trotz aller Verweise auf berühmte Vorbilder (alleine der Gang durch das Jack Rabbit Slim’s ist eine Retrospektive der Kino- und Popkultur der 50er) kein bloßes Sammelsurium an zusammengeklauten Motiven. Abseits der Zitate erschafft Tarantino selbst ikonische Bilder, die sich unlöschbar ins Gedächtnis des Filmfans gebrannt haben.
Beispielsweise das Close-up auf Uma Thurmans Mund und das Mikro, während sie über das Intercom mit John Travolta kommuniziert. Nicht weiter benennen muss man das Ausleben seines Fuß-Fetischs, dem er schon in Pulp Fiction ausgiebig frönt. Uma Thurmans Gang zum Plattenspieler gehört deshalb ebenso zu den Szenen, an denen man den Film sofort erkennt. Auch hier könnte man ewig weitermachen und käme irgendwann sicherlich auch zu Samuel L. Jacksons berühmtester Szene, in der er Hesekiel 25:17 zitiert oder zu der Szene, in der sich im Auto während der Fahrt ungewollt ein Schuss löst oder oder oder …
Pulp Fiction wurde 1994 mit analogen Kameras auf 35-mm-Film gedreht. Zum Einsatz kamen Kameras vom Typ Arriflex 35-III, Panavision Panaflex Gold II, Panavision Lightweight und Panavision Platinum. Erwähnenswert ist, dass er auf 50er ASA-Filmmaterial gedreht, dem langsamsten Material, das es gibt – vor allem aus dem Grund, dass es ein nahezu kornfreies und glänzendes Ergebnis erzeugt. Dennoch filterte die Blu-ray davon noch einiges weg. Die UHD BD zeigt das Korn nun in seiner feinen filmischen Ursprungsform.
Es wird nie auffällig oder gar störend, sondern zeigt einfach ein sehr authentisch-analoges Bild. Dazu bot es die Möglichkeit für ein extrem scharfes Bild, solange der Fokus entsprechend saß. Manche Einstellungen sind wirklich sensationell knackig (Ving Rhames bei 95’02). Ein Indiz, das hier tatsächlich ein komplett neuer Scan vom Original-Filmmaterial vorgenommen wurde. „Indiz“ deshalb, weil der Bildausschnitt schon sehr ähnlich zu jenem der bisherigen Blu-ray ist und es keine ausmachbaren Differenzen gibt. Nimmt man sich aber erneut die Strommasten und -leitungen bei 93’52, so wird in der Tiefe dann doch sehr deutlich, welche Scheibe hier besser auflöst.
Kontraste und Farben kann die 4K-Scheibe viel dynamischer
Wo die Blu-ray Leitungen irgendwann in mangelnder Auflösung und Filterung auflöst, kommen sie hier zum Vorschein. Laufen zwei Leitungen nahe beieinander, kann man sie differenzieren, während die BD sie zu einem einzigen Strang verklumpt. Hier und da hat die BD zudem Probleme bei Aufblendungen nach einer schwarzen Kapitelansage, womit die UHD Blu-ray souveräner umgeht. Farben kommen durchweg kräftiger zum Betrachter, der Grauschleier der Blu-ray ist beseitigt und Kontraste sind nun viel knackiger.
Klasse sind auch die Spitzlichter bei 54’48. Die Straßenlaternen bleiben bis in die Tiefe definiert(er), wo die Blu-ray die jeweils drei Leuchtmittel frühzeitig zu einem Ganzen verwischt. Außerdem sind sie sichtbar heller als über die Blu-ray. Geblieben sind leider der ab und an wackligen Bildstand und das leichte Helligkeitsflackern (82’45).
Akustisch wartete die Blu-ray mit DTS-HD-Master-Tonspuren auf, die weder im O-Ton, noch auf der deutschen Synchro Bäume ausreißen oder herausragend klingen. Die deutsche Fassung fügt etwas mehr Bass hinzu (gut hörbar im Opening Song „Misirlou“ von Dick Dale & The Del Tones), lässt ihn allerdings etwas unmotiviert vor sich hin brummeln. Die Surrounds bekommen in der Synchro etwas mehr als nur reinen Hall, was bei „Misirlou“ allerdings tonal nicht ausgewogen klingt. Der O-Ton allerdings tönt auf den hinteren Speakern dauerhaft, als stünde man in einer riesigen Kathedrale – unnatürlich verhallt.
Der Ton nutzt die Spuren der alten Blu-ray
Außerdem legt die englische Spur nicht mal die Schüsse von Vince und Jules mit auf die Rears, was in der deutschen Version durchaus gut klingt. Allerdings wiederum mit weniger Dynamik. Der O-Ton bleibt hier zwar frontal, aber während der Schüsse mit hörbar mehr Punch. Die beiden Fassungen klingen insgesamt sehr unterschiedlich und behandeln auch die einzelnen Speaker maximal anders. So kommt die Filmmusik im Original mehr aus den Mainspeakern, während der deutsche Ton sich auf den Center fokussiert. Stimmen werden über beide Sprachen verständlich reproduziert, könnten aber noch etwas mehr Volumen haben.
Deutsch: DTS HD-Master (65%)
Englisch: DTS HD-Master (70%)
Bonus (80%)
Der Hauptanteil vom Bonusmaterial liegt auf der Blu-ray und ist somit weitgehend bekannt. „Nicht das übliche Kennenlern-Gesülze“ läuft mit 45 Minuten angenehm lang und ist in seinen Interview-Schnipseln wirklich überraschend ehrlich. Weitere Featurettes schließen sich gemeinsam mit geschnittenen Szenen und Ausschnitten von unterschiedlichen Award-Verleihungen an. Drei der Featurettes finden sich parallel auch auf der UHD Blu-ray.
Gesamtbewertung Pulp Fiction (83%)
Wie gesagt: Gut, dass Tarantino die Angebote der großen Studios, Filme wie Speed oder Men in Black zu inszenieren, ausschlug. Wer weiß, in welche Richtung er dann gegangen wäre und ob er uns die grandiosen Hommagen an das Gangster-, Blacksploitation-, Samurai-, Spaghetti-Western- und WW-II-Kino dann überhaupt beschert hätte. Pulp Fiction jedenfalls gehört zu den ganz großen Filmen der Geschichte und besteht neben Klassikern wie Citizen Kane, die das Kino ebenso nachhaltig beeinflussten.
Schade, dass Tarantino nur noch einen Film drehen möchte – auch wenn das seinen Legenden-Status weiter zementieren wird, weil er sich nach wie vor nicht vor irgendeinen Karren spannen lässt. Schaut man sich seine bisherigen neun Filme an, muss man konstatieren, dass die Quote von Volltreffern bisher nur von einer Handvoll anderer Regisseure erreicht wurde. Dass der Kultfilm nun in der bestmöglichen Bildqualität vorliegt, ist das beste Argument ihn entweder erstmals oder einfach nochmals ins Regal zu stellen.
Wir testen Resevoir Dogs auf 4K UHD Blu-ray! Quentin Tarantinos großes Debüt veränderte die Kinolandschaft nachhaltig. Macht die 4K Restauration den Film Reservoir Dogs noch besser?
Inhalt (90%)
Am 27. März 1963 erblickte ein Junge mit irischen, italienischen und Cherokee-Wurzeln das Licht der Welt. Sowohl sein Vater, der als Filmschauspieler unterwegs war, die Familie aber früh verließ, als auch der neue Partner seiner Mutter, der den Jungen schon früh mit ins Kino nahm, weckten sein Interesse am Film. Die Rede ist natürlich von Quentin Tarantino. Vor allem die Tatsache, dass er in einem (eigentlich völlig ungeeigneten) frühen Alter in Filme mitgenommen wurde, die eigentlich fürs erwachsene Publikum gedacht waren (bspw. Beim Sterben ist jeder der Erste), formte ihn nachhaltig.
Seine Mutter antwortete auf Quentins Frage, warum er Filme sehen dürfe, die Gleichaltrige nicht zu Gesicht bekamen, dass es ihr mehr Sorgen machen würde, wenn er die Nachrichten schauen würde. Filme täten ihm nicht weh. Wahre Worte, die dem jungen Tarantino ermöglicht haben, zu einem der größten Filmfans des Planeten zu reifen. Kein Wunder, dass er von 1985 bis 1990 in einer Videothek namens „Video Archives“ arbeitete. Dort sprach sich schnell sein famoses Filmwissen herum, das den Besuchern des VHS-Ladens die eine oder andere filmische Überraschung beschert haben dürfte. Kein Wunder, dass der Regisseur später auf die Frage, ob er die Filmschule besucht hätte, mit „Nein, er hat sich Filme angeschaut“ antwortete.
Der Überfall geht richtig schief
Die Idee zu Reservoir Dogs kam ihm während der Zeit in den Video Archives. Seinerzeit kannte er bereits den späteren Filmemacher und -produzenten Roger Avary, der später gemeinsam mit Tarantino die Story zu Pulp Fiction entwickeln sollte. Reservoir Dogs wollte Tarantino eigentlich als noch günstigeren s/w-Film realisieren, doch das Skript gelang über Umwege zu Produzent Richard N. Gladstein und Harvey Keitel. Letzterer gab ebenfalls etwas Geld dazu und übernahm eine der Hauptrollen. Insgesamt kamen so ca. 1,5 Mio. Dollar zusammen und Keitel ermöglichte Tarantino auch, Castings mit prominenten Kollegen abzuhalten. Nach und nach gesellten sich zu Keitel und Tarantino (der auch eine der „farbigen“ Rollen übernahm) dann versierte Genre-Darsteller wie Tim Roth, Michael Madsen, Steve Buscemi oder Chris Penn hinzu.
Herausgekommen ist das, was das moderne Gangsterkino neu definieren sollte. Mit Einflüssen von Kubricks Die Rechnung ging nicht auf aka The Killing (wie Tarantino selbst angibt) und Anleihen bei Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123 (die Farb-Namen) zitiert sich der seinerzeit 29-jährige Regisseur bereits lustvoll durch seine Filmvorbilder und integrierte gleichzeitig das, was sein Markenzeichen werden sollte: Angeregte Wortgefechte über popkulturelle Phänomene und/oder Belanglosigkeiten. Keiner anderer schafft es, auf so unterhaltsame und witzig-süffisante Art und Weise Diskussionen über Popsongs von Madonna oder die französische Bezeichnung eines „Quarter Pounders mit Cheese“ in seine Filme zu integrieren.
Tarantino definiert coole Gangster neu
Dabei ist Reservoir Dogs alles andere als eine Komödie. Gegenüber dem doch teils betont lockeren Ton im Nachfolger Pulp Fiction geht es in Tarantinos Kino-Debüt ernst und ziemlich blutig zu. Und das, obwohl der eigentliche Heist-Coup, also der Diamantenraub gar nicht gezeigt wird. Letzteres eine Entscheidung aus zweierlei Gründen. Zum einen wäre die Inszenierung des Raubs und der anschließenden Flucht natürlich sehr kostspielig geworden. Zum anderen war’s letztlich eine bewusste Entscheidung, die Tarantino die Möglichkeit gab, den Film erzählerisch und nicht über Bilder zu entwickeln. Aus heutiger Sicht vermutlich die beste Entscheidung in der Karriere des Regisseurs.
Für Reservoir Dogs selbst bedeutete das, dass sich die Figuren nach und nach entfalten. Sie legen Schicht für Schicht ihrer Anonymität ab und geben mehr und mehr preis, wes Geistes Kind sie sind: Das Spiel mit dem möglichen Verräter innerhalb der Truppe, der Wahnsinn, den Mr. Blonde an den Tag legt, der emotionale und gleichzeitig ruhige Mr. White oder der etwas paranoide Mr. Pink, der zwar an den Coup an sich glaubt, sich selbst aber für den einzigen Profi hält, Trinkgeld hingegen für Unsinn. Diese maximal unterschiedlichen Figuren fügt Tarantino zu einem fesselnden, blutigen und packenden Ganzen zusammen, dass er in einem klassischen Western-Finale enden lässt. Glücklicherweise nahm der Regisseur auch nicht das Angebot eines ungenannten Produzenten wahr, der das Ende gerne dergestalt ändern wollte, dass sich die ganze Sache als Inszenierung erwiesen und alle wiederauferstanden wären.
Tarantino hat Reservoir Dogs damals natürlich analog gedreht. Zum Einsatz kamen Kameras vom Typ Arriflex 35-III, Panavision Panaflex X und Panavision Panaflex Gold. Von diesem 35-mm-Filmmaterial wurde nun ein neuer 4K-Scan angefertigt, auf dessen Grundlage noch HDR10 und Dolby Vision mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum hinzu kamen.
Die bisherige Blu-ray datierte bereits aus dem Jahr 2008 und war noch VC-1 kodiert. Aber selbst für eine Full-HD-Scheibe aus der Anfangszeit der Blu-ray sieht sie ziemlich schwach aus. Es beginnt mit relativ verwaschenen Farben, während Hauttöne einen leicht kränklichen Eindruck hinterlassen und leicht ins Grünliche fallen. Dazu ist das VC-1-Encoding wirklich schwach. In Begleitung einer Rauschfilterung zeigen sich auf uniformen Hintergründen immer wieder clusterartige Rauschblöcke. In Halbtotalen geht die Schärfe fast völlig flöten und durch die Rauschminderung wirken Gesichter etwas wachsig.
Die neue Blu-ray und UHD Blu-ray machen nun alles anders. Im laufenden Film ist die UHD Blu-ray gerade diesen kleinen Hauch dunkler, der die leicht überstrahlenden Bereiche der neuen Blu-ray noch besser durchzeichnet (Himmel bei 21’03). Auf der anderen Seite sind Schwarzwerte nun noch satter und kräftiger.
Das Bild der neuen BD und UHD-BD schlägt das der alten Blu-ray um Längen
Die Durchzeichnung auf dunklen Bildanteilen bleibt stets erhalten. Versumpfungen oder Black Crush gibt es nicht. Das Bild wirkt insgesamt noch filmischer, noch authentischer. Vor allem die Auflösung ist in der Tiefe noch mal sichtbar besser. Das lässt sich an Feinheiten ausmachen (Gitter auf der linken Seite bei 21’03), aber auch an Oberflächen, die durch die feinere Körnung und das bessere Encoding eine plastischere Struktur bekommen (Nieten am El Camino bei 21’03).
Die Farben sind gleichzeitig noch etwas kräftiger, lösen aber auch besser auf – gut zu sehen bei der schwierigen Rot-in-Rot-Szene ab 26’52, bei der Keitels Haut etwas souveräner bleibt und das Wuseln im hellen Balken (oben im Bild) homogener erscheint. Rot ist ohnehin noch mal kräftiger, was gerade dem reichlich fließenden Lebenssaft mehr Ausdruck verleiht. Die Magenta-Einfärbung der neuen Blu-ray ist auch über die UHD-BD zu sehen, fällt aber etwas weniger auf, da die Farben insgesamt noch kräftiger sind. Das reichhaltig fließende Blut wurde selten knalliger in einem Film wiedergegeben. Menschen, die warme Gradings nicht mögen, werden hier unter Umständen kritischer hinschauen, ansonsten aber ist die 4K-Disk ein Augenschmaus.
Auch akustisch war die alte BD nicht ganz das Gelbe vom Ei. Mit einer 5.1-DTS-HD-High-Resolution-Spur kam die Scheibe für die Synchro und litt vor allem unter etwas muffigen Dialogen. Die Atmosphäre im Diner zu Beginn ist allerdings ganz hübsch räumlich und der Intro-Song kommt erstaunlich knackig rüber. Das kann die englische Fassung mit identischer Kodierung auch nicht sonderlich viel besser. Viel besser kann sie die Dialoge darstellen. Denn kaum wechselt die Szenerie in das Fluchtfahrzeug mit Mr. Orange und Mr. White kehrt die deutsche Synchro zum dünnen und muffigen Charakter zurück.
Der Tonsektor bleibt unspektakulär
Das ist insgesamt zweckdienlich, klingt aber nur mittelprächtig gut und in der Lagerhalle ist einfach eine Spur zu viel Hall auf dem Geschehen. Die neue Blu-ray nutzt (leider) die gleiche Tonspur, allerdings nun mit DTS-HD-Master-Kodierung. Das ändert nichts am generellen Soundeindruck, da die Datenrate keine ernsthafte Klangverbesserung erwirken kann, wenn die Quelle identisch ist. Ebenfalls vorhanden sind zwei 2.0-PCM-Spuren, die ordentlich klingen, die deutschen Dialoge aber dennoch nicht besser in den Raum stellen.
Deutsch: DTS HD-Master (65%)
Englisch: DTS HD-Master (75%)
Bonus (40%)
Beim Bonusmaterial wurden zunächst einmal die vier Audiokommentare der bisherigen Blu-ray gestrichen. Weder der von Tarantino und Bender, noch diejenigen von den drei Filmkritikern sind enthalten. Auch das restliche Bonusmaterial der alten BD ist nicht mehr an Bord. Dafür gibt’s entfernte Szenen sowie die beiden Featurettes „Profiling the Reservoir Dogs“ und „Playing it Fast & Loose“. Ersteres ist eine kurze Charakterisierung der einzelnen Figuren des Films und das zweite lässt Filmkritiker und Filmprofis zu Wort kommen. Sie schildern, warum Tarantinos Erstling zu dem wichtigen Kultfilm wurde, der er ist.
Gesamtbewertung Reservoir Dogs (82%)
Reservoir Dogs ist nach wie vor ein grandioser Gangsterfilm und der Grundstein für eine einzigartige Filmemacher-Karriere. Bis heute hat der Film nichts von seiner Faszination verloren. Die bisherige Blu-ray wurde dem nicht ansatzweise gerecht. Gut, dass dieses Doppelpack dem nun ein Ende bereitet.
Das Bild der neuen BD und UHD Blu-ray ist einfach umwerfend gut. Lediglich Menschen, die empfindlich auf die warme Farbgebung reagieren, werden hier eventuell die Nase rümpfen. In puncto Kontrastdynamik, Schärfe, Detailabbildung, Encoding und Plastizität wischen die beiden neuen Disks mit der alten BD aber den Boden auf.
Wir beantworten die Frage, sind 4K und HDR das Gleiche? Bei vielen Nutzern herrscht noch Unklarheit über diese Begrifflichkeiten und wir möchten denjenigen eine Hilfestellung geben, diese besser zu verstehen.
Die Begriffe 4K und HDR begleiten uns bereits seit Jahren und natürlich ist uns und vielen unseren Stammlesern klar, was diese bedeuten. Es gibt aber auch viele Menschen, die mit den Begriffen das erste Mal in Kontakt kommen. Denn 4K und HDR haben nicht nur bei Fernsehgeräten Einzug gehalten, sondern sind mittlerweile in so ziemlich jedem Segment der Unterhaltungselektronik zu finden, darunter Projektoren, Smartphones, Spielekonsolen und sogar bei Soundbars. Somit ist die Frage, ob es sich bei diesen beiden Bezeichnungen eigentlich um das Gleiche handelt, durchaus gerechtfertigt.
Sind 4K und HDR das gleiche?
Viele meine mit 4K die 4K Auflösung, welche 3.840 x 2.160 Pixel beträgt
Das Interessante an dieser Frage ist nämlich, dass es keine eindeutige Antwort darauf gibt. Es gibt nämlich zwei Betrachtungsweisen, die uns zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Wenn wird 4K als Auflösung betrachten, was in der Regel 3.840 x 2.160 Bildpunkte sind, dann lautet die Antwort NEIN, 4K und HDR sind nicht das Gleiche. Während 4K die Anzahl der horizontalen und vertikalen Bildpunkte definiert, beschreibt HDR oder ausgeschrieben High Dynamic Range den erweiterten Dynamikumfang der zu verarbeitenden Videosignale. HDR ist eine Technologie, die es ermöglicht eine größere Spanne an Helligkeitsabstufungen darzustellen, was ein Bild kontrastreicher, lebendiger und realistischer wirken lässt.
Man könnte auch sagen, 4K legt die Anzahl der Pixel fest, während HDR diese Pixel schöner macht. Damit wäre die Frage auch bereits hinreichend beantwortet. Jedoch gibt es noch eine zweite Betrachtungsweise. Damit man am Ende dann nicht verwirrt ist, sollte man nachfolgenden Absatz noch mitnehmen:
4K = Ultra HD
HDR (High Dynamic Range) und SDR (Standard Dynamic Range) im Vergleich – HDR macht das Bild kontrastreicher, farbenfroher und liefert mehr Details
So wird der Bergriff 4K nicht nur umgangssprachlich, sondern auch von der Industrie genutzt, um den Ultra HD (Ultra High Definition) Standard zu beschreiben. Unter Ultra HD werden mehrere Komponenten der audiovisuellen Darstellung zusammengefasst bzw. definiert, darunter die Auflösung (4K oder 8K), der Dynamikumfang (HDR), der Farbraum, die Bildwiederholungsrate sowie die Audiowiedergabe. Bedeutet, wenn man 4K als Standard betrachtet und nicht als konkrete Auflösung, dann lautet die Antwort: NEIN, 4K ist nicht gleich HDR. Jedoch ist HDR ein Teil von Ultra HD, was oft auch 4K genannt wird.
Kurz zusammengefasst:
4K und HDR sind nicht das gleiche
Der Ultra HD Standard wird oft auch 4K genannt
4K (Auflösung) und HDR sind Teil des Ultra HD Standard
Zusatzinfos:
Ihr wollt noch etwas tiefergehende Informationen zum Thema 4K und HDR? Dann haben wir für euch hier noch ein paar zusätzliche Fakten aufgelistet:
HDR ist ein Überbegriff. Es gibt verschiedene HDR-Standards, die geläufigsten sind HDR10 und HLG (Hybrid-Log Gamma). Letzteres wird oft für TV-Übertragungen verwendet. Dann gibt es noch die sogenannten „dynamischen“ Formate, das wären Dolby Vision und HDR10+.
Das „Gegenteil“ von HDR (High Dynamic Range) ist übrigens SDR (Standard Dynamic Range). SDR kommt meist bei normalen TV-Übertragungen, DVDs, Blu-rays, älteren Spielekonsolen und bei vielen Streaminganbietern noch zum Einsatz.
Ein HDR-Video wirkt oft detaillierter als ein SDR-Video, selbst wenn diese die gleiche Auflösung besitzen. Denn unter HDR bleiben mehr Details in sehr hellen und dunklen Bildbereichen erhalten.
Während 4K Auflösung bei Streamingdiensten fast schon zum Standard gehört, ist die Auswahl an Fernsehprogrammen in 4K (3.840 x 2.160 Bildpunkte) überschaubar.
Im Ultra HD Standard ist übrigens noch die 8K Auflösung 7.680 x 4.320 Bildpunkte definiert, sowie die oben angesprochenen HDR-Standard sowie Audioformate inkl. 3D-Audio.
Der erweiterte Farbraum BT.2020, welcher unter Ultra HD definiert wurde, ist übrigens ebenfalls nicht gleichzusetzen mit HDR. Die beiden Komponenten sind jedoch eng miteinander verbunden. Während der Farbraum (BT.2020) definiert, welche Farben wiedergegeben werden können, definiert HDR (High Dynamic Range) in wie vielen Helligkeitsabstufungen jede Farbe dargestellt werden kann. Alle Farben in allen Helligkeiten bilden ein sogenanntes Farbvolumen.
Was versteckt sich hinter dem Begriff „4K Auflösung“ und wie beeinflusst diese unser tägliches Leben? Wir klären euch auf, was es mit „4K“ auf sich hat!
Der Begriff „4K-Auflösung“ wird häufig im Kontext von Displays und Wiedergabegeräten verwendet, die dazu in der Lage sind, Videos und Bilder mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten darzustellen. Der Name stammt von der fast 4.000 Bildpunkte umfassenden horizontalen Auflösung. Für viele repräsentiert „4K-Auflösung“ daher die erste Phase von Ultra HD mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Ursprünglich stammt der Ausdruck „4K“ aus der Kinematographie und bezeichnet eigentlich eine Auflösung von 4.096 x 2.160 Pixeln, was manchmal auch als „Cinema 4K“ bezeichnet wird. Allerdings hat die Industrie es versäumt, eine klare Unterscheidung zwischen „Ultra HD“ und „4K“ zu treffen.
Größenvergleich der Auflösungen 4320p (8K), 2160p (4K), 1440p (WQHD & UWQHD) 1080p (Full-HD) und 720p (HD).
Sind 4K Auflösung und Ultra HD das gleiche?
Der offizielle Name des neuen Standards lautet Ultra High Definition (Ultra HD), ein Begriff, der von der Consumer Electronics Association (CEA) festgelegt wurde. Er bezeichnet alle Wiedergabegeräte, die eine Displaydarstellung oder Projektion mit mehr als acht Millionen Pixeln ermöglichen. Dieser offizielle Ausdruck wird hauptsächlich auf Verpackungen und in Werbematerialien verwendet. Seit Anfang September ist zudem das offizielle Ultra HD-Logo verfügbar, das den Kunden unmittelbar vermittelt, dass das betreffende Gerät alle wichtigen Standards und Codecs für Ultra HD unterstützt. Im Prinzip beschreiben die beiden Begriffe „4K“ und „Ultra HD“ den gleichen Standard, jedoch hat sich „4K“ beim Endkunden und der Industrie mehr etabliert.
4K Fernseher dominieren mittlerweile das Entertainment im Wohnzimmer (abgebildet TCL C845)
Geräte mit Ultra HD Logo erfüllen folgende Voraussetzungen:
Minimale Auflösung des Displays (LCD, PDP, OLED) oder Display-Engine (DLP) muss 3.840 x 2.160 Pixel betragen, bei einem Seitenverhältnis von 16:9.
Der minimal unterstützte Farbraum muss die BT.709 Spezifikation erfüllen.
Das Display muss über einen HDMI-Anschluss verfügen, welcher Bilder mit 3.840 x 2.160 Pixel mit 24p, 25p, 30p, 50p und 60p bei einer minimalen Farbtiefe von 8-bit.
Der HDMI-Anschluss muss den HDCP 2.2 Kopierschutz unterstützen
Eine minimale Farbabtastung von 4:2:0 für 50p/60p und 4:2:2 für 24p/26p/30p Wiedergaben.
Das Gerät muss mindestens ein PCM 2.0 Stereo-Signal über den gleichen HDMI-Anschluss übertragen, über den auch das Videosignal übertragen wird.
Bei Geräten mit 4K-Auflösung sind oft die Bezeichnungen „Ultra HD“ und „4K“ auf der Verpackung abgedruckt. Einige Hersteller, wie zum Beispiel Samsung, verwenden die Abkürzung UHD für Produkte wie Monitore und Fernseher. Diese Abkürzung ist zudem direkt auf den Geräten zu finden.
Auflösungen im Ultra High Definition Standard
3840 x 2160 (4K) Pixel
7680 × 4320 (8K) Pixel
Produktgruppen mit 4K-Unterstützung
So gut wie jedes moderne Smartphone nimmt mittlerweile Videos in 4K Auflösung auf, zum Teil sogar mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde || Bild: Sony
Der 4K/Ultra HD-Standard hat sich bereits in einer breiten Palette von Produktgruppen etabliert. Der Großteil der Verbraucher dürfte bereits über ein Smartphone, eine Digitalkamera oder einen Camcorder verfügen, die Bewegtbilder mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten aufnehmen können. Auch im Heimkino ist 4K längst präsent, mit TV-Geräten, AV-Receivern, 4K-Blu-ray-Playern und vielem mehr, die alle für eine detailreiche Darstellung mit erweiterter Bilddynamik, hohen Kontrasten und lebhaften Farben sorgen. Wer sich derzeit z.B. auf die Suche nach einem neuen TV-Geräte fürs Wohnzimmer bewegt, der wird in der Regel nur noch Modelle mit 4K oder 8K Auflösung im Fachmarkt vorfinden.
Darüber hinaus bieten Video-on-Demand-Anbieter (VOD) wie Youtube, Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, Paramount+, Sky (Wow) oder iTunes bereits eine riesige Palette an Content in 4K-Auflösung an.
Der Hauptpreis unseres Adventskalender-Gewinnspiels ist der Philips „The One“ 4K Fernseher in der 65 Zoll-Variante. Gewinne mit etwas Glück den 65PUS8807 mit 3-seitigem Ambilight.
Philips „The One“ ist ein 4K Fernseher, der so etwas wie ein Tipp von einem guten Freund. Bedeutet, das Gerät hat alles mit an Bord, was man so für audiovisuelles Entertainment benötigt und sogar noch etwas mehr. Wichtig dabei, in keiner Disziplin zeigt der Fernseher schwächen und so wird der 65PUS8807 4K HDR Fernseher mit Ambilight dem Gewinner oder Gewinnerin sicherlich eine Freude bereiten.
Beginnen wir bei der TV-Wiedergabe. Über den Triple Tuner (DVB-T2/C/S2) empfangen wir klassische TV-Formate, welche in niedrigen Auflösungen über die P5 Perfect Picture Engine aufgewertet werden. Der P5-Prozessor ist übrigens für die komplette Signalverarbeitung verantwortlich, egal ob SD-Fernsehen oder 4K@120Hz-Videosignale von einer Spielekonsole. Unterstützt werden alle wichtigen HDR-Formate wie HLG, HDR10, HDR10+ und Dolby Vision. Auch mit dabei, der Filmmaker Mode, der die Bildeinstellungen so anpasst, dass die visuelle Darstellung euch genau so erreicht, wie sie vom Regisseur vorgesehen ist.
Wie oben schon erwähnt, 4K@120Hz Videosignale mit HDR können verarbeitet werden. Dafür stehen HDMI 2.1-Anschlüsse zur Verfügung, die ein PC, Xbox Series X und PlayStation 5 komplett ausreizen können. Unterstützt werden auch HDMI-Features wie VRR (Variable Refresh Rate inkl. AMD FreeSync Premium), ALLM (Auto Low Latency Mode) und eARC (enhanced Audio Return Channel). Letztere erlaubt es uns z.B. Dolby Atmos Tonspuren über eine HDMI-Verbindung an eine kompatible Soundanlage oder Soundbar zurückzuleiten.
Abgerundet und farblich eingerahmt wird der Philips 65PUS8807 durch das 3-seitige Ambilight, welches TV, Filmen, Serien und Games das besondere Etwas verleiht. Das sind übrigens nur die Highlight-Features des „The One“, wir könnten euch noch so viel erzählen, z.b. über Game Streaming mit Geforce Now, das Android TV Betriebssystem, die CalMAN Ready Kalibrierung, die Natural Motion Bildverbesserung, Micro Dimming Pro uvm. Aber ich glaube, ihr wollt euch jetzt einfach nur für diesen Fernseher anmelden:
Der hier verloste Gewinn wurde von Philips (TP Vision) gestellt! Vielen Dank für die Unterstützung unseres Advenskalenders! Wer an dem Gewinnspiel teilnimmt, akzeptiert die Teilnahmebedingungen!Wir verlosen ein Philips The One 65PUS8807 4K Fernseher. Ihr könnt bis zum 30. Dezember 2022 am Gewinnspiel teilnehmen.
Gewinnspiel Nr. 24: Philips The One 65PUS8807 4K Fernseher
Gewonnen hat Norbert W. aus Stendal. Herzlichen Glückwunsch! Deine Glückszahl war die 3006
Wer sich für diesen Preis anmeldet, nimmt NICHT automatisch an allen davor oder danach veröffentlichten Gewinnspiel-Türchen des Adventskalenders teil. Es muss sich für jeden Gewinn eigens angemeldet werden! Alle aktiven Gewinnspiel-Türchen findest du in unserem Adventskalender-Special!
Die Audiospezialisten dbx-tv haben für ihr Audio-Tuning-System für private Nutzer einen CES Innovations Award 2023 abgestaubt. Das System soll automatisch Fernseher, Soundbars und Lautsprecher kalibrieren können.
Das Thema Bildkalibrierung ist vielen sicherlich geläufiger, als Audiokalibrierung. Der Grund dafür könnte sein, dass man das Ergebnis einer Bildkalibrierung selbst besser einschätzen kann, als z.B. die akustische Qualität eine Heimkinoanlage. Zudem muss bei der Bildkalibrierung nur ein Wiedergabegerät optimiert werden, während bei einer akustischen Kalibrierung oft mehrere Komponenten in Einklang gebracht werden müssen. Dieser Vorgang soll sich mit dbx-tv Total Cal so vereinfacht werden, dass dieser in den eigenen vier Wänden auch von Nutzern ohne besondere Vorkenntnisse vorgenommen werden kann.
Total Cal wurde als 2023 CES Innovation Awards Honoree ausgezeichnet
Das In-Home-Audio-Tuning-System Total Cal, welches schon zum Patent angemeldet wurde, wurde daher mit dem CES 2023 Innovation Award ausgezeichnet. Total Cal soll es Verbrauchern, die Klangqualität mit einer einfachen, benutzerfreundlichen App zu korrigieren und anzupassen. Die Auswahl fiel auf das System, weil sich dieses auch flexibel für Fernseher, Soundbars und tragbaren Heimkinolautsprechern einsetzen lässt. Im Rahmen der CES 2023 soll Total Cal erstmalig vorgeführt werden.
Wie genau funktioniert Total Cal?
Doch wie genau soll das funktionieren? So wie es sich auf der Webseite von dbx-tv liest, müssen die Endgeräte Total Cal unterstützen, um von der Audiooptimierung profitieren zu können. Unterstützt werden sollen verschiedene SoCs (System on a Chip), wie sie z.B. in TV-Geräten verbaut sind, DSPs, Bluetooth- und Audio-Prozessoren sowie auf OEM-Modulen mit integrierten SoC-Lösungen. Basierend auf den professionellen Audiomess- und Kalibrierungsalgorithmen von dbx-tv misst Total Cal die Leistung des Geräts im Raum an einer Vielzahl von Hörpositionen und stimmt dann die Audioparameter neu ab, um eine individuelle, genaue Klangqualität bereitzustellen. Dabei werden drei Schritte mehrmals wiederholt: messen, analysieren, korrigieren.
Ein interessantes Konzept, jedoch liegt den Kollegen von dbx-tv noch ein langer und beschwerlicher Weg bevor. So einfach lassen Hersteller nämlich nicht externe Anbieter an ihre Soft- und Hardware. Wie steinig dieser Weg sein kann, zeigte die Integration der Bildkalibrierungslösung CalMAN von Portrait Display. Die Software musste sich über mehrere Jahre erst beweisen, bis die „Schnittstelle“ CalMAN Ready in Endgeräten zum Standard avancierte. Mal sehen, ob wir auf der CES mit der Technik in Berührung kommen. Denn das System wird leider in einem Hotel und nicht auf dem Messegelände vorgeführt.
Apple präsentiert uns zu Weihnachten eine XXL-Auswahl an 4K Filmen zum kleinen Preis. Folgende Titel könnt ihr ab 3.99 Euro kaufen, um eure digitale Filmsammlung aufzuwerten!
Apple hatte sich in den vergangenen Wochen ganz schön zurückgehalten, was digitale Angebote anbelangt, zumindest im Bereich Filme. Vor Weihnachten reduziert iTunes jedoch viele Filmtitel, teils in bester Ausstattung mit Dolby Vision, HDR10+ und/oder Dolby Atmos, auf 3.99/4.99/5.99 Euro. Die richtige Zeit, um zuzuschlagen, damit man über die Feiertage auch genug Entertainment im Haus hat. Wer sich über Neuzugänge und Schnäppchen auf iTunes informieren möchte, der kann unseren kostenlosen Newsletter (Liste: iTunes 4K Neuheiten) abonnieren, oder ihr schaut immer mal wieder in unserem iTunes 4K Filme-Special vorbei!
iTunes Filme für 3.99 Euro:
Klickt auf eines der nachfolgenden Cover, um direkt zum Angebot auf iTunes geleitet zu werden.
Amazon versorgt den neuen Fire TV Cube (3. Generation) mit vielen interessanten Features. Darunter verbessertes Upscaling sowie das Passthrough von DTS, DTS-HD und Dolby True HD.
Amazon verteilt derzeit die neuste Software-Version Nr. 7.6.1.3 für den neuen Fire TV Cube der 3. Generation. Das Interessante dabei, Amazon verbessert mit dem Update nicht nur bestehende Features, sondern liefert auch zusätzliche Gründe, sich für das bislang stärkste Fire TV-Gerät zu entscheiden. Als Erstes wurde das neu eingeführte „Super Resolution Upscaling“-Feature überarbeitet, welches Inhalte, die niedriger als 4K UHD aufgelöst sind, detailreicher darstellen soll. Die neue „Version“ soll viel bessere Ergebnisse abliefern als zum Verkaufsstart des Fire TV Cube (3. Generation). Bisher ist das Upscaling ein exklusives Feature, welches nur auf dem TV Cube zum Einsatz kommt.
Fire TV Cube erhält DTS, DTS-HD und Dolby True HD
Das zweite Feature ist primär für audiophile Nutzer interessant. Denn erstmals unterstützt ein Fire TV-Gerät neben DTS-Sound auch das Durchschleifen (Passthrough) von unkomprimierten Audioformaten wie DTS-HD und Dolby True HD! Bislang unterstützten die Fire TV-Geräte lediglich Dolby-Soundformate, diese aber nicht in der unkomprimierten Version. Das könnte auch der Grund sein, wieso es auf Amazon Prime Video so wenig Inhalte mit Dolby Atmos 3D-Sound gibt. Vielleicht ändert sich dieser Umstand mit diesem Update?
Fire TV Cube 2022: Schnelle, stabile Internetverbindung dank WiFi 6e und Ethernet
Damit wird der Fire TV Cube (3. Gen) wieder für diejenigen Nutzer interessant, die das System vorwiegend als Mediaplayer einsetzen möchten, z.B. mit Kodi. Wir können uns gut vorstellen, dass viele Käufer sich für Konkurrenzprodukte wie dem Nvidia Shield TV, Shield TV Pro oder den Apple TV 4K entschieden haben, weil sie nicht auf die Wiedergabe von unkomprimiertem Audio (inkl. Dolby Atmos bzw. DTS:X) verzichten wollten.
Verlustfreie Audioformate auch für andere Fire TV-Geräte?
Angemerkt, mit Version 7.6.1.3 (PS7613/3686) soll vorerst nur der neuste Fire TV Cube mit verlustfreien Audiformaten versorgt werden. Ob auch andere Fire TV-Geräte, wie z.B. die beliebten Streaming-Sticks Fire TV Stick 4K und Fire TV Stick 4K MAX DTS-HD und Dolby True HD erhalten, steht leider noch nicht fest.
Sony bewirbt seine PlayStation 5 auf dem Karton mit 8K-Support. Doch in der Praxis fehlt diese Funktion auch zwei Jahre nach dem Launch weiterhin.
Dabei muss man Sony erst einmal zugutehalten: Auch wenn die PlayStation 5 zum Launch viele Funktionen vermissen ließ, die bei den Xbox Series X|S zum Launch bereits vorhanden gewesen sind, hat das Unternehmen nachgebessert. So ist die VRR-Unterstützung an der Konsole vorbildlich umgesetzt. Außerdem reichte Sony für die PS5 auch die Möglichkeit nach, ein natives 1440p-Signal auszugeben.
Sollte 8K die Überlegenheit der PS5 beweisen?
Allerdings ist es schon ein wenig „seltsam“ 8K-Support fett auf der Verpackung der PlayStation 5 zu bewerben, wenn diese Funktion auch über zwei Jahre nach der Veröffentlichung durch Abwesenheit glänzt. Natürlich kann man argumentieren, dass 8K nur eine Nische anspricht und die Leistung der Konsole ohnehin unzureichend ist, um aufwändige Titel in 8K zu berechnen. Doch wenn eine Firma ein Feature bewirbt, sollte es eben auch geliefert werden.
Auf der Verpackung der PlayStation 5 prangt ein 8K-Logo. Diese Auflösung wird ab Werk jedoch nicht unterstützt
Für grafisch einfacher gestrickte Titel wäre durchaus Support für 8K möglich. Beispielsweise wird das Game „The Touryst“ an der PlayStation 5 intern bereits in 8K berechnet. Entwickler können diese Rendering-Auflösung also nutzen. Da die Konsole das Bild aber nicht in 8K ausgeben kann, wird es zu 4K herunterskaliert. Im Grunde nutzt man hier also Supersampling für eine hochwertige Form der Kantenglättung.
Sony schweigt zu 8K mit der PlayStation 5
Sony selbst hat sich seit dem Launch der PS5 nicht mehr zur 8K-Unterstützung geäußert. Denkbar also, dass die Japaner später ohne viel Tamtam einfach das 8K-Logo von der Verpackung entfernen. Stattdessen steht erst einmal im Februar 2023 die Veröffentlichung der PlayStation VR2 an – die ist mittlerweile auch frei und ohne Einladung bestellbar. Da der Preis des VR-Headsets, mit 599,99 Euro, über dem der Konsole selbst spielt, dürfte hier aber wohl nur ein überschaubarer Kundenkreis zuschlagen. Dass die Vorbestellung vermutlich sehr schleppend anlaufen, zeigt sich auch daran, dass Sony das Ordern erst nur über ein Einladungssystem ermöglichte und von limitierten Stückzahlen sprach. Doch auch jetzt kann man die PS VR2 noch für die Lieferung zum Erscheinungsdatum vorbestellen.
Vermutlich erfahren wir schon am 5. Januar 2023 mehr zur PS VR2, neuen Spielen und den Plänen für den Launch. Denn auf der CES 2023 will Sony wieder über das Headset sprechen – schließlich prangt das VR-Headset bereits auf dem Teaserbild des schon bei YouTube angelegten Livestream-Links.