Das Cloud-Gaming-Angebot Google Stadia kann bisher nicht die Erwartungen des Unternehmens erfüllen. Es heißt, Google wolle sich daher vorwiegend auf die Streaming-Technologie im Hintergrund konzentrieren und sie an Partner lizenzieren.
So wurde schon vor Monaten berichtet, dass Google seine internen Ziele für Google Stadia mit Pauken und Trompeten verfehlt haben soll. Es gibt also weit weniger aktive Nutzer, als man sich das erhofft hatte. Auch wurde das interne Entwicklerstudio geschlossen. Anfangs wollte man mit Exklusivtiteln locken, gab dieses kostspielige Vorhaben aber bereits wieder auf, bevor das Studio überhaupt ein Spiel fertigstellen konnte.
Andere Fehler sind auf das Marketing zurückzuführen: Man versprach 4K bei 60 fps und massive Grafikleistung, lieferte aber niedrigere Detaileinstellung und Auflösungen als eine Xbox One X. Deswegen gibt es mittlerweile sogar eine Sammelklage. Hinzu kommt, dass viele anfangs versprochene Funktionen erst Monate nach dem Launch nachgereicht werden konnten. Viele Triple-A-Titel gibt es nicht bei Stadia, sodass das Cloud-Gaming-Angebot in Gaming Communities vor allem für Witze am Rande genutzt wird.
https://twitter.com/GoogleStadia/status/1489758125192216579
Dabei könnte es bleiben, denn laut einem Bericht von Business Insider werde Google den Fokus nicht mehr auf die Vermarktung der Plattform als solcher, sondern der Technologien im Hintergrund legen. Man werde sich also auf Whitelabel-Lösungen für Partner fokussieren. Google selbst dementierte dies nicht, erklärte aber bei Twitter, dass man weiterhin an einer „großartigen Zukunft“ für Stadia und das Cloud-Gaming arbeite.
Cloud-Gaming: Die Konkurrenz ist groß
Aktuell konkurrieren viele Cloud-Gaming-Anbieter miteinander, doch den großen Durchbruch schaffte noch keiner. Nvidia geht beispielsweise mit GeForce Now an den Start, kürzlich bereichert um den 4K- und HDR-Tarif GeForce Now RTX 3080. Amazon hat da Luna im Angebot und Microsoft bietet Cloud-Gaming als Teil des Xbox Game Pass Ultimate an.

Dazu kommen viele kleinere Anbieter, die allerdings teilweise bereits die Segel streichen. Etwa stellte die Telekom kürzlich ihr Angebot Magenta Gaming sang- und klanglos wieder ein.





