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ARD will bei SD bleiben: Abschaltung verschiebt sich um mehrere Jahre

Die ARD wollte eigentlich die SD-Ausstrahlung am 12. Januar 2021 abschalten. Doch die Pläne haben sich geändert und man will an der veralteten Technik festhalten.

Das dürfte Wasser auf die Mühlen derjenigen gießen, welche dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Ineffizienz vorwerfen: Ursprünglich wollte die ARD aus Kostengründen die SD-Ausstrahlung via Satellit nächstes Jahr einstellen. Zeitgemäß ist die Standardauflösung ohnehin nicht mehr und die ARD gab selbst an, dass man das Gros der Zuschauer längst in HD erreiche. Außerdem hatte die KEF keine weiteren Gebührengelder für die SD-Ausstrahlung genehmigt.

Doch es ist bekannt, dass es immer skeptisch zu sehen ist, wenn die öffentlich-rechtlichen Programme vom Sparen sprechen. Das gilt auch in diesem Fall, denn statt zu sparen, hat man sich für die Querfinanzierung entschlossen. So eng sitzt der Gürtel also dann offenbar eben doch nicht. Nächstes Jahr wird sich der Rundfunkbeitrag ja auch erneut erhöhen, obwohl es dazu selbst aus der Politik Kritik gegeben hatte. So sei es nach Meinung einiger Politiker pietätlos, wenn der ÖR sich die Taschen fülle, während die Menschen in der Corona-Krise sparen müssten.

Es kommen nun mehrere Faktoren zusammen, welche die SD-Abschaltung ausgebremst haben. Zum einen sei in der Corona-Krise keine gute Informationskampagne zum Thema möglich. Zusätzlich unterbreitete SES Astra sowohl ARD als auch ZDF wohl attraktive Sonderkonditionen, damit die Transponder nicht noch leerer werden. Wir sprechen hier offenbar über eine Verlängerung der SD-Ausstrahlung bis 2024.

SD-Ausstrahlung wird wohl durch Einsparungen bei UHD-Technik möglich

Sparen könnten ARD und ZDF natürlich beim opulenten Verwaltungsapparat oder den exorbitanten Gehältern der Intendanten und dem Rest der Spitze. Doch wo oft besonders oft das Wort „Sparen“ in den Mund genommen wird, sind immer andere gemeint. Möglich ist also derzeit, dass ARD und ZDF die verlängerte SD-Ausstrahlung dadurch finanzieren, dass sie die erweiterte Einführung von Ultra HD auf die lange Bank schieben.

Die großen Privatsender strahlen allerdings ebenfalls weiterhin in SD aus. Sie verschlüsseln ihre HD-Signale und sind seit 2009 mit höherer Auflösung nur gegen einen Obolus zu empfangen. Offenbar entscheiden sich aber immer noch viele Deutsche dagegen und begnügen sich dann schlichtweg mit SD. Da die Werbefinanzierung auf einen möglichst breiten Zuschauerkreis angewiesen ist, muss man quasi die SD-Ausstrahlung weiterführen.

Die geringe Zahlungsbereitschaft führte auch schon dazu, dass Diveo und Freenet die Vermarktung im Sat-Bereich aufgegeben haben. HD+ hingegen hält sich bedeckt zu Abonnenten zahlen. Etwas besser sieht es im Bereich DVB-T2 aus, denn da haben die Nutzer keine Wahl. Im Bereich Kabel und IPTV werden die Zusatzkosten in den Anschlusskosten quasi versteckt.

MediaMarkt und Saturn vereinen sich in Österreich

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In Österreich passiert etwas Interessantes: Die beiden Ketten MediaMarkt und Saturn verschmelzen miteinander – zu… MediaMarkt!

MediaMarkt und Saturn gehören zum selben Mutterkonzern, der MediaMarktSaturn Retail Group bzw. handelsrechtlich betrachtet der Media-Saturn-Holding GmbH. Das sorgt auch in Deutschland manchmal für Spekulationen darüber, ob es nicht sinniger wäre, die Ketten zusammenzulegen. Zumal der Druck durch den Online-Handel dafür gesorgt hat, dass die Ketten vor schwierigen Zeiten stehen. Auch die Corona-Krise hat dazu ihr Übriges getan.

In Österreich zieht man bereits die Konsequenz: MediaMarkt und Saturn verschmelzen dort zu… MediaMarkt. So werden die 15 österreichischen Standorte von Saturn in Filialen von MediaMarkt umgewandelt. Dieser Prozess soll bereits Anfang August beginnen und dann Ende September abgeschlossen sein. Ab dem 1. Oktober 2020 würden die ehemaligen Saturn-Märkte demnach als MediaMarkt-Filialen auftreten. Die Marke Saturn wäre damit in Österreich Geschichte.

MediaMarkt will dann fortan 52 Märkte in Österreich betreiben – mit rund 2.900 Mitarbeitern. Dadurch sollen 80 % aller Österreicher weniger als 20 Minuten von einem MediaMarkt entfernt wohnen. Man gibt an, dass die Zusammenführung es ermöglichen werde, effizienter zu arbeiten und dynamischer im Wettbewerb zu agieren. Davon sollen am Ende auch die Kunden profitieren.

Keine ähnlichen Schritte für Deutschland geplant

Mit nur rund 15 Filialen war Saturn in Österreich also nicht so breit aufgestellt wie in Deutschland. Da MediaMarkt über mehr Ladengeschäfte verfügt, ergibt es durchaus Sinn, dass jene Marke dann bei unseren Nachbarn weiter existieren darf. Es werden sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Saturn-Kunden von MediaMarkt übernommen. Das heißt, alle Verträge und Ansprüche im Hinblick auf etwa die Gewährleistung bleiben erhalten.

Das Kundentreueprogramm von Saturn, die SaturnCard wird wiederum in das von MediaMarkt eingegliedert. Ebenfalls will man die Onlineshops logischerweise zusammenlegen. Ob für Deutschland langfristig ein ähnlicher Schachzug anstehen könnte, steht natürlich in den Sternen.

Xbox Series X soll trotz Cross-Plattform-Entwicklung auftrumpfen

Der Leiter der Xbox-Sparte, Phil Spencer, will Spekulationen entkräften, laut denen die Xbox One die Xbox Series X ausbremsen könnte. Denn alle First-Party-Spiele werden zunächst für beide Konsolen veröffentlicht.

Laut Spencer habe es sich da nun zu einem Meme entwickelt, dass einige Spieler annähmen, die parallele Entwicklung für die Xbox One werde die Xbox Series X ausbremsen. Laut dem Kopf der Xbox-Marke sei das aber keineswegs der Fall. Spencer zieht Vergleiche zum PC: Auch hier würden Entwickler eine extrem breite Hardwarebasis abdecken. Dennoch sei es stets die PC-Version, welche in Sachen Grafikqualität die Konsolen in den Schatten stelle. Da werde gewiss auch nicht die Xbox One dafür sorgen, dass die Xbox Series X nun ausgebremst werde.

Vielmehr erklärt der Microsoft-Manager, dass Spieler auf diese Weise profitieren würden: Microsoft gehe es nicht darum eine bestimmte Plattform in den Vordergrund zu stellen. Es sei stets der Spieler das Zentrum der Strategie. Und jener solle die Wahl haben, ob er an einer Xbox One oder einer Xbox Series X seine Titel genieße. Klar wird aber auch, dass Microsoft sich bereits auf eine Zukunft ohne Konsolen-Hardware vorbereitet und stattdessen mehr und mehr Dienste wie den Xbox Game Pass ins Zentrum rücken möchte.

Xbox Series X Badge
Xbox Series X: Diese Badge kennzeichnet kompatible Titel

Dennoch betont Spencer, dass die Xbox Series X natürlich die leistungsfähigste Konsole auf dem Markt sein werde (abermals ein kleiner Seitenhieb auf die PlayStation 5) und die Entwickler sich schon darauf freuen sich an ihr auszutoben. Da könne und wolle Microsoft sie auch gar nicht zurückhalten. Man profitiere schlichtweg von den Erfahrungen, welche die Entwickler mit der Optimierung für unterschiedliche Hardware im PC-Segment gesammelt hätten.

Sony bevorzugt eine klare Trennung

An diesem Punkt weicht Sonys Strategie rund um die PS5 von Microsofts enorm an. So wollen die Japaner die Konsolengenerationen klar voneinander abtrennen. Spiele wie „Horizon: Forbidden West“ bleiben daher der PS5 vorbehalten. Sony wünscht sich, dass möglichst viele PS4-Besitzer rasch das Upgrade zur PS5 vornehmen. Microsoft scheint es mehr darum zu gehen allgemein die Spieler an die Xbox-Marke zu binden – unabhängig von der spezifischen Konsole.

Filmmaker Mode landet auf Samsung 2020 QLED TVs

Samsung Electronics hat damit begonnen den „Filmmaker Mode“ via Firmware-Update auf seine 2020 QLED Fernseher in den USA auszurollen. In Europa steht das Update immer noch aus.

Der Filmmaker Mode wurde im August 2019 von der UHD Alliance vorgestellt. Der Bildmodus soll dem Zuschauer die „kreative Vision“ der Filmemacher vermitteln. Wird dieser ausgewählt, werden optimale Bildeinstellungen für das jeweilige TV-Modell geladen und Bildverbesserde Algorithmen wie z.B. eine Zwischenbildberechnung deaktiviert. Damit soll gewahrt werden, dass die filmischen Meisterwerke vom Zuschauer so wahrgenommen werden, wie sie von bekannten Regisseuren wie Christopher Nolan, Martin Scorsese oder James Cameron vorgesehen waren. Denn sind wir einmal ehrlich, die voreingestellten Bildmodi vieler TV-Modelle sind weit entfernt von einer optimalen Darstellung.

In den USA, steht der Filmmaker Mode nach der Installation des Firmware-Updates 1301.5 über die Bildeinstellungen zur Verfügung. Unterstützt werden alle 8K und 4K QLED Fernseher sowie die „The Frame“ Lifestyle TVs aus dem Jahr 2020 (Q950T, Q800T, Q90T, Q80T, Q70T, Q60T und LS03T – The Frame). Selbst wenn sich „Filmmaker Mode“ nach viel anhört, im Endeffekt bekommt man ein Bild präsentiert, welches einer kalibrierten Darstellung nah kommen soll. Der Filmmaker Mode ersetzt jedoch in keinem Fall eine professionelle Kalibrierung.

Optimierte Darstellung für HDR und SDR-Quellen

Der neue Bildmodus kann bei den betroffenen TV-Geräten von Samsung automatisch oder manuell aktiviert werden. Der QLED schaltet automatisch um, sobald Inhalte, die mit einem entsprechenden Flag versehen sind, über das Gerät abgespielt werden. Unterstützt werden übrigens nicht nur HDR-Quellen, auch Filme und Serien in SDR können von dieser Einstellung profitieren. Neben Samsung unterstützen auch LG, Panasonic und Philips den neuen Filmmodus. Philips muss das Feature jedoch noch via Firmware-Update freischalten.

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LG CX & GX: Firmware-Update spendiert den OLEDs AMD FreeSync Premium

LG verteilt ab sofort ein Update für seine OLEDs der Reihen CX und GX. Die TVs werden damit für AMD FreeSync Premium gerüstet.

FreeSync Premium erlaubt es dann, an den CX und GX aus dem Jahr 2020 parallel AMD FreeSync und HDR zu verwenden. Wichtig ist das vor allem dann, wenn ein entsprechender Gaming-PC an einen der Fernseher angeschlossen wird. Das neue Firmware-Update (03.10.20) wird ab sofort sowohl in den USA als auch in Europa verteilt. Versprochen hatte die Südkoreaner diese Aktualisierung bereits auf der CES 2020 im Januar.

Damit kann LG nun die breiteste Unterstützung für unterschiedliche VRR-Standards für sich verbuchen: Die aktuellen OLED-Modelle des Herstellers sind nun nämlich sowohl für HDMI VRR und Nvidia G-Sync als auch eben AMD FreeSync Premium bereit. VRR (Variable Refresh Rates) ist für Spieler wichtig, wenn unkonstante Bildraten anliegen. Dann kann über diese Technik ein störendes Stottern des Bildes vermieden werden.

LG CX 48 Zoll
LG CX: Der OLED-TV mit 48 Zoll

Die LG-OLEDs unterstützen in diesem Bezug einen Bereich von 40 bis 120 Hz, um ungleichmäßige Framerates zu kompensieren. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass auch die BX und ZX des Unternehmens noch ein Upgrade auf AMD FreeSync Premium erhalten werden. Aktuell ist aber noch offen, wann LG die neue Firmware für jene TVs veröffentlichen wird.

AMD FreeSync Premium hat einen kleinen Haken

Aktuell gibt es wohl einen kleinen Bug: So berichten einige Nutzer, dass nach der Aktivierung von AMD FreeSync am entsprechenden Anschluss leider kein Dolby Vision mehr verarbeitet werde – auch dann nicht, wenn FreeSync nicht aktiv sei. Dolby Vision funktioniere dann erst wieder, sobald FreeSync ausgeknipst wurde.

Die neue Firmware 03.10.20 enthält auch Optimierungen für Apple AirPlay 2. Sollte für euch das Update noch nicht zur Verfügung stehen, dann wartet einfach ein wenig ab. So dürfte LG die Aktualisierung für die CX und GX schrittweise für alle Nutzer ausrollen.

Ubisoft Forward: Next-Generation-Spiele für die PS5 und Xbox Series X vorgestellt

Ubisoft hat im Rahmen seines Online-Events Ubisoft Forward neue Spiele vorgestellt. So erscheinen noch 2020 „Watch Dogs: Legion“ und „Assassin’s Creed Valhalla“ für die Xbox Series X und PlayStation 5.

„Watch Dogs: Legion“ kommt dabei bereits am 29. Oktober 2020 auf den Markt. Dieses Datum liegt aller Voraussicht nach noch vor dem Erscheinen der Next-Generation-Konsolen. Allerdings hat Ubisoft da gute Nachrichten für Spieler: Denn alle vorgestellten Next-Generation-Titel werden an der Xbox Series X Smart Delivery unterstützen und auch an der PlayStation 5 ein Upgrade von der PS4-Version erlauben.

„Watch Dogs: Legion“ spielt in einem London der nahen Zukunft, welches von privaten Sicherheitsunternehmen beherrscht wird. Ihr könnt Teil der Revolution sein, die sich auch gegen die organisierte Kriminalität richtet. Dabei könnt ihr im Grunde jeden Passanten für euer Team rekrutieren. „Watch Dogs: Legion“ wird hardwarebeschleunigtes Direct-X Ray-Tracing auf der Xbox Series X unterstützen und zusätzlich vollen Ray-Tracing-Support auf PCs mit Nvidia-Geforce-RTX-Karten bieten. Zur PS5 sagt Ubisoft aber leider diesbezüglich noch nichts, vielleicht lässt man wegen des Leistungsunterschieds also das Ray-Tracing weg.

„Watch Dogs: Legion“ erscheint am 29. Oktober 2020 für Xbox One, Playstation 4, Stadia sowie für Windows PCs über den Epic Games Store und Uplay. Das Spiel wird ebenfalls auf UPLAY+ im Abonnement verfügbar sein. Geplant sind Standard-, Gold-, Ultimate- und Collector’s-Editionen.

Auch „Assassin’s Creed Valhalla“ erscheint noch 2020

„Assassin’s Creed Valhalla“ wiederum erscheint am 17. November 2020, was sehr nahe am gemunkelten Launch der PS5 und Xbox Series X liegen dürfte. Das Gameplay-Video zeigt bereits Entscheidungsmöglichkeiten des Spielers, welche im direkten Vergleich mit den Vorgängern eine größere Rolle einnehmen sollen. Verfügbar sein wird der Titel für die Xbox One, PlayStation 4, im Epic Games Store und Ubisoft Store auf Windows PC, sowie auf UPLAY+ und Stadia. Auch hier nutzt Ubisoft Smart Delivery für die Xbox Series X und wird ebenfalls ein Upgrade für PlayStation-Besitzer kredenzen.

Abermals sind unterschiedliche Editionen, Standard, Gold, Ultimate und Collector’s, geplant. Spannend ist, dass der Launch von „“Assassin’s Creed Valhalla“ so nahe an der Veröffentlichung von „Cyberpunk 2077“ liegt. Ob sich das womöglich auswirken wird oder man noch eine Verschiebung ansetzt?

Dann kommt da auch noch „Far Cry 6“, in welchem der „Breaking Bad-„Darsteller Giancarlo Esposito den Schurken mimt. Das Spiel wird auf der fiktiven Inselnation Yara angesiedelt sein, welche ihr natürlich von der Diktatur befreien sollt. Auf den Markt kommt das Spiel am 18. Februar 2021 für die Xbox Series X, Xbox One, PlayStation 5, PlayStation 4, Stadia, im Epic Games Store und Ubisoft Store für Windows-PCs, sowie auf Uplay+. Als Editionen sind Standard, Limited, Gold, Ultimate und Collector’s geplant.

ZDF plant Online-Exklusivinhalte

Die öffentlich-rechtlichen Programme sind auch online immer aktiver. Das ZDF will sein Engagement da in Zukunft noch stark ausbauen.

Dies kann und sollte man durchaus kritisch sehen: So hagelte es für die immer weitschweifigeren Online-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Programme etwa von privatwirtschaftlichen Konkurrenten schon viel Kritik. Demnach hätten ARD, ZDF und Co. einen unfairen Vorteil, da sie nicht auf Umsätze angewiesen seien und sich durch die Gebühren finanzieren könnten. Online würden die Programme sowohl mit Fernsehsendern als auch den Webportalen von Printmedien und anderen Anbietern in Konkurrenz treten – mit dem besagten Wettbewerbsvorteil.

Auch zahlen am Ende natürlich die Haushalte für die Online-Expansion, sodass immer die Frage lauten muss, ob dies angemessen ist. Doch zuzugeben ist, dass es für die TV-Sender ein Balanceakt ist. Denn das lineare Fernsehen verliert bei jüngeren Zielgruppen immer stärker an Relevanz. Um also zukunftsfähig zu bleiben, bleibt den öffentlich-rechtlichen Anstalten kaum ein anderer Weg, als ins Internet zu blicken. Sicherlich hat der Fernsehrat auch deswegen nun das Telemedienänderungskonzept des ZDFs einstimmig genehmigt.

Laut ZDF sei es dadurch nun möglich, exklusive Online-Inhalte zu erstellen und auch die Verweildauer im Netz zu erhöhen. Auch die Verbreitung der Inhalte über Drittplattformen sei zulässig – also beispielsweise über die Zusammenarbeit mit den Privatsendern. Der Vorschlag vom 26. Februar 2020 entspreche den Voraussetzungen des § 11 f Abs. 4 Rundfunkstaatsvertrags.

ZDF lobt seine Wissens- und Bildungsinhalte selbst

Freilich ist man dann eifrig dabei sich selbst auf die Schulter zu klopfen, denn die Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates, Marlehn Thieme, bekräftigt: „Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig öffentlich-rechtliche Wissens- und Bildungsinhalte sind – und auch ihre digitale Verfügbarkeit. Der Fernsehrat hat in seinen Beratungen für das neue Telemedienkonzept u.a. darauf hingewirkt, dass die Archivfunktion für ZDF-Inhalte ausgeweitet und bildungsrelevante Beiträge möglichst unbegrenzt angeboten werden dürfen.“

Dies kann man sicherlich bekräftigen, Kritikpunkt dürften eher die Unterhaltungsinhalte sein, welche von den öffentlich-rechtlichen Sendern für enorme Budgets produziert werden und dennoch international nicht ansatzweise konkurrenzfähig sind, wenn man da beispielsweise mit der BBC vergleicht. Das Telemedienänderungskonzept muss nun allerdings noch durch die Rechtsaufsicht geprüft werden, bevor es gemeinsam mit der Begründung des Fernsehrates im Internetauftritt des ZDF veröffentlicht werden darf.

Samsung QLED 2020 erhalten gute Noten von der Stiftung Warentest

Samsung hat mit seinen aktuellen QLED-TVs bei der Stiftung Warentest gut abgeschnitten. Sieben Modelle wurden mit „gut“ ausgezeichnet und erhielten Noten von 1,8 bis 2,1.

Zu bedenken ist, dass die Stiftung Warentest dabei auch viele Aspekte außerhalb der Darstellungsqualität berücksichtigt hat – etwa die vorhandenen Zusatzfunktionen und Apps sowie die Umweltfreundlichkeit. Die Benotungen sind also nicht unbedingt ein Indiz für die Bildqualität, sondern mehr für das Gesamtpaket. Welche Aspekte also für euch am schwersten wiegen, solltet ihr selbst für euch prüfen.

Mit einer Gesamtnote von 1,8 schnitt der Samsung GQ65Q80T4 dabei am besten ab. Samsung betont, dass das Testergebnis zeige, dass die QLED-LCDs des Unternehmens im 4K-Segment an vorderster Front mitkämpfen würden. Geprüft wurden konkret von den Testern der Samsung Q80T in 49, 55 und 65 Zoll, der Samsung Q70T mit einer Bildschirmdiagonale von 55 und 65 Zoll sowie der Samsung Q60T in 55 und 65 Zoll.

Samsung sichert sich gute Noten bei der Stiftung Warentes
Samsung sichert sich gute Noten bei der Stiftung Warentest

Der Samsung Q60T mit 55 Zoll erhielt dabei eune Gesamtwertung von 1,9, die beiden Ausführungen des Q70T landeten jeweils bei 2,0 und auch die GQ55Q80T3 und der GQ65Q60T8 verbuchten das gleiche Ergebnis. Der Q80T mit 49 Zoll konnte für sich 2,1 als Ergebnis beanspruchen. Besonders gut bewerteten die Tester laut Samsung die Qualität bei schnellen Bewegungen wie bei Sportübertragungen oder Action-Szenen.

Samsung will sich (noch) nicht zu OLED bekennen

Samsung ist dabei aktuell im Grunde der einzige Hersteller, der im High-End-Segment noch nicht zu OLED gewechselt ist. Dies soll aber für 2021 anstehen. 2020 ist es aber so, dass die Südkoreaner ein reines LCD-Lineup offerieren. Dabei hebt man auch seine Teilnoten hervor: Der geringe Stromverbrauch bescherte dem 55-Zoll-Modell des Samsung Q60T die Teilnote 1,4 und der 65-Zoll-Variante des Samsung Q60T sogar die Note 1,3.

Auch im nächsten Jahr wird Samsung seine QLED-LCDs sicherlich nicht einstampfen, selbst wenn dann OLED auf den Markt kommen sollten. Neue Modelle erwarten wir für die CES 2021 – auch wenn wir Zweifel haben, ob die Messe wirklich stattfinden kann – trotz Bestätigung durch die Veranstalter.

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Der weiße Hai auf 4K UHD Blu-ray im Test: Jetzt noch bissiger!

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Inhalt (90%)

1975 läutete Steven Spielberg mit Der weiße Hai das ein, was man heute gemeinhin als „Blockbuster“-Kino bezeichnet. Eben jene Filme, die am Tag ihrer Veröffentlichung (oder in den Tagen darauf) so großes Interesse auf sich ziehen, dass die Filmfans in Schlangen bis „um den Block“ stehen, um ins Kino zu gelangen. Zwei Jahre vor George Lucas‘ Krieg der Sterne schaffte es sein Kumpel Spielberg, bei einem geschätzten Budget von sieben Mio. Dollar das 67-fache einzuspielen. Gut 470 Mio. Dollar stehen bis heute zu Buche, was (trotz einiger Millionen, die durch Wiederaufführungen über die Jahre hinzu kamen) für einen Film Mitte der 70er wirklich eine verteufelt große Menge Geld gewesen ist.

Spielberg hatte sich mit seinem erst zweiten abendfüllenden Kinofilm direkt in den Olymp der Hollywood-Regisseure katapultiert und einen bis heute kultisch verehrten Horrorstreifen inszeniert, der ein komplettes Subgenre nicht nur umkrempelte, sondern mit unzähligen Nachahmern „beglückte“. Zwar gab es den Tierhorror-Film schon seit es den Horror-Genre selbst gibt, doch derart lebensecht, bedrohlich und actionreich hatte noch keiner zuvor einen tierischen Gegner in Szene gesetzt. Bis heute darf man sich verwunderte die Augen reiben, wenn man sich vor dieselben hält, dass es sich bei den Szenen im Finale ausnahmslos um ein mechatronisches Puppen-Modell handelt, deren doppelreihiges Gebiss sich hier den Protagonisten entgegen reckt.

Der Bürgermeister sieht gar nicht ein, den Strand zu sperren

Erstaunlich genug, dass man (wenn man Der weiße Hai längere Zeit nicht gesehen hat), vornehmlich die Szenen im Kopf hat, in denen das riesige Monstrum zu sehen ist. Dabei wird der Großteil der Spannung doch erzeugt, während man ihn eben NICHT sieht, sondern nur „vermutet“. Unterstützt von einer der genialsten Filmmusiken aller Zeiten erzeugt Spielbergs Horror-Actioner eine bis heute kaum erreichte Spannung im Subgenre. Wenn die Kamera zu den immer intensiver werdenden Streichinstrumenten auf Tauchfahrt geht, bewirkt der Film genau das, was das (geschickte) Marketing prophezeite: Nach Der weiße Hai würde sich niemand mehr trauen, im offenen Meer schwimmen zu gehen.

Etwas, das Peter Benchley, den Autor der Romanvorlage, im Nachhinein übrigens zur Reue trieb. Es tat ihm leid, das Buch geschrieben zu haben, weil er dem Hai (und vor allem dem Großen Weißen) Unrecht getan hatte. Zahllose Tierdokumentation mussten in den folgenden Jahrzehnten das Image der Raubfische wieder gerade rücken; mussten „reparieren“, was Spielbergs Film an Reaktionen auslöste. Kaum zu glauben, dass ein heutiger Film noch mal einen ähnlichen gesamtgesellschaftlichen Einfluss haben könnte. Und kaum zu glauben, dass es noch mal einen ähnlich spannenden, geschickt aufgebauten und gleichzeitig um seine Figuren bemühten Horrorthriller geben wird.

Der alte Seebär Quint stellt sein Boot zur Verfügung

Denn Der weiße Hai ist mitnichten bloß ein Urängste erweckender Streifen, der geschickt die menschliche Phobie vor der Ungewissheit aus der Tiefe triggert. Vielmehr kümmert er sich um die genaue und emotional nachvollziehbare Entwicklung seiner Figuren. Selbst wenn diese nicht ganz ohne Klischees auskommen (vom knurrig-raubeinigen Seebär handelt ja nicht zum ersten Mal ein Film), so bleibt Spielberg vor allem in der Schilderung der Familie Brody ganz authentisch. Der Chief, seine Frau und die Kids bilden das Gewissen des Films. Gemeinsam mit Wissenschaftler Hooper kämpfen sie gegen die Ignoranz der Stadträte und des Bürgermeisters – und legen dabei noch einen weiteren Aspekt des Films offen: Seine Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft der USA.

Trotz der fatalen Bedrohung lassen sich die Verantwortlichen nicht dazu bringen, die Strände zu schließen. Es geht ja ums Geschäft. Immerhin steht der einträchtige Sommer vor der Tür. Die Story kombiniert die Ignoranz der Geschäftemacher mit der Panik und Massenhysterie der US-Mittelschicht. Der gemeinsame „Gegner“ ist ähnlich abstrakt wie der LKW in Spielbergs fürs TV gedrehtem Film Duell. Und er taucht genauso unerwartet auf und macht Jagd auf die ahnungslosen Touristen und Anwohner. Ganz unähnlich sind sich Duell und Der weiße Hai erzählerisch also nicht. Dennoch perfektioniert Spielberg in seinem zweiten Kinofilm sein handwerkliches Talent und sein sicheres Händchen für Schauspielführung. Allerdings artete die Produktion doch massiv aus. Dreimal so viele Drehtage als die veranschlagten 52 brauchte man am Ende, um sämtliche Szenen in den Kasten zu bekommen. Das Ergebnis indes überzeugt heute wie damals und darf mit Fug und Recht als echter Horror-Klassiker gelten.

Bildqualität (90%)

Der 4K-Scan des Filmmaterials von Der weiße Hai fand bereits vor acht Jahren für die Blu-ray-Veröffentlichung statt. Seinerzeit wurde das 35mm-Material komplett neu gescannt, gesäubert und bearbeitet. Im Zuge der UHD-Veröffentlichung konnte man nun dieses 4K-Master nehmen und es in seiner nativen Form über ein 4K-DI auf die Scheibe pressen. Natürlich nicht, ohne zuvor noch ein HDR-Grading vorzunehmen. Enthalten sind dieses Mal alles HDR-Formate: HDR10, HDR10+ und Dolby Vision. Dazu hat man das Ganze im Rahmen eines erweiterten Farbraums (Rec.2020) gemastert.

Da die Blu-ray bereits wirklich sehr gute Werte liefert, sollte man aufgrund der gleichen Basis und des damals bereits korrigierten Color Gradings keine eklatanten Unterschiede im generellen Look erwarten. Doch davon ab, schlägt die UHD die Blu-ray dennoch. Schon alleine, weil hier offenbar weder nachgeschärft, noch rauschgefiltert wurde. Was sich dem Betrachter zeigt, ist ein authentisches und filmisch-analoges Bild, das seine ursprüngliche Körnung nicht verschweigt und sie mit Stolz darstellt. Da hier nicht mit dem gröbsten Material gearbeitet wurde, ist es aber auch zu keiner Zeit überpräsent und deshalb nie störend. Die Schärfe bleibt weiterhin hervorragend, allerdings eben nicht übertrieben überzeichnet. Manchmal könnte man meinen, die UHD wäre softer als die BD, was aber wiederum nur entlarvt, dass bei der Blu-ray seinerzeit etwas nachgeholfen wurde. Nichtsdestotrotz erkennt man über die UHD ebenso gut die Struktur auf Jeansjacken oder seltsamen Anzugmustern. Auch die Lederhaut des gefangenen Hais bildet sich dreidimensional ab.

Die UHD ist durchweg homogener kontrastiert und bietet frischere Farben als dieses offizielle Presse-Szenenfoto

Da die Körnung durchweg harmonischer und „echter“ ausfällt, bleiben auch kleinere Probleme der Blu-ray aus. Der leichte Anflug von schwarzer Fliegenschwarm-Körnung im Himmel beim Wechsel von Kapitel 11 auf 12, der über die BD zu sehen ist, ist der UHD jedenfalls fremd. Farben unterscheiden sich zwar nicht grundlegend, sind aber insgesamt natürlicher und neutraler. Gerade Sand oder Asphalt profitiert davon, da die BD hier etwas grünlicher erscheint. Hervorragend gelingen trübere Szenen im Nebel oder bei Fernshots auf dem Wasser. In diesen Szenen ist die Blu-ray deutlich milchiger, während die UHD echten Kontrast zurück holt.

In Summe bietet die UHD zwar keine Quantensprünge, vermeidet aber kleinere Mankos der Blu-ray, ist neutraler, kontrastreicher und insgesamt filmischer. Fünf Worte zu HDR10+: Erneut keinerlei Differenz zu HDR10. Ein paar mehr Worte zu Dolby Vision: DV ist gegenüber HDR10 in vielen Szenen heller und prägnanter. Ab und an aber auch etwas kontrastärmer, da zu aufgehellt. Die Farbgebung ist nicht mehr ganz so neutral, dafür hat sie die beste Durchzeichnung im Schwarz.

Tonqualität (65%)

Die UHD kommt fürs Englische und Deutsche erneut mit den 2.0-Monospuren, die auch die BD hat. Hinzu kommt je ein Dolby-Atmos-Track (True-HD basiert) für beide Sprachen. Während die deutsche Atmos-Fassung hörbar auf der 2004er Neusynchro basiert, erscheint der O-Ton durchaus so deutlich verändert, dass man hier einen neuen Mix vermuten kann. Gegenüber der 7.1-dts-HD-MA-Version der Blu-ray ist die Atmos-Fassung des englischen Tons gerade in den Actionszenen noch mal hörbar räumlicher und offener geworden. Surroundeffekte sind aggressiver abgemischt (Explosion des Hais im Finale) und wirken dadurch zeitgemäßer. War die bisherige 7.1-dts-HD-MA-Fassung die bis dato qualitativ beste Möglichkeit, Der weiße Hai zu hören, toppt die Atmos-Fassung das noch einmal.

Traditionalisten werden vielleicht bemängeln, dass hier etwas zu viel des Guten betrieben wird, wenn das Original doch lediglich in Mono vorlag. Das stimmt natürlich in gewisser Weise, weshalb hier auch die Mono-Fassung als Alternative vorliegt.

Wenn die Action im Finale losgeht, liefert der Ton recht gut ab. Leider bei der Atmos-Fassung in der deutschen Neusynchronisation

Die deutsche Atmos-Version bietet gegenüber der 7.1-dts-HD-HR-Fassung der Blu-ray etwas mehr Punch bei den Surroundeffekten. Das kann aber auch an einer geringen Lautstärke-Anhebung liegen, die man der Spur grundsätzlich attestieren kann. Wirklich besser oder schlechter ist sie nicht.

Hören wir uns mal an, was von der oberen Ebene kommt, so sollte man jetzt nicht zwingend ein Feuerwerk erwarten. Der weiße Hai wurde zu einer Zeit gedreht, als noch keine Drohnen herum flogen. Auch Superhelden, die durch die Luft fliegen oder Raumschiffe gibt’s hier nicht. Zunächst einmal beschränken sich die Heights deshalb darauf, den Score von John Williams in den dramatischeren Momenten immer mal wieder zusätzlich wiederzugeben. Und dabei bleibt es dann auch – und zwar bis zur 57. Minute, in der man kurz mit im Hubschrauber sitzt, was durch ein kurzes Flappen der Rotoren untermalt wird.

Nach 58’27 gibt’s dann mehrfach Unterwasser-Geräusche aus den Heights. Für die nächsten Overhead-Effekte muss man sehr genau hinhören. So gibt’s ein bisschen Holzknacksen vom Boot während der Gespräche im Rumpf nach etwa 94/95 Minuten und etwas Gluckserei bei den Käfigszenen. Wenn der Hai angreift, setzt dann der lauteste Effekt von oben ein, was allerdings visuell absurd ist, da das Ganze auf der Höhe der Kamera passiert. Zum Finale gibt’s dann noch mal etwas Wasserplatschen und ein bisschen Gesplatter im Zuge der Explosion. Mehr als eine Handvoll echte 3D-Sounds liefert die Atmos-Spur nicht. Dafür ist die Originalfassung auf der regulären Ebene noch mal besser als die bisherige 7.1-dts-HD-Master-Version.

  • Deutsch: Dolby Atmos (65%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: Dolby Atmos (20%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: Dolby Atmos (65%) 3D-Betrachtung (Qualität)
  • Englisch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (20%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (65%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Da die enthaltene Blu-ray identisch mit jener von 2012 ist, bleibt auch das Bonusmaterial identisch. Begonnen bei unveröffentlichten und verpatzten Szenen geht es weiter mit einem „Making-of Jaws“. In diesem geht es volle 122! Minuten lang um die Hintergründe der Produktion. Steven Spielberg wird hier hauptsächlich einbezogen, der unterschiedliche Aspekte erklärt, während hin und wieder Filmausschnitte zu sehen sind. „Der Hai funktioniert noch“ ist ein zehnteiliger Dokumentarfilm, der nach einer Einleitung der Produzenten noch einmal gut 100 Minuten Zeit in Anspruch nimmt und das Phänomen von Der weiße Hai ergründet. Dabei geht man durchaus auch auf die schwierigen Produktionsumstände ein, die seinerzeit für Terminverschiebungen sorgten.

In „Jaws: Die Restaurierung“ wird dann gut acht Minuten erzählt, wie genau man 2012 bei der Restaurierung vorging. Ein sehr sehenswertes Special für Technikfreaks. „Blick auf die Dreharbeiten“ letztlich geht noch einmal neun Minuten und ist eher als Behind the Scenes zu sehen. „Die Archive“ hält dann noch Storyboards, Produktionsfotos sowie zwei Featurettes über das Marketing (Poster und Werbeanzeigen) und das „Phänomen“ von Jaws bereit. Letzteres sind dann internationale Werbe-Banner und Poster. Löblicherweise enthält die UHD (fast alle) Extras ebenfalls.

Gesamtbewertung Der weiße Hai  (82%)

Der weiße Hai ist nach wie vor ein spannender Klassiker, der ein ganzes Subgenre neu definiert hat. Auch 45 Jahre später unterhält Spielbergs Film blendend. Und nun gibt’s ihn in der visuell bisher besten und authentischsten Weise. Das Bild der UHD merzt praktisch alle Fehler der (bereits guten) Blu-ray aus und ist in jedem Punkt etwas besser.

Die Atmos-Spuren bleiben in Sachen 3D-Sound zwar Lebhaftigkeit schuldig, doch im Grunde überrascht das nicht, wenn der Film an sich kaum Möglichkeiten dazu bietet. Nach wie vor ärgerlich ist die deutsche Neusynchro, während der englische Atmos-Sound die bisher räumlichste und „rundeste“ Möglichkeit ist, den Film zu hören. Die alten 2.0-Mono-Spuren kennt man schon von der Blu-ray. Sie tun ihren Job ordentlich und sind für die Traditionalisten die erste Wahl.
Wer das mittlerweile ausverkaufte Steelbook verpasst hat, der sollte demnächst von einer aller Wahrscheinlichkeit nach kommenden Amaray-Fassung profitieren.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 18. Juni 2020 Review am: 07.07.2020
Erscheinungsjahr Film: 1975 Laufzeit: 124 Minuten
Filmstudio: Universal FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
HDR 10+
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Der weiße Hai Trailer:

Wer denkt, die CES 2021 könne wie geplant stattfinden, muss verrückt sein

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Die CES 2021 solle laut den Veranstaltern wie geplant stattfinden. Wer sich die aktuellen Covid-19-Zahlen aus den USA jedoch betrachtet, weiß, dass dies absoluter Wahnsinn wäre. 

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist DIE Messe für Unterhaltungselektronik. Was auf den Pressekonferenzen im Mandalay Bay Hotel, weiteren Meeting Rooms quer verteilt über die Stadt und auf dem Messefloor des Las Vegas Convention Center vorgestellt wird, begleitet die Technik-Welt meist über das ganze Jahr. Für uns ist selbstverständlich das Segment Unterhaltungselektronik am interessantesten. Denn auf der CES gibt es für uns erstmals einen Einblick in das Video- und Audio-Lineup der großen (und kleinen) Hersteller. Alles was Rang und Namen (oder ein interessantes Produkt) findet sich in der Regel Anfang Januar auf der CES ein, um den Start in das neue Technik-Jahr zu feiern.

CES entwickelt „Hygienekonzept“

Der Messebetreiber hat noch Anfang Juni bekundet, dass das Event wie üblich stattfinden solle – trotz der in den USA wütenden Corona-Pandemie. Dafür wurde ein Hygienekonzept erstellt, das unter anderem eine Maskenpflicht vorsieht, zudem werden Messestände und sanitäre Einrichtungen regelmäßig gereinigt. Wir glauben jedoch, dass bei einem so großen Besucheransturm wie bei der CES, das gar nicht zu bewerkstelligen wäre. Die Stände sollen zudem nicht mehr so eng aneinander stehen. Auch von einem kontaktlosen Eintrittssystem ist die Rede.

Auf der CES drängen sich Fachpresse und Händler dicht an dicht wie hier auf der Pressekonferenz von Sony (CES 2020)
Auf der CES drängen sich Fachpresse und Händler dicht an dicht wie hier auf der Pressekonferenz von Sony (CES 2020)

Wenn die Hygienemaßnahmen von den gleichen Leuten beschlossen wurden, die für das Sicherheitskonzept der Messe verantwortlich sind, ist allein das ein Grund für uns, die Fachmesse nicht zu besuchen. Denn mit einem kontaktlosen Eintrittssystem würden laut unserem Verständnis auch die ohnehin mehr als mangelhaften Taschenkontrollen, wegfallen. Sicherheit wurde auf der CES noch nie großgeschrieben – aber auch nur weil noch nichts passiert ist.

Die CES platzt aus allen Nähten

Die Messe ist bereits bis zum Brechen überfüllt. Allein 2020 nahmen rund 170.000 Menschen an dem Event teil, und wir reden hier nur von Fachbesucher, Händlern und Ausstellern. Private dürfen gar nicht auf das Messegelände. Es gibt immer wieder Situationen, in denen man sich vorkommt wie auf einem Rockkonzert kurz vor dem Bersten. Auf der anderen Seite sind die Abstände zwischen den Messeständen recht großzügig bemessen um überhaupt den wabernden Menschenmassen Herr werden zu können. Hier fragen wir uns, wo möchten die Veranstalter der CES denn bitte zusätzlichen Platz schaffen um die Stände „luftiger“ zu gestalten?

130.000 Corona-Tote in den USA

Wer denkt, bis Januar 2021 hat sich die Lage sicherlich beruhigt, dem möchten wir doch nochmal die aktuelle Situation (09. Juli 2020) vortragen. Es sind noch rund 7 Monate bis die CES 2021 startet, der ein oder andere möchte denken, dass dies genug Zeit ist um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Zahlen sagen jedoch etwas ganz anderes. Stand heute haben sich allein in den USA 3.055.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, wo versucht wird die Verbreitung durch strenge Auflagen einzudämmen, steigt in den USA die Anzahl der Infizierten weiter an. Aktuell werden rund 50.000 neue Infektionen pro Tag gemeldet – Tendenz steigend! Die Zahl der durch die Infektion verstorbenen hat derzeit die Marke von 130.000 durchbrochen, auch hier kommen täglich (laut offiziellen Angaben) 700-1.000 hinzu.

Jeder möchte schnell das perfekte Foto schießen. Anstand und Abstand werden da gerne ignoriert (Pressekonferenz LG Electronics)
Jeder möchte schnell das perfekte Foto schießen. Anstand und Abstand werden da gerne ignoriert (Pressekonferenz LG Electronics)

Und jetzt stellt euch vor, es kommen 130.000 Leute aus fast allen Ländern der Welt zusammen um sich in den USA zu treffen? In unseren Augen ist dies einfach nur verantwortungslos. Neben der lokalen Gefahr für die Teilnehmer in Las Vegas besteht zudem die Gefahr für die Länder und alle Mitreisenden in Bus, Bahnen, Zügen und Flugzeugen. Uns würde auch das Vertrauen in das amerikanische Gesundheitssystem fehlen, um uns so einer Gefahr auszusetzen. Denn sollte sich Las Vegas innerhalb von 7-10 Tagen zu einem neuen Corona-Hotspot entwickeln, wissen wir nicht, ob die ortsansässigen Krankenhäuser so einen Ansturm gewachsen wären. Man erinnere sich an die desaströse Situation in New York vor mehreren Wochen.

Die CES sollte ein neues Konzept vorlegen

Kurzum: Ein anderes Konzept muss her! Hersteller möchten ihre neuen Produkte bestmöglich und vor allem früh der Presse und Fachhändlern präsentieren. Wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist, sind weltweit Existenzen bedroht, nicht nur von Unternehmen, sondern auch von deren Angestellten. Wieso nicht frühzeitig eine Plattform schaffen die es ermöglicht, dass Pressevertreter sowie Private auf die Pressekonferenzen zugreifen können (Live auf YouTube)? Interviews mit den Fachleuten könnten per Zoom oder Microsoft Teams erfolgen und ein Großteil der offiziellen Kommunikation läuft in den meisten Fällen eh bereits via E-Mail und über die Presseportale ab. Einzig die Möglichkeit, Produkte live zu präsentieren und vielleicht sogar anzutesten würde wegfallen. Wir wissen, dass es nicht einfach ist, ein alternatives Konzept zu erstellen. Sieht man aktuell auch an der IFA, die Anfang September in Berlin stattfinden soll, jedoch hat die CES für das internationale Publikum doch noch einen anderen Stellen- und Aufmerksamkeitswert.

Wir würden uns selbst ein kleines Wunder wünschen um für euch live von der CES 2021 berichten zu können. Leider sehen wir derzeit aber keine Anzeichen, dass sich etwas an Corona-Situation in den USA ändert. On top wird in den USA im November 2020 noch ein (hoffentlich) neuer Präsident gewählt. Im Wahlkamp wird das Thema Corona und die Beschränkung der Freiheit, die mit den Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus einhergeht, sicherlich öfters Gegenstand des Wahlkampfes werden. Und der Amerikaner kennt ja bekanntlich keinen Spaß, wenn man ihm sein „Freedom“ oder seine „Guns“ streitig machen möchte.