Der japanische AV-Hersteller Yamaha verärgert seine Kunden. Die Cross-Upmix-Sperre in ausgewählten AV-Receivern und Vorstufen aus 2018 wird nicht rückgängig gemacht.
Die deutsche Pressevertretung von Yamaha hat gegenüber surround-sound.info bestätigt, dass die 2018 eingeführte Cross-Upmixing-Sperre nicht zurückgenommen wird. Das betrifft unter anderem die AV-Receiver der Modellreihen RX-Vx85, RX-Axx80 sowie die AV-Vorstufe CX-A5200. Gemessen an dem Preis, was die Modelle vor zwei Jahren gekostet haben eigentlich eine Sauerei. Früher war es möglich Dolby Digital Plus oder Dolby TrueHD Inhalte über den „DTS Neural-X“-Upmixer des Mitbewerbers DTS mit zusätzlichen Höheninformationen versehen zu können. Dolby hat dieses Feature erst 2019 mit einer überarbeiteten Vereinbarung zwischen dem Audiospezialisten und den Herstellern eingeführt.
Yamaha kuscht vor Dolby
Yamaha hat also bereits ein Jahr zuvor die nahende Beschränkung eingeführt, womöglich um keinen Ärger mit Dolby zu bekommen. Die Cross-Upmixing-Sperre betraf auch andere Hersteller. Jedoch schaltete sich die EU-Kommission ein, was dazu führte, dass die Verpflichtung gegenüber den Herstellern aufgehoben wurde. Bedeutet letztendlich, jeder Hersteller kann mit diesem Feature umgehen wie er möchte. Komisch also, dass sich Yamaha dagegen sträubt, den Cross-Upmixer bei den alten aber immer noch aktuellen AV-Geräten zu entfernen. Andere Hersteller wie z.B. Sound United (Denon, Marantz) hat angekündigt, die Einschränkung via Firmware-Update zu entfernen.
Die AV-Receiver und Verstärkern von Yamaha aus den Jahren 2019 und 2020 können übrigens ohne Probleme auf die jeweiligen Cross-Upmixing-Algorithmen von DTS und Dolby zugreifen, was die Situation für Betroffene noch bitterer macht. Bleibt zu hoffen, dass Yamaha aufgrund mehrerer Berichterstattungen vielleicht doch noch einlenkt und ein Fix über ein Firmware-Update veröffentlicht.












