Netflix kann sich im vierten Quartal 2019 und im Gesamtjahr wieder über Wachstum freuen. 2020 birgt jedoch einige Herausforderungen für den Streaming-Primus.
Im vierten Quartal 2019 konnte Netflix seinen Umsatz auf 5,48 Mrd. US-Dollar ankurbeln. Bei der Stange hat man seine Abonnenten sicherlich auch durch hochkarätige Originals mit viel Presserummel, wie etwa „The Witcher“ mit Henry Cavill und natürlich Martin Scorseses „The Irishman“ mit Robert De Niro gehalten. Den Gewinn konnte man auf 587 Mio. US-Dollar erhöhen.
Netflix steht laut den neuen Quartalsergebnissen bei aktuell 167 Mio. Abonnenten – 8,75 Mio. kamen neu im vierten Quartal 2019 hinzu. 2020 wird aber ein Jahr voller Umbrüche für den etablierten Streaming-Anbieter. Gerade im US-Markt baut nicht nur Disney+ nun Druck auf, mit HBO Max und Peacock stehen noch zwei weitere Anbieter großer Studios bereits in den Startlöchern.
HBO Max wird der neue Streaming-Dienst von Warner
Und auch international wird es heiß hergehen, denn Disney+ wird ja ab 24. März 2020 in Europa starten. Netflix teilt Aktionären mit, dass man sich dennoch in Sicherheit wähne, da man einen großen technologischen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz genieße und auch mit seinem weit verzweigten Netzwerk an etablierten Partnern punkte. Allerdings zeigen sich bereits Schwierigkeiten in den USA.
Wachstum in den Vereinigten Staaten fällt bescheiden aus
So konnte Netflix in seinem Heimatmarkt nur noch 423.000 neue Abonnenten im vierten Quartal 2019 dazu gewinnen – deutlich weniger als zuvor erwartet. Dieser Trend spiegelt sich auch schon in den Erwartungen des Streaming-Anbieters wider. Für das erste Quartal 2020 rechnet man nur mit rund 7 Mio. neuen Abonnenten. Im ersten Quartal 2019 etwa konnte Netflix noch fast 9 Mio. Neukunden von sich überzeugen.
Das Problem liegt darin, dass der US-Markt durch Netflix langsam gesättigt ist und dort eben nun die Konkurrenz besonders stark wächst. Im Gespräch bleiben will man dennoch – etwa sicherte sich Netflix zuletzt auch 20 Oscar-Nominierungen. Ob dem Streaming-Anbieter aber weiterhin goldene Zeiten blühen oder Teile der Bestandskunden zu Apple TV+, Disney+, Peacock und Co. abwandern, das muss die Zeit zeigen.
Netflix geriet zuletzt auch in Diskussion, weil man seine erfolgreichsten Originale des Jahres 2019 ermittelte, indem man alle Zuschauer zugrunde legte, die mindestens 2 Minuten in das jeweilige Format reingezappt hatten. Ehemals musste ein Abonnent mindestens 70 % des Films / der Serie konsumiert haben. Ab 2020 soll die neue Zählweise aber für alle Filme und Serien gelten, was die Zuschauerzahlen nach außen hin etwas beschönigen könnte.
The Criterion Collection ist eine Reihe von Filmen, die anfangs nur in den USA erschienen sind. Nun gibt es einen kleinen Hinweis darauf, dass die Veröffentlichungen des Studios auch in Deutschland erscheinen könnten.
Zur Erklärung: The Criterion Collection ist kein eigenes Filmstudio, sondern ein Vertrieb, der ausschließlich im Heimkino aktiv ist. Man lizenziert dabei Titel anderer Studios und veröffentlicht jene dann in besonders aufwändigen Editionen im Rahmen der namensgebenen The Criterion Collection.
Der Vertrieb hat dabei bereits einige Male Geschichte geschrieben. Beispielsweise waren es Criterion, die erstmals Bonusmaterial auf physische Veröffentlichungen hievten und damit Extras wie Audiokommentare salonfähig machten. Auch ist das Unternehmen dafür bekannt die Filme in der technisch besten Qualität auf Disk zu bannen. Dafür werden eigene Restaurationen angefertigt. Manchmal sind jene derart gelungen, dass auch internationale Vertriebe nach einer Lizenz streben. Beispielsweise lizenzierte Alive das Criterion-Master für seine deutsche Blu-ray zu dem Film „Pans Labyrinth“.
Criterion vertreibt aber keine üblichen Blockbuster, sondern laut eigenen Aussagen nur besondere Filmklassiker oder aktuelle Filme von besonderem Anspruch / künstlerischem Wert. Auch viele Regisseure schätzen The Criterion Collection. Als spezielles Beispiel ist da der Regisseur Wes Anderson („The Grand Budapest Hotel“) zu nennen, der in all seine Verträge eine besondere Klausel aufnehmen lässt, welche garantiert, dass sein Film vom jeweiligen Studio später an Criterion lizenziert wird für eine separate Veröffentlichung.
Kommt The Criterion Collection nach Deutschland?
Die Titel der The Criterion Collection werden nicht nur technisch besonders aufwändig restauriert, sondern sind üblicherweise auch mit extrem viel Bonusmaterial versehen. Oft erscheinen die Veröffentlichungen als schicke Digipaks, die auch weitere Zusätze wie Poster und dicke, gehaltvolle Booklets beinhalten. Seit 2016 vertreibt man The Criterion Collection nun auch in Großbritannien.
„Roma“ wird auch in Deutschland als Teil der Criterion Collection beworben
In Deutschland glänzt The Criterion Collection bisher durch Abwesenheit. Könnte sich das vielleicht ändern? Überraschenderweise erscheint nämlich der Netflix-Film „Roma“ im März in Deutschland als Teil der The Criterion Collection. Den Vertrieb übernimmt jedoch Warner Home Entertainment, bei denen ja bald umfassende Veränderungen anstehen. Es ist aber sehr ungewöhnlich, dass man dabei die Marke The Criterion Collection so deutlich auf der Verpackung hervorhebt – handelt es sich da um einen Testballon?
Nun heißt es abwarten, ob noch mehr Filme aus der The Criterion Collection ihren Weg nach Deutschland nehmen – vielleicht ebenfalls im Vertrieb von Warner Home Entertainment. Wir würden beispielsweise hierzulande gerne „Rushmore“, „The Seven Samurai“ und den Directors Cut von „Tree of Life“ begrüßen.
Philips (TP Vision) präsentiert seine neuen OLED805 und OLED855 4K-OLED-Fernseher mit 55 und 65 Zoll in Amsterdam. Der neue OLED-Einstieg von Philips soll sich mit der KI-gestützten P5-Bildengine von der Konkurrenz abheben.
Die meisten TV-Hersteller setzten in ihrem High-End-Segment auf die OLED-Technologie. Die Displays stammen dabei alle aus der gleichen Schmiede (LG Display). Wie schafft man es also sich von den Mitbewerbern abzugrenzen? Philips (TP Vision) besinnt sich bei den neuen OLED805 und OLED855 Modellen in 55 und 65 Zoll auf alte Stärken und kombiniert diese mit einem intelligenten, KI-gestützten P5-Bildprozessor. Zudem gestaltet Philips seine 2020 OLED-TVs visuell auffällig und setzt dabei auf „echte Materialien“ wie Metall und sogar Leder. (Keine Lust zum Lesen? Hier geht es zum Video!)
P5 Prozessor der 4. Generation (KI)
Der größte Unterschied zu den 2019er Modellen, ist jedoch die Weiterentwicklung der P5 (Perfect Picture Engine). Die 4. Generation des Bildprozessors setzt auf zusätzliche Funktionselemente die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren. Philips möchte die bereits „markt-führende Bildqualität“ seiner OLED805 und OLED855 Modelle „auf ein noch höheres Niveau zu bringen“. Wie auch einige Mitbewerber hat Philips ein neurales Netzwerk mit Millionen von Testvideos „gefüttert“ worden. Die Inhalte in verschiedenen Qualitätsstufen stammen aus der firmeneigenen Datenbank, die TP Vision über die letzten 30 Jahre angelegt hat. Die Inhalte wurden analysiert und in einen intelligenten Algorithmus überführt.
3-seitiges Ambilight wird es in diesem Jahr in allen TV-Modellen von Philips geben (Bild: OLED855)
Der „Kern“ des P5 Prozessors ist immer noch die Bildqualität in fünf Schritten zu verbessern (Quellsignal, Farbe, Kontrast, Bewegung, Schärfe). Die KI-Software hingegen versucht dagegen, die Bildelemente in eine noch bessere Balance zu bringen. Die OLED 805 und OLED855 4K Fernseher analysieren Bild für Bild und sollen eine noch naturgetreuere Darstellung herausarbeiten. Die KI unterscheidet dabei z.B. zwischen Landschaft & Naturaufnahmen, Sport & Bewegung, Schwarz & Kontrast, Hauttönen oder Animation.
Der OLED855 unterscheidet sich vom OLED805 durch seinen T-Standfuß
OLED805 & OLED855 mit „Multi-HDR“
Wie bereits in den Jahren zuvor, setzt Philips auf ein „Multi-HDR“-Konzept und komplettiert die Standards HDR10 und HLG mit den dynamischen Varianten Dolby Vision und HDR10+. Somit kann es dem Nutzer egal sein, in welchem HDR-Format eine Quelle (4K Blu-ray, Stream, TV-Programm) vorliegt. Er darf immer mit der besten Interpretierung der HDR-Metadaten rechnen. Leider unterstützen die Philips Geräte nicht das erweiterte „Dolby Vision IQ“, welches die Helligkeit anhand der Umgebungshelligkeit und Inhalte automatisch anpasst. Dafür gibt es wieder den „Dolby Bright Modus“, der laut Philips vielen Bildmodi der Konkurrenz überlegen sein soll. Und wer könnte die „Perfect Natural Reality“ Technologie vergessen, die SDR-Inhalte auf HDR-Niveau „hochrechnet“.
Der Philips OLED805 mit seinen seitlich angebrachten Standfüßen in Chrome-Optik
50 Watt Soundsystem und Dolby Atmos
Viele TV-Haushalte nutzen einen neuen Fernseher Out-of-the-Box und haben keine zusätzliche Soundanlage zur Verfügung. Philips hat bereits im letzten Jahr viel in die Klangqualität seiner OLED-Fernseher investiert, geht bei den OLED805 und OLED855 Geräten aber noch einen Schritt weiter. Die Geräte besitzen ein integriertes 50 Watt-Soundsystem bestehend aus zwei Front-Lautsprechern, die je aus einem neuen Mittelton-Treiber und einem verbesserten Hochtöner bestehen. Im „Komplettpaket“ enthalten ist auch Dolby Atmos-Decoding sowie ein Dolby Atmos Virtualizier, der auch bei Surround-Sound einen 3D-Effekt erzeugt.
Ambilight ist der Key-Selling-Point für die Philips OLED TVs, welcher 2020 noch mehr in den Fokus rückt!
Als Betriebssystem stützt sich Philips wie gewohnt auf Android TV Version 9 (Pie) mit integriertem Google Assistant und „Works with Alexa“-Funktionalität. Die Bedienung der neuen Modelle soll dank der neuen Premium-Fernbedienung mit beleuchteten Tasten zum Genuss werden. Allein die Haptik der Fernbedienung hebt sich dank schottischem Muirhead-Leder von allem ab, was sich bisher Remote geschimpft hat.
Der Unterschied zwischen den OLED855 und OLED805 Geräten liegt übrigens nur im Design des Standfußes. Der OLED855 hat ein T-Standfuß in Chrome, während die OLED805 Geräte sehr dezente, seitlich angebrachte Standfüße haben (ebenfalls in Chrome-Optik).
Highlight-Features der OLED805 / OLED855
4K OLED TV (3.840 x 2.160) in 55 und 65 Zoll
4. Generation der P5-Bildengine mit KI Unterstützung
Perfect Natural Reality SDR-HDR-Conversion
Dolby Bright Modus
3-seitiges Ambilight
Android 9 Smart TV Betriebssystem
Integrierter Google Assistant und „Works with Alexa“
Philips (TP Vision) bringt mit den PUS9435 und PUS9235 neue Premium 4K-LCD-Fernseher mit Bower & Wilkins Sound auf den Markt. Die neuen Modelle sind ab Mai/Juni 2020 in Größen von 43, 55 und 65 Zoll erhältlich.
2019 hat sich Philips ja im Premium-LCD-Segment ja etwas zurückgehalten. Mit dem PUS9104 wurde lediglich ein Lifestyle- oder Art-TV aus dem Vorjahr übernommen. Dieser war in puncto Bildqualität aber sicherlich nicht in der Premium-Riege einzuordnen. 2020 erinnert sich Philips daran, dass LCD auch Spaß machen kann und präsentiert auf ihrem TV-Lineup-Kickoff in Amsterdam mit den PUS9435 und PUS9235 Geräten endlich wieder zwei LCD-TVs, die das Wort Premium verdienen. Beginnen wir mit den PUS9435 Geräten die als 55 und 65 Zoll-Variante in den Handel kommen werden. (HIER GEHT ES DIREKT ZUM PREISVERGLEICH!)
PUS9435 mit FALD und P5 Prozessor
Bereits ab Mai/Juni 2020 kommt die neue Premium-Serie mit 4K Auflösung (3.840 x 2.160) in den Handel. Als Basis für ein optimales audiovisuelles Erlebnis dient einschlanker, eloxierter Metallrahmen mit Chrom-Finish, der auf einer Bowers & Wilkins „Soundbase“ thront. 3-seitiges Ambilight ist für Philips mittlerweile Pflicht und wird auch im PUS9435 zum Einsatz kommen. Für eine sehr gute Bildqualität sorgt die P5 Perfect Picture Processing Engine die ein LCD-Display mit direktem LED-Backlight befeuert. Leider handelt es sich hierbei nicht um die neue 4. Generation des Bildprozessors. Somit entfällt die „Balancierung“ mit KI-Technologie. Aber wie wir wissen, liefert die letztjährige Variante des P5 eine sehr gute Bildqualität ab. Mit Micro Dimming Pro, Natural Motion und Ultra-Resolution sollte das Modell mit Mitbewerbern in der gleichen Preiskategorie mindestens gleichziehen können.
PUS9435 4K LCD TV mit 3-seitigem Ambilight und Bower & Wilkins Sound
Multi-HDR & 2.1.2 Soundsystem
Auch der PUS9435 setzt auf Multi-HDR, bedeutet HDR10, HLG, Dolby Vision und HDR10+ werden wiedergegeben. Dazu kommt das Dolby Atmos-Decoding, welches in Zeiten der Streamingdienste immer wichtiger wird – vor allem, wenn neue Plattformen wie Disney+ starten, die von Philips 2020-Modellen ebenfalls unterstützt werden. Wenn wir schon beim Thema Audio sind, müssen wir die „Soundbase“ des Fernsehers einmal ansprechen. Der Standfuß ist mit einem audiotransparenten Lautsprechertuch von Kvadrat bespannt. Dahinter verbirgt sich ein 2.1.2 Soundsystem von Bower & Wilkins. Während der Subwoofer am Display angebracht ist, vermitteln zwei nach vorne und zwei nach oben gerichtete Lautsprecher dem Nutzer eine 3D-Soundkulisse. Mit einer Klangleistung von 50 Watt kann sich das Modell sicherlich hören lassen.
Abgerundet wird das Modell durch die Android TV Version 9 (Pie) Oberfläche und die neue, hochwertige Fernbedienung, die auf der Rückseite mit hautfreundlichem Muirhead-Leder ausgestattet ist. Wir sind gespannt, wie Philips die Preise der PUS9435 Modelle mit 55 und 65 Zoll Diagonale ansetzt.
Macht auf jeden Fall etwas her: Der PUS9435 4K LCD TV mit Direkt-LED-Backlight
Highlight Features PUS9435:
4K LCD TV (3.840 x 2.160) mit FALD in 55 und 65 Zoll
2. Generation der P5-Bildengine
Dolby Bright Modus
3-seitiges Ambilight
Android 9 Smart TV Betriebssystem
Integrierter Google Assistant und „Works with Alexa“
Europäisches Design mit „echten“ Materialien wie Metall und Leder
Neue Premium Fernbedienung mit Leder
Verfügbar voraussichtlich ab Mai/Juni 2020
Unterschied zwischen PUS9435 und PUS9235
Der Philips PUS9235 ist ein 4K LCD TV mit 3-seitigem-Ambilight, Bower & Wilkins-Sound und Premium-Ambitionen
Namentlich ist der PUS9235 ganz nah an der PUS9435 Serie. 3-seitiges Ambilight, P5 Perfect Picture Processing Engine, Multi-HDR, Dolby Atmos-Decoding, die Premium Fernbedienung und Android TV 9 (Pie) sind Features, die sich die Serie mit den PUS9435-Geräten teilt. Es gibt jedoch einige Unterschiede, weshalb Philips diesen 4K Fernseher in eine eigene Modellreihe überführt hat.
Zum einen beschreibt der PUS9235 ein 43 Zoll Modell im Premium-Segment. Dieses ist mit einem 4K-LCD-Display ausgestattet, welches jedoch nur eine EDGE-LED-Hintergrundbeleuchtung besitzt. Die Bildschirmtechnologien Micro Dimming Pro, Natural Motion und Ultra-Resolution versuchen dabei die beste Bildqualität aus dem ELED-Display holen. Zudem gibt es ein kleines Downgrade der Bower & Wilkins „Soundbar“. Das System basiert nun auf ein 2.1 Setup mit 40 Watt. Immer noch beträchtlich, beachtet man die Größe des PUS9235.
Klein aber OHO: 43 Zoll 4K TV PUS9235 mit Premium Ausstattung
In unseren Augen (und Ohren) ist das Modell ein Zugeständnis an die Kunden, die aufgrund von persönlichen Vorlieben oder geringem Sitzabstand einen kleineren Fernseher bevorzugen. Der PUS9235 beschreibt einen „Premium-LCD-TV“ mit guter Ausstattung mit 43 Zoll – eine Größe in der es nicht viele gut ausgestattete Modelle gibt.
Highlight-Features PUS9235:
4K LCD TV (3.840 x 2.160) mit EDGE-LED in 43 Zoll
2. Generation der P5-Bildengine
Dolby Bright Modus
3-seitiges Ambilight
Android 9 Smart TV Betriebssystem
Integrierter Google Assistant und „Works with Alexa“
Mit den PUS8508 4K HDR Fernsehern setzt Philips (TP Vision) die Erfolgsgeschichte seiner Performance-Serie fort. Die Modelle sind in Größen von 43 bis 70 Zoll erhältlich und sollen im mittleren Marktsegment für sich sprechen!
Ihr erinnert euch noch an „The One“ aus dem letzten Jahr? 2020 wird die „Performance-Serie“ von Philips nennt fortgesetzt. Das Unternehmen sieht in dieser Modellreihe so etwas wie die Empfehlung eines guten Freundes. Ein Gesamtpaket das stimmt und das für sich selbst spricht. Philips geht an seine Grenzen des Möglichen, um das beste Preis-/Leistungsverhältnis zu schaffen. Die PUS8505 4K Ultra HD Fernseher mit 3-seitigem Ambilight sollen diese Mission in 2020 fortführen. Was uns nicht unbedingt überrascht ist, dass die Änderungen oder Verbesserungen zu den Vorjahresmodellen etwas moderat ausfallen. Ansonsten müsste Philips wohl die Preise erhöhen. (HIER GEHT ES DIREKT ZUM PREISVERGLEICH)
PUS8505 mit P5 Prozessor (Gen 2)
Bei den PUS8505 Geräten haben wir es immer noch mit einem 4K Fernseher mit direktem LED-Backlight zu tun. Erhältlich in 43, 50, 58, 65 und 70 Zoll findet so ziemlich jeder Kunde die für sich passende Größe. Der Fernseher mit Wide Color Gamut unterstützt auch alle wichtigen HDR-Formate (HDR10, HDR10+, HLG, Dolby Vision). Leider hat Philips die P5 Perfect Picture Engine nicht aufgestockt. Hier werkelt immer noch die 2. Generation, die bereits 2018 eingeführt wurde.
Das Display des PUS8508 wurde im Vergleich zum Vorgänger etwas angehoben. Der schwenkbare T-Standfuß bleibt jedoch erhalten
Verändertes Design für Soundbar-Kompatibilität
Es gibt auch noch Veränderungen am Design. Das Display „schwebt“ jetzt etwas höher über dem T-förmigen Standfuß und kann in der 43-58 Zoll Variante immer noch gedreht werden. Der 65 Zöller bekommt ebenfalls einen T-Standfuß, dieser ist jedoch starr. Dafür hat unter dem Modell jetzt eine Soundbar mit bis zu 70mm Höhe Platz. Das 70 Zoll Modell muss aufgrund der Stabilität auch weiterhin auf kleineren Standfüßen stehen. Damit lässt sich das Modell in zwei verschiedenen Höhen aufstellen, wodurch auch eine 70mm hohe Soundbar vor dem TV platziert werden kann.
Als Betriebssystem setzt Philips auf Android TV Version 9 (Pie) mit integriertem Google Assistant und „Works with Alexa“. Das wäre es bereits gewesen. Wir finden es nicht schlecht, dass sich Philips darauf besinnt, was sich bewehrt hat und freuen uns die neue Performance Serie bald persönlich in Augenschein nehmen zu können!
Feature-Highlights PUS8505:
Philips 8505 LCD-TV Performance Serie – The One
Größen: 43-, 50-, 55-, 58-, 65,- 70-Zoll
Slim 4K UHD DLED-TV
3-seitiges Ambilight
P5 Perfect Picture Engine (2. Generation)
HDR10, HLG, HDR10+ und Dolby Vision
Dolby Atmos Decoding
Micro Dimming Pro
Philips 2.0 Sound-System mit 20 Watt und DTS HD
Android TV Pie (9) mit Google Assistant built-in und „Works with Alexa“
43-58 Zoll mit schlankem Rahmen und schwenkbarem, silberfarbenem T-Standfuß
65 Zoll bekommt einen nicht schwenkbaren Standfuß unter dem ein Soundbar mit bis zu 70mm Höhe passt.
70 Zoll mit zwei schlanken silberfarbenen Füßen Voraussichtlich verfügbar gegen Ende des 2. Quartals 2019
Filmemacher David Lynch genießt bei Arthouse-Fans einen hohen Status. Überraschenderweise feiert sein Kurzfilm „What did Jack do?“ ab sofort bei Netflix Premiere.
Der Regisseur David Lynch erlangte vor allem durch seine Kultserie „Twin Peaks“ internationale Berühmtheit. Unter Fans gelten aber weitgehend seine beiden Filme „Lost Highway“ und „Mulholland Drive“ als die Meisterwerke in seinem Portfolio. Nun gibt es eine Überraschung zum 74. Geburtstag des Regisseurs, Autors und Schauspielers. Der Streaming-Anbieter Netflix zelebriert Lynch durch die Veröffentlichung von dessen Kurzfilm „What did Jack do?“.
In dem rund 17-minütigem Kurzfilm führt Lynch selbst einen Dialog mit einem Affen, der des Mordes beschuldigt wird. Schon das abstruse Ausgangsszenario klingt also urtypisch für den Regisseur. Und so verläuft das sorgsam inszenierte Gespräch dann auch so, wie man es von einem David Lynch erwarten sollte: absolut aberwitzig. Gedreht wurde der Short in schwarz-weiß.
Lynch hat allerdings seit 2006 bei keinem Kinofilm mehr Regie geführt. Damals erschien „Inland Empire“, das Kritiker verrissen haben und auch vom eingeschworenen Fans sehr gespalten aufgenommen wurde. Zuletzt konnte Lynch mit der Fortsetzung von „Twin Peaks“ beim US-Sender Showtime allerdings wieder Fanherzen höher schlagen lassen. In kleineren Rollen wirkte er auch immer mal wieder in TV-Serien mit, etwa in der Serie „Louie“.
Verhandelt Lynch mit Netflix?
Jetzt gibt es Gerüchte, dass David Lynch möglicherweise mit Netflix wegen eines neuen Projekts in Verhandlungen stehen könnte. Netflix könnte also die Abrufzahlen von „What did Jack do?“ ganz genau im Auge behalten. Tatsächlich könnte der bizarre Stil von Lynch außerordentlich gut zu Netflix passen, wo er nicht den Einschränkungen des traditionellen Kino- und TV-Modells unterworfen wäre.
Aktuell sind das aber eben nur Gerüchte. Undenkbar wäre jedoch nicht, dass Netflix bei Erfolg von „What did Jack do?“ womöglich zum Telefonhörer greift und mit David Lynch ein längeres Gespräch führt. Zu finden ist der Kurzfilm im Übrigen unter diesem Link – auch in Deutschland. Ein Netflix-Abonnement ist natürlich zum Ansehen Voraussetzung.
Pay-TV-Anbieter müssen mittlerweile auch mit Streaming-Plattformen konkurrieren. In vielen Ländern sind Amazon Prime, Netflix, Apple TV+ und Co. dabei bereits erfolgreicher.
So haben sich die Marktforscher von Ampere Analysis einmal den internationalen Markt für Streaming und Pay-TV angeschaut. Sie sagen voraus, dass noch vor Ende 2020 in über 30 Ländern die zusammengenommenen Abonnentenzahlen der Streaming-Anbieter höher ausfallen dürften, als von den jeweiligen, lokal aktiven Pay-TV-Anbietern.
Es gibt aber auch einen Haken: Die Analysten führen diese Entwicklung auch stark auf den neuen Dienst Apple TV+ zurück. Apples Streaming-Dienst steht bekanntermaßen Neukäufern von Apple-Produkten für ein volles Jahr kostenlos zur Verfügung. Das bedeutet im Klartext, dass nicht alle eingerechneten Abonnenten der Streaming-Anbieter auch wirklich Geld ausgeben. Zuletzt hat Apple TV+ im Übrigen die Starttermine für viele neue Serien bekannt gegeben.
Streaming-Anbieter laufen der Pay-TV-Konkurrenz mittlerweile häufig den Rang ab
Selbst ohne die Schützenhilfe von Apple TV+ sollen die Streaming-Anbieter aber mittlerweile 2020 in Italien, Dänemark, Spanien,Thailand und Taiwan ihre Pay-TV-Konkurrenten überholen. In den USA hat sich das Gleichgewicht sogar bereits 2016 zugunsten des Streaming verschoben. In Großbritannien liegen die Streaming-Anbieter wiederum seit 2018 vor der Pay-TV-Konkurrenz.
Deutschland birgt für Streaming-Anbieter enormes Potenzial
Wie es in Deutschland aussieht, das schlüsselt Ampere Analysis leider nicht einzeln auf. Allerdings ist Deutschland für Streaming-Anbieter ein guter Markt, denn Pay-TV hat bei uns einen sehr schweren Stand. Das liegt daran, dass hierzulande eine sehr lebendige Free-TV-Landschaft vorhanden ist. Dadurch sind weniger Menschen bereit für Pay-TV Geld auf den Tisch zu legen. Beim Streaming sieht die Sache anders aus, da die Vergleiche zum linearen Free-TV natürlich nicht so nahe liegen.
Man darf gespannt sein, ob Ampere Analysis mit seinen Prognosen am Ende Recht behalten wird. In Deutschland gibt es ohnehin wenig Pay-TV-Konkurrenz fürs Streaming – am ehesten fällt einem da Sky ein, die nach Verlust vieler Sportrechte aber auch einen immer schwereren Stand haben. Zumal der Cord-Cutting-Trend auch auf Europa übergreift.
Disney hat den Start seines Streamingservice in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgezogen. Disney+ (Plus) wird bereits eine Woche früher als geplant am 24. März 2020 zur Verfügung stehen.
Da kann es wohl jemand nicht erwarten. Der Ursprüngliche Starttermin am 31. März 2020 ist Geschichte und wird um eine Woche nach vorne gezogen. Bereits ab dem 24. März 2020 dürfen wir auf den neuen Streamingservice Disney+ zugreifen. Neben der DACH-Region startet das Portal auch in Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Irland. Weitere europäische Länder inkl. Belgien, Skandinavien und Portugal werden im Sommer nachgezogen. Zudem wurden die Preise für Disney Plus erneut bestätigt. Für 6.99 Euro im Monat können wir auf die „gesamte“ Film- und Serienauswahl von Disney, Marvel, Lucasfilm usw. zugreifen.
Zudem wird es eine Jahresoption für das Abonnement mit 69.99 Euro geben. Am Ende spart man sich damit zwei Monate. Zum Start soll Disney+ auf einer vielzahl von Mobilgeräten, Smart-TVs und Spielekonsolen laufen. Bestätigt wurden z.B. bereits die beliebten Apple TV und Fire TV Streamingplayer, sowie TV-Geräte von Samsung und LG. Auch die meisten Android TV Geräte von Sony und Philips (TP Vision) dürften auf das Angebot von Disney+ zugreifen können. Disney erlaubt dabei 4 Streams auf 4 Endgeräten gleichzeitig.
Die Disney+ App auf dem Apple TV 4K: Highlights von Disney, Marvel, Star Wars uvm.
Filme & Serien von Disney, Marvel, National Geographics uvm.
Interessierte dürfen sich schon einmal auf eine Vielzahl von Filmen und Serien vorbereiten, viele in bis dato nie gesehener Bildqualität. Es wird z.B. die klassische Star Wars-Trilogie (Episode 4 bis 6) in 4K Qualität mit HDR (High Dynamic Range) gezeigt. Es gibt aber auch exklusive Inhalte wie z.B. die Star Wars Live-Action-Serie „The Mandalorian“. Disney+ möchte seinen Nutzern einen interessanten Mix aus Blockbustern, Katalogtiteln und Eigenproduktionen bieten. Im Gegensatz zu Netflix, verlangt Disney keinen Aufschlag für die höchste Qualitätsstufe, welche 4K/HDR Darstellungen (inkl. Dolby Vision) und Dolby Atmos 3D Sound beinhaltet (falls unterstützt).
Die Gründe für die Verschiebung wurden nicht kommuniziert. Wir vermuten, dass sich Disney für die nächsten Quartalszahlen noch einen Boost genehmigt.
Aller guten Dinge sind drei – und das alle drei Jahre wieder. Eine gewisse sprichwörtliche Regelmäßigkeit kann man den Fallen-Filmen nicht absprechen. Weil aber die ersten beiden bei überschaubarem Budget durchweg in die Gewinnzone gefahren sind, hat man sich seitens Lionsgate entschlossen, die Reihe fortzusetzen. Keine schlechte Idee, wenn man beständig unterhaltsames, wenn auch inhaltlich eher schwaches Kino produziert. Immerhin hat man sich für Angel Has Fallen mal einen gewissen Plottwist einfallen lassen. Denn wo bei den Vorgängern Olympus Has Fallen und London Has Fallen zwischen Gut und Böse klare Grenzen gesteckt waren, darf man im jüngsten Teil der Serie immerhin mal ein bisschen Zweifel an der Loyalität des Herrn Banning bekommen – naja, eigentlich nicht so richtig. Aber die Mannen um den Präsidenten herum schon. Passenderweise hat man sich mit dem Filmtitel auch auf den „Guardian Angel“, also den beschützenden Engel (des Präsidenten) bezogen. Während im ersten Teil das „Olympus“ schlicht für das offizielle Codewort fürs Weiße Haus stand und in der Fortsetzung der Schauplatz „London“ seinen Weg in den Titel fand, geht’s also hier tatsächlich um die Figur des Präsidenten-Beschützers Mike Banning.
Dessen Charakterisierung nimmt sich nun auch mehr Zeit für einen Blick hinter die Kulissen des Armee-Veteranen, der mittlerweile mit seinen körperlichen und auch seelischen Gebrechen zu kämpfen hat. Nicht nur denkt Banning zu Beginn des Films über einen Rückzug als aktiver Personenschützer nach, braucht er gegen seine Schmerzen und Probleme mit Schlaflosigkeit und Migräne Medizin und ärztlichen Beistand.
Zwar sind das eher standardisierte Problematiken, die man gerne US-Armee-Veteranen in Filmen andichtet, aber immerhin zeigen sie, dass Banning eben auch nur ein Mensch aus Fleisch und Blut – mithin also verletzbar ist. Und dessen Verletzbarkeit ist dann auch Thema, wenn er sich erstmals auf der „falschen“ Seite wiederfindet – nämlich als Hauptverdächtiger des Anschlags auf den Präsidenten. Es mogelt sich also auch ein bisschen Jason Bourne unter die Oberfläche, wenn man mal wieder das Motto „Einer gegen Alle“ bemüht. Grundsätzlich gelingt das aber vor allem in den Szenen gut, in denen klargestellt wird, dass Banning eben kein junger Hüpfer mehr ist. Dieses Knabbern an seinem übermenschlichen Superhelden-Status tut der Stimmung und anfänglichen Spannung gut. Natürlich muss man kein Prophet sein, um zu ahnen, dass der alternde Personenschützer am Ende doch wieder über sich hinaus wächst und Angel Has Fallen im Quasi-Alleingang von mehreren Dutzend Bösewichten und Verschwörern befreit.
Irgendwie muss das ja auch so. Wer will hier schon ein Verliererdrama sehen? Womit wir bei der handgemachten Action sind, also jener, die nicht durch CGI dominiert ist. Solange das, was vor der Kamera passierte, wirklich vor echten Hintergründen (und nicht vor Greenscreen) aufgenommen wurde, kann die finanzielle nochmals abgespeckte dritte Folge des Franchise überzeugen. Aber wehe, es kommt die Greenscreen zum Einsatz. Schon nach etwas über zwanzig Minuten kann man recht deutlich erkennen, dass Freemans Präsident vor digitalem Hintergrund gerettet wird. Was sich die Herren der Qualitätskontrolle des VFX-Studios aber gedacht haben, als der Tross um Trumbull und Banning vor der Staubwolke flieht und Butlers vor CGI-Hintergrund ausgeschnittenes Gesicht die Hälfte vermissen lässt, wäre mal interessant zu erfahren. Derart dilettantische Tricks hat man zuletzt selten gesehen.
Neben einem erneut launigen Auftritt Butlers ist es aber vor allem ein gewisser Herr Nolte, der Angel Has Fallen die nötige Würze verpasst. Als Vietnam-Veteran und eremitisch lebender Vater Clay Banning bringt er eine knorrige und lustvoll dargebotene Performance, in der er sich diebisch freut, wenn seine selbstgebastelten Sprengstoff-Fallen die Verfolger ausschalten. Die Dialog-Scharmützel zwischen Vater und Sohn Banning sind das Salz in der Suppe eines Films, dessen Story-Grundgerüst man nun wirklich nicht hinterfragen sollte. Täte man es, würde es schwer fallen, die kilometertiefen Logiklöcher zu umgehen, die uns die Drehbuchautoren hier (mal wieder) auftischen – allen voran das unfassbar dumme Verhalten der Secret-Service-Mitarbeiter. Aber auch (später) jenes der vermeintlich super trainierten Bösewichte. Dies und die Tatsache, dass die Drahtzieher hinter der ganzen Sache alles andere als überraschend kommen und (in allen drei Filmen leider Usus) viel zu früh bekannt gegeben werden, verhindert letztlich einen adäquaten Spannungsbogen. Was bleibt ist handfeste Action mit viel Tam Tam und ein gut aufgelegter Nick Nolte, der seinem Sohnemann auch mal an den Kopf wirft, dass er „einen Haufen Scheiße in der Birne“ habe.
Angel Has Fallen basiert auf Aufnahmen von der ARRI Alexa Mini und der ARRI Alexa SXT. An deren Ausgang lagen 3.4K an, die allerdings löblicherweise mal nicht runtergerechnet wurden, sondern direkt von den 3.4K auf ein 4K Digital Intermediate gezogen und dann auf die UHD gemastert wurden. Wir haben es also mit einer (fast) nativen 4K-Scheibe zu tun, die uns Universum hier präsentiert. Wie bei der US UHD von Lionsgate kamen auch hier HDR10 und Dolby Vision als erweiterte Kontrastdynamiken mit auf die Disk – ebenfalls natürlich ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum. Trotz aller integrierten Kontrastdynamiken und erweiterten Farbräume stellt die UHD den Tester allerdings vor ein geregeltes Problem. Und das aus folgendem Grund: Während des vergleichenden Schauens der BD und UHD zeigte sich dem Auge über die UHD ein durch die Bank stimmigeres und besseres Bild. Alles wirkte plastischer, dreidimensionaler und kräftiger. Es fehlten aber noch die Worte, wie man es beschreiben soll. Also noch einmal auf intensive Suche nach den Differenzen gehen, die sich dann nach etlichem Hin- und Herschalten in unterschiedlichsten Sequenzen offenbarten. Zum einen ist die UHD in den hellen Szenen deutlich heller, ABER gleichzeitig etwas definierter. Die BD hat hier größere Probleme mit Überstrahlen, die UHD hingegen ist hell, ohne groß ins Clipping zu fallen. Dass sie so strahlt, ist kein Wunder: Ihre Maximal-Helligkeit liegt bei 5138 Nit und die maximale Durchschnittshelligkeit immerhin noch bei 844 Nit. Das sind sehr hohe Werte, die auch nicht jedes (unkalibrierte) Display mal „so eben“ einwandfrei adaptieren kann.
In der Praxis bedeutet das aber: Sehr prägnante Spitzlichter, leuchtkräftiger Tageshimmel und sehr intensives Feuer. Das ist aber nur die eine, im laufenden Film auffällige Geschichte. Die Zweite betrifft die Auflösung. Denn obschon die BD zumindest in der Theorie auch auf dem 4K-Master basieren müsste, ist der Abstand zur UHD, die mit 3.4K nativer Auflösung (skaliert auf die UHD-Auflösung) wirklich um Längen und sichtbar besser aufgelöst ist. Was man zunächst „nur“ an den feineren Poren der Gesichter und einiger Bartstoppeln festmachen kann, führt im großen Ganzen eben zu diesem sichtbar plastischeren und dreidimensionaleren Look. Spätestens bei großen Bilddiagonalen auf Leinwänden oder ab 65“-TVs wird dies dann auch für ungeübtere Augen auffällig – und man braucht hier ausnahmsweise nicht mit der Nase auf der Leinwand hocken, um es zu sehen. In puncto HDR10 vs. Dolby Vision sind die Unterschiede relativ gering. DV bietet in Feuer und Explosionen etwas mehr Durchzeichnung, wirkt hier und da noch etwas kontrastreicher. In Sachen Farbgebung bleiben beide sehr ähnlich. Was auch bedeutet, dass beide im Schwarz und auf neutralgrauen Flächen gegenüber der Blu-ray eine ganz leichte Grüntendenz haben. Geblieben sind natürlich auch die ab und an etwas körnigeren Einstellungen und einige Szenen, in denen die Kamera einfach nicht perfekt fokussiert ist.
Die beiden dts-HD-Master-Spuren in 7.1-Kodierung überzeugen von Beginn an mit einem fiebrigen und druckvollen Score, der pumpend hinter den anfänglichen Actionsequenzen steckt. Fallen Schüsse, kommen diese extrem satt und die abgeschossene Granate fetzt wunderbar über den Subwoofer. Schläge und Tritte gelangen wuchtig zum Betrachter und die Stimmen gehen in dem Ganzen nicht unter. Zwar wünscht man sich spätestens nach einer guten Viertelstunde einen Atmos-Sound mit 3D-Geräuschen, doch schon die reguläre Ebene macht ein Fest aus den von hinten über die Köpfe einfliegen Bell Boeings V-22 Osprey – selten lieferten Rearspeaker eines 5.1-Setups bereits so immersive „Höhen“-Effekte. Wer ein 7.1-Setup sein Eigen nennt, kann das noch mal intensivieren.
Ähnliches gilt für das hellfrequente Zischen der Drohnen kurz darauf, die im Anschluss eine Explosions-Batterie auslösen, die sich gewaschen hat – Hardcore-Futter für eure Subs!
Praktisch alles, was hier an Action aufgefahren wird – ob Helis, Jets, Maschinengewehre oder Faustkämpfe – gelangt höchst dynamisch, satt und ohne jede Kompressionsproblematik zum Ohr. In Ermangelung an gigantischer Action im Stile eines Godzilla II – King of Monsters wird es zwar zwischendurch auch mal ruhiger, aber WENN es zuschlägt, dann so zupackend wie nur eben möglich – zum Beispiel bei den Explosionen von Banning Senior, die das Heimkino wirklich zum Beben bringen, gleichzeitig aber sehr präzise klingen. Wie gesagt: Nur schade, dass die Atmos-Fassung, die der US-Veröffentlichung der BD/UHD noch zuteil wurde, hier nicht zum Einsatz kam.
Deutsch: DTS HD-MASTER 7.1 (90%)
Englisch: DTS HD-MASTER 7.1 (90%)
Bonus (60%)
Das Bonusmaterial bietet insgesamt neun Featurettes mit unterschiedlichen Laufzeiten. In Allen hört man einen sehr leidenschaftlichen Gerard Butler, der als Koproduzent des Films eben auch insgesamt mit Herzblut hinter dem Franchise steckt. Wir erfahren mehr über die Entwicklung der Story, über den Regisseur Ric Roman Waugh, über das versammelte Cast oder über die Recherche für die möglichst authentische Darstellung der Figuren. Auch über den Second Unit Director erfahren wir mehr und natürlich auch über einzelne Actionszenen. Insgesamt ein erstaunlich reichhaltiges Material, das allerdings nicht untertitelt wurde.
Gesamtbewertung London Has Fallen (83%)
Angel Has Fallen ist trotz etwas Varianz in der Story der schwächste Teil der Reihe. Das liegt nicht an den unterhaltsamen Actionszenen, sondern daran, dass das Skript aus der Situation des Verdachtsmoments gegen Banning einfach keine Spannung rausholt. Seine Figur ist zu keiner Zeit in Gefahr und für den Zuschauer bleibt dauerhaft klar, dass seine Integrität nicht angezweifelt werden muss. Hier hätte man deutlich mehr Dynamik rausholen können. Davon ab sind die Darsteller gut aufgelegt und vor allem der Sound überzeugt auf ganzer Linie. Die UHD ist zudem die deutlich bessere Wahl, weil sie sich in puncto Auflösung wirklich sichtbar von der Blu-ray absetzen kann und durchweg plastischer aussieht.
Apple TV+ hat gute Neuigkeiten für seine Abonnenten. So hat man die offiziellen Starttermine für diverse seiner Eigenproduktionen rausgerückt.
Schon am 6. März geht es beispielsweise mit dem Revival von „Amazing Stories“ los. Dann soll die Anthologie-Serie von Steven Spielberg international bei Apple TV+ an den Start gehen. Die Folgen werden dabei jeweils in sich abgeschlossen sein – ähnlich wie bei beispielsweise „The Twilight Zone“, „The Outer Limits“ oder dem aktuellen Format „Black Mirror“.
Am 24. April wiederum wird Apple TV+ seine Kunden mit „Defending Jacob“ versorgen. In dieser Thriller-Serie spielt niemand geringeres mit als Chris Evans, den ihr aus den Marvel-Filmen als Captain America kennt. Wer es eher mit Dokumentationen hat, kann ab dem 5. Juni wiederum vielleicht einmal bei „Dear…“ einen Blick riskieren. Diese Serie wirft einen Blick auf die Leben von beispielsweise Oprah Winfrey, Spike Lee oder auch Stevie Wonder.
Das erste Bild zur Apple TV+ Serie „Amazing Stories“ produziert von Steven Spielberg | Bild: Apple
Leichtere Unterhaltung dürfte bei der Comedy „Trying“ anstehen. Diese feiert schon am 1. Mai 2020 Premiere. Hier soll britischer Humor dominieren. Am 17. April wiederum ist mit neun Episoden die Dokumentation „Home“ an der Reihe, welche besonders interessante Häuser rund um die Welt in den Fokus rücken soll.
Apple TV+ will die Abonnenten mit neuen Inhalten bei der Stange halten
Was fehlt noch an Genres? Nun, das sind z. B. animierte Serien. Und hier wird Apple TV+ dann ab dem Sommer „Central Park“ auf die Menschheit loslassen. Es soll sich um eine Mischung aus Musical und Komödie in Zeichentrick-Form handeln. Die Serie stammt von den Machern von „Bob’s Burgers“ und dem Schauspieler Josh Gad. Am 3. April wiederum geht es los mit der Mystery-Serie „Home Before Dark“, der Apple sogar schon eine zweite Staffel zugesichert hat.
Auch die Comedy-Serie „Mythic Quest: Raven’s Banquet“, welche am 7. Februar ihren Einstand gibt, wird in eine zweite Runde gehen. Schon vor der Premiere der ersten Episoden hat Apple nämlich Nachschlag bestellt. Unten findet ihr noch einmal eine chronologische Übersicht der Starttermine.