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Dolby Vision IQ: Das intelligentere HDR-Format

Dolby will auf der CES offenbar eine Erweiterung für sein HDR-Format Dolby Vision vorstellen. Die Technik nennt sich Dolby Vision IQ.

Im Bezug auf HDR gibt es aktuell noch kein Ausruhen: Zum einen ist da HDR10, was sozusagen die Basis darstellt. Im Grunde nutzen alle Streaming-Dienste und auch die Ultra HD Blu-ray jenen Standard als Basis für die HDR-Wiedergabe. Besser noch sind allerdings HDR10+, was primär Samsung als Alternative vorantreiben will, und Dolby Vision. Sowohl HDR10+ als auch Dolby Vision haben den Vorteil, dass sie dynamische Metadaten einbinden können.

Dolby Vision IQ

Dadurch lässt sich die HDR-Wiedergabe von Szene zu Szene bzw., wenn gewünscht, sogar von Aufnahme zu Aufnahme anpassen. Es muss also nicht für den gesamten Film eine Einstellung genutzt werden. Dolby Vision könnte nun eine Erweiterung erfahren. Denn Dolby hat sich bereits ein Patent auf „Dolby Vision IQ“ gesichert. Dazu findet man aktuell leider kaum Informationen heraus.

Dolby Vision IQ
Dolby Vision IQ wurde bereits als Marke registriert

Nach unserem aktuellen Wissensstand, soll es bei Dolby Vision IQ aber darum gehen, dass sich die Helligkeit der HDR-Wiedergabe automatisch an die Raumumgebung anpassen soll. Sprich: Wer abends im Dunklen fernsieht, bekommt eine augenschonendere Präsentation geboten, welche nicht gleich durch die Fensterfront die andere Straßenseite erleuchtet. Wer wiederum bei hellem Tageslicht Dolby Vision IQ nutzt, kann sichergehen, dass höhere Helligkeiten ausgespielt werden.

LG dürfte Dolby Vision IQ als erstes adoptieren

Es ist kein Geheimnis, dass speziell LG bei Dolby Vision besonders hinterher ist. Man rechnet also damit, dass die Südkoreaner auf der CES 2020 in Las Vegas als erster Hersteller bereits Geräte mit Dolby Vision IQ vorstellen werden bzw. sich zur Technik bekennen. Ob Dolby Vision IQ dann via Firmware-Update auch ältere Modelle erreichen könnte, ist aber offen.

Auch andere Hersteller wie z. B. Philips oder Panasonic dürften sicherlich bald mit Ankündigungen nachziehen. Wir bleiben auf der CES 2020 dran. Wollt ihr auf dem Laufenden bleiben, dann schaut gerne hier in unser Special rein!

Fünf neue OLED-Serien Philips mit SAPHI und Android TV im ersten Halbjahr 2020

Philips (TP Vision) wird im ersten Halbjahr 2020 mindestens fünf neue 4K OLED TV-Serien mit Android TV und SAPHI OS vorstellen. Die Modellnummern wurden über die Zertifizierungs-Webseite von HDR10+ veröffentlicht. 

Die News erreichten uns, wie sollte es auch anders sein, über unseren lieben Alex von toengel.net, dem wohl besten informiertesten Philips Blog im Netz. Philips (TP Vision) wie wir alle wissen, ist nicht auf der CES 2020 vertreten. Lediglich die US-Lizenznehmer Funai präsentierten unter dem Philips Brand ihre Neuheiten für das Jahr 2020. Diese werden jedoch nur in den Handel gelangen. TP Vision stellt den Großteil seines TV-Lineups auf einem separaten Event in Amsterdam am 21.-22. Januar 2020 vor. Einen kleinen Vorgeschmack liefern die Produktnummern, die bereits auf der Zertifizierungs-Webseite der HDR10+ Allianz aufgetaucht sind.

Die Modellnummern hat die HDR10+ Allianz über ihre Webseite verraten (Quelle: displayspecifications.com)
Die Modellnummern hat die HDR10+ Allianz über ihre Webseite verraten (Quelle: displayspecifications.com)

Im ersten Halbjahr 2020 werden wohl fünf neue TV-Serien in den Handel gelangen. Wir hätten da die OLED755 und OLED765 Modelle die je in 55 und 65 Zoll erhältlich sind und mit dem hauseigenen SAPHI Betriebssystem laufen. Die Android TV Riege besteht dagegen aus drei Serien OLED805, OLED855 und OLED865. Auch hier sind bisher nur Größen mit 55 und 65 Zoll angekündigt. Eine 77 Zoll Variante wird im Einstiegs-Segment wohl auch in 2020 nicht realisiert.

Über die genaue Ausstattung der OLED755, OLED765, OLED805, OLED855 und OLED865 Serien ist bis auf die Zuweisung der Betriebssysteme noch nichts bekannt. 3-Seitiges Ambilight werden wir auf jeden Fall erwarten dürfen. Ebenso Multi-HDR-Unterstützung mit HDR10, HLG, Dolby Vision und HDR10+. Die 4K OLED-Serien werden wie gewohnt im Herbst-Event von Philips noch durch die High-End-Modelle erweitert. Diese definieren sich meist über einem überarbeiteten Videoprozessor, einem auffälligen Design und einer besseren Audioausstattung (Bower & Wilkins Soundbar z.B.).

Genaueres und bestätigte Infos gibt es wie geschrieben bereits Mitte/Ende Januar aus offizieller Quelle!

Philips 4K OLED TV 2020:

  • 55OLED755/12 und 65OLED755/12
  • 55OLED765/12 und 65OLED765/12
  • 55OLED805/12 und 65OLED805/12
  • 55OLED855/12 und 65OLED855/12
  • 55OLED865/12 und 65OLED865/12

Besuch in den RED Studios Hollywood: Wo 8K Zuhause ist

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Im Rahmen unsere Pressereise auf die CES 2020 hatten wir die Möglichkeit die RED Studios Hollywood zu besichtigen. Hier werden nicht nur Blockbuster gedreht, sondern auch die beliebten RED Filmproduktions-Kameras entwickelt. 

Die Geschichte der RED Studios Hollywood geht zurück bis ins Jahr 1915. Damals wurden die Produktionshallen von Metro Pictures als „Back Lot #3“ eröffnet. Damals beherrbergten die Hallen die Sets vieler Filme und Serien. In den 50er Jahren wurden hier amerikanische Serien-Klassiker wie „I Love Lucy“ oder die „The Dick Van Dyke Show“ gedreht. Uns sind dagegen eher die Serien „Seinfeld“, „The Golden Girls“, „Ally McBeal“ oder „Lizzie McGuire“ aus den 80er/90er Jahren bekannt. Damals waren die Studios übrigens unter dem Namen Ren-Mar bekannt. Auch viele Künstler wie Madonna, INXS, Ozzy Osbourne oder Britney Spears (Osbourne und Spears in einem Satz? Wer hätte das gedacht) haben hier ihre Musikvideos gedreht. Erst im Jahr 2010 wurden die Ren-Mar Studios von der RED Digital Cinema Camera Company gekauft und sind seitdem als „RED Studios Hollywood“ bekannt (Vielen Dank an Wikipedia).

Brian Henderson Vice President RED Digital Cinema
Brian Henderson, Vice President von RED Digital Cinema, führte uns über das Gelände

Bis zum Betreten des Geländes war uns nicht bewusst, dass hier mehrmals Film- und  Fernsehgeschichte geschrieben wurde. Umso interessanter waren die Ausführungen, wie wichtig die RED Produktionskameras für die Industrie sind (dazu jedoch erst später mehr). Henderson zeigte uns erst einmal ein paar Produktionshallen wie sie zu Hunderten in Hollywood verteilt stehen. Extrem große Hallen, die selbst leer beeindrucken, jedoch keine Geschichte erzählen. Dann erfahren wir, dass in der Halle in der wir stehen unter anderem die komplette Hüttenszene von „The Hatefull Eight“ von Quentin Tarantino gedreht wurde. Damit Schauspieler wie Kurt Russel oder Samuel L. Jackson in ihren Mänteln keinen Hitzetod in Kalifornien sterben mussten, wurde die Halle durchgehend mit der Klimaanlage auf „frostige Temperaturen“ gebracht, während mehrere LKWs mit Kunstschnee in die Helle gebracht wurden.

Auch „Gone Girl“ oder „The Girl With The Dragon Tattoo“ wurden hier gedreht. Eine der letzten Szenen von Stieg Larssons Thriller, fand auf einem Berg statt. Dieser Berg, bzw. ein Teil davon, wurde in der Halle aufgebaut, um unabhängig von den Wetterverhältnissen drehen zu können. Interessant fanden wir auch, dass Produktionsstudios nicht dazu verpflichtet sind RED Kameras zu nutzen. In den gemieteten Hallen sind somit auch Produktionskameras von Sony, Arri oder Blackmagic im Einsatz, um die Shots auf digitalem (oder im Fall von „The Hateful Eight auf analogem) Film zu bannen.

RED Kino mit Barco 4K Projektor

In einen der Hallen hat sich RED ein eigenes Kino mit Barco 4K Projektor eingerichtet
In einen der Hallen hat sich RED ein eigenes Kino mit Barco 4K Projektor eingerichtet

Der letzte Stopp war das hauseigene Kino, in dem RED seinen Kunden unter anderem Demomaterial vorführt und Filmstudios ihre gerade gedrehten Szenen nach der Postproduktion auf der Leinwand betrachten können. Das Kino ist mit einem Barco 4K Projektor ausgestattet, der seinen Dienst auf der Mega-Leinwand mehr als gut verrichtet. Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie weit die Bandbreite der RED-Kameras ist und was damit gedreht werden kann, wurden uns drei Demovideoss vorgespielt. Der erste Trailer war „The Aeronauts“ eine Amazon Prime Video Eigenproduktion die in 2K gemastert wurde, für jedoch um die 12-15 RED Kameras eingesetzt wurden. Viele davon waren RED Monstro 8K Kameras. Den kreativen Köpfen ist es dank der erhöhten Auflösung möglich, aus den Shots die besten Bilder herauszunehmen. Von den zusätzlichen Bildinformationen der 8K Aufnahmen profitieren auch 4K oder 2K gemasterte Inhalte. Feinere Details durch Downsampling oder das hineinzoomen (croppen) in eine Szene erleichtert die Arbeit der Filmschaffenden enorm. Am Ende resultieren mehr Informationen immer in einen hochwertigeren Filmgenuss.

8K Inhalte sind rar – noch!

Selbst die 2K Produktion "The Aeronauts", ein Amazon Prime Video Exklusive, beeindruckt
Selbst die 2K Produktion „The Aeronauts“, ein Amazon Prime Video Exklusive, beeindruckt

In einer kurzen Q&A Runde hatten wir noch die Möglichkeit Fragen zu stellen. Was uns und viele andere am meisten interessiert, war natürlich die Frage nach nativen 8K Quellen. Diese gibt es bereits, sind jedoch sehr rar und können bislang nur über interne Mediaplayer (USB) oder Youtube dargestellt werden. 8K Fernseher sind erst seit letztem Jahr im Handel erhältlich (Samsung Q950, LG Z9 OLED, LG SM99). In diesem Jahr wird die Auswahl an 8K-fähigen TV-Geräten weiter wachsen. Brian Henderson ist sich nicht sicher, wann und wie 8K Inhalte in Zukunft dem Konsumenten präsentiert werden. Seine Vermutung ist, dass Streaming-Vorreiter Netflix hier eine Rolle spielen könnte.

Wie unterschiedlich der Look der mit RED Kameras produzierten Inhalten aussehen kann, verriet uns ein Demovideo in 4K
Wie unterschiedlich der Look der mit RED Kameras produzierten Inhalten aussehen kann, verriet uns ein Demovideo in 4K

Erinnern wir uns einmal 5 Jahre zurück. 4K war am selben Punkt, an dem sich jetzt die 8K Auflösung befindet. Es gibt keine/wenige Inhalte, keine Möglichkeiten diese an den Nutzer zu bringen, sowie eine geringe Adaption in den privaten Haushalten – sprich wenig verkaufte 8K Fernseher. Doch Irgendwer wird wohl den Anfang machen. Wenn jemand 8K möchte, wird er es auch umsetzen können. Naturdokumentationen wie die der BBC sind ein heißer Kandidat um die Vorteile der 8K Auflösung ins richtige Licht zu rücken. Womöglich werden wir auch den „Krieg“ zwischen Streaming und klassischen Hollywood-Produktionen abwarten müssen, bis sich in 8K Segment so richtig etwas bewegt.

Hollywood liebt die RED Monstro 8K Kamera

Es wurden auch viele Worte über die RED Monstro 8K Kamera verloren. RED glaubt, dass sie den besten Bildsensor am Markt haben. Und Henderson könnte damit recht haben, setzten bereits die meisten Filmstudios auf eine oder mehrere RED Kameras. Das „kleine Unternehmen“ wie er mehrmals betont, hat weitaus mehr Kameras als ARRI oder Blackmagic verkauft. Nur Sony hat mehr Produktionskameras im Umlauf. Diese können jedoch nur mit einer maximalen Auflösung von 6K aufzeichnen.

Der Eingangsbereich des Kinos ist Geschmückt mit Film- und Serienplakaten von RED-Projekten (Stranger Things z.B.)
Der Eingangsbereich des Kinos ist Geschmückt mit Film- und Serienplakaten von RED-Projekten (Stranger Things, Planet Erde 2, Yesterday uvm.)

RED ist mit der Kamera uns seinen Postproduktions-Tools zudem die „günstigste“ Komplettlösung. Eine Blackmagic Kamera ist im Einkauf preiswerter, dafür müssen die Studios weit mehr für die Postproduktion hinblättern. Für Henderson und viele andere Filmschaffende gibt es einfach keinen Grund auf eine andere Kamera umzusteigen. Die RED Monstro 8K ist einfach zu bedienen, vielfältig, kompakt, leise und die Workflows und Postproduktion funktionieren auch mit 8K Material tadellos.

RED Monstro 8K
Red Monstro 8K Kamera. Allein der Boy der Kamera ohne Objektive und Zubehör dürfte zum Start um die 48.000 $US gekostet haben

RED ruht sich jedoch nicht auf ihren Lorbeeren aus. Zum aktuellen Zeitpunkt wird z.B. die erste IMAX-Produktion mit RED-Kameras in Atlanta gedreht. Zudem wird in Kürze eine „günstige“ und kompakte 6K Kamera für Prosumer in den Handel kommen. Der Clou bei diesem Modell ist der, wie wir verstanden haben günstige Preis der sich im vierstelligen Bereich bewegen soll. Große Hollywoodstudios könnten eine solche Kamera auch gerne mal für eine gute Aufnahme (z.B. einer Explosion) opfern. Der Name der Kamera ist übrigens RED Comodo (kleiner Drache).

RED: Voller Fokus auf Profi-Kameras

Auch in Zukunft wird RED sich voll und ganz auf Profi-Kameras konzentriere. In den letzten Jahren hat das Unternehmen dafür andere Geschäftsbereiche wie die RED Smartphones oder die RED Media Player bewusst „eingestampft“. Von diesem Nachmittag nehmen wir als Fazit mit, dass die Produktion von 8K Inhalten möglich ist, die Technologie aktuell jedoch vor allem den 2K und 4K Inhalten zugutekommt. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt!

Zocken mit Kurven: Samsung stellt QLED-Gaming-Monitore G7 und G9 vor

Samsung will Gamer locken: Auf der CES 2020 zeigt mab zwei neue Monitore mit Quantum Dots und Curved-Design. Sie locken außerdem mit einem breiten Format und bis zu 49 Zoll.

Konkret handelt es sich um die neuen QLED-Gaming-Monitore G7 und G9. Sie werden beide auch auf der Messe in Las Vegas zu sehe sein, wo wir sicherlich einen Blick riskieren werde. Samsung spricht von einem 1000R-Curved-Design für beide Modelle. Während der G7 in Diagonalen von 27 und 32 Zoll zu haben sein wird, bietet man den G9 mit stolzen 49 Zoll an. Die Gaming-Monitore werden sich unter der Marke Odyssey einordnen und seien laut den Südkoreanern die ersten, welche QLED-Technik mit einem derartigen Design kombinieren.

Vom TÜV Rheinland hat man sich zudem die Zertifizierung für Eye Comfort gesichert. Die beiden Monitore bringen zudem eine Reaktionszeit von nur 1 ms mit und sollten bis auf 240 Hz gehen können. Die Samsung G7 und G9 Odyssey unterstützen auch Nvidia G-Sync (nur Kompatibilität) für die Synchronisierung der Bildraten mit den jeweiligen Grafiklösungen und zur Vermeidung von störenden Nebeneffekten wie Tearing. Auch Adaptive Sync über Display Port 1.4 hat man integriert.

Samsung G7 und G9
Die neuen Samsung G7 und G9 erscheinen im zweiten Quartal 2020

Die Samsung G7 und G9 erscheinen im zweiten Quartal 2020. Der G9 kommt dabei mit einer stattlichen Auflösung von 5.120 x 1.440 Pixeln daher. Das ergibt ein extrem breites Format von 32:9. Es kommt ein VA-Panel mit einer maximalen Helligkeit von 1.000 cd/m2 zum Einsatz. Der Gaming-Monitor bringt auch eine RGB-Beleuchtung mit, die in 52 Farben erstrahlen kann und fünf verschiedene Effekte zeigen darf.

Der Samsung G7 beschränkt sich auf Quad HD

Der Samsung G7 ist dann etwas moderater und wird mit 27 und 32 Zoll auf den Markt kommen. Hier setzt man auf ein herkömmliches Format von 16:9 sowie eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel – also QHD. Abermals dient ein VA-Panel als Grundlage, aber in diesem Fall nur mit maximal 600 cd/m2 als Spitzenhelligkeit. Auch hier steckt an der Rückseite eine Hintergrundbeleuchtung.

Samsung G7: Dieser Monitor gibt sich etwas konventioneller

Wie bereits erwähnt, zeigt Samsung die neuen G7 und G9 auf der CES 2020. Wir sind vor Ort und ihr könnt auf dieser Unterseite immer alle Neuigkeiten der diesjährigen CES 2020 in Las Vegas bei uns verfolgen! Für mehr Infos zu Samsungs Odyssey-Reihe schaut einfach mal in diesen externen Link.

LG Display zeigt OLED-Konzepte inkl. ausrollbarem „Leinwand-OLED“

LG Display bietet auf der CES 2020 einen Ausblick auf zukünftige OLED-Modelle. Neben den neuen 48 Zoll Modellen wird unter anderem auch ein ausrollbarer „Leinwand OLED“ gezeigt, der an der Decke befestigt wird. 

LG Display entwickelt und produziert, wie der Name des Unternehmens suggeriert, vornehmlich Displays für den TV-Markt. Neue Konzepte und Modelle, die als profitabel erachtet werden, werden dann meist von LG Electronics in einem Produkt verarbeitet. Auf der CES präsentiert die Display-Division von LG jedes Jahr neue Modelle, die dann meist zwei bis drei Jahre später im Handel erhältlich sind. Die Konzeptvorstellung erlaubt uns somit einen Blick in „die Zukunft“. In diesem Jahr möchte das Unternehmen neben der lang erwarteten 48 Zoll Variante (wurde bestätigt für 2020) auch einen aufrollbaren OLED-TV vorstellen, der sich wie eine Leinwand an der Decke befestigen lässt. Dazu würde auch LGs Eintrag der Marke „Rollvision“ passen. Ein ähnliches Konzept greift ja bereits der R9OLED auf, jedoch um 180° „gedreht“.

Cinematic Sound OLED mit 11.2 Sound

Leider gibt es von den Prototypen bislang nur eine Beschreibung und keine verwertbaren Bilder. Wir hoffen, dass diese noch von LG Display nachgereicht werden. Bei einigen Prototypen ist nicht nur das visuelle, sondern auch die Akustik sehr wichtig. LGD hat einen „Cinematic Sound OLED“ entworfen, dessen Display als Klangemitter fungiert. Das Display ist sozusagen der Lautsprecher. Diese Technik ist uns bereits von Sonys „Acoustic Surface OLED“ Fernsehern bekannt, jedoch soll es sich hierbei um noch schlankere Modelle im „Wallpaper-Design“ mit 77 Zoll Diagonale handeln. Eine 88 Zoll Variante soll dagegen mit einem 11.2 Soundsystem im Display ausgestattet sein. Diese Produkte sollen ein normales Wohnzimmer in ein modernes Heimkino verwandeln.

Mit den flexiblen, aufrollbaren OLED TVs sorgte LG Display für aufsehen
Mit den flexiblen, aufrollbaren OLED TVs sorgte LG Display für aufsehen

OLED Displays sollen Flüge angenehmer gestalten

Wir haben für unsere Anreise zur CES 2020 rund 15 Stunden im Flieger verbracht (3 Stunden allein auf dem Rollfeld). Vielleicht hätte LGs innovativen OLED-Displays die lange Flugzeit etwas angenehmer gestaltet. LG Display präsentiert auch eine OLED-Videowall, die aus mehreren 55 Zoll-Modellen besteht. Diese sind vorgesehen in die gebogenen Wände eines Flugzeuges installiert zu werden. Den Passagieren soll damit ein Gefühl von mehr „Offenheit“ bzw. „Freiheit“ vermittelt werden. Das wäre vielleicht gar nicht so schlecht, weil man sich in so einem Flieger ja doch etwas beengt vorkommt. Parallel dazu präsentiert LGD ein flexibles 65 Zoll OLED Display, deren Biegung sich vom Nutzer anpassen lässt. Ähnliches haben wir bereits vor mehreren Jahren im TV-Segment gesehen.

Mehr Details zu den OLED-Prototypen werden wir im Rahmen der CES 2020 für euch sammeln. Folgt uns gerne auf Facebook, Twitter oder abonniert unseren kostenlosen Newsletter!

LG: Acht neue 8K OLED und Nanocell TVs in Größen von 65 bis 88 Zoll (CES 2020)

LG präsentiert auf der CES 2020 seine neuen 8K Fernseher mit OLED- und NANOCELL-Displaytechnologie in Größen von 65 bis 88 Zoll. Der neue Alpha 9 (Gen 3) KI-Prozessor soll Inhalte für die Pixel-Boliden liefern. 

LG Electronics hängt sich in diesem Jahr so richtig in das 8K-Segment rein und bietet Erzrivalen Samsung mit einem breit aufgestellten Lineup die Stirn. Passend zum Namen gibt es gleich acht neue TV-Modelle, die sich in die OLED ZX, NANO99, NANO97 und NANO95 Serie aufteilen. Die OLED-Variante wird in diesem Jahr um ein 77 Zoll-Modell erweitert (Vorjahr nur 88 Zoll), während die NANO-Geräte jeweils in 65 und 75 Zoll zur Verfügung stehen. Der Kunde kann sich je nach Geldbeutel zwischen einem 65, 75, 77 oder 88 Zoll Modell entscheiden. LG betont, dass jeder dieser 8K Fernseher die offiziellen Industrievorgaben der CTA (Consumer Technology Association) nicht nur erfüllt, sondern übertrifft! Das hat unter anderem auch der TÜV Rheinland festgestellt. Samsungs 8K TVs erfüllen übrigens auch einen 8K Standard… das ist aber eine andere Geschichte.

LG 8K Lineup 2020 OLED NanoCell
Acht Modelle der ZX (OLED), Nano99, Nano97 und Nano95 Serien bilden das 8K TV Lineup von LG in 2020

8K via HDMI 2.1, USB und Streaming

LG betont, dass die neuen 8K OLED (ZX) und 8K NANOCELL (Nano99, Nano97, Nano95) dank neusten Standards äußerst zukunftssicher sind. Über die HDMI 2.1 Schnittstelle können 8K Quellen mit erweitertem Dynamikumfang (HDR10, HLG, Dolby Vision) sowie 60 Vollbildern pro Sekunde dargestellt werden. Das gleiche gilt auch für den internen Mediaplayer, der über die USB-Anschlüsse mit Inhalten versorgt werden kann. Die 8K Fernseher unterstützten auch die wichtigsten Codecs (HEVC, VP9 und AV1) und dürften somit auch für Content-Streaming über das Internet in vierfacher 4K-Auflösung gewappnet sein (bis zu 60FPS).

8K Nanocell TV 77Nano99
LG baut vor allem über die Nanocell Geräte sein 8K Segment aus

Neuer Alpha 9 (Gen 3) KI-Prozessor

Die Frage nach dem Content, welcher auf den 8K Fernsehern abgespielt werden soll, möchte LG nicht unbeantwortet lassen. Dank der bereits dritten Generation des performanten Alpha 9 Prozessors, liefern die 2020er Modelle nicht nur eine bessere Performance als die Vorjahres-Modelle, sondern sind auch in der Lage optimierte Bild- und Soundqualität darzustellen. LG stützt sich dabei auf sein neues KI-basiertes 8K-Upscaling. Über ein intelligentes Deep-Learning-Netzwerk wurde ein neuraler Algorithmus angelernt, der „gestochen scharfe Bilder durch Analyse des Inhalts“ darstellen soll. Dazu kommt eine vierstufige Rauschreduzierung und ein frequenzbasierter „Sharpness Enhancer“ der die Bildschärfe optimiert, ohne dabei unnatürlich zu wirken.

Der Alpha 9 (Gen 3) KI-Prozessor mit AI Picture Pro-Funktion erkennt unter den Bildelementen unter anderem Gesichter und Texte und stellt diese mit besonders natürlichen Hauttönen und gestochen scharfen, lesbaren Zeichen dar. Die „Auto Genre Selection“ erkennt dagegen, welche Art von Inhalten dargestellt werden und passt entsprechend die Bildinhalte an. Die Funktion unterscheidet dabei zwichen Film, Sport, Standard und Animation.

Design 88ZX LG OLED 8K
Das Design des 88 Zoll 8K OLED (88ZX) hat sich im Vergleich zum Vorjahres-Modell (Z9) nicht verändert

AI Sound Pro & Smart IoT

Auch klanglich soll die 3. Generation des Alpha Prozessors noch eine Schippe drauflegen. Audioinhalte werden analysiert und in fünf verschiedenen optimierten Audiomodi (Musik, Film, Sport, Drama, Nachrichten) wiedergeben. Klare Sprache und eine differenzierte Wiedergabe der Hintergrundgeräusche sollen dem Zuschauer das Seherlebnis so angenehm wie möglich machen. Gesprochenes wird z.B. aus der Audiospur „isoliert“ und in ihrer Lautstärke erhöht. Parallel dazu werden die Hintergrundgeräusche auf virtuellen 5.1 Surround-Sound „hochskaliert“.

Die 8K OLED und NANOCELL Fernseher 2020 sollen auch als Schaltzentrale für bestehende IoT-Syteme dienen. Kompatible Geräte lassen sich über die TV-Plattform webOS steuern oder per Spracherkennung steuern. Komfortfunktionen wie Apple AirPlay 2 oder HomeKit stehen ebenfalls wieder zur Verfügung. Und wer könnte die Unterstützung für die beliebten Sprachassistenten Amazon Alexa und den Google Assistant vergessen? In Zukunft soll sich Alex auch mit Amazon Alexa Premium Far-Field Voice steuern lassen.

Weitere Details sowie Bilder und Videos zu den neuen 8K TV Modellen von LG Electronics werden wir im Rahmen der CES 2020 veröffentlichen!

 

Samsung und 8KA kontern LG und CTA mit eigenem Zertifizierungsprogramm

Langsam wird es albern: Nachdem LG und die CTA ein Zertifizierungsprogramm für 8K-TVs vorgestellt haben, kontern Samsung und die 8KA nun mit „8K Certified“.

So bewirbt LG seine aktuellen 8K-Fernseher bereits mit „Real 8K“. Samsung spricht man ab, tatsächlich echtes 8K zu bieten. Für diese Behauptung stützt sich LG auf den vom ICDM (International Committee for Display Metrology) spezifizierten Schwellenwert für die Kontrastmodulation. Jenen kann Samsung mit keinem seiner QLED-TVs erreichen. Entsprechend darf sich LG auch mit dem Logo der Consumer Technology Association (CTA) schmücken.

Die CTA stützte ihre 8K-Definition auf den vom ICDM (International Committee for Display Metrology) spezifizierten Schwellenwert. Letzteren erreicht LG mit allen 8K-TVs aus dem eigenen Hause, Samsung aber mit keinem seiner Modelle. Darauf ist LG dann auch sehr gerne öffentlich herumgeritten. Samsung kann folglich nicht am Zertifizierungsprogramm der CTA teilnehmen, da man sich bewusst ist, dass man durchfallen würde.

8KA Certified Logo
Das neue „8KA Certified Logo“

Was macht man da? Die nächste TV-Generation anpassen? Nein, man stampft ein eigenes Programm aus dem Boden. So hat sich Samsung nun wiederum mit der 8K Association (8KA) zusammengetan und nutzt ein abweichendes Zertifizierungsprogramm, das die Kontrastmodulation offenbar außen vor lässt. Ab 2020 zertifiziert die 8KA, Samsung zählt gemeinsam mit unter anderem Hisense und Panasonic zu den Gründungsmitgliedern, dann ebenfalls 8K-Fernseher.

Kunden werden durch mehrere Programme verwirrt

Letzten Endes schreiben sich sowohl LG und die CTA als auch die Gegenstücke Samsung und die 8KA Transparenz auf die Fahnen, für Kunden ist die ganze Sachen aber natürlich nur verwirrend. So schmücken sich unterschiedliche Fernsehgeräte dann mit unterschiedlichen 8K-Logos – welchem Gütesiegel ein Laie eher vertrauen sollte, bleibt diffus.

Das offizielle 8K-Logo der CTA

Oben ist etwa noch einmal das konkurrierende 8K-Logo der CTA zu sehen, welches LG einsetzen wird. Und die Vorgaben der 8KA wiederum? Da nennt man bisher nur öffentlich eine Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixeln, eine Spitzenhelligkeit von mindestens 600 nits, HDMI 2.1 und Unterstützung für HEVC. Die 8KA will zudem Geld und Zeit in Aufklärung und Marketing rund um 8K stecken und natürlich nach neuen Partnern suchen.

Erste Bilder der TCL 8K QLED und 4K QLED mit Mini-LED aufgetaucht!

Die ersten Abbildungen der neuen TCL Flaggschiff-TVs für 2020 sind aufgetaucht. Der chinesische Hersteller präsentiert zur CEs einen 8K QLED mit Android TV sowie die neue Version des 4K QLED mit MINI-LED!

In wenigen Tagen eröffnet die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Auf der Messe präsentiert das „Who is Who“ der Technikbranche ihre Neuheiten für das Kalenderjahr 2020. Dabei ist es natürlich äußerst wichtig, die Aufmerksam der Presse und Fachbesucher auf sich zu lenken und so versinkt Las Vegas aktuell in Plakaten und Aufstellern. Viele davon zeigen bereits neue Produkte, die eigentlich erst im Rahmen der CES oder auf der jeweiligen Pressekonferenz des Herstellers präsentiert werden sollten. Für uns eine Möglichkeit einen vorläufigen Blick auf die Neuheiten von TCL & Co. zu werfen.

8K QLED und MINI-LED QLED

Auf dem Las Vegas Strip auf Höhe des Planet Hollywood, hat TCL sein Lager aufgeschlagen und präsentiert seine Top-Modelle mit QLED-Display. Zum einen wird TCL einen 8K QLED mit Android TV und Soundbar-Lösung vorführen, zum anderen der bereits angeteaserte „weltweit erste“ QLED TV mit MINI-LED Hintergrundbeleuchtung. Ein Backlight mit miniLED erlaubt es den Herstellern die TV-Geräte relativ schlank zu halten, da von ihnen eine geringere Wärmeentwicklung ausgeht. Zudem können diese viel einfacher als normale LEDs in Dimming Zonen zusammengefasst werden. Eine erhöhte Helligkeit im Vergleich zu herkömmlichen FALD (Full Array Local Dimming) mit LED kommt noch obendrauf!

https://twitter.com/24k/status/1211402219452424194

Mit dem MINI-LED QLED möchte sich TCL im High-End-Segment gegen die Konkurrenzprodukte von Samsung und LG (OLED) beweisen. Die auf der CES ausgestellten Variante, läuft mit dem ROKU TV Betriebssystem, welches in den USA die am meist genutzt Streaming/TV-Plattform ist. Für den europäischen Raum wird TCL womöglich weiterhin auf Android TV setzten.

Mehr Details über die neuen High-End-Modelle werden wir im Rahmen der CES 2020 in Erfahrung bringen können. Um nichts zu verpassen, empfehlen wir euch unser CES-Special, unseren kostenlosen Newsletter und unsere sozialen Kanäle (Twitter / Facebook)

Game of Thrones – Staffel 8 4K Blu-ray im Test: Besser als der Stream?

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Inhalt (60%)

Über mangelnde Aufregung konnte sich die achte und letzte Staffel von Game of Thrones kaum beklagen. Zunächst die Aufregung rund um Episode 3, „Die lange Nacht“. Kameramann Fabian Wagner fotografierte hier weitgehend bei available light und man konnte im Stream bisweilen nicht erkennen was los war. Während Wagner den Fehler auf die schlechten TV-Settings der Zuschauer (oder wahlweise den komprimierten Stream und das Schauen auf einem Tablet) schob, soll diese Episode weiter unten im Technik-Kapitel noch einmal diskutiert werden. Schon eine Folge später gab’s das nächste Skandälchen: In „Die Letzten der Starks“ machten Fans doch tatsächlich einen Coffee-to-go-Becher auf der Holztafel aus, an der Daenerys saß – eine Unverschämtheit, wo für GoT doch bisher galt, dass sie so sorgfältig umgesetzt wurde. Tja, und dann dieses Finale. Diese letzten zwei Episoden, die durch unvorhergesehene Geschehnisse zwar dem Typus der Überraschungsmomente der Serie folgte, viele Figuren aber nicht zu einem würdigen Ende kommen ließ. Die Quittung: Hatte die siebte Staffel noch Bewertungen zwischen 8.6 und phänomenalen 9.8 bei der imdb erhalten, flachte Season 8 von anfänglich 7.6 kontinuierlich weiter ab und sank auf katastrophale 4.1 für die finale sechste Folge – eine herbe Watsche für die einst beliebteste Serie überhaupt.

Was die Macher mit Daenerys Charakter im Verlaufe der achten Staffel gemacht haben, schmeckte nicht jedem Fan || © Bild: Warner Bros Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Dabei beginnt alles so vielversprechend. Die erste Episode bildet die Basis für ein Wiedersehen von Figuren, die sich schon lange nicht mehr unter die Augen bekommen waren (extrem emotional im Aufeinandertreffen von Jon und Arya), schmiedet neue Intrigen und hält eine Überraschung für Jon bereit, die wohl jedem GoT-Fan das Herz stocken ließ. Kein Wunder, dass diese Nachricht für eine gewisse Verstimmung zwischen ihm und Daenerys sorgt. Alle bekannten und geliebten Elemente sind vorhanden: Intrigen, die gut genug sind, um die Faust in der Tasche zu ballen, emotionale Momente, optische Leckerbissen und natürlich auch Sex. Gerade in Episode zwei von Game of Thrones – Season 8 geht’s mal wieder zur Sache. Allerdings schleppt sich die zweite Folge auch mit einigen ziemlich gekünstelten Szenen über die Zeit und wirkt wie ein kurzes Luftholen vor der epischen Schlacht in der darauf folgenden dritten Folge.

Respekt darf man Regisseur Miguel Sapochniak dafür zollen, dass er die gut 80 Minuten seiner Schlacht mit einem unglaublichen Aufwand realisierte. Alleine 55 Drehnächte benötigte man für die Schlachtszenen in der Dunkelheit. Doch was nutzt es, wenn man davon nur wenig sieht. Denn die Kritik an Folge drei ist absolut berechtigt – da kann Fabian Wagner das noch so sehr auf den Stream schieben. Wenn man bei derartiger Dunkelheit filmt, die Kamera teilweise noch extrem in Bewegung hält und schon aufgrund der schieren Anzahl an Protagonisten dann die Übersicht zu verlieren droht, dann kann das in einer 80-minütigen Episode schon mal anstrengend werden. Auch inhaltlich wirkt das Ganze nicht sonderlich glücklich. Vielmehr kommt es hastig und fahrig rüber. Während zwar das Bedrohungsszenario konstante Spannung erzeugt, konnten sich zudem viele GoT-Fans nicht damit anfreunden, wie (bzw. von WEM) das unvermeidbar scheinende Schicksal der Gemeinschaft nachher doch noch abgewendet wird.

Cersei wird ihre Arroganz noch teuer zu stehen kommen || © Bild: Warner Bros Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Kein Wunder fielen nach diesem epischen Höhepunkt, der nur Wenige zufriedenstellte, die Bewertungen noch weiter in den Abgrund. Mühsam versuchte man dann in der vierten Episode die Ruhe nach dem Sturm für eine Neuausrichtung der Figuren zu nutzen, um auf die (dann) allerletzte Schlacht vorzubereiten. Dass in Episode drei eine ganze Reihe an Charakteren ins Gras beißen musste, war klar – interessanterweise traf es dort noch niemanden der ganz prominenten Figuren, was für GoT-Verhältnisse fast überraschend ist. Allerdings deutete sich mehr und mehr an, dass ein ganz bestimmter Charakter eine Wendung einleiten würde, die sicherlich viele Fans aufgebracht hat. Und das wird zunehmend emotional in den Folgen 4-6. Ob es aber im Sinne des Schöpers von Game of Thrones war, wie sich die Dinge um Tyrion, Daenerys, Jaime und Lord Vary entwickeln, mag man bezweifeln. Hinzu kommt, dass die Schlacht in Episode fünf unter jener in der dritten Folge leidet. Gegenüber den epischen Ausmaßen zur Hälfte der Staffel konnte das hier nur verlieren. Die Luft, so möchte man sagen, war ein bisschen raus. Und was Cersei und Jaime angeht, wird diese Episode fünf wohl für die meisten Zuschauer ein wenig zufriedenstellendes Ende liefern. Noch schlimmer aber das, was man aus Jon gemacht hat. Ohne an dieser Stelle massiv zu spoilern, kann man nur staunen, wie die Macher der achten Staffel ihn haben zum Waschlappen werden lassen, nur um ihm zum Schluss eine Art Gnadenbrot zu geben. Immerhin: Arya stellt sich als eine der stärksten Figuren (auch) der achten Staffel heraus. Ihr gebühren die mitunter emotionalsten Momente und sie zeigt erneut, dass die Serie eben auch wegen ihrer starken Frauenrollen so erfolgreich war.

Bildqualität (85%)

Hatte man die erste Staffel von Game of Thrones noch auf HDCAM-Standard-Resolution-Bänder aufgezeichnet, so wechselte dies in der Folge. So beruht Season 8 nun ebenfalls auf Arri-Alexa-Kameras hoher Auflösung, wurde allerdings im entsprechenden RAW-Format digital aufgezeichnet. Dennoch wurde für die Veröffentlichung auf UHD nach allen verfügbaren Quellen auf ein 2K-Digital-Intermediate gesetzt, das die unterschiedlichen Auflösungen der Kameras dann auf einen gemeinsamen (kleinen) Nenner brachte und für die UHD wieder hochskaliert wurde. Integriert wurde danach noch ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Kontrastdynamik in HDR10 und Dolby Vision. Die größten Differenzen zur Blu-ray, das war zu erwarten, tun sich in den dunklen Szenen auf. Denn wo die Blu-ray gegenüber dem absurd schlechten und von Banding-Artefakten durchzogenen Stream schon überlegen war, holt die UHD noch etwas mehr raus. Sie hebt die Schwarzwerte ein wenig an, was für mehr Durchzeichnung sorgt und weniger Absumpfen lässt. Zwar gibt es in den ganz dunklen Momenten (Episode III, 20’38) immer noch Probleme mit Details in Hintergründen. Doch die Gesichter haben über die UHD dort nicht mehr die ganz grobe Körnung.

Die düsteren Bilder der dritten Episode werden von Blu-ray und UHD wesentlich besser wiedergeben als vom Stream || © Bild: Warner Bros Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Ohnehin ist die UHD durchweg ruhiger und beherrscht die schwierigen Lichtverhältnisse souveräner. In den gut ausgeleuchteten Szenen ist sie sogar brillant. Was auch der UHD ihre Schwierigkeiten macht, ist, wenn in der Dunkelheit der Schlacht auch noch Nebel hinzu kommt (Ep. 3, 33’43). Sicherlich bietet Episode III hier derart herausfordernde Lichtverhältnisse, wie es sie bisher kaum gegeben hat. Und sicher ist die UHD die bestmögliche Variante, das darzustellen. Aber perfekt ist das auch dann noch nicht. Nimmt man beispielsweise den Schein, der um die lichterne Armee bei 11’50 zu sehen ist, dann ist dieser bei der UHD immer noch erkennbar. Schaut man das Ganze auf einem OLED kann hier zudem schon ein einziger Abstufungspunkt beim Helligkeitsregler für drastische Veränderung sorgen. Wer das möglichst gering ausgeprägt haben möchte, darf hier also von seinen gewohnten Einstellungen auch mal etwas abweichen. Wer über einen TV mit Dolby Vision verfügt, wird hier die besten und harmonischsten Resultate ernten, denn DV lässt die Abstufungen sanfter erscheinen als HDR10. Während der helleren Sequenzen tun sich beide HDR-Varianten allerdings nicht allzu viel. Etwas steilere Kontraste bei DV gegenüber dem etwas softeren Look bei HDR10. Hauttöne meistert die UHD etwas wärmer, neutraler Schnee tendiert manchmal eine Spur ins Bläuliche. Allerdings zu keiner Zeit übertrieben. Helle Oberflächen zeichnet die UHD dafür besser durch als die BD.

Tonqualität (85%)

Beim Ton bleibt Warner leider konsequent: Dolby Digital fürs Deutsche und Dolby Atmos fürs Englische. Wollen wir aber nicht vorgenommen sein und die 448kbps-Spur für sich genommen betrachten. Und wie schon im Falle der ersten Staffel kann die komprimierte DD-Version durchaus überzeugen. Sie hat Fundament, klingt äußerst räumlich und Stimmen sind klar und deutlich. Klasse sind auch die feinen Sounds wie das allgegenwärtige Schwerter- und Metallklimpern, das der Schlacht in „Die lange Nacht“ vorausgeht. Tatsächlich könnte man hier schon fast meinen, dass es für eine DD-Tonspur so viel besser, bzw. differenzierter gar nicht geht. Doch wenn man dann zunächst auf die ebenfalls enthaltene englische DD-Spur wechselt, hört man bei den dedizierten Effekten doch, dass man an der Synchro noch mal Hand angelegt hat – und das nicht zum Besseren. Nimmt man sich das Kreischen der beiden Drachen nach 4’10 bei Episode III, so kann die mit etwas mehr Datenrate laufende englische DD-Fassung hier nicht nur mehr Lautstärke, sondern mehr Präzision abliefern. Die Viecher klingen einfach direkter und (schon ohne) Atmos sehr viel mehr „über Kopf“.

Wenn der Nachtkönig in der dritten Episode seine Untoten schickt, bebt das Heimkino beträchtlich || © Bild: Warner Bros Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Aktiviert man dann die Dolby-Atmos-Version, wird vollends klar, wie viel mehr Kraft in dieser unkomprimierten (True-HD-Kern) Abmischung steckt. Nochmals lauter und vehementer kommt das Gekreisch der beiden Flugwesen und auch der unterliegende Tieffrequenz-Bereich ist prägnanter. Er zeugt davon, was auf die Protagonisten zukommt und verkündet das Unheil des Krieges mit spürbar mehr Nachdruck. Wie gesagt: Die deutsche DD-Fassung ist gut und geht in Ordnung. Sie leistet sich keine hörbaren Fehler und spielt nach Anhebung der Lautstärke ganz gut mit. Aber sowohl das englische DD-Pendant sowie vor allem der Atmos-Mix sind einfach hörbar (noch) besser. Effektreich sind sie aber alle und hier gehört Game of Thrones nach wie vor zum besten, was man in Sachen Serie jemals sounddesignt hat. Im Hinblick auf Dolby Atmos war die UHD der ersten Season leider stiefmütterlich behandelt worden. Außer dem Score und einigen anderen Musikeinlagen kamen nur äußerst selten dedizierte Sounds aus der Höhe. Dieses Review beschränkt sich in der Beschreibung der Atmos-Abmischung nun ausschließlich auf Episode drei.

Unverhofft kommt oft – vor allem bei Game of Thrones || © Bild: Warner Bros Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Diese beginnt mit der Integration der Titelmusik von oben (und das auch lauter als bei der ersten Staffel) und nimmt auch die bedrohliche Score-Atmosphäre in der Folge mit auf die Heights. Tauchen dann die Drachen auf, werden diese vehement und absolut korrekt verortet auf die Höhenspeaker gelegt.Ganze dezente Wuschgeräusche gibt’s dann beim Einsatz der Trebuchets. Allerdings werden diese zunächst von der dramatischen Musik übertönt, bis mal ein deutlicheres Zwischen der Feuerkugel unterbricht. Beängstigend hingegen tönt es von oben, wenn die Armee der Untoten herannaht und deren röchelnde Geräusche von oben kommen. Im Schlachtengetümmel selbst gibt es allerdings keinerlei Kampfgeräusche von oben. Keine klirrenden Schwerter, keine wiehernden Rösser oder ähnliches. Da sich die Kamera immer wieder mittendrin findet, wäre es bei der unübersichtlichen Lage gar nicht mal so unlogisch gewesen, wenn man die Kampf- und Schlachtengeräusche auch mit auf die Heights gelegt hätte. Was immer wieder von dort kommt, sind die Drachen oder auch säuselnder/wehender Wind, wenn Jon und Daenerys auf ihren Flugwesen fliegen. Um die 27. Minute herum gesellen sich dann flitzende Pfeile hinzu, wobei man diese auch etwas deutlicher hätte vertonen dürfen. Heftig hingegen wird es, wenn die Manschen rund um Sansa in den Katakomben plötzlich aufgeschreckt werden. Aber selbst wenn man noch etwas mehr hätte tun können, ist der Sprung der Atmos-Spur von Season 1 zu Season 8 deutlich. Hier passiert wesentlich mehr und die Ergänzung des Scores sorgt gerade in den dramatischen Momenten für eine sehr angenehme Rundum-Räumlichkeit.

  • Deutsch: Dolby Digital Plus 5.1 (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (50%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (100%)

Bei den Filmdisks liefern die UHDs zwar auch die aufgespielten Audiokommentare, nicht aber den interaktiven Episodenführer, der Informationen zu den Charakteren, Orten und der Hintergrundgeschichte einfügt. Die dritte Scheibe kommt dann aber mit den gleichen Extras wie die Blu-ray – und zwar fünf entfernten Szenen und insgesamt vier Featurettes. Letzere beginnen mit „Wenn der Winter kommt“, einem halbstündigen Bericht über die letzte Staffel an sich. „Die Pflicht ist der Tod der Liebe“ läuft ebenfalls gut 30 Minuten und kümmert sich vornehmlich um das Ende der Serie, also um die letzte Folge und um die Auflösung der Geschichte. „GoT: Die letzte Wache“ hat mit 113 Minuten die längste Spielzeit und ist eine waschechte Dokumentation über die Dreharbeiten der achten Staffel – inszeniert von Jeanie Finlay. Sie begleitet die Macher an die Produktionsstätten in Belfast/Irland und lässt auch Beteiligte zu Wort kommen, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt. „Legenden und Überlieferungen“ ist wiederum in sechs Teile aufgesplittet – allesamt Comic-Darstellungen von „Königsmund“, „Dem Aufstand der Graufreuds“ oder „Dem Schwarzfeuer“.

Gesamtbewertung Game of Thrones – Staffel 8  (77%)

Wenn eine grandiose Serie einen unwürdigen Abschluss findet – als ob die Macher von Game of Thrones bei LOST abgeschaut hätten, um am Ende kapital zu scheitern. Was bleibt, sind zu viele ungelöste Fragen, ein überhastetes Finale und fragwürdige Figuren-Entwicklungen. Nee, das war nichts mit dem Abschluss der in den letzten Jahren meistgesehenen und fiebrig verfolgtesten Serie. Immerhin können BD und UHD nun Dinge offenbaren, die über den Stream größtenteils im Verborgenen blieben. Die Schlacht in Episode drei bekommt so eine neue Dimension, weil man endlich (wenigstens ein bisschen) was erkennen kann.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 03. Dezember 2019 Review am: 15. Dezember 2019
Erscheinungsjahr Film: 2019 Laufzeit: 426 Minuten
Filmstudio: Warner FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
1.78:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Game of Thrones – Season 8 Trailer:

Filmmaker Mode für originalgetreue Bildqualität startet wohl zur CES 2020

Kreative aus Hollywood wünschen sich für TVs einen Bildmodus, welcher ihre Vision erhält. Zur CES 2020 soll nun endlich der sogenannte Filmmaker Mode offiziell starten.

Zur Erinnerung: Erstmals kam der Filmmaker Mode bereits im August 2019 offiziell ins Gespräch. Im Grunde soll dieser Modus eine einfache Möglichkeit darstellen, um an Fernsehern mit nur einem Knopfdruck alle Bild-Verschlimmbesserer abzuschalten. Denn viele Laien kennen sich mit jenen Funktionen gar nicht aus und nutzen an ihren Fernsehern einfach die Werkseinstellungen. Da sind aber zumeist kontroverse Features, etwa Rauschfilter und Frame-Interpolation, aktiv.

Deswegen machten sich viele Filmemacher und Schauspieler aus Hollywood, unter anderem J. J. Abrams, Christopher Nolan und Tom Cruise, für einen Bildmodus an TVs stark, welcher es jedem Nutzer möglichst einfach erlaubt die Eingriffe ins Bild zu deaktivieren. Auf der CES 2020 sollen nun die ersten TV-Anbieter den sogenannten Filmmaker Mode implementieren. Es heißt, dazu sollen im ersten Schritt LG, Panasonic und Vizio zählen.

Logo des "Filmmaker Mode" der UHD Alliance
Logo des „Filmmaker Mode“ der UHD Alliance

Der Filmmaker Mode wird natürlich optional bleiben – wer ihn nicht nutzen möchte, unterlässt es eben. Und Zuschauer, die technisch versiert sind und ihren TV möglicherweise sogar professionell kalibriert haben, sind auch nicht die Zielgruppe. Aber es gibt eben einen großen Kreis von Nutzern, der von TV-Einstellungen keine Ahnung hat und sich auch gar nicht im Detail damit beschäftigen möchte. Und für jene Gruppe ist der Filmmaker Mode dann auch gedacht.

Filmmaker Mode soll auch das Bildformat und die Farbgebung erhalten

Der Filmmaker Mode soll an Fernsehern zudem auch den korrekten Farbraum erhalten, das Bildformat passend einstellen und die Framerates berücksichtigen. Neben den bereits genannten Hollywood-Größen hatten sich unter anderem auch Paul Thomas Anderson („Magnolia“), Ryan Coogler („Creed“), Patty Jenkins („Wonder Woman“) und Martin Scorsese („The Irishman“) für einen Filmmaker Mode ausgesprochen. Die UHD Alliance reagierte dann entsprechend – es obliegt aber den Herstellern, ob sie den Filmmaker Mode am Ende einbinden oder auch nicht.

Das höchste Ziel ist dabei den Filmmaker Mode leicht zugänglich zu machen – etwa durch eine dedizierte Taste auf der Fernbedienung oder auch die Option ihn auf Wunsch automatisch zu aktivieren, wird eine kompatible UHD Blu-ray oder ein entsprechender Stream erkannt. Der Filmmaker Mode soll außerdem herstellerübergreifend stets denselben Namen behalten, damit keine Verwirrung bei den Kunden entsteht.

Auch Amazon Prime Video will den Filmmaker Mode beispielsweise unterstützen. Warner Bros. und Universal haben ebenfalls bereits Support zugesichert. Wir sind gespannt, was es da auf der CES 2020 zu sehen geben wird – in unserem Special zur Messe werden wir natürlich darüber berichten.