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Hobbs & Shaw 4K Blu-ray im Test: Launiges Spin-off mit tollem Bild

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Inhalt (80%)

Bereits etwas länger gab es Ideen, das Fast&Furious-Franchise um Spin-offs zu erweitern. Relativ nahe liegend war da, dass man sich zunächst die Streithähne Hobbs & Shaw aussuchen würde. Nicht nur, weil sie von zwei immens beliebten Schauspielern verkörpert werden, sondern weil ihre Figuren so extrovertiert sind und locker einen eigenen Film tragen könnten. Während sich nach und nach die Besetzung und Story-Idee herauskristallisierten, stieß David Leitch als Regisseur zum Team hinzu, was schon im Vorfeld als absolut passend angesehen wurde. Immerhin hatte Leitch als Co-Regisseur von John Wick und Haupt-Regisseur von Atomic Blonde sowie Deadpool 2 bewiesen, dass er gerade im Feld von abgedrehten Actionfilmen einiges auf dem Kasten hat. Und das Publikum dankte es ihm. Trotz des Fehlens des Hauptcasts der FF-Filme gelang Hobbs & Shaw ein weltweites Einspiel von ~760 Mio. Dollar. Die Gewinnerstraße wurde also ohne Probleme erreicht. Und selbst wenn Vin Diesels nackter Charakterkopf sich hier nicht dem Betrachter entgegenstreckt, hat man ja in Bösewicht Idris Elba, CIA-Kontaktmann Ryan Reynolds und der quirligen Vanessa Kirby adäquaten Ersatz gefunden.

Hobbs & Shaw, die beiden Zicken des FF-Franchise || © Bild: Universal Pictures Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Abgesehen davon ist es schwierig genug, neben Jason Statham und Dwayne Johnson überhaupt noch auf der Leinwand wahrgenommen zu werden – immerhin füllen die beiden Muskelpakete die Screen im Alleingang aus. Dass es aber nicht nur auf Kraft ankommt, zeigt eben jene Besetzung mit Vanessa Kirby als Deckards Schwester und MI6-Agentin Hattie. In ihrer Kampfszene mit Dwayne Johnson mag der Wrestler coole Sprüche liefern, für die Überraschungen sorgen aber Kirbys Fight-Skills. Es ist schon ein Augenschmaus, sich die fließenden Bewegungen ihres schlanken Körpers anzuschauen, wie dieser den 120kg-Koloss ein ums andere Mal zu Fall bringt. Denn auch wenn man Hobbs & Shaw durchaus vorwerfen kann, dass er (wie die Filme des Haupt-Franchises auch) einfach zu lange läuft (136 Minuten, um genau zu sein), sind die Actionszenen wirklich atemberaubend.

Richtig klasse sind auch die Szenen, die auf dem Gelände von Tschernobyl spielen (gedreht auf einem Ex-Kohlekraftwerk östlich von Leeds) und in denen ein LKW, ein Buggy und (erneut) Brixtons Bike eine Rolle spielen. Schön viel Staub wird hier aufgewirbelt und in toll choreografierten Szenen geht’s mächtig zur Sache. Natürlich ist das „over the top“ und hanebüchen. Aber wer erwartet von einem Film aus dem FF-Franchise schon Realismus?

Hattie Shaw heizt nicht nur ihren Widersachern ganz schön ein || © Bild: Universal Pictures Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Was neben der Action wirklich super funktioniert, ist das Buddy-Cop-Verhältnis zwischen Hobbs und Shaw. Haben sie sich in FF8 schon die nettesten Nettigkeiten an den Kopf geworfen, dürfen sie hier noch einmal weiter ausholen und sich mit den allerhübschesten Schimpfwörtern bedenken. Besonders witzig jene Szene, in der Hobbs und Shaw in zwei Räumen parallel voneinander eine Tür öffnen müssen und Shaw dafür sämtliche Gegner „ausprobieren“ muss. Aber es sind nicht nur die beiden Streithähne, die für gepfefferte Dialoge und Slapstick sorgen. Auch die großartige Vanessa Kirby tut ihren Teil dazu. Nicht nur agiert sie in den Kampfszenen elegant und überlegen, nimmt man ihr genauso ab, wenn sie Hobbs vorwirft, dass er zwar ein „Gebäude hochheben“ könnte, aber lieber mal den größten Muskel im Körper trainieren sollte: Das Gehirn. Es sind diese Frotzeleien, die einen großen Teil des Unterhaltungswerts ausmachen. Ein absoluter Gewinn ist überdies Ryan Reynolds. Schon sein erster Auftritt und das Herumflachsen mit Hobbs und seiner Tochter sprühen vor Witz. Seitdem Reynolds seine selbstironische Seite entdeckt hat und in Filmen zur Schau stellt, kann man ihn nur noch mögen. Und dann ist da noch Idris Elba. Seine Figur des Brixton mag überhöht sein und ein bisschen zu nahe am Superhelden-Universum. Aber in Sachen Charisma, Präsenz und Boshaftigkeit macht ihm so schnell keiner was vor. Tatsächlich ist er der mit Abstand böseste und gleichzeitig coolste aller bisherigen Schurken in den FF-Filmen. Und wie wir alles wissen: Ein Film mit Helden ist immer nur so gut wie der Bad Guy.

Bildqualität (90%)

Hobbs & Shaw wurde (wie oben erwähnt) komplett digital gedreht, was am Ausgang zu einer Auflösung von 2.8K und 3.4K führte. Da der Film mit gut 1000 VFX-Shots ziemlich viel (2K gerenderte) CGI beinhaltet, ist es aber nicht verwunderlich, dass man ihn im Ganzen auf ein 2K-Digital-Intermediate herunter rechnete, um es für die UHD wieder hoch zu skalieren. Das bedeutet zwar, dass wir es hier nicht mit einer nativen 4K-Scheibe zu tun haben, aber wenn man sich die schon hervorragende Blu-ray anschaut, sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn hier nicht auch die UHD vorzüglich aussehen sollte. Um dies noch weiter zu bewirken, wurde ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum integriert sowie die höhere Kontrastdynamik in allen Varianten: HDR10, HDR10+ und Dolby Vision. Und was soll man sagen, außer: Das ist mal ein echt tolles UHD-Bild! Nicht, dass es sich massiv von der Blu-ray absetzen würde – was bei einer referenzhaften BD wie hier auch schwer ist. Aber dennoch: Die UHD setzt überall dort, wo die BD innerhalb ihrer Möglichkeiten schon nahezu perfekt ist, noch mal einen drauf. Die Bildruhe wirkt insgesamt noch stabiler, die Detailtiefe bei Totalen und in Close-ups erreicht für ein 2K-DI stets Referenzwerte und die Farben haben diesen Hauch mehr Intensität. Dazu versumpft es zu keiner Zeit im Schwarz und der Kontrastumfang ist noch ein Stückchen besser.

Die UHD liefert famose Kontraste und eine vorzügliche Detailtiefe || © Bild: Universal Pictures Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Was uns wiederum zu den Spitzlichtern bringt. Die sind gerade in den Nacht-Shots sichtbar heller als über die Blu-ray, präsentieren Fahrzeugscheinwerfer wunderbar leuchtend und lassen auch die silbernen Zahnelemente von Brixton viel stärker hervor blitzen. Vielleicht fehlt noch das allerletzte Quäntchen an Dreidimensionalität und Plastizität für eine Höchstwertung, aber die 95% hat sich die UHD redlich verdient – zumal die in Zeitlupe gefilmten Regentropfen im Finale wirklich einzeln aus dem Screen zu zupfen sind und die Close-ups auf Samoa kaum schärfer sein könnten. Der Käufer der UHD kann sich über das (nochmals) bessere Bild freuen – auch wenn es natürlich schwer ist, sich von einer bereits vorzüglichen Blu-ray entscheidend abzusetzen. HDR10+ übrigens liefert erneut keinen sichtbaren Unterschied zu HDR10 – Samsungs dynamisches HDR-Format erweist sich immer mehr als Luftnummer.

Tonqualität (75%)

Wie es bei Universal schon seit einiger Zeit der Fall ist, kommen die Filmhighlights in aller Regel mit Dolby Atmos (oder auch mal dts:X) für beide Sprachen – und das auch schon für die Blu-ray. So ist es dann auch bei Hobbs & Shaw. Und die Atmos-Tonspuren danken es mit einem sehr weiträumigen Eindruck, von dem vor allem der Score und Soundtrack profitieren. Außerdem gefallen die Kampf- und Actionszenen mit viel Räumlichkeit. Zahlreiche direktionale Effekte bevölkern die Rears, was teilweise für überraschende Momente sorgt. Allerdings muss man sich etwas damit anfreunden, dass die meisten Fight-Sequenzen mit Soundtrack übertönt sind. So bleiben brechendes Glas, Schläge, Tritte und das Kampfgeschehen oft auf die Front beschränkt, während die Musik die Surrounds beschäftigt. Das erste Mal richtig räumlich wird es deshalb erst nach 27 Minuten, wenn Brixton eine Ansage vom Direktor bekommt, die aus praktisch allen Speakern kommt – auch von oben. Je länger der Film allerdings dauert, desto mehr vermisst man aber etwas Dynamik im Basskeller. Der LFE-Kanal dürfte bis auf wenige Ausnahmen mehr Bums haben. Es ist zwar nicht so, dass er nicht vorhanden ist und beim Bremsvorgang des Fahrstuhls nach 34’05 oder während der Explosion bei 78’00 rumpelt’s auch mal ganz ordentlich. Aber insgesamt sind es doch die Hauptlautsprecher, die hier die Hauptdynamik übernehmen.

In den Kampfszenen werden die Surroundspeaker ordentlich beliefert || © Bild: Universal Pictures Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Das Ganze ist insgesamt zwar nicht schlecht und durchaus hörbar, erreicht aber nicht die Spitzenwerte der Referenzscheiben. Und ab und an fehlen einfach Informationen, die man sich an dieser Stelle aus optischer Sicht gewünscht hätte – gerade der Showdown auf Samoa mit zahlreichen explodierenden Fahrzeugen wirkt immer mal etwas dünn. In Sachen 3D-Höhenkanäle tut sich erstmals nach etwa einer Minute etwas, wenn die Akustikgitarren des Songs zu hören sind. Etwas inkonsistent aber die Tatsache, dass auch die Stimme immer kurz dazu kommt. Diese Inkonsistenz setzt sich fort, da immer wieder nur Bruchstücke der Musik von oben kommen – und zwar solche Bruchstücke, dass es auch als Ergänzung nur wenig Sinn macht. Ähnlich unharmonisch ist das noch mal bei der Anfahrt auf Tschernobyl. Der erste echte 3D-Sound ist dann (wie oben beschrieben) die wirklich griffige Stimme des Eteon-Direktors, die Brixton erzählt, dass er den Weg bereiten wird, wenn die Menschheit sich perfektionieren wird. Toll auch der Sweep bei 32’05, dem noch ein paar in Zeitlupe „flitzende“ Kugeln und coole Sounds aus Brixtons HUD über die Heights folgen.

Der deutsche Atmos-Sound schwächelt in Sachen 3D-Darstellung beim Gewitter gegenüber dem viel effektvolleren US-Pendant || © Bild: Universal Pictures Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Bei 78’44 und 80’13 flattern dann mal ein paar Drohnen herbei, aber insgesamt muss man einfach sagen, dass während der fulminanten Actionszenen einfach mehr drin gewesen wäre als ein paar vereinzelte Sounds. Bei dem, was hier alles zu Bruch geht und durch die Luft wirbelt, hätte man sich mehr gewünscht. Kleines Beispiel: Wo ist der Sound vom Hubschrauber bei 106’39, wenn er bei 108’20 dann so vehement zu hören ist? Und dann gibt’s da noch das Problem mit der Gewitter-Sequenz ab 113’40. Denn wo die englische Spur dies so immersiv und klar über alle vier möglichen Deckenspeaker wiedergibt, fehlen über die deutsche 3D-Soundspur hier einige der heftigen Donner-Attacken. Man hört es immer noch rumoren und hallen, aber es setzt wesentlich weniger definierte Gewitter-Sounds als über den O-Ton. Seltsam ist das deshalb, weil bis zu dem Zeitpunkt die 3D-Sounds der beiden Tonspuren praktisch identisch sind.

  • Deutsch: Dolby Atmos (80%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: Dolby Atmos (40%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)
  • Englisch: Dolby Atmos (80%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (50%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (75%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Im Bonusbereich von Hobbs & Shaw finden sich neben einem alternativen Anfang und 22 entfernten und alternativen Szenen noch insgesamt 13 Featurettes. Zwar laufen diese mit anderthalb bis fünf Minuten allesamt nicht gerade sehr lang, sind aber kurzweilig und witzig. So bekommen wir noch ein bisschen mehr Einblick darin, wie sich Leitch freute, diese spezielle „Chemie“ zwischen seinen beiden Protagonisten auszuarbeiten. Außerdem gibt’s anschauliche Zusammenschnitte, wie eine Kampfsequenz realisiert wird. Natürlich gibt’s noch ein Feature über den Bösewicht, der von Elba gespielt wird sowie über „Die Schwester“, die Vanessa Kirby so genussvoll als einsame Wölfin darstellt. Ein weiteres kümmert sich um die Familienbande von Hobbs und stellt auch die Darsteller mit polynesischen Wurzeln etwas näher vor. In „Die Matriarchin“ darf sich Helen Mirren noch einmal die Ehre geben und auch Ryan Reynolds und Kevin Harts Figuren werden etwas deutlicher beleuchtet. Ach ja: Der süße Vierbeiner Hobbs (offenbar Johnsons eigener Hund) kommt auch kurz zu Wort – Wuff! Der Audiokommentar von Leitch rundet das zwar kurze, aber ganz unterhaltsame Material ab.

Gesamtbewertung Hobbs & Shaw  (81%)

Hobbs & Shaw liefert 130 Minuten Unterhaltung für den typischen Hirn-aus-Anlage-an-Heimkino-Abend. Nicht groß nachdenken über das, was man auf da an absurder Action und x-beliebiger Story präsentiert bekommt, sondern einfach berieseln lassen. Und wer auf den Humor der Frotzeleien zwischen Hobbs und Shaw schon in den FF-Filmen konnte, wird hier volle Breitseite bedient. Dazu gibt’s ein 2K-basiertes UHD-Bild, von dem sich so manche 4K-Scheibe was abschneiden könnte. Perfekte Schwarzwerte, satte Farben und eine fantastische Detaildarstellung machen richtig Spaß. Der Atmos-Sound ist in Sachen 3D-Akustik zwar etwas unterversorgt und auf der regulären Ebene nicht so satt, wie man es sich erhoffen würde, schlecht ist er aber auch nicht und unterstützt die Actionszenen hinreichend.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 12. Dezember 2019 Review am: 15. Dezember 2019
Erscheinungsjahr Film: 2019 Laufzeit: 136 Minuten
Filmstudio: Universal FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
HDR 10+
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Hobbs & Shaw Trailer:

LG stellt für 2020 neue Soundbars mit Dolby Atmos und DTS:X vor (inkl. Flaggschiff SN11RG)

LG hat für die CES 2020 im Januar bereits neue Soundbars angekündigt. Die Modelle sollen mit Dolby Atmos und DTS:X punkten.

Klar, dass LG insbesondere die Kombination mit den hauseigenen TVs als ideale Lösung hervorhebt. Wenig verwunderlich auch, dass die neuen Soundbars die Audioqualität steigern sollen. Dabei profitiere man laut den Südkoreanern auch von der langjährigen Partnerschaft mit Meridian Audio. Als besonderes Feature nennt LG etwa die Image Elevation, welche etwa den Gesang oder Lead-Instrumente hervorheben könne.

Zudem wird als neue Funktion bei den Premium-Modellen die sogenannte „AI-Room Calibration“ mit von der Partie sein. Im Grunde ist das aber nichts anderes als eine automatische Einmessmethode, wie wir sie seit Jahren von AVRs kennen. Darüber hinaus verfügen die Premium-Soundbars laut LG über einen Verarbeitungsalgorithmus, der herkömmliche Dateiformate auf nahezu Studioqualität hochskalieren könne, so LG.

LG AI Room Calibration
Die LG AI Room Calibration ähnelt traditionellen Einmessmethoden

Die neuen Soundbars unterstützen natürlich 4K-Pass-Through und sind um ein optionales Rear-Speaker-Kit erweiterbar. Der Google Assistant ist ebenfalls ab Werk an Bord und erlaubt über Sprachbefehle etwa das Smart Home zu steuern. Auch eARC findet Unterstützung, vorausgsetzt, der jeweilige TV kommt ebenfalls damit klar. Als Premium-Modelle hebt LG eben die beiden Soundbars SN9YG und SN11RG hervor.

Weitere Details wird es auf der CES 2020 geben

LG wird seine Soundbars SN11RG, SN10YG, SN9YG und SN8YG auf der CES 2020 Anfang Januar in Las Vegas noch im Detail zeigen. Die beiden Modelle SN9YG und SN11RG haben bereits im Vorfeld CES-Innovationspreise erhalten. Das Flaggschiff-Modell SN11RG ist ein 7.1.4-Kanal-System mit zwei kabellosen Rücklautsprechern, die einen nach vorne und nach oben gerichteten Sound für 360-Grad-Hörgenuss liefern. Wer auf der CES 2020 vor Ort sein wird, kann sich die Soundbars auch selbst im Las Vegas Convention Center (Central Hall #11100) ansehen.

LG SN11RG
Das neue Soundbar-Flaggschiff LG SN11RG bietet 7.1.4-Surround-Sound

Alle diese Angaben sind natürlich mit noch etwas Vorsicht zu genießen und bedürfen einer Bestätigung im Rahmen der CES 2020 (Special). Wir werden wieder selbst vor Ort auf dem Messefloor der CES unterwegs sein und freuen uns über die neuen Soundbars von LG zu berichten.

Erste Leaks zu Sonys 2020 TV-Lineup (XH80, XH90, XH95, AH8, AH9, ZH8)

Die ersten Informationen zu Sonys TV-Lineup für 2020 wurden geleakt. Obwohl nur die Modellbezeichnungen der XH80, XH90, XH95, AH8, AH9 und ZH8 Serien veröffentlicht wurden, geben diese bereits einen interessanten Ausblick auf das kommende Jahr. 

Die neuen Modellnummern für das Produktjahr 2020 wurden über die Sony-Webseite veröffentlicht. Auf dieser werden alle TV-Geräte inkl. deren Entsorgungsentgelt laut dem „California Electronic Recycling Act of 2003“ aufgelistet. Die Aufstellung wird stetig erweitert und so gelangten auch erste Modellbezeichnungen aus dem 2020er Lineup auf die Liste. Es handelt sich dabei um die für den US-Markt vorgesehenen LCD und OLED Fernseher, diese werden erfahrungsgemäß meist 1zu1 für den europäischen Markt übernommen.

4K LCD TVs bis 85 Zoll

Sony AH95 4K LCD TV
Mit der AH95 Serie sollte Sony auch wieder ein Top-Modell mit Direct-LED-Backlight im Programm haben (Bild: Vorjahresmodell XG95)

Beginnen wir mit dem LCD Segment. Aus der Liste konnten wir bereits die Serien XH80 (X800H), XH90 (X900H) und XH95 (X950H) entziffern. Dabei dürfte es sich um direkte Nachfolger der jeweiligen Vorjahres-Serien (XG80, XG90, XG95) handeln. Was sofort auffällt ist, dass  Sony die Auswahl der Modellgrößen nach oben ausweitet. Alle Modellreihen stehen in den beliebten Zollgrößen 55 und 65 Zoll zur Verfügung und werden zudem um große 75 und 85 Zoll Varianten erweitert. Displaydiagonalen von über 70 Zoll wird in den nächsten Jahren ein großes Wachstum zugesprochen. Sony reagiert entsprechend.

4K OLED TV in 55 & 65 Zoll

Sony AH8 OLED HDMI 2.1
Als Erweiterung für die 4K OLED TVs der AH8 und AH9 Serie macht in unseren Augen nur HDMI 2.1 einen Sinn (Abbildung: Vorjahresmodell AG8)

Wenig überraschend wird Sony Nachfolger seiner erfolgreichen OLED-Modellreihen ankündigen. Der japanische TV-Hersteller schaffte es in den letzten Jahren, sich immer mehr Marktanteile im High-End-Segment zu sichern. Das liegt sicherlich vor allem an dem Alleinstellungsmerkmal der „Acoustic Surface“-Technologie, die das Display in Schwingungen versetzt und so Klang emittiert. Wie im letzten Jahr, wird es wieder zwei Serien geben, AH8 und AH9 (US: A8H, A9H). Beide Modelle sind als 55 und 65 Zoll Variante vorgesehen. Ein 77 Zoll Modell ist bislang nicht gelistet. Wir fragen uns natürlich, mit welchen Verbesserungen möchte sich Sony von den Vorjahresmodellen abgrenzen? Die Qualität der Displays wird sicherlich unverändert bleiben und die Bildprozessoren stoßen auch so langsam an ihre Grenzen. In unseren Augen ergibt nur die Erweiterung mit HDMI 2.1 einen Sinn, um z.B. 4K/120p Games auf der für 2020 angekündigten Playstation 5 zu zocken.

8K Fernseher ZH8 mit 75 & 85 Zoll

Sony ZH8 8K TV
Sony erweitert sein 8K TV Lineup um zwei Modelle der ZH8 Serie mit 75 und 85 Zoll (Bild Vorjahres-Modell)

Wie es aussieht, plant Sony zu den bereit erhältlichen 8K Fernsehern der ZG9 Serie mit 85 und 98 Zoll noch kleinere Varianten zu günstigeren Preisen anzubieten. Die ZH8 Geräte (US: Z8H / XBR75Z8H / XBR85Z8H) sind wie der Name impliziert, unterhalb der ZG9 Geräte angesiedelt und sind in den Größen 75 und 85 Zoll geplant. Wir spekulieren auf eine einfachere Ausstattung (z.B. normale Down-Firing-Lautsprecher). Wir denken, dass die ZG9 Serie noch im Jahr 2020 weiter verkauft wird. Die 8K Fernseher befinden sich Dank HDMI 2.1 immer noch auf den aktuellsten Stand der Technik.

Folgt uns auf der CES 2020!

Alle diese Angaben sind natürlich mit Vorsicht zu genießen und bedürfen einer Bestätigung im Rahmen der CES 2020 (Special). Wir werden wieder auf dem Messefloor der CES unterwegs sein und freuen uns über die neuen TV-Modelle von Sony zu berichten.

Übersicht Sony 2020 TV-Modelle:

Serie Größe Modell DE Modell US
XH80 (4K) 43 43XH8005 43X800H
XH80 (4K) 49 49XH8005 49X800H
XH80 (4K) 55 55XH8005 55X800H
XH80 (4K) 65 65XH8005 65X800H
XH80 (4K) 75 75XH8005 75X800H
XH80 (4K) 85 85XH8005 85X800H
XH90 (4K) 55 55XH9005 55X900H
XH90 (4K) 65 65XH9005 65X900H
XH90 (4K) 75 75XH9005 75X900H
XH90 (4K) 85 85XH9005 85X900H
XH95 (4K) 49 49XH9505 49X950H
XH95 (4K) 55 55XH9505 55X950H
XH95 (4K) 65 65XH9505 65X950H
XH95 (4K) 75 75XH9505 75X950H
XH95 (4K) 85 85XH9505 85X950H
AH8 (OLED) 55 85XH9505 55A8H
AH8 (OLED) 65 65AH8 65A8H
AH9 (OLED) 55 55AH9 55A9H
AH9 (OLED) 65 65AH9 65A9H
ZH8 (8K) 75 75ZH8 75Z8H
ZH8 (8K) 85 85ZH8 85Z8H

 

Samsung sichert sich Slogan: „A TV that can change, changes everything“

Samsung sichert sich einen Slogan, der einen Hinweis auf das TV-Lineup 2020 sein könnte. Beschreibt „A TV that can change, changes everything“ vielleicht einen modularen Fernseher?

Salopp übersetzt heißt die Zeile „Ein Fernseher, der sich verändern kann, verändert alles“. Ein interessanter Slogan, der eine gewisse Modularität andeutet. Der Markeneintrag wurde in Großbritannien registriert unter der Nizza-Klassifizierung 9 (Fernsehgeräte). Vielleicht beschreibt Samsung damit bereits ein neues TV-Produkt, dass auf der CES (Consumer Electronics Show) Anfang Januar 2020 enthüllt wird? Ein anpassbarer Fernseher, der über Zeit erweitert oder verändert werden könnte, klingt verlockend und erinnert irgendwie an Samsung „One Connect Box-Versprechen“. Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht und haben vier TV-Konzepte von Samsung herausgefiltert, auf die dieser Satz zutreffen könnte.

The Frame / The Serif

The Frame 2019 (links) und The Serif 2019 (rechts) - Samsungs neue Lifestyle-TVs
The Frame 2019 (links) und The Serif 2019 (rechts) – Samsungs neue Lifestyle-TVs

Starten wir mit einem der „langweiligsten“ Vermutungen. Vielleicht hat Samsung den Slogan in Großbritannien nur schützen lassen, um zukünftig die Lifestyle TVs „The Frame“ und „The Serif“ zu bewerben. Die Geräte können im Art-Modus Bilder und Gemälde zeigen und sind zum Teil sogar äußerlich anpassbar (Rahmen von The Frame). Zudem gibt es die Modelle in verschiedensten Farbvarianten. So ganz 100%ig passt der Satz dann doch nicht zu diesen beiden Modellen. Dahinter müsste sich eigentlich etwas Größeres verbergen.

Samsungs Micro LED TV

Micro LED TV The Wall Luxury Preis
Die Micro LED Leinwand „The Wall Luxury“ macht ihrem Namen alle Ehre

Wer in der Lotterie gewonnen, oder sich einen kleinen Reichtum selbst angehäuft hat, der kann sich bereits jetzt einen Samsung Micro LED „TV“ zulegen. Unter dem Namen „The Wall Luxury“ verbirgt sich ein 146 Zoll Behemoth für schlappe 450.000 Euro. Unbezahlbar für die meisten Nutzer und somit nicht unbedingt für eine Bewerbung geeignet. Jedoch plant der koranische TV-Hersteller immer noch eine „bezahlbare“ Variante für private Anwender, die mit größeren Investitionen in die Displaytechnologie auch deutlich günstiger ausfallen könnte. Ein Micro-LED-TV der in seiner Größe angepasst werden könnte, wäre sicherlich interessant.

Samsung The Sero

The Sero Samsung - Drehbarer Smart TV
Kommt Samsungs drehbarer Fernseher „The Sero“ nach Europa?

The Sero ist ein drehbarer QLED-Fernseher, der vor allem die Generation Y/Z ansprechen soll. Das Modell wechselt zwischen vertikalem und horizontalem Bildmodus, je nachdem welcher Content über den TV dargestellt wird. Instagram, TikTok und Co. lassen sich vertikal natürlich am besten auf dem großen Display darstellen, während klassische TV-, Film- und Serieninhalte im horizontalen Bildmodus dargestellt werden. Obwohl, kennt ihr das, wenn ihr auf der Couch liegt und euch wünscht, der TV würde sich um 90 Grad drehen, damit ihr das Bild korrekt wahrnehmen könnt? Das wäre für mich persönlich ein Feature, dass ich wirklich nutzen würde =). Aber ist dieses Feature so bahnbrechend das es „alles verändert“?

Komplett modularer Fernseher

Bei Samsungs modularem TV lassen sich nicht nur Displayelemente, sondern auch Lautsprecher uvm. selbst zusammenstellen
Bei Samsungs modularem TV lassen sich nicht nur Displayelemente, sondern auch Lautsprecher uvm. selbst zusammenstellen

Ich mache mir die Welt, so wie sie mir gefällt… Samsung hatte vor einigen Wochen ein Konzept für einen komplett modularen Fernseher patentieren lassen. Displays, Klangelemente, Kameras und viele weitere Module können frei gewählt und auf einer vorgegebenen Rahmen-Matrix selbst zusammengebaut und genutzt werden. In unseren Augen wäre dieses Modell wirklich den Slogan „A TV that can change, changes everything“ wert. Ob uns Samsung mit so einem, fast schon ausgeflippten, TV-Konzept auf der CES 2020 überraschen wird, das erfahren wir bereits Anfang Januar nächsten Jahres.

Wir können nur hoffen, dass es sich hierbei nicht nur um einen Marketing-Slogan handelt, für ein bereits bestehendes Produkt und dass Samsung uns im nächsten Jahr so richtig ins Staunen versetzt. Die QLED-Schiene sollte ja so langsam mal „alt“ werden und durch ein verbessertes QD-OLED-Segment abgelöst werden. So wäre der Hersteller auch wieder in der Lage, den beliebten OLED-TVs von Mitbewerber LG Electronics und Co. Paroli zu bieten.

Zhiyun Smooth Q2 im Test: Kompakter Gimbal für mobile Filmemacher

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Wir haben von Zhiyun vor einiger Zeit bereits den Gimbal Smooth 4 getestet. Zeit ein weiteres Modell im Review genauer unter die Lupe zu nehmen: den Smooth Q2.

Der Zhiyun Smooth 4 hat uns letztes Jahr sehr gut gefallen, sieht man von der hauseigenen App des Herstellers ab, welche durch schlechte Bedienbarkeit und Fehler, wie ein konstantes Fokus-Pumpen bei Video-Aufnahmen nicht zu empfehlen gewesen ist. Nun haben wir ein Testmuster des Smooth Q2 erhalten. Dieser Gimbal ist ebenfalls für Smartphones konzipiert, das Design weicht aber stark vom Smooth 4 ab.

So ist der Zhiyun Smooth Q2 deutlich kompakter gestaltet worden und auch die Verarbeitung und der Funktionsumfang weisen Unterschiede auf. Hier kann das neue Modell sogar bei den Materialien mehr punkten, denn fast das gesamte Gehäuse besteht aus Metall und fühlt sich daher noch eine Spur wertiger an, als beim Smooth 4. Dafür kostet der neue Smooth Q2 dann auch etwas mehr. Er liegt aktuell bei 149 Euro, während es den Smooth 4 bereits für 99 Euro in Deutschland im Handel gibt.

Zhiyun Smooth Q2 Karton
Der Zhiyun Smooth Q2 wird so geliefert

Zunächst werfen wir nun mal einen Blick auf die Ausstattung und Verarbeitung, bevor wir und mit der Bedienung beschäftigen und parallel noch einmal einen Blick auf Zhiyuns offizielle App werfen. Immerhin hatte der Hersteller ja nun über ein Jahr Zeit die Funktionalität zu verbessern. Natürlich zeigen wir euch im Anschluss einige Video-Ergebnisse, die wir mit einem aktuellen Smartphone gefilmt haben bzw. genauer gesagt mit dem Xiaomi Mi Note 10. Zum Schluss ziehen wir natürlich ein Fazit mit unserem Gesamteindruck.

Ausstattung und Verarbeitung

Zhiyun spendiert im Lieferumfang des Smooth Q2 neben dem Gimbal selbst auch noch ein USB-Kabel (Typ-C) zum Aufladen, eine Handschlaufe und ein Benutzerhandbuch. Spannend: Die Halterung, in welche das Smartphone am Gimbal bugsiert wird, ist abnehmbar. Uns erschließt sich der Sinn allerdings nicht ganz, denn kaum jemand dürfte die Halterung dauerhaft an seinem Phone belassen wollen. Und um mal eben eine Aufnahme zu kontrollieren und danach weiter zu Filmen, kann man das Gerät auch im Gimbal belassen. Allerdings stört diese Möglichkeit natürlich auch nicht.

Der Zhiyun Smooth Q2 kommt ohne viel Tamtam daher
Der Zhiyun Smooth Q2 kommt ohne viel Tamtam daher

In den Gimbal passen Smartphones mit einem minimalen Gewicht von 75 g und einem maximalen Gewicht von 260 g. Die Halterung lässt sich von 65 bis auf 86 mm Breite verstellen. Bis auf wenige Ausnahmen sollten also alle aktuellen Smartphones im Zhiyun Smooth Q2 ihren Platz finden. Der Gimbal selbst wiegt 380 g und misst 204 x 102 x 41,5 mm. Mit einer Akkuladung soll er ca. 17 Stunden lang auskommen. Die Ladezeit beträgt etwa 3 Stunden.

Der Gimbal kann dabei folgendermaßen stabilisieren / sich bewegen: Pan 360°, Roll 265° und Tilt 305°. Die Bedienelemente am Gimbal sind dabei deutlich aufgeräumter und reduzierter als beim Smooth 4. Es gibt nämlich nur einen Power-Button, eine Aufnahme-Taste sowie einen kleinen Stick, der das Wechseln des Modus per Klick erlaubt und den Gimbal steuern kann. Die Haptik ist dabei dem Smooth 4 deutlich überlegen, denn nicht nur das Metallgehäuse wirkt wertiger, der Griff ist mit einer angenehen Gummierung überzogen, die Schweiß abweist. An der Rückseite gibt es keine zusätzlichen Tasten.

Zhiyun Smooth Q2 Akku
Der Akku des Zhiyun Smooth Q2 ist herausnehmbar

Doch zurück zur Verarbeitung: Die Einkerbungen in der Halterung, in welcher das Smartphone der Wahl Platz findet, sind natürlich mit einer Polsterung / Gummierung versehen, damit euer Gerät nicht beschädigt wird. Herausfallen kann es nicht, da die Halterung ziemlich stramm sitzt. Leider legt kein Gestell bei, mit dem man den Gimbal auf einer festen Oberfläche platzieren könnte – das sah beim Smooth 4 dann etwas besser aus. Wer bereits ein kleines Stativ besitzt, kann den Gimbal aber darauf montieren, denn an der Unterseite des Griffs befindet sich ein entsprechendes 1/4-20-Gewinde.

Positiv finden wir auch, dass der Zhiyun Smooth Q2 via USB Typ-C lädt. So benötigt man kein zusätzliches Kabel. Leider gibt es aktuell immer noch viele Accessoires, die auf Mikro-USB setzen. Insgesamt hinterkässt der Zhiyun Smooth Q2 also bei der Verarbeitung und Ausstattung einen tollen Eindruck.

Die App ZY Play

Auf die App ZY Play hatten wir ehrlich gesagt wenig Lust, denn im letzten Test erwies sie sich als Totalausfall. Mittlerweile ist über ein Jahr vergangen, da kann man Zhiyun also durchaus eine zweite Chance geben. Denn mit der offiziellen App sind zusätzliche Funktionen wie Zeitraffer-Aufnahmen, Gesichts- und Objektverfolgung, Zeitraffer-Videos und weitere Spielereien möglich.

Die App Zhiyun Play
Die App Zhiyun Play taugt leider weiterhin wenig

Es ist dabei übrigens keine Pflicht die offizielle App zu verwenden. Wenn es euch im Wesentlichen auf die Stabilisierung ankommt, verrichtet der Gimbal natürlich auch einfach so seinen Dienst und lässt sich beim Filmen über die Bedienfelder steuern. Falls ihr aber eben die erwähnten Zusatzfeatures verwenden wollt, dann benötigt ihr für den Zhiyun Smooth Q2 auch die offizielle App ZY Play.

Das interessanteste Feature ist dabei wohl der Dolly Zoom, auch Vertigo-Effekt genannt, der durch den gleichnamigen Film von Alfred Hitchcock berühmt geworden ist. Dabei bewegt ihr euch von einer Person oder einem Objekt langsam weg, zoomt aber während euerer Bewegung ins Bild hinein. Das führt dazu, dass die Person / das Objekt gleich groß im Bild bleibt, während sich die Umgebung verschiebt. Dieser Effekt kann extrem cool aussehen, wenn er gelingt.

Die App Zhiyun Play ist spartanisch
Die App Zhiyun Play begeistert uns nicht

Wir haben allerdings abermals einige Male mit der App Herumprobiert, so wie wir es auch schon beim Zhiyun Smooth 4 taten, und konnten den Dolly Zoom nicht brauchbar mit der App nachstellen. Immerhin hat Zhiyun es jedoch geschafft das nervige Fokus-Pumpen, welches für uns das Filmen mit ZY Play letztes Jahr im Grunde komplett unmöglich machte, auszumerzen. Dennoch ist die Bildqualität mit dieser App nach unserem Eindruck merklich schlechter als mit der Standard-App von Xiaomi an unserem Mi Note 10. Von Filmic Pro wollen wir hier erst gar nicht anfangen, denn die kostenpflichtige App ermöglicht nochmals höhere Bitraten und mehr Einstellungsmöglichkeiten.

Unser Fazit zu ZY Play bleibt daher: Es ist schön, dass der Hersteller sich bemüht mit der eigenen App Mehrwerte zu schaffen. In der Praxis gelingt das aber nur mäßig und wir empfehlen einfach bei der gewohnten Kamera-App zu verbleiben. Da die Verwendung von ZY Play kein Muß ist, wollen wir mit Zhiyun auch nicht zu hart ins Gericht gehen. Denn direkt am Gimbal lässt sich ebenfalls einiges einstellen.

Zhiyun Smooth Q2 Modi
Zhiyun Smooth Q2: Da sind die Bedien-Modi

So könnt ihr direkt am Gimbal zwischen folgenden Modi wählen:

  • Pan-Follow (Standard): Der Gimbal bewegt die Kamera langsam nach Links / Rechts, wenn man den Griff entsprechend bewegt.
  • Lock: Die Kamera bleibt auch bei Bewegungen immer in die gleiche Richtung ausgerichtet.
  • Follow: Ähnlich Pan-Follow, aber der Gimbal lässt die Kamera auch nach Oben / Unten folgen.
  • POV: Wie der Follow-Modus, aber die Kamera wird auch geneigt, wenn der Griff geneigt wird.
  • Vortex: Das Smartphone wird nun wie eine Taschenlampe gehalten und kann mit dem Joystick gedreht werden. Lässt sich als Stilmittel einsetzen.
    Passt also von der Bedienung her und liefert das, was man von einem Gimbal erwartet.

Video-Beispiele und weitere Anmerkungen:

Wir haben den Zhiyun Smooth Q2 in Verbindung mit einem Xiaomi Mi Note 10 getestet – dem neuen Penta-Kamera-Smartphone mit 108 Megapixeln von Xiaomi. Ein Problem gibt es dabei: Das Smartphone verfügt auch über eine Ultra-Weitwinkel-Linse, die auch bei Videos zum Einsatz kommen kann. Dann hat man aber einen Teil des Motors im Bild. Zhiyun ist dieses Problem bekannt, so dass man dafür in der offiziellen App einen bestimmten Modus (dreifacher Klick auf die Aufnahme in ZY Play) aktivieren kann. Alternativ kann man auch den Winkel etwas manuell anpassen: im Klartext also den Gimbal etwas schräg halten. Das Problem ergibt sich durch das sehr kompakte Design des Q2. Mit der Hauptlinse des Xiaomi Mi Note 10 hatten wir aber keine Probleme.

Die Ergebnisse, die wir mit dem Zhiyun Snooth Q2 erreicht haben, sind dabei sehr gut mit dem Smooth 4 des Unternehmens vergleichbar. Tatsächlich erzielten wir sogar noch ruhigere Aufnahmen, was aber auch unserem Smartphone-Wechsel geschuldet ist: Das Xiaomi Mi Note 10, welches wir eingesetzt haben, bringt von Haus aus nämlich auch bereits eine gute optische Stabilisation mit. So nutzten wir beim Test des Smooth 4 noch das Xiaomi Mi 8.

Im ersten Schritt oben eimmal der Link zum kompletten Video, aufgenommen mit dem Xiaomi Mi Note 10. Der Clip beginnt ohne die Hilfe des Gimbals. Wir haben also jeweils eimmal ohne und einmal mit der eigenen Stabilisation des Geräts gedreht – wie man sieht, ist bereits jene gar nicht so schlecht, bietet aber natürlich noch Luft nach oben, denn Bewegungen sind sehr wohl zu erkennen.

Hier folgen ab ca. 1:48 Minuten wiederum zwei Videos mit dem aktiven Zhiyun Smooth Q2 im Modus „Lock“  und anschließend „Pan Follow“ beim Gehen. Letzterer Modus dürfte für die meisten Anwender der Standard sein. Hier hat man guten Spielraum, da der Gimbal sich nach links und rechts mitbewegt. Beim Lock-Modus verbleibt der Gimbal stets gleich ausgerichtet, so dass man quasi eine Art Kamerfahrt erreicht, ähnlich wie bei der Verwendung eines Sliders oder eines Dollys.

Anschließend (ab ca. 3:12 Minuten) haben wir die Beine in die Hand genommen – der erste Videoausschnitt zeigt, wie sich das Xiaomi Mi Note 10 dann mit und ohne Stabilisator bei einer Videoaufnahme beim Laufen schlägt. Da wackelt das Bild also allzu deftig – kann man in beiden Fällen eher als unbrauchbar bezeichnen, wenn man nicht absoluter Shaky-Cam-Fan ist.

Laufen wir hingegen mit dem Zhiyun Smooth Q2 (ab ca. 4:21 Minuten) los, dann verhält es sich sowohl im Lock- als auch im Pan-Follow-Modus schon anders. Das Bild ist deutlich ruhiger und man erhält eine sehr flüssige und stabile Bewegung – klasse! Der „Dreher“ jedoch beim ersten Versuch einmal am Ende zu sehen ist, wurde von uns extra belassen, da er zeigt, dass der Gimbal auch durcheinander kommen kann, wenn man zu rasant läuft und er versucht zu korrigiren.

Welche Art der Verwendung euch am besten gefällt, ist Geschmackssache und steht dem Nutzer natürlich frei. Uns geht es vor allem darum zu zeigen, dass die Kameraführung durch den Einsatz des Zhiyun Smooth Q2 deutlich ruhiger wird.

Das Filmen mit dem Smooth Q2 lief für uns im Übrigen sehr intuitiv ab, denn es ist stark vergleichbar mit dem Smooth 4. Viel falsch machen kann man ohnehin nicht: Anschalten, gewünschten Modus auswählen und loslegen – so einfach ist das.

Fazit

Der Zhiyun Smooth Q2 verzichtet auf den rückseitigen Button des Smooth 4, der bei schnellen Schwenks für noch flüssigere Ergebnisse sorgen soll bzw. die Empfindlichkeit erhöhen kann. Dafür ist das neue Modell deutlich (!) kompakter und deswegen aus unserer Sicht im Alltag ein wesentlich praktischerer Begleiter. Denn mal ehrlich: Die Größe ist bei so einem Gimbal für viele Nutzer ein sehr wichtiger Faktor. Denn wenn man, um mit dem Smartphone zu filmen, eine riesige Tasche für einen Gimbal einstecken muss, dann könnte man auch direkt eine Kameratasche samt Systemkamera einstecken.

Zhiyun Smooth Q2 Griff
Der Zhiyun Smooth Q2 bekommt von uns eine Empfehlung

Der Zhiyun Smooth Q2 ist leichter verstaut und bietet ähnlich gute Ergebnisse wie der Smooth 4. Nun fällt das Gerät sonst nicht irgendwie besonders aus dem Rahmen und böte Bahnbrechendes. Und die offizielle App, ZY Play, ist immer noch relativ unbrauchbar. Dafür ist das Niveau der Verarbeitung deutlich gesteigert worden, denn der Smooth Q2 besteht größtenteils aus Metall und die Gummierung am Griff verbessert die Haptik spürbar.

Wir bewerten den Smooth Q2 daher als perfekten Gimbal für Reisen, den man ohne großes Nachdenken immer locker mit einstecken kann, weil er wenig Platz braucht. Erfahrene Filmemacher mögen manche Bedienmöglichkeiten direkt am Griff vermissen, denn da gibt sich der Smooth Q2 eher reduziert. Das ist wiederum für Anfänger aber eher ein Vorteil, denn das Design ist schlicht-elegant statt überladen. Klar, der Smooth 4 bietet da mehr Möglichkeiten, wir denken aber, dass die meisten Gelegenheits-Videomacher mit dem kleineren und portableren Smooth Q2 das bessere Geschäft machen.

Nvidia Shield TV ist nun über Amazon Alexa steuerbar

Die Nvidia Shield TV ist nun in Deutschland auch über Amazon Alexa steuerbar. Der bereits verfügbare Skill nimmt endlich seine Funktion auf.

So wurde der passende Skill für die digtiale Assistentin bzw. die Verwendung der Sprachsteuerung in Kombination mit der Nvidia Shield TV bereits vor einer ganzen Weile veröffentlicht. Leider funktionierte das ganze Spielchen aber bisher nur in den USA. Wer den Skill hierzulande nutzen wollte, guckte in die Röhre. Ab sofort ist das aber auch in Deutschland möglich.

Zur Nutzung ist die Einrichtung des Skills notwendig und dann müsst ihr auch noch euer Nvidia-Konto mit Amazon Alexa verknüpfen. Das ist auch direkt in der Alexa-App möglich. So könnt ihr dann im Bereich für die Einstellungen unter „TV & Video“ die Nvidia Shield TV hinzufügen. Anschließend sollte, wenn alles korrekt ausgeführt wurde, die Steuerung der Nvidia Shield TV über Alexa möglich sein.

Nutzen könnt ihr dafür nicht nur euer Smartphone, sondern natürlich auch Smart Speaker wie etwa die hauseigenen Amazon Echo aber auch Modelle von Sonos oder anderen Herstellern, die Amazon Alexa direkt verwenden.

Die Nvidia Shield TV lässt sich über verschiedenste Alexa-Befehle ansteuern

Unten haben wir für euch viele Befehle aufgelistet, die ihr ja mal für Amazon Alexa in Verbindung mit der Nvidia Shield TV testen könnt. Sollte doch eventuell dem ein oder anderen unserer Leser das Leben etwas erleichtern, wie wir hoffen – einen schönen zweiten Weihnachtstag wünschen wir noch!

  • Ein- und Ausschalten: „Alexa, einschalten.“ / „Alexa, ausschalten.“
  • Apps Öffnen: „Alexa, öffne Netflix.“ / „Alexa, öffne Prime Video.“
  • Lautstärke steuern: „Alexa, lauter.“ / „Alexa, Lautstärke auf 80.“ / „Alexa, stumm.“
  • Medienwiedergabe Steuern: „Alexa, stummschalten.“ / „Alexa, Pause.“ / „Alexa, nächstes Video auf .“ / „Alexa, vorheriges Video auf .“ / „Alexa, 10 Minuten lang vorspulen.“ / „Alexa, 1 Minute lang zurückspulen.“ / „Alexa, beginne von vorne.“
  • Shield Steuern – Sonstiges: „Alexa, öffne die Einstellungen.“ / „Alexa, (zum) Startbildschirm.“
  • Befehle um die Fernbedienung zu lokalisieren: „Alexa, frage SHIELD wo ist meine Fernbedienung.“ / „Alexa, frage SHIELD meine SHIELD Fernbedienung zu finden.“ / „Alexa, frage SHIELD meine Fernbedienung zu lokalisieren.“ / „Alexa, frage SHIELD meine SHIELD Fernbedienung zu lokalisieren.“ / „Alexa, sage SHIELD finde meine Fernbedienung.“ / „Alexa, verwende SHIELD, um meine Fernbedienung zu finden.“

Der König der Löwen 4K Blu-ray im Test: Animation in Perfektion

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Inhalt (70%)

Disney ist gerade sehr fleißig dabei, seine größten Zeichentrickklassiker in Realfilme zu verwandeln. Zwar kann man bei der 2019er Adaption von Der König der Löwen nicht von einem Realfilm sprechen, aber er ist eben so nahe dran wie möglich – dazu aber später mehr. Offenbar konnte die von Jon Favreau inszenierte CGI-Adaption sogar noch mehr Fans mobilisieren als das Original in seinen bisherigen (mehrfachen) Kino-Aufführungen und mit 1,6 Mrd. Dollar weltweitem Einspiel seinerseits Geschichte schreiben. Das ganze Universum von Der König der Löwen, das mittlerweile eine Fernsehserie (Die Garde der Löwen) sowie mehrere Fortsetzungen/Spin-offs und ein eigenes Musical umfasst, hat in den Jahren seit 1994 ganz offensichtlich eher zu einer Intensivierung des Kults um Löwe Simba geführt.

Niedlich wie eh und je: Löwenbaby Simba || © Bild: Walt Disney Home Video – Alle Rechte vorbehalten! 

Favreau konnte sich seiner Sache also ziemlich sicher sein, als er nach seinem großen Erfolg bei einer der jüngeren Realfilm-Adaptionen (The Jungle Book) dazu eingeladen wurde, eine weitere Modernisierung eines Disney-Klassikers zu übernehmen. Der Regisseur wusste also, wie es geht und führte es technisch noch eine Stufe weiter. Während er sich bei der Story sehr nahe (teilweise in 1:1-Einstellungen) am Original hielt, erzeugte er einen Realismus, der selbst fleißige Kinokritiker in Staunen und Ungläubigkeit versetzte. Denn mit Ausnahme des filmeröffnenden Sonnenaufgangs sind ALLE Inhalte am Rechner entstanden. Und das in technischer Perfektion mit dem gewissen Etwas. Denn Favreau war sich sehr wohl bewusst darüber, dass CGI-Perfektion das ganze Geschehen möglicherweise zu hyperreal und deshalb wieder künstlich wirken lassen könnte. Um dies zu vermeiden, wandte man eine neue Herangehensweise an: Virtual Reality.

Man tat praktisch so, als würde man den Film mit echten Kameras drehen, nutzte Steadicams, Kräne oder Drohnen. Allerdings waren auf diesen Gerätschaften keine Kameras installiert, sondern Sensoren. Der Computer wusste also, wo sich gerade eine „Kamera“ befindet und konnte die Bewegungen entsprechend visualisieren. Auf diese Weise entstanden filmische Bewegungen, die sich deutlich von den üblichen „perfekten“ Bewegungsabläufen in CGI-Animationsfilmen unterscheiden. Und sie lassen in Zusammenarbeit mit den wirklich perfekten Animationen ein viel natürlicheres Filmerlebnis zu als jeder bisherige Versuch, CGI-Tiere realistisch auf die Leinwand zu bekommen.

Rafiki wirkt echter als sein lebendiger Verwandter in freier Wildbahn || © Bild: Walt Disney Home Video – Alle Rechte vorbehalten! 

Womit wir allerdings auch beim größten Problem des Films sind. So perfekt seine Animationen sind, so realistisch die Tiere aussehen, so sehr muss man sich an deren Gesänge gewöhnen. Ja, es ist typisch, dass in Disney-Filmen auch durch Tiere gesungen wird. Aber bisher eben in gezeichneten Filmen. Flächendeckender Gesang von Tieren, die so real aussehen als schaue man einer Dokumentation zu, wandert haarscharf an der Grenze zur Lächerlichkeit entlang. Mal gelingt das besser (wenn bspw. die niedlicheren Kleintiere singen), mal weniger gut. Ausgewachsenen und erhaben-respekteinflößenden Löwen beim Gesang zu zu schauen, ist verwirrend und lenkt bisweilen doch von der Story und damit von den Gefühlen ab, die man beim gezeichneten Original noch hatte. Den kleinen Kids wird das kaum auffallen. Für Erwachsene, die mit dem Original aufgewachsen sind, ist’s mitunter sehr gewöhnungsbedürftig. Abgesehen davon funktioniert König der Löwen aber vor allem für die kommende Generation auch im 3D-CGI-Gewand sehr gut. Der Witz von Timon und Pumbaa, ist mindestens genauso spaßig wie im Original, die Bedrohung durch Hyänen ist ziemlich spannend und die Coming-of-Age-Story von Löwe Simba ist ohnehin zeitlos. Außerdem passt auch der animierte Slapstick, den schon eine Tierrasse wie die Erdmännchen in Realität vorgeben und den man hier nur noch adaptieren muss.

Bildqualität (90%)

Als vollständig am Rechner entstandener Film wäre es bei dem gigantischen Detailreichtum von Der König der Löwen ein kleines Wunder gewesen, wenn man ihn in 4K gerendert und auch weiter verarbeitet hätte. Zwar gibt es Informationen darüber, dass hier eine ARRI Alexa 65 und eine Alexa IMAX (was nichts anderes als eine 65er ist, die für IMAX-Bedürfnisse angepasst wird) verwendet wurden. Wer sich aber das Bonusmaterial intensiv anschaut und etwas weiter recherchiert, findet die Antwort: Zum einen wurde die Alexa 65 in Kenia genutzt, um Referenzmaterial zu filmen, anhand dessen man die virtuelle Welt entwarf. Zum anderen stand sie Pate für das virtuelle Kamera-Modell, das man während der innovativen Art des „Filmens“ von König der Löwen „nutzte“. Es bleibt also dabei: Der Film selbst entstand (bis auf den eröffnenden Sonnenaufgang) komplett am Rechner und wurde in 2K gerendert. Entsprechend hat man ein 2K DI angefertigt und für die UHD hochskaliert.

Die UHD liefert ein absolutes Referenzbild in Kontrast, Schärfe und Detailzeichnung || © Bild: Walt Disney Home Video – Alle Rechte vorbehalten! 

Bevor aber Unkenrufe über die Tatsache eines Upscales kommen: Dies dürfte das bis dato beste 2K-zu-4K-Upscale sein, das das Licht der UHD-Welt erblickt hat. Gegenüber der schon hervorragenden Blu-ray setzt die UHD in sämtlichen Feindetails (und davon gibt’s eine Menge) noch mal eins drauf. Man kann sich die Fellanimationen, Sandtexturen oder auch die ledrige Hautoberfläche von Pumbaa kaum detaillierter und schärfer vorstellen. Jedes kleinste Borstenhaar am Warzenschwein ist einzeln erkennbar und sich bewegende Grashalme sind phänomenal dreidimensional. Dazu kommt, dass die „nur“ mit HDR10 versehene und um Rec.2020 bereicherte Disk nicht wesentlich dunkler erscheint.

Eher im Gegenteil: Während der Tageslichtszenen ist die Helligkeit vorzüglich und sorgt im Verbund mit den knackigen Schwarzwerten für ein spektakuläres Erlebnis. Die Bilder mögen zwar animiert und deshalb entsprechend perfekt sein. Doch weil es sich eben um fotorealistische Animationen und nicht um kunterbunte Vollfarbflächen wie bei Toy Story & Co. handelt, bleibt man aus technischer Sicht dennoch beeindruckt zurück. Da Auch HDR-Spitzlichter wie der Glanz in Augen der Tiere oder die späteren Glutfunken und das Feuer an sich richtig Spaß machen, hat sich die Scheibe die Wertung von 90% redlich verdient.

Tonqualität (85%)

Akustisch gilt – man nahm es bereits an – das Gleiche wie für die versammelten Disney-Outputs der letzten Monate/Jahre: Die deutsche Fassung muss mit datenreduziertem Dolby Digital Plus auskommen, während der englische O-Ton mit dts-HD-Master kodiert ist. Außerdem muss auch hier gesagt werden, dass die Lautstärke schon mal deutlich angehoben werden muss, um auf übliches Referenz-Hörniveau zu gelangen. Das kennt man mittlerweile bei Disney und kann mit dem Dreh am Volumen entgegen wirken. Ein Problem ist das erst einmal nicht. In Sachen Dynamik muss mittlerweile ebenfalls mit dem Schlimmsten gerechnet werden. Denn auch hier traf es Disney-Filme in der jüngeren Vergangenheit mit äußerst familiengerechten (und nachbarfreundlichen) Komprimierungen hart. Bisweilen war so etwas wie Tiefbass kaum wahrzunehmen und das gesamte Geschehen schien sich auf einen sehr eingeschränkten Frequenzbereich zu reduzieren. Auch König der Löwen hätte mehr Subwoofer-Einsatz, mehr LFE-Tätigkeit verdient gehabt.

Wenn Scar brüllt, darf der komprimierte DD+-Ton zeigen, dass er zu den Besseren seiner Sorte gehört || © Bild: Walt Disney Home Video – Alle Rechte vorbehalten!

So werden die unteren Frequenzen beim Aufmarsch der Tiere erst im letzten Close-up-Moment des Auftritts der Elefanten gekitzelt. Auch eine trampelnde Zebraherde, in der Simba unterwegs ist, wird zu wenig im Tiefbass unterstützt. Allerdings liegt das hauptsächlich daran, dass die Filmmusik extrem dominant im Vordergrund liegt. Hier wollte man Dynamik und Differenzierung ganz offensichtlich den Songs zugute kommen lassen. Wirklichen Bass gibt es dann endlich, wenn Mufasa nach knapp einer halben Stunde die Hyänen in die Schranken verweist. Auch das Gebrüll des Löwen-Königs kommt sehr wuchtig aus den Speakern. Das Heranstürmen der Gnus nach 39 Minuten forciert dann urplötzlich massiven Basseinsatz.

Allerdings innerhalb eines mehr undifferenzierten Grummelns, das durch gewisse Spitzen ergänzt wird. Dennoch gehört das zu den dynamischsten Szenen des Films und klingt hier wesentlich besser als die schwächeren Disney-Outputs der letzten Jahre. In Sachen Surround-Umfeld bleibt König der Löwen etwas unspektakulär(er). Genutzt werden die rückwärtigen Speaker vor allem für Naturumfeld-Geräusche (Vögel etc.) sowie für den lebhaften Soundtrack. Gerade Chorgesänge kommen sehr lebendig aus allen Speakern, was dann auch richtig Spaß macht. Insgesamt erreicht König der Löwenzwar noch nicht das mustergültige Verhalten von hochwertigen Mixen anderer Studios, ist aber um Längen besser als ein Black Panther.

Bei den Angriffen der Hyänen ist ordentlich was los auf den Surrounds || © Bild: Walt Disney Home Video – Alle Rechte vorbehalten! 

Die englische Fassung erhält für die UHD ein Upgrade in Form einer Dolby-Atmos-Spur, für die auf der regulären Ebene gilt, dass sie praktisch ohne Unterschied zur dts-HD-Fassung der Blu-ray bleibt. Sie ist also nicht dynamischer oder lauter, schlägt sich insgesamt für Disney-Verhältnisse aber gut. Und sie wird harmonisch von der oberen Ebene ergänzt – auch wenn sich nicht dauerhaft ein schlüssiges Bild ergibt. Zwar werden einzelne Details wie Glühwürmchen schön säuselnd auf die Höhenspeaker gelegt und durch die Wipfel streichender Wind ist ebenso vernehmbar. Auch die Integration von Zazus Stimme ist klasse, wenn er gut hörbar aus den Heights kommt, während er Simba und Nala überfliegt.
Doch der immer wieder hinzu addierte Score hinterlässt ein nicht ganz so stimmiges Bild.

In der Eröffnungssequenz hört man die Chöre und das Schlagwerk des Songs, beides tönt allerdings sehr verhallt und äußerst dünn. Für eine geringfügige Atmosphären-Erweiterung mag das reichen, aber insgesamt hätte man hier voluminöser arbeiten können. Glücklicherweise bleiben das Einzelfälle und man kann sich weiter auf die echten 3D-Sounds konzentrieren. Wie beispielsweise die laut hochfliegenden Vögel oder die atmosphärische Musik und das gruselige Plätschern in der Hyänen-Höhle. Auch die Geier nach 52 Minuten hört man leise über den Köpfen kreisen. Im Hoheitsgebiet von Timon und Pumbaa hört man außerdem viele Kleintier-Flattergeräusche oder zirpende Zikaden.

  • Deutsch: Dolby Digital Plus 5.1 (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (50%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial liegt komplett auf der Blu-ray vor. Dort findet sich dann neben zwei Musikvideos und einer Liederauswahl mit acht Songs sowie einer Kampagne der Tierschutz-Organisation Lion Recovery Fund noch ein dreiteiliges Featurette zur Entstehung der Musikszenen und das Haupt-Making-of „Die Reise von Der König der Löwen“. Diese teilt sich ebenfalls in drei Bereiche auf und beginnt mit den intensiven Arbeiten der Darsteller zu den Gesangseinlagen. Höchst interessant sind dann die Erklärungen über die Realisierung der Animationen und im letzten Teil wird noch einmal intensiv auf die kulturelle Bedeutung des (Original)Films eingegangen. Einen Audiokommentar gibt es auch noch – allerdings ebenfalls nur bei der Blu-ray.

Gesamtbewertung Der König der Löwen  (85%)

Der König der Löwen ist visuell beeindruckende Animation in Perfektion. Noch nie sahen CGIs, die die Realität abbildeten, derart echt aus. Gleichzeitig erzählt Jon Favreau die bekannte Geschichte ohne große Veränderungen nach und geht dabei auf Nummer sicher. Für die nachwachsende Generation wird die Neuauflage deshalb vielleicht zu dem, was für die Kids der 80er das Original war. Im direkten Vergleich fehlt dem fotorealistischen Remake aber etwas die Seele des Zeichentrick-Klassikers. Aus technischer Sicht darf für die Tonspur in gewisser Weise etwas Entwarnung gegeben werden, während das Bild der BD schon sehr gut und jenes der UHD absolut herausragend ist. Selbst im Animationsbereich kommt da sobald nichts dran.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 21.11. 2019 Review am: 15.12 2019
Erscheinungsjahr Film: 2019 Laufzeit: 118 Minuten
Filmstudio: Disney FSK: ab 6 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Chinesisch, Deutsch, Englisch, Japanisch
Bildformat:
1,78:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital Plus 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Der König der Löwen Trailer:

Amazon Prime Video: Diese Filme und Serien seht ihr im Januar 2020

Amazon hat bereits bestätigt, welche Filme und Serien ihr im Januar bei dem Streaming-Anbieter sehen könnt. Mit dabei ist unter anderem „Star Trek: Picard“.

Da haben wir etwas gepennt: Amazon hat schon vor einer Woche bekannt gegeben, welche Filme und Serien euch im Januar bei dem Streaming-Anbieter erwarten. So wird euch Amazon Prime Video im Januar 2020 beispielsweise mit „Star Trek: Picard“ beglücken, einer neuen Serie um den legendären Captain der Enterprise, in welcher Sir Patrick Stewart in seine wohl bekannteste Rolle zurückkehrt.

Außerdem erwartet euch aber auch noch die fünfte Staffel der Superhelden-Serie „The Flash“. Und unter den Filmen ist „John Wick: Kapitel 3“ sicherlich für manchen ein nettes Highlight. Doch stöbert am besten einfach selbst in den Listen. Eine Übersicht über die in Amazon Prime Video enthaltenen 4K-Inhalte bieten wir zusätzlich an dieser Stelle an. Viel Spaß beim Streaming!

Neue Serien & Staffeln im Januar 2020 bei Amazon Prime Video

  • 9-1-1 – Staffel 2 – exklusiv verfügbar ab 01.01.
  • South Park – Staffel 22 – verfügbar ab 01.01.
  • Baywatch – Staffel 9 – verfügbar ab 01.01.
  • James May: Our Man in Japan – Staffel 1 – exklusiv verfügbar ab 03.01.
  • The Big Bang Theory – Staffel 12 – verfügbar ab 08.01.
  • Treadstone – Staffel 1 – exklusiv verfügbar ab 10.01.
  • The Flash – Staffel 5 – exklusiv verfügbar ab 11.01.
  • Taken – Staffel 2 – exklusiv verfügbar ab 12.01.
  • Star Trek: Picard – exklusiv verfügbar ab 24.01.
  • This is Us – Staffel 3 – exklusiv verfügbar ab 25.01.
  • Ted Bundy: Falling for a Killer (OmU) – exklusiv verfügbar ab 31.01.

Neue Filme im Januar 2020 bei Amazon Prime Video

  • Türkisch für Anfänger – Der Film – verfügbar ab 01.01.
  • Der Club der Teufelinnen – verfügbar ab 01.01.
  • Dreamgirls – verfügbar ab 01.01.
  • World War Z – verfügbar ab 01.01.
  • Collateral – verfügbar ab 01.01.
  • Jack Reacher – verfügbar ab 01.01.
  • School of Rock – verfügbar ab 01.01.
  • In meinem Himmel – verfügbar ab 01.01.
  • Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer – exklusiv verfügbar ab 01.01.
  • Wendy 2 – Freundschaft für immer – exklusiv verfügbar ab 01.01.
  • Der Flohmarkt von Madame Claire – exklusiv verfügbar ab 02.01.
  • 47 Meters Down – verfügbar ab 05.01.
  • Kroos – exklusiv verfügbar ab 10.01.
  • Im Netz der Versuchung – ​exklusiv verfügbar ab 13.01.
  • Wahrheit oder Pflicht – exklusiv verfügbar ab 15.01.
  • Troop Zero – exklusiv verfügbar ab 17.01.
  • The Brits Are Coming – Diamanten-Coup in Hollywood – exklusiv verfügbar ab 18.01.
  • Generation Wealth (OV/OmU) – exklusiv verfügbar ab 20.01.
  • Life-Snatcher – exklusiv verfügbar ab 20.01.
  • Hellboy – Call of Darkness – exklusiv verfügbar ab 22.01.
  • John Wick: Kapitel 3 – exklusiv verfügbar ab 23.01.
  • Was Männer wollen – exklusiv verfügbar ab 25.01.
  • Frantz – verfügbar ab 30.01.

Neue Kids-Highlights im Januar 2020 bei Amazon Prime Video

  • Der SpongeBob Schwammkopf Film – verfügbar ab 01.01.
  • Madagascar 2 + 3 – verfügbar ab 01.01.
  • Hugo Cabret – verfügbar ab 01.01.
  • Hey Arnold! The Movie – verfügbar ab 01.01.
  • Jimmy Neutron: Boy Genius – ​verfügbar ab 01.01.
  • Wurm Tagebuch – Staffel 1 B – exklusiv verfügbar ab 03.01.
  • Ich – Einfach unverbesserlich 1+2 – verfügbar ab 07.01.
  • Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft – exklusiv verfügbar ab 18.01.
  • Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft – verfügbar ab 18.01.

​Neue Titel zum Kaufen und Leihen im digitalen Shop bei Amazon

  • Late Night – Die Show ihres Lebens – zum Kaufen verfügbar ab 02.01. / ​zum Leihen verfügbar 09.01.
  • Doctor Who – Staffel 12 – zum Kaufen verfügbar ab 02.01.
  • Benjamin Blümchen – Der Kinofilm – zum Kaufen verfügbar ab 03.01 / zum Leihen verfügbar 10.01.
  • Young Sheldon – Staffel 3 – zum Kaufen verfügbar ab 07.01.
  • ES – Kapitel 2 – zum Kaufen verfügbar ab 09.01. / zum Leihen verfügbar 23.01.
  • Downton Abbey – zum Kaufen verfügbar ab 17.01. / zum Leihen verfügbar 30.01.
  • Angry Birds 2 – Der Film – zum Kaufen verfügbar ab 17.01. / zum Leihen verfügbar 30.01.
  • Rambo: Last Blood – zum Kaufen verfügbar ab 20.01. / zum Leihen verfügbar 31.01.
  • Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot – zum Kaufen verfügbar ab 23.01. / zum Leihen verfügbar 06.02.
  • Shaun das Schaf – Der Film: UFO-Alarm – zum Kaufen verfügbar ab 23.01. / zum Leihen verfügbar 06.02.
  • Ad Astra – Zu den Sternen – zum Kaufen verfügbar ab 23.01. / zum Leihen verfügbar 06.02.
  • Everest – Ein Yeti will hoch hinaus – zum Kaufen verfügbar ab 24.01. / zum Leihen verfügbar 06.02.
  • Midsommar – zum Kaufen verfügbar ab 27.01. / zum Leihen verfügbar 07.02.
  • Gemini Man – zum Kaufen verfügbar ab 30.01. / zum Leihen verfügbar 13.02.

Über 300 Filme für je 99 Cent ausleihen! (Prime Deals an Weihnachten)

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HOHOHO! Amazon überrascht zu Heiligabend mit neuen Prime Deals für 99 Cent! Blockbuster Filme wie ‚Alita: Battle Angel‘, ‚Brightburn‘ uvm. gibt es für Prime-Abonnenten für je 99 Cent zum Ausleihen! Wählt aus über 300 Titeln!

Hier geht es zur Aktion!

An dieser Stelle wie immer unser Hinweis, dass ihr die Filme nicht alle sofort ansehen müsst. Nachdem ihr euch einige Titel ausgesucht und ausgeliehen habt, könnt ihr die Wiedergabe innerhalb der nächsten 30 Tage starten. Habt ihr einmal mit einem Film begonnen, könnt ihr diesen innerhalb 48 Stunden so oft ansehen wie ihr wollt. Wir empfehlen, einfach ein paar mehr Filme für die kalten Wintertage auszuleihen und bei Bedarf abzurufen.

Es lohnt sich auch einmal durch die Auswahl zu klicken. Das Angebot ist bunt gemischt. Aktuelle Blockbuster mischen sich mit Film-Klassikern, Horror-Schockern, B-Movies und Titel, für die man vielleicht nicht mehr als 99 Cent ausgeben würde. Auch für Kinder findet man genug Unterhaltung. Wie wäre es mit Rudolf der Schwarze Kater oder Ice Age Kollision Voraus?

Zugegen, die Auswahl ist nicht ganz so Blockbuster-lastig wie zur Black Friday Week, es findet sich in der Auswahl jedoch das ein oder andere Juwel. Um etwas in der Vergangenheit zu schwelgen, eigenet sich z.B. das Original „Jumanji“ mit Robin Williams, „Ghostbusters 1+2“ sowie die Star Wars Parodie „Spaceballs“. In die Kategorie „Muss man nicht gesehen haben, aber für den Preis vielleicht schon“ fällt dagegen „Brightburn – Son Of Darkness“, „Bad Moms“, „Glam Girls“, oder das „The Karate Kid“ Remake. Wir empfehlen euch einfach mal die Liste durchzuscrollen!

Mehr aktuelle und zukünftige Aktionen findet ihr übrigens in unserem Special!

Bundesnetzagentur brummt Sky Strafe wegen „Telefonterrors“ auf

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Harte Worte: Laut der Bundesnetzagentur habe Sky Deutschland Verbraucher „belästigt“ und „Telefonterror“ gemacht. Ein Bußgeld von 250.000 Euro ist nun die Folge.

Dabei habe man sich laut dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, zu einem verhältnismäßig hohen Bußgeld entschlossen, da Sky Deutschland mittlerweile ein Wiederholungstäter sei. Ob man den Pay-TV-Anbieter dieses Mal abschrecken kann, ist schwer zu sagen. Doch die Ansage ist klar, denn Sky habe „Verbraucher teilweise in erheblicher Weise belästigt.

So seien zuletzt rund 1.000 Anzeigen zu unerlaubten Werbeanrufen des Unternehmens eingegangen. Sky Deutschland bzw. die durch das Unternehmen beauftragen Call-Center wollten Alt- und Neukunden zu einem Abonnement bewegen. Doch das ist in Deutschland nur mit einer expliziten Werbeeinwilligung erlaubt, welche in vielen Fällen entweder gar nicht vorgelegen hatte oder aber bereits widerrufen wurde.

Sky Deutschland greift gerne zum Hörer – zum Ärger der Bundesnetzagentur

Die mit der Neukundenakquise beauftragten, externen Call-Center sollten etwa Werbeeinwilligungen einholen – z. B. durch Internetgewinnspiele, was eine beliebte Methode darstellt. Als Nachweise legte man der Bundesnetzagentur etwa vermeintliche Daten der Adresshändler First Online Trading GmbH und Flow Factory Solutions GmbH vor. Doch die Behörde recherchierte nach und kam zu dem Ergebnis, dass viele Verbraucher an keinen Gewinnspielen teilgenommen und die Websites der Unternehmen nicht besucht hatten.

Sky Deutschland räumt selbst Fehler ein

So wirft die Bundesnetzagentur Sky Deutschland vor die vermeintlichen Werbeeinwilligungen nicht ausreichend geprüft zu haben. Dabei führte man auch selbst Anrufe durch, um Altkunden nach der Kündigung zurückzugewinnen. Auch das war nicht immer erlaubt, da viele dieser Kunde vorherige Einwilligungen widerrufen hatten – zum Teil sogar ganz bewusst schriftlich, um weitere Kontaktaufnahmen zu untersagen.

Laut Bundesnetzagentur kam es dennoch zu einer „massiven Belästigung„, da einige Verbraucher mehrfach täglich angerufen wurden oder über längere Zeiträume jeden Tag ein Anruf vorgenommen wurde. Man wirft Sky Deutschland wörtlich „Telefonterror“ vor. Auch konnte man belegen, dass Sky Deutschland ein geeignetes System zur Verarbeitung und Dokumentation von Werbewiderrufen fehlte. Sky räumte selbst ein, dass die Werbewiderrufe zum Teil erst deutlich verzögert bearbeitet wurden.

Sollte es unter unseren Lesern Probleme mit derartigen Anrufen geben, dann lässt sich dies unter diesem Link melden – natürlich nicht nur im Bezug auf Sky Deutschland, sondern jegliche Form von Werbeanrufen, die unerlaubt eingehen. Die Geldbuße für Sky ist unterdessen aktuell noch nicht rechtskräftig, denn das Unternehmen könnte einen Einspruch einlegen – dann müsste das Amtsgericht Bonn entscheiden.