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Apples Rückkehr auf die CES nach 28 Jahren ist eigentlich keine Meldung wert 🤷‍♂️

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Da hallt es durch die Medien: Apple nimmt nach 28 Jahren wieder an der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas Teil. Es werden jedoch sicherlich keine neuen Geräte vorgestellt. 

Wenn Apple etwas neues Ankündigen möchte, dann veranstaltet der Technik-Gigant einfach ein eigenes Event. So war es zumindest in den letzten Jahren. Große Messen wie die CES oder den MWC (Mobile World Congress) meidet das Unternehmen aus Cupertino. Die CES 2020 wird Apple erstmals wieder offiziell besuchen. Man möchte an einem Roundtable mit Jane Hovath (Senior Director, Global Privacy) teilnehmen. Das einstündige Panel findet bereits am 7. Januar 2020 statt und dreht sich um das Thema Privatsphäre. Neben Apple werden noch Sprecher von Facebook, Procter & Gamble (Old Spice) oder der FTC (Federal Trade Commission).

Wer sich dafür interessiert, was Apple und Co. zum Thema Privatsphäre zu sagen haben, kann das Event live über die offizielle CES-Webseite streamen, oder später über die Mediathek ansehen. Auf der offiziellen CES-Webseite wird der Roundtable mit folgendem Text „beworben“:

Der Datenschutz ist heute ein strategisches Gebot für alle Verbrauchergeschäfte. “Die Zukunft ist privat” (Facebook); “Datenschutz ist ein Menschenrecht” (Apple); und “ein privateres Web” (Google). Wie bauen Unternehmen den Datenschutz in großem Maßstab auf? Wird die Regulierung ein fragmentierter Flickenteppich sein? Am wichtigsten ist, was wollen die Verbraucher?

In einer Welt, in der die Privatsphäre offenbar ständig verletzt wird, gibt es wahrscheinlich eine große Anzahl von Leuten, die sich darüber Gedanken machen, was Tech-Unternehmen mit ihren Daten machen und wie sie gesammelt, gespeichert und dann verwendet werden.

Wir werden es leider nicht schaffen, am Panel teilzunehmen, da wir uns zu diesem Zeitpunkt wie wild durch die Messestände der Technikunternehmen wühlen! Alle Neuheiten, Bilder und Videos von der CES werden wir euch wieder in unserem Special zusammenfassen!

 

Netflix-Surround-Sound-Bug auf dem Apple TV 4K ist endlich behoben!

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Lange hat er Apple-Fans gequält, jetzt ist er endlich behoben: Der Netflix-Bug. Auf dem Apple TV 4K liefert jetzt endlich deutschen 5.1 Surround-Sound, wenn eine englische Dolby Atmos Tonspur vorliegt. 

Bislang haben Netflixer nur Stereosound zu hören bekommen und auch nur, wenn die englische Tonspur mit Dolby Atmos 3D Sound vorlag. Erste Tests von Surround-Sound.info bestätigen, dass Formate wie die neue Filmproduktion „6 Underground“ mit Hollywood-Sweetheart Ryan Reynolds, oder die Serie „Raising Dion“ jetzt korrekt mit Dolby Digital 5.1 wiedergegeben werden. Die Tonspur kommt am AV-Receiver sogar als dekodierte PCM-5.1-Spur an.

Noch ein wichtiger Tipp: Wer den 5.1 Sound über einen AV-Receiver wiedergeben möchte, der muss auf jeden Fall das aktuellste tvOS 13.3 installiert haben. Im Rahmen dieses Updates wurde wohl auch der Surround-Bug behoben. Ein Neustart des Apple TV 4K nach der Installation ist natürlich Pflicht.

Zattoo tut sich mit Filmtastic für ein Video-On-Demand-Paket zusammen

Zattoo bietet TV-Streaming an, erweitert aber nun sein Repertoire: So hat man sich mit Filmtastic für ein VoD-Paket zusammengetan.

So gibt Zattoo an, dass man festgestellt habe, dass die eigenen Kunden neben dem TV-Streaming linearer Inhalte zunehmend zusätzliche Angebote auf Abruf wünschen würden. Dem Wunsch komme man nun also durch die Kooperation mit Filmtastic nach. Zur Verfügung steht das VoD-Paket Zattoo-Abonnenten jeglicher Stufen – also ganz egal ob Free, Premium oder Ultimate. Da hatte Zattoo ja auch kürzlich an den Preisen geschraubt.

3,99 Euro im Monat kostet die zusätzliche Buchung von Filmtastic. Jenes gehört wiederum zu Leonine, welches aus dem Zusammenschluss der Tele München Gruppe, Universum Film, i&u TV, Wiedemann & Berg Film und der W&B TV entstanden ist. Bieten wolle man laut eigenen Aussagen in erster Linie „Blockbuster und Kultfilme in HD-Qualität„.

Darunter versteht man bei Filmtastic aber nicht aktuelle Kassenschlager, sondern eher Titel älteren Datums. So nennt man als Beispiele für sein Angebot „Iron Man“, „Die Unfassbaren“ oder auch „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Jeden Monat soll es neue, ausgesuchte Filme geben.

Zattoo setzt auch auf weitere Special-Interest-Angebote

Des Weiteren will Zattoo auch noch eine Nische bedienen und nimmt auch Waidwerk TV mit ins Angebot seines Video-On-Demand-Bereiches auf. Das ist ein Sender für Angel- und Jagd-Interessierte. Auch hier fällt ein monatlicher Preis von 3,99 Euro an. Als Dritter im Bunde stößt auch noch ran Fighting hinzu, wo es Kampfsportarten wie Kickboxen und Karate im Programm gibt. Hier fällt der Preis etwas günstiger aus und pendelt sich bei 2,49 Euro im Monat ein. In allen Fällen ist es eben gleichgültig, ob man Zattoo Free, Premium oder Ultimate abonniert hat.

Die Video-on-Demand-Inhalte können bei Zattoo generell mit den Betriebssystemen Apple iOS, Android und Windows in der Browserversion oder über die jeweilige App für Tablets und Smartphones gestreamt werden. Die Inhalte von Filmtastic sind ab sofort über Apple iOS, mobile Android-Geräte oder im Webbrowser verfügbar. Weitere Plattformen wie Smart-TVs werden im kommenden Jahr, also 2020, folgen.

LGs professionelles 130 Zoll LED-Display mit HDR geht in den Verkauf

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LG gibt den Verkaufsstart seines 130 Zoll „All-In-One“ LED-Displays bekannt. Die Videowall für den professionellen Einsatz kommt mit integrierter Soundlösung, HDR10 Unterstützung und 500 nits Helligkeit (max).

Euer Chef hat zum Jahresende noch ein paar Euro übrig? Wie wäre es mit einem professionellen 130 Zoll „All-In-One“ LED Screen für den Konferenzraum? Mit dem Displays sollten sich Besprechungen weitaus interessanter gestalten lassen. Die erste Variante mit 3.3 Meter Diagonale wird mit einem Pixel-Pitch von 1.5mm (Abstand der LED-Pixel) und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten (Full-HD) ausgeliefert. Jeder Pixel besteht dabei aus drei Subpixeln in Rot, Grün und Blau. In der Pause lässt sich da eine entspannte Runde an der Konsole in HDR zocken – leider ohne native 4K Auflösung. Die Sortierung nach Pixel-Pitch lässt aber vermuten, dass noch Varianten mit feiner aufgelöstem Display folgen.

Rahmenloses LED-Display mit HDR10

Das rahmenlose LED-Display soll einen perfekten Blickwinkel bieten und dank HDR10 einen breiten Farbraum für lebendige Darstellungen wiedergeben können. Die maximale Helligkeit von 500 nits (Kontrast 5000:1) ist für ein Display in dieser Größenordnung vollkommen ausreichen. Ähnliche Werte liefert auch Samsungs Cinema LED Kinolösung (Onyx). Am interessantesten fanden wir fast die Details zur integrierten Soundlösung. Der 130 Zoll All-In-One LED-Screen ist mit einer 162 Watt Soundlösung ausgestattet, die sich über 36 Installationspunkte (je 4.5 Watt) auf der Rückseite des Displays erstreckt. Damit lassen sich auch größere Konferenzräume mit einer deutlichen Klangwiedergabe versorgen.

Integrierte Soundlösung des LG 130″ LED-Display

Die Technik ist dahingehend interessant, da großflächige LED-Displays im Regelfall die Lautsprecher nicht direkt im Panel integriert haben, sondern meist auf externe Klanglösungen setzen. Wir kennen das Konzept bereits von Sonys OLED TV mit Acoustic Surface Technologie. LCD-Displays lassen sich z.B. nicht in Eigenschwigung versetzen um Klänge zu emittieren, da sich sonst das Bild mitbewegen würde. Anhand der technischen Spezifikationen ist es uns leider nicht möglich herauszufinden, ob kleinere Lautsprecher oder sogenannte Aktuatoren (versetzen das Display in Schwingung) eingesetzt werden. Wir würden jedoch auf letzteres tippen. Womöglich bleibt das Display mit seinen ca. 170kg stabil und schwingt nicht mit, da jeder Aktuator nur maximal 4.5 Watt Leistung abliefert.

Das LED-Display wird frontseitig mit Magneten installiert und konfiguriert sich automatisch. Ein starkes SoC mit webOS und spezieller Software erlaubt verschiedenste Displaymodi
Das LED-Display wird frontseitig mit Magneten installiert und konfiguriert sich automatisch. Ein starkes SoC mit webOS und spezieller Software erlaubt verschiedenste Displaymodi

Preise für das LG All-In-One LED-Display erhält man leider nur auf Anfrage. Für ein LED-Display in dieser Größenordnung mit Installation und 365 Tage-Rundum-Service dürften jedoch über 100.000 € fällig werden. Man darf gespannt sein, ob nach dem Debüt im Pro-Sektor auch irgendwann eine Variante für private Anwender angeboten wird. Die technischen Spezifikationen lassen ja vermuten, dass sich auf dem Display auch Filme, Serien und Games ganz gut machen. Mal sehen, ob wir LG auf der CES 2020 ein paar Informationen zum neuen LED-Produkten entlocken können.

 

Voll breit: Erster ScreenX-Kinosaal eröffnet in Deutschland

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21:9 war gestern! Am 12. Dezember eröffnete der erste ScreenX Kinosaal in Deutschland. Im UCI Luxe Mercedes Platz in Berlin wurde zur Premiere der Blockbuster „Jumani – The Next Level“ gezeigt!

Was ist ScreenX? Es handelt sich hierbei um ein neues Kinoformat, bei dem Filme durch eine 270 Grad Panorama-Projektion erweitert werden. Dafür muss der Kinosaal mit Leinwänden und Projektoren für die Seiten ausgestattet werden. Um das „Mittendrin-Gefühl“ erst so richtig genießen zu können, spendiert das UCI Luxe dem Saal spezielle „UCI Reclining Seats“. In diesen können es sich Besucher dank verstellbaren Fuß- und Rückenlehnen erst so richtig gemütlich machen. Die erweiterte Projektion ist nicht immer dazu gedacht sich nach „Detail an den Rändern“ umzusehen. Die neue Technik setzt eher auf die Wahrnehmung durch das periphere Sehen.

ScreenX: 270 Grad Surround-Kinobild

Der Blockbuster „Jumanji – The Next Level“ mit Dwayne „The Rock“ Johnson (übrigens der derzeit bestbezahlteste Schauspieler in Hollywood) wurde bereits um raumfüllende Szenen erweitert. Das Ergebnis, welches man im Trailer sehen kann, macht auf jeden Fall neugierig. Es bleibt jedoch offen, ob sich das besondere Filmformat durchsetzen kann, ist es doch mit einem teils enormen Mehraufwand für die Filmproduzenten verbunden. Laut dem Betreiber des UCI muss es nicht immer Hollywood sein. ScreenX lässt sich auch für Events wie Opern, Konzerte oder Sportübertragung nutzen. Auch das Vorprogramm bestehend aus Trailern und Werbung würde sich für das 270 Grad Filmformat anbieten.

Dwayne Johnson hält in "Jumanji: The Next Level" alle Stränge in der Hand
Dwayne Johnson hält in „Jumanji: The Next Level“ alle Stränge in der Hand

Surround-Bild mit 3D-Klang

Das Surround-Kinoerlebnis kommt mit 3D Sound so richtig in Fahrt. Die meisten Kinos sind ja mit Dolby Atmos Anlagen ausgestattet. Die asiatische CJ Group, die ScreenX entwickelt hat, möchte die Kinosäle jedoch DTS:X konform ausrüsten. Bestehende Installation können, müssen jedoch nicht auf DTS:X umschwenken. Hier gilt weiterhin die freie Wahl des Soundsystems.

ScreenX Konzert
Einfach mehr Kino. ScreenX soll sich auch für Konzerte und Live-Events eignen

Sony arbeitet bereits an der Playstation 5 Pro für Ende 2023

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Sony Interactive Entertainment hat in einem Interview die Arbeit an einer Pro-Variante der Playstation 5 bestätigt. Die PS5 Pro soll womöglich Ende 2023 in den Handel gelangen. 

Die Playstation 5 ist noch nicht mal im Handel, da gibt es bereits offizielle Pläne für eine Pro-Variante der High-End Konsole. Mit der Standard-Variante sollen Spieler mit 4K/120fps Grafik sowie 8K Gaming versorgt werden. Extrem schnelle Ladezeiten dank SSD Festplatte und NVMe Speicher, realistische Darstellungen mit Raytracing und ein neues Playstation VR System sollen Sonys Vormachtstellung im Gaming-Markt stärken. Doch geht es vielleicht noch besser? Die Antwort wird die Zeit und die Playstation 5 Pro liefern.

Playstation 5 Pro im Interview angedeutet

Erstmals wurde eine Pro-Variante vom japanischen Journalist Zenji Nishikawa erwähnt. Das war im September 2019. Die Informationen sollen von der Sony Computer Entertainment Developers Conference stammen. Leider hatte Zenji keine Beweise, mit den er seine Aussage stützen konnte. Drei Monate später erscheint im GameInformer Magazin ein Interview mit Masayasu Ito, Executive Vice President of Hardware Engineering and Operation bei SIE, in dem die neue Hardware bestätigt wird. 

Masayasu Ito wird zitiert: „In der Vergangenheit betrug der Zyklus für eine neue Plattform 7 bis 10 Jahre. Angesichts der rasanten Entwicklung und Weiterentwicklung der Technologie handelt es sich jedoch tatsächlich um einen sechs- bis siebenjährigen Plattformzyklus. In diesem Zeitraum können wir die rasante Entwicklung der Technologie nicht ganz auffangen. Aus unserer Sicht dauert der Zyklus für die PS5-Plattform etwa sechs bis sieben Jahre. Setzen wir den Plattform-Lebenszyklus auf diese Zeit fest, sollten wir jedoch in der Lage sein, die Hardware selbst zu ändern und zu versuchen, technologische Fortschritte mit einzubeziehen. Das war der Gedanke und Testszenario, welche hinter der PS4 Pro steckte, die in der Mitte des PS4-Startzyklus gestartet wurde.“

Die Karten werden 2020 neu gemischt. Playstation 5 gegen Xbox Series X
Die Karten werden 2020 neu gemischt. Playstation 5 gegen Xbox Series X

Aus der Aussage von Ito lässt sich herauslesen, dass die PS4 Pro eher als Experiment gesehen wurde. Der technologische Markt hat sich in den letzten 7 Jahren mit der Einführung neuer Displaystandards (Ultra HD / HDR) und neuen Schnittstellen (HDMI 2.0/HDMI 2.1) so rapide verändert, dass Sony fast schon reagieren musste. Und wie wir wissen, scheint die Zwei-Konsolen-Strategie aufgegangen zu sein.

PS5 Pro Ende 2023

Zudem sieht Sony den Lebenszyklus für die PS5 Plattform bei sechs bis sieben Jahren. Was danach kommt, kann noch niemand sagen. Um den technologischen Fortschritt in diesem Zeitrahmen entgegenzukommen, wird wohl in der Mitte des Zyklus, also ca. Ende 2023 eine Playstation 5 Pro angedacht sein. Was genau das „PRO-Upgrade“ beinhalten wird, darüber lässt sich aktuell nur spekulieren. Womöglich wird eine noch performantere CPU/GPU Kombination verbaut, sollten die Produktionskosten der Prozessoren sich in diesem Zeitraum weiter nach unten entwickeln. Womöglich lassen sich damit auch native 8K Games darstellen, sollte die vierfache 4K-Auflösung jemals durchstarten.

Wir konzentrieren uns jedoch erst einmal auf den Start der eigentlichen Playstation 5 und Xbox Series X im Herbst 2020. Wer an 4K Gaming interessiert ist, dem empfehlen wir unser großes Special: „Playstation 5 gegen XBOX Series X: Welche Konsole macht 2020 das Rennen?

Vergleich: Playstation 5 gegen XBOX Series X – Welche Konsole macht 2020 das Rennen?

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Playstation 5 gegen Xbox Series X: In 2020 erscheinen die neuen „Next-Generation-Konsolen“. Welche Plattform hat am Ende die Nase vorne? In unserem Vergleich stellen wir uns die Frage: „Playstation 5 oder XBOX Series X?“.

Vorgänger-Konsolen unter der Lupe

Gehen wir einmal ein paar Jahre zurück. Die Playstation 1 und 2 waren über Jahrzehnte die Institution in puncto Disc-basierte Spielekonsolen. Auch die von Microsoft angekündigte Xbox 1 konnte daran nicht viel ändern. Interessant wurde es erst mit der ersten „Next-Generation“ – der Playstation 3 und Xbox 360. Beide Konsolen setzten wieder auf Discs als physische Datenträger für ihre Spiele. Die Playstation 3 hatte bereits ein neues Blu-ray-Laufwerk integriert, während die Xbox 360 nur mit einem regulären DVD-Laufwerk daher kam. Später hat Microsoft noch ein externes HD-DVD-Laufwerk für die Xbox 360 veröffentlicht – zu diesem Zeitpunkt war der Formatkrieg jedoch bereits entschieden.  Auch dank Sonys Hilfe konnte sich die Blu-ray als „Discformat der Zukunft“ durchsetzen. Doch wie sich herausstellte, war dieser „Sieg“ nicht entscheidend für die „Schlacht“.

Die Playstation 3 ebnete den Weg für die Blu-ray-Disc
Die Playstation 3 ebnete den Weg für die Blu-ray-Disc

Microsoft war in der letzten Konsolengeration weit abgeschlagen hinter der Playstation 3. Das Unternehmen schaffte es jedoch mit guten Veröffentlichungen (Halo, Gears of War, Crackdown, Fable, Forza usw.), exklusiven Deals mit großen Drittherstellern (Call of Duty etc.) und der Bewegungssteuerung Kinect mit Sony gleichzuziehen. Selbst wenn mit ca. 88 Millionen mehr Playstation 3 als Xbox 360 Konsolen (86 Millionen) verkauft wurden, war die Stimmung zum Ende des Konsolenzyklus leicht zugunsten von Microsoft umgeschwenkt.

Microsoft versemmelt Start der Xbox One

Alle warteten sehnsüchtig auf die neuen Konsolen Playstation 4 und Xbox One, die im Rahmen der E3 2013 angekündigt wurden. Salopp gesagt hat Microsoft den Start der neuen Xbox One „versemmelt“. Zudem führten mehrere Fehlentscheidungen im Xbox-Lager dazu, dass die Konsole gegenüber der Konkurrenzplattform chancenlos blieb. Die Konsole war mit 499 Euro genau 100 Euro teurer als die PS4 (399 Euro). Den Mehrpreis konnte man sich nur mit der beiliegenden Kinect Hardware erklären, die den Consoleros förmlich aufgezwungen wurde. Die Integrierung von Kinect in High-End-Games fühlte sich zudem nicht natürlich an, sondern aufgesetzt. Es gab auch Bedenken wegen der Privatsphäre und zudem nahm die Kinect Kamera durchgehend Prozessorleistung in Anspruch. Einige Spieltitel hätten ohne die Kamera und somit mehr Leistung sicherlich besser aussehen können. Und wäre das nicht genug, verhinderte ein Code-DRM den Weiterverkauf von Gebrauchtspielen. Zudem gab es einen Online-Zwang für die Konsole, die durchgehend auf die Cloud-Server des Unternehmens zugreifen sollten (angeblich um rechenintensive Arbeiten auszulagern).

Auch technisch hinkte die Xbox One der Playstation 4 hinterher. Das Unternehmen hatte sich für DDR3-2133-Arbeitsspeicher mit einer Bandbreite von 68,3 GB/s entschieden. Die PS4 lieft zur Überraschung vieler mit damals kostspieligem GDDR5-Speicher (176 GB/s). Der günstigere Arbeitsspeicher der Xbox One stellte sich immer wieder als Flaschenhals heraus und brachte vor allem Third-Party-Entwickler zur Verzweiflung.

Die Xbox 360 verkaufte sich dank guten exklusiven Games und Kinect wie geschnitten Brot
Die Xbox 360 verkaufte sich dank guten exklusiven Games und Kinect wie geschnitten Brot

Selbst Microsoft räumte die Fehler ein. Erst vor kurzem meldete sich Head of Xbox Phil Spencer zu Wort und sagte, dass sich die Fehler der Xbox One bei Project Scarlett nicht wiederholen werden. Er bemängelte auch das First-Party-Lineup (Spiele von eigenen Entwicklern), welches im Vergleich zur Xbox 360-Ära nicht so gut war.

Sony Entertainment konnte sich nicht genug über die Fehlentscheidungen der Konkurrenz freuen. Alles, was das Unternehmen aus Japan tun musste, ist unschlüssige Kunden auf die Beschränkungen der Konsole hinzuweisen und schon verkaufte sich die Playstation 4 mehr als doppelt so gut wie die Xbox One. Die PS4 konnte Weltweit über 100 Millionen mal verkauft werden. Die Verkaufzahlen der Xbox One Plattform liegen bei rund 47 Millionen (geschätzt). Nach einem Unentschieden ging die zweite „Next-Generation-Runde“ mit weitem Abstand an Sony.

Playstation 5 gegen Xbox Series X

Die Karten werden 2020 neu gemischt. Playstation 5 gegen Xbox Series X
Die Karten werden 2020 neu gemischt. Playstation 5 gegen Xbox Series X

Wie wir aus dem Beispiel der letzten Konsolengenerationen gelernt haben, werden die Karten mit jedem neuen Konsolenzyklus neu gemischt. Die Entertainment-Giganten Sony und Microsoft stehen sich 2020 erneut, wie in einem klassischen Western-Showdown gegenüber. Das nächste Jahr stellt die Weichen für die neuen Konsolen und deren Erfolg. Wir fassen für euch alle aktuellen Informationen zusammen und korrigieren, sobald es neue Erkenntnisse gibt. Einige Einschätzungen erfolgen auf Grund von Gerüchten und Leaks, die im Vorfeld der offiziellen Ankündigungen veröffentlicht wurden.

Hinweis: Im Regelfall beziehen wir uns bei unserer Betrachtung auf die Playstation 5 und Xbox Series X „Codename Anaconda“ In wenigen Fällen werden die die zweite Konsole von Microsoft mit Codenamen Lockhart erwähnen. Letztere ist eine „Budget-Variante“ der neuen Konsole ohne Laufwerk mit geringerer Performance.

Name & Design

Sony hatte als erstes den offiziellen Namen seiner Konsole bestätigt. Wie nicht anders zu erwarten, nennt sich die neue Konsole „Playstation 5“. Zum Design gibt es bisher nur Abbildungen der Entwicklerkonsole. Das finale Produkt wird sich wie üblich von dieser visuell deutlich unterscheiden.

Zwei Playstation 5 Entwicklerkonsolen (Development Kits)
Zwei Playstation 5 Entwicklerkonsolen (Development Kits) | Bild: Twitter/@Alcoholikaust

In einem neuen „Leak“ soll bereits das Design der finale Playstation 5 Konsole veröffentlicht worden sein. Eine gerenderte Variante soll verdeutlichen, was sich die Ingenieure aus Japan unter Umständen für die PS5 ausgedacht haben. Final werden wir wohl am 29. Februar 2020 erfahren, wie die Konsole aussieht. An diesem Datum hat Sony zu einem exklusiven Event geladen!

So könnte die Sony PlayStation 5 aussehen
So könnte die Sony PlayStation 5 aussehen (@FalconDesign3D)

Zumindest im Puncto Design geht Microsoft einen Schritt voraus. Zur offiziellen Ankündigung wurde auch das Design sowie der Name „Xbox Series X“ kommuniziert. Microsoft geht weg vom klassischen, flachen Design und spendiert der neuen Konsole einen „Tower-Look“. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird dieses neue Chassis für die effektive Kühlung der Komponenten nötig sein. Zudem wird es sicherlich niemanden einfallen, weitere Hardware auf dem „Kasten“ zu platzieren, was in der Vergangenheit immer wieder zu Hitzeproblemen der Konsolen führen konnte.

Xbox Series X Logo
Offizielles Xbox Series X Logo | Bild: Microsoft

Auch die Xbox 2 bleibt von ungewollten Veröffentlichungen nicht verschont. So soll ein User bereits Bidler eines Prototypen ins Netzt gestellt haben. Auf der Rückseite ist neben einem HDMI 2.1 Eingang auch zwei USB-Ports, ein SPDIF-Ausgang sowie ein Gigabit-Ethernet (LAN) und Stromanschluss zu sehen. Es gibt auch einen schmalen, länglichen Port, für den wir uns noch keinen Nutzen ausmalen können. Vielleicht handelt es sich um einen Service-Eingang für Entwicklerkonsolen?

Das ist die Rückseite der Xbox Series X
Das ist die Rückseite der Xbox Series X

Prozessor (CPU / GPU)

Update: Jüngste Veröffentlichungen legen nahe, dass die Xbox Series X bis zu 30% mehr Grafikpower als die PS5 besitzen könnte. Die Quelle scheint jedoch vertrauenswürdig, wenn auch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt zu sein. Ein AMD-Mitarbeiter hat wohl die Validierungsdaten neuer Chipsätze auf GitHub hochgeladen, welche auch für nicht genehmigte Nutzer einsehbar war. Die PS5 soll demnach einen SoC mit dem Codenamen Oberon tragen. Insgesamt soll das System eine Leistung von 9.2 TFLOPs erreichen.

Microsoft hat die Grafikpower der Xbox Series X offiziell bestätigt. Das neue Modell setzt wie spekuliert auf einen AMD-Chipsatz mit Zen 2 und RDNA 2 Architektur und liefert insgesamt 12 TFLOPS an Leistung. Damit ist die Konsole doppelt so kraftvoll wie der Vorgänger Xbox ONE X. Die genaue Taktung und Details zum Speicher gibt es jedoch noch nicht.

Nach jüngsten Erkenntnissen verfolgt Microsoft immer noch seine Zwei-Konsolen-Strategie. Neben der High-End-Variante (Codename Anaconda) soll noch eine zweite Konsole ohne Laufwerk (Codename Lockhart) und weniger Performance angeboten werden. Letztere soll eine Grafikleistung von lediglich 4 TFLOPs besitzen, ist somit theoretisch unterhalb der Xbox ONE X angesiedelt. Durch die neue Architektur mit schnellem Arbeitsspeicher und SSD-Festplatte könnte das Modell jedoch mit der Vorgängerkonsole gleichziehen.

Sony hat schon nähere Informationen über seine Playstation 5 Plattform veröffentlicht. Man erkennt sofort, dass sich die beiden Systeme sehr ähnlich sind. Die PS5 setzt auf eine AMD ZEN 2 CPU mit 8-Kernen, 7nm Fertigung mit 16 Threads und einer Taktung von 3.2 GHz. Diese Informationen wurden in Rahmen einer Präsentation der neuen Konsole veröffentlicht. Die GPU stammt aus der RADEON NAVI-Linie und soll die Grafikleistung auf 12-14 TFLOPS erhöhen. Das ist 3.3 mal schneller als die PS4 PRO (4.2 TFLOPS) und 7.77x schneller als die originale PS4.

Die Playstation 5 und Xbox Series X dürften in Bezug auf Prozessorleistung gleichauf liegen. Es macht jedoch einen Unterschied, wie viel Performance-Kapazitäten den Entwicklern wirklich zur Verfügung stehen und ob diese in einer für Spiele optimierten Architektur genutzt werden können. Einen direkten Vergleich werden die ersten Third-Party-Titel mit AAA-Status wie ein Battlefield 6 oder GTA 6 liefern um das Performance-Niveau einschätzen zu können.

Festplatte & Arbeitsspeicher

Auch beim Thema Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher gibt es bereits einiges zu berichten. Weder Sony noch Microsoft haben angegeben, wie viele GB Arbeitsspeicher (RAM) die Konsolen besitzen werden. Es ist bereits bekannt, dass für die Xbox Series X GDDR6 Speicher zum Einsatz kommt. Wir vermuten, dass die PS5 ebenfalls auf die schnelle Speichervariante setzt. Bei der Größe des Speichers würden wir auf 20+ GB schätzen. Große, belebte Spielwelten verlangen nach einer gewissen Reserve.

Beide Konsolen werden Solid-State-Disks oder Solid-State-Drives setzten. In diesen Festplatten kommen keine mechanischen Teile mehr zum Einsatz, wie es bei herkömmlichen Magnetscheiben-Festplatten der Fall ist. SSDs sind weitaus weniger anfällig für Fehler und durch die hohen Datenraten der Chipsätze auch noch extrem schnell. Bereits vor mehreren Monaten gab es eine Präsentation zum Entwicklungsstatus der PS5. Dies lud das PS4 Spiel Spider-Man in nur 0.83 Sekunden, während die aktuelle PS4 ganze 8.10 Sekunde benötigte. Eine Verbesserung um den Faktor 10. Final könnten die Ladezeiten sich sogar auf das 20-fache verbessern.

In der SSD-Technologie wartet ein wirklicher Gamechanger! Ladebildschirme gehören vielleicht bald der Vergangenheit an. Spielvergnügen ohne Lade-Cutscenes (Aufzüge usw.) und Unterbrechungen. Spiele die in Millisekunden starten. Habt ihr damals vielleicht auch Grand Turismo 5 für die PS3 erst einmal 1 Stunde lang installieren müssen? Solche ungewollte Unterbrechungen hinterlassen natürlich einen unschönen Beigeschmack. Auch die Installation von Spielen und Updates (Patches) sollte sich durch die SSD-Architektur beschleunigen lassen. Nicht einmal beim Hochfahren der Spielekonsolen wird wertvolle Spielzeit verschwendet. In einem Standby-Modus sind PS5 und Xbox Series X vielleicht binnen Millisekunden verfügbar.

Wie aus einem Bericht der Seite Techtastic hervorgeht, geht Sony einen Schritt weiter und kooperiert mit Samsung um die Playstation 5 mit optimierten NVMe Flash-Modulen auszustatten. Diese „SSD-Module“ würden fest auf dem Motherboard der Konsole verbaut und sollen Übertragungsraten von bis zu 950 MB/s ermöglichen. Dieser NVMe-RAM könnte zudem als virtueller Arbeitsspeicher genutzt werden. Die normale SSD-Festplatte wird sicherlich bestehen bleiben, womit die PS5 mit zwei unterschiedlichen Speicherlösungen erscheinen könnte.

Das gleiche Setup wird auch bei Project Scarlett (Anaconda & Lockhart) erwartet. Microsoft spricht von einer „revolutionären SSD“ die auch als virtueller Arbeitsspeicher eingesetzt werden kann. Eine reguläre SSD wäre als virtueller Arbeitsspeicher nicht zu gebrauchen und würde sich eher als „Flaschenhals“ herausstellen. Microsoft fokussiert hier womöglich auch eine Lösung mit NVMe-RAM-Modulen. Offiziell wurde bereits die SSD bestätigt. 

Erweiterbarer SSD Speicher

Um den Spielfluss und die Funktionalität der Playstation 5 Konsole nicht zu gefährden, müsste Sony eigentlich die Unterstützung von externen Festplatten unterbinden. Diese wären in den meisten Fällen sicherlich viel zu langsam – vor allem im Vergleich zum NVMe SSD Speicher. Diese Problematik wirkt Sony vielleicht mit eigenen Speichermodulen entgegen. Sony Interactive Entertainment hat dazu auch ein passendes Patent angemeldet: Ein Speichermodul.

SSD Speichermodul für die Playstation 5? Ein 3D-Render von letsgodigital
SSD Speichermodul für die Playstation 5? Ein 3D-Render von letsgodigital.nl

Ein solches Modul mit integrierter SSD-Festplatte könnte von Sony entsprechend der Geschwindigkeits-Vorgaben optimiert werden. So ist gewährleistet, dass die Performance der PS5 nicht durch langsame externe oder interne Speichermedien verlangsamt werden.  Sony könnte mit dem Verkauf der Speichermodule natürlich zusätzliche Umsätze generieren. Nutzer werden dafür nicht mehr die Festplatte selbst wechseln können, wie es bei der PS3 und PS4 der Fall war. Ob Microsoft ein ähnliches Konzept für die Xbox Series X Konsole vorgesehen hat, ist noch nicht bekannt.

4K Ultra HD Blu-ray

Neue Spiele werden ganz schön viel Speicherplatz benötigen. Nicht nur auf der Festplatte, sondern auch auf den physischen Datenträgern. Microsoft hat bereits die erneute Nutzung eines 4K Ultra HD Blu-ray Laufwerks bestätigt. Wir sind uns sehr sicher, dass sich auch Sony in der neuen Konsolengeneration nicht dem neuen Medium entziehen kann. Es wäre für Entwickler sicherlich ein Grauß, mit den üblichen 66GB Blu-rays (Dual-Layer) abgespeist zu werden. Wir sagen für die Sony PS5 somit ebenfalls eine Unterstützung der 4K Blu-ray mit 100 GB (Triple Layer) voraus.

HDMI 2.1 – 4K – 8K – 120p

Willkommen in der Zukunft! Uns kommt es fast so vor, als hätten wir uns die letzten Jahre nur auf das Erscheinen der neuen Konsolen vorbereitet. In unseren Wohnzimmern stehen 4K Fernseher, zum Teil mit HDMI 2.1, die bereit sind sich den Rechenaufgaben der Gaming-Boliden zu stellen.

Update: Microsoft hat die HDMI 2.1 Schnittstelle bestätigt, die 4K Inhalte mit bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde darstellen könnte. Damit werden auch Features wie ALLM und VRR unterstützt.

Beide High-End-Konsolen werden definitiv 4K und 8K Auflösung unterstützten. Auch ältere TV-Geräte mit 1080p können sicherlich mit der PS5 oder Xbox Series X verbunden werden. Wir sind gespannt, ob auch eine Skalierung für HD-Ready Geräte (720p) angeboten wird. Die günstige Lockhart-Xbox ohne Laufwerk soll lediglich 1440p / 60p  (2.5K – 2.560 x 1.440) unterstützen. Für TV-Geräte mit Full-HD Auflösung würden Downscaling-Features Sinn ergeben, also eine Hochrechnung auf 4K mit einer darauf folgenden Skalierung auf 1080p. Das erzeugt deutlich schärfere Bilder.

Wer mit Games in 8K Auflösung liebäugelt, der wird sicherlich enttäuscht werden. Auch wenn die Performance der neuen Konsolen zwischen vier und siebenmal besser ist als die Vorgänger-Konsolen, werden sich damit keine stabilen 8K/30p Welten in 3D Darstellen lassen. Wir gehen eher davon aus, dass Videostreams oder einfache Plattformer-Games in 8K dargestellt werden könnten. Spieleentwickler werden ihre Spiele lieber auf eine stabile 1080p oder 4K Darstellung mit 60 oder 120fps trimmen.

Bei 4K/120fps gibt es noch unterschiedliche Aussagen von Microsoft und Sony. Der japanische Konsolenhersteller hat von seinem neuen CEO Jim Ryan verlauten lassen, dass die Playstation 5 „4K Visuals bei 120Hz“ darstellen kann. Bei der offiziellen Ankündigung der Xbox Series X wurden „World Class Visuals“ in 4K Auflösung mit 60fps bestätigt, mit Aussicht auf 120FPS. Die von Microsoft patentierte Variable Rate Shading (VRS) Technologie soll Entwicklern noch mehr Ressourcen für die neue Series X GPU zur Verfügung stellen. 

Microsofts Aaron Greenberg wird in einem Interview mit den Worten „Ja, wir können 4K, aber wir können auch 120 FPS“ zitiert. Klingt fast so, als wolle sich Microsoft nicht auf 4K/120FPS festnageln lassen. Eine Bildwiederholungsrate von 120FPS macht auch nicht bei jedem Spiel Sinn. Es wäre unschön, wenn die Entwickler den Spielspaß oder die visuelle Darstellung vernachlässigen müssten, um 120 Vollbilder auf den Bildschirm zu bekommen.

Zuletzt stellt sich noch die Frage, ob die Auflösungen nativ berechnet oder hochskaliert werden. Bei der Playstation 4 Pro sowie bei der Xbox One S/X wurden Inhalte oft über sogenanntes Checkerboard-Upscaling auf 4K Qualität getrimmt. Der visuelle Vorteil bei schnellen Bewegungsabläufen ist vielleicht nicht immer ersichtlich, aber er ist definitiv vorhanden.

Wer aufgepasst hat weiß, dass für eine 4K/120p bzw. 8K/60p Darstellung die geläufige HDMI 2.0 Schnittstelle nicht ausreicht. Die neuen Konsolen werden somit mit mindestens einem HDMI 2.1 Ausgang ausgestattet sein. Damit würden auch neue Features wie VRR (Variable Refresh Rate) mit ALLM (Auto Low Latency Mode), Dynamisches HDR, eARC oder QMS (Quick Media Switching) Einzug halten in die neuen Konsolen.

VRR sowie ALLM wurde bereits für die neue Xbox Konsole bestätigt. Neu ist auch „Dynami Latency Input“ (DLI) was den Input Lag noch weiter senken soll.

High Dynamic Range

Bei der ganzen Diskussion um Auflösung und Teraflops sollten wir den erweiterten Dynamikumfang (HDR) nicht vergessen. HDR ermöglichte erst einen deutlichen Qualitätssprung innerhalb des Ultra HD Standards und bringt die zusätzlichen Pixel erst so richtig zum „leuchten“. Auch Microsoft und Sony werden sich mit dem Thema durchweg auseinandersetzen müssen, um dem Spieler das bestmögliche Spielerlebnis liefern zu können.

Horizon: Zero Dawn für die PS4 Pro ist ein Paradebeispiel für HDR-Gaming mit 3D-Sound
Horizon: Zero Dawn für die PS4 Pro ist ein Paradebeispiel für HDR-Gaming mit 3D-Sound

Die Einbindung und Umsetzung von HDR in Spiele ist in der aktuellen Konsolengeneration noch etwas holperig. Das rührt daher, dass es eigentlich keinen wirklichen HDR-Standard für Games gibt, sondern diese meist nur für das Heimkino ausgelegt sind. Die Unternehmen müssten Wege finden, Formate wie HDR10 oder Dolby Vision in ihren Games optimal einzusetzen und nicht nur den Dynamikumfang „künstlich hochziehen“ wie es bei einigen Titeln bereits der Fall war.

Viele Xbox Enhanced Spiele wie "Crackdown 3" liefen in nativer 4K Auflösung und HDR
Viele Xbox Enhanced Spiele wie „Crackdown 3“ liefen in nativer 4K Auflösung und HDR

Die Kombination der erhöhten Bildschirmauflösung mit erweitertem Dynamikumfang und Framerates bis zu 120 FPS, dürften uns ins nächste Gaming-Zeitalter katapultieren. Was so richtig gut auf das Konto von HDR einzahlen dürfte, ist nachfolgende Technologie:

Raytracing

Update: Microsoft bestätigt DirectX Raytracing für die neue Xbox Series X Konsole!

Raytracing ist eigentlich erst seit zwei Jahren so richtig ein Thema in der Gamer-Community geworden. Die Technologie bildet, vereinfacht gesagt, die Spielewelt so nach, wie wir sie in einer realen Umwelt wahrnehmen würden. Licht- und Schatteneffekte sowie transparente und spiegelnde Flächen werden dank Raytracing besonders realistisch dargestellt. Viele denken, dass Raytracing in der Gaming-Landschaft einen ähnlichen Qualitätsgewinn mit sich bringt, wie der erweiterte Dynamikumfang (HDR) bei Filmen und Serien. Die Technologie erlaubt es zudem mit dedizierten Chipsätzen Prozessorleistung einzusparen. Die Berechnung wird sozusagen ausgelagert und der CPU/GPU kann sich weiter der KI, Physik und Erstellung der Spielewelt widmen.

Zur großen Freude beider Konsolen-Lager, wurde Raytracing für die Playstation 5 sowie für die Xbox Series X bestätigt. Beide Geräte sollen eine eigenständige Raytracing-Compute-Unit erhalten. Ein großer Schritt in Richtung fotorealitisches Gaming!

Microsoft hat im Rahmen der offiziellen Ankündigung der neuen Konsole „Hardwareunterstütztes Raytracing“ bestätigt.

Controller

Wir werden uns sicherlich nicht hinreißen lassen, einen Favoriten im Controller Layout zu küren. Die Frage, welcher der beiden Controller der bessere ist, ist womöglich auch nicht zu beantworten. Wer einen Playstation-Controller gewohnt ist, der wird keiner Sekunde dem Analog-Stick-Layout der Xbox nachtrauern und umgekehrt. Beide Controller ermöglichen eine genaue Steuerung mit gut erreichbaren Funktions- und Schultertasten. Das Credo bei der Bedieneingabe ist „Never Touch A Running System“. Wir werden also sicherlich keine krassen neuen Controller-Konzepte von Sony oder Microsoft vorgesetzt bekommen. Es bleibt aber immer noch Platz für Verbesserungen.

Erhält der DualShock 5 Controller einen LED-Touchscreen?
Erhält der DualShock 5 Controller einen LED-Touchscreen? | Bild: Youtube/Turn On

Der neue PlayStation DualShock 5 Controller soll laut Angaben von Insidern mit einer verfeinerten Rumble Funktionalität ausgestattet sein. Damit lässt sich haptisches Feedback, ähnlich wie bei Smartphones usw. simulieren. Zudem wird darüber gemunkelt, dass der Widerstand der Schultertasten eingestellt werden kann. Was vielleicht der einschneidendste Unterschied zu den Vorgänger-Eingabegeräten darstellt, ist die Überarbeitung der Form. Die Thumbsticks sollen auch weiterhin auf einer horizontalen Linie liegen, jedoch soll das Chassis etwas „wuchtiger“ werden. Dabei orientiert man sich wohl an dem Controller-Design der Xbox und Nintendo Switch, welche sehr gut in der Hand liegen. Vor allem Gamer mit großen Händen dürften diese Entscheidung begrüßen.

PS5 Controller Vergleich Xbox Controller
Ein von Sony veröffentlichtes Designpatent zeigt, dass sich die Form des P5 Controllers an das Design der Nintendo Switch und Xbox Controller anlehnen könnte

Es wäre auch möglich, dass der DualShock 5 statt einem Touchpad gleich mit einem Touchscreen ausgestattet wird. Der Sinn dahinter darf gerne hinterfragt werden. Natürlich könnten Bedienelemente auf den Controller abgebildet werden, jedoch müsste man so die Aufmerksamkeit vom Bildschirm auf den Controller lenken. Bei rasanten Shootern undenkbar. Bei weniger rasanten Spielen könnte der HUD (Heads Up Display) auf dem Controller ausgelagert werden um mehr Platz auf dem TV-Bildschirm zu schaffen. Wer sich das Patent-Bild noch einmal genauer ansieht, der wird ein kleines Loch am unteren Rand entdecken. Hierbei könnte es sich um ein Mikrofon handeln. Ein vor kurzem veröffentlichtes Patent gibt an, dass Sony an einem sprachbasierten AI Assistenten für die Playstation arbeitet. Wie wäre es also die KI-Mitspieler per Spracheingabe zu steuern?

Ein Wechsel von einem Micro-USB zu einem USB-C Anschluss ist in unseren Augen unausweichlich und auch sinnvoll, nachdem sich die neue Schnittstelle so langsam etabliert. Cool wäre auch eine induktive Ladefunktion. So könnte der Controller z.B. aufgeladen werden, indem man ihn auf die PS5 Konsole legt. Laut ersten Berechnungen könnte die Akkudauer eines solchen Controllers dank neuen Standards (Bluetooth 5.0 LE) auf 9-10 Stunden geboostet werden. Für uns hören sich diese Verbesserungen logisch und nachvollziehbar an. Wir sind gespannt, was Sony alles umsetzen wird.

Xbox Series X Controller

Mit der offiziellen Ankündigung der neuen Xbox Series X, gewährt Microsoft auch einen ersten Blick auf den neuen „Series X Controller“. Große Überrachschungen gibt es nicht zu vermelden. Microsoft bleibt seinem klassischen Controller-Design treu. Vertikal versetzte Thumb-Sticks, das D-Pad unten links sowie die Aktionstasten X, Y, A, B über dem rechten Thumbstick. Zusätzlich das Xbox-Logo mittig am oberen Controllerrand platziert. Das Logo ist auch weiterhin eine Funktionstaste. Ebenso die bekannten „Menü“ und „View“ Tasten. „Neu“ ist dagegen der „Share-Button“. Damit lassen sich womöglich Spielszenen direkt hochladen und teilen. Vielleicht erlaubt es die Taste auch direkt in einen Stream zu wechseln. Zudem gibt es erstmals haptisches Feedback direkt am Controller, ähnlich der Rumble Funktion des Playstation-Controllers. Der Controller ist laut Informationen von Microsoft auch zur Xbox One und Windows 10 kompatibel. 

Der offizielle Xbox Series X Controller

Der offizielle Xbox Series X Controller | Bild: MicrosoftMicrosoft hat über die Jahre versucht die Steuerung für die Xbox Konsole zu verbessern. Mit dem sei kurzen erhältlichen Elite Controller 2 bekommen Gamer ein Instrument, dass sich perfekt auf die persönlichen Vorlieben einstellen lässt. Die Sensitivität der Thumbsticks sowie die Klicklänge der Schultertasten lässt sich z.B. in drei Stufen einstellen. Im Lieferumfang sind sogar Steuerelemente in verschiedenen Größen enthalten, mit denen sich der Controller auf die physischen Voraussetzungen der Nutzer hin optimieren lässt. Dieser „Status Quo“-Controller wird übrigens auch zur neuen Hardware kompatibel sein.

Konzept für einen modularen Xbox Series X Controller
Konzept für einen modularen Xbox Series X Controller | Bild: Youtube/ReviewTechUSA

In Bezug auf den neuen „Xbox Series X Controller“ gibt es noch einen weiteren Anhaltspunkt, der von der Community verfolgt wird. Kurz nach der Ankündigung der Nintendo Switch, hat Microsoft ein Patent für einen modularen Controller angemeldet. Dieser lässt sich zu einem normalen Controller zusammenstecken oder getrennt z.B. an einem Smartphone/Tablet befestigen. Dieses Konzept würde wiederum auf das Thema Game-Streaming (später dazu mehr) einzahlen. Wir vermuten jedoch, dass es sich hierbei maximal um eine zusätzliche Controller-Variante handeln wird. Das Design und Bedienkonzept des klassischen Xbox One Controllers wird auch in der nächsten Generation sicherlich übernommen werden. Stellt sich natürlich die Frage, ob bei der Konkurrenz vorhandene Features wie Rumble-Funktion, Bewegungssteuerung oder integrierte Akkus für die überarbeiteten Controller zum Einsatz kommen.

3D Audio

Die visuelle Präsentation ist das, was eine Spielekonsole ausmacht. Viele vernachlässigen dabei, dass zu einem immersiven Spielerlebnis auch ein guter Klang dazu gehört! Konsolenspiele liefern meist nur 5.1 Surround-Audio, in wenigen Fällen vielleicht nur Stereo-Sound. Dann gibt es positive Beispiele, die bereits 3D Audio mit erweitertem Surround-Sound (7 Kanäle) und Höheninformationen unterstützen. Ähnlich wie bei Dolby Atmos und DTS:X im Film- und Serienbereich, erhält der Spieler dadurch Klanginformationen aus allen Richtungen und sogar von oben. Das lässt einen nicht nur besser in die Spielewelt eintauchen, sondern liefert sogar einen spielerischen Vorteil. Für einen Spieler mit einer guten Surround-Anlage oder einem 3D-Audio-Headset fällt es sicherlich intuitiv leichter, Gegner anhand von Geräuschen im dreidimensionalen Raum ausfindig zu machen. Dieser Vorteil kommt vor allem bei Shootern zu tragen.

Zusätzliche Audioinformationen liefern ein einnehmendes 3D-Klangerlebnis und bieten Vorteile in Spielen
Zusätzliche Audioinformationen liefern ein einnehmendes 3D-Klangerlebnis und bieten Vorteile in Spielen

Über die neue Generation ist bekannt, dass beide „3D Audio“ unterstützen werden. Sony hat bereits bestätigt, dass es eine maßgeschneiderte Lösung innerhalb des AMD Chipsatzes geben wird, mit der sich 3D-Audioinformationen in Spielen umsetzen lassen. Sollten beide Konsolen ähnliche Chipsätzen nutzen, wird sicherlich auch Microsoft auf eine ähnliche Lösung Zugriff haben. Ein dedizierter Chipsatz der unabhängig von der CPU/GPU arbeitet, wäre ebenfalls möglich. Wie angemerkt ist 3D-Audio keine Zukunftstechnologie, sondern kommt bereits aktiv in Spielen zum Einsatz. Auf der Xbox One X schallt es z.B. bei „For Honor“, „Forza Horizon 4“ oder „Final Fantasy XV“ aus allen Richtungen. In Zukunft dürfen wir uns auf noch feiner abgestimmte Audioinformationen und klasse 3D-Sound freuen!

Virtual Reality

Die Aussage von Phil Spencer, Executive Vice President of Gaming bei Microsoft, könnte deutlicher nicht sein: „Niemand bittet uns um Virtual Reality“. Somit hat sich das Thema VR für die Xbox Series X wohl erledigt.

Bis zum heutigen Tag hat Sony Interactive Entertainment weltweit unter 5 Millionen PlayStation VR Brillen abgesetzt. Das sind im Vergleich zu den über 100 Millionen verkauften PS4 Konsolen Peanuts. Sony wird das Thema VR mit der PS5 jedoch nicht fallen lassen – im Gegenteil. Es sind bereits Patente für das neue VR-Headset aufgetaucht.

Patent für die Sony Playstation VR 2 Brille
Patent für die Sony Playstation VR 2 Brille

Demnach setzt Sony wohl auf eine drahtlose Lösung, die mit zusätzlichen Kameras in der Brille und den Controllern die Positionierung im Raum noch besser erfassen kann. Ein Headset und Mikrofon soll ebenfalls in der VR-Brille untergebracht werden. Playstation VR hat die PS4 Hardware an die Grenzen gebracht. Die visuelle Qualität hinkt auch hinter dem zurück, was aktuell mit VR-Brillen am PC möglich ist. Die performante PS5 Hardware in Kombination mit hochauflösenden Displays in der PlayStation VR 2 könnten der virtuellen Welt nochmal neuen Schwung geben. Sollte die neue Hardware im Vergleich zu den Vorgängern besser angenommen werden, wären auch Spielstudios weniger abgeneigt, eigene Spiele die VR-Brille zu entwickeln. Beim VR hat Sony schon gewonnen. VR wird jedoch nicht die nächste Konsolengeneration für sich entscheiden.

Game Streaming

Ein in unseren Augen wichtiger Faktor, wie gut sich die nächste Konsolengeneration schlagen wird, könnte das Thema „Game Streaming“ sein. High-End-Spiele werden in Rechenzentren berechnet und reagieren auf die Controller-Eingaben des Nutzers. Daraufhin wird der Audio/Videostream an das ausgebende Display gesendet, in der Regel ein PC-Monitor, Tablet oder Smartphone. Das ganze klingt irgendwie nach Zukunftsmusik, begleitet uns jedoch bereits seit mehreren Jahren. PlayStation Now, GeForce Now oder das kürzlich von Google gestartete Stadia-Streaming sollen das „Überall-Zocken“ salonfähig machen.

Spieleauswahl Playstatino Now Game Streaming
Über 100 PS3 Games werden bereits über den Game-Streaming-Service Playstation Now angeboten

Sony bietet mit PlayStation Now bereits einen Game-Streaming-Service an, jedoch ist das System noch recht limitiert. Die maximale Auflösung ist auf 720p beschränkt und es können lediglich Playstation 3 und Playstation 2 Spiele gezockt werden. Sony verspricht „Besserung“ für PlayStation Now und möchte dem Service ein Upgrade verpassen. Spiele in 1080p oder gar 4K Auflösung inkl. aktuellen AAA-Titeln der Playstation 4 sollen in Zukunft auf Smartpone, Tablet und PC laufen. Der japanische Elektronikhersteller ist mit dem Thema aber anscheinend etwas überfordert. So überfordert, dass Sony sogar eine Kooperation mit Konsolen-Konkurrenten Microsoft eingegangen ist. Eine Verzweiflungstat? Wer weiß…

Microsoft bekommt durch die Kooperation sicherlich einen Insight, in die Pläne und Vorstellungen von Sony Interactive Entertainment und kann entsprechend darauf reagieren. Microsoft forciert mit „Project XCloud“ nämlich seinen eigenen Streamingservice. Microsoft hat mit seiner Azure Server-Cloud natürlich einen großen Vorteil gegenüber Sony, die nicht auf eine eigene Cloud-Infrastruktur zurückgreifen können. Microsoft verspricht, dass bis zu 3.500 verschiedene Spiele von der Cloud auf die Xbox, PC und mobile Geräte übertragen werden können.

Aktuell bekleckern sich die Debüt-Plattformen nicht gerade mit Ruhm. Der Start von Google Stadia wurde von Nutzern und Presse nicht gerade positiv aufgenommen. Es handele sich hierbei eher um eine „große Beta“. In den nächsten Jahren könnte Game-Streaming dank des neuen Mobilfunkstandards 5G vielleicht so normal werden, wie Musik, Filme und Serien unterwegs zu genießen. Game-Streaming ist ein nicht zu unterschätzender Faktor der vielleicht nur in Kombination mit den stationären Spielekonsolen Xbox Series X und Playstation 5 so richtig in Fahrt kommt.

Rückwärtskompatibiliät

Rückwärtskompatibilität Playstation 5, Xbox Series X
Die Playstation 5 und Xbox Series X sollen eine umfassende Rückwärtskompatibilität für ältere Spieletitel erhalten

Die guten Nachrichten zuerst. Die Playstation 5 sowie die Xbox Series X sollen laut Aussagen der Hersteller eine umfassende Rückwärts- oder Abwärtskompatibilität erhalten. Bedeutet, alle Spiele der Vorgänger-Konsolen sollten auf der neuen Hardware laufen. Wie genau diese emuliert werden, was für ein Upscaling-Prozess eingesetzt wird wie mit 30fps-Games umgegangen wird, ist bislang nicht kommuniziert. Fest steht, dass wir uns vorerst nicht von unserer Spielesammlung trennen sollten!

Rückwärtskompatibilität war bei allen Xbox und Playstation-Konsolen (Bis auf die Debüt-Varianten) ein großes Thema. Fans wollten die „alten“ Klassiker auch auf der neuen Hardware spielen können. Rückwärts- oder Abwärtskompatibilität spielt auch bei der aktuellen Konsolengeneration eine Rolle. Die teils unterschiedlichen Architekturen der Spielsystem machten es aber immer schwieriger Titel der Vorgängerkonsolen auf neuen Plattformen wiederzugeben. Auf der PS4 lassen sich z.B. keine Spiele der PS3, PS2 oder PSOne wiedergeben. Sony behilft sich mit einem „Workaround“, indem die Spieleklassiker für die neue Konsole optimiert und über den PlayStation Store zum Download angeboten werden. Zudem werden ältere PS2 und PS3-Games über dem Gamestreaming-Service Playstation Now bereitgestellt.

Die Xbox One machte es definitiv besser. Rund 550 Spiele aus der Xbox und Xbo 360 Ära lassen sich auf der neuen Hardware spielen. Einfach Disc einlegen und loszocken. Es werden jedoch nicht alle Games unterstützt und so behilft sich auch Micorosoft über seinen digitalen Shop.

Exklusive Spiele

Xbox Games Gears of War, Forza, Halo
Microsoft hat gute und wertvolle Spielemarken (Geard of War, Forza, Halo) konnte diese jedoch nicht optimal in der aktuellen Konsolengeneration platzieren

Die beste Spieleplattform ist wertlos ohne guten Content. Und das ist unter anderem ein Grund, wieso Sony seinem Konkurrenten in der aktuellen Konsolengeneration den Rang abgelaufen hat. Selbst die Xbox-Führung gibt zu, dass viel zu wenig und vor allem gute exklusive Spiele für die Xbox Plattform veröffentlicht wurden. So startete die bislang stärkste Spielekonsole „Xbox One X“ ohne nennenswerte Spieleveröffentlichung, die die Leistung der Konsole wirklich ausreizte. Diesen Fehler möchte das Unternehmen aus Redmond nicht nochmals begehen. In den letzten zwei Jahren wurden 7 Spieleschmieden übernommen. Insgesamt arbeiten derzeit 15 Studios an exklusiven Xbox Titeln. Und da parallel an mehreren Projekten gearbeitet wird, sollen die Entwickler auch mehr Zeit bekommen, um die bestmögliche Spieleerfahrung zu gestalten. Wir nehmen Microsoft beim Wort und freuen uns neben bekannten Franchises „Halo“, „Forza“ oder „Gears of War“ auf neue Welten!

Bestätigte Spiele Xbox Series X:

  • Hellblade 2 (Ninja Theory)
  • Halo Infinite (343 Industries)
  • Forza (unangekündigtes Spiel)
  • Fifa 2021 (Electronics Arts)
Playstation Games God of War, The Last of Us, Death Stranding
In puncto Exklusives hatte die PS4 die Nase weit vorne (God of War, The Last of Us, Death Stranding)

Wie schon angedeutet, hatte Sony Interactive Entertainment weniger Probleme mit ihren Exklusivtiteln. Vor allem im Action-Adventure-Genre mit „Uncharted 4: A Thief’s End“, „The Last of Us II“, „Horizon Zero Dawn“ oder „God of War“ präsentierte das Unternehmen bunte und vielfältige Welten, die sich sicherlich noch für die ein oder andere Fortsetzung eignen. Und obwohl wir gefühlt dem Ende des Konsolenzyklus näher kommen, bringt Sony mit Titeln wie „Death Stranding“ von Hideo Kojima (Metal Gear Solid) die Spielelandschaft zum Beben. Mit „Ghost of Tsushima“ wartet auch bereits ein weiteres Spielehighlight für die PS4, von den Machern von inFAMOUS.

Bestätigte Spiele PS5:

  • Godfall
  • Ghost of Tsushima

Preis, Verfügbarkeit und Fazit

Im vierten Quartal 2020 wird es zum Showdown zwischen Playstation 5 und Xbox Series X kommen. Beide Konsolen wurden für die Feiertage nächsten Jahres angekündigt. Ein angeblicher Insider (Twitter @PSErebus) hat den 20. November 2019 für den Start der PS5 ausgemacht. Damit wäre die Konsole noch innerhalb der 25-Jahres-Zyklus die mit einer angeblichen Promotion #25yearsofplay einhergehen soll. Am 3. Dezember 1994 erschien nämlich die PlayStation One in Japan. Vom Starttermin der Xbox Series X gibt es noch keine entsprechenden Gerüchte. Das Unternehmen wird sich jedoch nah am Releasefenster der PS5 halten.

Somit gibt es auch keinen „Vorsprung“ für einen der Konsolen, wie es damals bei der PS3 und Xbox 360 der Fall war. Microsoft kam nämlich ein Jahr früher mit seiner „Next-Generation-Konsole“ auf den Markt und konnte sich damit bereits die Gunst unzähliger Gamer sichern. Der gleichzeitige Konsolenstart erhöht natürlich den Druck auf die Konsolenhersteller, sowie Spieleentwickler. Ende 2020 muss alles stehen. Bleibt zu hoffen, dass darunter nicht die Qualität der Hardware und Spiele leidet.

Preis und Termin Playstation 5 und Xbox Series X
Fest steht: Die Playstation 5 und Xbox Series X werden sicherlich zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken 2020 zählen

Auch beim Preis der neuen Konsolen werden Sony und Microsoft versuchen auf dem gleichen Niveau zu bleiben. Sollte sich die Performance der Konsolen auf geleichem Niveau bewegen, wäre es bei einem Preisunterschied für das jeweilige Unternehmen sicherlich nicht einfach zu erklären, wieso die eigene Konsole mehr kostet.  Es gibt natürlich bereits Gerüchte wie viel die Playstation 5 und Xbox Series X kosten werden. Der Twitter-Account PSErebus, der bereits in der Vergangenheit immer wieder korrekte Vorhersagen für die PS-Plattform veröffentlicht hatte, sagt einen Retail-Preis von 499 US Dollar / Euro voraus.

Wir könnten uns vorstellen, dass Microsoft in puncto Preis einen kleinen Vorteil hat, da das Unternehmen noch eine günstigere Variante mit geringerer Performance (max 1440p ohne Laufwerk) in den Handel bringt. Nutzer mit einem kleineren Geldbeutel oder älterer Display Hardware (Full-HD TV oder 1440p Monitor) könnten sich so zu einem günstigeren Preis in die Xbox Plattform einkaufen und später auf die High-End-Variante der Xbox Series X wechseln.

Fazit: Playstation 5 gegen Xbox Series X

Sony und Microsoft haben noch bis Herbst 2020 Zeit, an den Stellschrauben zu drehen. Es ist definitiv zu früh um zu sagen, welche Plattform am Ende den „Sieg“ mit nach Hause nehmen wird. Die Playstation 4 gibt Sony einen definitiven Vorsprung. Microsoft muss sich bei der Xbox Series X darauf besinnen, was der Kunde möchte und nicht was am Ende den größten Umsatz generieren könnte. So sollte Microsoft z.B. weiten Abstand nehmen von jeglichen Restriktionen (Online-Zwang, Gebrauchtspiel-DRM usw.). Es wird auf jeden Fall eine spannende Zeit, vor allem da die 4K und 8K Fernseher auf einen Schlag mit Millionen von Spielstunden an Content versorgt werden.

Hinweis:

Wir werden den Beitrag stetig aktualisieren und freuen uns natürlich über Feedback und zusätzliche Informationen über die Kommentarfunktion. Wir möchten euch jedoch bitten von „Fanboy-Kommentaren“ Abstand zu nehmen. Falsche oder fehlende Informationen werden wir nach eurem Feedback gerne in den Beitrag aufnehmen. Wir bedanken uns schon im Voraus für eine angeregte und zielführende Diskussion!

#Update 13-12-2019: Offizielle Ankündigung der Xbox Series X

Sport für einen Zehner: Sky führt das neue Sport Ticket ein

Sky führt als Ergänzung zu seinem Supersport Ticket das neue Sport Ticket ein. Es ist ab sofort verfügbar und kostet 9,99 Euro für einen Monat.

Sky möchte Sportfans wohl bei der Stange halten, denn zuletzt gab es da ja eher düstere Neuigkeiten: So hat der Pay-TV-Anbieter die Rechte an der Champions League ab 2021 komplett verloren. Stattdessen werden DAZN und Amazon übernehmen. Damit man wieder etwas Positiveres zu verkünden hat, führt Sky Deutschland nun das Sport Ticket für 9,99 Euro im Monat ein. Es ergänzt das Supersport Ticket, welches aufgewertet wird.

Das Sport Ticket von Sky beinhaltet alle Live-Übertragungen der Konferenzen der Fußball-Bundesliga, 2. Bundesliga und UEFA Champions League, sowie alle Live-Übertragungen der Spiele der Premier League und des DFB-Pokals – Formel 1, Handball, Tennis und Golf sind ebenfalls inklusive. Auch konkret dabei: alle Spiele der LIQUY MOLY Handball Bundesliga und die deutschen Spiele der VELUX EHF Handball Champions League. Außerdem im Sport Ticket enthalten sind die Tennisturniere mit Wimbledon, den Nitto ATP Finals, dem ATP Cup, der ATP Masters 1000er Serie sowie ausgewählten ATP 500er und 250er Turnieren, für Golf Fans alle Majors, der Ryder Cup 2020 und alle Turniere der PGA-Tour und der European Tour.

Eine Vertragsbindung müsst ihr dabei nicht eingehen, was der Vorteil gegenüber anderen Angeboten von Sky ist. Das Sky Supersport Monatsticket werten man hingegen um einen zweiten parallelen Stream ohne Zusatzkosten auf. Dadurch könnt ihr also an zwei Geräten gleichzeitig zugreifen.

Sky Supersport Ticket deckt weiterhin deutlich mehr ab

Wer jedoch zusätzlich die Sky Einzelspiele der Bundesliga, 2. Bundesliga und der UEFA Champions League live und in voller Länge genießen möchte, ist weiterhin mit dem Supersport Ticket besser beraten. Jenes kostet aber mit 29,99 Euro im Monat auch deutlich mehr als das einfache Sport Ticket für 9,99 Euro. Wer mal hereinschnuppern möchte, kann den ersten Monat des Supersport Tickets als Neukunde für 14,99 erhalten.

Sky Sport Ticket und Supersport Ticket
Sky Sport Ticket und Supersport Ticket im Vergleich

Oben seht ihr in der Grafik einen Vergleich der beiden Tickets. Je nachdem, was ihr euch anschauen möchtet, reicht also vielleicht in einigen Fällen das neue und günstigere Sport Ticket aus.

Microsoft Xbox Series X: Neue Konsole ist ein riesiger Brecher

Microsoft hat den offiziellen Namen und das Design von Project Scarlett enthüllt. Die nächste Konsole der Redmonder nennt sich Xbox Series X.

Project Scarlett ist Geschichte: Der offizielle Name der nächsten Konsolengeneration von Microsoft steht fest: Xbox Series X. Bisher hat Microsoft aber nur eine Konsole vorgestellt, obwohl jüngsten Gerüchten zufolge ja zwei unterschiedliche Modelle geplant sein sollen: Lockhart als Modell für Einsteiger bzw. Nachfolger der Xbox One S und Anaconda als Nachfolger der Xbox One X für gehobenere Ansprüche.

Im Rahmen der Game Awards hat Microsoft die Xbox Series X, der Name könnte bereits darauf hindeuten, dass es sich eben um eine „Serie“ handelt, also eine Reihe von Konsolen, aber nicht nur mit einer finalen Bezeichnung versehen. Außerdem zeigte man überraschenderweise auch die Konsole selbst – und ist damit schneller als Sony. Denn von der Sony PlayStation 5 gibt es bisher keine Fotos, sieht man von Dev-Kits ab. Welche Konsole das Rennen machen wird? Dominic hat bereits darüber sinniert.

Die Xbox One Series X sieht sehr massiv aus
Die Xbox Series X sieht sehr massiv aus

Die Xbox Series X sieht dabei alles andere als hübsch aus, denn es handelt sich um eine extrem klobige Konsole, die fast wie ein PC-Tower aus den 1990er-Jahren wirkt. Das deutet auf eine massive Kühlung hin, was wiederum ein Trade-Off wäre, den mancher Spieler gerne hinnimmt. Auch wir befürworten eine weniger hübsche Box, die dafür aber leise und kühl läuft. Das scheint dann auch das Ziel von Microsoft gewesen zu sein.

Die Xbox Series X erscheint zu den Feiertagen 2020

Zum Preis und dem konkreten Erscheinungsdatum der Xbox Series X schweigt Microsoft noch. Man spricht weiterhin nur von „den Feiertagen 2020“. Das deutet auf eine Veröffentlichung Mitte bis Ende November hin – also zur gleichen Zeit, in welcher 2013 auch die Xbox One auf den Markt gekommen ist. Passend zur Vorstellung der Konsole zeigte man auch neues Material aus „Senua’s Saga: Hellblade II“ von Ninja Theory. Es soll sich um In-Engine-Material handeln, sodass man daraus ein wenig ableiten kann, wie Spiele auf der Xbox Series X aussehen könnten.

Vollmundig verspricht Microsoft die Xbox Series X werde die leistungsfähigste Konsole aller Zeiten – da dürfte Sony aber noch ein Wörtchen mitzureden haben, denn weder die finalen Specs der Xbox Series X noch der PS5 sind bekannt. Klar ist, dass die Xbox Series X laut Microsoft die vierfache Rechenleistung einer Xbox One X mitbringen werde. Die Konsole wird sich vertikal und horizontal aufstellen lassen.

Es gibt außerdem einen neuen Controller, der aber stark dem aktuellen Modell im Design ähnelt. Jedoch hat man einen Share-Button hinzugefügt und das D-Pad überarbeitet – es soll nun mehr dem Xbox Elite Series 2 Wireless Controller entsprechen. Der neue Controller wird auch kompatibel zu allen Varianten der Xbox One sein.

Weiterhin bleibt es dabei, dass 4K-Grafik mit 60 fps bzw. bis zu 120 fps an der Xbox Series X möglich sein soll. Zudem unterstützt man auch 8K und Variable Refresh Rate (VRR). Im Inneren der Konsole stehen eine noch nicht näher konkretisierte, spezielle Lösung von AMD. Der SoC soll CPU-seitig auf Zen 2 basieren. Auch ein SSD wird vorhanden sein. Dazu kommt Unterstützung für Auto Low Latency Mode (ALLM) und Dynamic Latency Input (DLI).

Außerdem wird die Xbox Series X zu allen bisherigen Xbox-Generationen abwärtskompatibel sein. Nun heißt es abwarten, wie hoch der Preis ausfallen wird. Denn besonders damit steht und fällt eine neue Konsole.

Längere Bindung = Günstigerer Preis: Netflix exprimentiert mit Jahres-Abos

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Netflix experimentiert gerne mit seinen Nutzern. In einigen Regionen probiert man nun ein neues Jahres-Abonnement aus – zum vergünstigten Preis.

Das Muster kennt man: Der Nutzer bindet sich längerfristig an einen Anbieter, zahlt dafür aber auch weniger. So profitieren am Ende beide Seiten ein wenig. Auch im Streaming-Bereich gibt es dieses Muster. Wer etwa Disney+ für ein ganzes Jahr abonniert, zahlt einen Gesamtbetrag von 69,99 Euro. Monatlich kommt man sonst auf jeweils 6,99 Euro. Im Grunde erhält man also bei der längerfristigen Bindung als Ausgleich zwei Monate kostenlos.

Auch bei Netflix scheint man über so einen Tarif nachzudenken. Denn in Indien führt der amerikanische Streaming-Anbieter derartige Jahrespreise nun ebenfalls ein. Alternativ wird es aber neben dem gängigen Monatsabo auch möglich sein Netflix für 3 oder 6 Monate zu abonnieren. Auch das soll Ersparnisse mit sich bringen. Je nachdem wie lange die indischen Abonnenten sich binden wollen, können sie zwischen 20 bis 50 % an Kosten sparen.

Indien ist ein stark wachsender Markt, deswegen will Netflix sich dort natürlich aktuell sehr gerne ausbreiten. Sowohl in Indien als auch in unseren Gefilden zählt Netflix zu den teureren Streaming-Anbietern, sodass ein vergünstigtes Jahres-Abonnement alles andere als eine schlechte Idee ist. Ob der Streaming-Anbieter auch hierzulande ein derartiges Modell einführen könnte, ist derzeit aber ungewiss. Wir nehmen an, dass es da bei einem ähnlichen Rabatt wie bei Disney+ sicherlich großes Interesse gäbe.

Netflix bietet in Indien auch spezielle Mobil-Tarife

In Indien bietet Netflix auch spezielle Mobil-Tarife an, bei denen dann eben nur an mobilen Endgeräten gestreamt werden kann. Dafür sind die Kosten dann auch nochmals geringer – sie betragen umgerechnet pro Monat nur ca. 2,50 Euro pro Monat. Andere Experimente des Streaming-Anbieters drehen sich beispielsweise um wöchentliche Tarife. Da ist man also kreativ, was die Preisgestaltung betrifft.

Netflix Chief Product Officer, Greg Peters, hatte derlei flexible Preisstrukturen aber bisher nur für Schwellenländer angekündigt, da es dort abweichende Konditionen am Markt gebe, denen man gerecht werden wolle. Das ergibt Sinn, denn dort kann man am meisten wachsen. In den USA hat Netflix etwa nur noch wenig Potenzial sich weiter auszubreiten.