Yamaha hat eine neue Soundbar namens MusicCast Bar 400 in petto. Das gute Stück unterstützt sowohl Hi-Res Audio als auch die kabellose Erweiterung um Rear-Lautsprecher dank dem namensgebenden MusicCast-Protokoll.
Yamaha nutzt sein System MusicCast unter anderem auch für Multiroom-Vernetzungen. Es ermöglicht es eben, mehrere Lautsprecher drahtlos zu einem System zusammenzuschließen. Und genau hier reiht sich nun auch die neue Soundbar MusicCast Bar 400 ein. Ab Werk kommt die MusicCast Bar 400 ohnehin mit einem zusätzlichen, drahtlosen Subwoofer daher. Allein die Soundbar an sich bringt aber bereits vier Woofer und zwei Tweeter für 100 Watt Leistung mit.
Laut Yamaha unterstützt die MusicCast Bar 400 neben Hi-Res Audio auch Dolby Digital, DTS und DTS Virtual:X zur Simulation eines Surround-Effekts. DTS:X und Dolby Atmos bleiben jedoch reserviert für die kostspieligeren Alternativen der Japaner. Immerhin ist die Soundbar aber eben nachträglich erweiterbar zu einem 5.1-System. In Frage kommen dafür die Yamaha MusicCast 20 oder aber die MusicCast 50.
Erweiterungsmöglichkeiten machen die Yamaha MusicCast Bar 400 flexibel
Sicherlich dürften die Erweiterungsmöglichkeiten Kunden freuen, die eventuell erst einmal zur Soundbar an sich greifen, um eventuell später weiteres Geld in mehr Lautsprecher zu stecken. Außerdem bietet die MusicCast Bar 400 Bluetooth zur Verbindung mit mobilen Endgeräten, Apple AirPlay, Spotify Connect und Unterstützung für Amazon Alexa. Zudem sind als Anschlüsse einmal HDMI (mit ARC), Optical und AUX vorhanden.
Yamaha will auch noch eine etwas günstigere Bar 40 auf den Markt bringen, welche dann den externen Subwoofer aussparen wird. Laut dem Hersteller unterstützt die Soundbar auch 4K und HDR als Passthrough. Drahtlose Verbindungen sind via Wi-Fi möglich. Aber auch ein Ethernet-Port ist vorhanden.
Yamaha MusicCast Bar 400 erreicht Deutschland
In Deutschland soll die neue Yamaha MusicCast Bar 400 ab September zu haben sein. Als Preisempfehlung sind 700 Euro festgelegt. Wer die Soundbar direkt erweitern will, kann die optionalen Rear-Lautsprecher MusicCast 20 übrigens bereits für 230 Euro ergattern. Insgesamt konkurriert die Yamaha MusicCast Bar 400 (YAS-408) nun mit Mittelklasse-Soundbars von LG, Samsung, Sony und weiteren Anbietern. Wie sie sich auf dem Markt schlagen wird, muss nun die Zeit zeigen.
Der britische Hersteller Strong, welcher unter anderem auch die Marke Thomson in vielen Ländern vertreibt, hat neue Fernsehgeräte mit sowohl 4K-Auflösung als auch HDR vorgestellt. Die neue Serie A620 ist ab sofort erhältlich. Dabei protzen die Modelle mit Diagonalen von 43 bis 75 Zoll.
Strong ist ein Mitglied der Skyworth Group und in Deutschland vielleicht in erster Linie für seine HDTV-Receiver bekannt. Die neuen Fernseher des Herstellers bieten unter anderem einen DVB-T2/C/S2 Triple-Tuner, HDMI mit ARC sowie natürlich Schnittstellen wie HDMI 2.0, Ethernet, USB, Digital Audio, Wi-Fi und Apps für AccuWeather, Netflix, YouTube und Co.
Laut dem Hersteller bietet etwa das Modell mit 75 Zoll eine native Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten bei 50 / 60 Hz, einen Kontrast von 1.200:1, eine Reaktionszeit von 9 ms, Stereo-Lautsprecher mit zweimal 12 Watt und Maße (mit Standfuß) von 1684 x 1026 x 333. Mit Fuß wiegt das gute Stück 30,5 kg. Dabei soll der Stromverbrauch dank Energiesparklasse A moderat verbleiben.
Die Strong A620 sind die ersten UHD-Fernseher des Herstellers
Alle Varianten der Strong A620 bieten dreimal HDMI. Nur einer der Anschlüsse unterstützt allerdings ARC. Das erleichtert das Audio-Setup. Mittlerweile erscheinen zwar bereits erste Geräte mit dem Nachfolger, HDMI eARC, es dauert aber sicherlich noch eine Weile bis zur größeren Verbreitung.
Strong A620 mit UHD bei Händlern bereits gelistet
Die neuen 4K-TVs mit HDR sind bei Händlern bereits zum Teil als lieferbar gelistet. Etwa kostet das Modell mit 43 Zoll ca. 365 Euro. Wer die Variante mit 49 Zoll bevorzugt, zahlt aufgrund einer Gutschein-Aktion bei Amazon.de derzeit nur ca. 383 Euro, also kaum mehr als für das kleinere Modell. Strongs A62003 mit 55 Zoll hingegen wechselt für ca. 535 Euro den Besitzer. Der 4K-TV mit 65 Zoll ist für etwa 1.099 Euro zu haben.
Lediglich auf das Topmodell mit 75 Zoll stößt man aktuell bei deutschen Händlern leider nicht. Eventuell ist hier erst mit einer späteren Verfügbarkeit zu rechnen. Die neuen 4K-Fernseher bieten als weitere Funktionen auch noch einen elektronischen Programmführer (EPG), eine Kindersicherung, Teletext und Untertitel. Für Händler und Geschäftskunden ist auch ein Hotelmodus integriert. Im Handel sind die neuen UHD-TVs der Serie A620 von Strong ab sofort verfügbar.
In unserem Test der „Tomb Raider“ 4K Blu-ray erzählen wir euch, ob sich das Spin-off lohnt. Kann Lara Croft auch in 4K mit HDR10, Dolby Vision HDR und Dolby Atmos 3D-Sound überzeugen?
Inhalt (70%)
Der visuelle und technische Fortschritt ist im Alltag kaum stärker zu beobachten wie bei Videospielen. So wurde aus dem grobpixeligen Körper mit den dreieckigen Riesenbrüsten der Lara Croft in Tomb Raider und Tomb Raider II nach und nach ein ansehnlicher Frauenbody, dessen Oberweite sich realistischeren Formen anpasste. Und wie es für die Serie um die abenteuerlustige Millionärstochter Lara auf Konsolen und PCs mit dem 2013er Tomb Raider ein Reboot gab, so startet man nun auch das Filmfranchise von vorne. 2001 und 2003 hatte Angelina Jolie als perfekt besetzte Ms. Croft das Kino aufgemischt. Nun, 15 Jahre später, ist es an Alicia Vikander die jüngere, zartere und körperlich weniger offensive 21-jährige Lara zu spielen. Was nicht bedeutet, dass sie physisch nicht fit ist – ganz im Gegenteil. Wer sich im Bonusmaterial umschaut, der weiß, was die Darstellerin gemeinsam mit ihrem Trainer erarbeitete – 5kg Muskelmasse muss man als Frau auch erst einmal draufpacken.
Lara Croft wirkt viel verletzlicher und nicht „übermenschlich“ wie seinerzeit Angelina Jolie. Der Film bleibt nah an der Gaming-Vorlage und Alicia Vikander macht einen guten Job
Gleichzeitig gelingt es ihr aber, die zunächst noch sarkastisch-zickige Göre zu geben, die völlig unangepasst und mit übersteigertem Ehrgeiz auftritt – irgendwo zwischen Naivität und dickem Schutzpanzer verdient sie sich lieber als Fahrrad-Kurier ihre Brötchen, als das Millionenerbe des Herrn Papa anzunehmen. Dass auch Tomb Raider im Jahre 2018 nicht über ein relativ inhaltsleeres Grundkonstrukt hinauskommt, ist sicherlich nicht Vikanders Schuld. Vielmehr geben die Storys der Videospiel-Vorlagen einfach auch nicht mehr her. Und trotzdem mafn hier gerade zu Beginn erst einmal nicht das typische Flair der Lara-Croft-Atmosphäre herstellt, ist der weitere Verlauf dann doch so bekannt und gewöhnlich, wie man es von einem solchen Film nun mal kennt: Da werden zu Beginn die Figuren eingeführt, ein kleines Geheimnis wird etabliert und ehe man sich’s versieht, ist Lara auch schon in exotischen Ländern unterwegs. Es werden Knöpfe gedrückt, knifflige Rätsel gelöst und Schergen abgehängt – so weit, so bekannt.
Doch wenn das Ganze so stilvoll, atmosphärisch und rasant umgesetzt wird, wie es in Tomb Raider der Fall ist, dann darf man auch mal über die versammelten Klischees hinwegsehen. Zumal die liebevolle Ausstattung der Gimmicks oder auch die gelungene Erscheinung von Croft Manor dem Videogame-Fan gefallen werden. Ebenfalls gelungen ist vor allem das düstere Element. Während die beiden Verfilmungen mit Angelina Jolie weitgehend helle und bunte Blockbuster waren, geht’s in Tomb Raider 2018 wesentlich schmutziger zu. Vikander schindet ihren Körper schon in Sequenzen, in denen es nicht mal um Leben und Tod geht. Egal, ob Wasser, Erde, Schotter oder Matsch – die moderne Lara Croft arbeitet schwer für ihre Abenteuerlust und gelangt nicht souverän und klinisch sauber ans Ziel. So schmutzig und (wenn man es sagen kann) realistisch hat noch keine Heldin in einem Abenteuerfilm gekämpft. Und so ist Tomb Raider dann am Ende genau das, was er sein will: Ein unterhaltsamer, rasanter Abenteuerstreifen, der die Atmosphäre des Spiels erstaunlich gut einfängt.
Tomb Raider wurde komplett digital gefilmt. Am Ausgang lag eine Auflösung von 3.4K an, die über ein echtes 4K-Digital-Intermediate auf die UHD gebannt wurden. Wir haben es also nicht mit einer nativen 4K-Scheibe zu tun, aber mit einer, die verdammt nahe rankommt. Denn immerhin liefert 3.4K schon eine Zahl von ~7,5 Mio. Bildpunkten. Zusätzlich spendierte man natürlich einen größeren Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die erweiterte Bilddynamik – und zwar nach HDR10 und Dolby Vision. Zunächst einmal war/ist die Blu-rays bereits hervorragend in Auflösung, Kontrastgebung und Bildruhe. Hier sind es dementsprechend eher die feinen Nuancen, die den Unterschied ausmachen. Beziehungsweise eher die Tiefe.
Das Dolby Vision HDR Bild ist an manchen Stellen nicht so stimmig wie die HDR10-Variante
Denn wenn man einen Vorsprung bei der UHD ausmachen kann, dann sucht man ihn auf der zweiten Ebene – also auf der, die „hinter“ dem Vordergrund liegt. Hier zeigt sich dann, dass noch mehr Details Hong Kongs sichtbar werden und auch der Vertrag, den Lara unterzeichnen soll, plötzlich mehr Struktur des Papiers aufweist. Die Blu-ray konzentriert sich mehr auf die scharfe Abbildung der Schrift selbst, lässt das Papier aber eher zweidimensional erscheinen. Bei der Bilddynamik geht es der UHD zunächst wie den meisten Ultra-HDs: Sie ist im Vergleich mit der BD deutlich dunkler. Allerdings geht das hier praktisch nie so weit, dass man in ohnehin schon dunklen Szenen nun gar nichts mehr sieht.
Lediglich Dolby Vision übertreibt es hier ab und an. Gerade in Szenen ohne helle Lichtanteile stimmt die DV-Variante das Bild noch mal düsterer und farblich auch etwas überkräftig ab. HDR zeigt zwar eine wenig dynamische Kontrastdynamik, liefert aber in vielen Einstellungen den besseren Kompromiss. Bei hellen Tageslichtszenen allerdings wirkt Dolby Vision am eindrucksvollsten und vermeidet zu dunkle Bildanteile zugunsten von hohen Spitzhelligkeiten. Die Farbgebung an sich ist etwas wärmer als bei der Blu-ray und gibt gerade bei den Abenteurreisen Hauttöne noch brauner wieder.
Warner macht’s in Sachen Akustik mal wieder vor: Sowohl für die deutsche als auch für die englische Fassung gibt’s Dolby-Atmos-Spuren mit True-HD-Kern. Wobei wir uns zunächst mal um die reguläre Ebene kümmern. Und die eröffnet mit einem effektvollen Radrennen, das von dynamischen Synthie-Klängen begleitet wird. Ohnehin ist der Score stets präsent und wird sehr räumlich auf allen Speakern abgelegt. Richtig Druck gibt’s erstmals, wenn Lara den Schlüssel in das „erste Zeichen“ steckt und sich die Geheimtüre wuchtig öffnet. Wirklich klasse aufgelöst und verteilt werden die Geräusche während der Hatz durch den kleinen Seitenhafen Hong Kongs, wenn perkussive Instrumente perfekt ortbar durch den Raum wandern.
Die Dolby Atmos Soundeffekte werden im englischen und deutschen Soundmix sehr gut gesetzt, es hätte aber auch gerne etwas mehr sein können
Wechseln wir auf 3D-Speaker, so dürfen diese den anfänglichen Score ein klein wenig aus der Höhe begleiten. Wechselt es in Kapitel Drei nach Hong Kong, hört man deutlich den akustisch angehauchten Score von oben und auch ein paar Möwen. Das ist alles bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel, liegt aber daran, dass es noch keine echten 3D-Soundeffekte gab. Den gibt’s dann nach exakt 27’40, wenn Lu Ren auf seinem Kutter in die Luft feuert. Hier halt der Schuss dann realistisch von den Heights wider. Und dann, gut zehn Minuten später, wird es dann richtig aktiv. Wenn das kleine Boot ins Gewitter gerät, donnert es von oben und Lara bekommt (mitsamt dem Zuschauer und der Kamera) das Wasser der Gischt nur so ins Gesicht gespritzt – sehr schöne 3D-Soundeffekte. Auch die Integration von regulärer und oberer Ebene gelingt hier prächtig. Selbstverständlich gibt es dann aber vor allem in der Höhle noch jede Menge an dedizierten Effekten von den Heights, die noch durch sensationelle reguläre Surroundeffekte unterstützt werden – hier fühlt man sich wirklich in einem spektakulär-immersivem Erlebnis.
Deutsch: Dolby Atmos – 95% (2D-Betrachtung)
Deutsch: Dolby Atmos – 80% (3D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 95% (2D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 80% (3D-Betrachtung)
Bonus (50%)
Im Bonusmaterial von Tomb Raider, das komplett auf der Blu-ray abgelegt ist und nicht auf der UHD, warten vier Featurettes. In „Tomb Raider: Uncovered“ geht’s vornehmlich um die Realisierung der Geschichte und um die Neuausrichtung des Franchise. „Croft-Training“ begleitet Vikander dann bei ihrem intensiven Workout mit Trainer und Ernährungsberater. „Action im Fokus“ zeigt dann die Arbeit an den Stund- und Actionsequenzen, die teils von Vikander selbst ausgeführt und zu großen Teilen live gefilmt wurden. „Lara Croft: Die Evolution einer Ikone“ erzählt dann in zehn Minuten die Entwicklung des Games während der letzten zwei Jahrzehnte.
Gesamtbewertung Tomb Raider 4K Blu-ray (78%)
Man darf Angelina Jolie in ihren beiden Verfilmungen des Videogames sicher als optisch perfekt gewählte Lara Croft betiteln. Alicia Vikander ist dennoch die bessere, weil authentischere und kämpferischere Besetzung. Gleichzeitig ist Tomb Raider 2018 nicht so figurzentriert wie die beiden Vorgänger, sondern versprüht mit toller Ausstattung und den entsprechenden Schauplätzen durchaus die Atmosphäre der Konsolen-Vorlagen. Dass die Story ebenso dünn ist wie jene der Spiele – geschenkt. Denn die rasante und hervorragend choreografierte Action entschädigt für so manche Storylücke. Die UHD legt in Sachen Bild noch mal ein Quäntchen mehr Detailtiefe und die knackigere Bilddynamik nach. Der Atmos-Sound ist für BD und UHD identisch und gehört zum Besten der letzten Monate. Selbst wenn die reine Quantität an Effekten eher überschaubar bleibt, so ist dafür deren Integration zur regulären Ebene und dem Geschehen auf der Leinwand perfekt umgesetzt.
Wer seine Heimkino-Anlage mal wieder so richtig herausfordern möchte, dem möchten wir „Pacific Rim: Uprising“ ans Herz legen. Unser Test zeigt euch, in welchen Bereichen die 4K Blu-ray glänzen kann!
Inhalt (70%)
Bereits kurz nach „Pacific Rim“ war klar, dass man den Film fortsetzen würde. Nun, fünf Jahre nach dem Original, übernimmt Langfilm-Debütant Steven S. DeKnight von Guillermo del Toro, der sich als Produzent verdingte. DeKnight versetzt uns in eine Zeit, die zehn Jahre nach den Ereignissen von Teil I spielt und erneuerte das Setting von Grund auf. Immerhin waren die Jaeger im ersten Teil allesamt zerstört worden und die Erde musste erst einmal wieder aufgebaut werden. Dabei kümmert sich Pacific Rim: Uprising mehr um seine Figuren – hier vor allem um Jake – und nimmt sich hier auch mehr Zeit. John Boyega (Star Wars VII & Star Wars VIII) ist neben Clints Sohn Scott Eastwood als Hauptdarsteller Dreh- und Angelpunkt. Eine Rolle, die er hervorragend meistert, wenngleich die Geschichte vom Sohn, der post mortem gegen den so berühmten und verehrten Vater aufbegehrt, nicht gerade neu ist.
Wer zieht nochmal freiwillig in die Großstadt wenn diese immer wieder von den Kaiju angegriffen werden?
Das allerdings dürfte nicht der Grund dafür gewesen sein, warum Pacific Rim: Uprising während seiner Kino-Auswertung nicht in die schwarzen Zahlen gelangt ist. Vielleicht war es die deutlich hellere Stimmung, die sich schon rein optisch massiv vom grau-verregneten Setting des Erstlings unterscheidet. Oft hat man zudem mehr den Eindruck in einem Transformers-meets-Power-Rangers-Film gelandet zu sein, weil alles so schön bunt ist und die Jaeger bisweilen ähnliche Moves vollziehen wie Bays transformierende Roboter. Die echte Scifi-/Fantasy-Attitüde jedeschaunfalls fehlt der Fortsetzung etwas. Was Del Toro an Verehrung den japanischen Giganten gegenüber brachte, wirkt im Sequel daher eher wie ein etwas liebloses B-Movie mit viel Krachbumm. Auf Letzteres muss man natürlich nicht verzichten. Denn was Pacific Rim: Uprising hier abliefert, ist schlicht großes Spektakel. Und das, obwohl von Kaijus zunächst keine Spur zu sehen ist. Getoppt wird die anfängliche Sydney-Sequenz allerdings noch durch den zweiten Kampf der beiden in der eisigen Wüste Sibiriens. Das ist klasse choreografiert und gewinnt durch die vereiste Szenerie nochmals an Schauwert.
Dass es am Ende gut 78 Minuten braucht, bis echte Kaiju für Chaos sorgen, ist sicherlich schade. Dafür setzt es dann aber wirklich Gigantismus pur und ganz Tokio wird mal eben in Schutt und Asche gelegt – Wahnsinn. Was leider ernsthaft ärgerlich ist: Während die Compurterstimme, die innerhalb der Jaeger zu hören ist, im englischen Original SEHR an die von Selbstzweifeln zerfressene Selbstschusswaffe „Turret“ aus dem Game „Portal“ erinnert, hat man diese Gag im Deutschen völlig vermasselt. Hier spricht einfach eine ganz normale Frauenstimme diese Monologe ein. Da darf man ruhig mal die Frage stellen: Warum? Wo wir gerade bei den Mankos sind: Die Figur der Amara kommt deutlich zu kurz – gerade was ihre Vergangenheit angeht. Und der so prominent vorgestellte Jaeger, der von drei Personen bedient werden muss, wird am Ende ziemlich sang- und klanglos aus den Socken gehauen.
Pacific Rim: Uprising wurde zwar komplett digital gefilmt, doch die 2.8K und 3.4K, die am Ausgang anlagen, wurden für das Digital Intermediate auf 2K heruntergerechnet. Die UHD basiert auf diesem DI und ist damit „nur“ hochskaliert. Ebenfalls mit an Bord sind natürlich ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Bilddynamik. Universal entschloss sich aber tatsächlich, dies in HDR10 UND Dolby Vision auf die Scheibe zu pressen. Gute Voraussetzungen also für ein farbkontraststarkes Bild? In der Praxis zeigt sich ein relativ typisches Verhalten von UHDs mit erweiterter Dynamik. Zunächst sind HDR10 und Dolby Vision wesentlich dunkler abgestimmt. Allerdings passt das hier ganz gut, denn die Blu-ray ist durchweg arg hell geraten.
Ebenfalls ein schöner „Neben“effekt des Abdunkelns: In vielen Szenen fällt das Korn nicht mehr so stark auf. Farben werden zwar sichtbar intensiviert, ohne es jedoch zu übertreiben. Der orangefarbene Saber Athena hat dennoch mehr Punch und die roten Lippen Liwens strahlen aus dem hellhäutigen Gesicht noch mehr hervor. Apropos „strahlen“: Dolby Vision zieht die Spitzhelligkeit noch einmal etwas höher, was bisweilen an die Grenze des Clippings von Weiß (manchmal auch darüber hinaus) geht. In eher mischdynamischen Szenen ohne große Hell-Dunkel-Kontraste liegen HDR10 und DV beinahe gleichauf, wobei Dolby Vision hier die Farben etwas kräftiger hervorhebt.
Die 4K Blu-ray mit Dolby Vision HDR hebt die Farben noch etwas kräftiger hervor. Die HDR10-Variante ist aber auch nicht zu verachten
Trotz des „nur“ 2K DI ist die Auflösung in Nahaufnahmen sichtbar besser. Das kommt zum einen durch die höhere Bilddynamik, zum anderen aber durchaus auch durch das sehr gut gelungene Upscaling. Gerade in Close-ups von Gesichtern lässt sich das prima ablesen. Dennoch: Wie auch die BD bleibt der UHD eine bessere Wertung verwehrt, weil einige Unruhen in kurzen Bewegungen zu sehen sind und Gesichter ab und an etwas weich wirken.
Erstaunliches beim Ton: Universal, die meist auf dts:X als verlustfreie 3D-Sound-Variante setzen, nutzen für Pacific Rim: Uprising das Konkurrenzformat Dolby Atmos. Glücklicherweise für die hiesigen Käufer gelangte sowohl die englische als auch die deutsche Fassung in Atmos auf die Scheibe. Und was die beiden Spuren können, zeigt die Disk von Beginn an. Während der Zusammenfassung der Geschehnisse durch Jake werden die Lautsprecher der regulären Ebene bereits dermaßen aktiv befeuert, dass einem zwar nicht das Sehen, aber zumindest das Hören vergeht. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass die Synchronstimme von Jake eine Spur zu laut ist und bei entsprechendem Pegel etwas übersteuert.
Der Bedrohung stehen die „Jäger“ entgegen: Rießige Kampfroboter
Apropos Pegel: Was hier an Bassgpegel und LFE-Gewalt auf den Zuschauer losgelassen wird, suchte zuletzt seinesgleichen. Schon alleine das Vorbeilaufen von Valor Omega lässt den Boden erzittern. Der Kampf von Gipsy Avenger und Obsidian Fury gerät dann vollends zum Referenzfall für die kompletten Lautsprecher. Schon die Raketen sensen einem die Haare vom Schädel und wenn die wabernden Chain Swords ein Hochhaus in zwei Teile spalten, muss man wirklich um die gute Nachbarschaft fürchten. Die setzt sich dann im Finale der Kämpfe zwischen Kaiju und den Jaegern am besten mit auf die Couch, denn dann sind die Grundmauern des Mietshauses ohnehin schon aufgeweicht. Alles andere als die Höchstwertung wäre hier eigentlich ein Hohn. Und zumindest für die Originalfassung gilt das. Die deutsche Version bekommt einen kleinen Punktabzug aufgrund ihrer leichten Übersteuerungen der Stimmen in lauten Szenen. Was die 3D-Sounds angeht, so nimmt sich Pacific Rim leider etwas vornehm zurück. Denn viele der über der Kamera stattfindenden Geschehnisse bleiben ohne Unterstützung aus den Heights. Was vornehmlich von oben kommt, sind die Computerstimmen, die die Protagonisten innerhalb der Jaeger hören sowie auch die Stimme des Jaeger, der nach gut zehn Minuten Jake und Amara aufspürt. Stampft der große Kerl aber von oben auf die Kamera herunter, bleibt’s still.
Die Soundeffekte sind in der 2D-Ebene wirklich großartig. Die Dolby Atmos Vertonung enttäuscht etwas, da nicht sehr oft die Höhenkanäle zum Einsatz kommen
Um es deutlich zu machen: Die Tatsache, dass die Computerstimmen praktisch ausnahmslos von oben ertönen, isoliert sie aus dem Gesamtgeschehen wunderbar raus. Das erzeugt ein extrem immersives Gefühl – zumindest in diesen Szenen. Dennoch wäre es sinnvoll gewesen, ein bisschen Information auf die zweite Ebene zu legen, wenn Jake und Nate in ihrem Jaeger „gedropt“ werden. Hier hört man das Entkoppeln der Seile sowie den Energiekern des Roboters – nur leider nicht aus den Höhen-Lautsprechern, wo’s zumindest visuell hingehört hätte. Möglicherweise hat man bewusst versucht, nicht zu brachial auf die Heights zu gehen, denn wenn der Mega-Kaiju Newt anraunzt, ist das schon ein ziemlich genialer 3D-Soundeffekt. Solche gezielt gesetzten Effekte gibt’s glücklicherweise oft, sodass auch die dreidimensionale Akustik am Ende trotz teils fehlender Informationen Spaß macht.
Deutsch: Dolby Atmos – 90% (2D-Betrachtung)
Deutsch: Dolby Atmos – 75% (3D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 100% (2D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 75% (3D-Betrachtung)
Bonus (60%)
Das Bonusmaterial, das komplett auf der Blu-ray vorliegt, hält zunächst einen Audiokommentar von Regisseur Steven S. DeKnight bereit. Dazu gibt es acht entfallene Szenen sowie insgesamt zehn Featurettes kurzer Länge. Zum einen werden uns die neuen Jaeger vorgestellt. Außerdem erklärt man die Entwicklung des Films, der die Story quasi von Grund auf neu gestalten konnte. In „Die Unterwelt von Uprising“ charakterisiert man die Gegend der Erde, in der der Wiederaufbau nicht hingekommen ist. „Neue Kadetten“ stellt uns die neue Crew vor und in „Unerwarteter Bösewicht“ geht es um den Widersacher aus den eigenen Reihen.“Ich bin Scrapper“ stellt uns den von Amara selbst gebauten „kleinen“ Jaeger vor. „Auf großer Tour“ kümmert sich dann endlich um die Kaiju des Films und „Mako kehrt zurück“ lässt Rinko Kikuchi zu Wort kommen, die schon im ersten Teil eine starke Rolle hatte.
Gesamtbewertung Pacific Rim: Uprising 4K Blu-ray (77%)
Pacific Rim: Uprising ist ein Spektakel, das im Finale das Heimkino regelrecht in Grund und Boden zertrümmert. Da passt es, dass der Sound in Sachen Brachialität neue Dimensionen erreicht. Gut, inhaltlich ist das noch leerer als das Original und die Seele fehlt auch ein bisschen. Aber unterhaltsam ist das schon. Die UHD liefert die identisch guten Tonspuren und das kontraststärkere, gleichzeitig etwas neutralere und schärfere Bild. HDR10 und Dolby Vision liegen gleichauf, wenngleich DV in ein paar wenigen Szenen etwas zum Clipping neigt.
Sony präsentiert mit dem UBP-X500 einen neuen 4K HDR Blu-ray Player für Einsteiger zu einem günstigen Einstiegspreis. Der UBP-X500 soll bereits ab August 2018 für 200 Euro (UVP) in den Handel kommen.
Sony präsentiert bereits vor dem Start der IFA 2018 in Berlin sein neues 4K-Lineup. Nach der Ankündigung der neuen „Master Series“ 4K Fernseher ZF9 und AF9, gibt es mit dem UBP-X500 auch Zuwachs bei den Abspielgeräten. Das Modell unterstützt die wichtigsten Features für die Wiedergabe von 4K HDR Blu-ray-Discs, richtet sich mit seiner Ausstattung und Preis jedoch eher an die UHD-Einsteiger.
Der Player unterstützt 4K UHD Blu-Ray Discs mit HDR10 (kein Dolby Vision), Dolby Atmos und DTS:X. Auch 3D Blu-rays, Blu-rays, DVDs, SA-CDs und CDs werden vom Laufwerk problemlos eingelesen. DVDs und Blu-rays können über den Upscaler auf 4K-Niveau mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde gehoben werden. Die letztendliche Bildqualität hängt aber natürlich vom Quellmaterial ab. Interessanter ist auch der HDR/SDR Umwandler, der TV-Geräten ohne HDR-Unterstützung eine lebendigere visuelle Darstellung spendiert.
Das Design des UBP-X500 lehnt sich am „großen Bruder“ UBP-X700 an
Media-Player & 4K Streaming
Über den USB-Anschluss an der Front oder das Netzwerk (LAN oder WLAN), lassen unterschiedlichste Audio- und Videodateien über den internen Media Player wiedergeben. Einen Hinweis zu den unterstützen Streaming-Anbietern lässt sich nicht aus der Produktbeschreibung entnehmen. Wir vermuten jedoch, dass Youtube, Netflix und Amazon Prime Video wie bei den Vorgänger-Modellen mit an Bord ist.
Auf der Rückseite des UBP-X500 gibt es nur einen LAN (Ethernet-Port), einen HDMI-Ausgang sowie einen Stromanschluss
Kein Twin-HDMI
Damit der günstige Preis des UBP-X500 realisiert (oder gerechtfertigt) werden kann, macht Sony noch Abstriche bei der Hardware. Auf der Rückseite des Players findet man nur einen HDMI-Ausgang (Version 2.0 mit HDCP 2.2) wieder. Die „großen Brüder“ UBP-X700 und UBP-X800 verfügen noch über zwei HDMI-Ausgänge die Audio- und Videosignal trennen und damit „Signalrauschen“ verhindern sollen.
Wer keinen 4K Fernseher mit Dolby Vision HDR besitzt und auch keine Heimkinoanlage im Einsatz hat, der sollte den UBP-X500 im Auge behalten. Der UVP von 199,90 Euro wird hoffentlich bald unterboten, da der UBP-X700 mit Dolby Vision und Twin-HDMI-Ausgang online bereits zu diesem Preis erhältlich ist. Noch in diesem Monat soll das neue Modell in Online-Shops und Technik-Fachmärkten auftauchen.
Sony hat zwei neue Flaggschiff-Serien für das TV-Segment vorgestellt: Die Bravia AF9 (OLED) und ZF9 (LCD) mit dem X1 Ultimate Prozessor. Mittlerweile ist klar, dass die neuen 4K-Fernseher zu den ersten Geräten zählen, die HDMI eARC unterstützen.
Mit HDMI eARC sichert man sich noch ein weiteres Feature. eARC steht für „Enhanced Audio Return Channel“. Etwa unterstützt man auf diese Weise sogar Dolby Atmos als Pass-Through. Das traditionelle HDMI ARC verfügt nämlich nur über eine stark limitierte Bandbreite. Deswegen bleiben die neueren, objektbasierten Tonformate leider draußen. Oft verbleibt der Sound sogar bei Stereo. Genau das ändert sich aber bei HDMI eARC.
Der neue Sony AF9 OLED TV gehört zur „Master Series“ und nutzt die Rechenpower des X1 Ultimate Prozessores
Während HDMI ARC eine maximale Bandbreite von 2 bis 3 Mb/s für Audiodaten bietet, kann HDMI eARC auf bis zu 37 Mb/s kommen. Das ist dann ausreichend, um auch verlustfreien Ton mit 24-bit wie Dolby TrueHD, DTS-HD Master Audio oder natürlich Dolby Atmos durch den Äther zu jagen.
HDMI eARC ist eigentlich Teil des Standards HDMI 2.1, kann aber auch als Update für einige Geräte mit HDMI 2.0 nachgerüstet werden. Sony hat bestätigt, dass die neue Master Series bzw. die Modelle Bravia AF9 (OLED) und ZF9 (LCD) HDMI eARC unterstützen. Damit sind es wohl die ersten 4K-Fernseher am Markt mit jenem Feature.
Sony AF9 und ZF9 sollen HDMI eARC voll ausnutzen
Sony hat erklärt, dass die neuen 4K-TVs des Unternehmens es ermöglichen, dass ein Ultra HD Blu-ray Player beispielsweise direkt an den TV angeschlossen wird. Der TV kann dann dank HDMI eARC auch Dolby Atmos Ton direkt an eine Soundbar oder Heimkinoanlage übermitteln. Voraussetzung ist allerdings, dass auch die angesteuerten Geräte HDMI eARC unterstützen muss.
Sonys neu angekündigte „Master Series“ TVs unterstützen sogar die Bildkalibrierung mit SpectraCal von CalMAN
Insgesamt vereinfacht HDMI eARC im Heimkino Audio-Setups und eliminiert vielleicht für einige Anwender die Notwendigkeit eines AVRs. Wer nun hofft, dass die neuen Sony AF9 und ZF9 noch weitere Funktionen für HDMI 2.1 unterstützen könnten, guckt aber in die Röhre. Der japanische Hersteller hat bereits klargestellt, dass es bei HDMI eARC bleibe.
Wie Computerbild.de berichtet, gibt es seit dem „Q-Update“ wohl Probleme mit Sky Q Receiver. Die Hardware soll nach der Aktualisierung mehr Strom verbrauchen und sich zudem erhitzen.
Mit dem Sky Q-Update „verwandelte“ sich der Sky+ Pro zum Sky Q Receiver. Eine komplett überarbeitete Nutzeroberfläche und weitreichende neue Features erfreuen seitdem die Besitzer. Leider gibt es aber nicht nur positives zu vermelden. Einige Kunden ärgert es, dass sich der Receiver nach dem Update auf die Q-Plattform nicht mehr in den „Deep Stand-By“-Zustand schicken lässt. Das bedeutet: Das Gerät sowie die darin enthaltene Festplatte arbeiten bis zu 23 Stunden am Tag, verbrauchen Strom und erhitzen das Gerät.
Hitze und erhöhter Stromverbrauch
Die Hitzeentwicklung soll jedoch nur dann zu Problemen führen, wenn das Gerät nicht korrekt aufgestellt wird. Man sollte dem Sky Q-Receiver genug Platz lassen, damit erhitzte Luft über die Lüftung nach außen getragen und gegen kühle Luft ausgetauscht werden kann. Am besten wird der Sky Q Receiver frei aufgestellt und nicht in einem zu engen HiFi-Rack oder auf anderen technischen Komponenten platziert.
Ärgerlicher ist dagegen der gestiegene Stromverbrauch. Früher hatte der Receiver im „Tiefschlaf“ um die 0.5 bis 0.6 Watt verbraucht. Jetzt liegt der Verbrauch bei rund 18 Watt – wohlgemerkt im „Stand-by“ Modus.Im Jahr kommen da gerne einmal zusätzliche Stromkosten von um die 40 Euro auf den Verbraucher zu. Doch muss das der Kunde einfach so hinnehmen? Computerbild hatte bei Rechtsanwalt Thomas Hollweck angefragt und bekam folgendes Feedback: „Der Zustand einer erworbenen Ware muss nach einem Update so verbleiben, wie sie beim Kauf war, sie darf allenfalls verbessert werden.“
Auf Live oder On-Demand-Inhalte kann von bis zu 5 Geräten zugegriffen werden. Hier wird das Feature wohl an einem Apple TV präsentiert / Bildquelle: @SkyDeutschland
Sonderkündigungsrecht für Sky-Kunden?
Für Sky ist das ein ganz schön heikles Thema. Kunden können auf den ehemaligen „Deep Stand-By“-Modus bestehen und nach einer Fristsetzung zur Fehlerbehebung (sollte Sky diesem nicht nachkommen) sogar von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Zudem hat sich das Umweltbundesamt eingeschalten. Die Institution sieht das Fehlen eines „echten“ Stand-By-Modus ebenfalls als kritisch an.
Der Grund für die „Dauerbereitschaft“ des Receivers liegt darin, dass die Software weitaus öfters mit Updates versorgt werden muss, als bei der alten Plattform. Andreas Stumptner, Pressesprecher von Sky verweißt darauf, dass der Sky-Q-Receiver CE-konform ist und alle gesetzlichen Vorgaben einer komplexen Set-Top-Box-Plattform erfüllt.
Saturn startet seine Medien-Offensive im August! Drei ausgewählte 4K UHD Blu-rays gibt es für 50 Euro! Wählt aus über 170 Titeln und nutzt die Schnäppchen-Aktion bis zum 03. September 2018 (09:00 Uhr).
Samsung ist im Markt für 4K-Fernseher mit seinen QLED eigentlich sehr gut aufgestellt. Allerdings zeigen die Ergebnisse des zweiten Quartals 2018, dass die Verkaufszahlen weiterhin zurückgehen. Offenbar greifen die Kunden gerade im Premium-Segment lieber zu OLED als zu QLED.
Wir hatten ja bereits darüber berichtet, dass sich OLED-Fernseher offenbar aktuell deutlich besser verkaufen als die Samsung QLED. Auch im HDTVTest 2018 Shootout unterlag Samsungs QLED Q9FN, also das Topmodell der Serie, der OLED-Konkurrenz. Allerdings hat Samsung natürlich schon einen Plan in der Hinterhand. Denn mit microLED will man die Vorteile von OLED und LCD quasi vereinen. Als Beispiel zeigte man bereits „The Wall“.
Zusätzlich will Samsung noch 2018 mit 8K voranpreschen. Das alles ändert aber freilich nichts am Status Quo. Und so entwickeln sich die Verkaufszahlen des Unternehmens im TV-Bereich aktuell negativ. So ist Samsung zwar immer noch der weltgrößte TV-Hersteller, muss sich aber vorsehen. Denn mehr und mehr Kunden wenden sich eben im gehobenen Segment lieber OLED zu.
Der Schwarzwert von „The Wall“ ist perfekt, da jeder Pixel seine eigenes Licht und Farbe emittiert und komplett ausgeschalten werden kann
In Südkorea gibt es nun Meldungen, laut denen Samsungs Marktanteile im High-End-Bereich von ehemals 55 % auf nur noch 15 % gefallen seien. Gerade bei den Prestige-Modellen scheinen die QLED also im Absatz zu schwächeln. Tatsächlich waren die letzten beiden Quartale für Samsungs Fernseher-Sparte wenig erfreulich. Die Einnahmen fielen weiter ab. Regulär konnte der Hersteller bis 2017 im zweiten Quartal stets Zuwächse erzielen. 2017 hagelte es jedoch einen Abfall der Verkaufszahlen. Und 2018 sieht es im gleichen Zeitraum nach Stagnation aus – trotz Fußballweltmeisterschaft, die traditionell die Fernseher-Verkäufe ankurbelt.
Samsung steigert jedoch die Gewinnmargen
Samsung konnte allerdings seine Gewinnmargen steigern. Somit mögen die Umsätze zwar fallen, aber dank der höheren Margen sind dennoch höhere Gewinne zu erzielen. Das könnte sich allerdings in den kommenden Quartalen wieder umkehren, wenn die hohen Einführungspreise der neuen QLED langsam fallen. Allerdings bleibt auch abzuwarten, inwiefern Samsung eventuell mit den angekündigten 8K-Geräten gegensteuern kann.
Bereits auf der CES im Januar 2018 präsentierte Samsung erste 8K Fernseher
Ein Problem mit 8K ist, dass es im Grunde keine geeigneten Inhalte für die Fernseher gibt. Viele Anbieter sind schließlich immer noch dabei überhaupt auf Ultra HD bzw. 4K umzusatteln. Auch die Preise der ersten 8K-Modelle dürften, bei wenig Möglichkeiten die hohe Auflösung voll auszukosten, exorbitant ausfallen. Bis auf einige Early Adopter mit prall gefüllten Geldbeuteln dürften also nur wenige Käufer zuschlagen.
Sonys kürzlich angekündigte „Master Series“ 4K Fernseher unterstützen die SpectraCal-Bildkalibrierung von CalMAN. Fachhändler und private Anwender können damit die optimale Bildqualität aus ihren Sony Premium TVs holen.
In der offiziellen Ankündigung der ZF9 und AF9 4K Fernseher wurde das neue Feature nur in zwei Sätzen angerissen. Die „Masters Serie“, ausgestattet mit dem X1 Ultimate Prozessor, sind die einzigen Modelle von Sony, die eine Kalibrierung mit der SpectraCal-Software von CalMAN unterstützen. Als Schnittstelle zum TV wird die App „CalMAN for BRAVIA“ auf dem Fernseher über den Google PlayStore installiert. Es ist aber davon auszugehen, dass auch zukünftige TV-Modelle mit wenigen Klicks für eine akkurate und natürliche Bildwiedergabe optimiert werden können.
Für Fachhändler und Video-Enthusiasten
Die Bildkalibrierung soll lt. Sony auch professionellen Ansprüchen genügen – von der Produktion über Postproduktion bis hin zu Fernsehübertragungen. Private Anwender werden mit dem neuen Feature wohl nicht viel anfangen können. Dafür fehlt vielen nicht nur die Expertise und Software, sondern auch die Hardware. Letztere besteht meist aus einem Laptop, Farbmessgerät, Spektralfotometer und einem Testbild-Generator. Für eine einmalige Anschaffung sind diese Geräte auch zu teuer. Dafür können Fachhändler und Technik-Märkte von SpectraCal profitieren. Ein Kalibrierungs-Service kann einzeln oder im Paket mit dem Kauf des Fernsehers angeboten werden. Die technischen Komponenten die dafür benötigt werden, lassen sich damit im Regelfall schnell amortisieren.
AutoCal-Feature: Qualitätssteigerung in 3 Minuten
Einen großen Vorteil bietet das AutoCal-Feature. Mit einem Klick in der Software, spielt das Programm automatisch Testbilder aus und misst diese über den Sensor. Ist das Ergebnis bei der ersten Messung nicht zufriedenstellend, passt die Software die Bildparameter des Fernsehers an und misst so lange weiter, bis eine zufriedenstellende Bildqualität erreicht wird. Das spart Zeit und Geld. Eine 20-Punkt-Messung soll in etwa 3 Minuten abgeschlossen sein. Manuell würde man mindestens 30-60 Minuten benötigen.
Die Farbdarstellungen in ihren verschiedenen Helligkeiten werden optimiert und sollen nicht nur in SDR (Standard Dynamic Range) sondern auch in HDR (High Dynamic Range) bestmögliche Bildqualität abliefern.
LG, Sony, Philips, Panasonic & Samsung
Eine professionelle Bildkalibrierung wurde bisher nur von Samsung, Philips, LG und Panasonic angeboten. Mit Sony kommt ein weiterer namhafter TV-Hersteller dazu. Die Hersteller unterstreichen damit ihre Bemühungen, die bestmögliche Bildqualität für ihre TV-Geräte bereitzustellen. Bleibt zu hoffen, dass nicht nur immer mehr 4K Fernseher, sondern auch Märkte und Fachhändler die Möglichkeiten dieses Features erkennen und in naher Zukunft nur „perfekt“ eingestellte Fernseher ihren Weg in die Wohnzimmer der Verbraucher finden.