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Netflix Gaming: Interesse der Abonnenten an Spielen ist überschaubar

Netflix bietet seinen Abonnenten seit einiger Zeit auch Spiele an. Doch die Resonanz bleibt bisher offenbar sehr verhalten.

So kommt Netflix für seine Spiele aktuell laut Apptopia weltweit nur auf ca. 1,7 Mio tägliche Nutzer – was weniger als 1 % der Abonnentengesamtmenge entspricht. 23,3 Mio. Menschen sollen die Android-Spiele von Netflix heruntergeladen haben. Netflix verfügt derzeit über ca. 221 Mio. Abonnenten.

Dennoch sieht Netflix Spiele weiterhin als einen wichtigen Bereich an. Investoren teilte man kürzlich mit, dass man letzten Endes nicht nur mit anderen Streaming-Anbietern um die Aufmerksamkeit der Kunden konkurriere. Auch die Kurzvideo-Plattform TikTok sowie den Spiele-Store Epic Games nannte man als zentrale Rivalen. Dennoch sind Spiele für Netflix aktuell nur ein Experiment, mit dem man noch nicht so richtig auf Kurs kommt, wie die Adoption zeigt.

In der EU könnte man Streaming-Anbieter wie Netflix zu einer Daten-Maut verpflichten.
Netflix bietet für Android auch Spiele als Teil des Abonnements an.

Netflix hat sogar bereits Spieleentwickler übernommen, beschränkt sich aber eben derzeit noch darauf Mobile Games für Android zu kredenzen. Vielleicht wäre man erfolgreicher, würde man Cloud-Gaming anbieten oder auch Core-Games ins Programm aufnehmen. Letzteres hält sich der Streaming-Anbieter zumindest offen. Man ziehe aktuell in Erwägung, bekannte Marken großer Publisher zu lizenzieren.

Netflix will mit Gaming die Abonnenten halten

Wir nehmen an, dass viele Abonnenten gar nicht wissen, dass Netflix überhaupt Spiele anbietet. Denn die jeweiligen Android-Games müssen separat als einzelne Apps heruntergeladen werden. Zumindest will man bis Jahresende auf 50 Titel kommen, die Bestandteil des Abonnements sein sollen. Ziel ist es, so die eigenen Marken noch besser im Alltag der Menschen zu verankern.

Netflix nimmt im August 2022 wieder neue Filme und Serien ins Programm auf.
Netflix nimmt im August 2022 wieder neue Filme und Serien ins Programm auf.

Letzten Endes kann man sich fragen, ob es da nicht besser wäre, mehr auf Merchandise zu setzen. Denn die Spieleentwicklung ist zeit- und kostenintensiv. Netflix könnte zudem seine Marken wie „Stranger Things“ oder „Cobra Kai“ verstärkt an externe Partner lizenzieren, so würde man noch Einnahmen erwirtschaften und das Risiko auslagern.

Xbox Game Pass Ultimate: Microsoft testet ein neues Familien-Abonnement

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Microsoft könnte den Xbox Game Pass Ultimate mittelfristig um einen neuen Familien-Tarif erweitern. Zumindest experimentiert man damit bereits in Kolumbien und Irland.

Wer aktuell den Xbox Game Pass Ultimate abonniert, kann ihn zwar alleine nutzen, andere Personen dürfen aber im wahrsten Sinne des Wortes nicht mitspielen. Dabei gibt es ja in anderen Bereichen, etwa beim Musikstreaming, auch Familien-Tarife für mehrere Benutzer. Im eigenen Haushalt lassen sich auch Videostreaming-Angebote wie Amazon Prime Video, Disney+ und Netflix mit mehreren Personen verwenden. Netflix will dies gar bald offiziell auch über einen Haushalt hinaus ermöglichen – gegen einen Obolus.

Xbox Insider in Irland und Kolumbien dürfen eben nun einen neuen Familien-Tarif für den Game Pass Ultimate ausprobieren. Bis zu vier weitere Nutzer lassen sich da zum Abonnement dazu holen. Sie alle teilen sich dann die Flatrate und die weiteren Vorteile. Die anderen Mitglieder, die beitreten, müssen keine Insider sein, aber im selben Land wohnen, wie die Tester. Es deutet sich dabei auch an, dass die Familien-Mitgliedschaft natürlich teurer sein wird, als der Einzeltarif.

Xbox Game Pass 2020
Der Xbox Game Pass dient aktuell vor allem der Kundenbindung.

Als Beispiel nennt Microsoft nämlich schon, dass sich etwa ein Monats-Abonnement des Xbox Game Pass Ultimate zu 18 Tagen des Familien-Tarifs umwandeln lässt. Einmal umgewandelt, gibt es dann auch kein Zurück mehr, bis die verbleibende Zeit abgelaufen ist. Eingeladene Nutzer können wiederum ihr Abonnement nicht konvertieren. Sie müssen entweder ihr Abo kündigen oder warten, bis es abläuft.

Xbox Game Pass Ultimate: Was wird das Familien-Abonnement kosten?

Zur Mitbenutzung des Xbox Game Pass Ultimate ist ein Microsoft-Konto notwendig. Wer bereits Xbox All Access gebucht hat, kann nicht an der Insider Preview teilnehmen. Offenbar will Microsoft hier mal ausloten, wie so ein Familienangebot bei den Nutzern ankommt. Wir nehmen an, dass man so einen Tarif auf lange Sicht dann auch international einführen wird.

HBO Max und Discovery Plus verschmelzen im nächsten Jahr

HBO Max wird es ab 2023 nicht mehr geben. Das Streaming-Angebot soll im nächsten Jahr mit Discovery Plus verschmelzen.

Dies hat der CEO von Warner Bros. Discovery, David Zaslav, gegenüber Partnern und Investoren mitgeteit. In Deutschland konnte HBO Max wegen eines laufenden Lizenzabkommens mit dem Pay-TV-Anbieter Sky ja leider nie starten. In anderen Ländern Europas ist HBO Max aber durchaus vertreten. Neukunden lockte man gar mit „Rabatten auf Lebenszeit“. Dieses Angebot dürfte 2023 dann wohl verfallen, wenn die Plattform aufhört zu existieren.

Laut Zaslav verfüge HBO Max über konkurrenzfähige Features und Inhalte, die unternehmensintern ebenfalls geschätzt werden. Man wolle also auch gar keinen Kahlschlag auf der kreativen Ebene forcieren. Allerdings hapere es bei HBO Max an der Performance der Apps und der Kundenzufriedenheit. Deswegen werde man dann auch für die zukünftige, technologische Basis auf das Fundament von Discovery Plus setzen.

HBO Max startet am 8. März in 15 europäischen Ländern || Bild: Warnermedia
HBO Max wird es im Verlauf des Jahres 2023 bereits nicht mehr geben. || Bild: Warner Bros. Discovery

Die Inhalte von HBO Max und Discovery Plus sollen dann natürlich unter dem neuen Dach zusammenfließen. Dann könne man ein großartiges Produkt bieten, so Zaslav. Hinter den Kulissen wachsen bei den Kreativen allerdings nun Befürchtungen, dass viele HBO Max Originals das Zeitliche segnen könnte. So zog Zaslav etwa kürzlich auch beim bereits nahezu fertiggestellten HBO-Max-Film „Batgirl“ den Stecker.

HBO Max: Streaming-Dienst hat keine Zukunft mehr

Am Ende muss sich zeigen, wie der Geschäftsführer von Warner Bros. Discovery verfahren wird. Klar ist, dass er eine gänzlich andere Strategie anlegt, als sein direkter Vorgänger Jason Kilar. Kilar wollte das Streaming-Geschäft voranbringen und setzte auf zahlreiche Filme und Serien als Zugpferde. David Zaslav interessiert sich mehr für die Wirtschaftlichkeit und will massive Einsparungen auf den Weg bringen.

„Lightyear“: Pixar-Film bei Disney+ exklusiv in IMAX Enhanced

Disney zeigt den jüngsten Pixar-Film „Lightyear“ bereits bei seinem Streaming-Angebot Disney+. Dort gibt es sogar exklusiv eine IMAX-Enhanced-Fassung.

Vielleicht ziehen einige unserer Leser nun die Augenbrauen hoch: Schließlich kommen für IMAX-Filme normalerweise auch spezielle Kameras zum Einsatz. Animationsfilme wie „Lightyear“ werden aber freilich am Computer rein digital gerendert. Offenbar optimierte Pixar seinen neuen Film aber für IMAX-Vorführungen, sodass eben einige Szenen auch im erweiterten Bildformat und mutmaßlich mit höheren Auflösungen vorliegen.

Leider wird des „Lightyear“ im Format IMAX Enhanced exklusiv bei Disney+ geben. In Deutschland erscheint der Titel ohnehin gar nicht als Ultra HD Blu-ray. Wer Interesse an einer 4K-Disc hat und bereit ist auf die deutsche Synchronisation zu verzichten, kann allerdings zu einem Import aus beispielsweise den USA oder Großbritannien greifen. Ansonsten bleibt der Kauf der digitalen Version über Plattformen wie Apple iTunes.

„Lightyear“ liegt im Gegensatz zu neueren Marvel-Filmen nicht komplett in IMAX Enhanced vor. Nur einige Sezenen sind also auf das Format 1,90:1 erweitert. Das Gros des Animationsfilms wird im Format 2,39:1 bestritten. In den Kinos war „Lightyear“ eher ein moderater Erfolg. Disney wird nun sicherlich genau beobachten, wie sich der Streifen bei Disney+ so schlägt.

„Lightyear“ erscheint erst Ende September auf Disc

In Deutschland erscheint „Lightyear“ leider erst am 29.09.2022 auf Disc – auf DVD und Blu-ray. In den USA vertreibt Disney den Pixar-Film als Ultra HD Blu-ray ab dem 13. September. Hier wird aber nicht nur das IMAX-Enhanced-Format fehlen, sondern auch Dolby Vision streicht Disney bei der Disc-Veröffentlichung. Hingegen nutzt die Streaming-Fassung sehr wohl das dynamische HDR-Format.

"Lightyear" steht bereits bei Disney+ bereit.
„Lightyear“ steht bereits bei Disney+ bereit.

Mittlerweile sieht es also so aus, dass Disney nur noch schwindendes Interesse am Markt für Discs hat. Man sieht seine Zukunft da eher im Streaming-Geschäft mit Disney+.

Google Stadia Pro: Drei Gratis-Monate für Besitzer von TVs von LG

Gute Nachrichten für Besitzer aktueller LG-TVs: Jene erhalten drei Monate Google Stadia Pro absolut kostenlos.

Sollte euch Google Stadia nichts sagen: Das ist das Cloud-Gaming-Angebot von Google. Trotz pompösen Marketings zum Start blieb das Angebot bisher hinter den Erwartungen zurück. So sind die meisten Games dort nur eine 4K-Mogelpackung und das anfängliche Sprechen, Exklusivtitel zu liefern, wurde später revidiert. Deswegen schloss Google auch rasch sein eigens gegründetes Entwicklerstudio. Man hört immer wieder, dass die Abonnentenzahlen weit hinter den Erwartungen des Unternehmens zurückgeblieben sind.

Sicherlich auch deswegen verschenkte Google immer wieder den Stadia Controller als Dreingabe zu Spielen und versuchte so Kunden anzulocken. Dafür hat man sich nun ebenfalls mit dem TV-Hersteller LG zusammengetan: Besitzer von LGs Smart-TVs ab webOS 5.0 (2020) erhalten in Europa und Nordamerika drei Monate Stadia Pro gratis. Stadia Pro ist das kostenpflichtige Abonnement, das es euch erlaubt, 4K zu nutzen und ähnlich wie bei PlayStation Plus und Xbox Games with Gold monatliche Gratis-Spiele mitzunehmen.

Google Stadia Pro ist für Besitzer von LG-TVs drei Monate kostenfrei.
Google Stadia Pro ist für Besitzer von LG-TVs drei Monate kostenfrei.

Stadia Pro bietet euch außerdem exklusive Rabatte auf ausgewählte Spiele und neben Gaming in 4K / HDR auch 60 fos sowie 5.1-Surround-Sound. Zocken könnt ihr via Stadia, natürlich nur nach dem Kauf der jeweiligen Titel, auch Spiele wie „Cyberpunk 2077“, „Resident Evil Village“ oder z. B. „Assassin’s Creed: Valhalla“. Allerdings müsst ihr die Spiele im Stadia Store kaufen und sie stehen euch dann eben auch nur bei Stadia zur Verfügung. Hier hat Nvidia GeForce Now etwa den Vorteil, dass ihr die Games einfach bei angebundenen PC-Stores, wie Steam erwerbt. Entscheidet ihr euch dann nachträglich doch lieber für einen Gaming-Rechner, bleibt eure Sammlung erhalten.

Stadia Pro: So nehmt ihr das Gratis-Angebot in Anspruch

Ihr erhaltet die 3 Monate Stadia Pro an LG-TVs ab dem Jahr 2020, indem ihr einfach nach dem Promo-Hinweis im Content Store an den Fernsehgeräten sucht. Dort solltet ihr einen QR-Code zu Gesicht bekommen, den ihr scannen müsst. Anschließend startet der Prozess zur Aktivierung der Gratis-Monate an euerem mobilen Endgerät.

Google Stadia will über Cloud-Gaming Kunden überzeugen.
Google Stadia will über Cloud-Gaming Kunden überzeugen.

Wichtig: Das Angebot gilt nur für Neukunden. Habt ihr also schon Stadia Pro abonniert, erhaltet ihr die 3 Gratis-Monate leider nicht. In Anspruch nehmen lässt sich die Aktion bis zum 31. Januar 2023.

Streaming-Player sollen ab 2023 wieder erstarken

Der Markt für Streaming-Player ist 2021 und bisher auch 2022 abgestürzt. 2023 soll es aber wieder aufwärts gehen.

Trotz der Pandemie sanken in den Jahren 2021 und 2021 die Verkaufszahlen von Streaming-Playern wie den Amazon Fire TV, Apple TV 4K oder auch der Nvidia Shield TV. Die Ursachen dürften vielfältig sein: Vermutlich geben sich immer mehr Anwender mit den auf ihrem Smart TV vorinstallierten Apps zufrieden. Oder es sind schlichtweg nich ältere Mediaplayer im Haushalt vorhanden, die als ausreichend empfunden werden.

Ab 2023 rechnen die Marktforscher von Kagan allerdings damit, dass der Markt für derartige Player wieder zu Wachstum zurückfinden wird. Bis 2026 könnten dann sogar 100 Mio. Streaming-Player im Jahr ausgeliefert werden. Zuletzt sei der Markt zum einen wegen Lieferengpässen, zum anderen aber auch wegen der hohen Inflation abgestürzt. So rechnet man für dieses Jahr derzeit nur mit ca. 80 Mio. ausgelieferten Streaming-Playern. Das entspräche einem Minus von 1,2 %, wenn man mit 2021 vergleicht.

Streaming-Player sollen ab 2023 wieder auf Kurs kommen.
Streaming-Player sollen ab 2023 wieder auf Kurs kommen.

Bis 2026 rechnen die Analysten von Kagan wieder mit einem zunehmenden Wachstum. Vielleicht wird dies auch durch die erwartete Adoption von AV1 beflügelt. Der effiziente Videocodec steht schon lange zur Verfügung, nimmt aber nur sehr langsam Fahrt auf. Auch rechnet man mit einem neuen Apple TV 4K sowie einem Nachfolger für die Nvidia Shield TV aus dem Jahr 2019.

Neue Streaming-Player auch von Roku, Google und anderen

Googles aktueller Chromecast mit Google TV stammt ebenfalls bereits aus dem Jahr 2020, sodass eine neue Generation langsam wahrscheinlich wird. Auch Roku könnte mit neuen Geräten aufwarten. Am Ende könnten bis Ende 2026 rund 313,5 Mio. Streaming-Player in den Haushalten stehen. Für 2021 verzeichnete man da noch 232,6 Mio. Geräte. Smart TVs, Spielekonsolen und Set-Top-Boxen sind hier ausdrücklich nicht eingerechnet.

Amazon Freevee: Kostenloses Streaming-Angebot ab sofort in Deutschland

Freevee (ehemals IMDb TV) startet heute in Deutschland. Das werbefinanzierte Streaming-Angebot ergänzt fortan Amazon Prime Video.

Schon im April 2022 wurde nicht nur die Umtaufe, sondern auch der Start in Deutschland in Aussicht gestellt. Freevee TV bündelt nicht nur eigen Originals, wie etwa „Bosch: Legacy“, sondern zeigt auch lizenzierte Inhalte. In Deutschland sind zum Start beispielsweise Serien wie „The Night Manaher“, „Justified“ oder auch „Person of Interest“ unter den Formaten. Bei den Filmen sind vielleicht „The Founder“ mit Michael Keaton sowie „Nightcrawler“ mit Jake Gyllenhaal erwähnenswert.

In den USA und Großbritannien gibt es IMDb TV schon länger. Nach der Namensänderung zu Freevee ist Deutschland jetzt der dritte Markt, in dem das werbefinanzierte Angebot anläuft. Österreich soll im weiteren Jahresverlauf noch folgen. Konkreter wird man da aber bisher noch nicht. Amazon wil diee Freevee Originals noch ausbauen: Das werden etwa auch „Primo“ eine Coming-of-Age-Comedy von Michael Schur („The Good Place“) und Shea Serrano sowie „On Call“, das halbstündige Drama des TV-Produzenten Dick Wolf („Law & Order“) sein.

Freevee ist natürlich kein Ersatz, sondern vielmehr eine Ergänzung zu Amazon Prime Video. Möglicherweise wird man darüber auch versuchen, ein niederschwelliges Angebot zu generieren, dass im nächsten Schritt Kunden zum kostenpflichtigen Prime Video lotst. Generell kommt es ja in Mode Streaming mit Werbung zu kombinieren – Netflix und Disney verfolgen ganz ähnliche Pläne.

Schaut ihr bei Freevee herein?

Letzten Endes ist der Zugang zu Freevee kostenlos, ihr bezahlt aber nicht mit Geld, sondern mit eurer Aufmerksamkeit, Zeit und Daten. Denn es wird euch ja Werbung gezeigt. Zu finden ist Amazon Freevee auf der Website des Anbieters direkt hier.

IMDb TV startet 2022 auch in Deutschland und wird zu "Freevee"
Freevee startet in Deutschland | Bild: Amazon

Amazon vermerkt teilweise auch UHD und HDR als Darstellungsmerkmale und bietet neben deutschen Synchronisationen auch den Originalton an.

Leica steigt in den Markt für Laser-TVs ein und kooperiert mit Hisense

Der deutsche Kamerahersteller Leica will sich einen neuen Markt erschließen: Man kooperiert ab sofort mit Hisense im Markt für Laser-TVs.

Die deutsche Leica Camera AG steigt nach eigenen Angaben in den Markt für Laser-TVs ein. Als Partner für den Markteintritt hat man sich Hisense auserkoren. Hisense ist bereits einer der weltweit größten Hersteller von Fernsehern und Laser-TVs. Dabei ist der Name streng genommen eher irreführend: Denn bei den Laser-TVs handelt es sich eben nicht um Fernseher, sondern um Ultra-Kurzdistanz-Projektoren.

Leica und Hisense wollen sich nun eng technisch vernetzen, um die Laser-TVs auf die nächste Stufe zu hieven. Die Partnerschaft sei langfristig angelegt. Das Ziel ist es, die Technologien von Hisense im Segment der Laser-TV Geräte mit der Expertise von Leica bei der Entwicklung und Fertigung von Projektionsobjektiven zusammenzuführen. Leica vollendet dabei gewissermaßen einen Kreislauf: Bereits vor über 50 Jahren war die Linie der Leica Pradovit Bestandteil des Produktportfolios, erst als analoger Projektor, später auch in einer digitalen Version.

 Leica Camera AG, Dr. Lan Lin (l.), Präsident von Hisense, und Matthias Harsch, CEO Leica Camera AG
Dr. Lan Lin (l.), Präsident von Hisense und Matthias Harsch, CEO Leica Camera AG, unterzeichnen das Abkommen | Bild: Leica Camera AG

Die Leica Camera AG stellt den ersten eigenen Laser-TV, Leica Cine 1, exklusiv im September 2022 auf der IFA in Berlin vor. Dort wird es das Produkt für Messebesucher dann auch in Aktion zu erleben geben. Klar, dass sich Leica und Hisense im Zuge dieser Ankündigung gegenseitig eifrig auf die Schulter klopfen.

Laser-TVs: Der Markt der Zukunft?

Wir blicken derzeit noch etwas skeptisch auf den Markt für Laser-TVs, da diese meist mit Pixel-Shifting arbeiten, also nicht nativ mit 4K auflösen. Für die HDR-Darstellung gibt es zudem die bekannten Nachteile, die generell Projektoren plagen. Dennoch ist das natürlich ein interessantes Segment, wie sich ganz offensichtlich auch Leica gedacht hat.

BenQ ScreenBar im Test: Intelligente Monitor-Tischlampe für Arbeit und Gaming

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Heute testen wir die BenQ ScreenBar. Eine intelligente Monitor-Tischlampe, die euch bei der Arbeit oder Gaming immer die perfekte Lichtumgebung liefern soll. Lohnt sich die Anschaffung der BenQ ScreenBar?

Meist testen wir TV-Geräte, Projektoren oder Soundbars. Den Bereich Beleuchtung oder Umgebungslicht haben wir auch schon einmal angerissen. Leider wird diesem Thema bei der Arbeit, Gaming oder Unterhaltung viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei liefert uns eine optimierte Beleuchtung so viele Vorteile. Das erste und wohl wichtigste Argument, welches für eine Monitor-Lampe wie die BenQ ScreenBar spricht, ist unsere Gesundheit. Egal, ob Arbeit oder Freizeit, das „Starren“ auf den Bildschirm kann die Augen belasten bzw. ermüden. Das liegt meist daran, dass wir auf einen sehr hellen Bildschirm blicken, die Umgebungshelligkeit jedoch meist weit geringer ist. Die Pupille weitet sich mehr als eigentlich nötig, mehr Licht kann ins Auge eindringen, was Augenermüdungen zur Folge haben kann. Zudem kann eine angepasste Beleuchtung die Leistung steigern, da ein besserer Tagesrhythmus simuliert wird – vor allem in den Herbst und Wintermonaten.

Lieferumfang des BenQ Screenbar Monitor-Lichts
Lieferumfang des BenQ Screenbar Monitor-Lichts

BenQ ScreenBar: die perfekte Monitor-Tischlampe?

Und allein dafür lohnt sich bereits die Anschaffung einer Monitor-Tischlampe, wie der BenQ ScreenBar. Das System ist denkbar einfach, was sich bereits nach dem Öffnen der Verpackung zeigt. Dort finden wir das eigentliche Monitor-Licht, nebst Halterung und USB-Kabel (USB-A auf USB-C). Dazu gibt es noch eine kompakte Service-Information – das war es auch schon. Die Verbindung der Lichtleiste mit dem Halterung-Klip ist supereinfach. Danach stecken wir das USB-C-Kabel in die ScreenBar (durch die dafür vorgesehene Führung) und danach können wir das Gerät bereits an den Monitor anbringen. Das Gewicht sowie der Clip erlaubt es, die ScreenBar an Monitoren mit einer maximalen Dicke von 3cm zu installieren. Selbst bei einem gebogenem Display, wie ich eines nutze, gibt es keine Probleme. Für die Stromversorgung wird ein USB-A-Anschluss mit 5V/1A benötigt. Ich kann die BenQ ScreenBar somit direkt über einen der USB-Anschlüsse meines Widescreen-Monitors mit Strom versorgen. Das Marketingversprechen „Installiert in einer Minute“ kann BenQ schon einmal einhalten.

Der Halterungs-Klip inkl. Gewicht der BenQ Screenbar
Der Halterungs-Klip inkl. Gewicht der BenQ ScreenBar

40.000 Stunden LED-Lebensdauer

Machen wir noch einen kleinen Abstecher zu den Spezifikationen der BenQ ScreenBar. Das System mit zweifarbigen LEDs hab eine maximale Beleuchtungsstärke (direkt an der Lampe in der Mitte) von 1.000 Lux. Wir haben 550 Lux gemessen, die unseren Schreibtisch ausleuchten – ein optimaler Wert. Die LEDs können in 14 Stufen manuell gedimmt werden. Die Farbtemperatur kann in 8 Stufen geregelt werden und liegt zwischen 2700 (warm) und 6500k (kalt). Die Lebensdauer der Leuchtmittel werden mit 40.000 Stunden angegeben.

Die Funktionstasten und der Lichtsensor sind alle auf der Oberseite der Screenbar angebracht
Die Funktionstasten und der Lichtsensor sind alle auf der Oberseite der ScreenBar angebracht

Unser Favorit: Der Auto-Dimmer-Modus

Danach geht es eigentlich direkt in die Nutzungsphase. Auf der Oberseite der ScreenBar befinden sich vier Funktionstasten sowie ein Lichtsensor. Wir können die Helligkeit und Farbtemperatur manuell einstellen, oder wir nutzen den Auto-Dimmer-Modus, der die optimale Lichtausgabe in Abhängigkeit des Umgebungslichts bestimmt. Ist der Auto Dimmer aktiviert, leuchtet ein grünes Licht. Zudem wird dieser aktiv, ändert sich die Umgebungshelligkeit. Allein während ich diesen Text verfasse, erinnert mich die BenQ ScreenBar, wie genial diese Anschaffung war. Draußen ist es hell und kleinere Wolken verdecken immer wieder die Sonne. Die ScreenBar Monitor-Tischlampe passt die Helligkeit und Farbtemperatur sofort an, sobald sich eine Wolke vor die Sonne schiebt. Was bleibt, ist der Eindruck, einen immer optimal ausgeleuchteten Arbeitsplatz zu haben. Die automatische Anpassung nehme ich in keinster Weise als störend wahr. Verändern sich die Lichtverhältnisse überhaupt nicht, wird der Dimmer nach der initialen Anpassung auch nicht mehr in Aktion treten.

Die Screenbar fällt eigentlich überhaupt nicht auf, der Vorteil der passiven Lichtquelle ist jedoch nicht von der Hand zu weisen
Die ScreenBar fällt eigentlich überhaupt nicht auf, der Vorteil der passiven Lichtquelle ist jedoch nicht von der Hand zu weisen

Und damit hätten wir fast schon den Funktionsumfang der BenQ ScreenBar abgehandelt. Als Letztes kann man die Lichtleiste noch -/+10° drehen, um mehr oder weniger Fläche des Arbeitsplatzes zu beleuchten. So kann man z.B. eine Tastatur, mit reflektierenden Elementen vom Lichtkegel der ScreenBar ausschließen. Was jedoch weit wichtiger ist, egal in welchem Winkel, der Bildschirm bleibt vom Lichtstrahl des BenQ ScreenBar verschont. Und das ist auch ein Vorteil gegenüber anderen Leuchtmitteln, wie z.B. einer normalen Tischlampe. Reflexionen, die den Bildeindruck verändern könnten, gehören mit der Lichtleiste der Vergangenheit an.

Testfazit BenQ ScreenBar:

Die BenQ ScreenBar gehört definitiv zu den Produkten der Kategorie „vermisst man erst, wenn es nicht mehr da ist“. Davor hatte ich mir persönlich weniger Gedanken über die Beleuchtung meines Arbeitsplatzes/Gaming-Setups Gedanken gemacht. Es war mir im Prinzip nur wichtig, dass ich keine Reflexionen auf dem Bildschirm sehe. Erst mit dem Einsatz der BenQ ScreenBar weiß ich ein ausgewogenes Licht-Setup wirklich zu schätzen. 

Die Installation ist mehr als einfach und selbst bei gebogenen Monitoren, gibt es keinerlei Probleme wie z.B. Reflexionen auf dem Bildschirm. Der Arbeitsbereich unter dem Monitor wird idealst ausgeleuchtet. Die wertig verarbeitete ScreenBar lässt sich perfekt manuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Mein persönlicher Favorit bleibt dennoch der Auto-Dimmer. 

Egal, ob bei wechselnden Lichtverhältnissen (z.B. durch Bewölkung etc.), einem hellen Studio oder einem komplett abgedunkeltem Büro: der Auto-Dimmer findet innerhalb weniger Sekunden die optimale Farbtemperatur und Helligkeit, passt diese aktiv der Umgebung an und ist dabei nicht nervig oder aufdringlich. 

Ein Vorteil, den ich noch hervorheben möchte. Wer in einem Büro oder Home-Office arbeitet und aufgrund der Hitze alles abdunkeln muss, der lernt die BenQ ScreenBar sicherlich noch weitaus mehr schätzen. Ich hatte selten so ein angenehmes „Arbeitsklima“ am Schreibtisch!

Ich würde euch noch gerne negative Punkte nennen, jedoch ist mir in meiner 3 Wochen Nutzungsdauer einfach nichts aufgefallen, was ein schlechtes Licht auf die ScreenBar werfen könnte. Sollte es in den nächsten Tagen noch Probleme geben, werde ich unseren Test entsprechend aktualisieren! 

Roku kommt ins Schwitzen: Die Buttons auf den Fernbedienungen werfen weniger ab

Roku hat weniger Mediaplayer verkauft. Doch es sind vor allem die sinkenden Umsätze mit den Buttons auf der Fernbedienung, welche den Anbieter zum Grübeln bringen.

Schon 2019 berichtete Bloomberg, dass Roku pro verkaufter Fernbedienung von den Unternehmen, die Shortcut-Buttons darauf platzieren, jeweils 1 US-Dollar erhält. Vier Tasten mit Shortcuts setzt Roku je Remote ein. Man kann also rechnen, dass Roku für jede verkaufte Fernbedienung von seinen Partnern wie Apple, Disney, Netflix, Spotify und Co. insgesamt 4 US-Dollar erhält. Möglicherweise hat sich diese Summe aber natürlich mittlerweile geändert.

Jedoch ist das natürlich ein netter Bonus, der da quasi auf den Verkaufspreis noch als Einnahme obendrauf kommt. Da wundert es auch nicht, dass Roku sich in der Vergangenheit schon selbst weniger als Hardware- oder Software-Anbieter definierte und vielmehr selbst in der Werbeindustrie verortete. Im Zuge der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen mahnte man allerdings, dass gesunkene Absatzzahlen der Mediaplayer sich auch durch schwächere Einnahmen durch die Button-Lizenzen niederschlagen würden.

Alle Details zu den Roku Streaming Playern 2021
Roku bietet seine Streaming-Player mittlerweile auch in Deutschland an.

Spannend ist also, dass sich Roku offenbar gar nicht in erster Linie um die sinkenden Verkaufszahken an sich Sorgen macht, sondern um die wegbrechenden Lizenzgebühren, die für die Shortcut-Tasten anfallen.

Kann Roku vom fragmentierten Streaming-Markt profitieren?

Die Frage ist natürlich, ob Roku langfristig vom fragmentierten Streaming-Markt profitieren kann, oder ob man eher darunter leidet. Einerseits könnte man annehmen: Wenn mehr und mehr Streaming-Anbieter um Aufmerksamkeit der Kunden buhlen, kann Roku seine Shortcut-Buttons zu noch höheren Preisen verschachern. Andererseits setzt der Konkurrenzkampf insbesondere Netflix unter Druck. Eventuell spart man sich da also ein paar Ausgaben – was mit den Kosten für Shortcut-Buttons bei Anbietern wie Roku beginnen könnte.