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SAW: Spiral auf 4K Blu-ray im Test: Rock(t) der Neubeginn?

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Inhalt (60%)

Chris Rock macht jetzt SAW. Moment, Chris WER? Chris ” Kindsköpfe” Rock? DER Chris Rock? Nicht wenigen dürfte es so ergangen sein, als sie vernahmen, dass nach vier Jahren Abstinenz der SAW-Reihe ausgerechnet Komiker Rock frisches Blut ins dritterfolgreichste Horrorfranchise des bisherigen dritten Jahrtausends pumpen wollte. Wem es noch so erging, war Darren Lynn Bousman. Auch der konnte nicht glauben, dass es tatsächlich DER Chris Rock sein sollte, der sich da in die Produktion gemischt hatte. Bousman, der nach SAW II, III und IV erstmals seit 14 Jahren wieder auf dem Stuhl für den Regisseur eines der Filme aus dem Franchise sitzen sollte, nahm an, es gäbe noch einen zweiten Chris Rock, den er nur (noch) nicht kannte.

Auf einer Hochzeit, der man gemeinsam beiwohnte, sprach Rock einige Zeit zuvor Lionsgate-Vize Michael Burns an und schlug einen neuen, frischen Ansatz vor, der eben auch etwas Humor beinhalten sollte. Burns telefonierte mit Jason Constantine, SAW-Produzent der ersten Stunde, und nach gemeinsamer Begeisterung begannen die Drehbuchautoren schon kurz darauf mit der Entwicklung von Ideen. Klare Marschrichtung von Rock dabei: Man solle ihm ja keine Komik ins Skript schreiben. Die würde er lieber spontan am Set liefern. Wirklich viel ist davon aber nicht mal übrig geblieben. Wer also Angst hatte, das Horror-Franchise würde nun der Lächerlichkeit preisgegeben, der darf entspannt aufatmen. Zu viel unpassenden Humor trifft man hier nicht an. Vielmehr ist es ziemlich überraschend, wie ernst und teils impulsiv aggressiv Rock hier agiert. Lediglich ein bisschen Sarkasmus lässt er einfließen – sowie ein paar ziemlich chauvinistische One-Liner, die der kürzlichen Trennung von seiner Filmfrau geschuldet sind.

Chris Rock war maßgeblich verantwortlich dafür, dass SAW überhaupt weitergeht
Ansonsten ist SAW: Spiral, der neunte Teil aus dem Franchise, streng genommen kein echtes Sequel, sondern eher (wie es auch der Originaltitel treffender aussagt) eine Geschichte aus dem SAW-Universum. Ohne John Kramer ist’s dann doch etwas anderes. Chris Rock lieferte auch die Grundidee zur Story und man merkt ihm durchaus an, dass er mit Herzblut bei der Sache ist. Apropos Sache: Die Sache ist, dass in Spiral ein integraler Bestandteil der bisherigen SAW-Filme nicht mehr richtig funktioniert – und zwar die Fallen. Ja, es war zuletzt auch bei den Filmen, die sich noch um Jigsaw drehten, nicht mehr wirklich so, dass man das Gefühl hatte, die in den Vorrichtungen Sitzenden hätten eine Chance rauszukommen.

Doch in Saw: Spiral ist die theoretische Ausflucht nur mehr eine Alibifunktion, um die Tötung an sich darzustellen. Gleichzeitig wird das Spiel mit den Fallen deutlich reduziert und teilweise auch nur als Rückblende inszeniert. Fiebert man während der ersten beiden Mechanismen noch mit, erledigt sich das ab der dritten Falle, wenn man lediglich nur noch das Endprodukt präsentiert bekommt – was zudem viel zu hastig inszeniert wurde. So brutal wie es klingt: Die Fallen machten stets einen großen Teil der Spannung und Faszination des Franchise aus. In SAW: Spiralhat man dieses Gefühl nicht mehr. Sicherlich war das auch ein wenig die Intention der Macher, die den neunten Teil eher als Mix aus Sieben und Nur 48 Stunden verstanden wissen wollten. Und da ist durchaus etwas dran. Die ungewöhnlich tageslichtdominierte Geschichte weist eine bewusst schwülwarme Farbgebung auf, die trotz der Helligkeit eine sehr enge Atmosphäre bewirkt. War’s in Sieben der Regen, ist es hier die Hitze des Sommers, die auf die Stimmung drückt.

Gestalten mit Schweinsköpfen im Hintergrund verheißen nichts Gutes

Und als Cop-Thriller funktioniert SAW: Spiral sogar recht gut – gerade auch in der Dynamik zwischen Banks und Schenk – selbst wenn das Thema korrupter Cops nun wahrlich nicht neu ist. Dennoch schaut man den beiden gerne zu, weil vor allem Max Minghella als Schenk überzeugend agiert. Samuel L. Jackson, der als Banks’ Vater auftritt, spielte mit, weil er (so liest man) einen solchen Film noch nicht auf der Vita hat. Außer Rumbrüllen verlangt man von ihm allerdings nicht viel und seine Figur ist absolut austauschbar – schade drum.

Schade auch, dass aufmerksame Zuschauer die Wendung, die nach 76 Minuten ziemlich frontal passiert, wohl relativ sicher vorausahnen werden. Und das sogar ziemlich früh. Denkt man hier an den ersten Teil zurück, dessen finale Wendung noch heute Kiefer klappen lassen dürfte, wird man fast ein wenig wehmütig. Einzig der finale Twist mit der Falle sorgt für ein bisschen Versöhnung, denn der fällt nun wirklich ziemlich fies aus und hätte auch einer Jigsaw-Falle gut gestanden.

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Bildqualität (85%)

Der junge Langfilm-Novize Jordan Oram nahm Saw: Spiral mit einer Sony CineAlta Venice auf, die am Ausgang mit 6K aufzeichnet. Ausgehend von diesem Material wurde ein 4K DI erstellt, was die Scheibe zur nativen 4K-Disk werden lässt. Studiocanal encodierte nach bisherigen Informationen selbst, blieb aber hier bei HDR10. Das Resultat: Die UHD Blu-ray ist in praktisch allen Einstellungen schärfer und detaillierter als die ohnehin schon knackige Blu-ray. Vor allem Close-ups sind krisper und offenbaren meist jede einzelne Pore von Rock und seinen Schauspielkollegen.

Auch Schriften auf Briefen oder am PC erscheinen klarer und besser ablesbar. Zudem ist das Encoding besser, was in einer geringeren Artefaktbildung rund um Objekte und feine Details resultiert. Der Film beginnt mit einem sehr farbigen Bild, das bei den Close-ups auf den Herrn in der ersten Falle sehr rosige Gesichtstönung offenbart. Wechselt die Szenerie, geht’s schlagartig sehr erdig bis fast sepiafarben zu. Sowohl bei der Szene vor dem Überfall als auch im Büro der Polizeiabteilung und in zahlreichen Außenaufnahmen. Ganz bewusst, wie man im Bonusmaterial erfährt, um festzuhalten, dass es eine sehr heiße Phase des Sommers war, zu der SAW: Spiral spielt.

Polizeiveteran Marcus Banks (Samuel L. Jackson) hilft bei den Ermittlungen

Die UHD-BD zeigt die Farben grundlegend kräftiger und bieten beim Antlitz von Chris Rock mehr Brauntöne und weniger Gelbanteil. Was zudem auffällig ist, ist das extrem saubere und ruhige Bild, das keinerlei Körnung/Rauschen offenbart. Was an sich kein Problem sein muss, zeigt hier und da aber auch Tendenzen zu einem arg glatten Eindruck, bei dem vor allem Captain Garzas Gesicht etwas detailarm wirkt.

Gleichzeitig ist die Durchzeichnung in dunklen Bereichen teils (aber nicht immer) sichtbar besser. Das sieht man exemplarisch gut bei der Außenansicht der zweiten Falle (siehe Bildvergleich unten). Zum einen ist die Blaufärbung bei der UHD-BD geringer und zum anderen erkennt man hier mehr Details. Kontraste sind mitunter sehr dynamisch bis teils etwas harsch. Auf der Schattenseite kann das schon mal etwas arg dunkel werden. Insgesamt ist das Bild wirklich sehr dynamisch und über weite Strecken wirklich sichtbar beeindruckender als die Blu-ray (die ja auch nicht schlecht ist).

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Tonqualität (80%)

Studiocanal spendiert SAW: Spiral bereits für die Blu-ray (und natürlich auch für die UHD-BD) eine Dolby-Atmos-Spur für beide Sprachfassungen. Und die beginnen räumlich und satt. Auf dem Jahrmarkt ballert das Feuerwerk mit tollen Surroundeffekten und ein paar kleinere Subwoofer-Momente hat die Szene auch schon. Die Szenerie auf der U-Bahn-Linie gelingt akustisch sehr atmosphärisch und immer wieder hat man gruselige Sounds platziert.

Das gilt natürlich auch für die Ekel-Effekte während der Goreszenen. Die Zunge des ersten Opfers schnalzt mehrfach ziemlich unangenehm, sodass dessen Todeskampf auch soundtechnisch aufwühlend gerät. Wenn der Zug einfährt, hätte man das allerdings noch etwas dynamischer vertonen können. Während der Bass-Sweep bei 8’53 echt nett ist, fehlt’s den Hip-Hop-Beats zuvor ein wenig an Bassunterstützung. Außerdem ist die Sprachverständlichkeit in den verhallten Szenen im Finale nicht ganz optimal. Highlights sind und bleiben über den Verlauf des Films stets die Fallen, die von einer Vielzahl an Soundeffekten und mechanischen Geräuschen durchzogen sind. Und die sind immer wieder echte Surroundhighlights, die alles Speaker ausgiebig nutzen.

Was vom Zuge übrig blieb

Das gilt auch für die zusätzliche Höhen-Ebene, die schon aktiv wird, wenn direkt zu Beginn das Feuerwerk über dem Rummel explodiert. Das Raunen der Menschen gesellt sich dazu und erweiterte die Atmosphäre entsprechend. Ein sehr schön-immersiver Beginn. Auch beim Wechsel in den Untergrund hört man ein paar Geräusche. Elektrisches Zirpen, kratzende Laute oder ähnliches. Gehen Zeke und William nach einer Viertelstunde in die U-Bahn, quietschen Züge von überall und auch typische Horror-Soundeffekte werden gesetzt. Während beim Gespräch zwischen Zeke und Kara ein paar Vögelchen zwitschern, hört man kurz darauf einen Helikopter über den Köpfen (25’02).

Wirklich gruselig sind dann die 3D-Sounds während der Aufnahmen der zweiten Falle. Die Unterwasser-Atmosphäre wird schön umgesetzt und das Heraufdrehen der Kettenwalze erzeugt Schauder auf dem Rücken. Die oben fahrenden Autos ab Minute 39 sowie die brummenden Fliegen erzeugen eine authentische Atmosphäre und das Rundumgeräusch bei 42’05 beschäftigt alle vier Deckenlautsprecher im Wechsel. Ähnliches gibt’s in einem Flashback noch einmal und bei Minute 71’50 rasseln die Ketten höchst wirkungsvoll. Während des Finales gibt’s dann ebenfalls noch mal einige Horror- und vor allem sehr prägnante Kettensounds, was die Atmos-Spuren trotz leichtem Mangel im Tiefbass zu einem sehr effektvollen Erlebnis werden lässt.

  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (80%) 2D-Betrachtung
  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (90%)

Im Bonusmaterial von Saw: Spiral gibt’s zunächst ein wirklich cooles Feature. Regisseur Bousman illustriert per digitalem Marker, wie genau man die ersten beiden Fallen praktisch umgesetzt hat. Wer sich die “Illusion” der Echtheit bewahren möchte, schaut sich das natürlich nicht an. Wer allerdings wissen möchte, wie man z.B. die Zungensequenz in der Praxis gelöst hat, der findet hier exakte Antworten. Und auch ein paar sehr ehrliche Aussagen, was digital erweitert, was Illusion und was zum Teil auch aufgrund des R-Ratings auf Empfehlung der MPAA visuell “reduziert” werden musste.

In “Entschlüsselung der Marketingspirale” rollen Bousman und der (seit dem ersten Teil) ausführende Produzent Jason Constantine über die Auswirkung, die das famose Marketing auf das Franchise hatte. Und in der Tat sind die Poster- und Coverartworks der Horrorserie Kunstwerke in sich, die zu begehrten Sammlerobjekten wurden. Ein fünfteiliges Featurette schließt sich an und beleuchtet, wie Rock zum Film kam, wie der Rest des Cast gefunden wurde und welche Strategie Rock in Kommunikation mit den Drehbuchautoren verfolgte. In “Eine ruhige Hand” geht’s dann um die Rückkehr von Bousman zum Franchise. “Das Aufstellen der Fallen” geht für knapp zehn Minuten auf den einzigartigen Look des Films ein und “Weghacken” läuft noch mal knapp 20 Minuten und schildert den sehr spontanen Prozess des Editings. Zwei Audiokommentare schließen sich an und runden das ziemlich ausführliche Angebot an Extras ab. Sämtliches Material ist untertitelt.

Gesamtbewertung SAW: Spiral (75%)

SAW: Spiral ist leider nicht ganz die erhoffte Frischzellenkur für das Franchise. Im Kino (vielleicht auch etwas corona- und startterminbedingt) mit Abstand der schwächste Teil der Horrorserie, muss im Heimkino schon ein kleines Wunder geschehen, dass man mit Nachdruck auf ein weiteres Sequel hoffen darf. Man sollte ihn auch nicht zwingend als Fortsetzung sehen, sondern eben eher als einen Film “aus dem SAW-Universum”.

In puncto Story und Fallen bekommt man natürlich gewohnte Kost, die mit (etwas) Humor angereichert wurde, was nicht mal negativ auffällt. Was am Ende etwas fehlt, ist eine wirklich innovative Geschichte, denn das, was man hier geboten bekommt, ist im Finale zwar leidlich überraschend, aber viele werden es wohl kommen sehen. Immerhin: Der finale Schluss”gag” ist schon eine bittere Nummer, die zu den besseren des Franchise gehört.

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Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 27. Januar 2022 Review am: 01. Februar 2022
Erscheinungsjahr Film: 2021 Laufzeit: 94 Minuten
Filmstudio: Studiocanal FSK: ab 18 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2,39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Deutsch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

SAW: Spiral Trailer:

 

LG 42 Zoll C2 OLED TV erhält OLED Ex-Panel ab dem zweiten Halbjahr 2022

Wer sich beim Kauf des 42 Zoll LGs C2 OLED Fernsehers (2022) etwas geduldet, wird mit einem neuen OLED Ex-Panel belohnt. Vorteile sollen sich dadurch nicht ergeben.

Wer mit dem Kauf eines neuen 42 Zoll 4K-OLED-Fernsehers von LG (C2-Serie) liebäugelt, sollte vielleicht noch etwas warten. Zum einen könnte sich die unverbindliche Preisempfehlung noch etwas reduzieren, zum anderen sollen ab der zweiten Jahreshälfte dieses Jahres erste Modelle mit dem neuen OLED Ex-Panel in den Handel kommen. Es wurde viel gerätselt, ob LG bereits im neu vorgestellten Line-Up Modelle mit der überarbeiteten OLED Ex-Technologie im Einsatz hatte. Beworben wurden die Geräte bislang nur mit OLED Evo, also einem regulären WBC-Display, das vorwiegend durch die Bildansteuerung oder einen zusätzlichen Kühlkörper (Brightness Booster) einen Zuwachs bei der Helligkeit vorweisen kann.

C2 mit OLED Ex-Display ab der zweiten Jahreshälfte 2022

Wie HDTVtest.co.uk bereits herausgefunden hatte, ist im 42 Zoll C2 OLED TV ebenfalls ein „altes“ WBC-Display verbaut. Viele dachten, dass LG Electronics die überarbeitete OLED-Technologie in der neuen Zollgröße Premiere feiert. Dem ist auch so, wie LG Electronics gegenüber der koranischen Webseite KBench bestätigte. Bei der Produktion des 4K Fernsehers werde man sequenziell auf das neue WBE-OLED-Panel umsteigen, bis in der zweiten Jahreshälfte nur noch die neuen OLED Ex-Displays verbaut werden – sollte alles nach Plan laufen. Im Laufe des Jahres erwartet uns also ein „Display-Mix“ beim ersten 42 Zoll OLED.

Kein Helligkeitsgewinn, dafür weniger Stromverbrauch?

Die Vorteile, die sich durch das neue OLED Ex-Panel ergeben, lassen sich womöglich nur zum Teil messen. Denn das neue OLED-Material auf Deuterium-Basis soll die Langlebigkeit und Energieeffizienz verbessern. Zudem sollen OLED Ex-Panel eine höhere Helligkeitsausbeute erlauben, was leider bei den 42 Zoll und 48 Zoll C2-Modellen nicht der Fall sein wird. Diese verfügen nämlich nicht über einen zusätzlichen Kühlkörper (Heatsink – Brightness Booster) und der Pixelabstand ist auch zu gering. Subjektiv wird man keinen Helligkeitszuwachs erkenne können. Der einzige Vorteil, den der Endverbraucher auch nachvollziehen kann, ist womöglich eine geringere Stromaufnahme und somit geringere Betriebskosten im Vergleich zum „alten“ 42 Zoll C2 OLED mit WBC-Display.

LG C27 42'48'55'65'77'83'
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Zuletzt aktualisiert am 25. August 2026 um 14:22 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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E3 2022 fällt komplett aus: Digitales Event ebenfalls gestrichen

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Eigentlich sollte die Spielemesse E3 in diesem Jahr digital stattfinden. Doch auch dieses Event wurde nun ersatzlos gestrichen.

Die Entertainment Software Association (ESA) veranstaltet jährlich die Spielemesse E3 in Los Angeles in den USA. Schon 2020 und 2021 musste die Messe jedoch vor Ort ausfallen. Die Ursache ist natürlich in der Corona-Krise zu sehen. Auch für 2022 hatte man die Veranstaltung in Los Angeles bereits abgesagt. Es sollte allerdings eine rein digitale E3 2022 geben. Doch inzwischen hat die ESA bestätigt, dass auch jene Pläne zu den Akten gelegt worden sind.

Unsere Vermutung: Wir nehmen an, dass das Interesse der Entwickler und Publisher an einer rein digitalen Spielemesse zu gering gewesen ist. Mittlerweile haben alle Beteiligten sich Kompetenzen aufgebaut und könnten ihre Games selbst im eigenen Rahmen in Livestreams oder Aufzeichnungen präsentieren. Sony hat da etwa regelmäßig seine PlayStation State of Play als digitale Event auf Lager. Nintendo gibt sich beispielsweise den Nintendo Direct hin.

Insofern mag die ESA sich nun optimistisch geben und auf einen „gestärkten Showcase“ für das Jahr 2023 verweisen, wir glauben aber, dass die Branche generell immer weniger Interesse an Messen wie der E3 hat. Die Studios haben schlichtweg erkannt, dass sie ihre jeweiligen Games besser in Szene setzen können, wenn sie nicht im Trubel und einer geballten Trailer-Offensive einer zentralen Messe untergehen.

E3 soll 2023 wieder vor Ort stattfinden

Hoffte die ESA also 2020 auf eine E3 vor Ort im Jahr 2021, nur im nachfolgenden Jahr auf 2022 zu deuten, so ist es mittlerweile das 2023, welches als Hoffnungsträger gilt. Wie sieht es denn bei unseren Lesern aus: Freut ihr euch noch auf eine Messe wie die E3 oder reichen euch die anderen Möglichkeiten der Games-Branche aus, über die neue Titel und weitere Inhalte sowie neue Hardware präsentiert werden?

Samsung Gaming Hub: Feature verschiebt sich nach hinten

Samsungs Gaming Hub wird an den Fernsehgeräten des Jahres 2022 nicht zum Launch zur Verfügung stehen. Stattdessen verschiebt sich die Funktion auf einen nicht näher konkretisierten Zeitpunkt.

Schon im Februar 2022 hatte Samsung angedeutet, dass der Gaming Hub später starten werde. Damals war vom „Sommer 2022S die Rede. Mittlerweile haben die Südkoreaner ihr Wording angepasst. Demnach erreiche der Gaming Hub die TV-Geräte aus dem Jahr 2022 „im Verlauf des Jahres“. Bei den letzten Events hatte der Hersteller uns gegenüber allerdings erklärt, dass die Verzögerung eher kürzer als länger ausfallen solle. Warten wir es also einmal ab.

Was bietet euch der Gaming Hub? Nun, Samsung gestaltet Tizen 2022 zu einer Vollbild-Erfahrung um. Es wird drei zentrale Bereiche geben: Media, Ambient und eben Gaming. Im Gaming Hub werdet ihr dann Zugriff auf YouTube Gaming haben, aber auch den Zugriff auf die beiden Cloud-Gaming-Anbieter Google Stadia und GeForce Now vorfinden. Weitere Partner sollen folgen. Ziel sei es, dass Nutzer neue Spiele entdecken und auch direkt kaufen können.

Ob man die neue Struktur von Tizen als Vor- oder Nachteil empfindet, bleibt jedem selbst überlassen. Klar ist, dass die TV-Hersteller ihre Geräte immer stärker auch nachträglich monetarisieren möchten und sie damit zu digitalen Marktplätzen aufmöbeln. Der Gaming Hub ist da ein wichtiges Schlüsselelement. Wann er verfügbar sein wird, ist inzwischen offen. Das werde laut Samsung auch je nach Region variieren.

Gaming Hub: Nicht für ältere TV-Modelle

Der Gaming Hub erreicht nur die Samsung-Fernsehgeräte des Jahres 2022. Ältere Modelle sollen kein entsprechendes Update erreichen – nicht einmal die TVs aus dem letzten Jahr. Letztere sind aktuell zu guten Kursen erhältlich. Manch einer zieht deren Benutzeroberfläche vielleicht sogar vor, da sie noch etwas schlanker ist und weniger stark die „Empfehlungen“ in den Vordergrund rückt.

Disney+ zieht nach Abrechnungsfehler Restbetrag bei Abonnenten ein (Update)

Disney+ hatte den Preis für Abonnenten eigentlich auf 89,99 Euro im Jahr. Doch nun bucht der Anbieter nur 69,99 Euro bei Bestandskunden ab.

Update: Es handelte sich, wie schon erwartet, um ein Missverständnis bzw. einen Fehler auf Seite von Disney Plus. Der offene Restbetrag von 20 Euro wurde, nach einer Info-Email an betroffene Abonnenten, eingezogen.

Originalbeitrag: Kurioser Fehler oder Absicht? Das fragen sich derzeit viele Nutzer, die den Streaming-Anbieter Disney+ im Jahresabonnement nutzen. Eigentlich müsste da 2022 der neue Jahresbetrag von 89,99 Euro anfallen. So konnten Bestandskunden 2021 noch die Erhöhung umgehen und zahlten 69,99 Euro. Im Ersten Jahr waren es für Frübbucher sogar nur 59,99 Euro.

Warum bucht Disney aber nun einen geringeren Betrag ab? Reihenweise berichten die Nutzer davon, unabhängig von der Zahlungsmethode, dass bei ihnen statt 89,99 Euro eben nur 69,99 Euro abgebucht worden seien. Dies geschieht, obwohl denjenigen zuvor über eine E-Mail der neue, erhöhte Jahresbeitrag von 89,99 Euro bestätigt worden war.

Die Neuheiten auf Disney Plus für 2022 / 2023
Die Neuheiten auf Disney Plus für 2022 / 2023

Wir vermuten ins Blaue, dass dies mit Klagen des Verbraucherschutzes zusammenhängen könnte. Die strengte der Verbraucherzentrale Bundesverband zwar nicht gegen Disney, aber gegen Netflix an – und bekam bisher Recht. Da geht es um einseitige Preiserhöhungen, die Streaming-Anbieter nicht ohne weiteres vornehmen dürfen. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Disney hat noch keine Stellung bezogen

Möglich ist auch, dass es bei Disney intern schlichtweg einen Fehler gegeben hat. Möglich also, dass das Unternehmen die ausstehenden 20 Euro einfach noch nachträglich einkassiert. Die Kunden, welche sich also aktuell über einen unverhofften Rabatt freuen, sollten lieber erst einmal abwarten. Schließlich wurde ihnen die Preiserhöhung zuvor per E-Mail angekündigt. Sie wurde auch nicht offiziell zurückgenommen.

Letzten Endes kann man also nur auf eine Ansage von Disney hoffen. Dann werden wir genauer wissen, ob es nun doch bei den 69,99 Euro für das dritte Jahr bleibt oder Disney+ nachträglich auf 89,99 Euro geht – wie es ja ursprünglich angekündigt wurde.

PlayStation Plus & Xbox Games with Gold: Diese Spiele sind im April 2022 kostenlos

Sony und Microsoft haben bestätigt, welche Spiele ihr als Abonnenten von PlayStation Plus bzw. Xbox Games with Gold im April 2022 ohne Mehrkosten mitnehmen könnt.

So hat Sony für euch folgende Spiele im PlayStation Blog angekündigt: „SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated (PS4), „Hood: Outlaws & Legends“ (PS4 und PS5) sowie „Slay the Spire“ (PS4). Alle genannten Titel sind ab dem nächsten Dienstag, also dem 5. April 2022, bei PlayStation Plus abrufbar.

Im Idealfall nehmt ihr vorher noch die Chance wahr, um die Gratis-Games aus dem März 2022 zu beziehen. Konkret sind das „Ark: Survival Evolved“, „Team Sonic Racing“, „Ghostrunner“ (nur PS5-Version) und „Ghost of Tsushima: Legends“. Habt ihr die Titel nämlich einmal zu eurer Bibliothek hinzugefügt, könnt ihr sie auch später noch herunterladen und zocken. Das gilt aber natürlich nur, solange ihr ein aktives Abonnement von PlayStation Plus verwendet.

Sony hat diese Woche ja angekündigt, dass PlayStation Plus ab Juni neu aufgezogen wird. Dann wird es drei Tarife geben (Essential, Extra und Premium). Es wird aber wie gehabt auf allen Stufen die monatlichen Gratis-Spiele geben.

Xbox Games with Gold: Das gibt es im April 2022

Microsoft hat für euch im April 2022 wieder vier Gratis-Spiele parat, die jedoch gestaffelt verteilt werden. Am 1. April 2022 geht es los mit „Another Sight“ für die Xbox One und wiederum „Outpost Kaloki X“ für die Xbox 360. Am 16. April zückt man dann „Hue“ für die Xbox One und „MX vs ATV Alive“ für die Xbox 360. Dank Abwärtskompatibilität könnt ihr alle Games an der Xbox One sowie natürlich den Xbox Series X|S zocken.

Wir hoffen, dass für euch da etwas an Spielen bei Microsoft bzw. Sony dabei ist. So oder so gibt es aktuell natürlich viel frisches Spielefutter. Etwa erscheint am nächsten Dienstag auch „Lego Star Wars: The Skywalker Saga“, das sicherlich manchen Leser gut unterhalten wird.

„House of the Dragon“: Parallel zum US-Start direkt bei Sky

Die HBO-Serie „House of the Dragon“ wird in Deutschland parallel zur US-Ausstrahlung direkt im Pay-TV via Sky zu sehen sein.

Die kommende Serie „House of the Dragon“ spielt zeitlich rund 200 Jahre vor „Game of Thrones“. Sie stellt somit ein Prequel dar. 10 Episoden wird die erste Staffel umfassen, welche in den USA am 21. August 2022 anläuft. Wie Sky Deutschland erklärt hat, werdet ihr die erste Folge in der Nacht zum 22. August 2022 dann auch direkt via Sky Q oder über das Sky Ticket auf Abruf ansehen können. Abends startet sie am 22. August 2022 aber auch linear über Sky Atlantic.

Der Pay-TV-Anbieter bestätigt bereits die direkte Verfügbarkeit im Originalton. Voraussichtlich wird man aber sogar die Synchronisation ebenfalls direkt bereithalten. „House of the Dragon“ basiert auf dem Buch „Fire & Blood“ des Autors George R. R. Martin. Letzterer ist auch als ausführender Produzent mit an Bord. Die Serienschöpfer von „Game of Thrones“,David Benioff und D. B. Weiss, sind jedoch nicht beteiligt.

„House of the Dragon“ erzählt die Geschichte des Hauses Targaryen. In den Hauptrollen spielen Paddy Considine, Matt Smith, Olivia Cooke, Emma D’Arcy, Steve Toussaint, Eve Best, Sonoya Mizuno, Fabien Frankel und Rhys Ifans. Wer erst einmal „Game of Thrones“ nachholen möchte: Alle Staffeln von sind derzeit auf dem Streamingdienst Sky Ticket sowie über Sky Q auf Abruf verfügbar.

„House of the Dragon“ startet Ende August 2022

Man darf gespannt sein, ob „House of the Dragon“ wieder ähnliche Wellen schlagen kann, wie anno dazumal die Hauptserie. Letztere endete allerdings in den Augen vieler Fans und Kritiker eher unrühmlich. Gerade das erhöht die Erwartungen an „Game of Thrones“ eventuell noch mehr.

"House of the Dragon" soll Fans von "Game of Thrones" begeistern.
„House of the Dragon“ soll Fans von „Game of Thrones“ begeistern.

Da die Hauptserie auch auf Ultra HD Blu-ray erschienen ist, erhoffen wir uns auch vom Prequel später eine derartige Veröffentlichung. Wie steht es mit euch: Werdet ihr einschalten?

Jetzt günstige Samsung TVs aus 2021 mit „weniger Werbung“ sichern!

Jetzt günstig einen Samsung NEO QLED oder QLED TV aus 2021 mit Launchbar-Menü und weniger Werbung sichern! Der Ausverkauf der 4K- und 8K-Modelle hat begonnen! 

Bei vielen 2021 TV-Modellen von Samsung hat sich im Vergleich zu den diesjährigen Nachfolgern nicht allzu viel verändert. Wenn man rein die Displaytechnologie betrachtet, dann bekommt man im Prinzip das gleiche wie im Vorjahr geliefert – was im Prinzip nicht schlecht ist. Denn wie wir ihr in unserem umfangreichen Test des QN95A Neo QLED TV (2021) nachlesen könnt, liefern vor allem die TV-Geräte mit Mini-LED-Backlight eine hervorragende Bildqualität. (Hier gelangst du direkt zu den Preisvergleichen!)

Der QN90A mit 50 Zoll ist dank 100Hz Panel mehr als "Gaming-Ready"
Alle Samsung NEO QLED TVs sind dank 100/120Hz-Panel, HDMI 2.1 und VRR bestens für Gaming geeignet!

Natürlich hat Samsung die 2022 TV-Geräte offiziell umfänglich verbessert. Das neurale Netzwerk des AI Bildprozessors arbeitet jetzt mit noch mehr Netzwerken, die Farbverarbeitung wird bei einzelnen Modellen in 14bit statt in 12bit vorgenommen usw. In neue visuelle Sphären wird der koreanische TV-Hersteller wohl aber erst mit dem neuen QD-OLED-Fernseher der S95B-Serie vorstoßen. Diese sind zum Verkaufsstart jedoch recht teuer sein (Samsung peilt Mai 2022 an, Preise sollen sich zwischen 3.000 und 4.000 Euro bewegen) und sind auch nur in zwei Displaygrößen, 55 und 65 Zoll, erhältlich.

Samsung 2021 TV mit weniger Werbung

Samsung Smart TV Tizen OS 2021 Vergleich 2022
Tizen OS auf einem Samsung Smart TV 2022 gibt es nur noch mit Vollbild-Menü inkl. Werbung. Die 2021-Modelle zeigen trotz ausgeklappter zweiter Ebene immer noch was vom Live-Bild

Die 2022-Modelle im QLED und NEO QLED-Lineup bieten in unseren Augen nur zwei Vorteile: Zum einen lässt sich Dolby Atmos direkt auf den Geräten encodieren und wiedergeben (also nicht nur via eARC weiterleiten) und alle Geräte ab der Q70B-Serie besitzen immer vier vollwertige HDMI 2.1-Anschlüsse. In meinen Augen haben die Geräte womöglich aber auch einen Nachteil. Die 2022-Modelle setzten ab sofort auf ein Vollbild-Menü, ähnlich wie LGs webOS (seit 2021) oder Android TVs von Sony, Philips und Co. Bedeutet, das praktische Launchbar-Menü, welches nur in der unteren Bildhälfte angezeigt wird, während der Live-Content noch zu sehen ist, verschwindet. Bei den neuen Modellen wird der komplette Bildschirm für die Menüauswahl eingenommen, was dem Hersteller im Endeffekt mehr Fläche für „Sponsored Content“ oder einfacher gesagt Werbung liefert.

Übersicht aller QLED und NEO QLED (Mini-LED) TVs von Samsung 2021
Übersicht aller QLED und NEO QLED (Mini-LED) TVs von Samsung 2021

Letzte Chance: Samsung TV mit Launchbar-Menü

Mit den TV-Modellen aus 2021 habt ihr womöglich letztmalig die Chance, euch einen hochwertigen 4K oder 8K Fernseher von Samsung mit übersichtlichem Launchbar-Menü zu kaufen. Der Zeitpunkt könnte auch nicht besser sein. Preisnachlässe von mehreren Hundert, in manchen Fällen mehreren Tausend Euro machen die Vorjahresmodelle mehr als attraktiv. Nachfolgend listen wir euch die TVs aus 2021 mit den wichtigsten Features und Preisvergleichen auf!

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Test: Samsung QN95A – Was taugt der NEO QLED TV mit Mini LED Technik?

Samsung verschiebt erneut Produktion „kleiner“ Micro-LED-Fernseher

Samsungs 89 Zoll Micro-LED-TV, der eigentlich im Mai 2022 in die Produktion gehen sollte, wird erneut verschoben. Kleine Displaygrößen stellen für den Micro-LED-Produktionsporozess immer noch ein Problem dar. 

Mini-LED verlieh der LCD-Technologie frischen Wind und mit QD-OLED schleicht sich womöglich die neue Referenz ins High-End-Segment. Doch beide Technologien haben etwas gemeinsam, sie sind nicht perfekt. Relativ nah an der Perfektion, mit einem ganz neuen Sehgefühl, chauffiert Samsung seit längerer Zeit die Micro-LED-Technologie umher. Diese wird bereits von mehreren Herstellern vorangetrieben, auch von LG und Sony. Samsung rührt jedoch am lautesten die Werbetrommel, was nicht unbedingt vorteilhaft ist. Denn Produktpräsentationen mit Micro-LED von Samsung entwickeln sich so langsam zum Running-Gag.

Samsungs „kleine“ Micro-LED-TVs verschieben sich erneut

Der Micro LED TV 2022 ist in 89, 101 und 110 Zoll erhältlich
Der Micro LED TV ist in diesem Jahr wohl nur in 101 und 110 Zoll erhältlich

Wie das koreanische Nachrichtenportal Thelec meldet, soll sich die Produktion „kleinerer“ Displaydiagonalen mit Micro-LED-Technik erneut nach hinten verschieben. Kurz zur Erinnerung: Im Home Entertainment Markt ist die Technik noch lange nicht angekommen. Bestellbare Produkte richten sich an Einrichtungen wie Universitäten oder Prestigeobjekte, Einkaufsmeilen, Flughäfen oder Privatpersonen, die über genug Kleingeld verfügen. Der erste Micro-LED TV, der jetzt zum ersten Mal „frei erhältlich“ ist und 110 Zoll in der Diagonalen misst, kostet satte 150.000 $US. Ein kleineres Modell mit 89 Zoll sollte 2022 in den Handel gelangen, wurde jetzt jedoch wieder nach hinten geschoben. Von einer einstigen 75-Zoll-Variante hört man indes überhaupt nichts mehr.

Samsung scheitert am Produktionsprozess

Also eigentlich nichts Neues, wenn man bedenkt, dass Samsung versucht, die Displaytechnik und deren Produktionsabläufe seit mehr als 5 Jahren zum Laufen zu bringen (erste Präsentation 2018 mit „The Wall“). Das Problem liegt am Aufbau und der Größe der Micro-LED-Pixel. Diese müssen für kleinere Displaygrößen natürlich schrumpfen. Jeder Pixel besteht aus einem roten, grünen und blauen Subpixel, die zusammen gerade einmal 34 Mikrometer in der Breite und 85 Mikrometer in der Höhe messen, beim 88-Zoll-Modell. Bei den größeren Varianten sind diese mit 75 Mikrometer horizontal und 125 Mikrometer vertikal mehr als doppelt so groß und leichter zu produzieren.

Micro-LED bleibt auf lange Zeit „zu teuer“

Doch selbst wenn kleinere Modelle irgendwann in Serie produziert werden könnten, eine günstige Angelegenheit wird das nicht. Der 88 Zöller kostet laut Hintergrundinformationen von Thelec immer noch gut 80.000 $US und selbst ein Fernseher mit 75 Zoll oder gar kleiner, würde immer noch über 50.000 $US kosten. Da halten wir uns doch lieber an die QD-OLED Fernseher von Samsung (S95B) und Sony (A95K).

Disney+ zensiert/entschärft weiter Filme und Serien

Ohne die Fans wären die entschärften/zensierten, die Disney+ kürzlich an der exklusiven Marvel-Serie „The Falcon and the Winter Soldier“ vorgenommen hat, womöglich nie aufgefallen.

Also wenn das nicht ein Argument für physische Disc-Veröffentlichungen ist, dann weiß ich auch nicht. Wenn man einen Film oder Serie auf Disc gekauft und in sein Regal gestellt hat, können Studios am Inhalt nichts mehr ändern. Nur leider können nicht alle Filme und Serien physisch erworben werden und unterstehen somit den jeweiligen Plattform-Betreibern wie z.B. Disney+. Es geht um die Marvel-Serie „The Falcon and The Winter Soldier“, die die Charaktere „Falcon“ und „Captain America“ in den Fokus nimmt. Wie mehrere Quellen bestätigen, wurden einzelne Szenen der Serie verändert, sodass diese nicht mehr dem Premieren-Cut entsprechen. Bedeutet, Abonnenten, die sich erst vor Kurzem für Disney+ entschieden haben, werden nie in den „Genuss“ der ursprünglichen Fassung kommen.

Disney+ macht Filme und Serien „familienfreundlicher“

Die Anzahl der entschärften/zensierten Szenen sind sicherlich überschaubar, wenn man diese einmal im direkten Vergleich zu sehen bekommt, wird aber schnell klar, dass Disney+ als Service eher Familien und deren Kinder zugewandt ist, als dem erwachsenen Publikum.

Achtung: zwei kleine Spoiler!

Entschärft wurde vor allem bei den Gewaltdarstellungen. Wissenschaftler Wilfred Nagel, der für die Bösewichte der Hydra-Terrororganisation arbeitet, wird in einer Szene tot am Boden liegend gezeigt, übersät mit Blutspritzern, einem Einschussloch auf Höhe des Herzens und mit offenen, starren Augen. In der überarbeiteten Variante sieht es so aus, als wäre Nagel ohnmächtig oder würde gerade nur schlafen.

Disney+ has edited scenes in #FalconAndWinterSoldier to censor violence & blood! More photos & details: https://t.co/ZymWwFN78v pic.twitter.com/K7ahLfsSqT

— MCU – The Direct (@MCU_Direct) March 29, 2022

Ebenfalls aus Episode 3 von TFATWS (das Kürzel wird sich wohl nie durchsetzen), kämpft der beste Kumpel von Captain America, Bucky Barnes, gerade gegen eine Kopfgeldjägerin. Er wirft ihr eine Eisenstange entgegen, die sich in der ungeschnittenen Fassung durch ihre Schulter und den dahinter stehenden Container bohrt. In der „familienfreudlichen“ Version, prallt die Stange nur gegen ihre Schulter und verschwindet dann aus dem Bild.

Wie viel hat Disney+ noch entschärft?

Diese Frage ist natürlich nicht einfach zu beantworten. Fest steht, dass Disney+ bereits des Öfteren an abgedrehten Material, gerne auch bei Filmklassikern, herumdoktert. So wurden z.B. bei „Splash – Meerjungfrau am Haken“ der Hintern und die Brüste von Hauptdarstellerin Daryl Hannah zensiert. Und für den internationalen Markt, z.B. für Ägypten, dem Libanon oder Jordanien hat Disney+ z.B. die Sexszenen in Marvels Eternals komplett herausgeschnitten, egal ob es sich dabei um hetero- oder homosexuelle Zweisamkeit handelt.

Hinweise auf Zensur in Produktion befindlicher Projekte

Das alles ist sicherlich noch kein Grund auf die Barrikaden zu gehen, jedoch hinterlässt die Praktik, die Walt Disney verfolgt, einen faden Beigeschmack. Wieso eine Serie so lange nach ihrer Premiere entschärfen? Vor allem bei einem Format, welches sich doch sehr deutlich an Erwachsene richtet? Während bei bereits veröffentlichten Filmen und Serien doch relativ einfach die Unterschiede herausgefiltert werden können, bleibt dagegen komplett offen, wie viele Szenen es gar nicht in die endgültige Fassung schaffen. Ich denke da z.B. mit Sorge an Deadpool 3, einen Film, bei dem ich gerne die ungefilterte Vision von Schauspieler Ryan Reynolds und Direktor Shawn Levy zu sehen bekommen möchte.  Die Liste der von Disney im Nachgang zensierten Inhalte wird in den nächsten Jahren sicherlich noch weiter anwachsen.