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Sony PlayStation: Konkurrenz für den Xbox Game Pass startet offenbar bald

Sony hat Händler in Großbritannien angewiesen bald keine Guthabenkarten für PlayStation Now mehr anzubieten. Da deutet sich eine umfassende Änderung für die Dienste des Unternehmens an.

So soll Sony auch in den USA und Kanada bereits so vorgegangen sein. Natürlich steckt hinter dem aus dem Verkehr ziehen der PlayStation-Now-Guthabenkarten, dass der Dienst in der bisherigen Form nicht weiter existieren soll. So hatte sich in der Vergangenheit schon angedeutet, dass Sony seine digitalen Services neu aufziehen möchte, um besser mit dem Xbox Game Pass bzw. Game Pass Ultimate konkurrieren zu können.

Demnach wolle Sony PlayStation Now und PlayStation Plus zusammenführen. Es soll dann nur noch PlayStation Plus geben, dafür aber in mindestens zwei unterschiedlichen Stufen. Eine werde nach wie vor monatliche Gratis-Spiele sowie Multiplayer-Dienste beinhalten. Die zweite soll dann auch das Cloud-Gaming, ehemals eben PlayStation Now, enthalten. Der Codename des Projekts ist „Spartacus“.

Die PlayStation 5 (vor allem die freilaufende Öko-Variante wie hier abgebildet) ist immer noch Mangelware

Den Händlern wurde jedenfalls mitgeteilt, dass sie spätestens ab dem 21. Januar 2022 keine PS-Now-Guthabenkarten mehr anbieten sollen. Bis dahin solle es ein „Update“ geben. Das heißt im Klartext, Sony will den Händlern noch mitteilen, was stattdessen ins Angebot kommen soll. Auf Nachfrage enthält sich das Unternehmen aber noch eines konkreteren Kommentars zu diesem Thema.

Xbox Game Pass zieht viele Kunden an

So hat ein PlayStation-Sprecher lediglich bestätigt, dass man die Guthabenkarten für PlayStation Now einstelle, um sich auf generelle Guthabenkarten für den PlayStation Store zu fokussieren, welche dann ja auch für PS Now verwendet werden könnten. Ob dies wirklich die ganze Story dahinter ist, kann man natürlich bezweifeln.

Im Rahmen des PlayStation Showcase hat Sony neue Spiele vorgestellt.
Play has no limits ist das Motto von Sony.

Der Xbox Game Pass ist als Spiele-Flatrate vor allem für Gelegenheitsspieler sehr spannend. Zumal alle First-Party-Spiele von Microsoft dort direkt zum Launch zu finden sind. Das schließt auch Kracher wie zuletzt „Halo Infinite“ und „Forza Horizon 5“ oder das kommende „Starfield“ ein.

QD-OLED weist WOLED in die Schranken: Interessante erste Messungen

Erste Messungen untermauern Samsungs Bestreben, die QD-OLED-Technologie zur neuen Referenz aufsteigen zu lassen. LGs WOLED-Displays haben im direkten Vergleich wohl in vielen Kategorien das Nachsehen.

Linus von Linus Tech Tips konnte Samsung QD-OLED-Technologie bereits im Vorfeld testen und liefert in seinem Video auch erste Messwerte, die sehr gut klingen. Als Erstes sei gesagt, dass das Video von Samsung Display gesponsored wurde. Es handelt sich also womöglich nicht um eine rein objektive Betrachtung bzw. Vergleich mit den anderen Displaytechologien. Vielleicht könnte man es einen „etwas längeren Werbespot“ nennen. Wie dem auch sei, wenn nur ein Bruchteil der Beobachtungen und Messungen von Linus Tech Tips sich in die Endprodukte retten, dann scheint die Technologie zur neuen Referenz zu entwickeln.

Samsung Display ist von QD-OLED so überzeugt, dass die Crew des Youtube-Kanals hat einfliegen lassen, inkl. deren Testequipment. Sie durften die Prototypen also ausmessen, um ihren Vergleich mit branchenführenden Technologien anstellen zu dürfen. Das ist eher ungewöhnlich, versuchen die Hersteller oft die Rahmenbedingungen für Test oder Präsentation zu ihrem Vorteil „anzupassen“. Was wir damit sagen wollen, man darf die Messungen gerne wahrnehmen, aber sollte diese noch mit etwas Zurückhaltung bewerten, da diese an Prototypen und nicht an marktfähigen Geräten (wie z.B. dem Sony A95K QD-OLED) vorgenommen wurden.

QD-OLED ist bis zu 75% heller als WOLED

Prinzipiell adressiert die QD-OLED-Technologie Probleme der geläufigen OLED-Technik (WOLED) und verbessert diese zudem durch den Einsatz von Quantum Dot-Materialien (QD). Bereits die erste Messung der Helligkeitskurve ist erfreulich. Die maximale Helligkeit bei QD-OLED liegt bei rund 1.500 nits, jedoch nur in einem 1% oder 2% Fenster. Ein WOLED kommt hier nur auf rund 800 nits. Sobald die Abbildungen größer werden, sinkt der Wert, ähnlich wie bei den WOLEDs, jedoch rapide ab.

Die Vergleichsmessungen für die Maximalhelligkeit zwischen WOLED (LG Display) und QD-OLED (Samsung Display)
Die Vergleichsmessungen für die Maximalhelligkeit zwischen WOLED (LG Display) und QD-OLED (Samsung Display) || Bild: Youtube/Linus Tech Tips

Auf einem 10%-Fenster erreichen wir um die 1000 nits bei 50% sind es um die 300 nits und bei einer vollflächigen Abbildung sind es etwas über 200 nits (WOLED liegt hier bei ca. 180 nits). Bedeutet, in den Regionen, in denen ein Helligkeitszuwachs wichtig wäre, kann Samsung QD-OLED-Display eine Steigerung von nur rund 20 Prozent (im Vergleich zu einem LG G1 EVO Panel) mit sich bringen. Die Steigerung von bis zu 75% bei minimalen, hellen Abbildungen sind beeindruckend, werden in der Praxis aber so gut wie nie auftreten. Zur Verdeutlichung, anbei noch ein Bild wie groß ein 1% Fenster auf einem regulären 16:9 Bildschirm ist:

1 Prozent-Fenster auf einem regulären 16:9 Display
1 Prozent-Fenster auf einem regulären 16:9 Display

QD-OLED: 90%ige Abdeckung des BT.2020-Farbraums

Der Helligkeitsgewinn allein würde bei vielen Applikationen im direkten Vergleich mit einem geläufigen WOLED-Display gar nicht großartige auffallen, vor allem, wenn man keinen direkten Vergleich zwischen den zwei Displays ermöglicht. Die gesteigerte Luminanz in Kombination mit dem Quantum Dot Material liefert jedoch eine subjektiv wahrnehmbare Verbesserung der Farbdarstellung. In den Messungen konnte ein LG G1 (2021) mit EVO Panel rund 75 Prozent des BT.2020 Farbraums abdecken. Der QD-OLED schafft etwas über 90 Prozent! Das wird vor allem bei der Darstellung der grünen und roten Farbe in den hohen Lumianzen sichtbar. Während Rot je nach Content auf einem WOLED eher ins bräunlich-orange abdriften kann, liefert der QD-OLED sattes Rot und ein knalligeres Grün. Ebenso verbessern sich dadurch die Darstellungen in den Farbtönen, die wir als „Gold“ wahrnehmen.

Im Video konnte man den Unterschied bereits wahrnehmen und mehrere Teilnehmer auf der CES, die die QD-OLED-Displays zu Gesicht bekommen haben, bestätigen, dass sich die Farbdarstellung eines WOLEDs nicht mit den neuen Bildschirmen von Samsung Display messen kann. Es wird interessant zu sehen sein, wie gut die QD-OLEDs das Farbvolumen innerhalb des DCI-P3 und BT.2020-Farbraumes abdecken können, also die Darstellung der Farben in den unterschiedlichen Luminanzen. Die WOLEDs haben hier bekanntermaßen eine gewisse Schwäche in ihrem Aufbau, da ein zusätzlicher, weißer Subpixel dem Panel unter die Arme greift, sobald helle Farben dargestellt werden müssen. Die reine RGB (Rot, Grün, Blau) Pixelmatrix der QD-OLEDs ist hier womöglich ebenfalls im Vorteil.

Erste belastbare Tests ab März/April 2022?

Wie angemerkt, handelt es sich um ein gesponsortes Video von Samsung Display und die Messungen werden sich wohl von den marktfertigen Produkten unterscheiden (Samsung plant ja wohl den Verkaufsstart eines QD-OLEDs in 2022). Die Beobachtungen von Linus Tech Tips und die Untermauerung durch technisches Hintergrundwissen sind dennoch recht spannend. Man muss den Machern des Videos zugutehalten, dass sich diese wirklich Mühe geben und es nicht wirkt, wie ein wiedergegebener Text aus Samsung Presseabteilung. In wenigen Wochen werden sicherlich erste belastbare Tests auftauchen, wie sich QD-OLED gegenüber regulären WOLEDs schlägt und wie z.B. die Integration einer Anti-Reflexions-Beschichtung das Seherlebnis verbessern.

Im ersten Aufschlag sind QD-OLED Fernseher Modelle mit 55 und 65 Zoll Displaydiagonale sowie Gaming-Monitore mit 34 Zoll geplant.

Nvidia Shield TV erhält ab heute Android TV 11 (Shield Experience Upgrade 9.0)

Nvidia verteilt ab sofort das Shield Experience Upgrade 9.0 für seine Shield TV. Die neue Firmware basiert auf Android TV 11.

Damit hat man nun Android TV 10 übersprungen, denn bisher hielten die Shield TV an Andrloid TV 9.0 fest. Das Update bringt auch Verbesserungen der Privatsphäre mit sich. Etwa ist es nun möglich, dass ihr Apps Berechtigungen nur für den einmaligen Zugriff aber eben nicht dauerhaft erteilt. Außerdem unterstützt Google Play Filme & Serien nun auch Dolby Vision an der Shield TV.

Ebenfall gibt es Verbesserungen für die Verbindungen mit Bluetooth-Headsets. Neben LDAC unterstützt man da nun auch Qualcomm aptX. Zudem gibt es eine überarbeitete Version von Gboard, der Google-Tastatur. Sie erlaubt jetzt aus jedem Suchfeld heraus den Aufruf des Google Assistants. Obendrein erhalten die Controller der PlayStation- und Xbox-Konsolen, die ihr mit der Shield TV verbinden könnt, inzwischen Stadia-Button-Support.

Selbst die Shield TV aus dem Jahr 2015 erhält die neue Firmware.
Selbst die Shield TV aus dem Jahr 2015 erhält die neue Firmware.

Laut Nvidia erhalten alle Modelle der Shield TV das Shield Experience Upgrade 9.0. Da sind abermals auch die ersten Modelle aus dem Jahr 2015 inbegriffen. Hier ist also vorbildlich, dass der Hersteller weiterhin durchgehend alle Generationen versorgt. Allerdings ist das im Falle der Shield TV auch etwas leichter als bei Konkurrenzmodellen, denn die jeweiligen Neuauflagen von 2017 und 2019 sind dem Original in Sachen Hardware immer noch sehr ähnlich.

Wann kommt eine neue Generation der Shield TV?

Nvidia rollt die Shield Experience 9.0, basierend auf Android TV 11, natürlich in Schritten aus. Der eine wird sie also heute direkt erhalten, der andere muss vielleicht noch einige Tage abwarten. Wir fragen uns nun, wann eine neue Generation der Shield TV starten könnte. Bisher hielt Nvidia hier einen 2-Jahres-Rhythmus durch. Erstmals erschien aber 2021 keine neue Gerätegeneration. Dies dürfte der Halbleiterkrise geschuldet gewesen sein.

Immer noch rundum gelungen: Der Nvidia Shield TV Pro Streaming-Player
Immer noch rundum gelungen: Der Nvidia Shield TV Streaming-Player

Die neue Firmware für Nvidia Shield TV enthält auch den Android-Sicherheitspatch aus dem September 2021. Auch ist es nun möglich, die Bluetooth-Verbindung zu Geräten automatisch nach dem Versetzen in den Schlafmodus zu kappen. Neue Stromspar-Optionen und die Option, die Klangauflösung an den Inhalt anzupassen, für Hi-Resolution Audio, runden die Aktualisierungen ab.

LG Display freut sich über Samsungs QD-OLED-Technik

LG Display ist erfreut, dass Samsung Display in den Markt für OLED-Panels für TVs eingestiegen ist. Davon werde der Markt insgesamt profitieren.

LG Displays Vizepräsident Oh Chang-ho predigt dabei erneut, dass die OLED-Technik LCDs deutlich überlegen sei. Das gelte auch für Modelle mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, die grundsätzlich immer noch die gleichen Stärken und Schwächen aufweisen, die man von anderen LCD-TVs kennt. Deswegen sei der Eintritt von Samsung Display in den Markt für OLED-Displays für Fernsehgeräte nur zu begrüßen. Der Markt werde insgesamt davon profitieren und die OLED-Adoption wachsen.

Oh wies auch darauf hin, dass die OLED-Panels augenschonender seien. LG hatte hier selbst kürzlich seine neue Generation, die OLED.EX, vorgestellt. Jene werden heller als Vorgängermodelle. Samsungs QD-OLEDs sollen ebenfalls höher Helligkeiten erreichen als traditionelle OLEDs und können zudem eine noch größere Farbabdeckung erreichen. Als erster Hersteller hat Sony einen TV auf QD-OLED-Basis präsentiert.

A95K QD-OLED-TV 2022 Sony
Sony präsentiert mit dem A95K den weltweit ersten QD-OLED TV auf der CES 2022 || Bild: Sony

Leider liegen uns derzeit noch meine Angaben zu den Preisen der ersten QD-OLED-TVs vor. So rechnet man damit, dass jene Modelle deutlich teurer sein werden als herkömmliche OLED-TVs. Letztere sind seit Jahren im Preis gefallen. Oh von LG Display bleibt zwar weiterhin gegenüber LCD-TVs skeptisch, glaubt aber an Chancen, das OLED-Segment in den nächsten Jahren mit Samsungs Hilfe wachsen zu sehen.

LG und Samsung: Erzrivalen plötzlich versöhnlich?

LG und Samsung sind eigentlich im TV-Markt schlecht aufeinander zu sprechen und nutzen jede Gelegenheit, um gegeneinander zu sticheln. Während Samsung gegen Burn-In an OLED-TVs stichelte und grinsend seine LCD-TVs als Alternative empfahl, erklärte LG die Mini-LED-Technik direkt zum Start als veraltet. Die QD-OLED scheint man da ganz anders zu bewerten. Dennoch sagte der Manager von LG Display, dass auch WOLED weiterhin einen Platz am Markt haben werde.

Warner kündigt neue Daniel Craig 5-Film-Collection an inkl. „Keine Zeit zu sterben“

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Warner kündigt mit der „The Daniel Craig 5-Film-Collection“ eine neue und finale Zusammenstellung aller James Bond Filme in der er mitspielte auf 4K Blu-ray an – jetzt inkl. „James Bond: Keine Zeit zu sterben“.

Update: Die angekündigte Daniel Craig Collection kann ab sofort vorbestellt werden. Liefertermin ist der 7. April 2022.

Originalbeitrag: Großartige Neuigkeiten, für alle, die sich bist jetzt mit dem Kauf der Daniel Craig James Bond-Filmen zurückgehalten haben. Warner Bros. Home Entertainment kündigt die neue und Finale „The Daniel Craig 5-Film-Collection“ mit den Blockbusters „Casino Royale“, „Ein Quantum Trost“, „Skyfall“, „Spectre“ und den jüngsten Ableger „Keine Zeit zu sterben“ an. Die 10-Disc-Box beinhaltet die 4K Blu-ray und reguläre HD Blu-ray der jeweiligen Filme und soll am 1. März 2022 auf dem US-Markt erscheinen. Für Deutschland fehlt noch die offizielle Bestätigung sowie die finale Ausstattung der Filme.

Casino Royale – Extended und ungeschnitten

Das Box Design verspricht eine erweiterte und unzensierte Version von Casino Royale. Ob es sich hier wirklich um einen neuen Schnitt handelt, oder ob nur fehlende Szenen, wie in der deutschen Fassung nachgelegt werden, ist noch nicht bekannt. Jegliche Änderungen, die z.B. die Tonspuren der Fime betrifft würden wir doch sehr begrüßen, werden alle Filme bis auf „Keine Zeit zu sterben“ (Dolby Atmos) nur mit DTS Digital 5.1 in deutscher und englischer Sprache angeboten. Und über neues Bonusmaterial freuen sich Bond-Fans natürlich immer! Diese Details werden wir aber erst mit der offiziellen Bestätigung für den deutschsprachigen Raum erhalten.

„Keine Zeit zu sterben“ war ein Kraftakt

Daniel Craig spielte den britischen Geheimagenten James Bond seit 2006 (Casino Royale) und brachte und mit „Spectre“ in 2015 einen großen Cliffhanger. Es machten sich viele Berichte breit, nachdem Craig sich nicht mehr wirklich mit der Rolle des James Bond identifizieren konnte und sich das Ende mit „Keine Zeit zu sterben“ wohl sehnlichst hervor sehnte. Das Projekt nahm jedoch länger in Anspruch als geplant, immer wieder gab es Probleme bei der Produktion. Angefangen von Regisseuren, die hinwarfen bis hin zur Corona-Pandemie, weshalb der Kinostart mehrmals verschoben und mehrere Szenen wegen Product-Placement nochmals neu gedreht werden mussten (damit keine alten Produkte gezeigt werden).

Und jetzt ist „alles vorbei“ und jeder fragt sich, wer nimmt den Platz des berühmten Geheimagenten ein, dessen Filmrechte durch die Übernahme von MGM jetzt bei Amazon liegen? Womöglich eine Frau?

Kino 2022: Neue Hoffnungen aber China als Unsicherheits-Faktor

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Für das Kino besteht 2022 wieder Hoffnung. Doch die Hollywoodstudios werden immer abhänger vom chinesischen Markt, welcher für erhebliche Unsicherheit sorgt.

Wir hatten ja schon darüber berichtet, dass die Omikron-Variante des Coronavirus Kinobetreiber weiterhin vor Herausforderungen stellt. In Schleswig-Holstein etwa wurde gerade erst wieder die epidemische Lage beschlossen. Doch mittlerweile ergeben sich gerade für die Hollywood-Studios noch andere Unsicherheiten: Die Abhängigkeit vom umsatzstarken chinesischen Markt wächst, der jedoch strenger staatlich reguliert wird. Filme, die in China „nicht ins Bild“ passen, dürfen die Grenze sozusagen nicht offiziell passieren.

Darunter litten zuletzt besonders die Marvel-Filme: 2021 durften weder „Black Widow“, noch „Eternals“ oder „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ in China starten. Auch Sonys „Spider-Man: No Way Home“ und „Venom: Let There Be Carnage“ mussten draußen bleiben. Es heißt, dass im Falle von „Black Widow“ die Darstellung des Kommunismus in China für hochgezogene Augenbrauen gesorgt habe. Im Falle von „Eternals“ dürfte die Blockade an der in ihrem Heimatland in Ungnade gefallenen Chloé Zhao liegen.

Und auch der Hauptdarsteller von „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ hatte sich der Vergangenheit kritisch über China geäußert, was den Film dort ins Aus geschossen haben dürfte. Der US-Professor Stanley Rosen erklärte die Einstellung der chinesischen Regierung: „Als Produktionsfirma oder Studio gilt für dich in China: Du bist nur so gut wie dein schlechtester Film. Wenn du die einen Film leistest, denn die chinesische Regierung nicht mag, dann wird dort keiner deiner Filme mehr laufen.“

China will zum weltweit wichtigsten Kinomarkt aufsteigen

Dennoch will China sich jedoch zum weltweit einflussreichsten Kinomarkt entwickeln. Komplett möchte man sich also nicht von Hollywood fernhalten, aber die Beziehung ist kompliziert. Hollywood plane mittlerweile wieder ohne den chinesischen Markt: Wenn man dort starten dürfe, begrüße man dies, sei es nicht der Fall, könne und müsse man auch damit leben.

Amerikanische Studios legen hier ohnehin eine Gradwanderung hin: Einerseits will man westliche Werte repräsentieren, andererseits möchte man in China Geld verdienen. Von der einen oder der anderen Seite kommt stets früher oder später ohnehin Kritik. Insofern wird man wohl 2022 stärker auf Märkte wie eben die USA und Europa blicken. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklungen ausfallen. Disney etwa scheint skeptisch zu sein, verlegte man doch seinen Film „Rot“ direkt zu Disney+.

DLA-NP5: JVCs neuer Projektoren-Einstieg mit nativem 4K, HDMI 2.1 und HDR10+

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JVC kündigte im Rahmen der CES 2022 ihren neuen, nativen 4K Projektor DLA-NP5 an. Das Lampen-basierte Modell wartet mit neuen Features wie 4K@120Hz-Darstellung via HDMI 2.1 oder HDR10+ auf.

Nach der Ankündigung der neuen 4K/8K Laser-Projektoren DLA-NZ7, DLA-NZ8 und DLA-NZ9 Anfang September 2021 gab es Mutmaßungen, nachdem der DLA-N5 nachrückt und den neuen Einstieg ins 4K-Segment bilden soll. Dem ist aber wohl nicht so. Abverkaufsaktionen ermöglichten, dass der Vorgänger bereits viele Heimkinobesitzer glücklich gemacht und um Platz für den JVC DLA-NP5 zu machen. Der D-ILA-Projektor profitiert nämlich von den technischen Entwicklungen der letzten Monate und soll ab März in einer schwarzen (DLA-NP5B) und weißen Variante (DLA-NP5W) in den Handel gelangen. Die unverbindliche Preisempfehlung soll bei 6.999 Euro liegen.

DLA-NP5 verarbeitet 4K@120Hz via HDMI 2.1

Der DLA-NP5 setzt auf native 4K Projektion dank D-ILA-Technologie
Der DLA-NP5 setzt auf native 4K Projektion dank D-ILA-Technologie

Der 0,69 D-ILA Chip erlaubt eine native Verarbeitung von 4K-Videosignalen, von der Quelle über den Chipsatz bis auf die Leinwand. Das System löst sogar im Kinostandard auf und bietet so 4.096 x 2.160 Bildpunkte. Optimierungen bei den Prozessoren, dedizieren Treiberbausteinen und dem LSI-Treiber erlauben zudem die Bildwiedergabe mit 120fps und das bei voller Ultra HD-Auflösung. Zwei entsprechende HDMI 2.1-Schnittstellen mit 48 Gbit/s Bandbreite, HDCP 2.3 sowie Low Latency Modus stehen bereit, um Gamer-Herzen höherschlagen zu lassen. Die Lichtleistung konnte durch die Verbesserung der Reflexionseffizienz im Vergleich zum Vorgänger auf 1.900 Lumen angehoben werden. Das Kontrastverhältnis bleibt dabei gleich, bei immer noch hervorragenden 40.000:1 (dynamische 400.000:1).

HLG, HDR10 und dynamisches HDR10+

Frame Adapt HDR von JVC ist ein Gamechanger bei der Heimkinoprojektion von HDR-Inhalten
Frame Adapt HDR von JVC ist ein Gamechanger bei der Heimkinoprojektion von HDR-Inhalten

Eine weitere Neuerung bringt der DLA-NP5 im Bereich HDR mit sich. Wie auch die großen Brüder mit Laser-Lichtquelle kann das System neben HLG und HDR10 nun auch das dynamische HDR10+ verarbeiten. Da die Auswahl an Bildinhalten mit HDR10+ derzeit immer noch recht übersichtlich ist, profitieren die Zuschauer womöglich weitaus mehr von den Funktionen „Auto Tone Mapping“ (automatische Anpassung von HDR-Inhalten) und den „Theater Optimizer“ (optimiert HDR-Darstellung in Abhängigkeit der Installationsumgebung – Leinwandgröße, Gain etc. inkl.. eigenem Tone Mapping).

Ansonsten übernimmt der DLA-NP5 so gut wie alle in den letzten Jahren eingeführten Hardware- und Softwareverbesserungen, darunter das Ganzglas-Objektiv mit 17 Elementen, die verbesserte Clear Motion Drive-Wiedergabe (Upscaling) für maximal 4K@60p-Signale mit 4:4:4 Chroma, Vermeidung von Geisterbildern und Schlieren dank Motion Enhance, 10 abspeicherbare Installationsmodi inkl. Objektivsteuerung, Pixelanpassung etc., ein 6-Achsen-Farbmanagement-System und ein ISF C3-Modus für die professionelle Kalibrierung.

Lampe mit 4.500 Stunden Lebensdauer

Mit einer Lebensdauer der Lampe mit rund 4.500 Stunden im normalen Lichtmodus kann man sich auch sicher sein, dass man lange Freude an diesem Projektor hat, bevor man eine Serviceleistung in Anspruch nehmen muss. Da schmerzt auch nicht zu sehr, mal eine Runde auf dem JVC DLA-NP5 4K-Projektor zu zocken, oder das Geisterspiel aus der Fußball-Bundesliga zu verfolgen.

Für einen Anschaffungspreis von 6.999 Euro (UVP) und den neuen Features ist der Einstieg oder ein Upgrade im Heimkino ganz schön erstrebenswert geworden. Mal sehen, wie gut das neue Modell verfügbar sein wird, da auch im Projektoren-Segment die Knappheit von Chipsätzen zugeschlagen hat.

So könnt ihr persönliche Daten von Amazon herunterladen und löschen (Audiomitschnitte usw.)

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Wusstet ihr, dass ihr eure persönlichen Daten von Amazon herunterladen und ggf. löschen könnt? Interessant sind vor allem die Audiomitschnitte inkl. Transkripte von Alexa & Co. 

Vielleicht etwas Off-Topic, aber trotzdem für den ein oder anderen ganz interessant. Ich bin vor Kurzem über diese Funktion gestolpert und habe die Abfrage meiner persönlichen Daten wohl eher aus Neugierde, als aus Sorge um meine Privatsphäre heruntergeladen. Obwohl, letztere ist mir doch sehr wichtig und ich wollte auch wissen, was Alexa & Co. im Laufe der Jahre so aufgezeichnet hat und ob es „jüngere“ Aufnahmen gibt, obwohl ich in meinem Haushalt keine aktivierten Alexa-Geräte nutze.

Ihr könnt unzählige persönliche Informationen abrufen, darunter Suchverläufe, Audiomitschnitte von Alexa und Echo-Geräten, Aktivitäten auf eurem Amazon Drive uvm.
Ihr könnt unzählige persönliche Informationen abrufen, darunter Suchverläufe, Audiomitschnitte von Alexa und Echo-Geräten, Aktivitäten auf eurem Amazon Drive uvm.

Die Anforderung der Daten könnte nicht einfacher sein, auch wenn sich diese nicht direkt in den Kontoeinstellungen finden lässt. Wenn ihr diesem Link folgt, kommt ihr direkt auf die Seite, über die ihr eure persönlichen Datensätze abrufen könnt. Hier könnt ihr jegliche Informationen abrufen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Es ist möglich speziell bestimmte Daten für z.B. Alexa & Echo-Geräte (Audiomitschnitte und Transskripte), den Suchverlauf über eure Geräte, Fire TV, Veränderungen auf eurem Amazon Drive, Kindle TV, Fire TV usw. bei Amazon anfordern. Oder ihr ruft einfach alle Datensätze gesammelt ab.

Persönliche Datensätze von Amazon herunterladen

Das Ganze kann ein paar Stunden dauern. In meinem Fall waren es etwas über 2 Tage (wohl wegen Wochenende). Sobald die Sammlung an Daten bereitsteht, erhaltet ihr eine Benachrichtigung per Email. Einen Klick darauf und aus einer übersichtlichen Tabelle könnt ihr die jeweiligen Datenpakete herunterladen. Sehr interessant ist dabei die Datei „Alexa.zip“. Darin befinden sich alle Audiomitschnitte jeglicher Anfragen und das über den kompletten Nutzungszeitraum. Bei dem ein oder anderen kommt da sicher ganz schön etwas zusammen. Dazu gibt es eine Excel-Datei mit Transkripten, also Übersetzungen der Audioanfragen.

Die Datensätze stehen nach Kategorien sortiert zum Herunterladen bereit
Die Datensätze stehen nach Kategorien sortiert zum Herunterladen bereit

Und hier kann es ziemlich peinlich werden. Vor allem, wenn man sich wieder mal vornimmt, Alexa im leicht angetrunkenen Zustand auf die Probe zu stellen. Dazwischen findet sich dann auch mal ein „Alexa, ich liebe dich“ und Anfragen, die man hier nicht wiederholen kann. Dem ein oder anderen mag es schockieren, wie viel Amazon eigentlich über einen gesammelt hat. Einen Großteil der Daten, z.B. Rechnungen usw. wird auch noch einen bestimmten Zeitraum von Amazon gespeichert werden müssen. Im Fall der Sprachbefehle kann man jedoch Alexa um eine Löschung bitten.

Alexa-Sprachaufnahmen/Sprachbefehle löschen

Dafür geht man in die Alexa App, dann auf Mehr>Einstellungen (Zahnrad-Symbol) und unter Alexa Datenschutz>Alexa-Daten verwalten aktiviert man dann die Funktion „Löschen per Sprachbefehl aktivieren“. Ab diesem Zeitpunkt stehen einem Sprachbefehle wie folgende zur Verfügung:

  • „Lösche, was ich gerade gesagt habe.“
  • „Lösche alles, was ich heute gesagt habe.“
  • „Lösche meinen gesamten Sprachverlauf.“

So kann man immer mal wieder den Backlog an Aufnahmen löschen oder Erinnerungen an „spezielle Abende“ schnell ausradieren. Die Löschung der Sprachaufnahmen beeinflusst laut Amazon die „Genauigkeit der Interaktionen mit Alexa“, was die „Nutzererfahrung negativ beeinträchtigen kann“. Ich habe auf jeden Fall kurzzeitig Alexa über die App genutzt und alle Sprachbefehle gelöscht. Mal sehen, ob Gespräche von 2017-2020 noch vorhanden sind, wenn ich eine nochmalige Abfrage meiner persönlichen Daten anstoße.

HBO Max: 18 Mrd. US-Dollar für neue Inhalte und die Aufholjagd zu Netflix

HBO Max will 2022 18 Mrd. US-Dollar in neue Inhalte pumpen. Dadurch will man die Rivalen von Disney+ und Netflix langsam einholen.

So  kommt HBO Max aktuell nicht an die Abonnentenzahlen von Netflix oder auch Disney+ heran. Allerdings konnte man 2021 immerhin 13 Mio. neue Abonnenten gewinnen. Dies mag auch daran gelegen haben, dass HBO Max im letzten Jahr alle neuen Kinofilme von Warner Bros. direkt ab dem ersten Tag im Programm hatte. Dazu zählten folgerichtig auch publikumswirksame Kracher wie „Dune“, „Mortal Kombat“ oder „Godzilla vs. Kong“.

Der CEO von WarnerMedia, Jason Kilar, gibt sich da bereits siegesgewiss: Laut ihm gebe es an vorderster Front ein Rennen zwischen drei Streaming-Anbietern. Und das seien Netflix, Disney+ und eben HBO Max. Letztere kommen derzeit auf rund 74 Mio. Abonnenten, allerdings ist da auch HBO eingerechnet. 2020 waren es noch 61 Mio. Netflix kann sich über ca. 214 Mio. Abonnenten freuen und im Falle von Disney+ sind es ca. 118 Mio.

HBO Max startet am 26. Oktober in 6 europäischen Ländern
HBO Max gibt es in Deutschland leider nicht || Bild: Warnermedia

Während HBO Max 2022 rund 18 Mrd. US-Dollar in neuen Content stecken will, sind es im Falle von Disney+ und Netflix jeweils 33 bzw. 17 Mrd. US-Dollar. Allerdings sind bei Disney auch Sportrechte für ESPN+ eingerechnet. HBO Max ist wiederum noch gar nicht in allen Märkten gestartet. Wegen Abkommen mit Sky bleibt etwa der Start in Großbritannien und Deutschland bisher aus.

HBO Max hat noch einen steinigen Weg vor sich

Keine Frage, HBO Max kann mit starken Inhalten aufwarten – etwa jenen von DC, also Filmen und Serien rund um Superman, Batman, Wonder Woman und mehr. Auch andere starke Marken zählen zum Portfolio von Warner Bros. Allerdings fragmentiert sich der Streaming-Markt immer stärker. Insofern bleibt abzuwarten, ob am Ende wirklich alle Streaming-Portale von Hollywood-Studios tragfähig sein werden.

The Suicide Squad auf 4K Blu-ray im Test: Anarchischer Spaß mit hohem Blutfaktor

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Inhalt (80%)

Als David Ayer 2016 seine Anti-Superheldentruppe in Suicide Squad auf die Zuschauer losließ, waren die Reaktionen ziemlich gespalten. Während das Kinopublikum den Film zu einem Erfolg machte, gingen die Kritiker wenig gnädig mit dem düsteren Film um. Während man die Darsteller noch lobte, ging man mit der Story hart ins Gericht. Dennoch war schnell klar, dass man ein Sequel inszenieren wollte. Ayer sollte erneut inszenieren und Smith wieder den Deadshot geben. Allerdings sollte Ayer auch ein Spin-off mit Harley Quinn inszenieren, das seinerzeit unter dem Arbeitstitel Gotham City Sirens lief. Entsprechend ging Warner Bros. auf die Suche nach einem neuen Regisseur. Unter anderem kamen Mel Gibson und Jaume Collet-Serra ins Gespräch.

Das Drehbuch was letztlich geschrieben wurde, wies aber zu viele Ähnlichkeiten zu jenem des bereits beschlossenen Birds of Prey auf, weshalb der damals engagierte Regisseur/Drehbuchautor Gavin O’Connor wieder absprang. Als James Gunn bei Disney nach der Kontroverse um alte Tweets, die er 2008 und 2009 vom Stapel gelassen hatte, zunächst als Regisseur der Guardians entlassen wurde, holte Warner ihn für The Suicide Squad an Bord, was nunmehr kein Sequel, sondern ein Reboot werden sollte. Gunn war von Anfang an klar, dass er sich einen feuchten Kehricht um die Altersfreigabe scheren wollte. Selbst Ayer hätte seine Fortsetzung gerne als R-Rating inszeniert. Und Gunn, so kann man durchaus sagen, haut hier dermaßen auf die Kac*e, dass man vermutet, Disney hätte ihm zuvor Fesseln angelegt.

Diese Selbstmordtruppe hat’s drauf

Schon die Eröffnungssequenz mit Savant im Gefängnishof wird nicht jedem schmecken – vor allem nicht den Tierliebhabern unter den Filmfans. Gunn lässt keinen Zweifel daran, dass sein The Suicide Squad von Beginn an zynische Töne anschlägt und sie lustvoll überdreht. Und es sind keine zehn Minuten vergangen, da geht’s auch schon dem zweiten Tier des Films an den Kragen – ob James Gunn ein Problem mit der Fauna hat?
Keine zwei Minuten später hat man einen weggeschossenen und einen in zwei Teile geschlitzten Schädel in Großformat gesehen – nein, ein Disney-Film ist das hier nicht. Eher ein Splattermovie im Gewand eines (Anti)Superheldenfilms. Und das ist gut so.

Immerhin kaschiert es die (erneut) ziemlich dünne Story. Was dieses Mal nicht schlimm ist, da die comichafte Ultrabrutalität so nahe an der Vorlage bleibt, dass man anhand dieser Konsequenz nur Beifall klatschen kann. Gunn ist nichts zu schade. Ob es das lustvolle Massaker an Team 1 ist oder das Unterlaufen gängiger Erwartungshaltungen, wenn Bloodsport auf seine Tochter trifft. Deren gemeinsamer Austausch von F-Wörtern dürfte zu den unflätigsten Unterhaltungen zwischen Vater und Tochter innerhalb der Filmgeschichte gehören. Ohnehin ist Idris Elba als Bloodsport eine Glücksbesetzung. Er ist nicht nur physisch äußerst präsent, sondern durchsetzt seine Figur mit einem wunderbaren Sarkasmus. Und seine ständigen Lattenmessen-Frotzeleien mit Peacemaker (ebenfalls mit Spaß an der Sache: John Cena) sind irre witzig.

King Shark hat Hunger

Dass es dieses Mal ausgerechnet Harley Quinn ist (die im Erstversuch noch den Film dominierte und den größten Spaß ausmachte), die hier unter ein paar belanglosen Szenen leidet, ist spätestens dann geschenkt, wenn sie endlich zeigen darf, wie verrückt sie wirklich ist. Und dass Margot Robbie diese Figur immer noch liebt, sieht man ihr auch in The Suicide Squad wieder deutlich an. Wenn sie sich in Oldboy-Manier durch ihre Gegner metzelt und Gunn dabei Blümchen regnen lässt, ist das nicht nur Hommage an den Korea-Klassiker, sondern eine wunderbare Szene an sich. Dass man im Finale dann ein bisschen arg auf Godzilla macht und dabei mitunter etwas lächerlich wirkt, schmälert das Vergnügen ein bisschen – auch wenn Starro auf einer echten Vorlage in den DC-Comics basiert. Davon aber abgesehen: Diese Suicide Squad dürfen uns sehr gerne wieder beehren.

Bildqualität (90%)

The Suicide Squad wurde mit Rotpunkt-Kameras aufgenommen – mit diversen Geräten von RED. Zum Einsatz kamen hier die Komodo IMAX, die Ranger Monstro IMAX und die Weapon Monstro IMAX. Allesamt also digitale Kameras, die mit hohen Auflösungen zwischen 6K und 8K arbeiten und außerdem IMAX-zertifiziert sind. Kein Wunder, dass der Film im “Fast”-Vollbildformat von 1,90:1 vorliegt. Gemastert wurde im Übrigen über ein 4K DI, was im Verbund mit HDR10, HDR10+ und Dolby Vision (also allen Kontraststeigerungsformaten) für ein möglichst eindrucksvolles Bild sorgen sollte.

Jetzt ist es natürlich so, dass die Blu-ray starke Stilisierungen und optische Spielereien offenbarte. Und die UHD Blu-ray weist diese in Teilen auch auf. Allerdings holt sie das massiv Überstrahlte der Blu-ray wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Nicht, dass die UHD BD nicht auch noch sehr hell wäre, aber man erkennt bspw. wieder Stromkabel, wo sie über die Blu-ray im hellen Himmelshintergrund verschwanden (110’37). Sämtliche Szenen direkt zu Beginn sowie im Finale bekommen wesentlich mehr Durchzeichnung und wirken dadurch plastischer und dreidimensionaler. Die teils sehr starke Gelbtendenz der Blu-ray wird zugunsten eines natürlicheren Ockertons ein wenig revidiert, was dem Film etwas besser steht. Der Himmel ist nun tatsächlich oft auch wieder hellblau und nicht fast ausschließlich gelb.

Die UHD Blu-ray zeichnet in den vielen sehr hellen Szenen besser durch

Farben gelangen dabei durchweg eindrucksvoller und kräftiger zum Auge – egal, ob’s Harleys roter Lippenstift ist oder das Blau, Pink und Bernstein des einäugigen Riesenseesterns. Und was die Detailschärfe angeht, so war schon die Blu-ray wirklich gut. Die native 4K-Disk hebt das aber noch mal auf ein neues Niveau. Dolby Vision liefert gegenüber HDR10 noch mal etwas mehr Kontrast-Homogenität während der helleren Szenen und kann sich hier noch etwas absetzen.

Jetzt kann man natürlich die ketzerische Frage stellen, ob das stark überzogen-kontrastierte der Blu-ray nicht vielleicht sogar der intendierte Look war, denn irgendeinen Grunde dafür muss es ja geben. Dann könnte man der UHD Blu-ray unterstellen, dass sie den Look zu sehr neutralisiert. Aber technisch sieht’s wirklich besser aus.

Tonqualität (85%)

Warner machts bei seinen großen und spektakulären Filmen eigentlich durchweg so, dass es fürs Deutsche und Englische Dolby Atmos schon über die Blu-ray gibt. Und das ist auch hier der Fall. Dieses Mal sogar mit einer True-HD basierten englischen Variante, die oftmals bei Warner erst über die UHD-BD verlustfrei integriert wird. Auf der regulären Ebene punktet Suicide Squad schon mal mit satter Dynamik, die während der Landung am Strand richtig los fetzt. Explosionen sind satt, das Geknatter der MGs kommt fett und wenn King Shark zubeißt, wird auch das mit Punch wiedergegeben.

Hinzu kommen die kongenial eingesetzten Filmsongs und der Score – beides wurde gleichermaßen räumlich und auch ansprechend dynamische integriert. Einzig die deutschen Dialoge sind teilweise etwas zu leise eingebettet, während sie im Original insgesamt mehr Volumen haben. Außerdem hätte hier und da noch etwas mehr an direktionalen Effekten über die Rears kommen dürfen. Was aber bringen die Atmos-Höhensignale zusätzlich?

Im Finale gibt’s ordentlich was auf die Ohren

Es beginnt mit den Rotorengeräuschen nach 3’37, wenn die Squad-Mitglieder in den Senkrechtstarter steigen und macht dort nach sechseinhalb Minuten weiter, wenn die Gang abgeworfen wird. Dass Weasel keine große Lust aufs Wasser hat, davon zeugt sein Schrei kurz darauf. Während der Ballereien am Strand setzt es fast pausenlos Querschläger und flitzende Geschosse über die Heights, was immer wieder ein großer Spaß ist. Ebenso wie der plötzlich auflebende Dschungel nach 29 Minuten, der eine Vielzahl an Ratten über die Höhen-Speaker huschen lässt. Nach etwa 65 Minuten gibt’s dann mal reichhaltig Score über die Höhen-Speaker und wenn der Jeep den Abhang runter kullert, hört man auch das Stöhnen aus dem Inneren authentisch.

Nach etwas über 80 Minuten rutscht der schleimige Kerl dann hörbar von oben an der Scheibe herab kurz darauf beginnen Explosionen das unterirdische Labor abzureißen. Hier kommen relativ deutliche 3D-Sounds zum Einsatz. Interessant ist, dass man den Kampf nach knapp 90 Minuten auf die Höhenspeaker gelegt hat, solange die Kamera auf der Ebene des am Boden liegenden Helmes ist. Bei 103’50 fliegen dann sehr lautstark noch Seesternaugen über die Kamera und die Zuschauer hinweg und im Finale hört man immer mal wieder berstende Stahlseile und das Grunzen des Riesenauges. Insgesamt wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen, aber einige sehr sinnvolle und nette Sounds hat man hier schon auf die Heights gelegt.

  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (50%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (70%)

Die UHD Blu-ray enthält lediglich den Audiokommentar sowie das Featurette “Harleys große Flucht”, die ihren Old-Boy-Sololauf vorbereitet. Die Blu-ray enthält zusätzlich noch acht entfernte Szenen sowie Patzer und die Featurettes “King Shark wird zum Leben erweckt”, “Diese Squad muss man lieben”, “Gunn-Style” und “Starro: Es ist ein verdammtes Kaiju”. Bei “King Shark” geht’s natürlich um das Motion Capturing und Sylvesters Stallones Synchro. “Diese Squad” nimmt dann Bezug auf die Comic-Vorlage und “Gunn-Style” gibt uns ein wenig Einblick in die Arbeit des Regisseurs. “Starro” letztlich kümmert sich um die Realisierung und die Hintergründe des Endgegners des Films.

Gesamtbewertung The Suicide Squad  (82%)

The Suicide Squad sagt man nach, er sei das, was David Ayers Film vor fünf Jahren hätte sein müssen. Und das ist nicht ganz Unwahr. Umso schöner, dass man nun in den Genuss eines kompromisslos-harten und comichaft überdrehten Spaßes kommt, der sich nicht hinter einem düsteren Look versteckt, sondern in hellster Ausleuchtung ein anarchisches Feuerwerk mit Splattereinlagen abfeiert. Die UHD Blu-ray präsentiert das mit noch besserer Detailtiefe und weit weniger überkontrastiert als die Blu-ray. Der Unterschied hier ist teils gravierend. Der Sound spielt auf hohem, wenn auch nicht allerhöchstem Niveau.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 02. Dezember 2021 Review am: 23. Dezember 2021
Erscheinungsjahr Film: 2021 Laufzeit: 132 Minuten
Filmstudio: Warner Home Video FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
1,90:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
HDR 10+
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray

The Suicide Squad Trailer: