Pixar wird langsam zum vielleicht wichtigsten Content-Lieferanten von Disney+. So startet auch der nächste Film des Studios, „Rot“ direkt beim Streaming-Angebot.
Update: Wie erwartet wurde „Rot“ exklusiv und direkt zum Streamingservice Disney+ geschoben. Seinen „zweiten“ Release feiert der Film am 12. Mai auf DVD und Blu-ray. Parallel wird der Animationfilm bereits digital auf Prime Video, iTunes und Co. zum Kauf angeboten:
Originalbeitrag: Das kommt einem irgendwie bekannt vor: Zu Weihnachten 2020 startete der Pixar-Film „Soul“ statt im Kino direkt exklusiv bei Disney+. Auch mit „Luca“ verfuhr man dann 2021 so und hievte den Streifen ebenfalls direkt zum Streaming-Anbieter. Während dem Disney-eigenen Animationsfilm „Encanto“ zumindest ein kurzes exklusives Kinofenster vergönnt gewesen ist, soll auch der nächste Pixar-Streifen direkt im Streaming bei Disney+ landen.
Rot startet am 11. März auf Disney+
Es wird also auch keine Phase des kostenpflichtigen VIP-Zugriffs geben. Die Rede ist im Übrigen von „Rot“ (im Original „Turning Red“). Los geht es bei Disney+ am 11. März 2022. Vermutlich hat man sich da bei Disney Gedanken gemacht, ob bis dahin die Kinos weltweit wieder geöffnet sein könnten und ein Start in den Lichtspielhäusern sich lohnt. Es scheint, als sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass der Film eher ein gutes Lockmittel für Abonnenten bei Disney+ sei.
Was die Handlung betrifft, so dreht sich „Rot“ um die 13-jährige Mei Lee. Das Mädchen verwandelt sich in einen roten Bären, wenn es sich zu sehr aufregt. Kein Wunder, dass ihre übervorsichtige Mutter Ming also nie weit entfernt vom Teenager bleibt. Die Story dreht sich also offenbar um das Erwachsenwerden und das Leben mit den eigenen Marotten.
Disney+ wird für Disney zu einer der wichtigsten Säulen
Das Streaming-Angebot Disney+ hat sich für das Unternehmen schnell zu einer wichtigen Säule entwickelt, in einer Zeit, in der immer mehr Leute dem Kino in der Pandemie fernbleiben. Zumal schon vor der Corona-Krise viele Zuschauer mehr und mehr dem Heimkino den Vorzug gegeben haben. Diesen Trend befeuert das Studio nun natürlich mit seiner Strategie noch stärker. Kinobetreiber dürften enttäuscht sein, doch es ist wie es ist: Der Animationsfilm „Rot“ wird exklusiv bei Disney+ seinen Einstand geben.
Auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurden erneut keine neuen 4K Blu-ray Player angekündigt. In Japan kommen dagegen zwei neue Modelle in den Handel.
Ihr kauft und sammelt Filme/Serien auf 4K Blu-ray? Wir auch! Beschleicht euch auch das Gefühl, dass man das letzte physische Format noch mitnehmen muss, bevor alles nur noch digital angeboten wird? Ja, vielleicht kann sich mit dieser Beobachtung der/die ein oder andere ebenfalls identifizieren. So ist es auch immer wieder deprimierend anzusehen, wenn das Format auf großen Technologie-Messen wie der CES gar keine Rolle mehr spielt. Bereits das 3. Jahr in Folge wurden keine neue 4K Blu-ray Player angekündigt. In Japan dagegen wurden kürzlich zwei neue Premium-Geräte inkl. TV-Tuner und integrierter Festplatte für Aufnahmen vorgestellt:
Sony 4K Blu-ray Recorder BDZ-FBT4100
Der neue Sony BDZ-FBT4100 4K Blu-ray Player/Recorder von Sony
Komisch, wenn Leute immer von Japan, besonders von den Großstädten erzählen, dann berichten viele „als wäre man in der Zukunft“. Da verwundert es schon etwas, dass hier das Thema Disc und TV-Tuner noch so groß ist. So wurde in den letzten Tagen der Sony BDZ-FBT4100, ein Player-Recorder-Bolide mit 4TB Speicherplatz, 3 integrierten UHD-Tunern für Live-Fernsehen und einem Laufwerk für die Wiedergabe von 4K Ultra HD Blu-rays. Doch damit nicht genug. Auf der Festplatte aufgezeichnete UHD-Übertragungen können sogar auf BDXL-Discs (100+ GB) gespeichert/gebrannt werden.
Panasonic DMR-ZR1 4K Blu-ray Recorder
Das Chassis des DMR-ZR1 stammt vom DP-UB9004. Die Festplatte nimmt hinter dem Disc-Laufwerk Platz
Mitte Dezember wurde dann noch der Panasonic Blu-ray-Disc-Recorder DMR-ZR1 angekündigt. Dieser baut auf dem Chassis des beliebten DP-UB9004 auf und erweitert dieses mit einem 4K-Tuner für Live-Fernsehen. Auch auf diesem Modell können parallel drei Programm ein 4K/2K-Auflösung auf die interne Festplatte aufgenommen werden. Und nicht nur das, dass Model erhält wohl auch so einige Upgrades und zusätzliche Features, die uns 4K-Fans ebenfalls gefallen würden. Diese könnt ihr alle im Beitrag von AV-Watch einsehen. Darunter auch neue technische Komponenten wie eine überarbeitete Sektion für die Stromzufuhr, neue optimierte HDMI-Anschlüsse uvm. Vielleicht die Vorlage für einen DP-UB9004 MK2?
Wir würden gerne mutmaßen, dass eine Kombination aus 4K Blu-ray Player und UHD Tuner auch hierzulande gut funktionieren könnte. Jedoch denken wir, dass der Zug für ein solches Kombi-Gerät womöglich bereits abgefahren ist. In Deutschland bekommt man eigentlich nur noch 4K Player von Panasonic und Sony zum Kauf angeboten, dazu gesellen sich wenige, meist hochpreisige Modelle, deren Hersteller nicht unbedingt jedem geläufig sein dürften. Wie dem auch sei, solange noch Discs produziert werden und unsere Player laufen, werden wir uns auch an Blu-rays, 4K Blu-ray und 3D Blu-rays erfreuen und diese weiter sammeln.
Videomarkt wird kleiner – 4K Blu-ray mit Zugewinnen?
Disc-Markt in den USA im Verlauf der Jahre laut NPD VideoScan
Insgesamt verkleinert sich der Markt für Filme und Serien auf Disc seit Jahren. Das ist kein Geheimnis. Interessant ist dabei zu beobachten, wie sich das Gefüge zwischen DVD, Blu-ray und 4K Blu-ray verschiebt. Geschätzte Analysen für den US-Markt zeigen, dass der Anteil der DVD-Käufer wieder nach oben ging, während die Blu-ray deutlich eingebüßt hat. Dagegen konnte sich die 4K Blu-ray (obwohl das Jahr 2021 nicht von hunderten Topsellern geprägt war) sogar Gewinne am Markt verschaffen. Wohl durch die Pandemie geschuldet, suchten Leute vermehrt nach Unterhaltung, während die Generation „Blu-ray“ entweder zum teureren 4K Blu-ray-Format wechselten, oder gar komplett im Streaming-Segment verschwanden – so unsere Theorie.
Wie sieht euer aktueller Stand aus? Kommt euer Entertainment nur noch via Fernsehen und Streaming, oder seid ihr der Disc nicht abgeneigt? Gibt es vielleicht sogar ein paar Neulinge, die durch das 4K Blu-ray-Format wieder Lust am physischen Film bekommen haben? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
Die HW-S800B Slim Dolby Atmos Soundbar (HW-S810B Schwarz / HW-S811B Weiss) wurde auf dem CES-Stand von Samsung erstmals präsentiert. Aufgrund der Größe und Designs der Soundbar konnte man dieses Highlight jedoch leicht übersehen!
Originalbeitrag: Wir haben euch ja bereits umfänglich über Samsung neue Premium-Soundbar HW-Q950B informiert. Diese entspricht in puncto Form und Klangperformance sicherlich dem, was man sich von ihr erwartet. Bei der Samsung HW-S800B ist das aber sicherlich nicht so. Das Modell ist der Auftakt einer ganz neuen Kategorie schlanker Klangriegel bei Samsung. Diese sollen sich vorwiegend in ihrer Länge und ihrer endgültigen Klangperformance unterscheiden. Die HW-S800B misst gerade einmal 3.8 cm in der Höhe und 3.5 cm in der Tiefe. Vor dem TV platziert oder darunter mit einer ausgeklügelten Wandhalterung installiert, kann das Klangwunder gerne einmal übersehen werden.
Slim Soundbar HW-S800B mit 3.1.2-Klang
Die wechselbaren Gehäuse (optinal) der HW-S800B Slim Soundbar von Samsung || Bild: flatpanelshd.com
Was wir bislang gesehen haben, gefällt uns schon ganz gut. Jedoch müssen wir uns noch etwas zügeln, was die Beurteilung der Klangqualität angeht. Wir können hier nur auf Kommentare diverser Journalisten zurückgreifen, die das System vor Ort auf der CES 2022 zu Gehör bekommen haben. Viele zeigten sich überrascht darüber, dass eine so kompakte Soundbar Raum akustisch so gut ausfüllen kann. Bei dem System handelt es sich um ein Bundle bestehend aus Soundbar und kompakten Subwoofer, die ein 3.1.2-Soundsystem bilden. Wir haben somit drei Lautsprecher für den Center, Links und Rechts, zwei nach oben gerichtete Lautsprecher für die Höhenakustik und eine „Bassbox“. Letztere ist mit einem aktiven Woofer mit 16,5 cm Durchmesser und einem passiven Radiator mit 20 cm Durchmesser ausgestattet und passt mit dem Würfel-Design und den abgerundeten Ecken perfekt zur Soundbar.
Dolby Atmos, DTS:X und Q-Symphony
Der kompakte Subwoofer im Würfel-Design der HW-S800B || Bild: flatpanelshd.com
Unterstützt werden laut den kommunizierten Spezifikationen neben Dolby Atmos auch DTS:X 3D-Sound, die Soundbar lässt sich auch mittels Q-Symphony mit einem kompatiblen Samsung TV verbinden um eine noch eindrucksvollere Klangkulisse zu schaffen. Angaben zur Gesamtleistung, Frequenzbereich etc. werden wir wohl erst erhalten, wenn die finalen Spezifikationen auf der Samsung-Webseite online gestellt werden. Fest steht, der HW-S800B soll auch in puncto Design überzeugen und lässt sich mit wechselbaren Gehäusehüllen (optional) zusätzlich personalisieren.
Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026 um 21:46 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026 um 21:55 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Jeder ist käuflich. Was als etwas provokante Formulierung dieses Review einleitet, hat durchaus einen nicht ganz von der Hand zu weisenden Hintergrund. Denn wenn man Daniel Craigs Aussage von 2015 seinerzeit wörtlich nahm, wollte er “lieber dieses Glas hier zerbrechen und sich die Pulsadern aufschneiden.” Außerdem war ihm seinerzeit auch ziemlich egal, wer den nächsten Geheimagenten geben würde. Zwei Jahre später kümmerte ihn sein “Geschwätz” von gestern wenig. Kein Wunder, immerhin bot man ihm satte 50! Mio. Pfund an, die Rolle noch mal zu spielen – immerhin ein Fünftel der Produktionskosten.
Und Craig sagte zu. Wer kann’s ihm verdenken. Dass es dann der wohl prominenteste Film würde, der im Zuge der weltweiten Covid-19-Pandemie ein ums andere ums nächste Mal verschoben wurde, bis Gerüchte laut wurden, ein Streaminganbieter würde sich die Rechte an Keine Zeit zu sterben sichern – damit hatte während der Produktion vermutlich auch noch niemand gerechnet. Es kam nicht dazu, der Kinostart konnte doch noch stattfinden und mit rund 760 Mio. Dollar ist er die erfolgreichste westliche Kinoproduktion, die während der Pandemie in den Kinos lauf. So viel zu den Randbedingungen. Wie schlägt sich aber der Film?
Eigentlich wollte sich Bond ja aufs Altenteil zurückziehen
“Du siehst mich nie wieder” – was Daniel Craig als James Bond nach 23 Minuten zu Madeleine sagt, kann auch als Motto für den 25. Ausflug des Agenten ihrer Majestät gesehen werden. Denn es ist nun mal Craigs letzte Mission und die soll zum Abschluss bringen, was vor 15 Jahren mit Casino Royale begann. Die fünf Filme kann man rückwirkend als Pentalogie bezeichnen, die sich stets auch um Spectre drehten – auch wenn das bei den ersten drei Filmen zunächst nicht offenbart wurde. In Keine Zeit zu sterben wird Blofelds Geheimorganisation allerdings selbst zum Opfer, weil ein ganz neuer Bösewicht auftaucht. Der wird von Rami Malek verkörpert, der spätestens seit Bohemian Rhapsody für Größeres bereit war. Allerdings krankt gerade seine Figur an erzählerischer Tiefe. Was noch in der Intro-Szene gut klappt und eine gewisse Diabolik hervorruft (den dämlichen Mit-der-Faust-aufs-Auge-Vornamen hätte man sich da locker sparen können), entkräftet das Drehbuch mit dessen folgenden Auftritten.
Nicht nur ist bspw. sein Auftauchen in den Wäldern nach etwa 110 Minuten ziemlich unlogisch, sondern verdreht der Film am Ende alles, was man bisher über seine Motivation wusste. Geht man vom Ursprungsmotiv aus, wäre der Film nach Blofelds Verhör zu Ende gewesen. Doch wenn Bond und Nomi in Safins Inselversteck eindringen, geht’s plötzlich noch um etwas größeres. Um was genau? Wird nicht offenbart und bleibt diffus. Die Motivation Safins spielt hier keine Rolle mehr. Die Frage ist dann, warum man dieses Szenario überhaupt noch mal eröffnet. Es gab doch schon genug Bond-Antagonisten, die die Welt auslöschen wollten. Und so ist rein vom Spannungsbogen her das Treffen zwischen Bond und Blofeld – respektive zwischen Craig und Waltz – der Höhepunkt des Films, nachdem es erzählerisch abwärts geht. Immerhin mit ein paar auch später noch sehr beeindruckenden Actionmomenten.
… tauchte da nicht plötzlich dieser Lyutsifer auf
Denn obwohl sich Keine Zeit zu sterben mit der ersten Actionszene mehr Zeit lässt als sonst (schlicht, weil es nicht die übliche Vorspann-Bond-Actionszene gibt), setzt Fukunaga dem Geheimagenten nach etwa einer Viertelstunde mit einer denkwürdigen Sequenz ein Denkmal. Schon die kurze Szene, in der Bond noch zu Fuß unterwegs ist, gerät rasant, wird aber von der Verfolgungsjagd im DB5 getoppt. Der Dreh in den engen Gassen und Sträßchen der süditalienischen Stadt Martera muss exakte Planung vorausgesetzt haben. Mal abgesehen davon, dass man in dieser Kulturhauptstadt Europas von 2019 sicherlich keine Zerstörung anrichten durfte, sieht man den spektakulären Aufnahmen an, dass man trotz der Enge richtig Vollgas gegeben hat. Auch die Kuba-Sequenz oder die Sprengung des Boots überzeugen. Das Finale erinnert gar an große Momente der Bond-Historie.
Leider sind zwei Stunden und vierzig Minuten Laufzeit dann aber doch eine ziemliche Menge. Hier und da dehnt sich das dann schon mal ein wenig und erfordert ein bisschen Sitzfleisch. Zumal sich der geneigte Bond-Fan auch damit abfinden muss, dass Craig dem Agenten in der letzten Darbietung noch ein paar weichere Seiten mehr verpasst. Vor allem in der Beziehung zu Madeleine und einer kleinen Überraschung ihrerseits wird das deutlich. Einerseits ist das sicherlich gewöhnungsbedürftig, andererseits wäre ein Connery-Bond, der die Frauen erst Mal aufs Bett wirft, bevor er fragt, warum sie überhaupt da sind, heute schlicht anachronistisch und auch ziemlich daneben. Und so sind es neben Bond vier außergewöhnlich starke und überzeugend dargebotene Frauenfiguren, die ihre jeweiligen Auftritte dafür nutzen, dem Franchise auch eine gewisse Neuausrichtung zu verpassen.
James Bond: Keine Zeit zu sterben wurde mit insgesamt acht unterschiedlichen Kameras aufgenommen. Von der kleineren Arriflex 235, die für die meisten schnelleren Actionszenen genutzt wurde, bis zu IMAX- und weiteren 65-mm-Kameras. Insgesamt rund 40 Minuten wurden im IMAX-Format gedreht, was sich über die UHD Blu-ray allerdings (ebenso wie über die Blu-ray) nicht in einer Öffnung des Bildformats widerspiegelt – der gesamte Film läuft im Widescreen von 2,39:1. Dass man hier nach dem volldigital gefilmten Skyfall und dem Mix aus Analog und Digital in Spectre. wieder auf eine komplett analoge Ausrüstung zurück griff, liegt an Regisseur Fukunaga, der es genauso haben wollte. Ausgehend von dem 35- und 65-mm-Filmmaterial wurde ein 4K-Master erstellt, das als Basis für diese UHD BD dient und zusätzlich mit HDR10 und Dolby Vision sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum ausgestattet.
Die UHD Blu-ray präsentiert die warmen und erdigen Töne noch dynamischer
In der Praxis schlägt die UHD-BD die Blu-ray dann doch sichtbar – und das vor allem in der dargestellten Dynamik. Während Oberflächen über die Blu-ray im direkten Vergleich sichtbar überstrahlen (bspw. die Reflexionen auf dem Wasser bei 7’00), fängt die 4K-Scheibe das deutlich harmonischer ein. Auch zu Beginn von Kapitel drei gibt’s mehr Dynamik auf dem braunen Beton im Vordergrund und dem Steinfelsen im Hintergrund. Noch dazu kommen die Wolken plastischer durch. Auch in puncto Auflösung schlägt die UHD-BD die reguläre Blu-ray. So ist nicht nur die Körnung feiner; sind nicht nur Hautoberflächen realistischer und weniger soft, sondern auch Details in der Tiefe besser erkennbar.
In Kombination mit satten Spitzlichtern sieht man bspw. nur über die 4K-Scheibe, dass das obere rote Positionslicht am Schiff bei 57’52 aus zwei Lichtquellen besteht und nicht nur aus einer. Die UHD Blu-ray zeigt überdies die satteren Farben, was auch für betontere Hauttöne gilt, die schön kräftig braun erscheinen. Da auch das Encoding sauberer erscheint, gibt’s hier kaum etwas zu kritisieren – selbst wenn die Körnung des analogen Materials über die 4K-Scheibe nun mal etwas deutlicher (und damit echter) wird. Dolby Vision kann HDR10 noch einmal etwas abhängen und wirkt kräftiger und dynamischer.
Universal ist großzügig und spendiert Keine Zeit zu sterben für beide Sprachen eine True-HD-kodierte Dolby-Atmos-Spur. Diese ist natürlich auch gleichsam Ausstattung der UHD Blu-ray Disk. Auf der regulären Ebene gibt’s schon mal ordentlich Kawumm, wenn nach 14 Minuten die erste Explosion den Raum erfüllt, Kurz darauf, beim Sprung die Brücke hinab gibt’s sogar einen netten Bass-Sweep. Die einzelnen Schüsse auf den panzerverglasten Aston Martin werden ebenso wuchtig vertont wie die MG-Salven kurz darauf. Und die erneuten Explosionen nach einer halben Stunde sind ebenfalls satt, wobei es knapp eine Minute bei der großen Sprengung dann durchaus mal zum Beben des Bodens reicht.
Währenddessen ist Hans Zimmers Score stets räumlich und allgegenwärtig. Und wenn die Maschinenpistolen und ähnliche Waffen sprechen, wird’s auch mit zischenden Querschlägern und Einschlägen effektvoll. Sehr authentisch gelingen die Szenen in den Wäldern nach gut 110 Minuten. Wie dort Schüsse verhallen und das Knattern der Motorräder umgesetzt wird – das macht schon Spaß. Die Dialoge kommen dauerhaft gut verständlich und bisweilen sogar sehr satt aus dem Center.
Auch wenn der 3D-Sound etwas schwächelt – Tiefbass können die Atmos-Spuren
Werfen wir ein Ohr auf die Höhen-Ebene, die per Atmos-Kodierung ebenfalls bedient wird, so hört man nach etwas über acht Minuten mit ein bisschen Vogelgezwitscher erstmals so etwas wie einen Nachweis, dass die Heights überhaupt bedient werden. Nach etwas über 14 Minuten hört man dann das Säuseln, das für die Taubheit Bonds stellvertretend ist, von den Höhenspeakern. Was aber grundsätzlich fehlt, sind 3D-Sounds während der zahlreichen Explosionen. Wo halbe Stockwerke abgerissen werden oder dicke Betonmauern explodieren, darf man ruhig mal ein bisschen Information von oben bekommen. Vor allem auch, wenn nach etwas über 44 Minuten zwar Meeresrauschen zu hören ist, nicht aber das Flugzeug, das über die Kamera fliegt.
Im Funkkontakt zwischen Bond und Paloma werden die jeweils nicht im Bild zu sehenden dann plötzlich derart direktional auf die Heights gelegt, dass man ungläubig schaut, ob das jetzt wirklich passiert ist. Und man fragt sich schon ein bisschen, warum es nicht wenigstens ein paar Signale in der ersten Dreiviertelstunde so schick in die Höhe gelegt wurden. In der folgenden Actionszenen gibt’s dann wenigstens auch mal authentisch splitterndes Glas sowie ein paar flitzende Geschosse von oben. Bei 111’33 darf ein Heli mal ausgiebiger über die Heights fliegen. Cooler ist allerdings der Zug, der nach etwas über zwei Stunden über die Köpfe rollt, während Bond in den Untergrundgängen unterwegs ist. Dort gibt’s kurze Zeit später auch noch mal schöne Signale von oben, wenn’s zu Schießereien kommt. Insgesamt wäre aber durchaus etwas mehr drin gewesen.
Das Bonusmaterial von Keine Zeit zu sterben rekrutiert sich aus vier Featurettes, die auch die Blu-ray enthält. In “Anatomie einer Szene” nimmt man recht eindrucksvoll auseinander, wie die Stunts mit dem DB5 und dem Motorrad in der italienischen Hügelstadt realisiert wurden. Durchaus beeindruckend, was man hier real drehen konnte, ohne auf CGIs zu setzen. In “Bei der Wahrheit bleiben” geht’s dann sechs Minuten noch einmal um diverse Actionszenen rund um den Globus. “Eine globale Reise” besucht dann noch mal die Drehorte, die das 25. Bond-Abenteuer besuchte. Angefangen beim Norwegen-Setting über das süditalienische Dorf Matera und die schottischen Highlands bis hin zu Jamaika. “Das Design” zeigt dann untere anderem, wie man eine kubanische Kulisse aus dem Nichts erschuf. Exklusiv für die 4K-Scheibe vorbehalten ist die 45-minütige Retrospektive “Das Wesen von James Bond”, das sich komplett auf die fünf Bonds von Daniel Craig konzentriert und den Darsteller in den Mittelpunkt stellt.
Gesamtbewertung Keine Zeit zu sterben (82%)
Keine Zeit zu sterben ist ein Bond-Film, ohne Zweifel. Er bringt auch die Daniel-Craig-Zeitleiste als Geheimagent ihrer Majestät zu einem befriedigenden und konsequenten Abschluss. Allerdings krankt der Film leider an seiner Story, die den Antagonisten am Ende auf einen zornigen kleinen Mann reduziert, dessen Motivation nicht klar wird. Herausragend sind die starken Frauenrollen an Bonds Seite und die ebenso elegant wie (weitgehend) praktisch umgesetzten Actionszenen.
Die Blu-ray liefert dazu ein sehr authentisches filmisches Bild, das von den jeweiligen Schauplätzen farblich geprägt wird. Der Ton ist über die reguläre Ebene dynamisch und räumlich, hätte in Sachen 3D-Sound aber noch etwas mehr Informationen liefern können. Die UHD Blu-ray ist dabei in allen Belangen die bessere Wahl. Zwar ist die Blu-ray für sich genommen sehr ordentlich, doch die 4K-Scheibe ist auf allen Parametern besser und liefert das dynamischere Bild.
Als David Lynch 1984 mit der ersten echten Kino-Realisierung von Frank Herberts Kultroman Der Wüstenplanet in die Lichtspielhäuser kam, missverstanden seine Interpretation der Bücher nahezu sämtliche Kritiker UND Zuschauer. Bis heute gilt sein Dune als einer der größten Flops der Filmgeschichte. Doch wie das mit Flops oft so ist: Sie werden im späteren Verlauf zu Kultfilmen.
Dennoch gab es immer wieder Überlegungen, Herberts Geschichte neuerlich fürs Kino zu adaptieren. Denis Villeneuve, der zuvor mit Blade Runner 2049 bereits einmal ins Territorium eines SciFi-Kultfilms vorgedrungen war, wurde 2017 als Regisseur besetzt und erklärte kurz darauf, dass seine Version zum einen zunächst lediglich auf dem ersten Teil des ersten Bands basieren würde. Villeneuve sprach von einem “Star Wars für Erwachsene”. Und weil er es wirklich wissen wollte, ging er direkt mit der Idee daran, einen Zweiteiler zu inszenieren. Durchaus ein Risiko, da die Finanzierung des zweiten Films vom Erfolg des ersten abhängig sein sollte.
Paul vor seiner größten Prüfung
Mit ein bisschen Glück und entsprechender Startverschiebung (Covid-19 sei “Dank”) erreichte Dune das gewünschte Einspielergebnis und der zweite Teil ist (glücklicherweise) beschlossene Sache. Glücklicherweise deshalb, weil Villeneuve das Kunststück gelungen ist, der Geschichte treu zu bleiben, die Unterhaltung aber nicht zu kurz kommen zu lassen. Glücklicherweise aber auch deshalb, weil die 2021er Adaption zwar nicht auf bekannte Schauspieler verzichtet (wie Lynch damals auch), sehr wohl aber auf die arg extrovertierte, fast splatterfilmartige Exposition – bspw. – der Harkonnen.
Wo Lynch den Baron als widerwärtigen Ekelbolzen mit offenen Eitergeschwüren in prächtigsten Farben darstellte, ist Stellan Skarsgård als Baron in Villeneuves Version ein zwar körperlich verunstalteter, aber nicht von eitrigen Geschwüren geplagter Typ. Skarsgård ist dabei nicht weniger dämonisch, bringt diese Eigenschaft aber rein durch sein Wesen zum Ausdruck, nicht über ein möglichst abscheuliches Äußeres. Diese “nüchternere” Inszenierung tut dem Film gut und wird ihn zu einem zeitloseren Klassiker werden lassen.
Dune feiert epische Bilder
Ohnehin ist hier schauspielerisch alles auf einem etwas höheren Level. Rebecca Ferguson als Lady Jessica ist phänomenal besetzt, Josh Brolin als Gurney Haleck ist ein weitaus ernsterer Kampflehrer als Patrick Stewart und Jason Momoa bringt als Duncan Idaho ein wenig humorvolle Spritzigkeit in den ansonsten sehr düsteren und dunklen Film. Nachwuchsdarsteller Timothée Chalamet als Paul ist zwar ein bisschen kühl, wirkt in der Rolle aber überzeugender als der damals etwas überfordert wirkende Kyle MacLachlan. Einzig Oscar Isaac als Leto zieht gegenüber dem charismatischen Jürgen Prochnow den Kürzeren – er bleibt erstaunlich blass.
Soweit zu den darstellerischen Vergleichen mit Lynchs Film. Visuell, das muss man einfach sagen, ist Villeneuves Neuinterpretation einfach fantastisch. Seine Raumschiffentwürfe sind atemberaubend und führen den Weg fort, den er und das Design-Department mit Arrival 2016 beschritten. Dass er aus den in den Romanen eher als vogelflugartig beschriebenen Ornithoptern eine Art Helikopter mit libellenhaftem Flügelschlag gemacht hat, mag Hardcorefans des Buchs stören – optisch fügt sich das wunderbar in den Film ein und wirkt absolut organisch.
Chani wird Paul den Kopf verdrehen
Man kann sicher darüber diskutieren, ob Villeneuve nicht wenigstens etwas mehr Sandwürmer integrieren können – immerhin war nicht klar, ob die Fortsetzung bewilligt würde. Aber die kurzen Momente, in denen sie angeteasert und (noch im Dunklen) gezeigt werden, machen definitiv Lust auf das Sequel. Aber selbst ohne großen Sandwurm-Anteil machen die groß angelegten Szenen auch im ersten Teil richtig Spaß. Davon ab trifft Villeneuve auch die unterliegenden gesellschaftspolitischen Töne und modernisiert sie durch kleinere Textpassagen oder Details. Herberts Buchreihe kann man durchaus verstehen als Kommentar auf die seinerzeit sich entwickelnden künstlichen Intelligenzen, auf die Ausbeutung der Erde in Sachen Öl und (natürlich) auch auf den Konsum von Drogen.
Bei Villeneuves Dune wirken hingegen aktuellere Themen wie Klimawandel, das Überwinden von Rassenunterschieden oder die Dekonstruktion von Machtverhältnissen stärker durch – glücklicherweise, ohne mit dem erhobenen Moralapostel-Zeigefinger zu wedeln, sondern in einer erfreulichen Selbstverständlichkeit. Das alles verpackt der Regisseur dazu derart berauschend und visuell faszinierend, dass man seine Version der Geschichte nur als vollkommen gelungen bezeichnen kann. Man darf gespannt sein, wie sich der Frankokanadier im zweiten Teil mit den episch angelegten Kriegsszenen und dem Kampf zwischen Paul und Feyd-Rautha schlagen wird – denn Letzterer (in Lynchs Fassung von Sting gespielter) Antagonist ist ja bisher ganz bewusst noch nicht auf der Bildfläche erschienen.
Denis Villeneuve und sein Kameramann Greig Fraser haben Dune digital gefilmt – und zwar mit IMAX-zertifizierten ARRI-Alexa-LF- und Mini-LF-Kameras. Für die Kinoauswertungen wurden IMAX-Szenen genutzt, die über die Blu-ray und UHD Blu-ray aber nicht im Format geöffnet werden. Ungewöhnlich ist der grundsätzliche Prozess, den Regisseur und Kameramann gingen. Denn um die typische digitale Schärfe etwas zu reduzieren und den Film (gewollt) etwas softer wirken zu lassen, belichtete man das digitale Material dann wieder auf 35-mm-Film aus. Für das Digital Intermediate, das als Grundlage für die UHD-Blu-ray diente, wurde das 35-mm-Material dann in 4K gescannt und mit HDR10 und Dolby Vision sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum auf die 4K-Scheibe gemastert.
Was ungewöhnlich klingt, sollte in der Tat den besten Kompromiss liefern. Den während Fraser reines Filmmaterial als Grundlage beim Dreh für zu “nostalgisch” empfanden, erschien ihm der direkte Abgriff der Digitalkameras zu scharf und krisp – vor allem für einen Film, der zwar SciFi ist, aber eher einen altmodischen Look ohne Computer-Bling-Bling und Roboter hat. Der Vorteil dieses Prozesses (neben der Tatsache, dass man den gewünschten Effekt aus Schärfe und Softheit erreichte): Das ebenfalls gewünschte Filmkorn ist authentisch vorhanden und musste nicht künstlich hinzugefügt werden. Letzteres birgt immer die Gefahr eines artifiziellen und wenig homogenen Looks. Auf der anderen Seite nimmt die Körnung hier nicht Überhand, da “unter Laborbedingungen” und entsprechender Kontrolle über das Filmmaterial gearbeitet wurde. Übrig bleibt ein sehr authentischer, “echter” Filmlook ohne zu starkes Wuseln.
Die UHD Blu-ray zeichnet die hellen Wüstenszenen besser durch
Die Praxis bietet dann ein durchweg stimmigeres Bild als jenes von der Blu-ray. Einerseits saufen dunkle Szenen nicht ab, auf der anderen Seite kann man sichtbar mehr Dynamik in den hellen Sequenzen erkennen. Der braune Wüstensand hebt sich konturierter vom Himmelshintergrund ab, Wolken kommen besser zur Geltung und die mitunter sehr hellen bis überbelichteten Szenen kommen weniger überrissen zum Auge. Die Farben sind noch etwas wärmer gehalten und die blauen Augen der Fremen sind knalliger. In puncto Auflösung muss man zwar attestieren, dass die doppelte Hin- und Herkonvertierung nicht das letzte Quäntchen an Schärfe erreicht, was aber eben auch nicht gewünscht war.
Dennoch: Die Körnung ist feiner, Augenbrauen sind konturierter, Details in den Schals der Fremen klarer und deutlicher und Gesichter weniger soft. Auch das lässt sich relativ gut und eindeutig erkennen. Auch die UHD-BD bekommt per HDR10 die leichten Artefakte auf dunklen Hintergründen nicht ganz in den Griff – im Gegensatz zu Dolby Vision, das hier etwas souveräner und ruhiger wirkt. Außerdem schafft DV es, die teils harten Kontraste in der Wüste noch etwas dynamischer darzustellen und hier etwas mehr zu leuchten. Generell sind aber beide HDR-Varianten keine Spitzlicht-Granaten.
Wie gewohnt lässt Anbieter Warner Dolby Atmos für beide Sprachen vom Stapel. Und die Spuren legen sehr luftig und dynamisch los. Schon die Trommelsounds direkt vor der ersten Szene werden sehr räumlich dargestellt. Die Stimme von Chani kommt präsent aus dem Center und der Druck in dieser Introsequenz ist beträchtlich. Allerdings dürften die Rearspeaker zu Beginn etwas stärker eingebunden sein. Atmosphärisch und weiträumig wird’s, wenn die Atreidis den Deal annehmen, Arrakis zu verwalten und die Menge mit großem Hall “Atreidis” skandiert.
Ebenfalls sehr räumlich geraten sämtliche Szenen mit den Ornithoptern, deren libellenartiger Flügelschlag über alles Speaker verteilt wird. Extrem effektvoll hat man die Mentalstimmen der Bene Gesserit vertont und wenn der Sandwurm in Kapitel neun mal eben einen Spice-Harvester verschlingt, wird’s mal richtig druckvoll. Ebenso wie jene Momente, in denen die Gaius Helen Mohiam die Stimme gegen Paul einsetzt. Wahnsinn, was die Subs hier leisten müssen. Klasse auch die Räumlichkeit des Regens bei 73’00, auch wenn die Surrounds durchweg etwas mehr an dedizierten Soundeffekten hätten haben können. Hauptsächlich wirkt dort der mächtige und fette, (oft) sakrale Score von Hans Zimmer. Dennoch gibt’s immer mal wieder nette Geräuscheffekte aus den Rears – bspw. die knatternden und gurgelnden Geräusch des Sandwurms bei 131’15.
Die Dolby Atmos Spuren knallen auf der regulären Ebene ordentlich
Wechseln wir auf die Höhen-Ebene, bzw. beziehen diese mit ein, beginnt es direkt schon während der Einblendung der produzierenden Filmfirmen mit Anteilen des Soundtracks. Auch während der anfänglichen Kampfszenen hört man perkussive Sounds und dezente Choräle von oben. Genutzt werden die Heights vor allem auch immer dann, wenn die Stimmen per Gedankenübertragung zu vernehmen sind, was absolut logisch und nachvollziehbar ist, um diesen Effekt auch akustisch zu unterstützen. Ein paar Kampfgeräusche gibt’s. wenn sich Paul und Gurney erstmalig im Training beharken und die dynamische Instrumentierung bei 20’35 wird sehr wuchtig von oben mitgetragen.
Der fallende Regen kurz darauf ertönt ebenso wie die choralen Gesänge im nächsten Filmsoundtrack-Stück und die Stimmen ab 24’15 sind schauerlich präsent. Allerdings bleibt es weitgehend beim Score und den Stimmen, denn echte 3D-Sounds (beispielsweise von den Fluggeräten) bleiben lange Zeit aus. Erst bei 63’30 dürfen die libellenartigen Shuttle endlich mal 3D-Geräusche von sich geben. Im Anschluss ist’s aber gleich wieder lange Zeit still und man bekommt später einzig (mal wieder) Stimmen von den Heights zu hören. Was nicht konsistent ist, wenn einerseits bei 63’30 die Shuttles über die Höhen-Speaker zu hören sind, im Überflug bei 103’45 indes nicht. Schön räumlich und vereinnahmend sind allerdings die Windgeräusche während des Flugs ab 117’50.
Die Extras rekrutieren sich aus insgesamt zehn, mitunter noch weiter unterteilten, Featurettes. Von “Die großen Häuser” über “Filmbücher” und “Erschaffung der Zukunft” geht es bis zur “Gestaltung des Sandwurms” und “Eine neue Klangwelt”. Ziemlich erschöpfend erfährt man nahezu alles über die Produktion. Wir sehen Jason Momoa, Josh Brolin uns Timothée Chalamet beim Kampftraining zu, erfahren, wie die großen Räume erschaffen wurden und wie das Design der Ornithopter oder Spice-Harvester realisiert wurde. Natürlich gibt’s auch ein Featurette über die Gestaltung der Sandwürmer, sodass hier wirklich nahezu jeder Aspekt beleuchtet wird.
Gesamtbewertung Dune (88%)
Denis Villeneuves Dune ist das, was Lynchs Wüstenplanet nie war: Erfolgreich UND anerkannt von Beginn an. Und das zu Recht. Der frankokanadische Regisseur kombiniert in seinem ersten Teil epische Optik mit hervorragenden Schauspielleistungen und philosophischer Tiefe – und das, ohne der Buchvorlage untreu zu werden. Man darf auf den zweiten Teil gespannt sein, der sich dann stärker auf die kriegerischen Auseinandersetzungen konzentriert.
Die Blu-ray liefert ein gutes Bild, das von der UHD-BD aber noch überflügelt wird. Die 4K-Scheibe ist in allen Belangen diesen Tick besser, der sie zur Empfehlung macht. Der Dolby-Atmos-Soundtrack ist auf der regulären Ebene phänomenal gut, hätte auf der Höhen-Ebene aber noch ein bisschen mehr abliefern dürfen.
Viele denken beim Heimkino an einen Projektor/Beamer mit Leinwand, ein paar Lautsprecher und einen oder mehrere bequeme Sessel in einem Kellerraum. Das Heimkino so viel mehr sein kann, zeigt der Beitrag „Das beste Heimkino Deutschlands?“ des neuen Formats Zeitmenschdoku.
Im Video wird das „Skyline Four“-Heimkino von Nils Hitschke gezeigt. Wer ihn noch nicht kennt, Nils hat auch bereits mehrere Beiträge auf unserer Plattform verfasst, unter anderem ausführliche Tests zu den Heimkinoprojektoren Sony VPL-VW290ES und VPL-VW890ES oder einen Bericht zur Eröffnung der weltweit größten Kinoleinwand.
Von der Kinderdisco zum Akustik-Profi
Man merkt sofort, dass er seine Leidenschaft für das Thema Heimkino und vor allem den perfekten Sound lebt. Angefangen hatte alles als DJ für die „Kinderdisco“ in seiner Schule, woraus sich in den darauffolgenden Jahren eine Passion und zuletzt auch sein Beruf entwickelte. Beim Thema Akustik kann man Nils nicht vormachen und allein in dem kurzen Videobeitrag staunt man nicht schlecht, was in einem Heimkino überhaupt alles möglich ist. Er hat z.B. seine Lautsprecher und Subwoofer alle selbst gebaut und vertreibt die High-End-Varianten auch auf seiner Webseite, produziert, gemessen und geprüft in Handarbeit (ok, vielleicht bis auf den Part mit der CNC-Fräse)!
3D-berechnete Akustik-Diffusoren
Aus dem Video nimmt man auch so einige Tipps und Ideen für das eigene Heimkino mit. Z.B. den 3D-berechneten Akustik-Diffusor an der Decke mit Glasfaser-Licht, Körperschallwandler an den Heimkino-Sitzen, oder die Lüftungsanlage im Vorführungsraum, die gleich mehrere Zwecke erfüllt. Eigentlich fast zu schade, dass der Beitrag „nur“ 20 Minuten läuft – aber wenigstens in 4K Auflösung =)
Zeitmenschdoku erzählt die Geschichten „besonderer Menschen“. Ihr kennt jemand der bereits 200 Jahre alt ist, oder Buntstifte am Geschmack erkennt? Auf dem Insta-Profil oder auf Facebook könnt ihr mit den Machern des frischen Formats Kontakt aufnehmen und vielleicht gibt es bald einen Beitrag über euch oder einen eurer Bekannten auf deren Youtube-Kanal.
Videos und Beiträge von Nils findet ihr übrigens auf seinem eigenen Youtube-Kanal. Dieser dreht sich im Groben um das Thema Heimkino, Akustik und Home-Entertainment. Lasst ihm doch ein Like da, damit auch sein Portal wachsen kann!
Cloud Gaming via Google Stadia und Nvidia GeForce Now erreicht die 4K-TVs von LG und Samsung. Allerdings bleibt GeForce Now leider bei 1080p stecken.
Wir hatten bereits darüber berichtet: In diesem Jahr stoßen sowohl an aktuellen Fernsehgeräten von LG als auch Samsung die Cloud-Gaming-Angebote GeForce Now und Google Stadia hinzu. Auch für ausgewählte Modelle des Vorjahres ist das schon der Fall. Doch die Sachet hat im Falle von GeForce Now einen großen Haken: Leider bleibt ihr beim Zocken über die Cloud auf eine maximale Auflösung von 1080p beschränkt.
Bedenkt man, dass ihr zudem mit Kompression durch den Videostream leben müsst, dann sollte man seine Erwartungen an die Bildqualität hier im Zaum halten. Für Gelegenheitsspieler mag das zum Ausprobieren reichen, wer sonst auch an PC oder Konsole unterwegs ist, dürfte aber eher die Nase rümpfen. Besser sieht es immerhin im Hinblick auf Google Stadia aus: Das bietet auch an den Smart TVs 4K mit HDR.
Google Stadia erreicht die 4K-Fernseher von LG.
Wer also plant am Smart TV etwas Game-Streaming zu testen, der ist da aktuell mit Google Stadia im Hinblick auf die Auflösung deutlich besser beraten. Nvidia verfolgt hier die Strategie 4K und HDR bisher exklusiv seiner hauseigenen Shield TV vorzubehalten. Das soll wohl auch noch mindestens die erste Jahreshälfte 2022 so verbleiben.
Smart TVs sollen später verbesserte Bildqualität erhalten
Laut einem Sprecher Nvidias werde man allerdings ab der zweiten Jahreshälfte 2022 schauen, was man optimieren könne. Welche Fernseher dann auch in 4K mit HDR auf GeForce Now zugreifen können, werde aber auch vom jeweiligen SoC abhängen. Google scheint dieses Problem nicht zu haben. Einzuwenden ist, dass viele Spiele bei Google Stadia Fake-4K bieten. So wird das Video zwar in 4K ausgeliefert, die Spiele werden aber oft in deutlich niedriger Auflösung berechnet – teilweise etwa auch nur in 1080p.
Alle Details zur Samsung HW-Q995B Premium-Soundbar findest du hier! Wir sagen euch, welche Neuerungen der koreanische Hersteller an seinem akustischen Top-Modell 2022 vorgenommen hat.
Zum CES-Auftakt erwähnte Samsung zwei neue Soundbars für 2022. Mit Informationen hielt sich das Unternehmen jedoch zurück und es gab nicht einmal offizielles Bildmaterial, welches wir euch zur Verfügung stellen konnten. Über ein Tech-Briefing mit Samsung und über andere Kanäle, unter anderem einem Beitrag von flatpanelshd.com, konnten wir jedoch mehr über die Premium-Soundbar HW-Q950B von Samsung herausfinden. Wir hoffen euch einen tieferen Einblick geben zu können, welche Neuerungen und Verbesserungen der Nachfolger der HW-Q950A (2021) mit sich bringt. (DIREKT ZUM PREISVERGLEICH)
HW-Q995B mit Rücklautsprecher inklusive
Das „Bundle“ mit der Modellbezeichnung HW-Q995B besteht aus der Soundbar, einem drahtlosen Subwoofer und zwei Rear-Lautsprechern, die zusammen ein 11.1.4 3D-Setup bilden. Bedeutet 11 Kanäle für den Surround-Sound, vier Lautsprecher für die Höheninformationen sowie ein Subwoofer. Wie uns im Briefing offeriert wurde, soll es in diesem Jahr auch keine Variante ohne Rear-Lautsprecher mehr geben. Die Klangriegel erscheinen als HW-Q995B (11.1.4) oder HW-Q935B (9.1.4).
Die HW-Q995B Dolby Atmos Soundbar als Wandinstallation auf der CES 2022 || Bild: flatpanelshd.com
Soundbar erhält zwei Verbesserungen und wird größer
Die Soundbar an sich wurde in zwei Punkten verbessert und in einem Punkt „verschlechtert“. Die Top-Speaker wurden optimiert. Diese Wide-Range-Tweeter sollen den Frequenzbereich im Vergleich zum Vorjahresmodell nochmals optimieren. Die seitlichen Lautsprecher werden zudem nicht mehr horizontal abstrahlen, sondern sind leicht nach oben gerichtet, um einen noch raumfüllenderen Klang abzuliefern. Durch diese zwei Verbesserungen musste das Chassis der Soundbar leider etwas (wohl nur in der Höhe) vergrößert werden. Was in den meisten Fällen kein Problem darstellen dürfte.
Subwoofer erreicht 35Hz
Als Letztes hat sich Samsung nochmals den Subwoofer angesehen und in mehreren Belangen optimiert. Dieser soll rein was das Volumen angeht vergrößert worden sein und eine gleichmäßigere Soundverteilung durch eine „Akustische Linse“ (Acoustic Lens) besitzen. Mit 200 Watt Leistung durch einen maximierten Kondensator sollten für größere Wohnräume ausreichen. Zudem geht der Frequenzgang jetzt auf 32Hz für noch tiefere Bässe. Ich habe leider auf Anhieb keine Angabe zum Frequenzgang des Vorgängers finden können, aber ich vermute, dass dieser ab 50Hz aufwärts geht.
Nochmals die HW-Q950B mit der schlanken Slim-Soundbar HW-S800B darüber || Bild: flatpanelshd.com
Wireless Dolby Atmos nur in Dolby Digital Plus
Zuletzt noch ein Update zum Thema Wireless Dolby Atmos, welches die 2022 NEO QLED und QLED Fernseher in Kombination mit der neuen Soundbar unterstützen. Wie wir erfahren haben, wird das Audiosignal nicht in Dolby TrueHD, also verlustfrei, übertragen, sondern in Dolby Digital Plus. Das reicht in der Regel auch aus, weil unseres Wissens eh keine Streamingdienste Dolby Atmos über den TrueHD-Container übertragen. Wer möchte kann aber auch weiterhin die Soundbar via HDMI (eARC) mit Dolby Atmos direkt vom TV versorgen. Man kann aber auch auf die Kabelverbindung verzichten und muss somit keinen HDMI-Port für die Soundbar belegen. Wenn wir schon bei Audiocodes angelangt sind, die HW-Q995B unterstützt natürlich auch DTS:X 3D Sound.
Q-Symphony 2.0 und SpaceFit Sound+
Auch beim Thema Klangoptimierung gibt es zwei Verbesserungen. Die Soundbar unterstützt mit den Neo QLED TVs die Q-Symphony 2.0-Funktion. Eine Optimierte Abstimmung zwischen der Soundbar und der integrierten TV-Lautsprecher, wobei alle NEO QLED TVs 2022 jetzt wohl mit je zwei nach oben gerichteten Höhen-Reflexions-Lautsprecher ausgestattet sein sollen. Und SpaceFit+ optimiert die Klangwiedergabe in Abhängigkeit der Umgebung.
Das war es vorerst mit den Informationen. Noch vielleicht ein kleiner Hinweis zum Design. Beim ausgestellten Modell HW-Q950B ist nicht mehr mit Akustikstoff, sondern mit einem Metall-Mesh bedeckt. Zudem soll die LED-Anzeige wieder vorne abgebildet werden und gut lesbar sein.
HW-Q995B Preis und Termin
Zur Verfügbarkeit und den Preisen können wir (bzw. Samsung) keine Angaben machen. Jedoch wird sich die Preisempfehlung definitiv im Bereich des Vorgängers (1.499 Euro) bewegen. Anbei nochmals die wichtigsten Features und Neuerungen zusammengefasst:
Die UHD Alliance will den Filmmaker Mode 2022 aufmöbeln. So ist geplant, auch das Umgebungslicht bei der Darstellung einzubeziehen.
Der Filmmaker Mode wurde offiziell bereits auf der CES 2020 präsentiert. Er soll vor allem Laien eine möglichst einfache Lösung anbieten, um mit einem einzigen Knopfdruck bzw. automatisch alle Bild-Verschlimmbesserer zu deaktivieren. So soll es auch für weniger bewandetere TV-Nutzer möglich sein, beispielsweise Zwischenbildberechnung, Nachschärfung und Rauschfilter auszuschalten, ohne sich durch vertrackte Menüs wühlen zu müssen.
Forciert haben den Filmmaker Mode Kreative aus Hollywood wie Martin Scorsese, Ryan Coogler und auch Christopher Nolan. Nun soll die „Phase 2“ der Entwicklung anlaufen. Dabei ist geplant, in die Darstellung jetzt auch das Umgebungslicht einzubeziehen. Denn man könne nicht immer voraussetzen, dass die Zuschauer ihrer Fernsehgeräte in abgedunkelten Räumen einsetzen.
LG, Philips, Panasonic und Samsung setzen unter anderem auf den Filmmaker Mode
Ziel ist es also, die Umgebungslichtsensoren für den Filmmaker Mode einzusetzen. So wie es etwa auch für die verbesserte HDR-Darstellung bei Dolby Vision IQ der Fall ist. Zunächst wolle man da aber mit Filmemachern eine gute Basis finden, um einerseits eben die Darstellung in hellen Umgebungen zu verbessern, andererseits aber immer noch die originalgetreue Wiedergabe beizubehalten.
Filmmaker Mode: Möglicherweise bald in Flugzeugen?
Man stellt sogar in den Raum, dass der Filmmaker auch für In-Flight-Entertainment-Systeme in Flugzeugen Verwendung finden könnte. Denn die Airline Passenger Entertainment Experience Association habe jüngst neue technische Spezifikationen beschlossen, in denen neben 4K und HDR auch der Filmmaker Mode berücksichtigt worden sei. American Airlines könnte hier möglicherweise schon ab 2023 voranpreschen.
Der Filmmaker Mode wird auch immer wieder von prominenten Regisseuren empfohlen, um bei Kunden bekannter zu werden. Zuletzt empfahl etwa Denis Villeneuve, der Regisseur von „Dune“, den Filmmaker Mode über soziale Medien.
Samsung stattet seinen QD-OLED-TV mit einer Anti-Reflexions-Beschichtung aus und könnte damit groß gegen konventionelle OLED-Fernseher punkten!
Der Samsung QD-OLED-TV wird derzeit einem ausgewählten Publikum auf der CES 2022 hinter verschlossenen Türen vorgestellt. Das Model, welches dabei gezeigt wird, ist wohl eher als Prototyp zu bezeichnen. Das neue QD-OLED-Display – wird von Samsung nur „QD Display“ genannt – ist in einem etwas einfacherem Chassis untergebracht und kann zum direkten Vergleich mit Konkurrenzgeräten mit Inhalten bespielt werden. Die meisten Publikationen stürzen sich vorrangig auf die erhöhte Helligkeit und Farbdarstellung (im Vergleich zu regulären OLEDs) des Samsung QD-OLED-TV. Was nach unserer Auffassung aber fast noch zuträglicher für die Bildqualität sein könnte, ist die Funktion der Anti-Reflexions-Beschichtung – ein Novum im OLED-TV-Segment.
The QD-OLED final production panel from @SamsungDisplay is all kinds of awesome, but check out the anti-glare vs an LG G1 when I shone my camera light on them. I'll reserve judgement when I get the chance to see it in daylight (demos were mostly dark room), but what do you think? pic.twitter.com/oC57jX8KVy
Selbst wenn der QD-OLED im Vergleich zu regulären OLEDs eine bessere Helligkeits- und Farbdarstellung gewährleistet, bringen diese Vorteile leider nichts, wenn Spiegelungen und Reflexionen den Sehgenuss stören. Und genau hier hat sich Samsung Display wohl bereits bei der Konzipierung der QD-OLED-Panels etwas einfallen lassen. Das Samsung QD Display ist nämlich mit einer Art Anti-Reflexions-Beschichtung ausgestattet. Wobei es sich hierbei vielleicht gar nicht um eine zusätzliche Schicht handelt, die über die licht- und farbgebenden Schichten gelegt wird, sondern eher um einen optimierten Aufbau, der gedruckten QD-OLED-Pixel. So soll sich zwischen den RGB Pixeln so etwas wie eine „schwarze Pyramide“ befinden, die eintreffendes Licht zerstreut und somit Blendeffekte minimiert.
Anti-Reflexions-Technologie von Samsung Display
Diese „Anti-Reflexions-Technologie“ könnte das ausschlaggebende Argument sein, wenn sich unentschlossene Käufer zwischen QD-OLED oder OLED entscheiden müssen. Vor allem am POS (Point of Sale), also beim Technik-Fachhändler um die Ecke, bei dem eine direkte Vergleichbarkeit mit anderen Modellen ermöglicht wird, könnte Samsungs Displaystruktur punkten. Ich vermute, dass viele Besitzer eines OLED Fernsehers das Problem kennen, dass sich unter Tags nicht nur direkte Lichteinflüsse wie Lampen, Fenster oder Türen das Seherlebnis trüben, sondern auch das komplette Interieur in einem hell beleuchteten Zimmer im Display sichtbar ist – vor allem bei dunklen Videoszenen. Klar kann man den Raum zusätzlich abdunkeln, aber wäre es nicht optimal, wenn das Seherlebnis auch unter normalen Lichtbedingungen verbessert werden könnte?
Wir sind (wie ihr hoffentlich auch) extrem gespannt, was uns Samsung mit seiner neuen QD-OLED-Displaytechnologie vorsetzen wird. Übrigens soll auch Sony A95K QD-OLED TV den gleichen Aufbau des Panel nutzen und somit ebenfalls Spiegelungen auf ein Minimum reduzieren. Also gibt es bereits eine Alternative zu Samsungs geplanten QD Display inkl. Dolby Vision. In diesen Tagen überschlagen sich die Berichterstattungen und wir werden in einem eigenen Beitrag nochmals alle Erkenntnisse zu Samsung QD Displays zusammentragen!