Wie es aussieht, stattet Philips (TP Vision) seine Android TVs mit einer neuen Hardware-Plattform aus, die erstmals HDMI 2.1, 4K@120Hz und 8K Auflösung unterstützt.
Bereits 2020 hofften viele Philips-Fans auf einen Android-TV, der die neue HDMI 2.1 Schnittstelle unterstützt. Leider war jedoch die Hardware-Plattform von Mediatek (MT5596) nicht auf HDMI 2.1 oder 4K@120Hz ausgelegt. Unterstützt wurde maximal HDMI 2.0 mit HDCP 2.2 sowie 4K@60Hz Bildsignale. Doch neues Jahr neues Glück und wie Alex von toengel.net in Erfahrung gebracht hat, werden nicht nur Top-Modelle (ab der 8000er Serie + OLED TVs) mit einem neuen SoC (System on Chip) ausgestattet, selbst das Midrange-Segment (unterhalb der 8000er Serie) soll ein dickes Upgrade bekommen.
MediaTek-Chip für HDMI 2.1, 4K@120Hz und VRR
Der MediaTek 9950 Chip kam bereits im Oppo S1 4K QLED TV zum Einsatz
Die Philips Android TVs aus dem Premium-Segment werden angeblich mit einer angepassten Variante des MediaTek-Flaggschiffs MT9950 ausgestattet. Der neue Chipsatzt unterstützt nicht nur alle bislang eingeführten HDR-Formate, auch die HDMI 2.1 Schnittstelle (HDCP 2.3) sowie eine Signalverarbeitung von 4K@120Hz und 8K@60Hz mit 4:4:4 Chroma (HEVC-kodiert) sind ohne Probleme möglich. Auch VRR (Variable Refresh Rate) wird eigens aufgelistet. Dazu gesellen sich (theoretisch) auch die beliebten Audiocodecs von Dolby und DTS, inkl. Dolby Atmos und DTS:X. Der gleiche Chipsatz kommt übrigens bereits im Oppo Smart TV S1 zum Einsatz. Dieser supportet unter anderem eARC, VRR und ALLM.
Philips Mittelklasse-TVs ohne HDMI 2.1?
In den höheren 7000er Serien wird Philips (TP Vision) wohl ebenfalls ein Hardware-Update vornehmen. Die Fernseher sollen den MediaTek MT9602 Chipsatz nutzen, wobei uns der Mehrwert dieses SoC-Upgrades nicht so klar ist. Unterstützt wird laut MediaTek die HDMI 2.1a Schnittstelle, 4K Bildsignale werden jedoch mit maximal 60Hz dargestellt. Also kein 120Hz-Gaming auf den 7000er Modellserien. Womöglich möchte TP Vision mit diesem Schritt für etwas mehr Stabilität und Sicherheit bei den neuen TV-Geräten sorgen.
Eine offizielle Bestätigung dieser Angaben erwarten wir uns erst Ende Januar, wenn Philips sein neues TV-Lineup virtuell vorstellt. Also Daumen drücken und auf einen Ambilight-TV mit HDMI 2.1, 4K@120Hz, VRR, ALLM und eARC hoffen! Oder wie wäre es mit einem 8K OLED TV?
Hinter der Bezeichnung „LG OLED evo“ verstecken sich wohl die neuen 4K OLED Fernseher von LG Electronics mit erhöhter Helligkeit. Wir erwarten eine offizielle Ankündigung in den nächsten Tagen auf der CES 2021.
Originalbeitrag: Von der Gerüchteküche auf den Esstisch! Seit dem Wegfall der Polfilter-Schicht in 2017 (2016 OLED TVs unterstützen noch 3D), was in einer erhöhten Helligkeit der OLED-Displays resultierte, gab es eigentlich keine nennenswerten Veränderungen/Verbesserungen bei LGs selbstleuchtenden, organischen Displays. Bedeutet maximale Helligkeit, Schwarzwert, Farbraum und Farbvolumen blieben gleich. Unterschiede ergaben sich meist nur durch verschiedene Integrationen und Ansteuerungen der ausgelieferten OLED-Panels (z.B. erhöhte Helligkeit der Panasonic Professional Edition OLED TVs). 2021 soll es seitens LG Electronics erstmals wieder Verbesserungen geben. Die neuen Geräte mit der verbesserten Displays werden demnach den Namen „LG OLED evo“ tragen.
LG OLED evo mit 1.000 nits?
Entsprechende Hinweise ziehen wir aus der Internationalen Marken- und Produktdatenbank, in der der Begriff „LG OLED evo“ unter der Nizza-Klassifikation 9 (darunter befinden sich auch TV-Geräte und Displays) angemeldet wurde. „Evo“ wird hier als Abkürzung von „Evolution“ stehen. In den letzten Wochen verdichteten sich Gerüchte, nachdem es neue „Premium-OLEDs“ mit erhöhter Helligkeit (bis zu 1.000 nits) und sogar eine neue Größe für die 4K Modelle geben soll. Ein 83 Zöller soll die Nachfrage nach immer größeren Fernsehgeräten befriedigen – sicherlich zu einem horrenden Preis.
‚Vanta Black‘ & ‚ Sapphire Black‘
Parallel dazu hat LG Display die Begriffe „Vanta Black“ und „Sapphire Black“ schützen lassen, ebenfalls in der Nizza-Kategorie 9. Ob es sich hierbei nur um einen weiteren Marketing-Begriff für die exzellenten Schwarzwert der OLED-Displays handelt, oder ob sich dahinter eine weitere Verbesserung versteckt, werden wir wohl erst in den nächsten Tagen erfahren. „Vanta Black“ leitet sich übrigens vom gleichnamigen Material ab, welches 99.96% des einfallenden Lichts „schluckt“. Vielleicht gelang es den Ingenieuren bei LG Display die Near-Black-Darstellung der OLED-Bildschirme weiter zu verbessern? Oder hat LG endlich das Problem der Spiegelungen/Reflexionen in den Griff bekommen?
Wir freuen uns auf jeden Fall auf die neuen OLED-Modelle von LG und sind gespannt, welche nachweisbaren Verbesserungen die „Premium-OLEDs“ mit sich bringen werden. Ausführliche Informationen in den nächsten Tagen und in unserem CES 2021-Special.
Zuletzt aktualisiert am 11. Januar 2026 um 04:53 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
LG Display präsentieren auf der CES 2021 ihren ersten biegsamen 48 Zoll 4K OLED mit integriertem Sound (Cinematic Sound OLED). Das Modell könnte in Zukunft vor allem Gamer ansprechen.
Was LG Display auf der Consumer Electronics Show vorstellt, findet in den darauffolgenden Jahren meist seinen Weg in Endprodukte für private Konsumenten und der Industrie. So womöglich auch das erste flexible/biegsame 4K OLED Display mit 48 Zoll. Dabei ist anzumerken, dass die Idee eines biegsamen Displays nicht ganz neu ist. Bereits 2014 stellte LG Display einen Ultra HD Fernseher mit flexiblem OLED-Panel vor. Jedoch war der Vorteil der gebogenen Displays für Fernsehen und Streaming aus mehreren Metern Entfernung nicht wirklich wahrnehmbar – was wohl auch der Grund ist, wieso alle TV-Hersteller dem „curved“ Display dem Rücken gekehrt haben. Mit der erschlossenen Zielgruppe der Gamer, macht so ein Display auf einmal wieder Sinn.
In der Regel sitzen die Spieler näher am Display, was wir auch an unserem eigenen Nutzungsverhalten sehen. Die Entfernung zum 55 Zoll 4K OLED „schrumpft“ gerne mal auf 2-2.5 Meter, ist das Gerät an einem PC oder Spielekonsole angeschlossen. Das vorgestellte 48 Zoll-Modell lässt sich auf Knopfdruck in ein gebogenes/curved Display umwandeln, mit einem Biegungsradius von maximal 1.000R. Die visuellen Eigenschaften des Displays werden durch die Biegung nicht negativ beeinflusst. Für reguläres TV und Streaming kann der Bildschirm innerhalb von Sekunden wieder flach gemacht werden.
48 Zoll Display mit Crystal Sound OLED
Zusätzlich ist das 48 Zoll OLED-Display mit der CSO-Technologie (Cinematic Sound OLED) ausgestattet. Bedeutet der Fernseher überträgt Sound nicht klassisch über integrierte Lautsprecher. Das Display wird von sogenannten Aktuatoren in Schwingung versetzt und wird damit selbst zum „Lautsprecher“. Sehr cool, wenn der Gaming-Sound auch wirklich aus dem Display/Bild kommt und nicht darunter oder von der Seite auf den Nutzer prallt. Diese Sound-Technologie wird derzeit übrigens nur von Sony Electronics genutzt. Der japanische TV-Hersteller vermarktet die direkte Soundausgabe als „Acoustic Surface Audio“.
0.1ms Rekationzeit, 120Hz und VRR
Die von LG Display weiterentwickelte CSO-Technologie setzt auf Aktuatoren, die mittlerweile nur noch 0.6mm messen (früher 9mm). So kann das OLED-Display gewohnt schlank gehalten werden. Einen weiteren Hinweis auf die Zielgruppe der Gamer, liefern die Angaben zu Reaktionszeit sowie der Unterstützung zu VRR (Variable Refresh Rate). LG Display verspricht eine Reaktionszeit des Displays von 0.1 ms (nicht zu verwechseln mit dem Inpug Lag), eine Bildwiederholungsrate von 120Hz und VRR-Unterstützung für 40-120Hz. Die Auflösung des Displays wurde nicht explizit genannt. Jedoch dürfte es sich hier um die klassische Ultra HD Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) handeln.
LG Display versorgt nicht nur LG Electronics, sondern auch Sony, Panasonic, Philips (TP Vision) oder Loewe mit OLED-Displays. Wir sind gespannt, ob bereits zur CES 2021 einer dieser Hersteller marktreifes Produkt vorstellt.
Samsung hat, wohl aus Versehen, alle Modellnamen für das neue TV-Lineup 2021 veröffentlicht. So wird es wohl fünf QLED-Serien in 4K und 8K Auflösung mit Mini-LED geben.
Absicht? Wohl kaum! Kollegen von Samsung Tschechien haben alle Modellnamen für das diesjährige TV-Lineup veröffentlicht. Auf dieser Service-Seite wurden alle Geräte aufgeschlüsselt, die für eine Lieferung inkl. professioneller Installation in Frage kommen. Nach ersten Beiträgen hierzu wurden die Auflistung mit den Modellnamen offline genommen (derzeit noch im Google Cache sichtbar). Ohne weitere Umschweife, alle Produktserien, die uns Samsung 2021 vorsetzen wird:
8K QLED (NEO) QN900 & QN800:
Beginnen wir mit Samsung High-End-Segment, dass, wie viele wissen, seit 2020 ausschließlich aus TV-Modellen mit 8K Auflösung besteht. Der Nachfolger des Q800T wird den Namen QN800 bzw. QN800A tragen und soll den Nutzern den Einstieg in die 8K-Welt erleichtern – zumindest finanziell. Das Top-of-the-Line Modell wird auf die Bezeichnung QN900 bzw. QN900A hören und dürfte wohl die höchste Anzahl an Dimming-Zonen bieten. Das „N“ in der Bezeichnung steht wohl für „NEO“ – welche für die das neue Mini-LED-Backlight steht. Der QN900 und QN800 werden sicherlich mehrere Hundert, wenn nicht sogar Tausend von Mini-LEDs nutzen um Schwarzwert, Kontrast und Farbdarstellung zu verbessern.
Wird Samsung für seine QN950A Modelle das Infinity-Display-Design der 2020-Serie Q950T übernehmen?
4K QLED NEO QN95, QN90 & QN85
Wie 2020 wird es im 4K-QLED-Segment wohl nur drei Serien mit direktem LED-Backlight geben. Wenigstens sind diese in diesem Jahr mit dem neuen Mini-LED-Backlight (NEO) ausgestattet. Der QN95 (QN95A) wird sicherlich wieder das einzige Modell sein, welches die praktische One Connect Box Anschlusslösung bietet. Mit der gleichen Display-Ausstattung, jedoch ohne One Connect Box beglücken uns die QN90 (QN90A) Modelle. Zuletzt der 4K QLED NEO-Einstieg QN85 (QN85A).
4K QLED mit Edge-LED – Q80A, Q70A, Q60A
Darunter angesiedelt die 4K QLED-Modelle Q80A, Q70A und Q60A. Das fehlende „N“ in der Modellbezeichnung ist wohl der Indikator, dass bei diesen Geräten kein Mini-LED-Backlight zum Einsatz kommt. Es bleibt die Frage offen, ob Mini-LEDs auch für eine Edge-LED-Lösung eingesetzt werden können. Aufgrund des beschränkten Platzes im TV-Chassis würden wir hier erst einmal auf „Nein“ tippen. Wir vermuten hier nur ein Rebrush der 2020-Modelle mit HDR10+ Adaptive.
In diesem Jahr wird es wohl nur eine Crystal-UHD-Modellreihe geben (Abgebildet TU8000)
The Frame 2021 und AU907
Das TV-Lineup 2021 wird „umrandet“ mit neuen „The Frame 2021“ Modellen (LS03A) sowie einer UHD-TV-Serie AU907. Auffällig ist, dass es auf Basis dieser Aufstellung wohl (abgesehen von The Frame) nur eine Modellreihe außerhalb der QLED-Serien geben wird. Womöglich, da Nutzer bereits in der Q60A einen 4K Fernseher in fast jeder erdenklichen Größe (85 „| 75“ | 70 „| 65“ | 60 „| 55“ | 50 „| 43“) zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis ergattern können.
Über den „Leak“ wurden bereits alle verfügbaren Modellgrößen veröffentlicht. 8K-Modelle gibt es in 65, 75 und 85 Zoll, die 4K QLED Neo-Serien sind in 50, 55, 65, 75 und 85 Zoll verfügbar. Reguläre 4K QLEDs mit Edge-LED gibt es in Größen von 43 Zoll bis 85 Zoll. Alle diese Informationen wurden von Samsung Electronics noch nicht für den deutschen Markt bestätigt. Das holt der koreanische TV-Hersteller sicherlich in der nächsten Woche im Rahmen der digitalen CES 2021 nach.
LG wird auf der CES 2021 viele neue Produkte zeigen. Wie man nun vorab bereits verraten hat, wird darunter auch ein transparentes OLED-Display sein.
Dieses Jahr findet die CES 2021 allerdings rein digital statt. Natürlich ist das auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Damit bleibt auch uns der Besuch in Las Vegas verwehrt. Dort haben wir sonst jedes Jahr im Frühjahr nach neuen TVs, Soundbars und anderen Neuheiten rund um 4K- und 8K-Technologie Ausschau gehalten. Da wäre uns sicherlich auch der transparente OLED-Bildschirm von LG ins Auge gestochen. Auch Xiaomi stellte ja schon ein ähnliches Pendant vor.
Nicht für Entertainment gedacht
Auch für LG sind transparente OLED-Displays nicht grundlegend neu – kürzlich stellte man ja etwa derartige Bildschirme speziell für smarte Türen vor. Mit seinen transparenten OLED-Screens hat LG offenbar einiges vor. Demnach werde man etwa ein smartes Bett zeigen, das am Fußende einen OLED-Bildschirm mit 55 Zoll integriert. Das transparente Display sei dann ein- uns ausfahrbar. Der Screen könnte sogar entnommen und auch an anderen Orten im Haus in Gebrauch genommen werden.
LG sieht viele Anwendungsgebiete für transparente OLEDs.
Auch Restaurants sieht LG bzw. dessen Tochter LG Display als Zielgruppe. Über die transparenten Screens könnten Speisekarten angezeigt werden und Bestellungen aufgegeben werden – auch per kurzem Video-Chat. Nach der Bestellaufgabe könnte auf dem TV dann das Fernsehprogramm laufen, wenn gewünscht. Oder man könnte dem Koch bei der Zubereitung zusehen. Gerade in einer Zeit, in der kontaktlose Bestellungen wichtiger denn je sind, sei der transparente OLED laut LG Display ein Weg miteinander zu interagieren, aber Risiken zu vermeiden.
Transparente OLEDs: Wenn es nach LG ginge, wären sie omnipräsent
Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln kann sich LG Einsatzgebiete vorstellen – etwa in U- und S-Bahnen. Sie könnten statt traditioneller Fenster eingesetzt werden und parallel den Blick nach draußen aber auch auf ausgewählte Inhalte erlauben. Aber auch in autonomen Fahrzeugen, in Einkaufszentren oder in Flugzeugen und Flughäfen gebe es facettenreiche Anwendungsgebiete. Dabei sind die neuen OLEDs zu 40 % durchsichtig und sollen dennoch eine hervorragende Bildqualität gewährleisten.
Microsoft und Sony haben bestätigt, welche Spiele Abonnenten des Xbox Game Pass Ultimate bzw. von PlayStation Plus im Januar 2021 gratis erhalten. Vor allem Sony hat einige tolle Titel zu bieten.
So erhaltet ihr, Voraussetzung ist natürlich das kostenpflichtige Abonnement der jeweiligen Dienste, von Sony drei und von Microsoft vier Spiele. Bleiben wir zunächst bei der PlayStation-Marke: Sony gibt am 5. Januar 2021, also ab dem nächsten Dienstag, für die PlayStation 5 „Man Eater“ frei. Für die PlayStation 4 wiederum hagelt es das Triple-A-Spiel „Shadow of the Tomb Raider“ und das Rollenspiel „GreedFall“. Letzteres ist durchaus ein kleiner Geheimtipp für Fans von RPGs.
Lara Croft in Bestform auf der PS4/5
Natürlich werden die beiden Spiele für die PS4 auch an der PlayStation 5 über die Abwärtskompatibilität spielbar sein. Wer es also geschafft hat, die Next-Generation-Konsole zu ergattern, der kann sich über gleich drei Spiele freuen. Aktuell kommt das jedoch eher einem Kunststück gleich, zumal viele Konsolen bei Scalpern herumstehen. Im Verlauf des Frühlings soll sich das aber aller Voraussicht nach endlich ändern.
Zu bedenken ist: Wollt ihr noch die Titel aus dem Dezember 2021 mitnehmen, dann fügt sie vor Dienstag zu eurer Sammlung hinzu. Anschließend könnt ihr sie auch später noch herunterladen und zocken. Voraussetzung ist lediglich, dass ihr ein aktives Abonnement von PS Plus unterhaltet.
Xbox Games with Gold im Januar 2021 mit „Little Nightmares“
Microsoft beginnt das neue Jahr mit Horror-Spielen – eine unterschwellige Abrechnung mit dem durchwachsenen Jahr 2020, das von der Corona-Krise geprägt wurde? Jedenfalls könnt ihr schon ab heute über die Xbox Games with Gold „Little Nightmares“ an der Xbox One und natürlich der Xbox Series X spielen. „The King of Fighters XIII“ ist ebenfalls ab dem 1. Januar mit von der Partie. Dabei handelt es sich um ein Game für die Xbox 360, das jedoch auch an der Xbox One und der Xbox Series X|S via Abwärtskompatibilität läuft.
Am 16. Januar 2021 stoßen dann noch international „Dead Rising“ und „Breakdown“ hinzu. Das „Dead Rising“ anno dazumal in Deutschland indiziert worden ist, wird es bei uns durch „Trine 4“ ersetzt. Wir wünschen viel Spaß beim Zocken!
Wer einen 2020 4K OLED Fernseher von LG Electronics sein Eigen nennt, möchte vielleicht automatische Updates deaktivieren. Eine neue Firmware soll nämlich die maximale Helligkeit im Game-Modus drastisch senken.
Update II: Eine neue Firmware-Version 3.21.16 soll die ursprünglichen Probleme mit der reduzierten Luminanz beheben und kann bereits über die TVs sowie über die LG Support-Seite heruntergeladen werden.
Die derzeit für europäische 4K OLED Fernseher von LG aus dem Jahr 2020 aktuelle Firmware-Version ist 03.11.30. Wer seinen Fernseher der populären CX oder GX-Serie (womöglich auch BX oder WX betroffen) mit diesem Stand der Software betreibt, sollte noch keine Probleme haben. In den USA berichten mehrere Nutzer im AVSforum, dass ihr Gaming-Modus nach der Installation einer neuen Firmware-Version 03.21.09 (Versionsnummer unterscheidet sich von der europäischen) eine weitaus geringere maximale Helligkeit aufweist. Kalibriert soll der TV im Gaming-Mode gerade noch auf maximal 525 nits kommen, davor waren es 650 nits – eine Reduzierung von fast 20 Prozent!
Helligkeitsreduzierung mit dem bloßen Auge sichtbar!
Die Helligkeitsreduzierung lässt sich aber nicht nur messen, sondern soll auch mit dem bloßen Auge sichtbar sein! Die Helligkeitsreduzierung lässt sich bei kleinen hellen Bildern, sowie großflächigen Darstellungen nachweisen. Am Ende erhält man einen matteren Bildeindruck, so als hätte der LG OLED TV „abgedimmt“, was der Fernseher nach kurzer Zeit (sollten sich nicht viele Bildbereiche verändern – z.B. Windows Desktop) selbstständig vornimmt.
Betroffen ist unter anderem auch die äußerst beliebte CX-Serie, hier in der 48-Zoll-Variante
Schutz vor Burn-In bei Gaming?
Doch, wieso das ganze? Wir können es uns eigentlich nur so erklären, dass LG die TV-Geräte seiner Nutzer vor sogenanntem Einbrennen (Burn-In) schützen möchte. Spiele sind wohl der Content, der am meisten statische Bildelemente aufweist (abgesehen von linearen TV-Sendern ohne rotierenden Logo-Positionen). Und da in den letzten Monaten wohl weitaus mehr Nutzer der 4K OLED Fernseher mit dem Marktstart der PlayStation 5 und Xbox Series X|S für sich entdeckt haben dürften, steigt somit auch die Gefahr bleibender Beeinträchtigungen der Bilddarstellung.
Automatische Updates (vorerst) deaktivieren
Die zweite Erklärung wäre, dass es sich hierbei nur um einen „Fehler“ handelt, den LG Electronics mit einer weiteren Firmware adressiert. Das Update 03.21.09 ist in den USA noch nicht an alle TV-Geräte ausgerollt und es bleibt die Hoffnung, dass der koranische TV-Hersteller diesen Missstand noch vor der finalen Verteilung an europäische respektive deutsche 4K OLED TVs behebt. Daher unsere Empfehlung, deaktiviert erst einmal die automatische Update-Funktion eures 2020 4K OLEDs (BX, CX, GX, WX) und beobachtet, was es mit dieser Helligkeitsreduzierung auf sich hat. Wir halten euch auf dem Laufenden!
Update: Mittlerweile sind die Ersatz-Discs ohne Tonfehler bei den Nutzern angekommen. Bis auf eine Szene im dritten Teil scheinen auch alle Fehler behoben worden zu sein.
Inhalt (75-85%)
„Hallo, jemand zu Hause?“
Vermutlich kein Filmverrückter, der in den 70ern (oder etwas früher) geboren und mit den Filmen der 80er sozialisiert wurde, der bei diesem Filmzitat nicht spontan Kopfschmerzen bekommt. Man fühlt praktisch (mit), wie sich die Knöchel von Biff in den Schädel von George McFly bohren, während er seine Schularbeiten von ihm einfordert. Und wie obiges Filmzitat für jeden Fan von Zurück in die Zukunft ein Begriff ist, sind es unzählige weitere Dialogfetzen, die noch im Kopf geblieben sind: „Geben Sie mir ne Cola Light. Meinst du damit ’ne leichte Cola, oder was? – Na gut, dann geben Sie eben ’ne Pepsi ohne. Ohne zu Bezahlen? Dann bist du hier aber falsch. – Geben Sie mir einfach irgendwas, wo kein Zucker drin ist, ok?“ Und so weiter …
Man muss die Filme von Robert Zemeckis nicht einmal sonderlich oft gesehen haben, weil sie einfach so sehr den Zeitgeist der 80er atmeten wie kein anderer Film. Klamotten, Musik, Autos – Marty McFly war der filmgewordene Junge, der jeder andere Junge auf der Welt sein wollte.
Marty und Doc – ein Traumgespann der 80er-Jahre-Filmlandschaft
Und jeder Junge wollte mit 18 auch gerne einen DeLorean DMC-12 haben und ihn mit einem Fluxkompensator ausstatten. Ohnehin: Fluxkompensator. Dieses (aus dem Original übrigens inkorrekt übersetzte) Wort hat sich in den 80ern fest in den deutschen Wortschatz eingeführt. Verwunderlich, dass es nicht mittlerweile im Duden steht. Immerhin wird es selbst heute noch gerne verwendet, wenn man vor technisch beeindruckenden Errungenschaften steht und deren Wirkung nicht versteht. Jedenfalls wünschte man sich in den 80ern so einen Fluxkompensator zunächst am Mofa, dann an der 80er und später halt im Auto. Ja, das wäre schon was gewesen. Ach ja, die 80er. Schulterpolster bei den Kleidern der Damen, Karotten-Jeans, Vokuhilas und Stulpen – was für ein unglaubliches Jahrzehnt.
Und was für ein unglaublicher Film, den Robert Zemeckis da mit Michael J. Fox in der Hauptrolle inszeniert hatte. Unglaublich aus heutiger Sicht vor allem, dass der Regisseur und sein Drehbuchautor Bob Gale mit ihrer Idee bei knapp 40 Studios abblitzten. Bereits fünf Jahre zuvor war die Grundidee fertig, aber kein Filmstudio fand sie witzig genug. Erst nachdem der Regisseur Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten inszeniert und damit weltweiten Erfolg hatte, vertraute man ihm genug, um auch aus Zurück in die Zukunft einen Erfolg zu machen. Es sollte sich bewahrheiten. Denn bei knapp 20 Mio. Dollar Budget holte der erste Teil der Trilogie nahezu das 20-fache an den Kinokassen wieder herein.
Biff nervt – egal, in welcher Zeitperiode
Vollkommen zu Recht. Denn die Umsetzung war temporeich, bot famose Tricks und wartete zudem mit einem Schauspieler-Duo auf, das kaum dynamischer hätte sein und besetzt werden können. Der exzentrische Emmet „Doch“ Brown wird von einem sensationell agierenden Christopher Lloyd gespielt, der daraufhin untrennbar mit dem Charakter verbunden war. Dass sein junger Kollege Michael J. Fox neben ihm nicht unterging, liegt am grundguten Wesen des Schauspielers. Fox als Marty ist nicht nur Schwiegermutters Liebling, sondern gleichzeitig cool und abenteuerlustig genug, um jedem Gleichaltrigen der damaligen Zeit als Vorbild zu dienen. Fox war in der Tat die erste Wahl, was allerdings beinahe durch sein Serien-Engagement bei Familienbande torpediert wurde. So wurde dann zunächst Eric Stoltz für die Rolle des Marty McFly gecastet. Nichts gegen Stoltz, auch er hat bis heute diese jugendliche Ausstrahlung. Aber nach einigen abgedrehten Szenen empfand Zemeckis ihn nicht als den Richtigen. Und wenn man es aus heutiger Sicht betrachtet, wird Zurück in die Zukunft dann doch auf ewig mit Michael J. Fox verbunden sein. Nichtdestotrotz waren die Umstände alles andere als glücklich, verzögerten die Produktion maßgeblich und schmissen Michael J. Fox komplett unvorbereitet in die (neuerlichen) Dreharbeiten.
Neben den Darstellern war es aber vor allem der Zeitgeist und die pausenlose Action, die Zemeckis zu einem perfekten Unterhaltungsfilm verschmolz. Da der Film gleich in zwei kultigen Zeitperioden (80er und 50er) spielt, gab es unendliche Möglichkeiten, Popkulturzitate und überbordende Ausstattung aufs Publikum loszulassen. Dass der Film auch einer der bemerkenswertesten wurde, in dem Product Placement exzessiv praktiziert wurde, kann man kritisch sehen. Aus heutiger Sicht ist es allerdings fast niedlich, wenn Marty im Diner eine bestimmte Cola ordert oder die Küche der McFlys vollsteht mit bekannten Cerealien und anderen Dingen. Diese Art der Film-Nebenfinanzierung haben Zemeckis und Autor Bob Gale im Nachhinein derart stark kritisiert, dass Gale nie mehr einen Film machen wolle, in dem ein bestimmter Hersteller seine Produkte anbieten kann. Zu groß wäre seiner Meinung nach der Einfluss auf den kreativen Prozess des Films – zumal das Product Placement im zweiten Back to the Future bis dato nie gekannte Ausmaße annahm. Es würde jedenfalls mehr Platz beanspruchen, sämtliche Hersteller zu nennen als den Inhalt des Films zu schildern.
Marty mit eher unpassendem Dress
Der Inhalt des Sequels von Zurück in die Zukunft forderte indes spezielle Maßnahmen. Denn das Ganze hatte ursprünglich eine Laufzeit von über drei Stunden. Da auch das Budget zu hoch ausgefallen wäre, schlug Gale vor, dass man die Fortsetzung in zwei Teile aufsplittet. Das halbierte das Budget pro Film und ermöglichte eine kurz aufeinanderfolgende Kinoauswertung, die entsprechend mehr Geld in die Kassen spülte. Da das Ganze auch inhaltlich Sinn machte (immerhin spielen die Filme einerseits in der Zukunft und andererseits in einer fernen Vergangenheit), bescherte es dem Fan des Franchise eine Kinoauswertung, die mit Dezember 1989 und Juli 1990 nur eine kurze Wartezeit erforderten.
Allerdings merkte man dem dritten Teil nicht nur an den Kinokassen an, dass die Luft langsam raus war (er spielte rund 90 Mio. Dollar weniger ein als die beiden Vorgänger), sondern auch künstlerisch. Das Wilder-Western-Setting war zwar optisch reizvoll, die Gags wiederholten sich jedoch mitunter und die Spannung war irgendwie raus.
Bis heute allerdings haben alle drei Filme unter Fans einen kultisch verehrten Ruf, der mit den nun erscheinenden 4K-UHD-Blu-rays noch einmal zementiert werden wird: Noch einmal Marty dabei zusehen, wie der den gigantischen Lautsprecher mit seiner Gitarre zur Hochleistungs-Turbine macht; wie er auf seinem HoverBoard vor Griff Tannen und seinem Punker-Trio flüchtet oder wie die Dampflok im Finale des dritten Teils den DeLorean vor sich her treibt. Und das alles unterlegt mit der kongenialen Filmmusik von Alan Silvestri: „Daa daa daaaa dadadadadada …“
Von allen drei Filmen wurde das analoge Filmmaterial für die 35th Anniversary 4K-UHD-Blu-ray-Edition komplett neu gescannt und bearbeitet. Im Anschluss daran masterte man die nativen 4K-Scheiben mit allen HDR-Formaten – also HDR10, HDR10+ und Dolby Vision. Ebenfalls vorhanden ist natürlich ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum. Spannend ist nun, inwiefern sich die Ultra-HD-Blu-rays noch einmal von den neu gemasterten Blu-rays unterscheiden würden.
Vergleicht man das Bild der UHD-BD-Scheibe mit der Remastered BD fällt noch einmal auf, dass der ganze Look noch etwas filmischer ist. Die Körnung wirkt noch authentischer und feiner. Kein Vergleich mehr mit der alten Blu-ray – wirklich gar kein Vergleich. Es gibt allerdings eine Sequenz, die von einer deutlichen Rauschminderung betroffen ist. Wie schon über die Remastered Blu-ray betrifft das Martys Ankunft in der Vergangenheit. Von ca. Minute 34 bis ca. 37’30 ist sein Gesicht betont soft, die Körnung fast eliminert und Oberflächen wirken etwas konturlos. Warum wieso weshalb bleibt ungeklärt.
Teil I wird um Längen dynamischer und filmischer reproduziert
Abgesehen von dieser dreieinhalbminütigen Stelle des Films ist das UHD-BD-Bild aber wirklich hervorragend geworden. Was man hier an Farbkraft und Kontrast rausgeholt hat, ist wirklich klasse. Ob das Biffs rote Jacke ist oder die Hautfarben, die noch mal mehr Dynamik haben und dadurch auch dreidimensionaler und detaillierter wirken. Auch Schwarzwerte sind noch satter und knackiger. Hauptsächlich aber knallt das HDR und zieht den Betrachter in seinen Bann: Die Energieblitze während des Gewitters am Ende, die Reflexion auf dem Plektrum kurz vor Martys zerstörerischem Akkord, die Lichtspielereien auf der Bühne während des College-Balls oder die Scheinwerfer des Delorean – was hier an sichtbaren Informationen aus hellen Lichtquellen geholt wird, was ehemals völlig überstrahlte, ist phänomenal.
Bis auf die genannte Einschränkung oben, deren Grund nur schwer nachvollziehbar sein wird, ist die UHD-BD das Maß der Dinge, was alle bisherigen Outputs des Films anging.
Ein Wort zu HDR10+ und Dolby Vision: Während HDR10+ auf meinem Setup mit Panasonic OLED erneut keine Differenz zeigt, betont Dolby Vision die Highlights etwas mehr und wirkt ein wenig strahlender. Allerdings ist die reguläre HDR10-Kodierung bereits hervorragend genug.
Bildqualität Zurück in die Zukunft II (80%)
Wie der erste Teil, so bekam auch Zurück in die Zukunft Teil 2 sämtliche HDR-Formate und lässt deren Muskeln immer wieder spielen. Mit einer Maximalhelligkeit von 1000 Nit und einer maximalen durchschnittlichen Lichtstärke von etwas über 600 Nit funkeln helle Lichtquellen in dunkler Umgebung um die Wette. Und was die UHD-BD aus dem bunten Glitzerkleid von Martys „Zukunftsmutter“ Lorraine bei 47’48 macht, ist über die alte und auch die neue BD in der Form nicht drin. Auch beim zweiten Teil gibt’s allerdings eine kurze Sequenz, in der es etwas nach Rauschminderung aussieht. In diesem Fall ist es der Moment, wenn Marty sich ungläubig in der Zukunftsstadt umsieht, bis er letztlich ins Café geht. Speziell Martys Gesicht rund um die Szenen mit dem Hologramm-Hai und dem Texaco-Service fallen hier auf.
Die Farben in Teil II sind viel dynamischer als bei der alten Blu-ray
Davon ab gefallen auch hier die Farben mit prächtiger Dynamik, sattem Rot und knalligem Pink auf dem Hoverboard. Und auch die Auflösung punktet, wenn bspw. die roten Plastik-Dots auf Martys Zukunftsjacke noch dreidimensionaler und plastischer erscheinen oder das Schriftbild in der Zeitung klarer und schärfer wird. Auch die Texturen im Hintergrund liefern mehr Details, was den Szenen aus der Totale zugute kommt. Dolby Vision betont auch hier die Highlights und hellen Bereiche etwas mehr, wirkt etwas strahlender bei helleren Hautpartien. Neutrale Oberflächen sind ganz dezent grünlicher. HDR10+ hingegen ist auf meinem Test-Setup erneut wirkungslos gegenüber HDR10.
Bildqualität Zurück in die Zukunft III (85%)
Und auch bei Teil III hat man sämtliche HDR-Formate inkl. den im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum abgelegt. Und von allen drei Teilen liefert der Dritte tatsächlich in Summe das beste Bild. Schon die neue Blu-ray zeigte hier wirklich tolle Werte und litt auch nicht unter zeitweiligen arg soften Einstellungen. Die UHD-BD wirkt in jeder Einstellung noch mal wesentlich schärfer und detaillierter. Vor allem dem Wild-West-Szenario kommt das Zugute. Schon alleine die sandigen Wege und Straßen erscheinen so reich an Einzelheiten, dass man den Sand greifen möchte. Aber auch in der Tiefe legt die UHD-BD noch einmal zu. Sieht man das unfertige Rathaus mit Martys Augen zum ersten Mal, werden die Ziegelsteine noch schärfer und die Leine, die man vor dem leeren Auge der noch nicht integrierten UHR sieht, ist besser definiert.
Teil III setzt das Western-Setting authentischer um
Erneut grandios ist die HDR-Umsetzung geworden. Die hellen Tageslichtszenen ab 15’55 knallen dem Betrachter förmlich entgegen, der Delorean spiegelt das Licht dynamisch wider und die Steinchen auf dem Boden werden durch die dynamische Kontrastwiedergabe erst so richtig dreidimensional. Während der dunkleren Szenen im Saloon sind die Flanken schon mal etwas steil und Hautfarben wirken etwas arg dunkel gebräunt, schärfer sind aber auch diese Einstellungen.
Dann jedoch gibt’s bei 26’23 einen sehr unschönen Effekt, in dem die höhere Kontrastdynamik den hellen Himmelshintergrund über den Bergen in der Ferne lodern lässt wie einen Waldbrand. Das ist so bei der neuen Blu-ray überhaupt nicht zu sehen und im laufenden Bild deutlich stärker zu erkennen wie innerhalb eines Screenshots möglich. Das schmälert den ansonsten famos guten Eindruck etwas. Allerdings läuft die Szene nur knapp zehn Sekunden. Und so ärgerlich das ist, wäre es unfair, die ansonsten wirklich gut gelungene Umsetzung deshalb nicht zu mögen. Nicht mögen muss man HDR10+. Denn da zeigt sich erneut kein Unterschied zum statischen HDR10 auf meinem Test-Equipment. Dolby Vision tut’s den beiden Vorgängern gleich und wirkt noch eine Spur lebendiger und strahlender. Die hellen Bildanteile werden sichtbar betont, was dem Geschehen mehr Glanz verleiht.
Sowohl der deutsche als auch der englische Ton erhielten für die UHD-BD einen frischen Dolby-Atmos-Mix. Ob dieser gegenüber der lahmen dts-Fassung der Blu-rays punkten kann? Zunächst einmal: Ja, der deutsche Atmos-Sound hat mehrere deutliche Tonaussetzer (und zwar in Teil I, II und III). Mittlerweile wurde eine Komplettliste erstellt und die Disks werden von Universal im Dezember ausgetauscht. Wie das geht, steht hier: Klick.
Unsere Wertung bezieht sich auf eine (dann idealerweise komplett) korrigierte Fassung. Denn abgesehen von diesen Aussetzern ist der 3D-Soundmix mit True-HD-Kern bei Weitem der alten dts-Spur überlegen. Während Letztere praktisch keine Surroundaktivität hatte, werden hier alle Speaker mit einbezogen. Schon das Ticken der Uhren zu Beginn ist ein echtes Highlight. Auch das Hochvoltgeräusch der Verstärkeranlage klingt nun spürbar dynamischer und wenn der Speaker dann unter Strom steht, wabert der Sub sogar vernehmlich vor sich hin. Explodiert die Membran, gibt’s reilich Surroundsound, was wiederum von dem Ticken der Uhren gefolgt wird, die um einen herum derart direktional und räumlich ihre Arbeit verrichten, dass man ständig von links nach rechts schauen möchte.
Der Atmos-Sound hat zwar ein paar Aussetzer, ist ansonsten der alten DTS-Spur aber haushoch überlegen
Setzt dann um 8.00 Uhr der Alarm ein, erschrickt man förmlich. Schön, dass auch Huey Lewis‘ „Power of Love“ mit Räumlichkeit und etwas Dynamik erklingt – selbst wenn das für heute Verhältnisse noch etwas dünn ist. Was man hier aber hört, ist ganz offensichtlich die für den englischen Atmos-Sound angelegte Geräuschkulisse, während die deutschen Dialoge (leider) noch komplett auf der bisherigen dts-Spur basieren. Sie mögen aufgrund des verlustfreien True-HD-Kerns einen Hauch frischer klingen, haben aber noch die ursprünglichen „Probleme“. Sie tönen einfach etwas dünn und stolpern immer mal wieder über kleinere Verzerrungen (Martys Vater bei 38’57 „wie läuft’s denn so?“) . Eingebettet in das wesentlich räumlichere Geschehen lässt sich darüber aber weitgehend hinwegsehen. Beispielsweise auch während des großartigen Scores und dem Wechsel Martys in die Vergangenheit. Der Delorean tritt mit netten Effekten die Zeitreise an und wenn die Schuppentür aufgeht, kann man das Knarzen förmlich verfolgen.
Rein in Sachen 3D-Atmos-Sound nutzen die Heights Signale immer wieder für dedizierte Akzente. Der erste echte 3D-Sound ist der Ton der Gitarre. wenn Marty den Verstärker killt. In der Folge ist es dann oft der Score oder die Filmmusik, die ausgiebig das komplette Lautsprecher-Setup nutzt. Allerdings – wie im Falle von Power of Love – nicht zwingend mit der vollen Instrumentierung. Das Schlagzeug ist eher im Hintergrund, während man vor allem Gitarren und leichten Stimmhall hört. Fährt der Delorean aus dem Truck, vernimmt man dramatische Filmmusik von oben und bei 23’45 wuscht ein eiskalter Nebelsound über die Heights. Solche dedizierten Sound bleiben zwar eher selten, aber die Räumlichkeit profitiert vor allem von der immer wieder hinzu genommenen Musik (51’30 etc.). Grundsätzlich liegt der Vorteil der Atmos-Spuren aber auf der regulären Ebene – wäre da nicht dieser ärgerliche Tonaussetzer der deutschen Synchro.
Ja, auch Teil II hat unter ein paar Tonpatzern zu leiden – ganz abgesehen davon, dass die Synchronanpassung während der ersten gut 20 Minuten jener der neuen BD gleicht, deren Dialoge teils noch etwas früher dran sind als bei den bisherigen Blu-ray-Veröffentlichungen eh schon.
Neue Probleme sind unter anderem ein (nun) komplett fehlendes „Jetzt“ bei 22’47. Dazu kommt das durch den Geräuscheffekt des Donners bei 50’34 scheinbar gemutete „hof“ von Friedhof sowie die komplett ausgelöschten Kommentare, die Biffs Oma ab 71’19 fallen lässt und noch ein paar Fehler mehr. Auch hier ist das deshalb schade, weil der Atmos-Mix selbst um so viel räumlicher und dynamischer klingt als die bisherige dts-Fassung. Sämtliche Szenen des Soundtracks oder des vorbeifliegenden Delorean, die Computeranzeigen im Inneren der vierrädrigen Zeitmaschine oder die immer wieder genutzten Donnergeräusche auf dem Friedhof sowie beim Flug des Delorean – all das wird ungeahnt effektvoll und räumlich wiedergegeben. Als Beispiel sei nur der Luft-Highway zu Beginn des dritten Kapitels genannt, auf dem die Shuttles nur so am Zuschauer vorbeiflitzen und dabei sogar richtig dynamisch und kraftvoll werden. Der Regen fällt rundherum, die Vögel zwitschern von den Rears – eine (eigentlich) wirklich gelungene Abmischung, die auch hier die englische Geräuschspur nutzt. Außerdem basiert der deutsche Dialogton zwar erneut auf den alten Spuren, aber sie klingen auch hier etwas frischer und bisweilen bearbeitet. So klang Biffs „Nur zu Junge. Los, spring! Ein Selbstmord kommt mir gerade recht“ über die alte BD noch hörbar übersteuert und verzerrt. Die Atmos-Spur reduziert das deutlich (60’13).
Teil II liefert am meisten 3D-Sounds
In Sachen 3D-Atmos-Sound wird auch beim zweiten Teil das Hauptaugenmerk auf das Hinzumischen der Musik und des Scores gesetzt. Allerdings hält das Zukunftsszenario ein paar mehr Möglichkeiten parat, dedizierte 3D-Sounds zu setzen. Praktisch jedes Mal, wenn der Delorean (oder andere Shuttles) über den Kopf des Zuschauers fliegen, fetzen die Geräuscheffekte über die Höhen-Speaker. Natürlich grunzt auch der Hologramm-Hai nach zwölf Minuten aus der Höhe und auch der News Flash über die Hologramm-Einblendung nach knapp 20 Minuten spricht von oben herab. Dazu – gerade in den dramatischeren Momenten – immer wieder der Score von Silvestri. Sobald dann immer wieder mal Gewitter angesagt ist, kommen die Donner wirklich absolut klasse und realistisch räumlich von der Decke (51’27). Auch der Regen fällt daraufhin authentisch aufs Dach und man hört das entfernte Wetter-Rumoren mit wunderbarem Nachhall. In ein paar Actionszenen jedoch (Jagd durchs Treppenhaus) hätten ein paar 3D-Sounds Sinn gemacht, da die Verfolger deutlich über der Kamera Lärm machen.
Kommen wir zum Positiven im Negativen: Nach aktuellem Kenntnisstand weist der dritte Teil über die neue Atmos-Spur am wenigsten Fehler auf. Bei Minute 10’45, direkt nach der Explosion fehlt beispielsweise das „Haaah“, das Marty noch vor dem eigentlich Satz „Ich glaube, mit dem Knall haben sie die Toten aufgeweckt“ ausruft. Da mittlerweile zahlreiche Beschwerden bei Anbieter Universal Deutschland eingegangen sind, liegt die Sache schon bei Universal in Los Angeles, die für den Mix verantwortlich sind. Und es steht zu hoffen, dass eine Korrektur der versammelten (neuen) Tonfehler vorgenommen wird.
Auch beim dritten Teil wäre nämlich ansonsten alles in bester Butter. Der Atmos-Mix, den man für den O-Ton angefertigt hat und der auch für die deutsche Fassung unterlegt wurde, ist wirklich klasse. Schon die soeben angesprochene Explosion bietet deutlich mehr Druck als über die alte dts-Spur und lässt die losgesprengten Teile rundherum im Raum herabfallen. Der Nachhall, der von der Explosion ausgeht, kommt zudem sehr realistisch ans Ohr. Trifft Marty dann im Jahr 1855 auf die reitenden Indianer setzt der Score die Szene wirklich bombastisch um.
Teil III wirkt auch akustisch insgesamt am stimmigsten
Es mag immer noch ein wenig an Tiefbass fehlen, aber die Pferdegruppen donnern doch ganz schön satt ins Heimkino. Auch den deutschen Dialogen tat der verlustfreie Codec recht gut. Sie sind zwar immer noch dieselben wie bei der dts-Fassung und wurden nicht neu gemastert. Aber sie wirken etwas luftiger. Freier sind auch die Schüsse. Wenn Doc Brown mit seinem Unikat den Galgenstrick abschießt, hallt der Schuss authentisch durch die Prärie und das weitläufige Gelände.
3D-Sound gibt’s auch. Beispielsweise nach 19’50, wenn die Pferde über über die Höhle springen und kurz darauf noch einmal, wenn die Kavallerie folgt. Zuvor lässt der Score in der ersten Szene seine akustischen Muskeln spielen und kommt wie in einem Orchesterhaus über sämtliche Speaker. Klasse ist auch das Gewitter bei der Einblendung der Schauspiel-Namen. Wie schon im direkten Vorgänger grummelt und rumort es authentisch aus der Ferne. Allerdings gibt das Setting ansonsten (neben der oft genutzten Musik) nur wenig für dedizierte 3D-Sounds her, sodass hier etwas weniger los ist als bei den beiden Vorgängern.
Um das vollständige Bonusmaterial der drei Filme aufzulisten und aufzuarbeiten, könnte man ein komplett eigenes Review darüber erstellen. Tatsache ist: Es gibt jede Menge neues, bzw. bisher ungesehenes Material, das nun den Weg in die Box gefunden hat. Denn neben den regulären und größtenteils bisher bekannten Extras auf den Film-Blu-rays hat man dem Output auch noch eine Bonus-Bonusdisk spendiert. Das dort enthaltene Material ist bis auf fünf Beiträge, die auch bei der bisherigen Trilogie-Box auf einer vierten Blu-ray ausgelagert waren, komplett neu. Während auf den Filmdisks mit den Questions & Answers-Filmkommentaren, den Audiokommentaren sowie unveröffentlichten Szenen, Hinter-den-Kulissen-Featurettes oder den diversen „Geschichten aus der Zukunft“-Making-ofs auch schon einige Stunden an Material zusammen.
Neu sind Featurettes wie „Das Hollywood-Museum auf den Spuren von BTTF“ oder das Hinter den Kulissen des Musicals. Außerdem gibt’s ein kleines Featurette darüber, welche physischen Gesetze in den Filmen verletzt wurden. Vielleicht das witzigste Extra ist aber jenes mit den wiederentdeckten Casting-Tapes. Zwar läuft das nur 3’45, aber es ist schon witzig, aus heutiger Sicht Billy Zane als Biff, Kyra Sedgwick als Jennifer oder vor allem C. Thomas Howell und Ben Stiller als Marty McFly vorsprechen zu sehen.
Gesamtbewertung Zurück in die Zukunft (80%)
Die Filme sind Kult! Daran gibt’s nichts zu rütteln. Das Bonusmaterial rockt und die neuen Blu-rays sind um Längen besser und harmonischer als die alten. Vor allem beim ersten Teil fällt der Vorsprung massiv auf, während Teil III auf der alten BD ursächlich schon nicht ganz so schlimm ausgesehen hat. Alleine der Bildvorteil der neuen BDs reicht aber schon für eine Kaufempfehlung – trotz des nach wie vor eher dünnen dts-Tons der deutschen Fassung.
Schon die erste UHD-BD macht dann Lust auf mehr. In Sachen Bild ist sie bis auf eine kurze Sequenz um Welten besser als alles bisherige, im Ton ebenso. Dort allerdings mit ärgerlichen Aussetzern. Das Gleiche gilt auch für den zweiten Teil und dessen 4K-Scheibe, die noch mehr Tonpatzer aufweist. Der dritte Teil hat am wenigsten „neue“ Ton-Fehler zu vermelden und zeigt, bis auf eine kurze Ausnahme im Himmel, auch eigentlich das beste Bild. Insgesamt liefert die Trilogie damit das bisher in Summe mit Abstand beste Bild. Und sobald der Ton seitens Universal gefixt wird, machen auch die neuen Atmos-Spuren wirklich uneingeschränkt Spaß. Schön wäre es natürlich gewesen, wenn Universal den Kern der Atmos-Abmischung auch genutzt hätte, um einen Downmix für die neuen BDs erstellen, auf dass diese nicht mehr im dünnen dts daher kommen müssen.
Wer seine gekauften Disks über Universal austauschen will, der kann hier nachlesen, wie es geht.
Die Sony PlayStation 5 ist aktuell ein rares Gut. Doch 2021 könnte sich das im Frühjahr endlich ändern. So wollen die Japaner die Produktion der Konsole gehörig ankurbeln.
So heißt es, dass Sony im ersten Verkaufsmonat rund 3,4 Mio. Einheiten der PlayStation 5 ausgeliefert habe. 2021 visiert man nun eine Menge von 16,8 bis 18 Mio. PS5 an. Aufgrund der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Spielekonsolen aktuell enorm. Denn viele andere Unterhaltungsmöglichkeiten wie der Kinobesuch, das Training im Fitnessstudio oder auch nur der Gang ins Museum fallen aus. Allerdings horten auch viele Scalper die PlayStation 5. Entsprechend landen die Konsolen dann zu horrenden Preisen auf Verkaufsplattformen wie eBay.
2021 gibt es also nun Hoffnung. AMD soll dabei die Produktion des PS5-SoCs ordentlich angekurbelt haben. Der Auftragsfertiger TSMC konnte wohl höhere Liefermengen zusichern. Sony könne demnach schon Anfang des kommenden Jahres die Produktion der Konsole um 40 bis 50 % im Monat erhöhen. Allerdings gibt es realistisch gesehen ohnehin noch gar nicht so viele Kaufgründe für die PlayStation 5. Denn genau wie bei der Xbox Series X|S fehlen noch zugkräftige System-Seller. Das Launch-Angebot fiel bei sowohl Sony als auch Microsoft eher schwach aus.
Das soll sich aber im Verlauf des Jahres 2021 ändern. So hat Sony da etwa mit „Horizon Forbidden West“ und auch „God of War: Ragnarok“ heiße Eisen im Feuer. Wir sind also sehr gespannt darauf, was 2021 im Verlauf des Jahres noch an Next-Generation-Spielen erscheint. Wir freuen uns beispielsweise nämlich auch auf das Next-Gen-Update für „Cyberpunk 2077“ sowie die RPG-Fortsetzung „Vampire: The Masquerade Bloodlines 2“
Ende der Lieferengpässe ist offen
Wann genau die Lieferengpässe der PS5 enden werden, ist aber weiterhin offen. Denn bis die produzierten Konsolen im Handel ankommen und die immense Nachfrage gedeckt sein könnte, ist schwer zu sagen. Wir hoffen jedenfalls, dass alle Interessenten möglichst rasch in den Genuss der Spielekonsole kommen.
Warner Bros. will ab 2022 bis zu vier DC-Kinofilme plus exklusive Produktionen für den Streaming-Dienst HBO Max veröffentlichen. Führt diese Superhelden-Offensive zur Übersättigung?
Neben den üblichen Kinofilmen möchte man pro Jahr ein bis zwei Filme direkt zu HBO Max schieben. Dabei solle es sich dann um Filme mit kleineren Budgets handeln, die sich etwa um unbekanntere Charaktere drehen könnten. Eventuell gibt das also kreativen Experimenten etwas Raum. Laut dem Präsidenten für DC-Verfimlungen, Walter Hamada, denke Warner Bros. ab sofort bei jedem DC-Kinofilm auch über potenzielle Spin-Offs für HBO Max nach.
Neu ist diese Denkweise keineswegs: Disney etwa schiebt zu Disney+ ja ebenfalls in Zukunft zahlreiche Marvel-Serien, welche auch Ableger des MCU, also des Marvel-Filmuniversums sind. Um nur einige zu nennen, sind das beispielsweise „Loki“, „WandaVision“ oder „The Falcon and the Winter Soldier“. Allerdings sieht es bei DC alles noch eine Ecke komplizierter aus.
So gibt es bereits das Arrowverse mit Serien wie „The Flash“, „Supergirl“ oder „Batwoman“. Dazu kommen eigenständige Serien wie „Doom Patrol“ und „Titans“. Somit würden die Spin-Off-Filme und -Serien für HBO Max das Kuddelmuddel dann nur komplett machen. Und auch im Kino will Warner Bros. in Zukunft mehere Universen nebeinander laufen lassen. Diese Idee ist aus dem massiven Erfolg von „Joker“ erwachsen.
Zwei DC-Filmuniversen sollen koexistieren
So möchte Warner einmal das DCEU (DC Extended Universe) erhalten. Teil dieses zusammenhängenden Filmuniversums sind etwa „Wonder Woman 1984“, „Man of Steel“ und „Justice League“. Daneben soll es das DC Multiverse geben. Teil dieses Universums sollen Standalone-Filme wie eben „Joker“ oder der kommende „The Batman“ mit Robert Pattinson sein. Für einige Kinogänger dürfte das verwirrend sein. Denn als Ergebnis könnte es z. B. zweimal Batman geben: einmal Pattinson im unabhängigen „The Batman“ und möglichen Sequels und einmal Ben Affleck (oder einen Nachfolger) im DCEU.
Ob der Gelegenheitszuschauer sich von all dem eher erschlagen fühlt oder den Superhelden-Boom weiterhin befeuert, muss uns die Zeit zeigen.