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Samsung Galaxy Note 20 und Note 20 Ultra: Smartphones mit HDR10+ für 8K-Video

Samsung hat heute seine beiden neuen Smartphone-Flaggschiffe Galaxy Note 20 und Note 20 Ultra vorgestellt. Beide Modelle bieten AMOLED-Displays mit HDR10+ sowie die Möglichkeit 8K-Videos aufzuzeichnen.

Allerdings verwenden beide Geräte weiterhin den Exynos 990 als SoC. Den Prozessor kennt man bereits aus den S20-Smartphones. Er steht deutlich hinter dem schnelleren Qualcomm Snapdragon 865 zurück, der andere Flaggschiffe der Konkurrenz befeuert. Auch sollte man natürlich die Fähigkeit 8K-Videos aufzuzeichnen mit Skepsis betrachten, da dies bei einem kleinen Smartphone-Sensor natürlich keine Ergebnisse liefert, die etwa mit einer 4K-Systemkamera vergleichbar wären.

Das reguläre Samsung Galaxy Note 20 bietet eine Triple-Hauptkamera mit 12 (Weitwinkel) + 12 (Ultra-Weitwinkel) + 64 (Telephoto) Megapixeln. Über das Feature „Space Zoom“ will man einen sehr starken Hybrid Optical Zoom erreichen. Das Samsung Galaxy Note 20 Ultra bietet sogar 108 (Weitwinkel) + 12 (Ultra-Weitwinkel) + 12 (Telephoto) Megapixel. Dank des für ein Smartphone großen und hochauflösenden Sensors sollten auch bei wenig Licht ordentliche Fotos drin sein. Optischer Zoom ist ebenfalls an Bord. Die Frontkamera mit 10 Megapixeln ist bei den Note 20 und Note 20 Ultra identisch. Sie erregt da weniger Aufsehen und ruht in einem kleinen Punch-Hole in der Mitte des AMOLED-Bildschirms.

Samsung Galaxy Note20
Das Samsung Galaxy Note 20

Was die AMOLED-Bildschirme mit jeweils 6,9 Zoll und 3.088 x 1.440 Pixeln (Note 20 Ultra) bzw. 6,7 Zoll und 2.400 x 1.080 Pixeln (Note 20) betrifft, so sind beide für HDR10+ gerüstet. Die Akkus der Smartphones kommen auf 4.300 bzw. 4.500 mAh und lassen sich kabellos mit 15 und kabelgebunden mit 25 Watt aufladen. Samsung integriert den Fingerabdruckscanner jeweils direkt in das Display.

Videoaufzeichnung in 8K und im Format 21:9

Spannend ist, dass Samsung gemeinsam mit Microsoft insbesondere das Galaxy Note 20 Ultra als ideales Smartphone für das kommende Game-Streaming über den Xbox Game Pass Ultimate beworben hat. Da hat man dann auch direkt eine Launch-Aktion gestartet – dazu unten mehr. Eine Spielerei ist eher, dass Besitzer eines TVs von Samsung kabellos via DeX den Bildschirm des Smartphones am Fernseher spiegeln können bzw. dann das Display als Trackpad-Steuerung einspannen dürfen. Erwähnenswert ist noch, dass das Samsung Galaxy Note 20 bzw. Note 20 Ultra nicht nur in 8K filmt, sondern optional auch im Format 21:9.

Beide Modelle liefert Samsung mit einem S Pen geliefert. In Deutschland wird das Samsung Galaxy Note 20 5G mit 8 GByte RAM und 256 GByte Speicherplatz 1.023 Euro kosten. Die 4G-Version ist mit 925 Euro dabei. Das Galaxy Note 20 Ultra mit 12 GByte RAM und 256 GByte Kapazität kostet 1.266 Euro. Wer den Speicherplatz auf 512 GByte verdoppelt, zahlt 1.364 Euro. Vorbestellungen sind direkt ab heute möglich, die Auslieferung startet am 21. August 2020.

Kunden, die das Samsung Galaxy Note 20 | Note 20 5G vom 5. August bis zum 20. August vorbestellen, erhalten dazu die Galaxy Buds+ oder ein Xbox-Gaming-Paket, bestehend aus einer 3-monatigen Xbox-Game-Pass-Ultimate-Mitgliedschaft, Gamepad und Wireless Charger Stand, als Zugabe. Kunden, die das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G vorbestellen, können die Galaxy Buds Live oder ein Xbox-Gaming-Paket, bestehend aus einer 3-monatigen Xbox-Game-Pass-Ultimate-Mitgliedschaft, Gamepad und Wireless Charger Stand, als Zugabe erhalten.

Samsung Galaxy Note 20 4K
Das Samsung Galaxy Note 20 erscheint am 21. August 2020

Technische Daten Samsung Galaxy Note 20

  • Display: 6,7 Zoll, Super AMOLED Plus, 2.400 x 1.080 Pixel (FHD+, 394 ppi)
  • Betriebssystem: Android 10.0
  • Prozessor: Exynos 990, 64-bit, Octa-Core (2x 2,73 GHz + 2x 2,5 GHz + 4x 2,0 GHz)
  • RAM / Speicherplatz: 8 GB RAM mit 256 GB internem Speicher
  • Triple-Hauptkamera: 12 (Weitwinkel, f/1.8) + 12 (Ultra-Weitwinkel, f/2.2) + 64 (Telephoto, f/2.0) Megapixel
  • Frontkamera: 10 (Weitwinkel, f/2.2) Megapixel
  • Akku: 4.300 mAh (25-Watt-Schnellladen und kabelloses Laden mit 15 Watt unterstützt)
  • Schnittstellen: Dual-SIM, 4G LTE, 5G (optional), Wi-Fi 6, GPS, USB Typ-C
  • Abmessungen / Gewicht: 161,6 x 75,2 x 8,3 mm / ca. 192 g
  • Besonderheiten: S Pen im Lieferumfang, Gesichtserkennung, Fingerabdruckscanner im Display
  • Farben: Mystic Bronze, Mystic Green, Mystic Grey
Samsung Galaxy Note20 Ultra
Das Samsung Galaxy Note 20 Ultra

Technische Daten Samsung Galaxy Note 20 Ultra

  • Display: 6,9 Zoll, Dynamic AMOLED, 3.088 x 1.440 Pixel (WQHD+, 496 ppi), 120 Hz
  • Betriebssystem: Android 10.0
  • Prozessor: Exynos 990, 64-bit, Octa-Core (2x 2,73 GHz + 2x 2,5 GHz + 4x 2,0 GHz)
  • RAM / Speicherplatz: 12 GB RAM mit 256 / 512 GByte internem Speicher
  • Triple-Hauptkamera: 108 (Weitwinkel, f/1.8) + 12 (Ultra-Weitwinkel, f/2.2) + 12 (Telephoto, f/3.0) Megapixel
  • Frontkamera: 10 (Weitwinkel, f/2.2) Megapixel
  • Akku: 4.500 mAh (25-Watt-Schnellladen und kabelloses Laden mit 15 Watt unterstützt)
  • Schnittstellen: Dual-SIM, 4G LTE, 5G, Wi-Fi 6, GPS, USB Typ-C, microSD
  • Abmessungen / Gewicht: 164,8 x 77,2 x 8,1 mm / ca. 208 g
  • Besonderheiten: S Pen im Lieferumfang, Gesichtserkennung, Fingerabdruckscanner im Display
  • Mystic Bronze, Mystic Black, Mystic White

HDR-Kalibrierung für die Xbox One Konsole macht Games noch schöner

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Die Xbox One S und Xbox One X Konsolen werden in absehbarer Zeit eine neue HDR-Kalibrierung erhalten. Damit lassen sich HDR-Games perfekt auf unterschiedlichen TV-Geräten darstellen. 

Bereits vor einigen Wochen gab es Hinweise darauf, dass Microsoft an einer neuen Möglichkeit arbeitet, um die Integration von HDR auf der Xbox One S/X zu verbessern. Jetzt stellt Microsoft die neue HDR-Kalibrierung dem exklusiven Nutzerkreis des „Xbox Alpha Skip Ahead“-Programms zur Verfügung. Teilnehmer dieser Testgruppe bekommen neuen Features zugespielt, noch bevor diese bei den Nutzern des regulären Alpha-Programms und letztendlich bei den Endkunden landen. Pioniere sozusagen, die sich aber auch mit allen Fehlern und Problemen der jungen Software herumplagen müssen.

Über ein Schachbrett (Checkerboard) wird die HDR-Kalibrierung an der Xbox vorgenommen
Über ein Schachbrett (Checkerboard) wird die HDR-Kalibrierung an der Xbox vorgenommen || Bild: Twitter/@evilboris

Im Alpha Skip Ahead-Programm bekommt man dafür im Gegenzug neue und coole Features als erstes auf den heimischen Bildschirm, wie z.B. die neue HDR-Kalibrierung. Das Problem mit HDR-Games auf den Xbox Konsolen war, dass man die HDR-Einstellungen für jedes Spiel einzeln vornehmen musste, meist über das Bildeinstellungs-Menü. Die HDR-Kalibrierung wird zukünftig im Bildmenü der Konsole verankert und erlaubt es dem Nutzer, den optimalen Helligkeitsbereich für den HDR-Fernseher oder -Projektor auszuwählen.

Optimales HDR für LCD, OLED oder QLED

Der Vorgang für die HDR Optimierung wurde vom Xbox Team dabei so einfach wie möglich gehalten. Über ein Schachbrett-Muster bestimmen wir die besten Werte für helle und dunkle Bildbereiche. So profitieren z.B. OLED-Fernseher, da Details in sehr dunklen Bildbereichen erhalten bleiben, während sich QLED Fernseher wiederum Details in den helleren Bildbereichen sichern. Welchen Einfluss die Kalibrierung auf die Bildqualität hat, kann der Nutzer direkt nach Abschluss der Bildeinstellungen auf einem Vergleichsbild (Vorher/Nacher) sehen. Das gibt einem auch die Möglichkeit, noch geringfügige Verbesserungen vorzunehmen.

Mehr Details in helleren Bildbereichen sind direkt im Vergleichsbild zu erkennen
Mehr Details in helleren Bildbereichen sind direkt im Vergleichsbild zu erkennen || Bild: Twitter/@evilboris

Mitgliedschaft in der HGiG trägt Früchte

Erste Nutzer melden, dass das Clipping (Überstrahlen) von Details in hellen Luminanzen zum Teil deutlich abgenommen hat. Davon profitieren z.B. Explosionen oder Skyboxen mit beeindruckenden Wolkenbildern. Microsoft Mitgliedschaft an der HDR Gaming Interes Group (HGiG) scheint erstmals Früchte zu tragen. In der Gruppe sind übrigens auch LG Electronics, Panasonic, Samsung Electronics, Sony Interactive Entertainment (Playstation), Sony Visual Products sowie unzählige Spieleentwickler vertreten.

Die Preisfrage, die sich uns jetzt stellt, wann ist die HDR Kalibrierung für alle Xbox-Nutzer verfügbar? Erfahrungsgemäß dauert es immer einige Wochen wenn nicht sogar Monate, bis Features aus dem Alpha Skip Ahead-Programm beim Endnutzer landen. Fehler und Kompatibilitätsprobleme müssen (und sollten) behoben werden, bevor die Software auf alle Xbox Konsolen ausgerollt wird. Wir sind auch guter Dinge, dass die neue Xbox Series X Konsole ein ähnliches Feature bereits ab Marktstart integriert haben wird.

Spartacus auf 4K UHD Blu-ray im Test: Besser geht’s (fast) nicht!

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Inhalt (90%)

Spartacus. S-P-A-R-T-A-C-U-S – ein Name wie Donnerhall. Was ranken sich um diesen Mann, der als Sklave der Römer in den Arenen Gladiatorenkämpfe ausfechten musste, nicht alles für Legenden. Viel weiß man nicht, über diesen Mann. Nicht einmal genau, woher er stammt. Wohl aber, dass er 73 v. Chr. seinem Sklaventum gemeinsam mit einigen Leidensgenossen entfloh und daraufhin eine Art Sklavenaufstand anführte. Zwei Jahre lang fügte man den Römischen Legionen empfindliche Niederlagen bei. Bis ein Versuch, die von Marcus Licinius Crassus um die zurück gezogenen Aufständigen gebauten Mauern zu durchbrechen, zum Tod des Spartacus führte.

Seither ist der Ex-Gladiator ein Sinnbild für den Kampf des kleinen Mannes gegen die knechtende Obrigkeit. Eine Geschichte, die wie geschaffen ist für das große epische Kino. Und tatsächlich war es Hauptdarsteller Kirk Douglas selbst, der sich als großen Freiheitskämpfer inszenieren wollte – war er doch reichlich unglücklich darüber, die Titelrolle in Wylers Ben Hur nicht ergattern zu können. Douglas organisierte mit Peter Ustinov, Charles Laughton und Laurence Olivier drei Hochkaräter und überzeugte damit Universal Pictures, den Film zu finanzieren. Analog zum Mut des Spartacus zeigte sich auch Kirk Douglas bei der „Besetzung“ des Drehbuchs: Mit Dalton Trumbo wählte er einen jener Kulturschaffenden, die zu den „Hollywood Ten“ gehörten – jenen, die (wie Trumbo) die Aussage vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe verweigerten. Faktisch standen diese Frauen und Männer auf einer schwarzen Liste, die ihnen die Arbeit meist nur unter Pseudonym ermöglichte. Douglas indes bestand darauf, Trumbo namentlich zu führen, was in der Folge als Anfang vom Ende des „Blacklisting“ galt.

Spartacus wird als Gladiator gekauft

Western-Regisseur Anthony Mann (Winchester ’73) sollte die Regie übernehmen, was sich allerdings nach wenigen Drehtagen schon als Fehler darstellte. Am Ende der ersten Drehwoche übernahm dann Stanley Kubrick, mit dem Douglas schon bei Wege zum Ruhm zusammen gearbeitet hatte. Ein weiteres riskantes Unterfangen, da Kubrick seinerzeit noch sehr jung war und nie in dieser Größenordnung gearbeitet hatte. Der junge Brite jedoch überzeugte nicht nur Douglas, sondern auch den Rest der Filmwelt. Und das trotz massiver Querelen zwischen ihm und Trumbo (über den Charakter von Spartacus), zwischen ihm und Universal (über die Anzahl der täglichen Dreheinstellungen) oder zwischen ihm und Kameramann Russell Metty (wegen Kubricks überpräzisen Anweisungen). Es stellte sich damals bereits heraus, dass Kubrick kein sonderlich einfacher Regisseur war. Einer, der am liebsten über alles und jeden Kontrolle ausübte, um SEINE Vision des Films fertig zu stellen. Nichtsdestotrotz wurde Spartacus ein großer Erfolg – und zwar sowohl an den Kassen als auch beim Publikum. Vier Oscars (männlicher Nebendarsteller, Kamera, Kostüme und Szenenbild) waren der Lohn für die anstrengenden Dreharbeiten mit teilweise über 10.000 Statisten.

Da war er noch jung, der gute Tony Curtis

Und noch heute funktioniert das über drei Stunden lange Werk als mitreißender Film über eine Widerstandsbewegung. Noch heute kann man mitfiebern, wenn die Sklaven/Gladiatoren von ihren römischen Herren wie ein Stück Vieh behandelt werden. Spartacus kommentierte dabei unverhohlen das damalige politische Zeitgeschehen in den USA. Einer Zeit, in welcher der Kalte Krieg seinem Höhepunkt entgegen steuerte und die Auswirkungen der McCarthy-Ära noch immer zu spüren waren. So ist die Szene, in der Crassus von den Aufständischen verlangt, den Anführer preis zu geben, ein direkter Verweis auf die Anhörungen vor dem Ausschuss für unamerikanische Triebe. Dort sollten unter anderem Kommunisten (oder solche, die dafür gehalten wurden) entsprechende Gesinnungsfreunde denunzieren und offenbaren.

Die Mannen um ihren Anführer nehmen Crassus‘ Aufforderung zum Anlass, einer nach dem anderen aufzustehen und mit „Ich bin Spartacus“ zu antworten – sicher bis heute eine der legendärsten und ergreifendsten Szenen eines Hollywoodklassikers. Neben seinem gesellschaftspolitischen Kommentar war Spartacus aber auch ein episches Schlachtengemälde. Und wenn nahezu 10.000 Statisten (übrigens Mitglieder der spanischen Armee) als römische Soldaten auf die Gladiatoren um Spartacus losgehen, ist das schon episch. Unterstützt natürlich auch durch die extrem breit angelegten Bilder, die durch das Technirama ermöglicht wurden. Was Kameramann Metty hier (zu Recht oscarprämiert) ablieferte, ist auch heute noch ganz großes Kino und einem Ben Hur durchaus ebenbürtig. Unterstützt vom kongenialen Score sowie bestens aufgelegten (teils blutjungen) Co-Stars wie Tony Curtis kämpft sich Kirk Douglas auch 60 Jahre später noch in die Herzen der Filmfans.

Ergebnis der Schlacht

Historiker drücken allerdings besser ein Auge zu. Denn geschichtlich akkurat ist Spartacus nur in wenigen Details. Viele Figuren wurden hinzu geschrieben, lebten zu anderen Zeiten oder verhielten sich ganz anders. Authentisch hingegen (weil in Rom unter den Führern und ihrem Gefolge, bzw. den Sklaven alles andere als unüblich) war ein Unterton, den man für die damalige Kino-Auswertung besser aus dem Film schnitt: Denn die 1991 in der Restaurierung hinzugefügte Badehaus-Szene (Timecode: ab 80’20) wurde seinerzeit entfernt, weil man die homoerotischen Aspekte offenbar nicht in einem Film duldete. Gut, dass wir ein paar Jahrzehnte weiter sind und uns an solch‘ (wahrlich harmlosen) Szenen nicht mehr stören müssen. Hätten die Verantwortlichen seinerzeit schon gewusst, was 50 Jahre später in einer gleichnamigen Serie des US-Kabelsenders Starz inszeniert würde, hätten sie sich die Zensur vielleicht noch einmal überlegt.

Übrigens: für die 91er Restaurierung dieser Szene mussten wieder eingefügten Szenen neu synchronisiert werden. Selbst im englischen Original, da man den Ton dort offenbar aus weiser Voraussicht schon vor der Zensur entfernt hatte. Im Deutschen hatten sich die beiden Synchronsprecher von Curtis und Olivier (die drei, bzw. acht Jahre später verstarben) vermutlich schon aus dem Synchrongeschäft zurückgezogen.

Bildqualität (95%)

Spartacus wurde in 35mm Technirama aufgenommen. Einem Format, das nicht sonderlich lange existierte. Der Clou am Technirama war, dass man anamorphe Vorsatzlinsen mit einem Faktor von 1,5 vor das horizontal durch die Kamera geführte Negativ setzte und so das vertikale Bild strecken konnte (bei Cinemacope stauchten Anamorphoten das Bild hingegen horizontal). Das Ergebnis war ein sehr breites Bild mit einer Fülle an Informationen. Das Problem war (wie bei vielen anderen älteren Filmen), dass das vorhandene Original-Negativ erst einmal für sich restauriert werden musste. Dazu führte man es über einen Northlight-Scanner, der in 6K scannte und ein 4K-Signal ausgab. Von dort aus wurde dann Schmutz entfernt, Schäden wurden behoben und das so bearbeitete Material gelangte ins Color Grading.

Unter dem Rat von Filmhistoriker und -Restaurator Robert Harris, der schon die 1991er Restaurierung von Spartacus vornahm, versuchte man, so nahe am Gedanken von Kubrick zu bleiben wie möglich. Für die Farbrekonstruktion nutzte man die damals als „Backup“ erstellten Schwarz-Weiß-Farb-Separations-Negative, Duplikate vom Original, die mit Schwarz-Weiß-Filmmaterial unter der Verwendung von roten, blauen und grünen Filtern erstellt wurden. Der Vorteil: Schwarz-Weiß-Film leidet nicht unter dem Fading, das Farbfilme betrifft, die Informationen bleiben vollständig erhalten. Das Original-Negativ von Spartacus litt unter deutlichem Blauverlust. Diese drei gefilterten Schwarz-Weiß-Negative mussten dann wieder korrekt übereinander gelegt und von chromatischen Aberrationen befreit werden. Ein wirklich aufwändiger Prozess, der das Studio einige Monate beschäftigt hat.

So unnatürlich rot ist „Spartacus“ nach seiner Überarbeitung glücklicherweise nicht mehr

Fünf Jahre nach dieser Arbeit nutzt man das erstellte Master nun, um eine native 4K-Scheibe daraus zu erstellen. Es ist natürlich immer noch dasselbe Master, das für die 55th-Anniversary-Blu-ray-Edition angefertigt wurde. Es ist ja auch so gut, dass daran eigentlich keine Verbesserung mehr möglich war. Allerdings nutzt man über die UHD nun auch auf einem End-Medium die maximal mögliche Auflösung und kann die bereits hervorragende Blu-ray vielleicht noch einmal übertreffen? Nun, zunächst mal gelangte neben statischem HDR10 auch noch das dynamische Dolby Vision mit an Bord. Dazu gibt’s einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum, der möglicherweise für noch kräftigere Roben sorgen könnte.

In der Praxis toppt die UHD das bereits hervorragende Bild der Blu-ray noch einmal. Die Körnung wirkt noch etwas feiner und die Close-ups von Kirks Gesicht sind wirklich abnormal scharf und detailliert. Unfassbar, wie detailreich auch Sand unter den Sandalen aussieht. Immer wieder muss man sich dran erinnern, dass wir es mit einem Film von 1960 zu tun haben. Kaum zu glauben auch, dass das ohne nachträgliche Schärfung geschah, denn Überschärfungsartefakte sind zu keiner Zeit auszumachen. Ganz im Gegenteil fällt im direkten Vergleich nun auf, dass die Blu-ray ein wenig nachgeschärft wirkt, während die UHD insgesamt realistischer erscheint. Gut zu erkennen ist das bei einigen Szenen in der Tiefe, in denen die BD scheinbar schärfer ist. Dies allerdings dann doch mit ein paar Abstrichen in Sachen übertriebener Kantenschärfe. Für beide Disks kann man das Haar in der Suppe suchen und wird es hier und da finden. Beispielsweise fielen bei der UHD durch einen nochmalige Bearbeitung ein paar Details zum Opfer, die man möglicherweise für Schmutz hielt.

Bei den Szenen mit vielen Details im Vorder- und Hintergrund kann die 4K UHD-BD durchweg überzeugen

Beide Disks sind aber in Anbetracht ihres Alters und der Herkunft eines wirklich nicht gerade gut erhaltenen Negativs absolut hervorragend geworden. Entgegen manch anderer UHDs ist Spartacus übrigens nur einen Hauch dunkler abgestimmt. Die Durchzeichnung in Schattenbereichen bleibt beständig gut. Der Schwarzwert ist exemplarisch gut und das Weiß in den Augen leuchtet sichtbar kräftiger als über die Blu-ray. Hier und da scheinen ein paar hellere Stellen etwas zu überstrahlen, worin sich dann auch schon mal ein klein wenig farbiges Rauschen verirrt, aber das ist mäkeln auf ganz hohem Niveau, wenn man das Alter des Films bedenkt.

Farben wie jene auf Spartacus‘ Körper bei 26’24 erscheinen noch mal prägnanter und kräftiger. Auch die roten Roben der Römer scheinen den erweiterten Farbraum komplett auszureizen. Vielleicht reicht es in Summe nicht zur absoluten Höchstnote, ber Spartacus gehört als Film mit analoger Herkunft ganz klar in die Top-5 der bisher besten Releases. Dolby Vision wirkt alles in allem noch etwas strahlender und prägnanter. In puncto Farbgebung bleiben die Unterschiede jedoch praktisch nicht existent. Beide HDR-Varianten sind klasse. Fun Fact: Der kurze Schnittfehler bei 10’13 ist auch auf der UHD enthalten.

Tonqualität (65%)

Die UHD hält gegenüber der 2015er BD akustisch ein Upgrade bereit. Beide Sprachen erklingen nun in objektbasiertem DTS:X und sie klingen beide etwas besser. Die Synchronversion ist etwas offener, etwas klarer. Sie scheint auch ein bisschen mehr Gebrauch von den Surroundspeakern zu machen. Beide Sprachen liefern ein wenig mehr Druck als über ihre dts- bzw. dts-HD-Master-Pendants, was man in einigen Momenten des Scores ebenso hört/spürt wie bei der finalen Schlacht. Hier liegen zwar keine Welten zwischen den Fassungen der Blu-ray, aber eine Verbesserung ist es allemal.

Die DTS:X-Spur konzentriert sich auf die reguläre Ebene, bspw. während der finalen Schlacht. 3D-Sounds gibt’s nicht

Die dts:X-Spur hat natürlich die theoretische Möglichkeit, die Höhen-Kanäle mit einzubeziehen. Tut sie aber nicht. Also nicht wirklich. Bisweilen (wenn man die reguläre Ebene wirklich komplett abklemmt) hört man gaaaanz leise die Filmmusik von oben. Das klingt allerdings eher „verirrt“ als gewollt. Die dts:X-Spur zielt also wirklich auf eine möglichst saubere Wiedergabe der ebenerdigen Speaker und vermeidet neumoderne 3D-Sounds. Nicht einmal der Regen, der auf das Tuch-Dach von Spartacus‘ Unterkunft fällt, wurde auf die Heights gelegt, was tatsächlich die erste echte Gelegenheit für einen dedizierten 3D-Sound gewesen wäre (96’20).

  • Deutsch: DTS:X (75%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: DTS:X (00%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: DTS:X (00%) 3D-Betrachtung (Qualität)
  • Englisch: DTS:X (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: DTS:X (00%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: DTS:X (00%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial von Spartacus ändert sich gegenüber der 2015er BD nicht. Das jüngste Feature auf dieser ist das „Gespräch mit Kirk Douglas“. Der Hauptdarsteller war zum Zeitpunkt des Interviews bereits fast 100 Jahre alte und trotz seiner sprachlichen Schwierigkeiten (resultierend aus einem Schlaganfall 1995) erinnert er sich noch ganz genau an die Dreharbeiten und die Schwierigkeiten, die er mit Kubrick hatte. „Spartacus wiederherstellen“ nimmt sich neun Minuten Zeit für die Restaurierung des Bilds und des Tons. Hinzu kommen die bekannten vier unveröffentlichten Szenen sowie Archiv-Interviews und ein unvertonter Blick hinter die Kulissen. „Alle Nachrichtensendungen“ liefert einige Wochenschau-Berichte zu Film un Darstellern und eine Bildergalerie bietet noch mal über 100 Stills des Films und der Plakate. Vertonte Extras liegen mit deutschen Untertiteln vor.

Gesamtbewertung Spartacus  (87%)

Spartacus ist auch 60 Jahre später noch episches Monumentalkino allererster Güte. Natürlich sind die Sehgewohnheiten heute andere. Natürlich muss es heute immer schnell auf schnell und zack zack gehen. Aber wer sich mal diese drei Stunden Zeit nimmt, wird mit einem Historien-Epos belohnt, das voller gesellschaftspolitischer Aussagen steckt, glänzend gespielt ist und in puncto Ausstattung und Bilder noch heute Maßstäbe setzt.

Die bereits phänomenale 2015er Blu-ray wird von der UHD in Sachen Kontrast, Farbtiefe, Farbdifferenzierung und Detailschärfe noch einmal übertroffen. Der DTS:X-Sound liefert zwar keine Overhead-Effekte, klingt aber offener als die alte dts-Spur. Auch wenn das Steelbook schon an vielen Stellen ausverkauft ist, ist bei Universal davon auszugehen, dass eine Amaray-Box-Fassung nachgeschoben wird. Alle, die das Steelbook nicht ergattern konnten, dürfen sich im Vorfeld jetzt schon auf die Amaray freuen.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 23. Juli 2020 Review am: 03. August 2020
Erscheinungsjahr Film: 1960 Laufzeit: 197 Minuten
Filmstudio: Universal FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.20:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS:X
Englisch DTS:X
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Spartacus Trailer:

Asus bringt den ersten Gaming-Monitor mit HDMI 2.1 für 4K / 120 Hz

Überfällige Premiere: Als laut eigenen Aussagen erster Hersteller hat Asus einen Gaming-Monitor mit HDMI 2.1 für 4K-Gaming mit 120 Hz angekündigt. Das neue ROG-Modell wird auf satte 43 Zoll Diagonale kommen.

Laut Asus erscheinen aber auch kleinere Versionen mit HDMI 2.1. So hat der Hersteller direkt auch Varianten mit 27 und 32 Zoll Diagonale in Aussicht gestellt. Gemeinsam wird eben allen Modellen die Unterstützung von 4K (3.840 x 2.160 Pixeln) und 120 Hz via HDMI 2.1 sein. Auch ALLM solle darüber funktionieren. Leider bleibt Asus zu den weiteren, technischen Daten aktuell noch schmallippig.

So wäre es beispielsweise ja interessant zu wissen, ob HDR-Unterstützung an Bord ist bzw. welche Qualität man da erwarten kann. Zumindest bestätigt Asus, dass die Monitore via HDMI 2.1 die volle Bandbreite von bis zu 48 Gbit/s verwenden können. Über VRR wird dann auch das Zocken mit variablen Bildraten möglich sein. Erscheinen sollen die neuen ROG-Monitore mit HDMI 2.1 laut Asus noch vor Jahresende – also passend zum Launch der Next-Generation-Spielekonsolen Microsoft Xbox Series X und Sony PlayStation 5.

Beide Konsolen werden HDMI 2.1 verwenden und somit eben Funktionen wie ALLM, VRR und eben 4K-Gaming bei bis zu 120 Hz unterstützen. Sogar 8K-Spiele mit 60 Hz wären möglich, auch wenn dies die GPUs der Konsolen nur in Ausnahmefällen hergeben dürften. Bestätigt wurde aber beispielsweise seitens Microsoft, dass der Multiplayer-Modus von „Halo Infinite“ an der Xbox Series X mit 120 fps laufen wird. Welche Auflösung dann angelegt wird, ist aber offen.

Gaming-Monitore der nächsten Generation stehen an

Ein erhebliches Problem bei Gaming-Monitoren ist aktuell aber noch die HDR-Unterstützung. Da gibt es ziemlichen Wildwuchs und die VESA versucht zumindest mit der Zertifizierung DisplayHDR etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Selbst High-End-Monitore bieten aber in der Regel keine mit guten TVs vergleichbare HDR-Darstellung. Da wartet also auf die Hersteller noch viel Arbeit.

Auch der Eve Spectrum soll im Übrigen ein Monitor mit 4K-Auflösung und HDMI 2.1 sein – er wurde bereits im Mai 2020 präsentiert. Warum Asus dann trotzdem laut „Erster!“ schreien darf? Offenbar rechnet man damit mit seinen ROG-Monitoren vorher am Markt zu sein.

Xbox Game Pass Ultimate: Ab 15. September ist das kostenlose Game-Streaming integriert

Microsoft bestätigt, dass der Xbox Game Pass Ultimate ab dem 15. September 2020 seinen Abonnenten auch Game-Streaming von über 100 Spielen bieten wird.

Der Xbox Game Pass Ultimate integriert also ab dem 15. September das ehemalige Project xCloud, das Cloud-Gaming-Angebot von Microsoft. September stand ja schon vorher als Zeitrahmen fest, nun haben die Redmonder das Datum konkretisiert. Mehrkosten entstehen für die Abonnenten nicht, sie erhalten das Game-Streaming also quasi als kostenlose Dreingabe. Das passt zu der Strategie von Microsoft, welche den Xbox Game Pass Ultimate derzeit in erster Linie als Mechanismus zur Kundenbindung verstehen und es nicht auf kurzfristige Gewinne abgesehen haben.

Auch in Deutschland soll es direkt am 15. September 2020 losgehen. Generell hat die Sache aber einen kleinen Haken: Zunächst werden nur Android-Geräte in den Genuss des Cloud-Gamings über den Xbox Game Pass Ultimate kommen. Mehr als 100 Spiele werden direkt enthalten sein. Laut Microsoft werden in Zukunft auch alle First-Party-Spiele direkt für das Game-Streaming stramm stehen. Als weitere Beispiele nennt man „Minecraft Dungeons“, „Destiny 2“, „Tell Me Why“, „Gears 5“ und „Yakuza Kiwami 2“.

Xbox Game Pass Ultimate Mobile
Der Xbox Game Pass Ultimate soll auch mobil punkten

Weitere Details zum konkreten Portfolio der enthaltenen Titel soll es am 15. September 2020 geben. Doch da gibt es ja einen Kritikpunkt: Unterwegs zocken klingt schön und gut, aber Core-Games am Touchscreen spielen, das ist eher eine Plage. Deswegen hat Microsoft gemeinsam mit mehreren Partnern allerlei Controller vorgestellt.

Microsoft und Partner zeigen mobile Controller

Die Accessoires laufen als Reihe „Designed for Xbox Mobile Gaming“. Beispielsweise erscheint eine spezielle Version des Razer Kishi, den der Hersteller als „Universal Mobile Gaming Controller „bewirbt. Er lässt sich an Smartphones klemmen und das Ergebnis ähnelt doch sehr einer Nintendo Switch. Der Kishi bringt Schultertasten, zwei analoge Thumbsticks, ein D-Pad, einen Xbox-Button und mehr mit. Beim Kauf erhält man auch 14 Tage Game Pass Ultimate. Erscheinen soll der Controller für 99,99 US-Dollar. Ihr seht ihn unten zentral im Bild.

Xbox Mobile Gaming
Microsoft und Partner stellen diverse Eingabegeräte vor

Der PowerA MOGA XP5-X Plus wiederum ist ein Bluetooth-Controller, der im Design stark dem Original-Controller der Xbox One ähnelt Im Lieferumfang ist direkt ein abnehmbarer Clip fürs Smartphone enthalten. In den Controller ist eine Powerbank mit 3.000 mAh integriert. Erhältlich ist dieser Controller ab dem 15. September für 69,99 US-Dollar.

PowerA_XP7-X
Der PowerA XP7-X Plus

Ebenfalls von PowerA stammt der MOGA XP7-X Plus, der wieder mehr an den Razer Kishi erinnert, weil sich das Phone in die Mitte klemmen lässt. Hier ist sogar kabellose Qi-Aufladung an Bord über eine integrierte Powerbank mit 2.000 mAh. Zu den Feiertagen 2020 erscheint das Gerät für 99,99 US-Dollar. Einen MOGA Mobile Gaming Clip 2, in den auch die kommenden Controller der Xbox Series X passen werden, bietet PowerA ebenfalls an. Dieser Clip erscheint im Winter 2020 und wird 14,99 US-Dollar kosten.

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8BitDo SN30 Pro: Ein Retro-Controller

Der 8BitDo SN30 Pro ist ein Bluetooth-Controller im Retro-Design. Im Lieferumfang ist ein Clip für Smartphones enthalten. Dieser Controller wird in ausgewählten Märkten ab dem 21. September 2020 für 44,99 US-Dollar erscheinen. Der Hersteller plant auch einzelne Clips, mit denen ihr Smartphones direkt an bereits vorhandenen Xbox-Controllern befestigen könnt. Die sollen bereits am 21. September 2020 für 14,99 US-Dollar erscheinen.

Weiteres Zubehör wolle man noch gemeinsam mit Partnern wie Nacon ankündigen.

TCL: QLEDs der 6-Series bieten einen Gaming-Modus mit THX-Zertifizierung

TCL will Spieler mit den TVs seiner neuen 6-Series abholen. So seien es laut dem Hersteller die ersten Fernseher, welche einen von THX zertifizierten Gaming-Modus bieten.

Ob das natürlich wirklich praxisrelevant ist, ist eine andere Frage, die ihr euch stellen müsst. TCL gibt jedenfalls an, dass man gemeinsam mit THQ den neuen THX Certified Game Mode erarbeitet habe. Unserer Meinung nach sind solche Zertifizierungsprogramme, zu denen auch IMAX Enhanced zählt, wenig aussagekräftig. Wichtiger ist es, auf HDMI 2.1, ALLM (Auto Low Latency Mode), VRR (Variable Refresh Rate) und geringen Input Lag zu achten.

Laut TCL und THX sei es jedenfalls notwendig, gewisse Voraussetzungen zu erfüllen, um die THX-Zertifizierung für den Gaming-Modus zu erhalten. Teil des Testverfahrens seien im Falle der TCL-TVs mehr als 400 Prüfungen gewesen, um etwa die Farbwiedergabe, die Schwarzwerte und andere Punkte zu testen. Beispielsweise solle der THX Certified Game Mode sicherstellen, dass die Farbwiedergabe stets natürlich sei.Um die Zertifizierung zu erhalten, müssen die jeweiligen Fernseher zudem 4K bei 120 Hz unterstützen.

Auch ein geringer Input Lag sei Voraussetzung, genauere Angaben dazu bleiben THX und TCL aber schuldig. Zudem sei wichtig, dass das Umschalten von Hell zu Dunkel im Bild ausreichend schnell sei – insbesondere wichtig beim HDR-Gaming. Der THX-Gaming-Modus aktiviere sich laut den beiden Partnern automatisch, wenn eine kompatible Konsole oder ein PC verbunden und erkannt werde.

THX-Zertifizierungen haben heute kaum noch Bedeutung

Für eine Zeit lang galten THX-Zertifizierungen, speziell im Audiobereich, als das Nonplusultra. Allerdings verloren diese Kennzeichnungen immer stärker an Bedeutung, weil sich andere Anbieter aufgeschwungen haben und Zertifizierungen von THX mittlerweile in erster Linie dem Marketing dienen. Wir haben den Eindruck, das ist auch beim THX Certified Gaming Mode der Fall. Sicherlich werden aber bald auch andere Anbieter damit werben.

PlayStation 5 und Xbox Series X: So viel kosten sie laut einem Händler

Aktuell geistern neue Preisangaben zu der Sony PlayStation 5 und der Microsoft Xbox Series X durchs Netz. Der französische Händler Carrefour listete zeitweise beide Konsolen zur Vorbestellung.

Dabei decken sich die Preise der PlayStation 5 mit bisherigen Leaks: Die Digital Edition solle 399 kosten. Wer die Konsole mit einem Ultra HD Blu-ray Laufwerk wünscht, der solle laut Carrefour 499 Euro zahlen. Überraschend ist hingegen der Preis, der für die Xbox Series X angegeben wurde: 399 Euro. Sollte Microsoft die Konsole tatsächlich für diesen Preis auf den Markt bringen, wäre das definitiv eine extrem aggressive Kampfansage.

Wir halten jenes für unwahrscheinlich, aber nicht für unmöglich: Microsoft muss mit Kampfgeist kontern, da die PS4 die Xbox One in der vorherigen Konsolengeneration komplett in den Schatten gestellt hat. Außerdem rückt Microsoft mehr und mehr vielmehr seine Dienste wie den Xbox Game Pass Ultimate ins Zentrum, für den das Unternehmen langfristige Pläne hat und auch gewillt ist zunächst Verluste in Kauf zu nehmen.

Carrefour PS5
PS5: Französischer Händler listete sie bereits

Abseits dessen gab Carrefour auch Preise für das Zubehör der PlayStation 5 an. Da scheint es sich aber offensichtlich um Platzhalter zu handeln. Denn sowohl der DualSense-Controller, die entsprechende Ladestation und die Media Remote als auch das Headset und die Kamera für die PS5 waren mit 49,90 Euro gelistet. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass das gesamte Zubehör einen identischen Preis tragen wird.

Händler nennt seltsame Vorbestellungsfristen

Auch ein anderes Detail ergibt keinen Sinn. So nannte Carrefour als Fristen für die Vorbestellungen der Xbox Series X und der PlayStation 5 jeweils den 13. September 2020 bzw. den 3. Oktober 2020. Beide Termine erscheinen uns eher zufällig ausgewählt, denn die Next-Generation dürften nach aktuellem Stand der Dinge im November 2020 auf den Markt kommen.

Die Frontansicht des Playstation 5 DualSense-Controllers: Gut zu erkennen das Mikrofon samt Mute-Taste unterhalb der PS-Taste

Der französische Händler Carrefour hat alle Angaben mittlerweile wieder entfernt. Bleibt zu hoffen, dass auch Microsoft und Sony uns bald mehr zu den Preisen verraten. Immerhin sprach Sony kürzlich über das Zubehör der PS4, das zur PS5 kompatibel sein wird.

8K Film Award: Samsung und das DFF fördern Nachwuchsfilmemacher

Samsung will 8K weiterhin vorantreiben: Gemeinsam mit dem DFF (Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) verleiht man erstmals den 8K Film Award.

Mit dem 8K Film Award werden Kurzfilme prämiert, die, wie der Name schon sagt, in 8K-Auflösung vorliegen müssen. Offenbar ist das für Samsung auch eine Masche, um mehr Kreative zum Filmen in der 8K-Auflösung zu locken. 2020 bietet der Hersteller ja in Deutschland sogar zwei TV-Modellreihen mit 8K an: die Q950T und die Q800T. Auch an einem 8K-Streaming-Angebot sollen die Südkoreaner bereits werkeln. Zusätzlich will man die Kunden auch mit verlängerten Garantien zu seinen besonders hochauflösenden TVs locken.

Das Problem ist eben, dass 8K-TVs aktuell in erster Linie Inhalte hochskalieren dürfen. Denn mit nativem 8K-Material sieht es mehr als dürftig aus. Da ist es also sicherlich kein reiner Altruismis, dass Samsung und das DFF junge Filmemacher bereits auf 8K einstimmen wollen. Im Oktober 2020 soll der Preis für die besten in 8K gedrehten Kurzfilme in den Kategorien Bester Film, Beste Kamera und Bestes Drehbuch verliehen werden. Ideen lassen sich ab sofort einreichen. Aus allen Einreichungen werden 15 Nachwuchstalente ausgewählt, die ihre Idee in 8K Wirklichkeit werden lassen und am Wettbewerb teilnehmen können.

Wer also schon einen Kurzfilm in 8K gedreht hat, kann jenen nicht einfach einreichen. Laut Samsung solle der 8K Film Award zeigen, was mit 8K machbar sei. Interessierte sind aufgerufen, sich bis 27. August 2020 mit ihren Projekten zu bewerben. Die Filmemacher, die ausgewählt werden, dürfen ihr Projekt am Ende mit 8K-Equipment, das von Samsung gestellt wird, umsetzen.

8K-Filmen mit dem Smartphone – Ein Gag am Rande?

Wir wissen aber nicht genau, ob es uns zum Lachen oder zum Weinen bringen soll, dass Samsung angibt, den Filmemachern ein Samsung Galaxy S20 Ultra zum Drehen ihres 8K-Kurzfilms zu leihen. Aufgrund des kleinen Kamerasensors des mobilen Endgeräts nützt dann auch ein 8K-Video wenig, insbesondere nicht, um die Vorzüge der Technik zu demonstrieren. Die Ergebnisse dürften qualitativ selbst um Welten hinter dem liegen, was mit einer Systemkamera oder einem Camcorder mit 4K-Auflösung machbar ist. Des Weiteren will Samsung den Filmemachern auch eine Samsung Portable SSD T7 Touch mit 1 Terabyte Speicherkapazität stellen.

Am Wettbewerb teilnehmen können Kurzfilme, die maximal drei Minuten lang sind und innerhalb von zehn Tagen nach Erhalt des Equipments umgesetzt und eingereicht werden. Ende September werden die fertigen Filme auf der Seite samsung.de/8k-film-award veröffentlicht. Eine Fach-Jury nominiert die gelungensten Beiträge in den Kategorien Bestes Drehbuch, Beste Kamera und Bester Film. Wer gewinnt, entscheidet anschließend das Publikum: Die von der Jury nominierten Kurzfilme treten in einem offenen Voting gegeneinander an.

Am 29. Oktober findet die Ausstrahlung der Verleihung des 8K Film Awards per Livestream statt. Wir sehen die Sache aber eher kritisch, wenn Samsung hier 8K-Videos mit einem Smartphone nutzen will, um die Technik zu bewerben – aus unserer Sicht leider eine Fehlentscheidung.

PlayStation 5: Sony verrät kompatible Peripheriegeräte

Sony hat heute aufgeschlüsselt, welche Peripheriegeräte der PlayStation 4 auch an der PS5 funktionieren werden. So wird etwa der DualShock 4 weiter einsatzfähig bleiben.

Spezielle Peripheriegeräte, wie offiziell von PlayStation lizenzierte Lenkräder, Arcade- und Flug-Sticks können weiterhin für PS5-Spiele und unterstützte PS4-Spiele an der Next-Generation-Konsole genutzt werden. Auch die Wireless-Headsets der Platin- und Gold-Edition sowie weitere Headsets von Drittanbietern, die sich über den USB- oder Audioanschluss verbinden, werden mit der PS5 kompatibel sein. Die Headset-Begleit-App wird hingegen nicht unterstützt, wie Sony bekannt gibt.

Der DualShock 4 Wireless-Controller sowie offiziell von PlayStation lizenzierte Gamepad-Controller von Drittherstellern können für das Spielen von unterstützten PS4-Titeln verwendet werden. Das bedeutet, sie funktionieren zwar nicht für das Spielen von PS5-Titeln, aber eben in Kombination mit älteren Games, die via Abwärtskompatibilität gezockt werden. Sowohl die PlayStation-Move-Motion-Controller als auch der PlayStation-VR-Ziel-Controller können bei unterstützten PS VR-Spielen auf der PS5 verwendet werden.

Auch die PlayStation Camera ist mit auf der PS5 unterstützten PS-VR-Spielen kompatibel. Für den Anschluss wird jedoch ein Adapter notwendig, der PlayStation-VR-Nutzern ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung gestellt werden wird. Wie das Ganze genau ablaufen soll, dazu will Sony in den kommenden Monaten noch Informationen rausrücken. Wir vermuten, dass man sich vermutlich online mit seiner Seriennummer registrieren kann.

PlayStation 5: Sie unterstützt viel PS4-Zubehör

Zu beachten ist, dass somit viel Peripherie der PS4 auch an der PS5 funktionieren wird, das wird aber nicht für alle Artikel gelten. Im Zweifelsfall empfiehlt Sony zu gegebenem Zeitpunkt beim Hersteller nachzufragen. Für Fans von Musikspielen wie „Rock Band 4“ bzw, „Rock Band Rivals“ wäre beispielsweise interessant, ob sie ihre Instrumente an der PS5 verwenden können und Download-Sammlungen übernommen werden können. Dazu hat sich der Entwickler Harmonix aber noch nicht geäußert.

DualSense Controller Playstation 5
DualSense Controller der Playstation 5: Neu mit haptischem Feedback und integriertem Mikrofon

Exklusiv für die PS5 wird es natürlich den neuen Controller DualSense geben. Zudem zeigte Sony auch bereits neue Kopfhörer, eine neue Kamera und auch eine spezielle Multimedia-Remote.

Pluto TV integriert kostenlos die Kindersender Nick Jr. Pluto TV, Nick Pluto TV und Nick Rewind

Der kostenlose Streaming-Anbieter Pluto TV bietet ab heute drei neue Kanäle an. Konkret sind es Nick Jr. Pluto TV, Nick Pluto TV und Nick Rewind.

Pluto TV erfordert keine monatliche Gebühr, denn der Streaming-Anbieter finanziert sich über Werbung. Nach und nach stockt man das Angebot um weitere Kanäle auf. Darüber haben wir ja auch schon berichtet. Ab heute neu mit dabei sind Nick Jr. Pluto TV, Nick Pluto TV und Nick Rewind. Sie zeigen vor allem Inhalte für Kinder bzw. Kinder der 1990er-Jahre. Etwa sind Zeichentrickserien aus der damaligen Zeit dabei – wie „Hey Arnold!“ oder „Rockos modernes Leben“.

Auch Teen-Sitcoms wie „Clarissa“, „True Jackson“ oder „iCarly“ findet ihr bei Pluto TV. Es ist nicht einmal ein Benutzerkonto notwendig, um den Dienst zu verwenden. Im Web bietet Pluto TV sein Streaming aktuell aber nicht an. Stattdessen steht Pluto TV für seine deutschsprachigen Zuschauer über die Amazon Fire TV, Apple TV, Android TV, Sky Ticket und als mobile App im App Store und Google Play Store zur Verfügung.

Nick Jr. Pluto TV soll dabei die Jüngsten ansprechen und vermittelt etwa Inhalte über Tiere, die chinesische Kultur oder Matherätsel. Außerdem mit dabei: „Blue’s Clues – Blau und schlau“, „Zack & Quack“ sowie „Barnyard – Der tierisch verrückte Bauernhof“. Nick Pluto TV zeige wiederum laut Pluto TV die ganze Bandbreite von Nickelodeon: Da sind auch populäre Serien wie „Teenage Mutant Ninja Turtles“, „SpongeBob Schwammkopf und „Die Abenteuer von Kid Danger“ mit von der Partie.

Pluto TV will möglichst viele Zuschauer erreichen

Fehlt noch der dritte neue Sender im Bunde: Nick Rewind. Da wird eben vorwiegend in Serien aus den 1990ern geblickt wie die erwähnten „Instant Mom“, „Clarissa“, „True Jackson“, „iCarly“ u.v.m. Die Website von Pluto TV findet ihr hier. In Zukunft möchte man auch dort das Streaming anbieten, aktuell seid ihr aber noch auf die erwähnten Apps angewiesen.