Europol hat in Spanien ein kriminelles Netzwerk zerschlagen, das illegal Videostreaming anbot und über 2 Mio. internationale Abonnenten verzeichnen konnte.
Mit der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte verdienten die Kriminellen mehr als 15 Mio. Euro. Die Inhalte wurden in Europa, Asien und im Mittleren Osten zugänglich gemacht, die illegalen Profite durch Geldwäsche gereinigt. Europol und Eurojust, die spanische Policía Nacional sowie weitere Ermittlungsbehörden aus Belgien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Rumänien, Schweden, dem Vereinigten, Königreich, den USA und Deutschland waren an der Aufklärung beteiligt.
Teil der Zerschlagung waren auch 15 Hausdurchsuchungen und am Ende 11 Festnahmen – davon auch eine in Deutschland. 16 weitere Personen wurden befragt, um ihre mögliche Mitwirkung an den illegalen Aktivitäten aufzuklären. Der mutmaßliche Anführer des Rings von Kriminellen ist unter den Festgenommenen. Rund 4,8 Mio. Euro wurden beschlagnahmt. Zwei Mio. in Form von Fahrzeugen, eine halbe Mio. Euro in Form in Luxusuhren, Geld, elektronischem Equipment und Kryptowährungen.
Elf Bankkonten mit insgesamt über 1,1 Mio. Euro Guthaben wurden eingefroren und 50 IP-Adressen abgeschaltet, die zu der Infrastruktur der Kriminellen gehörten. Was trieben die Kriminellen genau? 2019 begannen sie damit via IPTV illegal Filme und Serien zu streamen. Dazu gehörten auch rund 40.000 TV-Kanäle, Filme, Dokumentationen und andere digitale Inhalte. Mit extrem günstigen Preisen unterbot man legale Anbieter und sammelte so 2 Mio. Abonnenten ein.
Sogar Kundendienst wurde angeboten
Dabei ging man gewieft vor, denn selbst einen Kundendienst offerierte man den Abonnenten. Letzten Endes konnten sich die Betreiber dabei offenbar mit satten Einnahmen und Gewinnen versorgen, da sei ja keinerlei Lizenzen für die Inhalte erwarben und somit fette Margen abschöpfen konnten. Doch ewig ging das Spielchen eben nicht gut, wie die erfolgreichen Ermittlungen nun unterstreichen.
Welche Strafen die mutmaßlichen Täter erwarten, stellte man noch nicht klar. Unter boten die Kriminellen über Tausende einzelne Websites auch Content von Amazon Prime Video, Netflix und dem Pay-TV-Anbieter HBO feil. Sie agierten auch als Reseller und gaben ihre Streams für andere Kriminelle und deren Portale frei.
Richtig gelesen! Hinter dem 6. Türchen unseres Sommer-Adventskalenders versteckt sich ein 4K OLED Fernseher mit 55 Zoll von Panasonic (TX-55FZW835). Jetzt Gewinnchance nutzen!
Der Panasonic TX-55FZW835 war wohl eines der TV-Modelle, die das OLED-Segment für Panasonic erst so richtig geöffnet hat. Das hier verloste 55 Zoll Modell kann auf unzählige Highlight-Features zurückgreifen, die auch in den Nachfolger-Serien der GZW und HZW-Modelle zum Einsatz kommen. Darunter das optimierte MASTER-OLED-HDR-Display mit absolutem Schwarzfilter und die verbesserte Bildwiederholungsrate dank HCX Superb Motion Drive & Clear Motion. Schon damals hat das Modell der Konkurrenz den Rang in puncto Schwarzwert und Kontrast abgerungen. Zu den weiteren Highlight gehört die Unterstützung für HDR10, HLG und HDR10+, das Quattro-Twin-Tuner-Konzept (DVB-T2/C/S2 + Sat>IP) und einer verbesserten Bildreaktionszeit von rund 20ms.
Der HCX-Bildprozessor „gaukelt“ dem Display mit seinem „Dynamic Scene Optimizer“ vor, dass dynamische Metadaten vorliegen und verbessert Inhalte Szene für Szene. Da fällt es ggf. gar nicht ins Gewicht, dass Dolby Vision HDR bei diesem Modell noch nicht zum Einsatz kam. Was ebenfalls auf die Haben-Seite der Bildqualität spielt, ist der HDR Brightness Enhancer. Die Helligkeitseinstellungen werden an die Umgebungshelligkeit angepasst und liefern dadurch ein immer detailreiches Bild ab!
Wer sich davon überzeugen möchte, dass das Modell trotz seiner Markteinführung in 2018 noch auf der Höhe der Zeit ist, kann das Gerät gerne gegen die 2019er Modelle (GZW) oder die verfügbaren 2020er Fernseher (HZW) vergleichen. Letztere bieten mittlerweile „Vollausstattung“ inkl. Dolby Vision IQ, Filmmaker Mode inkl. Intelligent Sensing, einer neuen BFI (Black Frame Insertion) uvm.
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Sony hat gestern nicht nur seine neue Spielekonsole, die PlayStation 5, endlich enthüllt. Auch viele Spiele zeigte man – teilweise mit beeindruckendem Material.
Man startete jedoch recht enttäuschend: 2021 soll „GTA V“ für die PlayStation 5 erscheinen. Der erste Trailer ähnelte stark der PS4-Version und enttäuschte Zuschauer des Events. So stieg erst die Spannung, da das Rockstar-Logo Hoffnungen auf einen Knaller weckte – „GTA VI“ wäre natürlich direkt zum Start des Events eine Bombe gewesen. Doch so startete Sony so enttäuschend, wie man sich das nur vorstellen konnte.
Glücklicherweise legten die Japaner danach ordentlich nach. Im Gegensatz zu Microsofts letzter Xbox-Präsentation, bei der man den Begriff „Gameplay“ extrem lose auslegte, zeigte Sony tatsächlich zu vielen Titeln echtes Gameplay – auch wenn ebenfalls vielfach nur Cutscenes zu sehen gewesen sind. Zudem winkten auch viele Cross-Generation-Titel, bei denen man sofort ausmachte, dass die Leistung der PS5 wohl nicht wirklich angezapft wird.
„Spider-Man: Miles Morales“ soll noch 2020 erscheinen, es ist aber unklar, ob es sich hier um einen vollwertigen Nachfolger für „Spider-Man“ handeln wird oder um ein kürzeres Spin-Off. Leider präsentierte Sony hier in erster Linie Cutscenes.
„Gran Turismo 7“ folgte – wird viele Rennspiel-Fans begeistern und zeigt beeindruckende Technik. Da kann die PS5 also wohl ihre Muskeln spielen lassen.
Das neue „Ratchet & Clank: Rift Apart“ solle laut den Entwicklern „Raytraced Reflections“ einsetzen. Dennoch ähnelt die Grafik auf den ersten Blick stark der bereits sehr gut aussehenden PS4-Vorgängerversion. Ein Next-Generation-Wow-Effekt bleibt also bis zu dieser Stelle aus.
Square Enix zeigte dann aber den PS5-Exklusivtitel „Project Athia“ – dieses Spiel erinnert am ehesten an die Demo der Unreal Engine 5, die Sony und Epic vorab präsentierten. Bleibt zu hoffen, dass das Spiel wirklich in nächster Zeit erscheint und nicht jahrelang in der Development Hell versumpft, wie so manch anderer Titel des Publishers.
Sony hat noch kein klares Launch-Lineup genannt
Es fällt auf, dass Sony kein klares Launch-Lineup für die PlayStation 5 nennt. Viele Games werden erst für 2021 angekündigt oder tragen noch gar kein Erscheinungsdatum.
„Stray“ etwa wird erst 2021 folgen und scheint eher in die Indie-Ecke zu gehen. Man verkörpert eine Katze in einer futuristischen Stadt voller Roboter.
Mit „Returnal“ folgt ein Sci-Fi-Third-Person-Shooter, dessen Gameplay auf den ersten Blick eher generisch wirkt, während die Cutscenes sehr beeindrucken.
Eine Überraschung: Sackboy kehrt zurück und darf sich auch wieder Sackboy nennen. Zwischenzeitlich sprach Sony ängstlich nur noch von Sackpeople. „Sackboy – A big Adventure“ könnte ein familienfreundliches Geschicklichkeitsspiel werden, das durchaus spaßig wirkt.
Es folgt das arg krawallige „Destruction Allstars“, was wohl „Fortnite“-Fans eine Alternative anbieten soll. Da ist die Zielgruppe offenbar klar abgesteckt.
Ember Labs „Kena – Bridge of Spirits“ – „The Legend of Zelda“ meets „Pikmin“ ist unser erster Eindruck. Das Spiel kann man sicherlich im Auge behalten!
2021 folgt zudem „Goodbye Volcano High“ – es soll ein Adventure mit dem Fokus auf der Story sein. Der Titel wird aber auch für die PS4 und den PC erscheinen. Viel verrät die Cutscene aus dem Trailer leider noch nicht.
Die Sony PlayStation 5 bietet ein sehr diverses Spiele-Angebot
Es wird bereits klar, dass die gezeigten Games sehr unterschiedlicher Natur sind. So präsentiert Sony sehr diverse Titel, um verschiedenste Geschmäcker anzusprechen.
„Oddworld: Soulstorm“ setzt das beliebte Franchise vor, führt aber im Trailer erst einmal primär mit Cutscenes in die Welt ein.
„Ghostwire: Tokyo“ soll für die PS5 und den PC erscheinen, sieht aber noch sehr nach einem PS4-Titel aus. Vermutlich begann die Entwicklung auf der letzten Konsolengeneration und wurde dann kurzfristig zur PS5 verlagert, zumindest macht die gezeigte Grafik diesen Eindruck.
„Jett: The Far Shore“ kredenzt eine diffuse Science-Fiction-Atmosphäre, über das Spiel selbst erfährt man im Video aber noch wenig.
Der Fantasy-Klopper „Godfall“ bietet den größten Marketing-Fail des Abends, denn die Rap-Musik passt so gar nicht zu diesem Titel.
2021 soll „Solar Ash“ erscheinen. Das Gameplay und die Grafik des Titels wären aber sicherlich problemlos 1:1 auf der PS4 möglich gewesen.
NBA 2K21″ sollte sich nicht mit seiner Grafik beweisen, sondern damit, dass es hoffentlich in diesem Spiel wieder mehr um Basketball geht – und nicht um Mikrotransaktionen und Casino-artige Minispielchen.
„Hitman III“ zeigte in einem zusätzlichen First Look abseits des obigen Trailers auch etwas Gameplay. Den Abschluss der Trilogie nimmt man sicherlich gerne mit. Der Titel soll im Januar 2021 erscheinen.
„Bugsnax“ stammt von den „Octodad“-Entwicklern und das sieht man im Trailer auch. Wer auf derartige schräge Spiele geht, wird sicherlich seinen Spaß haben.
„Demon’s Souls“ wird ein Remake für die PS5 erhalten – wann das Spiel erscheinen soll, ist aber offen.
„Deathloop“ wurde auch schon von Microsoft gezeigt. Bethesda steckt hinter diesem sehr durchgestylten Titel über einen Time Loop – könnte ein spannendes Game werden.
„Little Devil Inside“ sieht ebenfalls gar nicht so uninteressant aus – mal sehen was das fertige Spiel anbietet.
2021 folgt auch „Resident Evil Village“ das im First-Person-Stil von „Resident Evil VII“ weitermacht.
„Pragmata“ zeigt uns eine spannende Science-Fiction-Cutscene, aber vom eigentlichen Gameplay sehen wir leider noch nichts.
„Horizon: Forbidden West“ ist dann Sonys neuer Knaller: Auf das Spiel warten sicherlich die meisten PlayStation-Fans. Leider nannten die Japaner bzw. die Entwickler Guerilla Games noch keinen Erscheinungszeitraum. Somit ist wohl frühestens 2021, wenn überhaupt, mit diesem Game zu rechnen.
Sony hat zum Schluss des PlayStation 5-Events das Design der Next-Generation-Konsole enthüllt. Nicht nur das Aussehen überrascht, die PS5 soll auch in 2 Varianten mit und ohne Laufwerk in den Handel kommen.
Wir haben nicht daran geglaubt, wurden jedoch eines Besseren belehrt. Sony Interactive Entertainment hat das Design der PlayStation 5 enthüllt. Und was sollen wir sagen, wir hätten nie gedacht, dass die Konsole so aussieht. Irgendwie können wir noch gar nicht so richtig glauben, was uns gerade präsentiert wurde. Irgendwie erinnert das System uns an eine Mischung der unzähligen Mockups, die in den letzten Monaten das Internet geflutet haben. Funktionell und irgendwie aus einer anderen Welt. Das System ist wohl hauptsächlich darauf ausgelegt hochkant betrieben zu werden, was auf das Lüfterkonzept zurückzuführen ist. Zumindest hat es so den Anschein, da das System mit Standfuß präsentiert wurde. Die Playstation kann mit dem mitgelieferten Standfuß hochkant sowie waagerecht in Betrieb genommen werden.
Die Playstation 5 Konsolen mit und ohne 4K Blu-ray Laufwerk, der DualSene Controller und weiteres Zubehör (Kopfhörer, Fernbedienung, Kamera)
Playstation 5 mit und ohne Laufwerk
Das Design wird sicherlich die Geschmäcker spalten. Schon die Farbgebung in Weiß/Schwarz mit blauen Lichtelementen dürfte nicht jedem gefallen. Ich persönlich muss mich ehrlich gesagt erst einmal daran gewöhnen. Doch nicht nur das, Sony hat gleich zwei Varianten, einmal mit und einmal ohne 4K Blu-ray Laufwerk (Ohne = All Digital), angekündigt. Versucht Sony erneut sich gegen physische Medien zu stellen? Kann eine Konsole die ihre Spiele und Add-Ons ausschließlich über das Internet bezieht funktionieren? Wir denken da an die Xbox One S All-Digital-Edition, die jetzt sicherlich keinen reißenden Absatz bei Microsoft verursacht hat. Zudem stellt sich die Frage, wie viele Konsolen werden mit und wie viele ohne Laufwerk produziert. Wenn laut Analysten nur 5-6 Millionen im ersten Quartal nach Release in den Handel gelangen, wäre es sicherlich fatal, wenn über 30% alls All-Digial-Variante ausgeliefert werden. Ich persönlich werde auf jeden Fall zur Variante mit Laufwerk greifen.
Der PS5 DualSense Wireless Controller
USB-A und UBS-C Anschluss
Anhand der Abbildungen lässt sich vermuten, dass die Konsole in der Höhe um die 28 cm misst (wenn der Controller um die 8cm hoch ist). Im Gegensatz zur Xbox Series X gleicht das System weniger einem Quader, sondern ist eher flach in die Tiefe gezogen. Vielleicht ermöglicht das Design auch einen Betrieb im Liegen. Übrigens, an der Front der Konsole befinden sich lediglich ein USB-A und ein USB-C-Anschluss. Dieser dient sicherlich zum Laden der Controller bzw zum Anschluss des Zubehörs. Einen Blick auf die Rückseite der Konsole mit den anderen Anschlüssen gewährte Sony nicht.
Pulse 3D Wireless Headset
Neue Peripherie: Das PS5 Pulse Wireless Headset
Zudem hat Sony zusätzliche Peripherie angekündigt. Neben den bereits vorgestellten PlayStation 5 DualSense Wireless Controller wird es noch das „Pulse 3D Wireless Headset“ geben. Die Over-Ear-Kopfhörer werden sicherlich von den Fähigkeiten der Tempest 3D Audio Engine Gebrauch machen. Neben Gaming soll mit der Media Remote auch die beliebte Zweitnutzung, das Streaming von audiovisuellen Inhalten, in den Fokus gerückt werden. Ob dieses Zubehör aber wirklich nötig ist, wird jeder Nutzer für sich selbst entscheiden müssen.
PS5 HD Kamera
PS5 Dual Charging Station
Zudem wurde noch eine „HD-Kamera“ (wirklich nur HD?) und eine „Dual Charging Station“ für den PS5 DualSense Controller angekündigt. Über den genauen Termin und Preis der Playstation 5 und deren Zubehör schweigt sich Sony (wie zu erwarten war) aus. Sony hat mit diesem Event wieder etwas Boden zur Konkurrenz gut gemacht. Zu den vorgestellten Spielen werden wir uns in einen eigenen Beitrag äußern.
Wie fandet ihr das PS5 Event?
Wie fandet ihr die Vorstellung? Genau das, was ihr erwartet habt, oder wart ihr etwas enttäuscht? Wie sieht es mit dem Design der Konsole aus und wie findet ihr die Variante ohne 4K-Blu-ray-Laufwerk? Lasst es uns unten in den Kommentaren wissen!
Nvidia hat mit GeForce Now einen eigenen Game-Streaming-Dienst ins Rennen geschickt, der aktuell aber nicht auf allen Geräten zur Verfügung steht. Offenbar will man bald weitere Geräte mit Android TV beglücken.
Wer nämlich derzeit GeForce Now an einem Gerät mit Android TV nutzen will, der hat keine große Auswahl: Nur an der Nvidia Shield TV (hier unser Test) ist GeForce Now nutzbar. Das ist im Grunde eine verwunderliche Entscheidung, gibt es doch ausreichend andere TVs und Streaming-Boxen, welche ebenfalls auf das Betriebssystem aus dem Hause Google setzen. Erwähnenswert wären da beispielsweise zahlreiche 4K-Fernseher von Philips, Sony und Xiaomi.
Tatsächlich haben es einige Nutzer sogar schon via Sideload geschafft die App für Nvidia GeForce Now auf ältere 4K-TVs von Sony aus dem Jahr 2015 sowie auf die Xiaomi Mi Box S zu hieven. Wie nun in der neuen Version der App verraten wird, hält nun Unterstützung für die LG U+ UHD3 Set-Top-Box Einzug. Dieses Gerät wird aber nur in Südkorea angeboten. Trotzdem ist das bemerkenswert, denn ist abseits der Shield TV das erste Gerät mit Android TV, das GeForce Now erhält. Damit sollten sich die Tore also hoffentlich öffnen.
Einige Spieleentwickler distanzieren sich vom Gamestreaming-Anbieter „GeForce Now“
Der Start von GeForce Now verlief allerdings nicht unproblematisch: Nach dem Launch stiegen nach und nach namhafte Publisher wie Bethesda, die Xbox Game Studios und Activision Blizzard aus – da konnte auch Ubisoft als Neuzugang keinen Ausgleich schaffen. So beäugen Entwickler und Publisher GeForce Now skeptischer als etwa Google Stadia, weil bei GeForce Now kein neuer Spielekauf notwendig ist. Stattdessen setzt der Dienst von Nvidia auf bestehenden Spielesammlungen auf.
Welcher Cloud-Gaming-Dienst wird das Rennen machen?
Cloud-Gaming ist zwar derzeit in aller Munde, wird sich aber wohl erst langfristig durchsetzen. Google Stadia etwa musste viele Schelte einstecken, da man erst mit bombastischer Leistung warb, aber oft in der Grafikqualität hinter der Xbox One X zurückstehen muss. GeForce Now hat wiederum Probleme aufgrund des Geschäftsmodells bei den Publishern Akzeptanz zu finden. PlayStation Now hingegen existiert seit Jahren, bleibt aber bisher eine Randerscheinung.
Vielleicht kan Microsoft da etwa drehen, denn Project x Cloud, der Game-Streaming-Dienst der Redmonder, soll direkt mit dem Xbox Game Pass verknüpft werden. Das dürfte also auch für Menschen interessant sein, die keine Konsole und keinen PC besitzen, aber gerne Titel wie „Halo Infinite“ als Teil einer Flatrate zocken möchten.
Microsoft weist in einem neuen Blog-Post auf die Vorteile der Xbox Series X. Das Veröffentlichungsdatum dürfte nicht gerade zufällig gewählt worden sein.
Gestern hat Microsoft einen neuen Artikel veröffentlicht, in dem man noch einmal ausgiebig die Vorteile der kommenden Xbox Series X hervorhebt. Auch mit Seitenhieben auf die in der Leistung unterlegene Sony PlayStation 5 ist man dabei alles andere als sparsam. Den Zeitpunkt der Veröffentlichung hat man sicherlich bewusst gewählt, da heute Abend ja ein Event zur PS5 ansteht. Unter anderem hebt Microsoft dabei die umfangreiche Abwärtskompatibilität der Xbox Series X hervor – da verwirrte Sony seine Nutzer zuletzt ja leider eher und es ist zumindest klar, dass zum Launch der PS5 nur ein Teil der PS4-Bibliothek auf der PS5 laufen wird. An der Xbox Series X können ältere Games zudem die volle Leistung anzapfen: Höhere Framerates und Auflösungen sowie kürzere Ladezeiten sollen die Folge sein.
Microsoft betont weiterhin, dass die Xbox Series X „die leistungsfähigste Next-Generation-Konsole“ sei und unerreichte 12 TFLOPS Grafikleistung biete. 15 Xbox Game Studios arbeiten aktuell an Titeln für die Konsole. Dabei betonen die Redmonder auch die von Sony abweichende Strategie, welche weniger auf Exklusivität abzielt. Als Grund nennt man, dass 80 % der Konsolenbesitzer parallel auch am PC oder mobil zocken. Daher drehe sich die nächste Konsolengeneration nicht nur um die Hard-, sondern auch um die Software. Xbox Live, den Xbox Game Pass und das Streaming-Angebot Project xCloud werde man daher aggressiv vorantreiben.
Xbox Series X: Diese Badge kennzeichnet kompatible Titel
Ein Zwinkern Richtung Sony: Microsoft hebt hervor, dass man auch „beim GDDR6-RAM die höchste Bandbreite jeder Next-Generation-Konsole“ erreiche, denn das Gros des Arbeitsspeichers ist an der Xbox Series X schneller angebunden, als bei der Sony PlayStation 5. Es gehe aber nicht nur um die Rohleistung, sondern auch um neue Technologien wie Variable Rate Shading (VRS), was die Xbox Series X unterstützt – für die PS5 wurde das bisher leider noch nicht offiziell bestätigt, Entwickler von z. B. Activision haben aber erklärt, dass auch die PS5 das Feature biete.
Smart Delivery: Zieht Sony endlich nach?
Auch Smart Deliery hebt Microsoft abermals hervor: Über Smart Delivery wird sichergestellt, dass ihr an der Xbox Series X Spiele nicht noch einmal kaufen müsst, wenn ihr sie schon für die Xbox One besitzt. Stattdessen erhaltet ihr, erscheint ein Game auch für die neue Konsole, ein Update, dass alle Features der Next-Gen-Version nachrüstet. Dadurch ist der separate Verkauf von beispielsweise Remastered-Versionen eigentlich nicht mehr notwendig. Ob Sony ein ähnliches, sehr kundenfreundliches Feature bieten wird, ist derzeit offen.
Die Microsoft Xbox Series X bietet 12 TFLOPS
Auch die Unreal Engine 5 erwähnte man kurz, zu jener zeigten Epic Games und Sony ja eine gemeinsame Präsentation. Auch an der Xbox Series X finde die Engine freilich Verwendung und sie treibe etwa „Senua’s Saga: Hellblade II“ an. Doch warten wir es ab, denn Microsoft will im Juli das nächste Online-Event anberaumen und da vor allem First-Party-Spiele zeigen. Heute Abend ist aber erst einmal Sony voll und ganz am Zug.
Auf Amazon.co.uk sind mehrere Dummy-Artikel für die neue Playstation 5 sowie für neue Spiele aufgetaucht. Der Artikel „2020 Dummy ASIN Sony PS5 1 2TB“ wurde kurzzeitig für 599 britische Pfund (ca. 670 Euro) angeboten.
Es wäre schon ein großer Zufall, wenn die vor kurzem aufgetauchten Listungen für die PlayStation 5 und den dazu passenden Spielen nicht im Zusammenhang mit der morgigen Sony Präsentation „The Future Of Gaming“ stehen würden. Im britischen Amazon-Shop tauchte für eine kurze Zeit ein Dummyartikel für eine 2TB PlayStation 5 auf, die für 599 britische Pfund gelistet wurde. In der Artikelbeschreibung wurde zudem eine Variante mit 1TB angeboten, ebenfalls für 599 britische Pfund. Somit wird es sich hierbei womöglich nur um einen Platzhalter-Preis handeln. Wie dem auch sei, einige Nutzer haben es sogar geschafft den Artikel zu ordern, bevor er kurz darauf von der Amazon-Seite und dem Google Cache verschwand. Sie erhielten sogar eine Bestellbestätigung:
Listung, Bestellung und Bestellbestätigung der PlayStation 5 über Amazon.co.uk || Bilder: @Wario64/Twitter
Dummy-Artikel für Playstation 5 Spiele
Es liegt also nahe, dass Amazon die Artikel für eine Indexierung bereits heute (oder schon früher) angelegt hat um morgen die voll ausgestattete Produktbeschreibung auf „Knopfdruck“ online zu stellen. Und nicht nur die PS5 Konsole, auch neue Spiele wurden bereits als Dummy-Artikel gesichtet, unter anderem „Konami Game 2 PS5„, „Take 2 (Rockstar) PS5“, „Take 2 (2K) Game 1 PS5„, „Koch Game 2 PS5“ „Namco Bandai Game PS5“, oder „Bethesda Game PS5“. Dahinter verbergen sich die Projekte der im Titel befindlichen Entwickler. Über die Amazon API konnten noch weitere Titel für die PlayStation 5 und für die Xbox Series X ausfindig gemacht werden.
Dummy-Spiele von Konami, Bethesda, Rockstar uvm.
In der Kategorie PlayStation 5 sollen sich bereits 118 Dummy-Artikel befinden. Dabei handelt es sich um Spiele, Konsolen sowie Zubehör. Für die Xbox Series X wurden 132 Dummy-Artikel gezählt. Für die meisten Artikel werden lediglich die ASIN, Dummy-Titel und Deeplinks ausgespielt. Die Links führen jedoch meist nur zu nicht (oder nicht mehr) vorhandenen Seiten. In den Titel konnten folgende Publisher (für beide Plattformen) identifiziert werden: Konami, Bethesda, Rockstar, Koch/DeepSilver, Namco Bandaii, EA, Microsoft, Sony, Take 2/2K, Warner, SEGA, Activision und Ubisoft.
Und nicht nur Großbritannien bereitet sich vor. Auf Amazon.com kann bereits das erste Spiel für die PlayStation 5 und Xbox Series X vorbestellt werden. „SCARLET NEXUS“ von Namco Bandai:
Scarlet Nexus für PlayStation 5 und Xbox Series X vorbestellbar
Wir wären echt freudig überrascht, wenn wir ab morgen die PlayStation 5 Konsole und Spiele vorbestellen könnten. So ganz glauben wir noch nicht daran. Dass die Dummy-Artikel so kurz vor dem PS5-Event auftauchen wäre dann aber doch ein großer Zufall.
Samsung hat heute eine neue Aktion gestartet: Beim Kauf ausgewählter TVs erhaltet ihr ein Smartphone gratis dazu. Außerdem gibt es Cashback für einige Soundbars.
Samsung legt dabei je nach Aktions-TV als kostenlose Dreingabe ein Galaxy S20, S10+ oder A80 bei. Wie immer hat die Sache aber natürlich einen Haken im Kleingedruckten: Wollt ihr wirklich das aktuelle Samsung Galaxy S20 abstauben, dann müsst ihr schon zu einem hochpreisigen 8K-TV aus dem Jahr 2020 (Q950T und Q800T) oder dem Q950R aus dem letzten Jahr greifen.
Ähnlich gestaltet es sich beim Cashback, der bis zu 150 Euro beträgt. Diese Summe gibt es aber nur, wenn ihr den QLED Gaming Monitor CRG94 erwerbt. Bei den Soundbars wiederum ist die maximale Cashback-Summe 100 Euro. Jene dürft ihr mitnehmen, wenn ihr zum aktuellen Top-Modell, der Samsung HW-Q90R (hier unser Test), greift. Erst kürzlich erhielt dieses Exemplar ein Update, welches Unterstützung für eARC nachgerüstet hat.
Samsung: Diese Soundbars gibt es ab sofort mit Cashback
Wer direkt im hauseigenen Online-Shop von Samsung zuschlägt, muss den Cashback im Übrigen nicht erst beantragen – er wird direkt im Warenkorb abgezogen. Bei teilnehmenden Händlern sieht es dann anders aus. Ihr müsst euch nach dem Kauf mit eurem Aktionsgerät, der Seriennummer sowie dem Kassenbon / der Rechnung auf dieser Aktionsseite bis spätestens 14.07. bzw. 30.07. im Falle von Hausgeräten registrieren. Dann erhaltet ihr den Cashback-Betrag anschließend als Überweisung.
Auch Samsungs Lifestyle-TVs nehmen teil
Neben Samsungs QLED-Modellen nehmen auch die Lifestyle-Fernseher The Serif und The Frame teil. Kauft ihr etwa einen The Serif, erhaltet ihr ein Samsung Galaxy A80. Im Falle von The Frame könnt ihr das gleiche Smartphone mitnehmen – bei dem größten Modell mit 75 Zoll ist es sogar das Galaxy S10+.
Samsung hievt viele Geräte in seine aktuelle Aktion
Samsung steigert die Aktion sogar noch etwas. Denn je nach Modell sind umfassende Entertainment-Pakete enthalten. Da gibt es bis zu 12 Monate DAZN, waipu.tv und Sky Ticket gratis. Außerdem kommen 6 Monate HD+ und bei den Q950T noch 12 Leihfilme bei Rakuten TV dazu. Samsung tut also quasi alles, um den Lauf seiner QLED-LCDs schmackhaft zu machen.
Samsung gibt auch umfangreiche Entertainment-Pakete bei
Solltet ihr das PDF zur Aktion mit allen Teilnahmebedingungen noch einmal selbst studieren wollen, dann findet ihr es hier zum Download. Erwähnt sei, dass auch noch die Kühl-Gefrierkombination RB5000 und die Samsung AddWash Waschmaschine an der Juni-Promotion teilnehmen. Da gibt es jeweils 100 Euro Cashback zurück.
Wie BusinessKorea meldet, gehen erste interne Komponenten für die PlayStation 5 ab dieser Woche in Produktion. Der NAND-Flashspeicher soll als Erstes in Masse gefertigt werden.
Die NAND-Speicherchips ist womöglich eines der wichtigsten Komponenten der neuen Spielekonsole. Die PS5 soll mit einer 825 GB Solid State Drive ausgeliefert werden, die perfekt auf die 12-Kanal-Schnittstelle zugeschnitten ist. Der SSD besteht dabei aus NAND-Flashmodulen, die die Ingenieure bei Sony in den letzten Wochen und Monaten wach gehalten haben. Das Unternehmen hat sich NAND-Teile von verschiedenen Herstellern angesehen, um am Ende ein optimales Preis-Leistungsverhältnis für den Speicher zu bekommen. Dieses Bauteil soll jetzt in „Masse“ gefertigt werden.
5-6 Millionen PS5 im ersten Quartal
Die Speicherkomponente liefert die Voraussetzung für die Performance der PlayStation 5. Die NAND-Chips sind aber alles andere als günstig. Das Angebot wird der Nachfrage nicht gerecht und Sony wird das Produktionsvolumen im ersten Quartal nach Release der PS5 wohl beschränken müssen. Laut Sonys Finanzbericht möchte Sony um die 5 bis 6 Millionen Exemplare bis März 2021 produzieren. Von der PlayStation 4 wurden in den ersten beiden Quartalen nach Marktstart rund 7.5 Millionen Exemplare abgesetzt. Es wird sich zeigen, ob diese Mengen für einen weltweiten Marktstart ausreichen.
Die bestätigten Hardware-Spezifikationen der PlayStation 5
Die PlayStation 5 und Xbox Series X werden als wichtige Treiber für die Halbleiter-Industrie. Die Umsätze mit NAND-Speicherchips könnten allein in 2020 einen Push von rund 5% erfahren. Ob sich bereits andere Hardware-Komponenten der PS5 in Produktion befinden, konnten wir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels nicht in Erfahrung bringen. Sollte die Konsole im November 2020 in den Handel kommen, blieben Sony noch rund 5 Monate für die Produktion. Analysten spekulieren jedoch eher auf einen Dezember-Release.
Neue Informationen könnte es bereits zum Playstation-5-Event „The Future Of Gaming“ am 11. Juni 2020 (22 Uhr) geben. Wir können nur hoffen, dass Sony Interactive Entertainment nicht nur beeindruckende Gameplay-Szenen präsentiert, sondern vielleicht auch ein Wort über das Design oder den Release der Playstation 5 verliert.
Die 2017er Neuverfilmung/Sequel von Jumanji war DER große Überraschungserfolg im Kino weltweit. Fast eine Milliarde Dollar hat das von Jake Kasdan inszenierte Remake seinerzeit eingespielt und war damit weit erfolgreicher als das 1995er Original mit Robin Williams. Zu verdanken hatte der Film das nicht nur seinen erwachsen gewordenen CGI-Effekten, sondern vor allem seiner Besetzung. Der mittlerweile herrlich selbstironisch agierende Dwayne Johnson führte das Quartett an, das von Kevin Hart, Jack Black und der wunderbaren Karen Gillan ergänzt wurde. Nach solch einem durchschlagenden Erfolg war klar, dass es eine Fortsetzung geben würde. Neben dem eine Woche später gestarteten Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers konnte sich Jumanji – The Next Level erstaunlich gut etablieren und spülte für Sony Pictures erneut knapp 800 Mio. Dollar in die Kasse. Kein Wunder, dass bereits über ein weiteres Sequel … aber bleiben wir erst einmal bei diesem.
The Next Level setzt zunächst auf das altbewährte Konzept. Was sollte man auch abändern, wenn es darum geht, erneut in das gleiche Spiel einzutauchen. Die auffälligste Änderung ist deshalb das Hinzufügen von neuen Figuren zum aus dem ersten Teil bekannten Cast.
Mit Danny DeVito und Danny Glover ergänzte man die Charaktere in der realen Welt um zwei deutlich ältere Herren. Als Spencers Opa Eddie gebührt DeVito bereits von Beginn an ein augenzwinkernder Auftritt. Glover hingegen spielt Eddies alten Kumpel Milo. Die Tatsache, dass gemeinsam mit Fridge und Martha nur zwei der bekannten Teenies ins Spiel eindringen, während Spencer in selbigem verschwunden ist und Bethany außen vor bleibt, ist allerdings nur die halbe Miete. Hinzu kommt, dass nur Martha ihre angestammte Rolle der Ruby Roundhouse erfüllen darf, während Fridge sich von seinem Dasein als „Mouse“ Finbar erholen darf und in Sheldon Oberons Körper gastiert. Alleine das sorgt schon für ein paar Lacher.
Wieder am Start, auch wenn zum Teil andere in den Körpern stecken
Den meisten Spaß hat man allerdings erneut mit Dr. Smolder Bravestone und Franklin „Mouse“ Finbar. Der soeben erst an der Hüfte operierte Opa Eddie gibt Dwayne Johnson erneut Anlass für eine mehr als augenzwinkernde Performance. Wenn er immer wieder erstaunt auf seine massiven Unter- und Oberarmmuskeln schaut, als hätte er sie noch nie gesehen (was für Opa Eddie in seinem Körper zweifelsohne gilt), dann kann man dem hünenhaften Ex-Wrestler diese vermeintlich selbstverliebte, aber eben so charmant selbstironisch gespielte Ader einfach nicht übel nehmen. Außerdem gibt er anfangs einen herrlich überdrehten Bravestone, wenn er DeVitos Schauspiel zu imitieren versucht.
Kevin Hart, und das ist fast ebenso witzig, ist dieses Mal eben nicht überdreht, weil der sanftmütige Milo in ihm steckt. Auch Hart kann deshalb zeigen, dass er auch noch anders kann. Die ständigen Kabbeleien der beiden, die aus ihren echten Leben her rühren, sorgen für zahlreiche (auch slapstickhafte) Gags. Dass man die Spezialfähigkeiten und Schwächen der Avatare leicht verändert hat, sorgt dann an anderer Stelle für Abwechslung (und Verwirrung unter den Protagonisten).
Opa Eddie hat zwar eine schwache Hüfte, doch hinter den Ohren steckt’s faustdick
Neben dem erneut leidenschaftlich und humorvoll aufspielendem Cast sind auch hier wieder die Actionszenen der zweite Unterhaltungsfaktor. Ein bisschen mehr Varianz gibt es dieses Mal, wenn es aus dem Dschungel in die Wüste geht, zur Hälfte des Films ein dunkles Banditendorf zum Schauplatz wird und es später sogar sibirisch kalt wird. Gemeinsam müssen die Avatare vor wild gewordenen Straußen flüchten, in einer waghalsigen und sehr stark an Videogames angelehnten Sequenz über umher schwebende Brücken balancieren oder den Showdown in sibirischer Eiseskälte absolvieren. Das macht aufgrund seiner Rasanz genauso viel Spaß wie im Vorgänger.
Wer allerdings Innovation sucht; wer sich denkt, die Geschichte würde tatsächlich auf ein „höheres Level“ gehievt, der sieht sich enttäuscht. Die Storyline um das magische Amulett, das gefunden werden muss, um Jumanji zu retten, ist so dünn wie Zeitungspapier. Tatsächlich dient sie ohnehin nur dazu, von einer Actionszene in die nächste zu geleiten – quasi eine Randerscheinung; eine Cutscene, die man überspringt, um endlich weiter zocken zu können, weil sie inhaltlich ohnehin unbedeutend bleibt. Das kann man sicherlich bemängeln, wenn man auf eine etwas tiefgründigere Story gehofft hatte, die auch noch mehr Hintergründe zur Herkunft des Spiels offenbart hätte. Immerhin taugen die Verwicklungen in Jumanji – The Next Level aber dazu, dass sich die Menschen, die in den Avataren stecken, aussprechen können; dass persönliche Schwierigkeiten aus der Vergangenheit ausgepackt und verhandelt werden. Am Ende reicht’s dann für ein bisschen Versöhnlichkeit und eine deutliche Anspielung auf das geplante zweite Sequel.
Jumanji 2 – The Next Level ist komplett digital aufgenommen worden. Von dem Material in 3.4K hat man allerdings ein 2K-Digital-Intermediate gezogen, das für die UHD wieder hochskaliert wurde. Jumanji 2 ist nach Zombieland 2 auch gleichzeitig der zweite Film in Deutschland, dessen UHD mit dem IMAX Enhanced Label ausgestattet ist. Es kommt also auch hier ein Bildverbesserungs-Algorithmus zum Einsatz, bei dem das Material entrauscht wird. Dies geschieht nach den Maßgaben der jeweiligen Filmemacher. Während dieses von Rauschen befreite Bild auf sämtlichen TVs wiedergegeben wird, schalten IMAX-Enhanced-zertifizierte Fernseher zusätzlich noch in einen kalibrierten Wiedergabemodus. Derzeit sind das allerdings nur bestimmte Sony-TVs. Die Tatsache, dass IMAX Enhanced an Bord ist, bedeutet übrigens, dass man auf Dolby Vision (das der Vorgänger noch hatte) hier verzichten muss. Denn Dolby ist Konkurrent von DTS und DTS ist Kooperationspartner von IMAX Enhanced beim Ton.
Bei Zombieland – Doppelt hält besser hatte die Rauschminderung leider ein paar sehr weiche Einstellungen von Gesichtern zum Resultat – ein Ergebnis der zu starken Rauschfilterung. Bei Jumanji – The Next Level fallen ähnliche Probleme deutlich weniger stark auf. Lediglich in den ganz dunklen Szenen nach 95 Minuten wirkt Gillans Gesicht schon mal etwas zu soft
Die UHD zeigt ein jederzeit souveränes und mustergültiges Bild mit satten Kontrasten
Close-ups der altgedienten Herren De Vito und Glover hingegen zeigen deren Charaktergesichter derart plastisch, dass man jedes einzelne Härchen im grauen Dreitagebart oder auf dem Kopf einzeln zählen kann. Dazu ist die Bildruhe in der Tat sensationell gut. Wer hier noch Körnung oder Rauschen entdeckt, trägt vermutlich Lupen als Brillengläser. Kontraste sind noch mal stärker als über die Blu-ray und liefern jederzeit beeindruckend strahlkräftige Bilder mit dennoch sattem Schwarz. Strahlkraft ist ein gutes Wort, denn die 6248 Nits maximale Helligkeit (ja, HDR10 ist bis 10.000 Nits spezifiziert) und die 902 Nits maximaler durchschnittlicher Lichtstärke sorgen für großartige Spitzlichter. Seien es Reflexionen auf Brillenrändern, in den Augen oder auf den Pflanzen sowie die hell leuchtenden Lampen in der dunklen Westernstadt-Sequenz (56’30) oder die Lichterketten nach 110’22.
Ebenfalls besser ist die Auflösung in dunklen Bildbereichen. So sind die Wolkenschwaden im nächtlichen Himmel nach 48’52 klar umrissen, wo die BD hier leichte Artefakte offenbart. Negativ fallen lediglich ein paar vereinzelte CGI-Shots auf. Beispielsweise die Straußenherde, die von weit hinten auf die vier Protagonisten zuwalzt oder auch die Eröffnungssequenz selbst, die den Dschungel arg soft präsentiert. Dass es sich dennoch nur um ein Upscale handelt, sieht man daran, dass die Detailauflösung nur geringfügig besser ist.
Jumanji – The Next Levell iefert fürs Deutsche eine unkomprimierte dts-HD-Master-Fassung. Die Tonspur beginnt zunächst mit gut verständlichen Dialogen, die allerdings in den Actionszenen schon mal etwas zu leise geraten sind. Wenn dann nach knapp 15 Minuten das Spiel ruft, hört man die perkussiven Elemente einmal um sich herum wandern, was den ersten Glanzpunkt in Sachen Surroundaktivität setzt. Richtig dynamisch wird’s erstmalig, wenn das Nilpferd (mal wieder) auftaucht. Allerdings fehlt es im Gegensatz um Vorgänger dennoch immer wieder an akustischen Details. Wo Willkommen im Dschungel von Beginn an eine äußerst lebhafte Tier- und Dschungelkulisse lieferte, ist hier erst einmal gar nichts zu hören. Und obwohl NPC Nigel mit seiner Doppeldecker-Propellermaschine fetzig aufkreuzt, hört man im Inneren des alten Fliegers praktisch keine Umgebungsgeräusche. Da sitzen die vier Avatare mit ihrem Piloten in der ollen Kiste und man hört ihre Dialoge glasklar aus dem Center. Aber auch nur das. Das Ding muss Jahrhunderte alt sein (sorry für die Übertreibung) und man hört nicht ein bisschen Rumpeln oder Ächzen. Das Rauschen vom Motor, der keine zwei Meter weiter vorne im Bug seine Arbeit verrichtet, ist fast nicht hörbar. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass man hier beim Sounddesign etwas gespart hat.
Gespart hat man allerdings nicht am Tiefbass. Er drückt schon bei der Straußenherde ordentlich ins Heimkino und fetzt erstmals nach gut 35 Minuten so richtig, wenn das RPG-Geschoss einschlägt. Die späteren Actionszenen sind dann auch wieder auf dem hohen Niveau des Vorgängers was dedizierte Geräusche angeht. Das Kreischen der Mandrill-Affen sorgt für Gänsehaut und auch die Sand-Buggys bieten satte Sounds.
Der deutsche Sound lässt es in den Actionszenen krachen
Fürs Englische gibt es dts:x, das praktisch unausweichlich ist, wenn die Disk mit IMAX Enhanced kommt. Wer über ein IMAX Enhanced System verfügt, der bekommt hier also noch einmal ein extra angepasstes Bassmanagement (wie auch immer das aussieht). Receiver, die über dieses Siegel nicht verfügen, geben reguläres dts:X aus. Die Tatsache, dass nur der O-Ton hier mit dem 3D-Soundformat kommt, sollte uns aber nicht grämen, denn die dts:X-Fassung ist in puncto 3D-Sounds eine Enttäuschung. Verglichen mit der sehr aktiven Atmos-Spur beim Vorgänger passiert hier nur selten etwas. Es fehlt diese fantastische Atmosphäre vom ersten Teil. Der lieferte Dschungelgeräusche, Vögel und ähnliches Getier. Man wurde auch akustisch regelrecht in den Film eingesaugt. Ähnliches gibt’s dieses Mal leider überhaupt nicht. Man wird das sicherlich nicht dem dts:X vorwerfen können, sondern eben dem Sounddesign an sich, aber im Vergleich zum Vorgänger ist das hier echt mager.
Ein wenig Regen und das leise Gewitter hört man ab 2’58, der Einzug ins Spiel wird ebenso mit Geräuschen begleitet. Allerdings lange nicht so effektvoll wie bei Teil I. Und wenn Oberon vom Himmel fällt, gibt’s natürlich auch Sounds. Ebenso natürlich bei jedem verwirkten, bzw. neuen Leben. Das Glucksgeräusch ist ja bereits bekannt. Auch die Status-Einblendungen bekommen jeweils ein kurzes 3D-Geräusch. Während der Wüstenszene fliegt die Propellermaschine dann mal kurz über die Heights (28’23) und die Straußen picken zehn Minuten später das Dach vom Buggy (37’20). Es dauert weitere knapp 19 Minuten, bevor ein netter Sprungfeder-Sound zu hören ist, was in Summe in der ersten Stunde des Films wirklich wenig ist. Und es ist ja nicht so, dass es keine Möglichkeiten gegeben hätte.
Das englische Original bleibt für Nicht-Nutzer einer IMAX-Enhanced-Kette leider ärgerlich undynamisch
Immerhin fetzt nach 62’10 eine Rakete mal so richtig über die Heights und danach gibt’s dann New-Life-Sounds im Quintett. Nach 68’38 dürfen außerdem die Mandrill-Affen zeigen, wo’s lang geht. Tja, und dann gibt’s noch den Bass. Beziehungsweise dessen „Fehlen“. Denn wo die IMAX Enhance Fassung ja eigentlich ein dediziertes Bassmanagement für entsprechende Ketten hat, sollte der Ton auf NICHT IMAX Enhanced fähigen Ketten möglichst unverändert erklingen. Tut er nur leider nicht. Was hier an Tiefbass gegenüber der regulären dts-HD-Masterfassung (unabhängig, ob man die deutsche oder englische nimmt) fehlt, ist schon frech. Da schlägt nach etwas über 35 Minuten das RPG-Geschoss ein und die Auslenkung des Subwoofers ist vielleicht ein Viertel von dem, was über die deutsche und englische dts-HD-Master-Fassung zu sehen und zu spüren ist. Sollte dies über eine IMAX Enhanced Kette wieder auf dem Niveau der dts-HD-MA-Spuren sein, wäre es umso frecher. Denn dann zwingt man die Kunden tatsächlich über einen reduzierten Sound bei regulären Wiedergabeketten zum Kauf eines IMAX Enhanced Receivers.
Deutsch: DTS HD-Master (90%) 2D-Betrachtung
Englisch: DTS:X (70%) 2D-Betrachtung
Englisch: DTS:X (50%) 3D-Betrachtung (Quantität)
Englisch: DTS:X (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)
Bonus (70%)
Das Bonusmaterial befindet sich komplett auf der enthaltenen Blu-ray. Die UHD bietet hier keine Extras. Auf der BD finden sich neben witzigen Outtakes insgesamt elf Featurettes. In „Nimm‘ deine Rollen ein“ fokussiert sich etwas auf den neuen Charakter, der von Akwafina dargestellt wird. „Wiedersehen der Darsteller“ lässt dann den angestammten Cast des Vorgänger zu Wort kommen. „Ein Level weiter“ läuft etwas länger und kümmert sich um die Entstehung und Steigerung des zweiten Teils. Außerdem versucht man zu ergründen, warum der erste Teil so erfolgreich lief. Im Nachgang gibt’s noch zwei Szenenanalysen (Straußen-Sequenz und Mandrill-Szene). „Musik mit Rhys Darby“ zeigt den Darsteller des NPC-Spieleerklärers wie er am Set ein Jingle für den Film improvisiert. „Awkwafina – Die Einbrecherkatze“ zeigt die Rapperin beim Rumalbern in der Maske. „Jürgen, der Brutale“ gibt Rory McCann eine Bühne, seinen Bösewicht noch mal näher vorzustellen. „Irgendwann wird jeder erwachsen“ ist nur ein kurzer Clip über ein erneutes Rumblödeln – dieses Mal sind alle Darsteller beteiligt. „Telenovela“ macht für 60 Sekunden auf lateinamerikansiche TV-Optik und „Süßes oder Saures“ hält Dwayne Johnsons früherem Outfit (genau das mit der Bauchtasche) den Spiegel vor. Zwei Prävisualisierungs-Vergleiche runden das Material entsprechend ab.
Gesamtbewertung Jumanji: The Next Level (85%)
Schon der Vorgänger war sicherlich nicht das originellste Fantasy-Abenteuer, aber er war durchweg unterhaltsam, witzig und von selbstironischen Darbietungen seiner Schauspieler durchzogen. Im Prinzip gilt all das auch für Jumanji – The Next Level. Mit dem Unterschied, dass echte Innovationen ausbleiben und die Story ziemlich dünn ist. Selbst das kann aber nicht verhindern, dass man auch im zweiten (neuen) Teil von rasanten Actionszenen und gut aufgelegten Darstellern durch zwei kurzweilige Heimkinostunden geleitet wird.
Sehr gut gelingt hier der dynamische deutsche Ton mit satten Tiefbassattacken, aber etwas weniger Surround-Geräuschkulisse als im Vorgänger. Ärgerlich sind die fehlende Bassintensität (zumindest bei nicht vorhandener IMAX-Enhanced-Kette) und die schwach ausgeprägte 3D-Sound-Aktivität beim englischen dts:X-Original.
Gut, dass der deutsche dts-HD-MA-Ton auf der UHD erhalten bleibt, denn deren Bild gehört trotz fehlendem Dolby Vision zu den besten 2K-Upscales überhaupt.