Start Blog Seite 937

„Red Sparrow“ 4K Blu-ray im Test: Agenten-Thriller mit Schwächen

3

In „Red Sparrow“ finden wir Jennifer Lawrence wieder in einer ernsteren Rolle wieder. Wie sich in unserem Test herausstellt, hat die 4K Blu-ray ihre Momente, lässt aber viel Platz für Kritik.

Inhalt (65%)

Francis Lawrence hat sich für seinen jüngsten Film einen Stoff ausgesucht, der maximal weit entfernt ist von der dystopischen Panem-Fantasyreihe, die er ebenfalls mit seiner Namensvetterin Jennifer besetzt hatte. Basierend auf dem Bestseller „Operation Red Sparrow“ des ehemaligen CIA-Mitarbeiters Jason Matthews entwickelt er einen herrlich altmodischen Agenten-Thriller und fokussiert sich dabei auf seine Hauptfigur. Dass er dabei in Sachen Gewalt- und Sex-Szenen wesentlich weiterging als das die typischen Bond-Abenteuer tun, lastete man ihm teilweise nach dem Motto des Selbstzwecks an. Und ja, man darf schon kritisieren, dass gerade Jennifer Lawrence bisweilen arg nackig durchs Bild rennt. Gerade innerhalb der Ausbildung zum „Sparrow“ sind einige Szenen relativ grenzwertig und Dominikas „Feuertaufe“ mit dem zuvor geprügelten Kerl gerät fast ein bisschen zynisch. Doch Red Sparrow lässt sich nicht einfach auf diese Szenen reduzieren. Schon seine Laufzeit von 140 Minuten impliziert, dass hier noch weitaus mehr passiert als Golfschläger-Morde und Nackedei-Momente.

Lawrence inszeniert seinen Agententhriller auf klassische Art und Weise. Und ehe man sich’s versieht, sind 35 Minuten vergangen, ohne dass man es gemerkt hat. Trotz der langen Laufzeit bleibt Red Sparrow nämlich eins: Psychologisch spannend.

Jennifer Lawrence spielt eine russische Agentin die auch zu verführen weiß.
Jennifer Lawrence spielt eine russische Agentin die auch zu verführen weiß.

Und das liegt neben der klassischen Inszenierung vor allem an den Darstellern. Dabei ist es nicht mal zwingend Jennifer Lawrence. Vielmehr sind es glänzende Nebendarsteller wie Charlotte Rampling als Ausbilderin oder Matthias Schoenaerts als Onkel Ivan, deren Spiel fesselt. Ramplings kühles und abgekochtes Spiel sorgt für Gänsehaut beim Zuschauen. Der Belgier Schoenaerts hingegen ist schlicht ideal besetzt, um den russischen Geheimdienst-Funktionär zu spielen. Wenn er seine Nichte vor die Wahl stellt, beim Agentenspiel mitzumachen oder die Mutter den Ratten im Hospiz auszusetzen, läuft es einem kalt den Rücken runter. Jeremy Irons allerdings hat lange nicht mehr so hölzern agiert. Vielleicht fühlte er sich aufgrund seiner etwas klischeehaften Rolle aber auch unterfordert.

Was die Darsteller zusammen halten, lässt die Regie trotz, der Laufzeit hin und wieder etwas schleifen. Wer beispielsweise diese Stephanie Boucher ist, die plötzlich aus dem Hut gezaubert wird, darüber lässt Red Sparrow uns ebenso im Unklaren wie darüber, warum Dominikas Mutter zu keiner Zeit als Druckmittel eingesetzt wird. Und natürlich wirkt das 80er-Jahre-Kalter-Kriegs-Szenario irgendwie aus der Zeit gefallen. Es werden zwar lange Zeit keine Handys genutzt, doch spätestens mit dem Auftritt einiger moderner Fahrzeuge ist klar: Die Story spielt ihm hier und jetzt. Da darf man dann durchaus mal die Frage stellen, warum der Film Russland derart klischeehaft darstellt, dass es kracht – von der Pelzmütze bis Geheimdienst-Palast, vom Edelclub bis zur grauen Wohnung in den noch tristeren Vorstädten hat man hier so ziemlich alle Russland-Stereotypen eingeflochten, die der Spionagefilm der 80er bereithielt.

Bildqualität (75%)

Red Sparrow wurde volldigital aufgenommen. Am Ausgang lagen 2.8K und 3.4K an, die über ein 4K Digital Intermediate gemastert wurden. Dieses war dann entsprechend auch die Vorlage für diese UHD, die damit zwar kein natives 4K-Material liefert, aber mit 2.8K schon weit über doppelt so viele Bildpunkte wie Full-HD-Material bietet. Im Falle der 3.4K-Auflösung liegen sogar bereits ~7,5 Mio. Bildpunkte an. Den Vorsprung an Schärfe sieht man vor allem an den feinen Details bei Totalen, kann ihn aber auch bei den wirklich guten Close-ups nachvollziehen. Gerade Dominikas Treffen mit Ustinov zeigt wirklich perfekte Schärfewerte auf beiden Gesichtern, ohne jede Doppelkontur oder Skalierungsprobleme.

Die Inszenierung von "Red Sparrow" ist teilweise gelungen. Die Vorteile des Ultra HD Standards kann die 4K Blu-ray aber nicht überzeugend vermitteln
Die Inszenierung von „Red Sparrow“ ist teilweise gelungen. Die Vorteile des Ultra HD Standards kann die 4K Blu-ray aber nicht überzeugend vermitteln

Leider macht sie diesen Vorsprung dadurch wieder zunichte, dass sie die schon nicht sonderliche helle Blu-ray noch einmal nach unten hin unterbietet. Der integrierte höhere Kontrastumfang (hier: HDR10) hat zwar ähnliche helle Spitzlichter wie die Blu-ray, säuft im Schwarz bisweilen aber stark ab. Verdunkelt man seinen Raum nicht, wird man Schwierigkeiten haben, diverse Szenen in Innenräumen überhaupt zu erkennen. Für den Fall, dass man Red Sparrow nach Einbruch der Dunkelheit (oder im dediziert schwarzen Heimkino) schaut, sorgt das noch mal für eine Steigerung der Atmosphäre. Aber schon ein nicht verdunkeltes Fenster bei Tageslicht kann selbst auf kräftigen Displays für Detailverlust sorgen. Der ebenfalls integrierte erweiterte Farbraum im Rahmen von Rec.2020 hält sich äußerst dezent im Hintergrund. Die nur wenigen Farbtupfer erscheinen eher deshalb etwas knackiger, weil HDR10 durch die Abdunkelung für etwas mehr Intensität sorgt. Ein Gutes hat die dunklere Bildgestaltung der Ultra-HD allerdings: Die Körnung ist weit weniger auffällig als auf der Blu-ray, die UHD ist durchweg ruhiger und rauschärmer.

Tonqualität (80%)

Wie bei vielen anderen Titeln von 20th Century Fox, so liefert auch die UHD von Red Sparrow für den Originalton eine Dolby-Atmos-Spur, wohingegen die deutsche dts-Spur der Blu-ray leider erhalten bleibt und keine Aufwertung bekommt. Auf der regulären Ebene klingt die englische Atmos-Fassung erst einmal sehr vergleichbar mit dem dts-HD-Pendant, der auf der BD zu finden ist, weshalb wir uns auf die zusätzliche Höhen-Ebene konzentrieren wollen. Und die liefert zunächst einmal beständig den Score in einer überraschend hohen Lautstärke permanent mit von oben. Es ist also fast nie still auf den Heights. Sobald die Filmmusik läuft, ist auch dort oben was los. Sicherlich führt das zu einem insgesamt räumlicheren Erlebnis, behindert aber hier und da den Weg für „echte“ Effekte, die dann nicht mehr so stark auffallen und etwas untergehen. Den ersten direktionalen Sound gibt’s dann, wenn die U-Bahn vorbeirauscht – was nicht ganz korrekt ist. Denn die fährt ja nicht oberhalb der Speaker entlang. Auch die Schüsse, die Nate AUF DEN BODEN feuert, hört man von oben und auch das Geklapper der Krankenbahre kurz darauf. Das macht visuell gesehen überhaupt keinen Sinn, wird aber diejenigen beeindrucken, die möglichst viele Geräusche aus den Heights hören wollen.

Der Ton bleibt hinter seinen Möglichkeiten. Die 2D Ebene mit dem Soundtrack funktioniert noch ganz gut. An manchen stellen fehlt es an Dynamik
Der Ton bleibt hinter seinen Möglichkeiten. Die 2D Ebene mit dem Soundtrack funktioniert noch ganz gut. An manchen stellen fehlt es an Dynamik

Ähnlich wiederkehrend sind auch die atmosphärischen Umgebungsgeräusche auf den Flughäfen, die Dominika immer wieder frequentiert. Und wenn sie eine Wasserdusche von oben bekommt, rauscht das auch entsprechend aus den Heights. Richtig räumlich macht es dann noch mal der Hubschrauber im Finale, der sehr vehement über die Köpfe von Jennifer und jene der Zuschauer hinweg donnert.

  • Deutsch: DTS Digital 5.1 – 80%
  • Englisch: Dolby Atmos (TrueHD Kern) – 80%

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial liegt mit Ausnahme des Audiokommentars von Francis Lawrence, den man auch auf der UHD findet, komplett auf der beiliegenden Blu-ray vor. Insgesamt fünf Featurettes und gut 12 Minuten an entfallenen Szenen findet man dort. In „Ein neuer Kalter Krieg“ geht es anhand von einigen Interview-Beiträgen und Kommentaren der Macher rund 13 Minuten lang um die Entstehung des Films und die Adaption des Romans. „Agents Provocateurs“ läuft gut eine Viertelstunde und stellt das Darsteller-Ensemble vor. „Spionagetechnik“ und „Herz des Sturms“ tauchen etwas tiefer ein in die visuelle Gestaltung des Films und fokussieren sich auch auf die verschiedenen Schauplätze, an denen Red Sparrow spielt. „Willkommen an der Sparrow-Schule“ hingegen konzentriert sich gut 12 Minuten lang darauf, wie J.Law ihre Bewegungen für die Ballett-Szenen einstudierte. „Puzzle aus Bedürfnissen“ kümmert sich dann um den Schnitt und den Filmscore von James Newton Howard. Die Gesamt-Lauflänge von über einer Stunde täuscht aber nicht darüber hinweg, dass sich viele der gegebenen Informationen wiederholen und eher Werbecharakter haben.

Gesamtbewertung Red Sparrow 4K Blu-ray (73%)

Red Sparrow ist langsam erzähltes, herrlich altmodisches Agentenkino, das nicht frei von Klischees ist, etwas zu selbstzweckhaft Nackheit einsetzt, am Ende aber noch unterhält. Wer die Vorteile des Ultra HD Standards sucht, wird sie in dieser Produktion aber wohl nicht finden. Unterhaltsam ist gerade noch der Twist sowie die Darsteller, wobei schauspielerisch nicht alle überzeugen können. Die UHD ist zwar schärfer und ruhiger als die Blu-ray, aber deutlich zu dunkel geraten. Der Atmos-Sound erweitert das Geschehen bisweilen zu oberflächlich und wenig differenziert. Echte 3D-Sounds (abgesehen vom dauerpräsenten Score) kann man an einer Hand abzählen.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 19. Juli 2018 Review am: 17. Juli 2018
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 140 Minuten
Filmstudio: 20th Century Fox FSK: Ab 16 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS Digital 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: Sony UBP-X700

Red Sparrow Trailer:

„Solo: A Star Wars Story“: Gehen Disney und Dolby Vision getrennte Wege?

13

Lucasfilm hat auf der offiziellen Star Wars-Webseite den Videorelease von „Solo: A Star Wars Story“ angeteastert. In den Spezifikationen für die 4K UHD Blu-ray wird Dolby Vision HDR nicht aufgeführt. Hat Disney genug von Dolby Vision?

Erst kürzlich bestätigte Disney, dass der Marvel-Blockbuster „Avengers: Infinity War“ ohne Dolby Vision HDR auskommen muss. Jetzt folgt mit „Solo: A Star Wars Story“ ein weiterer Top-Titel der ohne dynamisches HDR-Format auf 4K Disc veröffentlicht wird. Im Gegensatz dazu sollen „ausgewählte digitale Retailer“ eine 4K UHD Version mit Dolby Vision bekommen. Eine ähnliche Formulierung wurde bereits in der Mitteilung von „Infinity War“ benutzt. Die 4K Blu-ray von „Star Wars: Die letzten Jedi“ hatte ebenfalls keine Dolby Vision-Kennzeichnung, das dynamische HDR-Format war aber definitiv auf der Disc enthalten. Man vermisst hier auf jeden Fall eine konkrete Linie bei Disney.

Für Panik ist es definitiv zu früh, doch so langsam deutet sich eine neue Marschrichtung bei Disney an. Man hat fast das Gefühl, das Filmstudio sammelt „Exklusive Vorteile“ für seinen eigenen Streaming-Service der bereits 2019 in den USA und später auch in anderen Regionen starten soll. Vielleicht vernachlässigt Disney die Dolby Vision Ankündigung auch bewusst um Druck auf Dolby auszuüben. Ganz nachvollziehbar ist die Entscheidung nicht und lässt wieder viel Raum für Spekulationen.

Die HD, 3D und 4K Blu-ray sind mit einer zusätzlichen Bonus-Disc ausgestattet
Die HD, 3D und 4K Blu-ray sind mit einer zusätzlichen Bonus-Disc ausgestattet

Wir warten ab und werden berichten sobald wir „Solo: A Star Wars Story“ als Rezensionsmuster erhalten haben. Wem Dolby Vision HDR nicht interessiert, da kein kompatibler 4K Fernseher und/oder Player Teil des Heimkino ist, den werden die Informationen rund um den jüngsten Star Wars Film weit mehr interessieren.

„Solo: A Star Wars Story“ erscheint am 27. September

Disney bestätigte das Erscheinungsdatum 27. September 2018 – eine Woche davor ist der Titel bereits digital über Streamingdienste abrufbar. Neben der 4K Blu-ray gibt es auch eine DVD, Blu-ray sowie eine limitierte 3D Blu-ray im Steelbook (die nach der ersten Charge gegen eine reguläre Version ausgetauscht wird). HD, 3D und 4K Blu-ray sind mit einem deutschen Dolby Digital Plus 7.1 Soundmix ausgestattet. Der Originalton liegt in DTS-HD Master Audio 7.1 vor. Der Film kommt auch nicht ohne breites Bonus-Programm aus, das neben entfallenen Szenen und Featurettes auch Interviews mit dem Regisseur Ron Howard und den Schauspielern enthält. Der Bonus-Content wird auf eine zusätzliche Disc ausgelagert.

Bonus-Inhalte auf „Solo: A Star Wars Story“:

  • Regisseur und Darsteller am runden Tisch: Setze dich mit Regisseur Ron Howard und den Schaupielern an einen Tisch und lausche der intimen und unterhaltsamen Diskussion wie der Film entstanden ist
  • Team Chewie: Seht euch an wie viel Arbeit dahinter steckt euren Lieblings-Wookie zum leben zu erwecken.
  • Kasdan und Kasdan: Star Wars-Veteran Lawrence Kasdan und sein Sohn Jon Kasdan teilen mit euch wie es ist ein Filmscript zusammen zu verfassen.
  • Redesign des Millennium Falken: Verfolgt die Transformation eines der berühmtesten Raumschiffe der Galaxie. Von der einstigen „Protzkarre“ von Lando Calrissian zur „abgef****“ Hot-Rod-Frachter mit „speziellen Modifikationen“.
  • Flucht von Corellia: Verfolgungsjagd durch die Straßen von Corellia
  • Der Zugüberfall: Entdeckt die Herausforderungen und den Nervenkitzel die in dieser actionreichen Sequenz liegen. Inkl. abgelegener Orte und spektakuläre Effekte.
  • Wie wird man Doide L3-37 wird: Lerne den neusten Droiden im Star Wars Universum kennen sowie die talentierte Schauspielerin die ihm Leben verleiht.
  • Gauner, Droiden, Kreaturen und Kartenspiele: Willkommen in Fort Ypso: Kommt mit in die düstere Bar, in der Han und Lando sich ein Duell im Kartenspiel Sabaac liefern
  • In den Mahlstrom: Der Kossal-Flug: Featurette über den legendären „Star Wars“-Moment
  • 8 zusätzliche und erweiterte Szenen
    • Proximas Höhle
    • Verfolgung der Corellianer zu Fuß
    • Han Solo: Kadet der imperialischen Flotte
    • Die Schlacht auf Mimban: Erweiterte Version
    • Han gegen Chewie: Erweiterte Version
    • Schneballschlacht!
    • Lerne Dryden kennen: Erweiterte Version
    • So legt man Coaxium übers Kreuz

Hisense: ULED-TV U9D mit 5.376 Dimming-Zonen auf der IFA 2018

Setzt Hisense zum Rundumschlag im High-End-TV-Segment an? Der neue 4K ULED TV U9D  soll mit 5.376 Dimming-Zonen Bildqualität auf „Weltklasse-Niveau“ bieten. Der U9D wird auch auf der IFA 2018 ausgestellt.

Starker Auftritt von Hisense. Als offizieller Partner der FIFA WM 2018 in Russland nutzt der TV-Hersteller die Bühne der Global Partner Conference in Moskau um sein neustes TV-Flaggschiff vorzustellen. Rund sechs Jahre hat das Unternehmen an einer dynamischen Mehrzonen-Hintergrundbeleuchtung geforscht, die jetzt erstmals im ULED-TV U9D zum Einsatz kommt. 

ULED ist keine neue Displaytechnologie, sondern ein Marketingbegriff von Hisense. Die Bildtechnik basiert weiterhin auf LCD mit Quantum Dot-Materialien um die Farb- und Helligkeitdarstellung zu optimieren. Die größten Mankos der LCD-Technik, der eingeschränkte Kontrast und schlechte Schwarzdarstellung, möchte Hisense mit der „Hiview-Engine-Technologie“ beheben.

ULED-Display mit 5.376 Dimming-Zonen

5.376 einzeln ansteuerbare Dimming-Zonen sollen Bildhelligkeit, Kontrast, Gradiationsstufen und damit auch Details stark verbessern. Auch die Reaktionszeit des ULED-Displays soll soweit optimiert worden sein, dass der U9D in den Fokus von Gamern geraten könnte.

Die offizielle Ankündigung des Hisense U9D mit 5.376 Dimming-Zonen
Die offizielle Ankündigung des Hisense U9D mit 5.376 Dimming-Zonen

Die Anzahl der Dimming-Zonen klingt mit 5.376 recht imposant. Das 4K Display im 16:9 Format mit 65 Zoll Diagonale hat eine Aufteilung von 96 x 56 Zonen. Damit ist ein dimmarer Bereich in etwa 1.5 x 1.5 cm groß. Das ist für ein LCD-Display auf jeden Fall beachtlich. Die Definition der „Dimming Zone“ ist jedoch ausschlaggebend, wie gut die finale Bildqualität des 4K Fernsehers sein wird.

Hands-On-Bericht von der IFA 2018

Versteht Hisense unter „Dimming Zone“ einen Bildbereich der mit einer eigenen Lichtquelle (LED) versorgt wird, oder teilen sich mehrere Dimming-Zone eine Lichtquelle? Der Stromverbrauch und Hitzeentwicklung von 5.376 LEDs wäre wohl auch für die Ingenieure von Hisense eine unlösbare Aufgabe. Wir werden auch in diesem Jahr den Messefloor der IFA in Berlin unsicher machen und statten Hisense natürlich einen Besuch ab. Wir sind gespannt, ob der U9D ULED-TV den Erwartungen gerecht werden kann.

Kinostart für „Sicaro 2“ – 4K Blu-ray und exklusives 4K Steelbook angekündigt

3

Erfreuliche Neuigkeiten zum Kinostart von „Sicaro 2“ (Originaltitel Sicario: Day of the Soldado). Studiocanal veröffentlicht das Action-Spektakel auf 4K UHD Blu-ray sowie als exklusives 4K Steelbook (nur auf Amazon.de). 

Update 20-12-2018: Wir haben den Test / Review zur 4K Blu-ray von Sicario 2 veröffentlicht!

Originalbeitrag: Etwas über vier Monate nach dem Kinostart (19. Juli 2018) erscheint „Sicario 2“ auf DVD, Blu-ray und 4K UHD Blu-ray. Das Erscheinungsdatum 29. November 2018 scheint bestätigt. Ein harter Film (FSK 18) benötigt natürlich auch eine Steelbook-Edition. Diese ist für die reguläre Blu-ray sowie für die 4K UHD Blu-ray vorgesehen. Letztere wird exklusiv über Amazon.de vertrieben.

Die Fortsetzung wurde von Lionsgate in Auftrag gegeben, die für ihre hochwertigen Filmproduktionen bekannt sind. Studiocanal übernimmt in Deutschland lediglich den Vertrieb. Der Vorgänger „Sicario“ wurde ebenfalls über Studiocanal in den Handel gebracht und konnte nicht nur inhaltlich, sondern auch qualitativ überzeugen. Die Bildpräsentation haben wir mit 85%, den Dolby Atmos Sound mit 90% bewertet (hier geht es zum Test). Das 4K Kinomaster hatte sich auf jeden Fall bemerkbar gemacht.

Für „Sicario 2“ kommen wieder Profi-Kameras von ARRI zum Einsatz. Das Quellformat soll wie beim Vorgänger in 3.4K Auflösung vorliegen. Lt. Informationen von imdb.com bekommt der zweite Teil jedoch „nur“ ein 2K Kinomaster (Digital Intermediate) spendiert. Bleibt zu hoffen, dass das Downscale dem Titel nicht schadet und eine gute High Dynamic Range-Verarbeitung dem Film ein lebendiges Bild verleiht.

Darüber handelt Sicario 2

Die FBI-Agenten Matt Graver (Josh Brolin) und Alejandro (Benicio Del Toro) kehren zurück zur US-mexikanischen Grenze. Der Drogenkrieg eskaliert und nimmt ganz neue Dimensionen an. Die Kartelle schleusen Terroristen in die USA ein. Die Vereinigten Staaten versuchen dagegen mit unkonventionellen Mitteln die Kartelle gegeneinander aufzuhetzen. Dafür soll die Isabel Reyes (Isabela Moner), Tochter des Kartellbosses Carlos Reyes entführt werden.

Matt und Alejandro versuchen es auf ihre Art getreu dem Motto „Keine Regeln diesmal“ und hetzen damit nicht nur die Drogenkartelle auf sich.

Trailer Sicario 2:

„Black Panther“ 4K Blu-ray im Test: Bild auf Referenzniveau!

14

Wir testen für euch „Black Panther“ auf 4K Blu-ray. Die Geschichte um T’Challa ist vielleicht einer der eigenwilligsten Filme aus dem Marvel Universum. Belohnt den Zuschauer aber nicht nur mit einer klasse Story, sondern auch mit einer fast perfekten Bilddarstellung! 

Inhalt (85%)

Die Black Panther Comics entstanden 1966 zu einer Zeit, in der Rassenunruhen in den USA an der Tagesordnung waren und die Civil-Rights-Movement immer mehr Anhänger bekam. Mitten in dieser (Comic)Zeit, die von weißen Superhelden dominiert wurde, schuf Stan Lee mit Jack Kirby einen Gegenentwurf und ließ diesen reichen, afrikanischen König mit Superkräften mal „eben“ eigenhändig die Fantastischen Vier besiegen. Das war frisch, das war revolutionär und ähnliches trifft nun auch für die Verfilmung Black Panther zu. Zwar schon in Captain America: Civil War eingeführt (auf den man sich hier natürlich bezieht), hatte er dort zunächst nur eine unterstützende Rolle. Nun bekommt Chadwick Bosman in der Figur des T’Challa seinen eigenen Film – und das in einer Zeit, in der die USA erneut unter zunehmenden Rassismus und einer generellen Zweiteilung des Landes leiden. Viele mögen sich gefragt haben, warum ausgerechnet diese Marvel-Verfilmung in den USA zum dritterfolgreichsten Film aller Zeiten avancierte, während selbst die aktuelle und sensationell erfolgreiche Avengers-Episode nicht an diese Zahlen herankommt. Doch genau die oben genannten Details erklären dies. Kein anderer Superhelden-Film konnte bisher derart erfolgreich die sehr starke afroamerikanische Zielgruppe ins Kino locken. Nur konsequent war es deshalb auch, ihn nicht nur vor-, sondern vor allem auch hinter der Kamera in den wichtigsten Rollen mit Filmemachern afroamerikanischer Abstammung zu besetzen. Doch lassen wir die soziokulturellen Details beiseite und blicken auf die künstlerischen Aspekte.

Chadwick Boseman in der Rolle des T'Challa - Black Panther
Chadwick Boseman in der Rolle des T’Challa – Black Panther

Vordergründig fällt da zunächst mal das Produktionsdesign auf, das schlicht sensationell geworden ist. Zugleich sticht es aus allen anderen Marvel-Filmen massiv heraus. Diese bunten Welten voller Hingucker. Die farbenfrohen Kostüme, das erdige der Sets und die fließenden Formen der aus dem Vibranium heraus entwickelten Gegenstände – alleine dafür lohnt sich die Investition in den Film und das Anschauen. Dazu kommt die humorvolle und gleichsam effektvolle Art und Weise, mit der man traditionelle Kampf- und Verteidigungs-Accessoires mit modernster Technologie verknüpft hat. So wird aus einem „harmlosen“ Speer eben eine absolut todbringende Waffe, die auch ein 2 Tonnen schweres Fahrzeug aufhält. Darstellerisch ist Chadwick Boseman selbst zwar nicht so präsent wie in seinen bisherigen Kurzauftritten, macht es aber dann doch ganz gut. Sein T’Challa erweist sich als salomonischer Kerl, der abwägt, welche Mittel zum Erreichen des Ziels eingesetzt werden. Kein überheblicher Draufgänger wie Iron Man, kein Wüterich wie Hulk und kein naives Kerlchen wie Spider-Man. Und Boseman ist nicht alleine. Vor allem Danai Gurira als General Okoye überzeugt. Die Darstellerin, die man ansonsten mit Dreadlock-Mähne als Michonne in The Walking Dead kennt, gibt eine tolle Mischung aus Leaderfigur und sarkastischer Pragmatikerin. Noch herausragender allerdings als die Darsteller ist der Filmscore von Ludwig Göransson (Creed – Rocky’s Legacy), der auf sensationelle Weise die traditionellen Rhythmen in den Film zu integrieren weiß und damit stets den Ton und das Tempo des Films vorgibt – und das ist selbst dann noch geglückt, wenn sich Rap-Beats darunter mischen.

Der spirituelle Einschlag bringt frischen Wind ins Marvel-Universum und steht der Produktion "Black Panther" sehr gut
Der spirituelle Einschlag bringt frischen Wind ins Marvel-Universum und steht der Produktion „Black Panther“ sehr gut

Für die Songs des Films ist übrigens Kendrick Lamar verantwortlich. Der unter dem Pseudonym K.Dot bekannte Rapper gilt als Fürsprecher von Bürgerrechten und unterstützt soziale Projekte – womit wir dann doch wieder bei der Politik des Films sind. Denn nicht nur bewies Marvel außerordentlichen Mut, den Film zu einer echten afroamerikanischen Produktion werden zu lassen, vermittelt Black Panther spätestens mit dem Auftritt von Erik Killmonger eine weitere politische Sub-Ebene. Ähnlich wie die Diskussion in Iron Man, stellt sich hier die Frage, ob man die Technologie nicht nutzen könne, um all die unterdrückten oder benachteiligten (meist afrikanischen) Völker der Erde zu unterstützen und sie aus ihrer Not zu befreien. Während T’Challa für die weitere Protektion seiner Welt, seines Königreiches eintritt, sieht seine Ex das beispielsweise anders. Killmonger steht dann für die Radikalen – für jene, die jahrhundertelanges Unrecht mit eben solchem vergelten wollen und die dafür auch das eigene Volk über die Klinge springen lassen würden.

Bildqualität (95%)

Black Panther hat eine volldigitale Herkunft. Am Ausgang lagen 3.4K an, die über ein 4K Digital Intermediate gemastert wurden. Entsprechend handelt es sich bei diesem Marvel-Titel um eine FAST native 4K-Scheibe. Sehr gute Voraussetzungen also, um eine möglichst feine Detaildarstellung zu haben. Zusätzlich integrierte man selbstverständlich einen erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie einen höheren Kontrastumfang. Dieser liegt für Black Panther in Dolby Vision vor, was HDR10 mit einschließt. Dass man seitens des Anbieters nicht so recht was mit Dolby Vision anfangen kann, ist hingegen kein Geheimnis, denn auch hier fehlt der entsprechende Hinweis auf dem Cover der UHD.

Die Action und CGI-Effekte kommen in Black Panther nicht zu kurz! Die Bildqualität bleibt durchweg auf einem hohen Niveau
Die Action und CGI-Effekte kommen in Black Panther nicht zu kurz! Die Bildqualität bleibt durchweg auf einem hohen Niveau

Während des Films sind die Unterschiede zwischen UHD und Blu-ray nicht so auffällig wie bei vielen anderen Titeln. Das allerdings resultiert vornehmlich daraus, dass die BD schon herausragend gut ist. Dennoch: Wer nach der Perfektion sucht, wird sie bei der UHD nahezu finden. Denn das, was die BD schon sehr gut macht, macht die Ultra-HD eben noch eine Spur besser. Der generelle Kontrastumfang ist noch mal höher, Farben sind sichtbar kräftiger und viele Szenen wirken derart plastisch, dass man Details oder Figuren beinahe aus dem Bildschirm heraus picken kann. Vor allem die Szenen mit den Close-ups der afroamerikanischen Darsteller sind dermaßen knackscharf, dass man kaum etwas finden wird, was hier besser aussieht. Die Momente, die schon bei der BD etwas dunkel sind, kommen über die die UHD nicht heller, sondern eher noch etwas dunkler. Das aber sind dann auch hier die einzigen Kritikpunkte eines ansonsten wirklich vorzüglichen Bildes.

Tonqualität (80%)

Beim Ton von Black Panther tut sich was – zumindest für die englische Fassung. Denn während die deutsche Spur weiterhin mit Dolby-Digital-Plus auskommen muss, die zwar reichhaltig sämtliche Lautsprecher bedient, aber leider sehr undifferenziert, wenig dynamisch und flach daherkommt, gibt’s für das Original eine Dolby-Atmos-Version mit True-HD-Kern. Die klingt auf der regulären Ebene zunächst einmal sehr ähnlich wie ihr dts-HD-MA-Pendant von der Blu-ray – hat also ebenfalls mit den gleichen Problemen zwar hoher Lautstärke, aber undifferenzierter Dynamik zu kämpfen.

Black Panther hat einen kräftigen Sound, die deutsche Tonspur bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück. Der Orignalton in Dolby Atmos macht es aber nicht unbedingt besser
Black Panther hat einen kräftigen Sound, die deutsche Tonspur bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück. Der Orignalton in Dolby Atmos macht es aber nicht unbedingt besser

Was aber passiert auf der Höhen-Ebene? Nun, die spielt dauerhaft ein bisschen mit. Tatsächlich hat man eine Vielzahl an Geräuschen, die eigentlich nicht im oberen Bereich spielen, ganz dezent auf die Heights gelegt, um die Atmosphäre etwas zu erweitern. So hört man beispielsweise auch das Dribbeln mit dem Basketball ganz leise von oben mit, die erste Action-Sequenz lässt auch leichten Nachhall der MGs von oben mitspielen und der Filmscore sowie der traditionelle Gesang laufen ebenfalls beständig auch aus der Höhe. Den ersten echten 3D-Sound gibt’s dann, wenn der Gleiter über Wakanda ein- und durch den Schutzschild hindurch fliegt. Auch der Wasserfall rauscht beständig während des Kampfes zur Findung des neuen Königs. Durch die Tatsache, dass viele grundsätzliche Geräusche auch auf die obere Ebene abgelegt wurden, hat es Black Panther allerdings leider schwer, mit dedizierten Höhen-Effekten zu punkten. Wenn mal so ein Gleiter oberhalb der Kamera unterwegs ist, hat man ihn vorher auch schon von oben gehört, obwohl er noch unterhalb der Kamera war. Wirklich ECHTE und aus dieser Masse herausragende 3D-Sounds muss man lange suchen. Gibt es dann mal optisch Anlass dazu (Black Panther reißt das Dach eines Autos auf), gibt’s erstaunlicherweise nur ein dezentes Geräusch, das nicht dem entspricht, was man auf dem TV/Beamer zu sehen bekommt – schade.

  • Deutsch: Doby Digital Plus 7.1 – 80%
  • Englisch: Dolby Atmos – 90%

Bonus (80%)

Das Bonusmaterial von Black Panther liegt komplett auf der Blu-ray und beginnt mit Pannen vom Dreh und vier zusätzlichen Szenen sowie dem Audiokommentar, den Regisseur Coogler mit Produktionsdesignerin Hannah Beachler hält. Dazu findet sich noch eine Gesprächsrunde von 20 Minuten, in denen die Autoren (auch jene der Comics) gemeinsam über die Ursprünge der Figur reden und vor allem deren Progressivität betonen. „Marvel Studios: Die ersten zehn Jahre – Verbindungen“ führt noch einmal in kurzer Zusammenfassung vor, wie die ganzen Filme des MCU zusammenhängen. Ein kleiner Ausblick auf „The Ant-Man 2“ schließt diese Sektion ab. Kernstück ist aber ein vierteiliger Featurette-Bereich, der insgesamt gut 25 Minuten läuft und sich mit verschiedenen Aspekten des Films beschäftigt.

Gesamtbewertung Black Panther 4K Blu-ray (87%)

Black Panther ist der bisher vielleicht eigenständigste und eigenwilligste der Marvel-Filme. Vielleicht ist das der Grund, warum er hierzulande nicht durchweg auf Verständnis gestoßen ist. Das allerdings macht ihn nicht schlechter – ganz im Gegenteil: Gerade diese Erweiterung auch auf spirituell-traditioneller Ebene bringt frischen Wind in den Marvel-Kosmos, der mit seinen Mainstream-Elementen langsam auf der Stelle zu treten beginnt. Technisch gesehen liefern Blu-ray und UHD ein referenzwürdiges Bild, schwächeln aber leider beim Ton. Der ist zwar durchaus laut und effektvoll, aber nicht differenziert und bisweilen etwas muffig. Der englische Atmos-Sound nutzt zudem die Höhen-Ebene maximal befriedigend.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 19. Juli 2018 Review am: 17. Juli 2018
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 135 Minuten
Filmstudio: Disney FSK: Ab 12 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital Plus 7.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: Sony UBP-X700

Black Panther Trailer:

Kein Dolby Vision und IMAX für „Avengers: Infinity War“ auf Ultra HD Blu-ray

29

Wie Disney gegenüber dem Forbes-Magazin bestätigt, wird der Marvel-Blockbuster „Avengers: Infinity War“ ohne Dolby Vision HDR und IMAX-Szenen auf 4K Ultra HD Blu-ray erscheinen. 

„Avengers: Infinity War“ hat an den Kinokassen so einige Rekorde gebrochen und steht in der Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten bereits auf Platz 4 (Nach „Avatar – Aufbruch nach Pandora“, „Titanic“ und „Star Wars: Das Erwachen der Macht“). Nicht nur das Staraufgebot, auch die audiovisuelle Inszenierung sucht seinesgleichen – von der Story und deren Bedeutung für das Marvel-Universum ganz zu schweigen. Könnte man nicht meinen, dass Disney für den physischen Release auf 4K Ultra HD Blu-ray aus dem Vollen schöpft? Leider nein!

Kein IMAX-Format

Eine Petition die die Veröffentlichung von „Avengers: Infinity War“ inkl. IMAX-Szenen verlangte blieb von Disney unbeachtet. Das IMAX-Bildmaterial in 1.85:1 (bzw. 1.77:1) hätte die Bildfläche eines regulären 4K Fernsehers mit 16:9 Bild komplett ausgefüllt. Das Bildformat ist natürlich Geschmackssache und wir können nachvollziehen, dass Disney hier auf die bewährte 2.39:1 Bildratio setzt. Kinogänger sind jedoch bereit für die großflächige IMAX-Präsentation einen erhöhten Ticketpreis zu zahlen. Wieso sollte also ein „volleres Bild“ nicht in den eigenen vier Wänden funktionieren?

AVENGERS: INFINITY WAR bietet eine dynamische, darbenfrohe Darstellung ©Marvel Studios 2018
AVENGERS: INFINITY WAR bietet eine dynamische, darbenfrohe Darstellung ©Marvel Studios 2018

Absage an Dolby Vision

Ebenso scheint dem Filmstudio der Titel auch keine Verarbeitung mit dem dynamischen HDR-Format Dolby Vision wert zu sein. Etwas frustrierend, da lt. Angaben von Disney eine Version mit Dolby Vision HDR existiert. Diese wird jedoch nur für die digitale Veröffentlichung verwertet. Wir reden hier mit großer Wahrscheinlichkeit von Disneys hauseigenem Streamingportal, dass in 2019 starten soll. Die dynamische Ausgabe der Helligkeitsinformationen könnte bei einem bunten Blockbuster-Titel wie „Avengers: Infinity War“ auf jeden Fall funktionieren. Bleibt nur die Hoffnung, dass die Coloristen das bestmögliche Ergebnis aus dem statischen HDR10-Standard holen.

Man kann keinen einen roten Faden erkennen, anhand welchen Kriterien Disney über die Ausstattung seiner Filmtitel entscheidet. „Star Wars: Die letzten Jedi“ und „Black Panther“ sind mit Dolby Vision HDR ausgestattet, während sich „Thor 3: Ragnarok“ und „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ mit HDR10 begnügen müssen (Ok – GotG Vol. 2 könnte aufgrund der frühen Veröffentlichung ohne Dolby Vision veröffentlicht worden sein). Die ersten Avengers-Teile werden parallel zu „Infinity War“ auf 4K UHD Blu-ray wiederveröffentlicht. Auch bei diesen Titeln ist die Chance auf Dolby Vision HDR gering.

Ob Thanos (Josh Brolin) Disneys Entscheidung gutheißen würde?©Marvel Studios 2018
Ob Thanos (Josh Brolin) Disneys Entscheidung gutheißen würde?©Marvel Studios 2018

Halbherzige Ausstattung?

Uns ist bewusst, dass viele unserer Leser gar keinen 4K Fernseher mit Dolby Vision besitzen. Der Standard hat sich aber in den letzten Monaten weiter etabliert und wird hierzulande bereits von LG, Sony und Loewe unterstützt. Die dynamische Verarbeitung kann eine bessere Farbdarstellung und Detailausbeute ermöglichen und wir der Meinung, dass Top-Titel wie „Avengers: Infinity War“ parallel zu HDR10 auch mit Dolby Vision HDR ausgestattet werden müssten. Für alle die sich deshalb nicht den Film vermiesen lassen, der Titel erscheint am 06. September 2018 auf DVD, Blu-ray, 3D Blu-ray sowie 4K Ultra HD.

Wie sieht ihr das? Wie sieht euer Traum-Release des jüngsten Avengers-Films aus?

Arbeitet Universal an 4K Remaster von „Schindlers Liste“ und „Les Miserables“?

2

Universal Pictures bereitet wohl seine Filmklassiker „Les Misérables“ sowie „Schindlers Liste“ für eine Wiederveröffentlichung auf 4K UHD Blu-ray vor. Als Erscheinungszeitraum steht Oktober 2018 im Raum. 

Nicht nur Neuveröffentlichungen, auch Filmklassiker und „Youngtimer“ eignen sich für eine Veröffentlichung im 4K Blu-ray-Format. Allein Universal Pictures hat mit Titeln wie „Gladiator“, „Jurassic Park 1-3“ oder „Die Mumie“ bewiesen, dass in dem alten Bildmaterial noch viel Potential steckt. In Kürze sollen, lt. Informationen der Webseite thedigitalbits.com, Steven Spielbergs Weltkriegsdrama „Schindlers Liste (1993)“ und „Les Misérables (2012)“ ein hochwertiges 4K Remaster erhalten.

Die Informationsquellen von TDB können als vertrauenswürdig eingestuft werden. Jedoch berichtet die Webseite vornehmlich über Veröffentlichungen für den US-Markt. Sollte das Filmmaterial der beiden Filme wirklich neu eingescannt und verarbeitet werden, ist eine Veröffentlichung in Europa jedoch sehr wahrscheinlich.

4K Scan des analogen Filmmaterials?

Eine 4K Blu-ray von „Schindlers Liste“ wäre in zweierlei Hinsicht interessant. Zum einen, ob sich der Detailgrad durch einen hochauflösenden Scan des 35mm-Materials im Gegensatz zur regulären Blu-ray nochmals verbessern lässt, zum anderen wie Kontraste und Tiefenwirkung durch High Dynamic Range (HDR) aussehen. Bei „Schindlers Liste“ handelt es sich nämlich um einen Schwarz-Weiß-Film (bis auf wenige Szenen). Enttäuschend wäre eine 4K Blu-ray, die auf dem Remaster für die 20th Anniversary Blu-ray beruht. Die Film-Adaption des weltweit erfolgreichen Musicals „Les Misérables“ birgt ebenfalls Potential. Während die digitale Kinoversion in 2K Qualität gemastert wurde, liegt die analoge Filmversion als „Super 35“-Negativ vor. Universal müsste auch in diese Version einiges an Arbeit stecken.

Soundabmischung birgt Potential

Neben Qualitätsverbesserungen bei der Bildwiedergabe wäre uns eine neue Abmischung der Tonspuren bei beiden Titeln sehr willkommen. Atmosphärisch haben „Schindlers Liste“ mit seiner drückenden Kulisse und großartigem Soundtrack und „Les Misérables“ mit seinen Gesangseinlagen den Gänsehaut-Faktor auf ihrer Seite. Es muss ja nicht gleich eine 3D-Abmischung in DTS:X oder Dolby Atmos sein.

Schlechte Nachrichten für Schwarzseher: Rundfunkbeitrag ist verfassungsgemäß

2

Wer die stille Hoffnung hegte, dass das Bundesverfassungsgericht heute den Rundfunkbeitrag kippen würde, muss die Zähne zusammenbeißen: Wie erwartet, ist jenes ausgeblieben. Laut  der Gerichtsentscheidung sei der 2013 eingeführte Rundfunkbeitrag „im Wesentlichen verfassungsgemäß„.

Im Grunde bemängelt das Bundesverfassungsgericht nur einen Faktor: Die aktuelle Regelung benachteilige Menschen mit Zweitwohnungen zu stark. Sie müssen bisher den Beitrag doppelt zahlen, was zu beanstanden sei. Ansonsten bewertet man den aktuellen Rundfunkbeitrag allerdings als verfassungsgemäß. Das dürfte die Kritiker enttäuschen, welche in dem Beitrag eine versteckte Steuer sehen und vielfach generell das kostspielige Modell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Zweifel ziehen.

Immerhin können nun Personen mit Zweitwohnung einen Antrag auf Befreiung für die zweite Wohnung stellen. Und der Gesetzgeber muss bis spätestens Mitte 2020 nachbessern (Az. 1 BvR 1675/16 u. a.). Laut den Richtern sei es jedoch in Ordnung, dass der Beitrag pro Wohnung gezahlt werden müsse. Denn dort werde das Fernsehen nun einmal typischerweise genutzt.

Das Bundesverfassungsgericht erklärt des Weiteren: „Die bundesweite Ausstrahlung der Programme gibt jedem in Deutschland die realistische Möglichkeit ihres Empfangs.“ Das rechtfertige auch die zusätzliche, finanzielle Belastung. Was das Urteil natürlich ausblendet, ist, dass viele Deutsche lieber auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verzichten würden und ihn faktisch nicht nutzen. Zumal es auch eine Debatte um die Qualität der Inhalte sowie den Umgang mit dem Gebührengeldern gibt. Letzteren bewerten Kritiker des Systems als verschwenderisch. Jenes zeige sich an den Gehältern und Pensionen der Intendanten sowie dem Betrieb etlicher Spartenkanäle.

Das Bundesverfassungsgericht stimmt jedoch der Ansicht zu, dass es keine Rolle spiele, ob der Einzelne ein Empfangsgerät besitze oder den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nutzen wolle. Kaum verwunderlich ist, dass sich der ZDF-Intendant Thomas Bellut begeistert von der Entscheidung zeigt: „Auch wenn es in einem Detail bei der Beitragsbemessung für Zweitwohnungen noch eine Anpassung geben muss – es ist gut, dass über die Zulässigkeit des Beitrags jetzt höchstrichterliche Rechtsklarheit besteht.

Die Kritik am Rundfunkbeitrag wird bleiben

Auch wenn der Rundfunkbeitrag damit als verfassungsgemäß bestätigt ist, dürfte der Unmut in großen Teilen der Bevölkerung verbleiben. Die Kläger, drei Privatleute und der bekannte Autovermieter Sixt, hatten argumentiert, dass das aktuelle Modell ungerecht sei. Etwa müssen alleinerziehende Menschen und Geringverdiener den gleichen Beitrag entrichten wie große Studenten-WGs oder Doppelverdiener.

Die AfD möchte die Rundfunkgebühren (GEZ) abschaffen
GEZ: Früher erhob diese Stelle die Rundfunkgebühren

Sixt war zudem ein Dorn im Auge, dass die Autovermietung pro Wagen einen Beitrag zahlen muss. Bei etwa 50.000 Autos sind das knapp 300.000 Euro monatlich für das Unternehmen. Wiederum würden viele Firmenwagen und Privatautos eben nicht so abgerechnet.

In der Theorie soll der Rundfunkbeitrag eine staatsferne Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks garantieren. In der Praxis existieren jedoch zumindest indirekte Verflechtungen zur Politik, was in der Vergangenheit auch zu Skandalen und anhaltender Kritik geführt hat. Befürworter des Rundfunkbeitrags bleiben allerdings dabei, dass nur so die Meinungsfreiheit und ein ausgewogenes Medienangebot gesichert sei.

Netflix enttäuscht: Aktie bricht nach ernüchterndem Wachstum ein

Netflix sorgt derzeit bei den Anlegern für Ernüchterung. So fiel das Wachstum im zweiten Quartal 2018 deutlich geringer aus als erwartet. Als Konsequenz brach der Aktienkurs zeitweise um immerhin 13 % ein. Trotzdem verzeichnete der Streaming-Anbieter allerdings eine Gewinnzunahme.

Netflix hat eingestanden, dass in den USA im zweiten Quartal 2018 „nur“ 670.000 neue Nutzer hinzustießen. International konnte man etwa 4,47 Mio. an neuen Abonnenten verzeichnen. Das klingt auf de ersten Blick beides gar nicht so übel, liegt aber deutlich unter den zuvor von Netflix in Aussicht gestellten Zahlen. So rechnete man damit, dass man noch gut eine Mio. Abonnenten mehr verbuchen könnte. Die Zahlen bleiben also hinter den Prognosen von Analysten und Netflix eigenen Erwartungen. Im ersten Quartal war man noch sehr euphorisch.

Entsprechend enttäuscht reagierten die Anleger. Nachbörslich verlor die Aktie rund 13 % an Wert. Zugute halten muss man Netflix jedoch, dass der Kurs sich seit dem Beginn des Jahres 2018 wiederum mehr als verdoppelt hatte. Laut der letzten Angaben von Ende Juni 2018 kommt Netflix aktuell weltweit auf ca. 130 Mio. Abonnenten. Den Umsatz konnte man im direkten Vergleich mit dem gleichen Zeitraum 2017 auf 3,9 Mrd. USD-Dollar steigern. Somit wurde ein Zuwachs von 40 % erzielt. Auch das liegt jedoch hinter den vorherigen Erwartungen.

Der Gewinn kletterte bei Netflix von 65,6 auf 384,3 Mio. US-Dollar. Auch das hört sich sicherlich erst einmal gut an, sorgte aber ebenfalls an der Börse für heruntergezogene Mundwinkel. Netflix selbst quittiert die Ergebnisse mit dem Kommentar: „Wir hatten ein starkes, aber kein herausragendes Quartal.“ Bereits befürchtet wurden diese aber sogar noch schlimmere Abstürze übrigens von Market Watch. So bescheinigten die Marktbeobachter Netflix bereits im Januar 2018 eine Überbewertung an der Börse, welche noch problematisch sein werde. Die Preiserhöhungen und neuen Modelle zeigen ebenfalls bereits, dass die Luft für Netflix dünner wird und Market Watch sicherlich nicht ganz falsch liegt.

Netflix sitzt auf mehr als 20 Mrd. US-Dollar Schulden

Aktuell sitzt Netflix auf deinem Schuldenberg von ca. 20 Mrd. US-Dollar. Der Streaming-Anbieter nimmt das zugunsten des Wachstums in Kauf. Deswegen ist natürlich sowohl für Netflix selbst als auch die Aktionäre besonders enttäuschend, dass das Wachstum im zweiten Quartal 2018 niedriger lag als erhofft. Netflix Schulden bestehen aus sowohl langfristigen Verbindlichkeiten als auch Lizenzgebühren.

Netflix lebt also durchaus nicht ungefährlich: Man häuft Schulden an, um neue Inhalte zu finanzieren und Abonnenten zu ködern. Der Sinn ist es, langfristig mehr Content selbst verfügbar zu halten, als ihn lizenzieren zu müssen. Denn selbst viele Netflix Originals werden eigentlich extern produziert – „House of Cards“ etwa stammt streng genommen von Media Rights Capital. Ob Netflix durchaus riskanter Plan auf lange Sicht aufgeht oder irgendwann die Blase platzt, wird die Zeit zeigen.

QLED unterliegt OLED im HDTVTest 2018 Shootout

Im HDTVTest 2018 TV Shootout standen die besten 4K Fernseher internationaler Hersteller gegenüber. Samsungs Q9FN QLED unterlag als einziger LCD-TV in vielen Kategorien der OLED-Konkurrenz von Panasonic, LG und Sony – gab sich aber nicht kampflos geschlagen.

Das unabhängige 4K/HDR TV Shootout ist ein kleines Highlight im laufenden Technik-Jahr. Die besten 4K Fernseher treten gegeneinander in verschiedenen Qualitäts-Kategorien um herauszufinden, welche Geräte sich für welches Einsatzszenario am besten eignen. Im letzten Jahr konnte Samsung mit seiner frisch gestarteten QLED-Range sich in keiner Kategorie gegen die OLED-Konkurrenz behaupten. In diesem Jahr kann sich der Samsung QLED wenigstens eine Trophäe und zwei Kategorie-Siege sichern. Das Gros der Auszeichnungen teilten die OLED Fernseher jedoch unter sich auf.

Direkter Bildvergleich der Top-TV-Modelle

Vincent Teoh, professioneller Bildkalibrierer und Betreiber der Plattform hdtvtest.co.uk organisiert das HDTVTest Shootout bereits seit 2014. Er selbst ist immer auf der Suche nach der besten TV-Qualität und eckt mit seinen Youtube-Reviews auch gerne mal an. Nicht schlecht wie wir finden, man muss ja nicht immer alles schöner darstellen als es ist. Vincent veranstaltet das Shootout in Kooperation mit dem britischen Händler Crampton & Moore, sowie Portrait Display (SpectraCal Kalibrierungssoftware). Folgende 4K Fernseher (alle mit 65 Zoll – 165 cm) nahmen am diesjährigen TV-Shootout teil:

Alle Modelle wurden vom Retailer Crampton & Moore zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um im Handel befindliche Ware und nicht um TV-Geräte, die vom Hersteller zur Verfügung gestellt wurden. C&M nutzt das Event natürlich für Eigenwerbung, stellt damit aber sicher, dass keine vom Hersteller veränderten oder modifizierten Modelle in den Wettbewerb gelangen. Den Geräten wurden zwei professionelle Monitore von Sony (BVM-X300) zur Referenz beigestellt.

Professionell kalibriert

Die vier 4K Fernseher wurden von Vincent Teoh mit Unterstützung von Tyler Pruitt von Portrait Displays sowie Maciej Koper von HDTVPolska mit der SpectraCal Software kalibriert. Auch Marcel Gonska, den wir vor kurzer Zeit für ein Interview gewinnen konnten assistierte den Kollegen.  (Ein Interview zum Thema Bildkalibrierung und Bildqualität mit Marcel Gonska findet ihr HIER!).

Tyler Pruitt von Portal Display kalibriert die TV-Geräte mit SpectraCal by CalMan
Tyler Pruitt von Portal Display kalibriert die TV-Geräte mit SpectraCal by CalMan

26 Videofans die sich für das kostenlose Event angemeldet hatten, fungierten als Jury um die 4K Fernseher in den einzelnen Performance-Kategorien mit Punkten von 1 (schlecht) bis 5 (sehr gut) zu bewerten. Ursprünglich war das Event auf maximal 50 Leute ausgelegt, dass fast die Hälfte der Sitze nicht besetzt waren lag aber sicherlich auch am Fußball WM-Finale sowie am Wimbledon Tennis-Finale der Herren. Es sei noch erwähnt, dass es sich hierbei nicht um einen Blindtest gehandelt hat. Die Hersteller und die Modellnummern waren deutlich ausgeschrieben. Eine Markenbeeinflussung kann also leider nicht ausgeschlossen werden.

Die HDTVTest-Awards setzten sich zum Teil aus mehreren Kategorien zusammen. Nachfolgend die Parameter mit ihren jeweiligen Gewinnern + Zweitplatzierten:

Performance Kategorie Erster Platz Zweiter Platz
Kontrast Panasonic FZW804 (4.58) Sony AF8 (4.45)
Farbgenauigkeit Panasonic FZW804  (4.36) Sony AF8 (4.31)
Bewegtbild Sony AF8 (4.27) Panasonic FZW804 (4.18)
Videoverarbeitung Sony AF8 (4.27) Panasonic FZW804 (3.87)
Gleichmäßige Ausleuchtung LG C8 (4.19) Panasonic FZW804 (4.05)
Heller Raum Samsung Q9FN (4.52) LG C8 / Panasonic FZW804 (3.43)
Gaming Samsung Q9FN (4.23) LG C8 (4.10)
HDR LC C8 (4.15) Panasonic FZW804 (4.13)

Sehr interessant, wie nah die Bewertungen der Erst- und Zweitplatzierten aneinanderlegen. Einzig bei den Parameter „Videoverarbeitung“ und „Heller Raum“ scheint der Gewinner etwas klarer hervorzugehen.

And The Winner Is…

Einzelne oder mehrere dieser Kategorien wurden für die HDTVTest 2018 TV Shootout Awards zusammengefasst. Die fünf beliebten Trophäen wurden nachfolgenden TV-Geräten verliehen:

Award Erster Platz Zweiter Platz
Bester Heimkino TV Panasonic FZW804 (14.93) Sony AF8 (13.27)
Bester Wohnzimmer TV Sony AF8 (15.82) Panasonic FZW804 (15.69)
Bester Gaming TV Samsung Q9FN (4.23) LC C8 (4.10)
Bester HDR TV LG C8 (4.15) Panasonic FZW804 (4.13)
Bester TV 2018 Panasonic FZW804 (32.59) LC C8 (31.49)

Fazit des HDTVTest 2018 TV-Shootout:

Wieder einmal kann sich Panasonic auf die Schulter klopfen. Der Panasonic FZW804 4K OLED machte das Rennen und beerbt damit seinen Vorgänger EXW1004. Die hohen Ansprüche des japanischen Herstellers an eine detailreiche und farbtreue Bildwiedergabe hat dem Modell letztendlich den Sieg gebracht. Etwas dahinter aber mit einem guten Gesamtergebnis der LG C8, der nicht am Panasonic vorbeiziehen konnte.

Sony AF8 darf sich in der Kategorie Bildverarbeitung selbst ein Lob aussprechen. Der X1 Extreme Prozessor leistet anscheinend ganze Arbeit. Da sind wir doch bereits auf den X1 Ultimate gespannt. „Last but not least“ schafft es Samsungs QLED Q9FN ebenfalls aufs Treppchen. Die beste Wahl für Gamer mit seinem niedrigen Input-Lag, sowie Auto Game Mode Switching und VRR (Variable Refresh Rates) mit bis zu 120Hz. Auch die Bewertung des Samsung Q9FN in der Kategorie „Heller Raum“ zeigt, dass ein TV vielleicht nur auf das persönliche Nutzungsverhalten zugeschnitten sein muss.

Zuletzt möchten wir euch noch den Shootout-Trailer (Englisch) ans Herz legen. Neben der nötigen Ernsthaftigkeit für das Thema Bildqualität, zeigt Vincent durchaus Talent zum Comedian:

Die Teilnehmer des Events: