Es ist kein Geheimnis, dass der Film „Solo: A Star Wars Story“ im Kino nicht das Einspielergebnis erzielen konnte, das Disney bzw. Lucasfilm sich erhofft hatte. Offenbar hat die Enttäuschung beim Vertrieb zu einem Umdenken geführt. So heißt es aktuell, dass geplante, weitere Spin-offs nun eingestampft werden.
Update 25-06-2018: Disney hat die Gerüchte um die eingestellten Spin-Off-Filme dementiert. Auslöser war wohl ein frei gewordener Produktions-Slot bei den Londoner Pinewood Studios. Vielen Dank an unsere Leser für den Hinweis!
Originalbeitrag: Mit einem Budget von ca. 275 Mio. US-Dollar kommt „Solo: A Star Wars Story“ (als Ultra HD Blu-ray bereits vorbestellbar) zum Zeitpunkt dieses Artikels nur auf ein Einspielergebnis von etwa 346,4 Mio. US-Dollar. Das verheißt für Disney ein sattes Minus. Denn die grobe Regel lautet, dass ein Blockbuster dieser Größenordnung mindestens das Doppelte seiner Kosten einspielen muss, um Gewinne einzufahren. Jenes begründet sich dadurch, dass die Kinos einen Teil der Einnahmen ernten und zudem in das Marketing hohe Summen fließen.
Disney und Lucasfilm haben es bisher nicht offiziell bestätigt, aber laut den Kollegen von Collider habe Disney eben als Schlussfolgerung ähnliche Spin-offs zu Charakteren wie Obi-Wan Kenoby und Boba Fett auf Eis gelegt. Stattdessen wolle man sich lieber auf die Episode IX, also den direkten Nachfolger von „Star Wars: Die letzten Jedi“, fokussieren. Auch eine neue Trilogie, welche den Fokus nicht mehr auf die alten Charaktere legen soll, rückt nun weiter ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Viele Fans dürften allerdings enttäuscht sein. So gab es vielversprechende Gerüchte, dass der Prequel-Darsteller und Fan-Favorit Ewan McGregor erneut in die Rolle des Obi-Wan schlüpfen könnte. Am Spin-off zu Boba Fett sollte der Regisseur von „Logan“, James Mangold, arbeiten. Auch hier setzten die Fans natürlich große Hoffnungen in das Projekt.
Star-Wars-Spin-offs waren von Anfang an von Problemen geplagt
Vielleicht wurde es Disney auch insgesamt zu bunt mit den Spin-offs. So gab es schon um „Rogue One: A Star Wars Story“ viel Trubel. Der Film wurde durch viele Reshoots kostspielig überarbeitet. Ähnliches geschah auch bei „Solo: A Star Wars Story“. Dadurch explodierte das Budget dann letzten Endes unverhältnismäßig. So feuerte Disney die beiden Regisseure Phil Lord und Chris Miller als ein Gros der Produktion bereits abgeschlossen schien. Stattdessen übernahm Ron Howard und drehte viele Szenen komplett neu.
Unmöglich ist natürlich dennoch nicht, dass Disney und Lucasfilm am Ende das Spin-off-Format wiederbeleben. Aktuell sieht aber alles danach aus, als wolle man sich neu sammeln und die Strategie nach der Enttäuschung rund um „Solo: A Star Wars Story“ anpassen.


















