Start Blog Seite 944

Nie wieder „Solo“: Lucasfilm legt weitere Star-Wars-Ableger auf Eis (Update)

Es ist kein Geheimnis, dass der Film „Solo: A Star Wars Story“ im Kino nicht das Einspielergebnis erzielen konnte, das Disney bzw. Lucasfilm sich erhofft hatte. Offenbar hat die Enttäuschung beim Vertrieb zu einem Umdenken geführt. So heißt es aktuell, dass geplante, weitere Spin-offs nun eingestampft werden.

Update 25-06-2018: Disney hat die Gerüchte um die eingestellten Spin-Off-Filme dementiert. Auslöser war wohl ein frei gewordener Produktions-Slot bei den Londoner Pinewood Studios. Vielen Dank an unsere Leser für den Hinweis!

Originalbeitrag: Mit einem Budget von ca. 275 Mio. US-Dollar kommt „Solo: A Star Wars Story“ (als Ultra HD Blu-ray bereits vorbestellbar) zum Zeitpunkt dieses Artikels nur auf ein Einspielergebnis von etwa 346,4 Mio. US-Dollar. Das verheißt für Disney ein sattes Minus. Denn die grobe Regel lautet, dass ein Blockbuster dieser Größenordnung mindestens das Doppelte seiner Kosten einspielen muss, um Gewinne einzufahren. Jenes begründet sich dadurch, dass die Kinos einen Teil der Einnahmen ernten und zudem in das Marketing hohe Summen fließen.

Disney und Lucasfilm haben es bisher nicht offiziell bestätigt, aber laut den Kollegen von Collider habe Disney eben als Schlussfolgerung ähnliche Spin-offs zu Charakteren wie Obi-Wan Kenoby und Boba Fett auf Eis gelegt. Stattdessen wolle man sich lieber auf die Episode IX, also den direkten Nachfolger von „Star Wars: Die letzten Jedi“, fokussieren. Auch eine neue Trilogie, welche den Fokus nicht mehr auf die alten Charaktere legen soll, rückt nun weiter ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Viele Fans dürften allerdings enttäuscht sein. So gab es vielversprechende Gerüchte, dass der Prequel-Darsteller und Fan-Favorit Ewan McGregor erneut in die Rolle des Obi-Wan schlüpfen könnte. Am Spin-off zu Boba Fett sollte der Regisseur von „Logan“, James Mangold, arbeiten. Auch hier setzten die Fans natürlich große Hoffnungen in das Projekt.

Star-Wars-Spin-offs waren von Anfang an von Problemen geplagt

Vielleicht wurde es Disney auch insgesamt zu bunt mit den Spin-offs. So gab es schon um „Rogue One: A Star Wars Story“ viel Trubel. Der Film wurde durch viele Reshoots kostspielig überarbeitet. Ähnliches geschah auch bei „Solo: A Star Wars Story“. Dadurch explodierte das Budget dann letzten Endes unverhältnismäßig. So feuerte Disney die beiden Regisseure Phil Lord und Chris Miller als ein Gros der Produktion bereits abgeschlossen schien. Stattdessen übernahm Ron Howard und drehte viele Szenen komplett neu.

Unmöglich ist natürlich dennoch nicht, dass Disney und Lucasfilm am Ende das Spin-off-Format wiederbeleben. Aktuell sieht aber alles danach aus, als wolle man sich neu sammeln und die Strategie nach der Enttäuschung rund um „Solo: A Star Wars Story“ anpassen.

LG sichert sich Markennamen ‚True µLED‘, ‚QµLED‘ und ‚MμLED‘

Es verdichten sich die Hinweise, dass LG Electronics auch in die zukunftsweisende MicroLED-Technologie investiert. Das Unternehmen sicherte sich erst kürzlich die Markennamen für ‚True µLED‘, ‚QµLED‘ und ‚MμLED‘. 

LG Electronics kann mit seinem TV-Geschäft wirklich zufrieden sein. Die OLED-Verkäufe im High-End-Segment entwickeln sich prächtig und weisen sogar Mitbewerber Samsung in die Schranken. Doch auch LG weiß um die Grenzen der Technik und investiert bereits in neue Display-Technologien. Bereits im Februar 2018 gab es Gerüchte, LG Display arbeite bereits an TV-Geräten und Display-Lösungen mit MicroLED (µLED). Die jüngsten Markenrecht-Einträge in die Datenbank des EUIPO (European Union International Property Office) lassen nun keine Zweifel mehr zu.

‚True µLED‘, ‚QµLED‘ und ‚MμLED‘

Bislang sind die Anträge noch nicht bewilligt worden – werden vom EUIPO also noch geprüft. In diesem Zeitraum haben Dritte noch Zeit Einspruch gegen die Anträge einzulegen – z.B. Mitbewerber Samsung. Die Marken werden für sogenannte Nizza-Klassifikationen beantragt. Für uns interessant sind die Einträge für „LED display for television“ und „Television receivers“. LG hat die Namen auch noch für andere Kategorien angemeldet – diese haben aber eigentlich gar nichts mit Unterhaltungselektronik zu tun.

Wann präsentiert LG seinen MicroLED-TV?

Das LG Electronics und LG Display in MicroLED investieren ist natürlich erfreulich. Doch wie präsentiert man Investoren und Verbrauchern diese Investitionen, ohne den Ruf von OLED zu beschädigen? LG bewarb OLED lange Zeit als „ultimative“ Display-Technologie. Mit der Ankündigung eines MicroLED-TVs würde man sich natürlich widersprechen. Der Zeitpunkt für die Ankündigung sollte also klug gewählt werden. Zu früh und die Verkäufe der OLED-Fernseher könnten einbrechen, zu spät und man überlässt Mitbewerber Samsung dieses profitable neue Geschäftsfeld. Lt. ersten Spekulationen sollen bereits auf der Fachmesse IFA im September 2018 erste Display-Lösungen von LG mit MicroLED vorgestellt werden.

"The Wall" von Samsung ist das erste kommerziell vertriebene, großflächige microLED Display
Samsung präsentierte mit „The Wall“ das erste kommerzielle MicroLED-Display auf der CES (Januar 2018)

Was ist MircoLED?

Auf dem TV-Markt gibt es aktuell nur zwei Display-Technologien. OLED (Organic Light Emitting Diode) und LCD/LED (Liquid Crystal Display). Beide Technologien haben ihre ganz spezifischen Vor- und Nachteile. Von einem perfekten Display ist man aber noch weit entfernt. MicroLED vereint Vorteile beider Technologien. MicroLED-Displays bestehen aus selbstleuchtenden Pixeln die sich jeweils aus einem roten, blauen und grünen Subpixel zusammensetzen. Es kommen keine Farbfiltern zum Einsatz. Die Reaktionszeit der einzelnen Pixel ist sehr schnell. Nachteile wie eine geringe Lebensdauer oder Einbrenn-Effekte werden nicht erwartet. Die neue Technologie soll in der Lage sein ein sehr großes Farbvolumen abzudecken und kommt so dem natürlichen Sehen des Menschen noch näher. Alle diese Vorteile könnten µLED zur ultimativen Display-Technologie machen.

4K OLED TVs weisen Samsungs QLED in die Schranken

2017 wagten einige Analysten die Prognose, dass sich Samsungs QLED-Modelle insgesamt deutlich besser verkaufen würden, als die OLED-Pendants der Konkurrenz. Schaut man sich die aktuellen Verkaufszahlen an, ist aber offenbar das Gegenteil der Fall. Vermutlich haben die gefallenen OLED-Verkaufspreise hier eine große Rolle gespielt.

Jedenfalls bescheinigen die Statistiken von IHS Markit den OLED-Fernsehern derzeit steigende Marktanteile. Zu bedenken ist natürlich, dass die Anzahl der OLED-Anbieter deutlich größer ist, als jene, der QLED-Hersteller. Bei letzteren ist ja im Grunde Samsung der einzige, relevante Anbieter. OLED-Fernseher gibt es hingegen von Herstellern wie LG, Toshiba, Panasonic und auch Sony. Auch Grundig und Philips sind mittlerweile mit von der Partie.

Der Analyst Ross Young von der Firma Display Supply Chain Consultants (DSCC) baute seine Vorhersage darauf auf, dass er die Zuliefererkette für QLED analysiert hatte. So soll die Massenproduktion der LCD-Fernseher mit Quantum Dots deutlich unkomplizierter sein als jene hochwertiger OLED-Variante. Dennoch sind die QLED-Fernseher am Markt verhältnismäßig kostspielig und in der Regel sogar teurer als vergleichbare OLED-Modelle.

QLED vs OLED
QLED vs OLED: In den letzten Quartalen liegen die OLED vorne bei den Verkaufszahlen

Das könnte viele potentielle Käufer veranlasst haben lieber zu einem OLED-TV statt zu einem QLED zu greifen. Denn in den letzten beiden Quartalen konnten die OLED die QLED in den Verkaufszahlen übertrumpfen. Samsung hatte für seine QLED zwar Hisense als Partner gewonnen, jene arbeiten mittlerweile aber ebenfalls an OLED-4K-TVs. Insider behaupten, dass sogar Samsung selbst mittlerweile wieder an OLED-Fernsehern bastele, um die Rückschläge bei den QLED aufzufangen.

Speziell LG und Samsung gelten im TV-Bereich als Erzrivalen. LG ist der größte Verfechter der OLED-Technologie im TV-Bereich und beliefert im Grunde über LG Display alle anderen Hersteller mit Panels. Während die Verkaufszahlen von LG und Samsung sich im TV-Bereich aktuell immer stärker annähern, erkennt man ein anderes Bild, wenn man das Wachstum beäugt. So konnten die Verkaufszahlen der OLEDs von LG im ersten Quartal 2018 gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um 84 % wachsen. Samsungs QLED-Modelle wiederum musste ein Minus von 45 % hinnehmen.

QLED vs OLED
OLED und QLED: Beide Techniken bieten jeweils andere Vorteile

Analysten sagen für OLED-TVs bald einen weiteren Sprung nach vorne voraus, sobald Hisense in seinem Heimatland China entsprechende Modelle anbietet. Der Trend ist schon jetzt klar. Im ersten Quartal 2018 wurden ca. 470.000 OLED-Fernseher verkauft. Im gleichen Zeitraum wanderten aber nur 366.000 QLED über die Ladentheke. Im ersten Quartal 2017 sah das Verhältnis noch ganz anders aus. Damals verkauften die Hersteller ca. 679.000 QLED, während 218.000 OLED in Kundenhände wanderten.

Auch Sharp will bald OLED-TVs anbieten

Die OLED-TV-Allianz hat dabei 2018 neben Hisense auch Sharp als neuen Partner gewonnen. Dabei fallen die Preise der Geräte und das Interesse der Kunden wächst. Die QLED-TV-Gruppe besteht hingegen nur aus Samsung, TCL und den mittlerweile mehrgleisig fahrenden Hisense.

Samsung Q6F QLED TV mit flachem 49 Zoll Display
Samsung Q6F QLED TV mit flachem 49 Zoll Display

Samsung hat allerdings noch weitere Eisen im Feuer. Langfristig will man auf Micro LED setzen. Jene Technik kombiniert sozusagen die Vorteile von QLED und OLED. Auf der CES 2018 zeigte Samsung mit The Wall ein erstes Ergebnis.

Samsung Q8DN QLED: US-Modell mit Full-Array-Local-Dimming kommt nach Europa

Jetzt ist es also doch soweit: Samsung bringt seine aktuellen QLED-Modelle der Serie Q8DN doch mit Full Array Local Dimming (FALD) nach Europa bzw. Deutschland. Zuvor hatten die Südkoreaner angekündigt, dass die 4K-TVs hierzulande leider nur auf eine Edge-LED-Beleuchtung setzen würden. Offenbar hat aber ein Umdenken stattgefunden.

Damit dürfte dann auch der Ärger der treuen Samsung-Kunden abflauen. Jene hatten bereits eine Petition gestartet – wir haben berichtet. Besonders erfolgreich war die Petition bei Change.org allerdings nicht. Weniger als 250 Unterzeichner fanden sich. Umgestimmt hat Samsung also vermutlich eher die negative Berichterstattung rund um die Edge-LED-Beleuchtung bei den europäischen Q8-Modellen. (Hier geht es direkt zum Q8DN Preisvergleich)

Zumindest haben die Südkoreaner nun laut FlatPanelsHD bestätigt, dass in Europa nicht wie ursprünglich angedacht nur der Q9FN über FALD verfügen soll. Im Handel sollen die neuen 4K-Fernseher von Samsung ab Juli verfügbar sein. Aktuell listet Samsung den Q8FN des Jahres 2018 mit 55 Zoll für 2.499 Euro. Die Variante mit 65 Zoll ist für 3.499 Euro bei Samsung angegeben. Hier handelt es sich aber noch um die bekannten Modelle ohne FALD.

Den Q8CN gibt es auch mit flachem Display (Q8FN)

Das größte Modell des QLED Q8, also die Version mit 75 Zoll, führt Samsung aktuell nicht auf seiner Website auf. In Europa sollen die neuen Modelle mit FALD als Q8DN erscheinen und sich durch diese Bezeichnung von den Edge-LED-Geräten abheben. Als Diagonalen sind 55, 65 und 75 Zoll angedacht. Während den europäischen Q8FN und Q8CN Samsungs One-Connect-Box beiliegt, spart sich der Hersteller jene für den Q8DN.

Im Endeffekt müssen sich Interessierte also zwischen der One-Connect-Bequemlichkeit (Q8FN und Q8CN) sowie verbesserter Bildqualität dank FALD (Q8DN) entscheiden. Nur der Samsung QLED Q9 Q9FN bietet quasi das Beste aus beiden Welten. Zudem arbeitet jener High-End-TV mit mehr Dimming-Zonen. Der Preis fällt entsprechend hoch aus. Schon die Version mit 55 Zoll kostet 2.999 Euro. Für die Versionen mit 65 bzw. 75 Zoll verlangt Samsung 3.999 bzw. 6.399 Euro.

Samsung hat den QLED Q8 Q8DN noch nicht offiziell bestätigt

Samsung selbst hat die Einführung des Q8DN mit FALD bisher noch nicht offiziell bestätigt. Sinnvoll klingt diese Strategie jedoch. Beispielsweise setzt Sony bereits in der TV-Mittelklasse teilweise auf FALD, wenn auch natürlich mit weniger Zonen als etwa beim High-End-Q9.

Das US-Modell Q8FN unterscheidet sich nicht nur im Design, sondern auch in der Ausstattung von der EU-Variante
Das US-Modell Q8FN unterscheidet sich bisher nicht nur im Design, sondern auch in der Ausstattung von der EU-Variante

Zu den technischen Daten des Samsung QLED Q8DN sollen HDR 1500, vier HDMI-Anschlüsse, Tizen 4.0 als Betriebssystem sowie ein Twin-Tuner (DVB T2/C/S2) zählen. Dem Fernseher wird auch Samsungs One Remote beiliegen. Nun darf man gespannt sein, wann Samsungs offizielle Ankündigung folgt und wie der Preis ausfallen könnte.

Alle 4K Fernseher von Samsung sowie von anderen Herstellern findest du auch in unserem Special!

Preisvergleich Q8DN QLED TV:

4K mit 144 Hz: Early Adopter müssen zwei bittere Pillen schlucken

Wir hatten bereits mehrfach über die ersten Monitore mit sowohl 4K-Auflösung, HDR-Unterstützung als auch den für Gamer wichtigen 144 Hz berichtet. Zu jenen Modellen zählen unter anderem die Acer Predator X27 und Asus ROG Swift PG27UQ. Nun stehen die beiden Bildschirme kurz vor der Veröffentlichung. Leider berichten die ersten Tests von zwei ganz wesentlichen Haken.

Auf dem Papier lesen sich die Daten der High-End-Monitore für Gamer beeindruckend. Denn neben nativen 3.840 x 2.160 Pixeln bieten die Geräte auch noch HDR10, 144 Hz und Nvidia G-Sync. Wie die ersten Reviews uns verraten, haben sich die Hersteller aber in der ersten Generation derartiger Monitore die Spezifikation mit einem hohen Preis erkauft. Und damit ist nicht der Verkaufspreis für Kunden gemeint, der bei beachtlichen 2.500 Euro spielt.

So setzen sowohl der Acer Predator X27 als auch der Asus ROG Swift PG27UQ auf eine aktive Kühlung. Das bedeutet, dass in den beiden Monitoren Lüfter verbaut sind. Das kennen etwa auch die Besitzer älterer Plasma-Fernseher noch gut. Während man von einem TV aber in der Regel ein paar Meter entfernt sitzt, liegen zwischen Monitor und Anwender in der Regel deutlich kürzere Abstände. Im Klartext macht sich ein Lüfter also selbst bei niedriger Betriebslautstärke deutlich schneller bemerkbar.

Der Acer Predator X27 ist ein Augenschmaus. Hier wird der Monitor ohne Blenden gezeigt.
Der Acer Predator X27 ist ein Augenschmaus. Hier wird der Monitor ohne Blenden (die vor eintreffenden Licht schützen sollen) gezeigt.

Steht der Monitor frei, soll der Lüfter beispielsweise des Acer Predator X27 im Betrieb relativ leise bleiben und eine akzeptable Lautstärke erzeugen. Gamer die mit Headsets zocken, wird das wohl ohnehin nicht stören. Anstrengend wird es aber wohl, wenn der Monitor mit einer VESA-Halterung an der Wand befestigt wird. Leider überdeckt der beiliegende Adapter aufgrund eines nicht optimalen Designs dann teilweise die Lüftungsschlitze. Dadurch erhöht sich die Rotationsgeschwindigkeit und damit auch die Lautstärke drastisch. Dies könnte für viele potentielle Käufer ein Ausschlusskriterium sein.

Lüfter sind zudem Verschleißteile, so dass auch dies beim Kauf eines derart teuren Monitors für viele Interessenten negativ ins Gewicht fallen könnte. Die neuen 4K-Monitore mit 144 Hz hatten sich zuvor bereits mehrfach verzögert.

Acer Predator X27 und Asus ROG Swift PG27UQ bieten bei 144 Hz nur 4:2:2-Chroma-Subsampling

Der zweite Minuspunkt findet sich nun darin, dass sowohl der Acer Predator X27 als auch der Asus ROG Swift PG27UQ offenbar nur mit einer 4:2:2-Farbunterabtastung arbeiten. Zumindest gilt das, wenn mit 144 Hz gearbeitet wird. Dann liegt entsprechend nur eine Farbtiefe von 8-bit an. Erst wenn man auf 98 Hz herunterschaltet, kann sich die Farbtiefe auf 10-bit erhöhen. Wobei selbst dann noch „Schummelei“ im Spiel ist. Denn echtes 10-bit gibt es auch dann nicht. Stattdessen setzen Acer und Asus wie viele Monitorhersteller auf 8-bit + FRC (Framerate Control).

Acer Predator X27
Acer Predator X27: 4K-Monitor mit HDR und 144 Hz kostet ca. 2.500 Euro

Wie stark man diese beiden Minuspunkte wertet, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Klar ist aber, dass die ersten 4K-Monitore mit HDR und 144 Hz trotz der verhältnismäßig hohen Preise noch einige technische Kompromisse eingehen müssen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wartet also eventuell lieber weitere Tests oder sogar die zweite Generation derartiger Gaming-Boliden ab.

HDR10+: Zertifizierungsprogramm ebnet endlich den Weg

HDR10+ ist ein Konkurrenzformat zu HDR10 bzw. primär zu Dolby Vision. Allerdings ist HDR10+ im Gegensatz zu Dolby Vision offen bzw. ohne Lizenzgebühren für Partner nutzbar. Wie die dahinter stehende Allianz, HDR10+ Technologies, nun bekannt gegeben hat, beginnt ab sofort die Zertifizierungsmöglichkeit für Partner.

Im Handel sind erste Fernseher mit HDR10+ bereits erhältlich. Federführend sind in diesem Bezug von Anfang an Samsung gewesen, die sich stets Dolby Vision aktiv verweigert haben. Da hat sicher auch eine Rolle gespielt, dass der Erzrivale LG Dolby Vision ganz besonders exzessiv vorantreibt. Ebenfalls hinter HDR10+ stehen Panasonic, 20th Century Fox Home Entertainment, Amazon mit Prime Video sowie mittlerweile Warner Bros. Home Entertainment. In Europa will zudem auch TP Vision mit seiner Marke Philips 4K-TVs mit HDR10+ anbieten.

HDR10+ wurde mittlerweile als Format in die eigene Organisation HDR10+ Technologies ausgegliedert. Im Gegensatz zum regulären HDR10 unterstützt HDR10+ dynamische Metadaten bzw. eben dynamisches Tone-Mapping. Damit ist gemeint, dass sich die Einstellungen für die Helligkeit, die Farben und die Kontraste nun für einzelne Szenen oder einzelne Frames festlegen lassen. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber HDR10. Denn dort ist jenes nur einmalig für den gesamten Film möglich.

Bislang dürfen nur 5 Unternehmen das offizielle HDR10+ Logo nutzen. Weitere Partner sollen aber in kürze folgen
Bislang dürfen nur 5 Unternehmen das offizielle HDR10+ Logo nutzen. Weitere Partner sollen aber in Kürze folgen

Dolby Vision bietet jene Option ebenfalls, zur Nutzung müssen die Partner aber Lizenzgebühren an Dolby zahlen. Aktuell widmen sich dennoch mehr Anbieter Dolby Vision – einer der prominentesten Partner ist etwa Apple mit seinem Apple TV 4K. Zudem gibt es im Handel auch bereits Ultra HD Blu-rays, die Dolby Vision einbinden. Hier steckt HDR10+ noch komplett in den Kinderschuhen. Sicherlich hofft man aber, dass sich jenes durch das Zertifizierungsprogramm ändern könnte.

HDR10+ will Dolby Vision ausstechen

Auch wenn Lizenzgebühren entfallen, ist das Programm nicht völlig umsonst. Etwa zahlen Hersteller von Displays eine jährliche Verwaltungsgebühr in der Höhe von 10.000 US-Dollar. Anbieter von SoCs sollen immerhin 4.000 US-Dollar jährlich bezahlen. Für Unternehmen sind jene Summen aber natürlich in aller Regel eher zu vernachlässigen. Content-Anbieter können HDR10+ sogar komplett kostenlos verwenden.

HDR10+ Adopter Categories
HDR10+: Partner zahlen teilweise eine Jahresgebühr

Laut HDR10+ Technologies habe man mittlerweile über 40 Unternehmen als Partner gewonnen. Das Zertifizierungsprogramm könnte die Anzahl der Neuzugänge eventuell bald drastisch erhöhen. Mehr zu HDR10+ gibt es sicherlich auch bald auf der IFA 2018 im September in Berlin zu vernehmen.

Denon AVR-X1500H und AVR-X2500H sorgen für 4K, HDR und Dolby Atmos im Heimkino

Denon hat die beiden neuen Receiver AVR-X1500H und AVR-X2500H als Erweiterungen seiner X-Serie vorgestellt. Laut dem Hersteller zählen die direkten Vorgänger in Europa zu den Bestsellern ihres Segments. Die neuen Modelle stellen Weiterentwicklungen dar. Neben 4K und HDR10 unterstützen sie auch Dolby Vision sowie Dolby Atmos.

Auch andere Tonformate wie DTS:X bzw. DTS Virtual:X beherrschen die Receiver aus dem Effeff. Damit auch Besitzer mobiler Endgeräte zufrieden sind, bieten die Modelle zusätzlich noch Unterstützung für Apple AirPlay, Bluetooth sowie Denons eigenes Multiroom-Streaming-System Heos. Für Heos will Dennon in Kürze in Deutschland einen Heos Home Entertainment Skill veröffentlichen. Jener soll dafür sorgen, dass die beiden 7.2-Receiver dann via Amazon Alexa fernsteuerbar sind. Wer es klassischer mag, findet an beiden Geräten auch einen Phono-Eingang für Plattenspieler.

Denon setzt für die AVR-X1500H und AVR-X2500H auf Audyssey MultEQ XT als Einmessverfahren. Dabei plaudert der Hersteller auch schon ausführlich über die technischen Eigenschaften der beiden Receiver. Beginnen wir mir dem Denon AVR-X1500H, welcher das günstigere der beiden Modelle darstellt

Denon AVR-X1500H: Viel AVR für 499 Euro

Der Denon AVR-X1500H bietet 7.2-Surround-Sound mit 145 Watt pro Kanal. Er unterstützt 4K/60 Hz Full-Rate-Passthrough, 4:4:4 Pure Color Subsampling, Dolby Vision, HDR10, HLG und den Farbraum BT.2020. Auch Dolby Atmos und DTS:X (bis zu 5.1.2) und DTS Virtual:X sind wie eingangs erwähnt kompatibel. Virtuelle Höheneffekte sollen sich auch ohne Deckenlautsprecher bereits ab einfachen 2.0-Kanal-Setups realisieren lassen.

Denon AVR-X1500H
Denon AVR-X1500H für 499 Euro

Neben Bluetooth, Wi-Fi, Apple AirPlay und Zugriff auf Internet-Radio bietet der Receiver auch Spotify Connect und Netzwerk-Audio-Streaming. Ein Firmware-Update soll später auch AirPlay 2 nachreichen. Beliebte Musikdienste wie Spotify, Amazon Music, Deezer, Tidal und mehr können Besitzer über die kostenlose Heos-App abspielen und steuern. Des Weiteren unterstützt der Denon AVR-X1500H auch die Formate DSD (2.8/5.6MHz), FLAC, ALAC und WAV (bis zu 24-bit / 192kHz) über Netzwerk-Streaming via PC, NAS oder USB. High-Resolution-Audio-Streaming mit Gapless-Wiedergabe ist ebenfalls möglich.

Denon AVR-X1500H Anschluesse
Denon AVR-X1500H: Die Anschlüsse

Der Denon AVR-X1500H bietet stolze sechs HDMI-Eingänge. Einer sitzt vorne am Gerät. Alle unterstützen HDCP 2.2. Der Hersteller hebt seinen Digital- / Analog-Wandler AK4458VN 32-bit / 192kHz von AKM für alle Kanäle hervor. Über ein Firmware-Update will Denon außerdem in den nächsten Monaten Web Control nachreichen. Dann soll sich das Setup-Menü des Receivers über einen Browser am PC oder anderen Geräten steuern lassen.

Denon AVR-X2500H: Upgrade für 649 Euro

Noch eine Schippe rauf legt der Denon AVR-X2500H. Dieser AVR bietet alle Vorteile des kleinen Bruders, setzt aber sogar auf 150 Watt pro Kanal. Außerdem sind nun acht HDMI-Eingänge vorhanden. Zwei HDMI-Ausgänge sind es bei diesem Modell – der AVR-X1500H bietet nur einen. Dadurch kann der höherwertige AVR-X2500H z. B. parallel einen TV und einen Projektor befeuern.

Denon AVR-X2500H.
Denon AVR-X2500H: Die Anschlüsse

Sowohl der Denon AVR-X2500H als auch der kleine Bruder AVR-X1500H sind ab sofort in Deutschland im Handel zu haben. Denon listet alle technischen Einzelheiten zum AVR-X1500H auch auf dieser Produktseite. Eine entsprechende Produktseite zum AVR-X2500H ist ebenfalls bereits online zu finden.

TP Vision und Bowers & Wilkins bestätigen exklusive Partnerschaft

Philips bzw. der chinesische Lizenznehmer der Marke, TP Vision, hat eine neue Partnerschaft bestätigt. In Europa tut man sich mit dem Anbieter Bowers & Wilkins zusammen. Letztere stehen für einen britischen Audio-Spezialisten, der unter anderem drahtlose Lautsprecher und Kopfhörer anbietet.

Laut TP Vision habe man nun mit Bowers & Wilkins eine exklusive Partnerschaft abgeschlossen. Jene soll sogar über mehrere Jahre andauern. Das langfristige Ziel sei es, gemeinsame Produkte zu entwickeln. So erklärt TP Vision, dass man mit seinem Partner „eine neue Referenz bei der Wiedergabequalität von Bildern und Tönen im TV-Markt setzen“ wolle. Bowers & Wilkins könnte dafür durchaus ein guter Partner sein. Beispielsweise gewann der Hersteller 2016 einen Hi-Fi Award für den Lautsprecher 802 D3.

Interessant ist eben, dass TP Vision und Bowers & Wilkins nicht nur bestehende Techniken kombinieren wollen, sondern gemeinsam nach neuen Entwicklungen streben. Somit scheint die Partnerschaft darüber hinaus zu gehen, dass TP Vision einfach die Marke Bowers & Wilkins für die Audio-Lösungen in seinen Fernsehern übernehmen würde. Stattdessen sollen die internen Entwicklungsteams laut der Pressemitteilung tatsächlich Hand in Hand arbeiten.

TP Vision will sich der Audio-Qualität widmen

Aus der neuen Partnerschaften ergeben sich laut TP Vision für die Marke Philips besonders starke Synergien, weil sowohl TP Vision als auch Bowers & Wilkins ihre Kerntechnologien selbst entwickeln. Laut dem Leiter des Marketings bei TP Vision, Martijn Smelt, gehe es nun darum Bild- und Tonqualität quasi anzugleichen. Denn letzteres sei zu lange bei Fernsehern in den Hintergrund getreten: „Als Branche haben wir es viel zu lange hingenommen, dass die Soundqualität im Verhältnis zur TV-Qualität nicht gut ist. Diese Herausforderung ist durch die hervorragende Qualität unserer OLED-TVs nun noch größer geworden. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir mit dem weltweit besten Audio-Unternehmen Bowers & Wilkins zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass der Klang unserer Philips High-End-TVs in Zukunft ein einzigartiges Premium-Erlebnis bietet.

Bowers & Wilkins
Bowers & Wilkins sind nun Partner von TP Vision

„Sound by Bowers and Wilkins“ wird dabei wohl bald die TVs des Herstellers im Marketing zieren. Mehr zu den ersten Ergebnissen sollte es laut TP Vision und Bowers & Wilkins etwa im September auf der IFA 2018 in Berlin zu sehen geben.

Samsung QLED (2018) oder OLED: Wem gebührt 2018 die 4K-TV-Krone?

Technik-Enthusiasten vergleichen gern. Welcher 4K-TV ist der größte, der hellste, der mit dem tiefsten Schwarz? Jene und andere Fragen will man nun im großen Vergleichs-Event Crampton & Moore/ HDTVTest 2018 TV Shootout in Großbritannien beantworten. Dort soll sich ein Samsung QLED mit mehreren High-End-OLEDs messen. Wem wird die TV-Krone 2018 gebühren?

Das Event findet am Sonntag den 15. Juli 2018 in der Harefield Academy in London statt. Es können nur 50 Personen teilnehmen. Der Shootout ist kostenlos und die Plätze gehen an diejenigen, welche sich als erstes unter diesem Link anmelden. Wer also zufällig in jenem Zeitraum in England ist, kann sich die Sache ja eventuell durch den Kopf gehen lassen. Idealerweise sollte ein (semi-)professioneller Background mit 4K-TVs vorhanden sein. Von 10:30 Uhr bis 15:30 Uhr (Ortszeit) messen sich die Fernseher dort in verschiedenen Disziplinen.

Statt alle möglichen TVs ins Rennen zu schicken, vergleicht man beim Event von HDTVTest sozusagen nur die besten aller Klassen, welche bereits in Reviews überzeugen konnten. Als einsames LCD-Modell ist der Samsung 65Q9FN QLED TV mit von der Partie. Ihm stellen sich die LG OLED65C8 OLED TV, Panasonic 65FZ800 oder 65FZ950 OLED TV sowie der Sony Bravia 65A8F OLED TV entgegen.

Die LG-C8-Serie ist in diesem Jahr in 55, 65 und 77 Zoll erhältlich.

Um eine Referenz als Basis zu haben, will man im Rahmen des Vergleichs auch die professionellen Monitore Sony BVM-X300 vor Ort einbinden. Jene kommen bei Fernsehsendern zum Einsatz, weil sie kalibrierte Bestwerte bei der Farbwiedergabe, Schärfe und Details sowie im Bereich der Kontraste und bei HDR erreichen. Damit die Tests fair ablaufen, werden alle TV-Modelle kalibriert und dann in verschiedenen Modi für die Nutzung am Tag, in der Nacht sowie bei Spielen und bei HDR miteinander verglichen. Die Kalibrierung nehmen zwei Experten von Portrait Displays, Entwickler der renommierten CalMAN-Software, gemeinsam mit der Redaktion der HDTVTest, vor.

Samsung QLED tritt gegen starkes OLED-Line-Up an

Die Testergebnisse sollen durch die Zuschauer zustande kommen. Sie bewerten die zur Auswahl stehenden Fernseher. Dafür sehen sie sich unterschiedliche Inhalte wie Ultra HD Blu-rays, Blu-rays oder auch Spiele mit HDR an. Als Bewertungskriterien dienen der Kontrast, die korrekte Farbwiedergabe, die Bewegungsdarstellung, die Homogenität des Bildes, die HDR-Leistung, die Darstellung in einer besonders hellen Umgebung und die Gaming-Fähigkeiten. Dabei erfolgt die Bewertung mit 1-5 Punkten.

Sony A8 OLED
Auch Sonys A8 mischt bei den OLEDs mit

Der Fernseher, welche am Ende durch das Publikum die höchste Punktzahl erringt, darf sich laut HDTVTest mit dem Titel „Best TV of 2018“ schmücken. Es wäre dabei ein Clou, wenn sich Samsungs QLED gegen die geballte OLED-Konkurrenz durchsetzen könnte. Noch müssen wir aber abwarten: Da das Event erst im Juli 2018 stattfindet, lassen die Ergebnisse erst einmal auf sich warten.

YouTube Premium mit Musik und Originals ab sofort in Deutschland

Es ist da: YouTube Premium bzw. YouTube Music geht in Deutschland und Österreich an den Start. Das Streaming-Angebot bietet nicht nur für Musikfans einiges, sondern hält auch die im Ausland bereits beliebten YouTube Originals bereit. Unter jenen ist etwa „Cobra Kai“, die Serien-Fortsetzung des 1980er-Jahre Klassikers „Karate Kid“.

Wer YouTube nutzt, sieht etwa im Web am linken Rand im Menü bereits den neuen Hinweis auf YouTube Premium. Auch YouTube Music wird im gleichen Bereich beworben. Es gibt neben der kostenpflichtigen auch eine kostenlose Variante. YouTube Music erlaubt dabei das Musikstreaming und auch die Wiedergabe von YouTube-Clips als reine Audiostreams. Das ist auf Parties ja bereits beliebt.

Bei der App für YouTube Music hat Google dann gehörig modernisiert, um sich vom altbackenen Look von Google Play Music zu entfernen. Wie bei Spotify gibt es zudem eine Startseite, die immer persönlichere Musikempfehlungen bereithält, wenn man bereits ordentlich gestreamt hat. Die Personalisierung der Inhalte spielt also eine enorme Rolle. Über die Suche lassen sich aber auch einzelne Musiktitel, Alben, Videos und Playlisten finden. Wie bei der Streaming-Konkurrenz können Nutzer einzelne Künster abonnieren.

YouTube Originals
YouTube Originals ab sofort via YouTube Premium in Deutschland

Wer zuvor Google Play Music genutzt hat, der kann seine Playlisten und in der Cloud gespeicherten Inhalte transferieren. Zunächst soll es Google Play Music aber noch separat weiter geben. Auf lange Sicht könnte der Dienst aber sicherlich zugunsten von YouTube Music das Zeitliche segnen. Als Kosten nennt Google für YouTube Music 9,99 Euro im Monat. 14,99 Euro sind es für ein Familien-Abonnement mit bis zu sechs Mitgliedern.

YouTube Premium: Keine Werbung mehr!

Interessanter ist aber gleich komplett YouTube Premium zu buchen. Denn das enthält auch das Angebot, das im Ausland bisher unter dem Namen YouTube Red gelaufen ist. Hier besteht als der Zugriff auf zahlreiche YouTube Originals. Dazu zählt das eingangs erwähnte „Cobra Kai“ genau so wie etwa das Drama „Impulse“. Weitere Eigenproduktionen sind für die Zukunft geplant. Hier steigen die Preise auf 11,99 Euro bzw. 17,99 Euro im Familien-Abonnement.

Wer sich nicht sicher ist, ob sich YouTube Music und YouTube Premium lohnen, kann die Dienste auch zunächst für drei Monate kostenlos antesten. Ein weiterer Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist: YouTube Premium entfernt die Werbung, die sonst auf der Streaming-Angebot in Videos eingebunden ist. Zudem stehen Inhalte teilweise auch offline zur Verfügung bzw. lassen sich herunterladen. Auch das ist sicherlich für viele User ein echter Mehrwert. In Deutschland steht YouTube Music bzw. YouTube Premium ab sofort zu den genannten Preisen zur Verfügung.