Apple plant offenbar eine neue „Alles-in-Einem“-Flatrate namens Apple One. Das Abonnement soll unter anderem Apple TV+, Apple Arcade und Apple Music bündeln.
Wir hatten ja auch schon über Apple Arcade berichtet: Es handelt sich dabei um eine Spiele-Flatrate, grob vergleichbar mit dem Xbox Game Pass, allerdings stehen eher Titel für mobile Endgeräte im Fokus. Auch z. B. am Apple TV 4K lassen sich die Spiele allerdings als Teil von Apple Arcade zocken. Apple TV+, das Streaming-Angebot des Unternehmens auc Cupertino, ist unseren Lesern sicherlich ein Begriff. Da plant Apple ja, gewaltig um neue Filme aufzustocken.
Jüngst gab es da ja Berichte, laut denen es mit den Abonnements bei Apple bisher nicht ganz so zufriedenstellend laufe. Vielleicht möchte das Unternehmen daher gerne mehr Nutzer mit einem Kombi-Abonnement zum vermutlich vergünstigten Gesamtpreis anlocken. Auch Apple Music solle Bestandteil dieses Pakets werden und auch ein Abonnement für eine Fitness-Anwendung könnte noch hinzustoßen. Laut ersten Berichten könnten Apple-Kunden dann gegenüber den Einzelpreisen wohl bei der Buchung von Apple One zwei bis fünf US-Dollar bzw. Euro monatlich sparen.
Apple plant Apple One wohl in mehreren Varianten anzubieten – etwa als eine Art Entertainment-Paket mit Apple TV+ und Apple Music sowie als größeres Paket mit Apple News+, Apple Arcade und auch iCloud-Speicherplatz. Abgewogen wird bei Apple wohl auch Käufern eines Apple TV / Apple TV 4K für ein Jahr kostenlosen Zugriff auf Apple Arcade zu gewähren, um das Abonnement stärker zu pushen.
Apple möchte mehr Abonnenten binden
Sicherlich hofft Apple auch, dass einige Nutzer dann so ein Gesamtabonnement buchen, und dadurch neue Dienste im Paket entdecken und für sich schätzen lernen. Wer beispielsweise schon jetzt iCloud-Speicherplatz und Apple Music gebucht hat und bei einem Kombi-Paket nur zwei Euro Aufpreis für Apple TV+ zahlen würde, dürfte eher angezogen sein, als bei der separaten, teureren Buchung.
Apple selbst hat diese Gerüchte aktuell aber noch nicht kommentiert. Auch zu der möglichen Fitness-App, die virtuelle Kurse anbieten soll, herrscht derzeit nur Schweigen.
Wir testen den GX Gallery 4K OLED TV von LG Electronics auf Herz und Nieren und berichten umfänglich, ob dieser Blickfang seinen Preis wert ist! Getestet wurde die 55 Zoll Variante OLED55GX9LA.
Einleitung, Inbetriebnahme & Design
Inzwischen zählen beim Kauf eines TV-Gerätes nicht nur Bild- und Tonqualität eine wichtige Rolle, sondern auch das Design wird zunehmend berücksichtigt. Besonders in diesem Punkt macht das neue GX Modell von LG positiv auf sich aufmerksam. Im Vergleich zu den ohnehin schon schlanken OLED Modellen des Herstellers ist es LG gelungen die Gehäusetiefe nochmals, um die Hälfte zu reduzieren. Mit einer Gesamtdicke von weniger als zwei Zentimeter ist er zwar immer noch dicker, als die Wallpaper Serie von LG besitzt jedoch im Vergleich hierzu die gesamte Elektronik inklusive Lautsprecher und Netzteil im Gehäuse (Zudem unterstützt der GX auch VRR,G-Sync und FreeSync, was der Wallpaper TV W9/WX beherrscht). Eine zusätzliche Anschlussbox samt integrierter Soundbar die mittels Flachbandkabel mit dem TV verbunden wird beim GX nicht benötigt.
Im Lieferumfang des 4K OLED 55 GX9LA befindet sich kein Standfuß, was uns nicht unbedingt gefällt. Klar möchte LG, dass das Modell entsprechten der Konzeption an der Wand angebracht wird, aber zwei Behelfs-Standfüße aus Metall kosten sicherlich nicht die Welt. Dafür ist im Lieferumfang die Wandhalterung enthalten, die es ermöglicht, das Gerät besonders flach an der Wand anzubringen. Neben der Befestigung dient die Wandhalterung auch zur Wärmeabfuhr, die durch den Kontakt mit der Metallrückwand stattfindet. Wer bereits eine Wandhalterung installiert hat und diese auch weiter nutzen möchte, kann diese dank VESA-Kompatibilität (300/180 x 300) weiter nutzen. Der GX lässt sich dennoch klassisch aufstellen, dafür gibt es einige außergewöhnliche Standfuß-Optionen des AV-Möbelherstellers Spectral. Dem Modell angepasst sind die Standfüße besonders stylisch und funktionell ausgestattet. Erhältlich sind die besonders edlen Varianten mit und ohne Vorrichtung zur Montage einer LG Soundbar. Da es sich hier um einen Premium-Möbelhersteller handelt, mit denen LG eine Kooperation eingegangen ist, befinden sich die Preise für die Luxusstandfüße im oberen Preissegment.
Besonders elegante Standfußlösung tube GX von Spectral (Quelle: https://www.spectral.eu/)
Zum Zeitpunkt dieses Tests (Juli 2020) gibt es das 55 Zoll Modell im Preisvergleich ab 2.000 Euro (Hier geht es direkt zum aktuellen Preisvergleich) und ist somit ca. 200 Euro teurer als das CX-Modell von LG. Wer ein größeres Gemälde aufhängen möchte, der bekommt die 77 Zoll Variante für knapp 8.000 Euro. Somit liegt LG deutlich über den Preisen des Mitbewerbers Samsung, die erst vor Kurzem ihre „The Frame“ Serie um weitere größere Diagonalen ergänzt haben und preislich bereits ab ca. 3.000 Euro zu haben sind. Neben den enormen Preisunterschied sollte man jedoch beachten, dass es sich bei den Geräten um unterschiedliche Technologien handelt (OLED vs. QLED) und Samsung im direkten Vergleich nicht die bessere Bildqualität liefert – obwohl die Samsung-Geräte bei bestimmten Nutzer-Szenarien die Nase vorne haben (z.B. helles Umgebungslicht).
Samt Netzteil und aller Anschlüsse kommt der GX auf eine Gehäuse dicke von weniger als zwei Zentimeter
Natürlich bietet LG neben dem besonderen Design auch noch viele weitere nennenswerte Features. Zwar nennt der Hersteller inzwischen öffentlich keine Versionsnummer der im TV werkelnden webOS Oberfläche, dennoch wissen wir, dass Version 5.0 in den Modellen von 2020 zum Einsatz kommt. Das Navigieren funktioniert wie bereits in den Modellen aus den letzten Jahren sehr intuitiv und flüssig. Auf dem Homescreen können häufig verwendete Apps auf der unteren Leiste abgelegt und somit schnell gestartet werden. Bereits mit webOS 4.5 wurde die sogenannte „Ai-Preview“ eingeführt. Befindet sich der Cursor der Fernbedienung auf einer App, die dieses Feature unterstützt, so werden empfohlene Inhalte über dem Icon angezeigt. Aktuell wird dies nur von wenigen Apps, wie z. B. Netflix oder YouTube Angeboten. Schuld daran ist die fehlende Abwärtskompatibilität für ältere webOS Versionen von „AI-Preview“. Deshalb unterstützen die eher kleineren Streamingplattformen dieses Feature nicht, da sich die Implementierung der API von LG für diese nicht lohnt.
Die Oberfläche von webOS 5.0 hat sich kaum verändert und reagiert nach wie vor zügig auf Eingaben der Fernbedienung
Bereits ab Werk befinden sich nahezu alle bekannten Streamingdienste wie Joyn, Netflix, Rakuten TV, Disyney+, Prime Video und sogar Sky-Q als auch Apple TV+ an Board. Die Vielfalt an Apps machen externe Hardwarelösungen wie z. B. einen Fire TV-Stick oder Apple TV überflüssig – zur Freude des eigenen Portemonnaies.
Nutzer vom Apple Streamingdienst können ab Werk den Dienst auch ohne externen Apple TV nutzen
Neben der Bereitstellung der Apple TV+ App hat LG gemeinsam mit dem Konzern aus Cupertino damit begonnen AirPlay2 als auch HomeKit bereitzustellen. Leider ist diese Implementierung auf die neuen webOS Versionen beschränkt und somit für Besitzer von älteren LG OLED Modellen nicht nutzbar. Mithilfe von AirPlay2 ist es möglich Medieninhalte wie Videos, Musik oder auch Fotos drahtlos von einem iOS- oder MacOS Gerät auf den Fernseher zu übertragen. Dabei unterstützt AirPlay2, als auch die Apple TV+ App Streaming in 4K Dolby Vision und im Laufe des Jahres folgt ein Update zur Implementierung von Dolby Atmos. Eine Limitierung der LG App von Apple gibt es dennoch. So ist es nicht möglich wie auf der Apple TV-Box TV-Audio drahtlos über AirPlay2 kompatible Lautsprecher oder Receiver auszugeben aber es soll ja auch noch Gründe geben, die einen Kauf zusätzlicher Hardware rechtfertigt. Während AirPlay2 bereits bei Fernsehgeräten von Samsung zum Einsatz kam, so ist das Apple HomeKit Feature ein Novum und ermöglicht dem Nutzer bestimmte Smarthome Geräte wie z. B. Philips Hue Lampen direkt über den TV zu steuern. Sogar Sprachbefehle mittels Siri kompatibler Geräte können an den TV weitergegeben werden.
Neben AirPlay2 wurde auch Apple HomeKit integriert zur Steuerung von modernen Smart Home Geräten
Mit der Einführung von webOS 5.0 hat LG das Home Dashboard überarbeitet. Basierend auf OCF oder ThinQ werden hier mit dem TV verbundene Geräte angezeigt. Hiervon ausgeschlossen sind Apple HomeKit kompatible Geräte, da diese nur über die Home App von Apple eingerichtet und genutzt werden können. Zusätzlich werden übersichtlich alle physikalischen als auch kabellosen Signalquellen angezeigt. Man hat ebenfalls die Möglichkeit, die Audioausgabe schnell und einfach anzupassen. Befinden sich im Haushalt ThinQ kompatible Geräte so werden diese im neuen Dashboard angezeigt und können mittels Sprachroutinen wie „Guten Morgen“ gesteuert werden. Hinsichtlich der Sprachsteuerung ist LG aktuell der einzige Hersteller, der alle bekannten Systeme unterstützt. So ist es möglich durch das Mikrofon in der Fernbedienung, die Dienste von Amazon Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit Geräten mittels Sprachbefehl zu steuern.
Im neuen Home Dashboard sind alle Signalquellen sowie mögliche Smarthome Geräte übersichtlich dargestellt
Ein weiteres neues Feature für LG’s TV-Generation von 2020 ist der „Sport-Alarm“. Hier kann man aus den bekanntesten Fußball Klubs weltweit seine Lieblingsmannschaft auswählen und wird anschließend über aktuelle laufende Spiele sowie Ergebnisse benachrichtigt. Sollte gerade im TV ein Spiel dieser Mannschaft übertragen werden, so wird vorgeschlagen auf den Sender der das Spiel überträgt zu wechseln. Diese Funktion wird vom internen Tuner als auch von LG kompatiblen Set-Top Boxen unterstützt.
Mithilfe des neuen Sport Alarms verpasst man kein Spiel seiner Lieblingsmannschaft
Last but not least ist es jetzt möglich, bestimmte Befehle wie z. B. das Anpassen des Bildschirmformates oder SIMPLINK als Shortcut in der Seitenliste abzulegen. So werden die Befehle die man häufiger verwendet beim Aufrufen der Einstellungen praktisch und schnell zugänglich gemacht.
Man kann nun neue Shortcuts für bestimmte Befehle in der Einstellungsleiste hinzufügen
Viele der neuen webOS Funktionen sowie der Einbindung von Smarthome Geräten ist genau der Schritt in die richtige Richtung, um den TV zur einer möglichen Schaltzentrale in den eigenen vier Wänden zu machen. Dennoch ist es für uns unverständlich, dass LG und App-Entwickler viele dieser Features nur auf den neuesten Geräten ausrollt. Eine größere Reichweite an Nutzern könnte schließlich dazu beitragen, die Entwicklung der hauseigenen TV-Plattform voranzutreiben und die Kunden stärker an die Marke zu binden. Schließlich gibt es auch User, die sich nicht jährlich das aktuellste Modell zulegen, um in den Genuss aller neuen Features zu kommen.
Kalibrierung SDR
Mit Einführung der neuen Modelle von LG wird der Technicolor Bildmodus durch den FILMMAKER MODE ersetzt. Dieser wurde im Jahr 2019 von der UHD Alliance vorgestellt und erlangte besonders durch bekannte Hollywoodgrößen wie Christopher Nolan, Martin Scorsese, James Cameron sowie Tom Cruise Aufmerksamkeit, da diese sich Medienwirksam für die Verwendung des Bildmodus einsetzten . Bereits ab Werk bietet der neue FILMMAKER MODE eine nahezu Referenz-würdige Performance. Die Graustufen weisen in den Mittel- und Hochtönen zwar tendenziell einen leichten Rotüberschuss sowie ein leichtes Blaudefizit auf, insgesamt kommen wir dennoch auf ein durchschnittliches deltaE von unter drei. Unser GX-Modell erreicht ein Gammawert von 2,39 und eine Maximalhelligkeit von knapp 90 Nits und entspricht damit nahezu der SDR Rec. 709 Norm. Die Farbraumabdeckung von 99 % sowie die durchschnittliche Farbtemperatur von 6500K beweisen, wie präzise LG die Geräte ab Werk justiert, so etwas kennen wir ansonsten nur von Panasonic Geräten. Uns hat besonders imponiert, dass die Farben über alle Helligkeitsstufen hinweg bereits spot on sitzen. Lediglich Magenta driftet leicht in Richtung Rot ab.
Farb- und Graustufenmessung innerhalb des Standard-Dynamikumfangs (SDR) vor der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Selbst die herausfordernde ColorChecker SG Messung bei der über 124 verschiedene Farbmischungen, die besonders häufig in Film und Fernsehen vorkommen, besteht der 55GX9LA. Lediglich einige wenige Gelbtöne kratzen an der Grenze der zulässigen Norm, was jedoch der normale User im Alltagsbetrieb kaum bemerken wird.
Die ColorChecker SG Messung besteht der GX im FILMMAKER MODE bereits ab Werk mit Bravour (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Im Vergleich zu anderen Herstellern bietet LG Enthusiasten als auch Profis die Möglichkeit, individuelle 3D LUT’s zu erstellen und direkt in die TV-Pipeline hochzuladen, um so die bestmögliche Bildqualität zu erzielen. Wir haben diese Funktion ebenfalls getestet, um herauszufinden, was man optisch und messtechnisch noch herausholen kann. Um Referenz Messungen zu garantieren, haben wir wie bereits in unserem Test zum Samsung Q90Rfür die Messungen unser Klein K10-A in Kombination mit einem X-Rite i1Pro2 Spektralfotometer zur Profilierung verwendet. Als Software kam Calman Ultimate 2020 v. 5.11.0 als auch die neue Software von Light Illusion namens ColourSpace zum Einsatz. Dies ist die Weiterentwicklung der bekannten Software LightSpace aus gleichem Haus, welche in Hollywood als Nummer eins für die Erstellung von individuellen 3D LUT’s gilt. Wir bleiben hiermit unserer transparenten Linie treu und versuchen euch einen möglichst tiefen Einblick in die Bildperformance des Gerätes zu bieten.
Der komplette Kalibrierprozess wurde von uns manuell durchgeführt und nicht mittels der bekannten und auch für die 2020 Modelle erneut verfügbaren AutoCAL Funktion die Calman anbietet. Als Vorbereitung für die Profilierung des 55GX9LA haben wir lediglich den Weißpunkt mittels 2-Punkt-Einstellung optimiert, da Helligkeit und Kontrast bereits ab Werk korrekt konfiguriert waren.
Anschließend wurden 5.402 Messfelder mithilfe unseres Testbildgenerators vermessen und daraus eine individuelle 3D LUT erstellt. Zwar dauert diese Art der Kalibrierung deutlich länger als eine klassische Kalibrierung, jedoch erzielt man somit das bestmögliche Ergebnis und ist daher nicht mit einer herkömmlichen 10 oder 20 Punkt Graustufen Kalibrierung vergleichbar.
Die Profilierung nahm inklusive vorheriger Stabilisierung des Displays ca. zwei Stunden in Anspruch (ColourSpace Calibration Software – Light Illusion)
Nachdem die individuelle 3D LUT in die TV-Pipeline hochgeladen worden ist, haben wir diese mit einem speziellen Set, dass aus 1.000 Messpunkten besteht, verifiziert statt der üblichen 10 oder 20 Graustufen. Das Ergebnis daraus ist nicht nur messtechnisch, sondern auch optisch auf dem höchsten Niveau angesiedelt und holt alle Reserven aus dem OLED Modell heraus. Der GX erzielt ein Traumergebnis mit einem durchschnittlichen deltaE von 0,2280 von insgesamt 1.000 Messpunkten und stellt damit einen neuen Rekord in unserem Messlabor auf. Jedoch ist nicht nur der durchschnittliche Fehlerquotient auf einem Rekordtief. Wir messen keinen der insgesamt 1.000 Punkte, der über einem deltaE von 1,50 liegt, was sicher jedes Kalibriererherz höherschlagen lässt.
Der GX erzielt im Messlabor ein neuen Rekord mit einem durchschnittlichen deltaE von 0,2280 bei 1.000 Messpunkten
Um die Messungen noch besser beurteilen zu können, haben wir weitere Kontrollmessungen mittels Calman Ultimate durchgeführt, um die Ergebnisse mit denen in ColourSpace zu vergleichen und zu verifizieren. Den schwierigen ColorChecker SG Messchart sowie weitere Messungen wurden durchgeführt und jede einzelne bestätigte Ergebnisse auf aller höchsten Niveau. Der vorherige Rotüberschuss sowie das Blaudefizit, das die Grautreppe ab Werk im FILMMAKER MODE noch aufwies, ist nach der 3D LUT Kalibrierung mustergültig und die RGB-Balance ist nun harmonisch und ausgeglichen. Der ColorChecker SG Chart zeigt keine Farbe, die über den Schwellenwert von einem deltaE von 1,00 hinausgeht. An der Stelle sei nochmals erwähnt, dass das menschliche Auge Fehler, die bereits unter einem deltaE von 3,00 liegen nicht mehr als falsch wahrgenommen werden – es sei denn man ist ein Kalibrierjunkie.
SDR Post 3D LUT Calibration (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
SDR Post 6-Step Near Black (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
SDR Post ColorChecker SG (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
SDR Post Gamut Luminance (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Anders als noch der Samsung Q90R zeigt der G55GX9LA während der 3D Betrachtung des Rec. 709 Farbraums deutlich weniger Schwachstellen und Probleme auf, die man anschließend im Content durch z. B. Colorbanding, Posterization oder andere unschöne Artefakte ausmachen würde.
Sicht 1
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Kalibrierung HDR10
Wie auch schon zuvor im Umgang mit SDR Inhalten, weiß der 4K OLED auch im HDR10 Betrieb durchaus zu überzeugen. Auch hier starten wir mit dem FILMMAKER MODE, da hier bereits alle unnötigen Einstellungen, die in das Bild Processing eingreifen, deaktiviert sind. Die Messung ergibt einen sauberen und mustergültigen EOTF Verlauf und ein nahezu identisches Bild der RGB-Balance wie schon im SDR Modus. Nach dem Roll-Off zieht Rot etwas zu sehr an, während Blau in den Hochtönen etwas an Kraft verliert. Mit knapp 670 Nits Spitzenhelligkeit reiht sich das Modell in die für OLED typischen Wertebereich ein. Die Primär- als auch Sekundärfarben befinden sich allesamt auf Soll, lediglich Gelb driftet leicht in Richtung Rot ab.
Farb- und Graustufenmessung innerhalb des Hohen-Dynamikumfangs (HDR) vor der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Im Vergleich zur SDR Kalibrierung reicht es im HDR Betrieb bereits aus, den Weißpunkt vor dem Roll-Off anzupassen und man erhält ein mustergültiges Ergebnis. Diese kleine Anpassung genügt bereits, um die RGB Balance auszugleichen und die Farbe Gelb in Richtung Grün zu lenken und somit auf Soll zu bringen.
Farb- und Graustufenmessung innerhalb des Hohen-Dynamikumfangs (HDR) nach der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)Der GX kommt auf eine BT.2020 Farbraumabdeckung von 75% (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)Der DCI-P3 Farbraum wird mit 99% nahezu komplett abgedeckt (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Für all diejenigen unter euch, die mit dem Gedanken spielen ihren neuen LG OLED selbst zu kalibrieren, denen bietet LG durch die Kooperation mit Portrait Displays die Möglichkeit, sich die Anschaffungskosten für einen teuren Testbildgenerator zu sparen. In Kombination mit der Calman Software, sind die Modelle seit 2019 in der Lage, die benötigten Messfelder selbst zu generieren. Man benötigt dennoch nach wie vor einen Sensor wie z. B. ein X-Rite i1Display Pro sowie die Calman Software. Wir haben auch diese Funktion getestet, um sicherzustellen, dass die Messfelder, die durch den TV generiert werden, bit genau sind und mit denen eines externen Gerätes übereinstimmen. Das Ergebnis war erfreulich denn im SDR als auch im HDR Betrieb sind die Messungen bis auf ein paar kleinen Messtoleranzen mit denen von unserem externen Testbildgenerator identisch. Unser Testgerät wurde mit Firmware 03.10.00 ausgeliefert und erst später wurde Version 03.20.00 ausgerollt, durch die der interne Testbildgenerator in der Video-Pipeline an eine andere Stelle rückt um somit auch HDR Messungen verifizieren zu können. Deshalb kam es bei der HDR Messung noch zu leichten Abweichungen davon also nicht irritieren lassen. Insgesamt begrüßen wir diese Entwicklung, weshalb neben Panasonic künftig auch andere Hersteller wie Samsung die Möglichkeit eines internen Testbildgenerators anbieten möchten.
Interne Testbildgenerator vs. VideoForge Pro im SDR Betrieb (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)Interne Testbildgenerator vs. VideoForge Pro im HDR10 Betrieb (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Bildeindruck
SDR-Videos in HD, UltraHD bis hin zu Videos mit geringer SD-Auflösung gibt der GX in gewohnt sehr guter Qualität wieder. Die Eigenschaften des OLED-Panels zu denen insbesondere der tiefe Kontrast und eine präzise Farbwiedergabe gehören, tragen zu einer gelungenen SDR-Präsentation bei. Laut LG verfügt die dritte Generation des Alpha 9-Videoprozessors über ein verbessertes Upscaling des Bildmaterials, was wir aber außerhalb eines einzelnen Testmusters mit realen Inhalten nicht feststellen konnten. Von einigen wenigen Verbesserungen mal abgesehen, arbeitet der Alpha 9 in 3. Generation im Einklang mit den beiden vorherigen Generationen auf hohem Niveau.
Auch im HDR Betrieb weiß der GX zu überzeugen. Wir messen für unser Testmuster eine Rec.2020 Farbraumabdeckung von 74% sowie eine Spitzenhelligkeit von knapp 680 Nits. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz aus dem LCD-Lager (siehe Tabelle unten) mögen die ermittelten Werte niedrig erscheinen und dennoch erstrahlt auf dem GX9LA ein überragendes HDR Bild. Diejenigen die in einem dedizierten Heimkino schauen wissen wovon wir sprechen. Wenn einem im abgedunkelten Raum plötzlich 1.500 Nits um die Ohren fliegen kann das sehr anstrengend für die Augen sein. Zwar verfügen bestimmte LCD-Displays über deutlich größere Helligkeitsreserven, dennoch mangelt es ihnen an der Fähigkeit, kleine Spots wie Sterne oder Lampen mit der notwendigen Intensität wiederzugeben, da diese Objekte viel kleiner sind als die physischen Dimming Zonen hinter dem LCD-Bildschirm. Dies stellt unserer Meinung nach eine viel größere Einschränkung für die HDR-Bildqualität dar, als die mangelnde Spitzenhelligkeit, da dem Bild somit der notwendige Punch und jegliche Tiefe fehlt.
Die diesjährigen Modelle verfügen über den Alpha 9 Gen3 AI Prozessor 4K
Mithilfe eines eingebauten Lichtsensors passt der GX die Bildhelligkeit dynamisch an sein Umgebungslicht an. Dieses Konzept wird bereits seit geraumer Zeit für SDR-Videoinhalte verwendet und findet nun zunehmend bei HDR Material Einklang. Mit der Einführung von Dolby Vision IQ erstreckt sich dies nun auch auf Dolby Vision-Videoinhalte. Wird der TV in Räumen aufgestellt, die von Licht durchflutet werden, so mag dies noch Sinn ergeben für Puristen und all diejenigen die den Film oder TV-Serie so schauen möchten wie es im Studio gemastert wurde, werden von dieser Einstellung niemals Gebrauch machen. Wir sind von den aktuellen Implementierungen der Hersteller, die versuchen das Umgebungslicht zu berücksichtigen noch nicht überzeugt. Dennoch wird es Anwender geben, die HDR Inhalte tagsüber konsumieren und sich über die Möglichkeiten, die sich durch den Lichtsensor ergeben freuen werden.
Aufgrund ihrer selbst-emittierenden Pixelstruktur bleiben OLED Fernseher für viele Nutzer die Präferenz, unabhängig davon welche Inhalte wiedergegeben werden. Der Kontrast sowie die natürliche Farbwiedergabe stellen andere aktuelle Technologien in den Schatten. Bis zur massentauglichen Markteinführung von Micro-LED, die Weiterentwicklung von Dual-LCD oder Samsung QD-OLEDs, wird sich unserer Meinung nach hieran auch nichts ändern. Vielleicht gibt es ja bereits 2021 einen richtigen Herausforderer für die OLED-Techik.
Die Panelstruktur im Jahr 2020 bleibt weitestgehend unverändert, was jedoch wenig verwundert. Die Weiterentwicklung von OLED Displays ist bereits seit geraumer Zeit ins Stocken geraten und hat binnen weniger Jahre nach Markteinführung ihren Zenit erreicht. Zwar schafft es die Konkurrenz aus dem Hause Panasonic mittels verschiedenster Optimierungen die Spitzenhelligkeit ihrer Top OLED Modelle, die wie alle anderen ebenfalls Panels von LG verwenden auf knapp 1.000 Nits hochziehen, was jedoch vermutlich das Maximum sein dürfte, was die Technologie hergibt.
Der neue Bildmodus (FILMMAKER MODE) soll dem Zuschauer die „kreative Vision“ der Filmemacher vermitteln. Wird dieser ausgewählt oder gar durch die Metadaten des Films oder der Serie automatisch ausgewählt, so werden alle Bildoptimierungen als auch die Zwischenbildberechnung deaktiviert. Damit soll gewahrt werden, dass die filmischen Meisterwerke vom Zuschauer so wahrgenommen werden, wie sie von bekannten Regisseuren vorgesehen sind. Dies kennen einige sicher noch vom Netflix Calibrated Mode, der erstmals auf den TV-Modellen von Sony zum Einsatz kam und einen ähnlichen Weg einschlug und sämtliche Eingriffe in das Bildprocessing deaktivierte, um so ein möglichst neutrales Bild zu gewährleisten. Mal sehen welch spannende Technik bzw. Name uns im nächsten Jahr hierzu erwartet, die das gleiche bewirken wird.
Trotz einiger Marketingstreiche zaubert der 55GX9LA ein neutrales und vor allem kontrastreiches Bild. Egal ob es sich um ein Stream von einem der bekannten Anbieter handelt oder klassisch mittels Oppo 203 die Graustufen sind auch ohne Kalibrierung sehr neutral und Farben werden über alle Helligkeitsstufen hinweg fein nuanciert dargestellt. In unserem Test mit Spider-Man: Homecoming zeigt sich Spidey’s rot-blauer Anzug farbenfroh und intensiv, ohne dabei zu überstrahlen, sodass noch sehr feine Details des Anzuges sichtbar bleiben. Auch in dunklen Szenen überzeugt uns der GX in allen belangen und verschluckt, trotz einem Gamma von 2.40 keine wichtigen Bildinhalte und erzeugt besonders kontrastreiche Bilder. Der Blickwinkel ist wie für OLED-Fernseher typisch hervorragend und stellt für keinen eine Beinträchtigung dar, wenn man einen Filmabend mit freunden und Familie organisiert. Die Homogenität unseres Testsamples war ebenfalls sehr gut und wir konnten keinerlei Banding oder DSE (Dirty Screen Effect) ausfindig machen. Hinzukommt das trotz langer Messungen kein Einbrenneffekt während unseres Testes festgestellt werden konnte.
Gaming
Mit Einführung der neuen Spielekonsolen Generation von Sony und Microsoft, die Ende diesen Jahres auf den Markt kommen soll, ist es natürlich wichtig so zu sehen, wie Hersteller Features wie z. B. 4K120Hz, ALLM (Auto Low Latency Mode) und VRR (Variable Refresh Rate) implementieren. Besonders LG versucht im Bereich Gaming der Konkurrenz immer eine Nase voraus zu sein und unterstützt daher bereits seit 2019 HDMI 2.1. Jedoch kommen die 2020er Modelle mit einer etwas reduzierten Bandbreite (40 Gbit/s statt 48 Gbit/s) in den Handel. Es werden also nicht alle Daten-Lanes genutzt. Uns fällt zum aktuellen Zeitpunkt (und auch für absehbare Zeit) kein Szenario ein, an dem dieses „Mini-Downgrade“ ein Problem darstellen könnte. Also gerne ignorieren. Hinzu kommt erstmals ein 48 Zoll CX Modell, hiermit bietet der Hersteller Gamern aufgrund des besonderen Formfaktors ebenfalls eine durchaus interessante Option an.
Neben VRR und HGiG (HDR Gaming Interest Group) sind die diesjährigen Geräte ebenfalls kompatibel zu AMD FreeSync als auch Nvdias Variante G-Sync. Sofern das Endgerät diese Features unterstützt, wird die Bildwiederholungsrate dynamisch an die des PCs oder der Spielekonsole angepasst. Dadurch wirkt das Gameplay flüssiger, der Input-Lag reduziert sich und das sogenannte Tearing bei dem das Bild in Folge von schnellen Bewegungen verwischt, wird stark minimiert. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass eARC (enhance Audio Return Channel) mit an Bord ist. Das Feature kann über HDMI-Ausgang 2 genutzt werden.
Auch abseits der HDMI 2.1 relevanten Features weis der GX9LA zu überzeugen – so messen wir erstmals in unserem Testlabor für 1080p SDR, 4K SDR sowie 4K HDR eine Eingabeverzögerung von gerade einmal 9,4 ms im Game Modus.
Im Game Mode knackt der GX die 10 ms Marke was jeden Gamer freuen sollte
Bereits die Modelle aus dem Jahr 2019 sollten über das neue „OLED Motion Pro“ verfügen, jedoch wurde kurz vor Veröffentlichung der Geräte das Feature seitens LG zurückgezogen. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des bereits bekannten BFI-Systems (Black Frame Insertion). Die diesjährigen Modelle führen das neue System nun ein und bieten die Möglichkeit, durch das Hinzufügen von schwarzen Vollbildern die Bewegungen flüssiger erscheinen zu lassen und die OLED typische Bewegungsunschärfe zu reduzieren. Es besteht die Möglichkeit die Einstellung zwischen „Niedrig“, „Mittel“, „Hoch“ und „Auto“ zu nutzen. Während die „Hohe“ Einstellung mit einem Helligkeitsverlust von bis zu 75% einhergeht und zusätzliches sichtbares Flimmern erzeugt so kann man die „Niedrige“ oder „Auto“ Einstellung getrost testen und selbst entscheiden, ob man es nutzen möchte. Beide Einstellungen konnten zu einer Verbesserung der Bewegtbilddarstellung beitragen führen jedoch auch zu einer deutlichen Reduzierung der Maximalhelligkeit des Panels. Hinzukommt das sich die Eingabeverzögerung durch das BFI auf knapp 21 ms erhöht.
Eine weitere neue Option zur Verbesserung der Bewegtbilddarstellung ist „Cinema Clear“. Auch diese Variante erzeugt einige sichtbare Bewegungsartefakte ist hierbei jedoch etwas konservativer als die TrueMotion Variante. Puristen werden auch hier entweder eine sehr niedrige Einstellung verwenden oder gänzlich darauf verzichten, um nicht das Bild zu verfälschen und den sogenannten Soap-Opera-Effekt zu erzeugen.
Sound / Audio
Wir haben uns der Bildqualität (so glauben wir) mehr als ausführtlich zugewandt und wollen uns deshalb beim Sound doch etwas knapper halten. Ohne hochsensible Messinstrumente für die Akustik werden wir euch hier unsere subjektive Meinung vermitteln. Die Sound-Ausstattung lt. Tabelle besteht aus vier Lautsprechern und zwei Woofern, die eine Gesamtleistung von 60 Watt in das schlanke Gehäuse „pressen“. Gesprochen wird hier von einem 4.2 Setup (40 Watt Lautsprecher / 20 Watt Woofer). Out of the Box sind wir mit der Klangwiedergabe zufrieden, wenn man bedenkt, dass LG wirklich nur wenig Platz für die ultraflachen Treiber hat. Aufgrund der Bauart ist die Klangwiedergabe wie ihr euch denken könnt etwas eingeschränkt. Die Down-Firing-Lautsprecher und der Woofer schaffen es jedoch trotz direktem Kontakt mit der Wand, den Klang in den Höhen sauber in den Raum zu entlassen. Der „Bumms“ fehlt natürlich hier und da, aber was soll man auch anderes erwarten.
Optional erhältlich, die LG GX Soundbar mit drahtlosem Subwoofer
LG gesteht sich auch selbst ein, dass es besser geht und hat eigens für den GX OLED eine eigene GX-Soundbar entwickelt. Diese ist ebenfalls ultraschlank und passt in Form und Design perfekt zum OLED TV. Leider schließt die Soundbar in der Breite nur perfekt mit dem 65 Zoll Modell ab. Hätten wir die Soundbar unter unseren 55 Zöller befestigt, würde der Klangriegel links und rechts etwas überstehen. Im Lieferumfang ist auch noch ein drahtloser Subwoofer enthalten. Zusammen liefert das System 420 Watt Gesamtleistung in einem 3.1 Sound-Setup mit Unterstützung für Dolby Atmos, DTS:X und High-Res-Audiofiles. In unseren Augen (und Ohren) eine sinnvolle Anschaffung, wer die Ästethik des GX-OLEDs wahren möchte und auch mit einem kompakten Setup guten Heimkinosound bekommen möchte. Wir konnten den GX Soundbar bereits auf der LG Roadshow testen und waren auf anhieb begeistert. Eine Verbesserung der Klangeigenschaften gegenüber den integrierten Lautsprechern ist definitiv nicht von der Hand zu weisen.
Fazit
LG bietet Käufern des 55GX9LA ein Kunstobjekt der Extraklasse, dass neben dem hervorragenden Design ebenso durch seine Technik überzeugt und bestens für die Zukunft gerüstet ist. Die Erweiterbarkeit mit der optisch abgestimmten und akustisch beeindruckenden Gallery-Soundbar (optional erhältlich), liefert dem Käufer auf Wunsch eine „Rundum sorglos“-Lösung. Die Implementierung von ThinQ und Apple HomeKit Geräten, die Bildqualität auf Referenzniveau, gepaart mit vollen HDMI 2.1 Support machen diesen OLED zu einen der besten TV-Geräte aus dem 2020 Lineup. Visuell ist der GX 4K OLED sicherlich einer der stylischten Modelle von LG Electronics, wenn auch sehr minimalistisch gehalten. Wer definitiv keine Wandmontage für seinen OLED-TV vorsieht, kann auch die CX-Serie in Betracht ziehen, die zusätzlich ein paar Euro günstiger ist. Sie liefert die gleiche Bildperformance und wird mit einem Standfuß ausgeliefert.
Messungen
SDR
Schwarzwert
0,004 Nits
Spitzenhelligkeit
369 Nits (2% Fenster)
Kontrast
199.748 : 1 (4 × 4 ANSI)
HDR
Schwarzwert
0,001 Nits
Spitzenhelligkeit
675 Nits
Kontrast
435.472 : 1 (4×4 ANSI)
DCI-P3 Farbraum
99%
BT.2020 Farbraum
75%
Input Lag (Game Mode)
1080p SDR
9,4 ms
4K SDR
9,4 ms
4K HDR
9,6 ms
Spezifikationen
TV Größe
55 Zoll (140 cm)
Design
Gallery Design
Display Technik
OLED
Auflösung
UltraHD 4K (3.840 x 2.160)
HDR Formate
HDR10 Pro, Dolby Vision IQ, HLG
Video Prozessor
Alpha 9 Gen3 AI Prozessor 4K
Besonderheiten
AI Picture/Sound Pro, Dolby Atmos, HGiG
Audio
4.2 60W (20W Woofer und 10W je Kanal)
TV OS
webOS 5.0
HDMI Standard
2.1
Eingänge
3x USB 2.0, 1x Ethernet, 1x CI+
Audioausgang
1x optisch, 1x HDMI eARC (HDMI 2)
Video Codecs
MPEG4, HEVC, VP9, AV1
Tuner
Twin Triple Tuner (2x DVB-T2/-C/-S2)
WiFi
802.11 ac
Bluetooth
v5.0
Medienwiedergabe
USB, WiFi Direct, AppCast, AirPlay2
DLNA Heimnetz
Client
Sprachsteuerung
Amazon Alexa, Google Assistant
Lieferumfang
Magic Remote, Wandhalterung, Anleitung
Optimale Einstellungen
Mit der korrekten Vorauswahl des Bildmodus kann bereits ein sehr gutes Bild auf dem GX erzeugt werden. Daher empfehlen wir für eine neutrale Wiedergabe von SDR als auch HDR Material den FILMMAKER MODE. Sollte der TV in einem von Licht durchfluteten Raum stehen, so bietet sich alternativ noch der ISF-Tag Modus an. Hier ist ab Werk ein Gamma von 2.20 und eine höhere Spitzenhelligkeit voreingestellt.
Einstellung
SDR
HDR
Bildmodus
FILMMAKER MODE
FILMMAKER MODE
OLED-Licht
28 ≈ 100 Nits
100 ≈ 700 Nits
Helligkeit
50
50
Kontrast
85
100
Farbe
50
50
Schärfe
0
0
Farbton (G/R)
0
0
Digitale Rauschfilter
Aus
Aus
Auto Motion Plus
Aus
Aus
Farbtemperatur
Warm 2
Warm 2
Gamma
BT.1886
2.2 (native)
Farbraum
Auto
Auto
2P Weißabgleich RGB-Gain
0 / 0 / 0
0 / 0 / 0
2P Weißabgleich RGB-Offset
0 / 0 / 0
0 / 0 / 0
Pro
+ Top Design + Einzigartiges Bedienkonzept (webOS mit Air-Mouse) + HDMI 2.1 mit eARC, VRR & ALLM + sehr geringer Input Lag + Toller Klang (Out of the Box) + Ab Werk sehr gutes Bild + Wandhalterung im Lieferumfang enhalten
Wolltet ihr nicht schon immer die großen musikalischen Meisterwerke der Filmmusik in Dolby Atmos erleben? Die „John Williams – Live in Vienna“ Deluxe Edition (CD + Blu-ray) entführt euch in bessere Kinozeiten!
Wie auch Hans Zimmer (komponierte zuletzt einen Kino-Jingle für Netflix) und Ennio Morricone gehört John Williams ohne Zweifel zur Top-Liga der Filmkomponisten. Wem der Name bislang nichts gesagt hat, dem sagen vielleicht diese Filme etwas, die ihm seine ikonischen Musikstücke zu verdanken haben: „E.T. – Der Außerirdische“, „Der weiße Hai“, „Star Wars“, „Harry Potter“, „Jurassic Park“, „Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes“ uvm. Spätestens jetzt weiß doch jeder, von wem wir hier reden. Und wer nicht nur die Filme sondern auch deren Kompositionen liebt, für den haben wir etwas ganz Besonderes.
John Williams dirigierte nämlich die Wiener Philharmoniker, die seine Meisterwerke zum Besten gaben. Wer der Klassik nicht ganz fremd ist, wird sich auch über Stargast Anne-Sophie Mutter freuen, für die Williams eine eigene Adaption für die Geige arrangiert hat. Das komplette Konzerterlebnis „Live in Vienna“ wurde akustisch auf CD und Blu-ray festgehalten. Letztere enthält sogar 6 zusätzliche Tracks – alle in einem Dolby Atmos Soundmix. Auf der Blu-ray gibt es das Konzert als Video und als Audio-Only-Variante.
Die limitierte Deluxe Edition „John Williams – Live in Vienna“ ist das perfekte Konzerterlebnis zu Hause. Die Standard-CD sowie BluRay-Disc wird in einem hochwertigen Digipack im BluRay Format mit edler Goldfolien-Optik auf dem Cover präsentiert. Mit dem „Imperial March“ von Start Wars im Kopf kann ich nur empfehlen, euch dieses akustische Highlight nicht entgehen zu lassen. In den Warenkorb legen und ab dafür!
Media Markt (und die Kollegen von Saturn) haben beliebte OLED Fernseher aus 2019 und 2020 zum Teil drastisch im Preis gesenkt. Die 4K OLED TVs werden zu Bestpreisen mit Rabatten von bis zu 48 Prozent angeboten!
UPDATE: Die Aktion ist leider bereits beendet. Aktuelle Verkaufsaktionen von Media Markt findet ihr HIER!
OLED 55C97LA für 1.315,01 € – BESTPREIS
Die 55 Zoll-Variante des beliebten C97 (C9) wird aufMediamarkt.de und Saturn.de zum aktuellen Bestpreis von 1.315,01 Euro angeboten! Bei einer Preisersparnis von rund 48 Prozent (gegenüber dem UVP) schaut die Konkurrenz bei diesem Angebot ganz schön in die Röhre. Das 2019 Modell hat sogar einen Vorzug gegenüber dem 2020er Geräten. Die HDMI 2.1 Schnittstelle unterstützt die vollen 48 Gbit/s und ist nicht nur mit 40 Gbit/s unterwegs. Probleme gibt es dadurch bei den neuen Geräten nicht, aber man kann ja nie wissen!
Auch beim 65 Zoll Modell der B9 Serie lässt sich Mediamarkt.de und Saturn.de nicht lumpen. Gnadenlos reduziert kostet das Modell mit reduzierter MwSt (16%) nur noch 1.656,19 Euro. Zum Zeitpunkt als dieser Beitrag online ging, war dies der Bestpreis für diesen 4K OLED (OLED65B9DLA). Da es sich hierbei jedoch um eine spezielle Nummer für die Elektromärkte handelt, ist es ja nicht schwer den Bestpreis auszugeben, man hat ja keine Konkurrenz. Das Modell, welches auch bei anderen Händlern in den (Online-)Regalen steht, endet auf B9PLA und wird aktuell laut Preisvergleich für 1.666 Euro angeboten. Also selbst in diesem Vergleich bleibt die Bestpreis-Krone bei MediaMarktSaturn.
Die LG-OLED des Jahres 2019 erhalten leider kein AMD FreeSync
Darf es dann doch vielleicht etwas mehr sein? Wer schon länger auf einen 77 Zoll OLED spekuliert, der hat vielleicht jetzt die Möglichkeit nochmals mehrere Hundert Euro zu sparen! Auf Mediamarkt.de und Saturn.dewird der OLED77C9 derzeit für 4.115,61 Euro angeboten, seit mehreren Wochen der Bestpreis laut Preisvergleich!
Als LG die erste 48 Zoll-Variante eines OLED TV vorgestellt hat, war die Freude bei uns und bei vielen Nutzern groß (obwohl das Gerät an sich kleiner ist). Die Größe „passt“ einfach zur OLED-Technologie und mit den kompakteren Maßen hat das Gerät auch noch auf einem Gamer-Desktop Platz. Auch jemand der beste Bildqualität im kleinen Formfaktor sucht, musste über Jahre vertröstet werden. Mediamarkt.deund Saturn.debieten die neue CX-Serie in 48 Zoll für knackige 1.558,71 Euro an – aktueller Bestpreis. Teurer als der 55 Zoll C97, jedoch gilt hier „weniger ist mehr“.
Disney hat es nicht so mit Katalogtiteln auf Ultra HD Blu-ray. Dennoch will sich das Studio für die Zukunft alle Optionen offenhalten.
So hatten auch wir aufgegriffen, dass Disney in den letzten Jahren seinen reichhaltigen Katalog von Filmen auf Ultra HD Blu-ray mehr als stiefmütterlich behandelt hat. Nun ist auch der Repertoire von Fox von Disney zuhause, doch Pläne Klassiker zu veröffentlichen, fehlen. Der renommierte Insider Bill Hunt hatte seine Beziehungen spielen lassen und erfahren, dass da auch keine Besserung zu erwarten sei.
In den USA veröffentlicht Disney bald noch „Kevin Allein zu Haus“ und „Hocus Pocus“. Ansonsten sind aber keine Katalogtitel geplant – lediglich für die Animationsfilme des Studios besteht Hoffnung. So ganz festnageln lassen, möchte sich Disney offenbar aber auch nicht. Gegenüber Bill Hunt teilte das Unternehmen nun mit: „Es gibt keine Pläne Veröffentlichungen auf einem bestimmten Format einzustellen. Wir entscheiden bei jeder Veröffentlichung von Fall zu Fall. Dann entwickeln wir die beste Strategie, um unsere Inhalte über mehrere Plattformen zu den Kunden zu bringen. Die Plattformen müssen einige Voraussetzungen erfüllen.“
Hunt bleibt da bei seinen ursprünglichen Aussagen, dass er keine Ansätze sehe, dass sich Disneys Strategie ändern werde. Denn Worte seien geduldig, man müsse sich die Taten anschauen: Und da erkenne jeder, dass Disney seinen umfangreichen Filmkatalog lieber zu Disney+ schiebe, als ihn physisch zu veröffentlichen. Hunt vermutet, dass Disney es sich einfach mit der Film-Community nicht verscherzen wolle und deswegen so ein vages Statement herausgegeben habe.
Könnte Disney noch einen Kurswechsel vornehmen?
Theoretisch könnte Disney noch einen Kurswechsel vornehmen und Katalogtitel von etwa Fox, Buena Vista, Touchstone und Co. auf Ultra HD Blu-ray hieven. Doch solange das Studio seine Inhalte lieber exklusiv an Disney+ bindet, sind wie davon weit entfernt. Sobald man natürlich Ankündigungen von Klassikern wie „Aliens“, „The Nightmare Before Christmas“, „Roger Rabbit“, „Fight Club“, Rushmore“, „Big Trouble in Little China“ oder den „Pirates of the Caribbean“-Filmen auf Ultra HD Blu-ray vorfindet, kann man den Hut vor Disney ziehen. Genau wie Bill Hunt, glauben wir das aber erst, wenn wir es sehen.
Ihr kennt doch sicherlich alle den „Ta-Dun“-Sound, der bei der Einblendung des Netflix-Logos eingespielt wird. Jetzt hat sich der Streaminganbieter für eine längere Intro-Sequenz eine Melodie von Hans Zimmer komponieren lassen.
Ta-Dun… und schon wissen wir, was am Abend über den TV-Bildschirm flimmert. Fast genauso wichtig wie ein Logo, ist es den Kunden mit einzigartigen Klängen und Sound-Kombinationen abzuholen. Innerhalb von Millisekunden verbinden wir Klänge oder Musikstücke mit einer bestimmten Marke. Denkt nur einmal an die Melodie des 20th Century Fox Intros vor dem Start Kinofilms. Unverwechselbar und einzigartig muss es sein. Dachte sich auch Netflix und hat deshalb niemand anderen als Musik-Mastermind Hans Zimmer für eine neue, längere Komposition engagiert. Anbei das alte Intro, welches vor dem Start jeder Netflix-Produktion über den Streamingservice eingeblendet wird.
Doch wieso eine neue längere Variante? Ganz einfach. Für Festivals oder Kinostarts möchte Netflix ein prägnantes Intro, welches auch nicht so leicht „übersehen“ wird. Bei der alten Variante muss man eigentlich nur das Smartphone beim Kinobesuch auf lautlos stellen, schon hat man das Intro verpasst. Der neue 16-Sekunden-Version baut sich langsam auf, und macht einfach Lust auf das, was danach folgt. Am Ende wird der Trailer auch nur in wenigen Netflix-Kinoveröffentlichungen zu sehen sein. Der Streaminganbieter steht mit den Kinoverbänden ja eher auf Kriegsfuß und veröffentlicht nur Titel in einem überschaubaren Rahmen, damit die Filme bei den Oscars in die Nominierung aufgenommen werden können.
Ihr wollt das neue Intro sehen und vor allem hören? Wir spannen euch nich länger auf die Folter! Anbei die neue Sequenz:
The Netflix "ta-dum" soundmark is one of the all time greats, but doesn't work as well in a theater because it's only 3 seconds long.
So Netflix commissioned Hans Zimmer to extend it for theaters and … it's … so … good.pic.twitter.com/RGw26vCAGY
Übrigens haben Netflix und Hans Zimmer natürlich kein Wort darüber verloren, wie viel die kurze Sequenz gekostet hat. Ein paar Millionen werden aber sicherlich geflossen sein. Dafür kann man sich aber auch mit einem „Mady by Hans Zimmer“ rühmen.
Sony Pictures will mittels einer Umfrage in Erfahrung bringen, welche Filmklassiker sich die Fans für die zweite Columbia Classics 4K Ultra HD Box wünschen. Wer schummelt, kann bereits jetzt an der Umfrage teilnehmen.
Während Disney älteren Filmen auf 4K Blu-ray eine Absage erteilt hat, zelebriert Sony Pictures geradezu seine Katalogtitel. In der ersten Runde der „Columbia Classics Collection“ wurden wichtige Filme wie „Lawrence von Arabien2, „Mrs Smith geht nach Washington2, „Gandhi2, „Jerry Maguire – Spiel des Lebens2 oder „Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ restauriert und erstmals auf 4K Blu-ray (inkl. High Dynamik Range) veröffentlicht. Begleitet werden die Discs von einem mehrseitigen, großen Booklet, welches allerlei interessante Informationen über die Filme bereithält.
Umfrage gestartet
Im gleichen Umfang soll jetzt die „Columbia Classics Collection Volume 2“ entstehen. Und damit aus der Box kein Ladenhüter wird, startet Sony einfach eine Umfrage, um herauszufinden, welche Filme in den zweiten Anlauf der Klassik-Box gehören. Die Umfrage richtet sich vorrangig an Nutzer in den USA, entsprechend werden nur die englischen Filmtitel angegeben. Wer sich jedoch etwas auskennt (oder Google bemüht) findet schnell heraus, um welche Filme es sich handelt.
6 Film-Klassiker auf 4K-Blu-ray
Wie es aussieht, möchte Sony auf jeden Fall einen „alten Schinken“ aus den Jahren 1930 bis 1950 in die neue Filmauswahl ausnehmen, dass suggeriert zumindest die erste Auswahl der Umfrage. Die restlichen Titel sind aus den 1960ern und jünger, darunter auch „Youngtimer“ wie „xXx“, „Ghost Rider“ oder „Final Fantasy: Die Mächte in dir“. Wer sich nicht scheut, einen falschen Zip-Code in den USA in der Umfrage zu hinterlegen, kann bereits jetzt an der Umfrage teilnehmen. Am Ende wird die zweite Columbia Classics Box nämlich im gleichen Umfang in Deutschland auf den Markt kommen. Es kann jedoch auch gut sein, dass gewählte Filme auch als Single-Releases auf 4K Blu-ray landen, wie zuletzt 21 & 22 Jump Street oder Whiplash.
Wie Disney bekannt gegeben hat, wird die 200 Millionen teure Live-Action-Verfilmung von „Mulan“ nicht in die Kinos kommen, sondern direkt digital über den Streamingdienst Disney+ angeboten.
Ab dem 4. September 2020 können Disney+ Abonnenten in den USA den neuen Blockbuster „Mulan“ mit „Liu Yifei“ in der Hauptrolle, für 29.99 US-Dollar kaufen. Laut Informationen aus dem Q3 Earnings Call von Disney wird der Film auch in Kanada und westeuropäischen Ländern, somit auch in Deutschland über Disney+ angeboten. Wir spekulieren beim Preis auf eine 1-zu-1 Umrechnung in Euro, also 29.99 €. Ein happiger Preis, zumindest auf den ersten Blick.
Ist die Kaufgebühr für „Mulan“ zu hoch?
Denn für den Betrag bekommt man Zugang zu einem bislang unveröffentlichten Kinofilm. Man darf die 30 Euro/Dollar also nicht mit den gewohnten Leih- und Kaufpreisen für digitale Filme verwechseln, sonst fühlt sich die Gebühr natürlich überzogen an. Am Ende muss man sich den Preis auf jeden Fall etwas schönrechnen. Mit mehreren Freunden oder der Familie (natürlich mit ausreichend Abstand und unter Einhaltung der Hygieneregeln) verkleinert sich der Preis pro Person schon einmal drastisch. Die Fahrt zum Kino (was nicht immer direkt in der Nähe ist) entfällt – Zeit gespart. Und die Snack- und Getränkeauswahl ist Zuhause nicht nur günstiger, sondern auch noch vielfältiger. Und wer dann noch ein gutes Heimkino-System sein eigen nennt, wird den Gang ins Kino vielleicht gar nicht vermissen.
Obwohl, die Atmosphäre, den Event-Charakter und die Sound-Ausstattung (Die Bilddarstellung ist bei Heimkino-Projektoren und 4K/8K Fernsehern oft besser) kann man in den eigenen vier Wänden nur schlecht nachbilden – außer man hat sich ein richtig gutes Heimkino gebaut.
Ein weiterer Rückschlag für die Kinos
Die Entscheidung, den Film vorerst rein digital zu verwerten kommt einem Fautschlag ins Gesicht für die Kinoketten gleich. Die AMC Theaters in den USA haben sich im September auf einen neuen Anlauf mit Chistopher Nolans „TENET“ und „Mulan“ eingestellt. Ob Kinoöffnungen aufgrund der aktuellen Covid-19 Situation in den USA angemessen ist, steht auf einem anderen Blatt. So stehen die Kinoketten wieder ohne zugkräftiges Programm da und können so auch nicht beweisen, dass ausreichend Einnahmen für die Filmstudios generiert werden können.
Skeptisch, dass große Blockbuster-Produktionen genug Gäste anlocken können, verschieben alle Hollywood-Studios ihre teuren Projekte weiter nach hinten. Es wird also nicht besser. Doch was möchte Disney eigentlich mit der „Mulan-Aktion“ bezwecken? Wir denken, hierbei handelt es sich um so etwas wie einen Feldversuch: Kann eine teure Produktion auch rein digital funktionieren? Zudem braucht Disney Geld und gute Zahlen um seine Anleger zufriedenstellen zu können. Womöglich soll der Titel auch weitere Abonnenten zu Disney+ locken. Laut Spekulationen der Variety wird die Rechnung jedoch nicht aufgehen können. Rund 150 Millionen US-Dollar Umsatz in den ersten 3 Wochen könnten maximal umgesetzt werden. Als Basis für die Berechnung wurde der Animationsfilm „Trolls 2: World Tour“ genommen, der rein digital rund 77 Millionen US-Dollar erwirtschaftete.
Disney geht über (Kino-)Leichen
Disney ist dafür bekannt nicht gerade zimperlich zu sein, wenn es darum geht neue Wege zu gehen – egal wie toll/schlecht es die Fans finden. So hat das Unternehmen bereits die Verwertung von Katalogtiteln auf 4K Blu-ray eingestampft und sollte Mulan richtig gut funktionieren, ist Disney die einstige Freundschaft mit der Kinolandschaft sicherlich ganz schnell egal.
Microsoft hat bestätigt, dass die Xbox Series X im November 2020 erscheint. Zeitgleich postuliert man leider die Verschiebung von „Halo Infinite“.
In einem Blog-Beitrag vermeldet Microsoft eine kleine Hiobsbotschaft: Ursprünglich als Launch-Titel für die Xbox Series X in Aussicht gestellt, wird der Flaggschiff-Shooter „Halo Infinite“ nun auf einen ungewissen Zeitpunkt im Jahr 2021 verschoben. Vermutlich spielte da die weitreichende Kritik am ersten Gameplay-Material eine erhebliche Rolle. Besonders die Grafik konnte leider wenig positive Rückmeldungen ernten. Die Entwickler von 343 Industries hatten bereits Nachbesserungen versprochen. Offenbar wird man für jene nun länger Zeit benötigen als erwartet.
Zeitgleich hat Microsoft bestätigt, dass die Xbox Series X im November 2020 auf den Markt kommen werde. Mit diesem Launch-Zeitraum hatten wir ohnehin gerechnet, nun ist er aber offiziell. Die Konsole werde für Tausende von Spielen gerüstet sein – die meisten natürlich via Abwärtskompatibilität zu sowohl der ersten Xbox als auch den Xbox 360 und Xbox One. Auch wenn „Halo Infinite“ nun zum Launch schmerzlich vermisst werden wird, dürfen Spieler zum Start Titel wie „Assassin’s Creed Valhalla“, „Dirt 5“, „Gears Tactics“, „Yakuza: Like a Dragon“ und „Watch Dogs: Legion“ zocken.
Dank Smart Delivery reicht es aus, jene Spiele einmal für die Xbox One zu kaufen. Ihr erhaltet dann auch beim Wechsel zur Xbox Series X die verbesserte Version. Dieses kostenlose Upgrade funktioniert sowohl bei den digitalen als auch den Disc-Versionen. Bereits veröffentlichte Games wie „Forza Horizon 4“ oder „Gears 5“ erhalten ebenfalls spezielle Upgrade-Patches für die Xbox Series X. Und auch der Xbox Game Pass ist natürlich nahtlos weiter an der Xbox Series X nutzbar.
Der Preis der Xbox Series X ist noch offen
Leider fehlen immer noch Angaben zum Preis der Xbox Series X. Da scheinen Microsoft und Sony jeweils auf den Angriff der anderen Seite zu warten. Zwischenzeitlich nannte ein Händler 399 Euro, was uns allerdings eher als Platzhalter erscheint.
Laut einer vertraulichen Quelle, wird Amazon seinen Prime Day 2020 in Deutschland wohl am 7. September 2020 nachholen. Der Starttermin würde durchaus Sinn ergeben.
In Indien startete der Prime Day bereits im August 2020 in den anderen, weitaus wichtigen Märkten wie den USA, Deutschland oder Frankreich wird der Termin des exklusiven Verkaufsevents für Prime-Mitglieder weiterhin unter Verschluss gehalten. Eine bei Amazon beschäftigte Person, hat uns jetzt einen Tipp gegeben, wann die „Schnäppchen-Sause“ in Deutschland starten soll. Nach mehreren Monaten „Verzögerung“ durch Corona möchte Amazon den Prime Day wohl am 7. September 2020 beginnen und bis zum 8. September ausweiten. Die Vorteils-Angebote werden wie im letzten Jahr wohl fast zwei Tage ausgespielt, 47 Stunden und 58 Minuten um genau zu sein. Sonst müsste es ja „Prime Days“ heißen.
Prime Day zum Ende der Ferien
Wir weisen nochmal darauf hin, dass es sich hierbei noch nicht um ein bestätigtes Datum von Amazon handelt, jedoch scheint uns der 7. September durchaus plausibel. Die Sommerferien in den großen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg gehen an diesen Tagen zu Ende. Bedeutet: Viele haben sich vielleicht noch genau diese Woche freigenommen und wären somit empfänglich für die Verkaufsaktion. Und obwohl Amazon sich aktuell nicht beklagen kann (Umsätze und Aktienkurse schießen in die Höhe), möchte das Unternehmen einen seiner wichtigsten Pfeiler, seine Prime-Abonnenten, nicht hängen lassen.
Mit dem Start des Prime Day am 7. September ist auch genug Abstand zum nächsten großen Verkaufsevent, der Cyber Monday Moche im November, gewahrt.
Genug Abstand zur Cyber Monday Woche
Der Abstand zu der im November stattfindenden Cyber Monday Week ist Anfang September immer noch gewahrt, sodass sich die Aktionen gefühlt auch nicht in die Quere kommen. Wir sind gespannt, ob sich unsere Information als richtig herausstellt und sind schon gespannt, ob Amazon in diesem Jahr wieder ein paar richtige Schnäppchen ins WorldWideWeb entlässt. In den letzten Jahren war das Event gefühlt etwas schwächer ausgefallen, was die Angebote betrifft. Oft hatte man das Gefühl, als würde man nur aufgewärmte Deals vorgesetzt bekommen (jaja Fire TV Stick 4K für 24.99 Euro… wir haben’s ja kapiert).
Freut ihr euch auf den Amazon Prime Day, oder habt ihr über die Krisenzeit euch bereits mit allem ausgestattet, was ihr so braucht?