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Sky Glass: Launch des TVs in Deutschland mittlerweile ungewiss

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Sky Glass erscheint möglicherweise nicht mehr in Deutschland. Dies könnte mit einem potenziellen Verkauf von Sky Deutschland zusammenhängen.

So berichten die Kollegen von DWDL.de, dass Sky Deutschland sich inzwischen nicht mehr auf deinen Veröffentlichungszeitraum für Sky Glass festlegen möchte. Zuerst sollten die 4K-TVs des Unternehmens, die einen Receiver für Sky Q überflüssig machen, noch 2022 bei uns aufschlagen. Nach einer Verschiebung wurde der Sommer 2023 anvisiert. Jetzt will sich Sky Deutschland offensichtlich auf gar nichts mehr festnageln lassen.

Offiziell nennt man keinen Grund für den Sinneswandel. Inoffiziell könnte die Sacht mit dem potenziellen Verkauf von Sky Deutschland durch den Mutterkonzern Comcast zusammenhängen. Derzeit gilt 1&1 bzw. dessen Mutterkonzern United Internet als Kaufinteressent. Die Trennung von Sky Deutschland wird angeblich derzeit geprüft, weil das Geschäft zuletzt auf die Europa-Bilanz gedrückt hatte. Sky Deutschland verlor in der Corona-Krise wohl Hunderttausende von Abonnenten.

Sky Glass steht möglicherweise vor einer ungewissen Zukunft.
Sky Glass steht möglicherweise vor einer ungewissen Zukunft.

Dies liegt wohl auch daran, dass Sky in der Pandemie kaum bzw. keinen Sport live übertragen konnte. Doch das Sportprogramm ist für viele Abonnenten ausschlaggebend. Dazu kommt wachsender Druck durch Streaming-Anbieter wie Amazon Prime Video, Disney+, Netflix und mehr. Hier scheint auch das Re-Branding des hauseigenen Streaming-Angebots vom Sky Ticket zu WOW kaum Früchte getragen zu haben.

Sky Glass: Technisch beim Erscheinen veraltet?

Denkbar ist jedoch auch, dass Sky Deutschland abwägt, Sky Glass wegen des Alters der Smart-TVs nicht mehr in unseren Gefilden zu vertreiben. Schließlich altert die Technik immer stärker und könnte bei einem so stark verzögerten Launch direkt veraltet wirken. Derzeit ist zu bedenken, dass wir uns hier aber nur auf Gerüchte beziehen können. Offizielle, neue Aussagen fehlen derzeit noch.

Sky Glass ist in Großbritannien bereits zu haben.
Sky Glass ist in Großbritannien bereits zu haben.

In Großbritannien war Sky Glass mit allerlei technischen Kinderkrankheiten gestartet, was zu viel Ärger bei frühen Käufern führte. Das bedingte dann auch die Verschiebung der Veröffentlichung in Deutschland. Jetzt bleibt abzuwarten, ob der Launch bei uns noch durchgeführt werden kann.

Sky Deutschland: 1und1 könnte den Pay-TV-Anbieter schlucken

Sky Deutschland könnte zum Verkauf stehen. Als Interessent steht mittlerweile 1&1 bzw. dessen Mutterkonzern United Internet im Raum.

Wir hatten schon im Zuge der jüngsten Preiserhöhungen seitens Sky Deutschland darüber berichtet: Dem Pay-TV-Anbieter soll es finanziell eher schlecht als recht gehen – Hunderttausende Kunden seien wohl in der Corona-Krise und den Nachwehen der Pandemie abgesprungen. Daher denkt der aktuelle Besitzer, Comcast, wohl über den Verkauf nach. Da Sky Deutschland zahlreiche Sportrechte verloren hat und der Druck durch die Streaming-Konkurrenz wächst, sieht man die Zukunftsaussichten bei Comcast offenbar kritisch.

Es heißt, Sky Deutschland hätte zuletzt arg auf die Europa-Bilanz von Comcast gedrückt. Mit 1&1 bzw. dem Mutterkonzern United Internet stehe schon ein Kaufinteressent parat. Der Vorteil für 1&1 läge darin, dass man das Pay-TV-Angebot von Sky mit den eigenen Festnetz- und Mobilfunktarifen verbinden könnte. Die Strategie könnte der Deutschen Telekom ähneln, die es in dieser Art und Weise auch mit MagentaTV handhaben.

Sky Glass erreicht den deutschen Markt erst 2023.
Sky Glass erreicht den deutschen Markt erst 2023.

Sky Deutschland könnte so also Aufwind für seine Angebote erhalten. Zu denen zählt mittlerweile auch der Streaming-Service WOW (ehemals Sky Ticket). Zumal man mit Sky Glass auch ein eigenes Fernsehgerät auf den Markt gebracht hat bzw. in Deutschland ab 2023 ins Rennen schickt.

Sky Deutschland: Verkauf wurde von Comcast noch nicht bestätigt

Bisher schweigt Comcast zu den Verkaufsgerüchten rund um Sky Deutschland. Auch 1&1 bzw. United Internet wollte sich nicht äußern. Schließlich ist derzeit auch möglich, dass die potenziellen Verhandlungen am Ende ins Leere laufen. Comcast dürfte aber sicherlich nicht unglücklich über die Leaks sein, die für den Pay-TV-Anbieter einen Kaufpreis von etwa 1 Mrd. Euro in den Raum gestellt haben. Vielleicht wird so auch das Interesse weiterer Bieter geweckt.

Aus dem Sky Ticket wird fortan "Wow".
Aus dem Sky Ticket wird fortan „Wow“.

Allerdings hätte Sky Deutschland damit stark an Wert verloren. Vor acht Jahren kaufte das britische Sky der News Corp. noch 57 % der Anteile an Sky Deutschland für 3,7 Mrd. Euro ab. Allerdings hat sich der Markt seitdem stark gewandelt: Immer mehr Sender und Studios bauen mit Streaming-Angeboten ihre Reichweite aus. Sky ist daher unter erheblichen Druck geraten. Mal sehen, ob es unter einem anderen Dach besser aussehen könnte.

Amazon Fire TV Stick 4K Max: Netflix zickt bei 4K und HDR

Derzeit gibt es Ärger bei Besitzern des Amazon Fire TV Stick 4K Max: Bei Netflix laufen aktuell weder 4K noch HDR einwandfrei.

Der Amazon Fire TV Stick 4K Max zählt zu den potentesten Streaming-Lösungen des Unternehmens. Eigentlich sollte man bei dem leistungsfähigen Gerät auch weniger Probleme mit der Wiedergabe erwarten, als bei den kleineren Geschwistern. Aktuell ist aber offenbar das Gegenteil der Fall. So berichten mehrere Anwender unabhängig voneinander, dass sie Probleme mit der Wiedergabe von 4K und HDR bei Netflix haben.

Was genau geschieht? Nun, die Betroffenen spielen über Netflix Videos in 4K Ultra HD und mit HDR ab, doch Netflix stürzt entweder replizierbar ab oder gibt das jeweilige Video eine Weile wieder, spuckt dann jedoch eine Fehlermeldung aus. Die Probleme treten wohl nicht erst seit heute auf, sondern schon seit Mitte Oktober 2022. Einen Workaround gibt es, doch er wird vielen Lesern nicht schmecken: Deaktiviert ihr HDR, dann läuft die Wiedergabe wieder einwandfrei.

Die Sky Ticket App ist auch für den neuen Amazon Fire TV Stick 4K Max verfügbar
Die Sky Ticket App ist auch für den neuen Amazon Fire TV Stick 4K Max verfügbar

Allerdings ist es natürlich schade, wenn man bei seinem Mediaplayer auf HDR verzichten muss. Immerhin wertet die dynamische Wiedergabe mit erweitertem Farbraum mittlerweile viele Filme und Serien auf. Unklar ist aktuell, ob das Problem mit Netflix an dem Amazon Fire TV Stick 4K Max auf Amazon, also die Firmware des Geräts, oder vielmehr auf Netflix, also etwa ein mögliches Update der App, zurückzuführen ist.

Amazon Fire TV Stick 4K Max: Noch keine Infos zu einem Fix

Im zuerst genannten Szenario müsste Amazon eine Fehlerbehebung bereitstellen. Läge es jedoch an der App, dann wäre vielmehr Netflix gefordert. Derzeit ist auch unklar, ob möglicherweise noch weitere Amazon-Geräte von diesem Bug betroffen sind. Solltet ihr einen Amazon Fire TV nutzen und Schwierigkeiten mit der 4K- / HDR-Wiedergabe bei Netflix haben, dann meldet euch doch gerne einmal in den Kommentaren.

Selena Gomez spendiert 2 Monate gratis Apple TV+

Apple TV+ ist mittlerweile teurer geworden. Wer deswegen aktuell kein Abonnent ist, kann dank Selena Gomez jetzt 2 Monate kostenlos herein schnuppern.

Kürzlich hatte Apple ja die Preise für seine Abonnements erhöht. Das Videostreaming-Angebot Apple TV+ kostet deswegen mittlerweile 6,99 Euro statt 4,99 Euro im Monat. Außerdem gibt es für Käufer von Apple-Produkten nicht mehr ein komplettes Jahr des Streaming-Dienstes kostenlos, sondern nur noch 3 Monate. Jetzt legt Apple jedoch in Zusammenarbeit mit der Schauspielerin und Sängerin Selena Gomez nach.

So hat Gomez bestätigt, dass sie anlässlich der Premiere ihrer Dokumentation „My Mind & Me“ zwei Monate Apple TV+ gratis verschenkt. Wer Interesse daran hat, kann sich unter diesem Link einen entsprechenden Code sichern. Achtung: Das Angebot gilt nur für Neukunden und die Codes verfallen am 2. Dezember 2022. Bis dahin solltet ihr sie also einlösen. Mit einem bestehenden Abonnement klappt es aber definitiv nicht.

Lohnt es sich einen neuen Apple TV 4K (2022) anzuschaffen?
Apple hat gerade erst seinen neuen Apple TV 4K der 3. Generation veröffentlicht.|| Bild: Apple

Als kleine Erinnerung: Nicht nur Selena Gomez verschenkt Gratis-Monate für Apple TV+. Auch Media Markt kann euch 3 Monate kostenlose Nutzung des Streaming-Dienstes anbieten. Mehr dazu findet ihr auf dieser Informationsseite. Auch hier kommen aber nur Neukunden infrage.

Selena Gomez bei Apple TV+ spricht über psychologische Probleme

Apple und Gomez dürften die Zuschauer auch zu sich locken wollen, da die neue Dokumentation „My Mind & Me“ keine reine Unterhaltung bietet, sondern vielmehr von den persönlichen Problemen der Schauspielerin und Sängerin handelt. Gomez durchlief einige Therapien und wurde mit einer bipolaren Störung diagnostiziert. Zusätzlich musste sie sich wegen der Autoimmunerkrankung Lupus einer Nierentransplantation unterziehen.

Es ist natürlich vor dem Ansehen schwer zu sagen, ob sich hier wieder eine Berühmtheit selbst abfeiert oder ernsthaft und vielschichtig über psychische Probleme gesprochen wird, ohne am Ende alles mit Zuckerwasser zu übergießen. Gerade deswegen ist es aber gut, dass Apple und Gomez mit den 2 Gratis-Monaten die Chance bieten, kostenlos bei Apple TV+ hereinzuschauen. Zumal ja gerade ein neuer Apple TV 4K der 3. Generation erschienen ist.

Apple TV 4K (2022): QMS verhindert endlich Bildaussetzer beim Framerate-Switching

Der Apple TV 4K (3. Generation) hat etwas in der Hinterhand: Erstmals unterstützt der Mediaplayer nämlich die Funktion Quick Media Switching (QMS).

QMS ist im Standard HDMI 2.1 verankert und bezieht sich auf das automatische Framerate-Switching. Dabei müssen wir etwas ausholen, denn schließlich beherrschen auch schon die Apple TV 4K der 2. Generation aus dem Jahr 2021 das automatische Framerate-Switching. Dabei erkennen die Mediaplayer die Bildrate des jeweiligen Inhalts und wechseln automatisch zur korrekten Wiedergabe. Allerdings kommt es bei solchen Wechseln aktuell stets zu kurzen Bildaussetzern, wenn das Matching aktiviert ist.

Am „eindrucksvollsten“ lässt sich dies bei YouTube nachvollziehen: Unterbrechen kurze Werbespots ein Video, setzt das Bild kurz aus, weil der Apple TV 4K die Bildrate an die Werbung anpasst. Da die meisten Werbeclips aber nur wenige Sekunden dauern, sieht man meistens nur kurz etwas vom Spot, denn danach wird das Bild sofort erneut schwarz, weil zur Bildrate des eigentlichen Videos zurückgewechselt wird. Das wirkt dann fast wie ein Werbeblocker, kann aber auch durchaus stören.

QMS verhindert Bildaussetzer beim automatischen Wechsel der Framerate.
QMS verhindert Bildaussetzer beim automatischen Wechsel der Framerate.

Genau da setzt Quick Media Switching alias QMS an. Diese Technik basiert auf VRR und erlaubt es, dass die Bildrate automatisch umgeschaltet wird – ohne Bildaussetzer. Und die neuen Apple TV 4K der 3. Generation werden QMS noch im Verlauf des Jahres über ein Update unterstützen. Leider ist der Support für die älteren Modelle aus dem Vorjahr nicht geplant. Und es gibt zumindest aktuell auch noch einen weiteren Haken.

Apple TV 4K (3. Generation): QMS funktioniert nur innerhalb kompatibler Gerätekette

So muss nicht nur der Zuspieler, in diesem Fall eben der Apple TV 4K (2022) fit für QMS sein. Das gilt auch für das Wiedergabegerät, also den Fernseher. Und derzeit gibt es noch keine TVs auf dem Markt, die für QMS fit wären. Allerdings sollen 2023 erste Fernseher mit QMS auf den Markt kommen. Da ist der neue Apple TV 4K der 3. Generation also bereits zukunftssicher aufgestellt. Zusätzlich ist aber auch eine Anpassung der Apps notwendig. Auch die müssen das automatische Framerate-Switching sowie QMS einbinden.

Die neuen Apple TV 4K (2022) sind ab 169 Euro zu haben.
Die neuen Apple TV 4K (2022) sind ab 169 Euro zu haben.

Somit heißt es noch ein wenig Abwarten, bis QMS seine Wirkung wirklich entfalten kann. Sicherlich erwarten uns 2023 im Januar auf der CES in Las Vegas diesbezüglich noch Ankündigungen.

Samsung will 2023 seinen ersten 8K-Monitor veröffentlichen

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Samsung trat als einer der ersten Hersteller mit 8K-TVs auf den Plan. Jetzt stellt man für 2023 auch schon einen 8K-Monitor in Aussicht.

Das neue Modell soll zudem bereits den neuen Standard DisplayPort 2.1 einspannen. Allerdings kann man sich darüber streiten, ob das geplante Modell tatsächlich als echter 8K-Monitor durchgeht. Denn die Auflösung soll bei 7.680 x 2.160 Pixeln stehen. Eigentlich würde man jedoch von 8K 7.680 x 4.320 Bildpunkte erwarten. Angekündigt wurde Samsungs 8K-Monitor quasi „nebenbei“ auf einer gestrigen Präsentation von AMD.

Im Rahmen des Events stellte AMD nämlich seine neuen Grafikkarten der Reihe Radeon RX 7000 vor. Da trommelte man dann auch dafür, dass die neuen Modelle, AMD Radeon RX 7900 XTX und 7900 XT, auch für 8K-Auflösungen gerüstet seien. Und so kam es dann zu dem Verweis auf Samsungs kommenden Odyssey Neo G9, das ist die Bezeichnung des 8K-Monitors. Letzterer soll auch AMD FreeSync unterstützen. Das Display wird das breite Format 21:9 einsetzen.

Neben Samsung planen auch weitere Hersteller Monitore mit DisplayPort 2.1.
Neben Samsung planen auch weitere Hersteller Monitore mit DisplayPort 2.1.

Im Übrigen wird nicht nur Samsung Monitore mit DisplayPort 2.1 veröffentlichen. AMD verwies auch bereits auf Acer, Asus, Dell und LG, welche ebenfalls entsprechende Geräte in der Mache haben. Vermutlich können wir da für die CES 2023 mit Ankündigungen im Januar rechnen.  Im Falle von Samsung Monitor ist im Übrigen noch offen, mit welcher Bildwiederholrate das Gerät operieren wird. Wir könnten uns 120 Hz vorstellen.

8K-Monitore: Sinnvoller als 8K-TVs?

8K-Fernseher gibt es bereits seit Jahren, sie besetzen am Markt aber nur eine kleine Nische und stehen zudem aufgrund neuer EU-Richtlinien in Europa vor dem Aus. Es fehlt so oder so aber an 8K-Material, was dann wohl auch den Käuferkreis, in Kombination mit hohen Preisen und hohem Stromverbrauch, bisher einschränkt. Monitore könnten stärker von der erhöhten Auflösung profitieren, die beim Arbeiten Vorteile bieten sollte. Zumal man üblicherweise deutlich näher an eine, Monitor sitzt als an einem Fernseher und daher die Vorteile der erhöhten Auflösung schneller wahrnimmt.

TEST: Top Gun: Maverick auf 4K UHD Blu-ray – Der fast perfekte Hollywood-Blockbuster

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Wir testen Top Gun 2: Maverick auf 4K Ultra HD Blu-ray! Die Fortsetzung mit Tom Cruise zeigt, dass das gute alte Kino nicht tot ist! Unser Test beweist, dass es fast so etwas wie einen „perfekten Hollywood-Blockbuster“ gibt!

Inhalt (70%)

36 Jahre ist es her, dass Top Gun in den Kinos lief. Dreieinhalb Jahrzehnte, in denen der Kult um Maverick stetig wuchs. Dabei erzählt Tony Scotts US-Navy-Werbefilm (bei allem gebotenen Respekt) nun wirklich keine sonderlich tiefgründige oder gar vielschichtige Story. Dazu ist er angefüllt mit Macho-Plattitüden, unglaublich platten Sprüchen und einer furchtbaren Gesangseinlage. Die Fans stört’s nicht, sie lieben ihn. Was natürlich auch an den für damalige Verhältnisse extrem spektakulären Flugsequenzen liegt – die im Übrigen von Captain Scott Altman geflogen wurden, der Tom Cruise seinerzeit doubelte. Zwar hatte man fürs Original ebenfalls vorgesehen, dass einige der Darsteller als Co-Piloten ins Cockpit gehen, doch die krassen G-Kräfte sorgten bei Cruise‘ erstem Flugversuch für eine spontane Antwort seiner letzten Mahlzeit.

Dreieinhalb Jahrzehnte später ist Cruise nicht mehr 24, sondern knapp unter 60. Und doch setzte man dieses Mal auf Realismus pur. Keine der Flugsequenzen mit den Darstellern wurde vor Greenscreen gedreht und alle Schauspieler saßen selbst in den engen Flugkabinen – selbstredend auf dem Rücksitz und nicht höchstpersönlich, mit dem Joystick in der Hand. Dennoch: Um die mitunter drastischen Änderungen von Größe und/oder Richtung der Geschwindigkeit auf den menschlichen Körper zu verkraften (es wurden bis zu 8G erreicht), mussten die Schauspieler durch ein intensives dreimonatiges Vorabtraining. Egal, ob Unterwasser-Überlebens-Übungen oder das sich langsam vom kleinen Flugzeug zum Jet steigernde Mitfliegen auf dem Rücksitz der Maschinen.

Tom Cruise ist Pete Maverick – und als solcher fitter als noch drei Jahrzehnte zuvor

Was sich gelohnt hat. Denn, machen wir uns nichts vor, Top Gun: Maverick bezieht einen ganz großen Teil seines Reizes aus den Flugszenen. Und so sehr wie diese zweifelsohne als kostenfreie Werbung für die US Navy durchgehen, so spektakulär hat man sie inszeniert. Mit allem, was heute an technischen Möglichkeiten existiert, wurden die Cockpits der zur Verfügung gestellten F/A-18F von „unnötigen“ Dingen befreit und ein halbes Dutzend Kameras installiert. Für die Außenszenen der Kunstflüge kam eine F/A-18E mit Einzelsitz zum Einsatz, was (man schaue sich Making-ofs der Arbeiten an) ebenso beeindruckend gefilmt wurde. Teils düsten die Jets so nahe an der Kamera vorbei, dass den umherstehenden Filmleuten die Haare durchgepustet wurden.

Bei so viel Authentizität kann man auch verschmerzen, dass man (wenn man’s weiß) durchaus sehen kann, dass die Akteure auf dem hinteren Sitz Platz genommen haben. Und wenn sich Tom Cruise mal eben für einige Sekunden mit der rechten Hand am Cockpit-Deckel abstützt, fragt man sich, ob er den Jet linkshändig steuert. Wir wollen aber nicht spitzfindig werden: Die Flugsequenzen sind gigantisch gut inszeniert. Hier hilft auch die Tatsache, dass man mit geöffnetem Bild im Format 1,90:1 gearbeitet hat – selbst wenn es nur über IMAX-zertifizierte Kameras und nicht über echte IMAX-Kameras realisiert wurde.

Cain übermittelt Maverick einen wenig geliebten Auftrag

Abseits der spektakulären Action bleibt ein Top Gun halt irgendwo auch ein Top Gun – ohne Macho-Attitüde und ein paar dumme Sprüche in der Bar geht’s nicht ab. Vor allem „Hangman“ ragt hier unrühmlich heraus. Aber er ist ja auch der arrogante Klassenstreber und überhebliche Einzelkämpfer, der allen anderen sämtliche Fähigkeiten abspricht. Auch die „Dialoge“ während der Luftszenen sind nach wie vor ziemlich platt und lösen wenig mehr als ein Gähnen aus. Unnötig zu erwähnen, dass gerade die Intro-Sequenz der vom Flugzeugträger startenden Jets vor orangefarbenem Himmel vor Pathos nur so trieft.

Dafür immerhin ist der Humor in Summe zeitgemäßer, das ganz üble Machoverhalten der Alpha-Männchen aus dem Vorgänger rückt etwas in den Hintergrund und die Integration zweier starker Frauenfiguren sorgt für ein größeres Gleichgewicht in Sprache und Benehmen – auch wenn die Jet-Pilotin „Phoenix“ natürlich mindestens so viel Testosteron versprüht wie ihre männlichen Kollegen. Alleine die Integration eines Typen wie Bob sorgt aber für eine willkommene Abwechslung und dass sich Tom Cruise in der Maverick-Rolle auch gerne mal etwas selbstironisch gibt, hilft ebenfalls.

Wiedersehen mit einer alten Bekannten

Was die reine Geschichte angeht, gibt’s nicht allzu viel Innovatives. Der Konflikt zwischen Rooster und Maverick verläuft nach altbekanntem Muster vom „Ersatzvater“, der dem Ziehsohn aus diversen Gründen nicht allzu viel zutrauen mag, während der dann umso rebellischer auftritt. Dass Miles Teller schauspielerisch mehr drauf hat, als den zerknirschten Heißsporn zu spielen, hatte er zuvor oft genug bewiesen. Als „Goose“ Sohn bleibt er blass und auf ein Klischee reduziert. Ohnehin fehlt’s den Anwärtern durchweg ein bisschen an Charakterisierung. Welche Hintergründe „Coyote“, „Phoenix“ oder „Bob“ haben, bleibt im Dunklen. Was wiederum dazu führt, dass einige der dramatischeren Szenen zwar spektakulär inszeniert sind, letztlich aber Bindung zu den Figuren vermissen lassen, sodass ein echtes Mitfiebern mit ihnen kaum stattfindet.

Wirkliche Emotionen kommen dann beim Wiedersehen von Maverick und Iceman auf. Der Kurzauftritt von Val Kilmer ist ein echtes Highlight und bringt selbst jene an den Rand eines Kloßes im Hals, die mit dem Originalfilm nichts anfangen können (immerhin litt Kilmer tatsächlich an Kehlkopfkrebs). Was man an Top Gun: Maverick ebenfalls kritisieren darf, ist das völlig blasse Bedrohungsszenario. Da hat „irgendein Schurkenstaat“ eine geheime Urananreicherungsanlage installiert. Und die muss man jetzt bombardieren, aha. Der Name (zählt man ein paar der kommunizierten Details zusammen, könnte es sich um den Iran handeln) wird nicht genannt und die Bedrohung bleibt komplett abstrakt. Wenn man den Gegner/Feind schon gesichtslos zeigt, wäre es vielleicht ganz schön gewesen, hätte man erfahren, was diese Urananreicherungsanlage in den Händen dieses „Schurkenstaates“ denn für die Welt bedeuten könnte. So wie es der Film darstellt, wirkt’s eher wie eine etwas gefährlichere Übungs-Einheit. Die allerdings immerhin rasant inszeniert ist und mit spektakulären Bildern belohnt.

Bildqualität (90%)

Top Gun: Maverick wurde vornehmlich mit IMAX zertifizierten Sony CineAlta Venice und Venice Rialto gefilmt. Letztere ermöglichen die physische Trennung von Body und Sensor/Objektiv. In den Flugzeugcockpit-Aufnahmen kamen bis zu sechs Kameras zum Einsatz, die mit leichten Weitwinkel-Festbrennweiten bestückt wurden, um möglichst wenig Raum einzunehmen. Die Ursprungsauflösung von 6K wurde über ein 4K-DI gemastert, sodass wir es mit einer nativen 4K-Scheibe zu tun haben.

Paramount stattet das Ganze in der Postproduktion mit Dolby Vision und obligatorischem HDR10 sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum aus. Außerdem fügte man im Nachgang ein ganz leichtes Rauschen hinzu, um es noch filmischer und an den Vorgänger angepasst zu gestalten. Ebenso analog zu Top Gun verwendete man Verlaufsfilter und nutzte bewusst tiefe Schatten für einen eher düsteren Look. In der Praxis ist das Bild der UHD Blu-ray durchaus sichtbar dunkler gemastert. Während der starken Schlagschatten im Büro beim Gespräch zwischen Maverick und Cain nach 15 Minuten liefert die Blu-ray mehr Helligkeit, wenn Ed Harris zu sehen ist. Außerdem differenziert sie bei 14’54 noch besser zwischen seinem Stuhl und der hinteren Wand, während die HDR-Scheibe hier genaueres Hinsehen erfordert.

Die UHD Blu-ray ist sichtbar dunkler gemastert, dafür aber mit satten Kontrasten und hervorragender Detailtiefe versehen

Der Vorsprung, den sie aber in exakt dieser Szene beim Erkennen der Hangars durch die Lamellen der Fensterscheibe hat, ist frappant. Die Blu-ray lässt die Hangars hier kaum als solche erkennen, weil im hellen Hintergrund alles überstrahlt. In puncto Farbauflösung kann die 4K-Disk die äußerst schwierige Sonnenaufgang-Szene bei 16’45 noch besser einfangen und zeigt mehr farbige Schichten der Sonne als die (auch hier) überstrahlende Blu-ray. Die feine, in der Postproduktion eingefügte, digitale Körnung wird vom Encoding der UHD Blu-ray außerdem noch authentischer aufgelöst und eingefangen. Das sieht selbst auf uniformen Hintergründen wirklich toll aus.

Toll ist auch die Auflösung an sich, die selbst Halbtotale prächtig darstellt und in Close-ups aber auch wirklich jedes Fältchen und jedes Grübchen schonungslos offenlegt. Die warme Farbgebung gelangt noch etwas betonter zum Auge, Hauttöne sind noch deutlicher gebräunt und etwas weniger gelblich. Besonders bei den afroamerikanischen Darstellern fällt auf, wie viel satter die Hautfarbe ist. Klasse z.B., wenn Bates vor dem tiefroten Streifen der US-Flagge steht. Seine Hautfarbe ist so kräftig und das Rot im Hintergrund so tief, dass man sich daran kaum sattsehen kann. Insgesamt mag der Look dunkler als über die Blu-ray sein, aber er wirkt wirklich sehr filmisch und genau so, wie man es sich von einem Top-Gun-Film erwarten würde. Die aufgezogenen IMAX-Szenen in 1,90:1 liefern die gleiche Bildqualität, gefallen aber durch das förmliche Hineinsaugen ins Bild. Das wirkt über die dynamischere und farblich intensivere UHD Blu-ray noch einmal beeindruckender.

Tonqualität (90%)

Hatte die Blu-ray bereits englischen Atmos-Sound, hat Paramount der 4K-Blu-ray auch ein deutsches Pendant auf die Scheibe gepackt. Beide sind in True HD kodiert. Gegenüber der Dolby Digital Spur gleicht sich die deutsche Atmos-Spur dem englischen Pendant an und gerät nun identisch dynamisch und satt. Und satt ist hier Programm. Die Flugszenen werden dermaßen druckvoll wiedergegeben, dass es eine wahre Freude ist. Mitunter gibt’s Dynamikspitzen, die einen fast aus dem Sofa wuchten (38’19). Schade, dass teilweise so viel – sorry – Dummgelaber in den Cockpits stattfindet, wo man viel lieber der vehementen Flugakustik lauschen würde. Richtig fetzig wird’s dann natürlich im Finale ab Minute 91’50.

Hier fetzen dann schon mal Raketen über die Speaker, die wuchtig von den Zerstörern abgefeuert wurden. Auch der Score wird hier noch mal dynamischer und die typischen Jet-Geräusche werden so effektvoll wiedergegeben, wie man es sich nur wünschen kann. Dabei bleibt das Geschehen stets differenziert und sauber, ohne dass der Bass alles zudröhnen würde. Selbst dann nicht, wenn bei 95’41 die Triebwerke direkt in die Kamera gezündet werden und der Boden im Heimkino zu wackeln beginnt. Gegenüber der englischen Fassung ist die deutsche Variante einen Hauch leiser eingepegelt (ca. 1 dB), was man über eine leichte Korrektur am Volumenregler aber wieder einfangen kann. Allerdings dürfte die Synchro während der Actionszenen (gerade im Finale) etwas lauter eingepegelt sein. Der kleine Fehler der kratzenden Stimme Hondos bei 37’46 ist auf der deutschen Atmos-Spur ebenfalls zu hören, nicht aber bei der englischen Fassung.

Die Flugszenen liefern atemberaubende Surround- und 3D-Sounds mit ordentlicher Dynamik

Hören wir uns mal auf der Höhenebene um, so beginnt es mit Triebwerksgeräuschen und Zischen während der Intro-Szene auf dem Flugzeugträger. Doch kurz darauf unterscheiden sich deutscher Atmos-Sound englische Entsprechung sehr deutlich (wie bereits oben bei der Blu-ray erwähnt): Während über die deutsche Atmos-Tonspur die (zugegeben sehr im Hintergrund zu hörenden) Lautsprecherdurchsagen fehlen, mischte man für die deutsche Fassung den Remix von „Danger Zone“ sehr deutlich mit auf die Heights. Und hier hat man die (synthetische) Bassgitarre nicht einfach oben abgelegt wird, sondern über alle Speaker wandern lassen. Auf dem Center ertönt die Stimme dafür etwas leiser. Subjektiv klingt das im Deutschen (bis eben auf die fehlenden Lautsprecherdurchsagen) nach oben hin weiträumiger und luftiger, aber von vorne etwas dünner– ob es nun absichtlich so gewollt war oder nicht. Es bleibt die einzige Szene, die sich dergestalt vom englischen Ton unterscheidet.

Im weiteren Verlauf sind’s natürlich hauptsächlich die Jets, die für Turbinen- und Wuschgeräusche auf den Höhen-Speakern sorgen und an denen sich der Wind säuselnd ablädt. Das wiederum kommt bei englischem und deutschem Atmos-Sound identisch (auch) über die 3D-Speaker. Das gilt natürlich auch für den Helikopter bei 13’43 und erst Recht für die ersten echten Flugszenen nach 36 Minuten. Man hört das typische Grollen der Jets, wenn sich sich entfernen und knapp aneinander vorbei donnern. Was man aber komplett nicht auf die Heights gelegt hat (und hier auch nicht im Englischen), sind die Funksprüche der Piloten, die sich übers Kommunikationssystem unterhalten. Abseits der Flug-Szenen (und mal einem Helikopter hier oder dort) bleibt es dann erzählbedingt öfter auch mal einige Zeit ruhig auf den Heights. Letztlich gibt es ja auch noch eine Geschichte zu erzählen und dafür braucht’s keine 3D-Sounds.

Hangman ist der Macho der Truppe

Nach 68 Minuten ist es dann aber wieder soweit und die Jets sind in der Luft. Das führt nach gut 72 Minuten dann zu einem der dynamischsten Geräuscheffekte auf den Heights. Eine Fülle von Effekten gibt’s dann auch noch mal nach etwas über 90 Minuten, wobei es auch schon mal vorkommt, dass die Heights bevölkert werden, obwohl die Jets sichtbar deutlich unterhalb der Kamera entlang fliegen. Alles vergeben und vergessen, wenn’s nach 112 Minuten zum Fight zwischen den beiden Jets kommt und nicht nur die Fluggeräusche sämtliche Deckenspeaker bevölkern, sondern auch die abgefeuerten Raketen sowie die MG-Munition. Das ist zwar in Summe kein Dauerfeuerwerk und man hätte sich hier und da noch ein paar mehr Jet-Geräusche auf den Heights gewünscht, aber das lenkt nicht davon ab, dass wir es mit einem referenzwürdigen Tonsektor zu tun haben.

  • Deutsch: Dolby Atmos (95%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: Dolby Atmos (90%) 3D-Betrachtung (Qualität)
  • Englisch: Dolby Atmos (100%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Im Bonusmaterial von Top Gun: Maverick gibt es insgesamt vier Featurettes sowie zwei Musikvideos (Hold My Hand von Lady Gaga I Ain’t Worried von One Republic) Dazu kommt noch „Meisterklasse mit Tom Cruise“, das exklusiv auf der 4K-Disk ist und ein 49-minütiges Interview während der Cannes-Filmfestspiele darstellt – okay, 47 Minuten, wenn man den arg übertriebenen Anfangsapplaus abzieht. „Bereit für den Abflug“ zeigt in knapp neun Minuten, wie sich die Schauspieler intensiv auf die Flüge vorbereitet haben. „Neuland betreten“ ist ein achtminütiges Making-of, das auch thematisiert, wie die Jets mit Kameras bestückt wurden. „Liebeserklärung an die Luftfahrt“ lässt sich noch mal über die Flugleidenschaft von Cruise aus, der für den Film auch selbst in seiner eigenen P-51 Mustang fliegen durfte. „Die Darkstar entsteht“ nimmt Bezug auf das Hyperschallflugzeug, das man zu Beginn des Films zu sehen bekommt.

Testfazit Top Gun: Maverick (85%)

Top Gun: Maverick kann man sich heutzutage deutlich besser anschauen als Top Gun. Auch wenn es hier ebenfalls nicht ganz ohne Macho-Attitüde und aufgestautes Testosteron abgeht, ist die Tonalität ausgewogener und Cruise gefällt mit ein paar selbstironischen Einlagen. Dass die eigentliche Bedrohung des Films lediglich dazu dient, einem halbstündigen Flug-Showdown den Weg freizumachen, wird die wenigsten stören. Zumal die Inszenierung der Jet-Sequenzen wirklich grandios und ohne Vergleich ist. Schon alleine deshalb gehört der Film in jedes Heimkino mit großem Bild.

Die UHD Blu-ray liefert dazu die kontrastreicheren Einstellungen und die bessere Durchzeichnung auf hellen Flächen. Der Atmos-Sound der 4K-Scheibe ist in den Actionszenen referenzwürdig – auch wenn Dialoge etwas lauter sein dürften und es zwei kleine Wehrmutstropfen gibt (die vermutlich den wenigsten auffallen werden).

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 03. November 2022 Review am: 04. November 2022
Erscheinungsjahr Film: 2022 Laufzeit: 130 Minuten
Filmstudio: Paramount FSK: Ab 12 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.35:1 & 1,90:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: Panasonic UB9004

Top Gun: Maverick Trailer:

 

Soundbars mit 3D-Raumklang erfreuen sich wachsender Beliebtheit

Mittlerweile sind Soundbars eine verbreitete Alternative zu Set-ups mit AVR. Insbesondere Klangriegel mit 3D-Sound erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

So gibt es im Handel mittlerweile ein ganzes Sammelsurium an Soundbars mit Unterstützung für Dolby Atmos DTS:X und sogar Auro 3D. Immer mehr Kunden entscheiden sich für eine Soundbar, um den TV-Klang aufzubessern. Laut den Marktforschern der gfu habe sich die in Deutschland verkaufte Stückzahl im Zeitraum von 2013 bis 2018 mehr als verdoppelt. Im Jahr 2019 wurde erstmals über eine Million Soundbars in Deutschland abgesetzt. Das Umsatzvolumen betrug 2019 etwa mehr als 300 Millionen Euro.

3D-Sound kommt selten an dedizierte Deckenlautsprecher heran

Beim 3D-Sound sind viele Soundbars aber ein wenig Augenwischerei: Denn sie setzen auf Upfiring-Treiber, die natürlich nie an dedizierte Deckenlautsprecher heranreichen können. Die Reflexion des Klangs von der Decke funktioniert dabei je nach Wandmaterial und Aufstellung unterschiedlich gut. Man muss zudem schon perfekt im Sweet Spot sitzen, um dies wirklich wahrzunehmen. Dennoch sind aber immer mehr Käufer bereit, Soundbars mit 3D-Klang zu erstehen.

Die HW-Q950B Dolby Atmos Soundbar als Wandinstallation auf der CES 2022 || Bild: flatpanelshd.com

In den Monaten Januar bis September 2022 wurden laut gfu in Deutschland mehr als 600.000 Soundbars verkauft. Das ergibt ein Umsatzvolumen von mehr als 190 Millionen Euro. Dabei ist auch der durchschnittliche Verkaufspreis gestiegen – auf 317 Euro, was einem Plus von 9 % entspricht. Die verkaufte Stückzahl sank allerdings insgesamt um 7 % ab.

Soundbars mit 3D-Sound liegen im Trend

Der Umsatz mit 3D-Klang-fähigen Geräte stieg im genannten Zeitraum um 71 Prozent an – auf knapp 103 Millionen Euro. Der Durchschnittspreis der 3D-Klang-fähigen Soundbars lag bei 577 Euro (+1,6 Prozent). Die gfu rechnet damit, dass es hier noch weiteres Wachstum geben dürfte. Kunden würden ihren TV-Klang immer häufiger aufbessern wollen und Soundbars seien hier das beliebteste Mittel der Wahl.

Sennheiser versucht sich bei seinem Ambeo Soundbar gleich an Dolby Atmos
Sennheiser versucht sich bei seinem Ambeo Soundbar auch an Dolby Atmos

So sind Soundbars platzsparender unterzubringen als komplexere Systeme mit AVR. Außerdem sind sie dank kabelloser Rear-Lautsprecher und Subwoofer komfortabler. Abstriche sind eben zugunsten des Komforts beim Klang hinzunehmen. Dennoch kann eine Soundbar ein guter Mittelweg sein, um einerseits den TV-Klang deutlich aufzubessern und andererseits leicht ein aufgeräumtes und unkompliziertes Set-up zu erhalten.

Empfehlungen Soundbars mit 3D-Sound

Samsung hat sich im Soundbar-Segment mehr als einen Namen gemacht. Bereits seit mehreren Jahren ist der koreanische Hersteller Marktführer und liefert jährlich neue Produkte, nicht nur im High-End-Bereich, sondern auch im Mid-Price-Segment sowie Produkte, die sich in fast jedes Interieur einfügen.

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LG und Samsung ähneln sich sehr, was das Audio-Line-Up anbelangt. Von High-End bis Mit-Price ist also alles vorhanden. Besonders guten Klang liefern jedoch nachfolgende Modelle:

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Sony verfolgt seit letztem Jahr eine etwas andere Strategie, was seine Klangriegel betrifft. Wir haben das Gefühl, dass der japanische Elektronikhersteller versucht, so etwas wie ein Baukastensystem zu etablieren. Soundbars werden oft mit internen Subwoofern angeboten, externe, drahtlose Subwoofer kann man sich jedoch optional in verschiedenen Varianten dazu kaufen. Ebenso zusätzliche Rear-Lautsprecher.

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Philips verfolgt mit seinem neuen Soundsystem einen ähnlichen Ansatz wie Sony, verbindet diesen jedoch mit der Einführung eines neuen, drahtlosen Multiroom-Audio-System, welches großartig mit Philips TV-Geräten zusammen arbeitet.

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Bose setzt auf stabile Qualität und stabile Preise. Das Unternehmen fügt sich nicht dem jährlichen Neuheitenwahn, sondern bringt nach eigenem Gusto neue Soundbars auf den Markt. Die neuen Modelle mit Dolby Atmos 3D-Sound erfreuen sich dabei großer Beliebtheit.

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Sollte man auf den neuen Apple TV 4K (3. Generation) upgraden?

Der Verkaufsstart des Apple TV 4K der 3. Generation steht kurz bevor. Viele Besitzer eines älteren Apple TV hadern vielleicht mit der Entscheidung, ob sich ein Upgrade auf die neuste Version lohnt. Wir erklären euch, was den neuen Apple TV 4K (2022) ausmacht.

Ab dem 4. November 2022 startet der Verkauf des neuen Apple TV 4K der 3. Generation. Auf Apple.com kann man das Gerät zum genannten Termin vorbestellen, jedoch schwankt der Liefertermin bereits zwischen dem 4. und 9. November 2022. Ein Anzeichen, dass der Ansturm auf das neue Gerät groß ist, oder das Kontingent ziemlich klein. Mittlerweile haben Elektronikhändler wie Media Markt oder Amazon wieder ausreichend Kontingente. Wir möchten einmal durchleuchten, zu welchem Modell Erstkäufer greifen sollten und ob sich ein Upgrade auf das neue System für Besitzer eines Apple TV 4K der 1. oder 2. Generation (2017 & 2021) lohnt.

Erstkäufer sollten auf jeden Fall zum Apple TV 4K Gen3 greifen

Beginnen wir mit denjenigen, die schon länger mit der Anschaffung eines Apple TV 4K liebäugeln, bislang jedoch nicht das Geld für den fortschrittlichen Streaming-Player aufbringen wollten oder konnten. Wer also noch keinen externen Streaming-Player sein Eigen nennt und sich auf Apple eingeschossen hat, für den gibt es nur eine Empfehlung: Kauft/bestellt euch den Apple TV 4K der 3. Generation, also das 2022 Modell. Hier gibt es im Vergleich zu den alten Modellen aus 2017 und 2021 fast nur Vorteile. Nur eine Entscheidung muss noch gefällt werden, greift man zur großen Variante mit 128GB mit WiFi und Ethernet, oder zur kleinen mit 64GB und nur WiFi. Wir empfehlen die 20 Euro mehr aufzubringen, um ggf. auch die stabilere Verbindung via Ethernet in Anspruch nehmen zu können. Die Verdoppelung des Speichers ist natürlich ein weiteres, nettes Gimmick, welches für pure Streaming-Anwender jedoch zu vernachlässigen ist. Und zuletzt ist der Anschaffungspreis niedriger als bei den Vorgängermodellen.

Upgrade auf Apple TV 4K (3. Generation) hängt vom Nutzungsverhalten ab

Apple hat heute einen neuen Apple TV 4K vorgestellt!
Reine Videostreamer werden womöglich keine großen Unterschiede zwischen den Apple TV 4K Generationen feststellen können.

Wer bereits einen Apple Streaming-Player aus dem Jahr 2017 oder 2021 besitzt, für den ist ein Upgrade nur bei einem bestimmten Nutzungsverhalten zu empfehlen. Ihr nutzt euren Apple TV 4K fast nur für Videostreaming via Netflix, Prime Video, Disney+, Apple TV+ und Co.? Dann reicht die Hardware, die ihr bislang besitzt, in der Regel aus. Einzige Ausnahme ist vielleicht das Zusammenspiel zwischen Apple TV 4K und einem Samsung Smart TV. Denn mit der neusten Version wird auch HDR10+ (sofern vom Streamingdienst angeboten) unterstützt, was durchaus ein Beweggrund für ein Upgrade sein kann. Damit ist leider nicht gewährleistet, dass alle namhaften Streamingdienste Inhalte mit HDR10+ anbietet (oder in Zukunft anbieten werden), jedoch bietet Apple TV+ bereits mehrere Filme und Serien bereits mit HDR10+ an. Die Umstellung erfolgt gerade fließend und immer mehr Inhalte werden mit dem dynamischen HDR-Format angereichert. PS: Es ist nicht kommuniziert, ob HDR10+ auch in die alte Hardware integriert wird. Grundsätzlich dürfte dies möglich sein, bleibt jedoch eine Marketing-Entscheidung von Apple.

Potenzielle Vorteile für Gamer

Die zweite Zielgruppe, die wir als Nutzer des Apple TV 4K sehen, sind womöglich Gamer.app Ja, mit dem kleinen System lässt sich die Zeit auch mit interaktiver Software vertreiben. Die Spielauswahl wächst stetig und allein mit einem Apple Arcade Abo (1 Monat kostenlos, danach 4.99 Euro im Monat), erhält man Zugriff auf mittlerweile über 200 Spieltitel aus allen Genres. Darüber hinaus gibt es noch Hunderte weitere Games im App-Store. Und wir werden euch nicht erklären müssen, dass Spieleentwickler der Plattform mehr Aufmerksamkeit schenken werden, umso mehr Geräte sich im Umlauf befinden. Die Grafikleistung (GPU) des Apple TV 4K (3. Generation) verbessert sich im Vergleich zu den Vorgängermodell um über 100 Prozent, während die reine Prozessorleistung (CPU) zwischen 50 und 100 Prozent zulegt. Bedeutet womöglich schnellere Ladezeiten, eine stabilere Bilddarstellung mit weniger Framerate-Drops. Vielleicht kann durch die gesteigerte Performance sogar die Bildwiederholungsrate oder Auflösung erhöht werden. Selbst in der Menüführung von des tvOS-Systems könnte sich die gesteigerte Performance bemerkbar machen. Man sollte jedoch noch erste Vergleichstests abwarten, die sicherlich kurz nach der Auslieferung der ersten Geräte auf Youtube und Co. auftauchen werden.

Zuletzt: Wäre ich im Besitz eines älteren Apple TV 4K (2017), dann wäre allein schon die neue Fernbedienung mit Klickrad (2022-Version mit USB-C) ein Grund, auf das neuere Modell zu wechseln. Die Bedienung mit der alten Remote, die vorrangig über das Touchpad erfolgt, ist einfach nur unpräzise und nervig. Da hat das Unternehmen aus Cupertino mal wieder versucht, das (Klick-) Rad neu zu erfinden.

Vorteile Apple TV 4K 3. Generation (2022) vs. 1. Generation (2017)

Vergleich Apple TV 4K 2022 gegen 2017

  • Neue Fernbedienung mit Klickrad und USB-C statt Lightning-Anschluss
  • A15 Bionic: Stärkerer Prozessor mit ca. 100% mehr CPU- und 100% mehr GPU-Leistung (Vergleich A10X)
  • 1GB mehr Arbeitsspeicher (4GB statt 3GB)
  • Verdoppelung des Speichers 64/128 GB statt 32/64 GB
  • Passive Kühlung (kein Lüftergeräusch)
  • HDMI 2.1 für 4K@60Hz Dolby Vision/HDR10 und neu HDR10+ (statt nur 4K@30Hz)
  • ARC/eARC Unterstützung (HDMI-Rückführung von Audiosignalen)
  • WiFi 6 statt WiFi 5
  • Unterstützung für IoT-Standards „Thread“ (nur 128GB Modell) und „Matter“
  • Geringeres Gewicht (ca. -200 Gramm), minimal kleinere Maße

Vorteile Apple TV 4K 3. Generation (2022) vs. 2. Generation (2021)

Vergleich Apple TV 4K 2022 gegen 2021

  • Überarbeitete Fernbedienung mit USB-C statt Lightning-Anschluss
  • A15 Bionic: Stärkerer Prozessor mit ca. 50% mehr CPU und 100% mehr GPU-Leistung (Vergleich A12X)
  • 1GB mehr Arbeitsspeicher (4GB statt 3GB)
  • Verdoppelung des Speichers 64/128 GB statt 32/64 GB
  • Passive Kühlung (kein Lüftergeräusch)
  • 4K@60Hz jetzt auch mit HDR10+ (sowie HDR10 und Dolby Vision)
  • Geringeres Gewicht (ca. -200 Gramm, minimal kleinere Maße
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TEST: Highlander auf 4K UHD Blu-ray: Großartiger DTS-Sound

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Wir testen für euch den Filmklassiker Highlander auf 4K UHD Blu-ray. Wer soll da noch sagen, dass Unsterbliche nichts dazulernen können! Die 4K Restauration von Highlander liefert die bislang beste Version des Films und behebt endlich Probleme mit dem Sound!

Inhalt (70%)

36 Jahre ist es nun auch schon her, dass Highlander – Es kann nur einen geben in den deutschen Kinos anlief. Nachdem Studiocanal 2016 für eine neue Blu-ray zum 30. Jubiläum sorgte, hat man das 35. zwar knapp verpasst, aber das soll die Freude über die 4K-Fassung des Films nicht schmälern. Der Film selbst ist ein Phänomen: Weder ist Russell Mulcahy ein sonderlich talentierter Regisseur (was dessen Folgewerke zeigten), noch war und ist Christopher Lambert je ein guter Schauspieler gewesen (was dessen Folgewerke ebenso offenbarten). Und dazu dann dieser Bösewicht (total entstellt: Clancy Brown), der wie ein fleischgewordener Skeletor aus der Mattel-Fantasy-Actionfiguren-Serie He-Man wirkte. Tatsächlich sahen den Film in den deutschen Kinos „nur“ eine Million Zuschauer.
Das ist zwar gut, aber eben auch nicht herausragend. Tatsächlich spielte er weltweit nur 12 Mio. Dollar ein. Das ist alles andere als gut, wenn man das Budget von 19 Mio. Dollar in Relation stellt. Der Erfolg kam, wie so oft, durch die Veröffentlichung auf Video. Highlander avancierte zum Kultfilm. Kaum eine Videonacht kam ohne das Fantasy-Spektakel aus, das vor allem visuell interessant war. Ideenreich umgesetzt und mit Freude an der Rekonstruktion eines mittelalterlichen Schottlands war es die Atmosphäre, die überzeugte und über den hohen Trash-Faktor sowie die teils unglaublichen Klischees hinwegsehen ließ.
Vor Jahrhunderten fing alles an
Erstaunlich schon die Entstehung, denn das Drehbuch schrieb Gregory Widen noch in der Zeit, als er an der Universität von Los Angeles Drehbuchschreiben studierte. Umso erstaunlicher auch, dass man ihm satte 200.000 $ für das fertige Werk gab, das als Basis für das von Peter Bellwood und Larry Ferguson Skript diente. Dass die beiden die Story nahezu in allen Details veränderten und nur das Grundkonstrukt übernahmen, ändert nichts daran, dass dem jungen Widen Respekt gebührt. Russell Mulcahy, der als Regisseur verpflichtet wurde, hatte zwar zunächst Kurt Russell im Sinn, als es um die Hauptrolle ging, empfand das urwüchsige Aussehen von Christopher Lambert als Tarzan in Greystoke allerdings als perfekt für die Rolle.
Er wird sie überleben
Dass Lambert zwar die ersten zwei Jahre seines Lebens in den USA verbrachte, änderte jedoch nichts daran, dass er praktisch kein Englisch sprach und das für den Film schleunigst nachholen sollte – und zwar mit schottischem Akzent. Schon witzig, dass ihm ein schottischer Schauspieler gegenüberstand, der einen Ägypter spielt. Der spätere Erfolg von Highlander ist aber sicherlich nicht nur einer gelungenen Kombination aus Darstellern zu verdanken, sondern auch zwei weiteren Tatsachen. Zum einen nutzte Mulcahy seine Erfahrung als Videoclip-Regisseur, um den Film möglichst rasant zu erzählen. Mulcahy war praktisch Stamm-Regisseur von Elton John oder Duran Duran und inszenierte auch das legendäre Jeanny-Video von Falco.
Die zweite wichtige Komponente ist die Filmmusik von Queen. Nicht wenige, die Highlander sahen, wurden danach zu Queen-Fans. Und das, wo zunächst Marillion (später auch Sting oder Duran Duran) als Lieferanten für die Musik vorgesehen waren. Bei allem Respekt vor genannten Künstlern: Kaum auszumalen, wie es heute wirken würde, wenn anstelle eines Who Wants to Live Forever ein Kayleigh über dem Geschehen liegen würde. In Summe wirken diese Faktoren auch heute noch und haben Highlander zu dem Kultstatus verholfen, den er hat. Wiederholen ließ sich das nicht, denn die Folgefilme blieben erfolglos und bei den Fans unbeliebt.

Bildqualität (80%)

Highlander wurde 1985 natürlich analog auf 35-mm-Film aufgenommen. Ausgehend vom Originalfilmmaterial wurde ein 4K-Scan gemacht, der im vergangenen Jahr noch einmal remastered wurde. Weltkino, die für den deutschen Markt die Rechte halten, haben das Material bei Fidelity in Motion postproduzieren lassen. Dort wurde ein Grading mit HDR10 und Dolby Vision erstellt – selbstredend mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum.

Was über die neue Blu-ray bereits sichtbar stimmiger war, wird von der UHD Blu-ray noch einmal perfektioniert: Das Encoding. Noch einmal feiner und sauberer wird die Körnung dargestellt, was zu einem sehr filmischen und authentischen Erlebnis führt. Das erfreut die Fans von möglichst originalem Look, während Kornhasser hier nicht glücklich sein werden. Denn Highlander ist ab und an einfach sehr körnig. Die deutliche Reduktion der Grünanteile ist auch über die UHD Blu-ray zu erkennen. Auch hier wird das aber mit einem Magenta-Touch erkauft, der in Summe zwar etwas dezenter als bei der neuen Blu-ray ist, aber durchaus immer noch vorhanden.

Die alte Blu-ray hatte einen leichten Grünstich und Schleier

Im direkten Vergleich zwischen grünbetonter alter BD und leicht rötlicher UHD-BD wirken sämtliche Farben auf der 4K-Scheibe allerdings deutlich stimmiger. Dazu ist die Farbdifferenzierung noch einmal besser und bietet mehr Unterscheidungen in den Nuancen. Gegenüber der neuen Blu-ray ist gut erkennbar, dass der erweiterte Farbraum sattere Farben produziert. Connerys roter Anzug ist noch samtiger und kräftiger. Auch Blautöne leben noch einmal auf und die Wiesen werden lebendig, ohne auch hier in neongrüne Gefilde abzudriften. Die Auflösung der Körnung ist eine Sache, die von der 4K-Fassung in Verbindung mit dem besseren Encoding noch klarer offenbart wird. Allerdings sieht man auch in Details bei Close-ups oder bei Schriften auf Zeitungen noch etwas besser aufgelöste Buchstaben und Details.

In körnigen Hintergründen werden Details etwas deutlicher, was zumeist bedeutet, die Körnung wird feiner reproduziert. Spitzlichter sind nicht zwingend das große Plus der UHD Blu-ray, dafür gelangen Kontraste dynamischer, da die (neue) Blu-ray im Vergleich etwas zu hell geraten ist. Die HDR-Scheibe bleibt hier realistischer und kräftiger. Insgesamt die noch bessere Wahl – eben unter der Bemerkung, dass nicht alle mit dem leichten Magenta-Einschlag glücklich sein werden.

Tonqualität (80%)

Am Ton von Highlander hatte sich 2016/2018 leider nichts geändert. Erneut lagen die deutsche und englische Spur zwar in (unverändertem) dts-HD-Master vor, was die Schwerter aber auch nicht beeindruckender klirren ließ. Am besten gelangen noch die Subwoofer-Einsätze in den dynamischen Momenten. Der reine Filmscore blieb allerdings schwachbrüstig, während die Queen-Songs dazu blechern und undifferenziert vor sich hin plärrten. Die Schlachtszenen zu Beginn sind nie wirklich satt und die Stimmen tönten muffig.

Was aber noch viel ärgerlicher war: Die über die Jahre und die unterschiedlichen Masterings unzähligen eingeschlichenen Fehler wurden nicht behoben. In der deutschen Synchro fehlen zahlreiche Sätze oder aber man hat Stöhner und Keucher aus dem O-Ton übernommen, wo es zuvor mal synchronisiertes Keuchen und Stöhnen gab. Lässt man die Untertitel mitlaufen, ist bspw. gut zu erkennen, in welchen Momenten diese Dialoge noch vorkommen sollten. Bspw. das „Ja, richtig so! Genau so muss es sein!“ bei 3’57 oder das „Hey, Mann, wo wollen sie denn hin?“ bei 4’46. Denn die Untertitel zeigen die Sätze an, die akustisch fehlen.

Es kann nur einen geben

Aufgrund dieser zahlreichen Fehler und der schlechten Qualität der alten Tonspur wurde für die neue Blu-ray/UHD Blu-ray deshalb Tabula Rasa betrieben. Die nun enthaltenen deutschen Tonspuren in 2.0 Stereo und 5.1 wurden von CvS Sounddesign angefertigt, sind vollständig neu und haben mit der alten nichts mehr am Hut. Wobei „neu“ nicht ganz korrekt ausgedrückt ist. Die 2.0-Fassung war die beste, die man angesichts der zahlreichen Verunstaltungen, die man dem deutschen Ton während der letzten Veröffentlichungen angetan hat, finden konnte.

Hierbei handelt es sich um den Ton einer frühen TV-Ausstrahlung, der weitgehend unbearbeitet (es wurden leichte Knackser beseitigt und eine dezente Dynamisierung vorgenommen, um der typischen TV-Kompression entgegenzuwirken) auf die Scheibe kam. Diese Spur weist keine der zahlreichen Fehler mehr auf und hat sämtliche alten Synchronanteile.

Der große Widersacher

Es ist sozusagen die Fassung für die Puristen. Die 5.1-Version, die sich ebenfalls auf der Disk befindet, nutzt die Dialoganteile der eben beschriebenen 2.0-Version. Integriert wurden diese wiederum in den besten englischen 5.1-Mix, den man finden konnte. Dieser befand sich auf der 10th Anniversary DVD von Republic Pictures und stellte sich klanglich und dynamisch als bestverfügbare englische Quelle heraus. Dies vor allem auch deshalb, weil sie von der Kanaltrennung am exaktesten war und nur wenige englische Dialoganteile hatte, die über den Center hinaus gingen. Entsprechend konnte man hier die deutschen Dialoge relativ unkompliziert einfügen.

Der aufmerksame und erinnerungsfeste Zuhörer wird feststellen, dass sie bei den Geräuschen etwas anders gemischt ist als die bisher bekannte englische Fassung. Zum Teil ist beispielsweise das Musik-Effekte-Verhältnis etwas anders als im vorherigen englischen Mix. Rein von der Klangqualität hier ist sie allerdings hervorragend. Auch die Räumlichkeit macht Spaß und der Einsatz des Subwoofers während der Musiksequenzen gelingt passend – weder zu dezent, noch zu brachial. Dass die Geräusche teils etwas anders sind, hört man bspw. wenn man sich die Mühe macht, den Ton mal mit der 2.0-Fassung zu vergleichen. Hier hört man dann bspw. in einer ganz bestimmten Szene im 5.1-Mix, dass die Queen-Musik erst zu spielen beginnt, wenn Kurgan die Kassette einlegt (was grundsätzlich auch logischer ist), während sie auf den zuletzt bekannten Mixen bereits zuvor im Hintergrund zu hören war.

Das Schwert ist der sichere Weg, Köpfe rollen zu lassen

Beiden Fassungen gleich ist die nun hervorragende Qualität der Dialoge. Klar und akzentuiert ertönt schon Connerys Erzählstimme zu Beginn. Ohne jede Schwankung hört man die Worte und mit sauberem „Here We Are“ geht es im Falle von Freddie Mercurys Singstimme ebenso klar weiter. Zwar ist der erste Queen-Song immer noch nicht perfekt, aber wesentlich gleichmäßiger und weit weniger schwankend als bisher. Dazu offener und nicht im Ansatz so muffig.

Die Kampfszenen in der 2.0-Fassung sind zwar immer noch recht dünn und manchmal etwas überbetont in den Höhen, aber im Vergleich zur alten Blu-ray ist die Qualität wirklich gut. Beide Fassungen (2.0 und 5.1) schlagen übrigens die englischen Pendants deutlich. Die 5.1-Version des O-Tons dürfte in jedem Fall die altbekannte sein, nicht die Mehrkanalspur der 10h Anniversary DVD, die man für den 5.1-Mix der deutschen Synchronisation nutzte. Entsprechend ist der O-Ton immer noch ziemlich muffig und fällt hinter die Synchro zurück.

  • Deutsch: DTS HD-Master 5.1 (80%)
  • Deutsch: DTS HD-Master 2.0 (70%)
  • Englisch: DTS HD-Master 5.1 (55%)

Bonus (80%)

Das Bonusmaterial von Highlander ist teilweise ebenfalls neu. Kannte man bisher den Audiokommentar von Mulcahy, gibt’s jetzt noch jeweils einen von Autor Jon Melville und einen von den Produzenten Panzer und Davis. Darüber hinaus findet sich ein einstündiges Making-of, das auf den Namen „Die unsterbliche Anziehungskraft von Highlander“ hört und einen Rückblick auf vier Jahrzehnte Highlander-Magie gibt. In „A Kind of Magic“ bekommen wir noch mal Einblicke in den Queen-Soundtrack und „Capturing Immortality“ bietet ein Interview mit Fotograf David James. In „There can only be one Kurgan“ erinnert sich dann Clancy Brown an seine Rolle des Antagonisten.

Gesamtbewertung Highlander (76%)

Highlander ist für seine Fans ein Heiligtum. Und dieses gibt’s nun erstmals in 4K-Auflösung. Gegenüber der alten Blu-ray ist das Bild sichtbar besser. Encoding, Kontrastdynamik, Farbdifferenzierung – alles Parameter, die von den beiden neuen Disks besser gelöst werden. Dass die Farbgebung vom Grünliche ins leicht Magentöse geht, sollte man allerdings wissen.

Noch mehr als fürs Bild lohnt sich die Scheibe aber aufgrund des stark verbesserten Tons, der kein Vergleich mehr zum muffigen, fehlerhaften alten Sounds der früheren Blu-ray ist. Auch die 5.1-Fassung gelingt hervorragend. O-Ton-Fans müssen sich allerdings weiterhin mit dem wenig befriedigenden englischen Ton zufriedengeben, der unverändert auf die Disk gelangte.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 04. November 2022 Review am: 02. November 2022
Erscheinungsjahr Film: 1985 Laufzeit: 117 Minuten
Filmstudio: Weltkino FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
1,85:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS HD-Master 5.1
Deutsch DTS HD-Master 2.0
Englisch DTS HD-Master 5.1
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Highlander Trailer: