Paramount+ wird umgestaltet. Das Streaming-Angebot soll mit dem Sender Showtime zu „Paramount+ With Showtime“ verschmelzen.
Auch wenn in ersten Berichten primär auf die USA Bezug genommen wird, soll diese Initiative wohl international greifen. Denn es ist bereits die Rede davon, dass die sich daraus ergebenden Synergien weltweit wirken sollen. Sollte euch Showtime zunächst nichts sagen, so kennt ihr mit Sicherheit die Produktionen des Premium-Senders. Zu denen zählen unter anderem „Dexter“, „Yellowjackets“ oder auch „Homeland“.
Außerhalb der USA sind bereits viele Showtime-Produktionen bei Paramount+ zu finden. Dies gilt etwa auch für den deutschen Markt. Ziel ist es nun, einerseits Content von Showtime verstärkt zu Paramount+ zu hieven, aber auch einige der Streaming-Eigenproduktionen von Paramount+ bei Showtime linear auszustrahlen. Am Ende sollen beide Plattformen gestärkt werden.
Paramount+ zeigt im März 2023 unter anderem „Smile“.
Anvisiert sind jedoch wohl auch Sparmaßnahmen. Aus internen Memos geht hervor, dass bereits Gespräche mit externen Produktionsfirmen laufen, die im Auftrag von Showtime agieren. So will man einige Produktionen einstampfen, die bisher zu wenig Zuschauer erreichen. Fokussieren möchte man sich auf Projekte, die sich zu erfolgreichen Marken ausbauen lassen.
Showtime schießt bereits einige Serien ab
Laut Paramount werde es durch die Zusammenlegung besser möglich, Synergieeffekte zu nutzen und effizienter zu arbeiten. Der Schwere zum Opfer fallen, das ist bereits bekannt, „Let the Right One In“ sowie „American Giglio“. Auch das Drama „Three Woman“ mit Shailene Woodley soll nun eine andere Heimat finden. Verwunderlich sind die Entscheidungen aus unserer Sicht nicht: Immer mehr Streaming-Anbieter buhlen um die Gunst der Kunden. Da sind Zusammenlegungen und Sparmaßnahmen unausweichlich, um nicht ständig Geld zu verbrennen.
Das Re-Branding von Paramount+ und Showtime zu „Paramount+ with Showtime“ soll noch im Jahresverlauf 2023 vorgenommen werden.
Die PlayStation VR2 soll bisher zu wenige Gamer locken. Daher habe Sony angeblich die Produktion deutlich zurückgefahren.
Update:
Gegenüber den Kollegen von GamesIndustry.biz hat Sony dementiert, dass man die Produktion zurückgefahren habe. Zur Anzahl der Vorbestellungen äußert man sich nicht. Sony erklärt, man nehme viel Enthusiasmus gegenüber der PlayStation VR2 wahr und sei positiv gestimmt.
Originalartikel:
Es hatte sich abgezeichnet: Öffnete Sony die Vorbestellungen für die PlayStation VR2 anfangs nur per Einladung an ausgewählte Kunden, gab man die Bestellungen nur wenig später dann doch für alle Interessenten frei. Daraus konnte man bereits schließen, dass weitaus weniger PS5-Besitzer angebissen hatten, als von Sony erhofft. Immer noch kann das VR-Headset problemlos für eine Lieferung zum Erscheinungsdatum geordert werden.
Laut dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg habe aber auch das nicht de erhoffte Wende gebracht: Die PlayStation VR2 sieht sich mit für Sony enttäuschenden Vorbestellungen konfrontiert. Vermutlich sind die Gründe vielfältig. Einerseits ist das VR-Headset mit ca. 600 Euro teurer als eine PS5, was den Kreis der Interessenten bereits stark eindampft. Andererseits ist der anfängliche VR-Hype längst abgeflacht und es liegen eher Standalone-Modelle wie die Meta Quest 2 im Trend. Dazu kommt eine schwierige, makroökonomische Lage.
Hier seht ihr das Launch-Line-up für die PlayStation VR2.
Intern soll Sony seine anvisierten Auslieferungsmengen bereits drastisch nach unten korrigiert haben. Man rechnet für dieses Quartal daher nur noch mit rund 1 Mio. ausgelieferter PS VR2. Zuvor visierte man 2 Mio. Einheiten für das Launch-Quartal an. Angesichts der Tatsache, dass sich die erste Generation der PlayStation VR über die Jahre nur ca. 5,5 Mio. mal verkaufen konnte, war das ohnehin ein ambitioniertes Ziel.
PlayStation VR2: Sony nimmt das Zögern der Kunden wahr
Zulieferer habe Sony laut Bloomberg bereits über reduzierte Bestellmengen informiert. Mittlerweile wolle man zwischen April 2023 und März 2024 rund 1,5 Mio. Einheiten der PlayStation VR2 ausliefern. Allerdings hält sich Sony weitere Korrekturen offen, je nachdem, wie die Nachfrage am Ende ausfalle. Offenbar spekulierte man im Unternehmen, dass Launchtitel wie das exklusive „Horizon Call of the Mountain“ Gamer anziehen würden. Doch der hohe Preis hat wohl die Kauflust eingeschränkt.
Die PlayStation VR2 ist ab dem 22.02.2023 zu haben.
Analysten rechnen damit, dass die PlayStation VR2 aufgrund des hohen Preises und der Verwendung nur in Kombination mit der PS5 im VR-Markt lediglich eine Nische besetzen wird. Der Marktforscher Damian Thong der Firma Macquarie Capital wird deutlich: „Die PS VR2 wird nicht mehr sein als teures Zubehör für die PS5.“
Paramount ist flott dabei: Man hat bereits die Streaming-Neuzugänge für den März 2023 bei Paramount+ bestätigt.
Wichtig zu wissen: Möglich, dass auch Paramount+ noch „spontan“ weitere Titel ergänzt. Das kommt ja etwa auch bei Disney+ regelmäßig vor. Denn das Streaming-Angebot teilt da leider stets unvollständige Listen mit der Presse. Im Übrigen ist es bedauerlicherweise bei Paramount+ immer noch so, dass die maximale Auflösung bei 1080p ohne HDR steht. Ebenfalls bietet man die meisten deutschen Synchronisationen nur in Stereo an. Selbst der Originalton ist aber auf 5.1 beschränkt. Dolby Atmos gibt es also leider nicht.
Immerhin gibt jedoch unter den Inhalten durchaus einige Highlights. Beispielsweise können wir sehr die Serie „Star Trek: Strange New Worlds“ empfehlen. Im Gegensatz zum dystopischen „Star Trek: Picard“, das unter Fans höchst umstritten ist, dominiert in „Star Trek: Strange New Worlds“ eine optimistische Atmosphäre. Es gibt zudem ein Wiedersehen mit Charakteren wie Spock oder Uhura.
Staffel 2 der Serie ist bereits bestätigt – die komplette erste Season findet ihr schon bei Paramount+. Komplett neu ist im März 2023 aber beispielsweise unter den Serien „Tulsa King“ mit niemand geringerem als Sylvester Stallone zu finden. Auch „Yellowjackets“ mit Elijah Wood und Christina Ricci dürfte einige Zuschauer anziehen.
Unter den Filmen ist es sicherlich der bei Publikum und Kritikern gut angenommene „Smile“, auf den sich viele Abonnenten freuen. Für jüngere Zuschauer ist dann sicherlich eher „Transformers: Earth Spark“ geeignet, eine neue Serie um die Autobots und Decepticons, die uns ja schon seit den 1980er-Jahren in etlichen Varianten begleiten.
Unten findet ihr die weiteren Titel, von denen ihr euch auf Wunsch im März 2023 bei Paramount+ unterhalten lassen könnt. Wie immer, wünschen wir natürlich allen Zuschauern viel Spaß beim Streaming mit den neuen Filmen und Serien!
Neue Serien bei Paramount+ im März 2023
2. Mär 23 The Box
03. Mär 23 SkyMed
04. Mär 23 Transformers: Earth Spark (4 neue Episoden)
09. Mär 23 Love Me
11. Mär 23 Transformers: Earth Spark (4 neue Episoden)
14. Mär 23 Behind the Music
14. Mär 23 Sampled
15. Mär 23 The Challenge: World
17. Mär 23 The Flatshare
19. Mär 23 Tulsa King
21. Mär 23 Hip Hop my House
23. Mär 23 Bosé
24. Mär 23 Yellowjackets
26. Mär 23 Hauntings
27. Mär 23 Rabbit Hole
Filme
01. Mär 23 Coded: The Hidden Love of J.C. Leyendecker
08. Mär 23 Star-Crossed
10. Mär 23 Silicone Soul
11. Mär 23 Tad, the Lost Explorer and The Emerald Tablet
Amazon nutzt mittlerweile für ausgewählte Inhalte auch Dolby Vision. Die Handhabe bleibt aber insbesondere an den Apple TV 4K eher konfus.
So hatten wir schon aufgegriffen, dass Amazon an den Apple TV 4K etwa bisher von der Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ nur die Hälfte der Staffel in Dolby Vision präsentierte. Dies war natürlich eine sehr seltsame Verfahrensweise. Mittlerweile wurde des korrigiert: Auch an den Apple TV 4K könnt ihr nun die gesamte erste Staffel in 4K und mit Dolby Vision konsumieren. Ob sich das angesichts der umstrittenen Qualität des Inhalts lohnt, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
Was weiterhin verwundert: Kurzzeitig stand auch die erste Episode der Fantasy-Serie „Das Rad der Zeit“ mit Dolby Vision an den Apple TV 4K stramm. Mittlerweile ist aber wieder nur HDR10 verwendbar – ein Downgrade. Generell wissen wir nicht, was Amazon da geritten hat, denn in den vergangenen Tagen knipste der Anbieter für Prime Video an den Apple TV 4K immer wieder Dolby Vision quasi an und aus.
Amazon Prime Video unterstützt jetzt Dolby Vision auf dem Apple TV 4K
Generell hat Amazon in Bezug auf Dolby Vision eine Kehrtwende vollzogen: So bekannte sich der Online-Riese anno dazumal recht früh zu dem von Samsung gepushten Konkurrenzformat HDR10+. Doch nachdem HDR10+ nie so recht Fahrt aufnehmen konnte, begann man später eben doch, auch Dolby Vision einzubinden.
Amazon setzt zunehmend Dolby Vision ein
Derzeit ist aber auch die Anzahl der Inhalte, die generell bei Prime Video auf Dolby Vision zurückgreifen kann, eher eingeschränkt. Neben den bereits genannten Serien „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ sowie „Das Rad der Zeit“ ist dies noch bei „Jack Ryan“ der Fall. Zumeist kommt also bei Amazon Prime Video weiterhin das technisch unterlegene, statische Format HDR10 zum Einsatz. Auch HDR10+ hat Amazon für Prime Video nur sporadisch verwendet.
Hollywood-Studios verbrennen mit ihrem Streaming-Angebot Geld. Die Filmstudios müssen reagieren, was Abonnenten nicht wirklich gefallen dürfte.
Filmstudios verdienen mit Streaming kein Geld
Anleger und Investoren drängen auf neue Einnahmemöglichkeiten
Abonnenten werden die Leidtragenden der neuen Streaming-Entwicklung sein
Die goldenen Zeiten des Videostreamings sind vorbei und nicht nur Hollywoodstudios, auch Abonnenten müssen sich auf die nächste Evolutionsstufe des Streamings vorbereiten. Neben Investoren und Aktionären, kommt jetzt auch die Chefetage des Entertainment-Business zu der Erkenntnis, dass sich mit der digitalen Film- und Serienrevolution die Gewinne deutlich ausdünnen. Nicht nur ausdünnen, sondern im Prinzip ein Verlustgeschäft darstellen.
„Streaming ist in der Tat kein gutes Geschäft“
Streaming ist ein gutes Geschäft für den Kunden, nicht aber für den Anbieter selbst!
Diese sich manifestierende Vermutung, hatten die Vorstände und Firmenchefs der großen Entertainment-Anbieter wie Netflix, Disney+, Amazon Prime Video oder Apple TV+ sicherlich schon länger. Deutliche Worte, wie „gut“ das Geschäft Streaming wirklich ist, findet derzeit aber nur das Analyseteam von MoffettNathanson. In ihrem Bericht vom 18. Januar heißt es z.B.: „Investoren und Führungskräfte haben akzeptiert, dass Streaming in der Tat kein gutes Geschäft ist – zumindest nicht im Vergleich zu dem, was davor kam.“.
Autsch! Wir möchten nicht wissen, wie man sich als CEO eines großen Unternehmens fühlen muss, wenn man am Steuer eines riesigen Schiffes sitzt, dass wohl schon seit Jahren leckt, man dieses aber womöglich nie wieder dicht bekommt. Der Bericht könnte auch zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen. In diesen Tagen startet die „Hollywood Earnings Season“ in der Unternehmen wie Netflix ihre Kommentare zum letzten Quartal 2022 abgeben. Und Investoren erwarten, dass Themen wie Werbemöglichkeiten, wirtschaftliche Herausforderungen und die hohe Inflation angesprochen werden.
Eine Sackgasse in drei Akten
Im Bericht der Analysten ist von einer „Geschichte der Erzählbranche in drei Akten“ die Rede. Im ersten Akt, also noch vor der digitalen Distribution, haben die Unternehmen förmlich Geld gedruckt. Die Ticketverkäufe an den Kinokassen, die Zweitvermarktung über Medien wie VHS, DVD, Blu-ray, Pay-TV-Anbieter und lineares Fernsehen brachten mehr als genug Geld ein. Im zweiten Akt stürzten sich gefühlt alle Unternehmen blind auf den Streamingmarkt, geblendet von einer Erfolgsgeschichte, wie sie Netflix während er Pandemie nicht besser erzählen hätte können. Jetzt stehen wir am Rande des dritten Aktes:
Die „Filmsammlung“. In vielen Haushalten bereits nicht mehr vorhanden.
Es ist Gewissheit, dass sich mit dem Geschäft keine riesigen und vor allem stabilen Umsätze erzielen lassen. Beispiel gefällig? Pro zahlendem Abonnenten nimmt Disney+ um die 5 US-Dollar pro Monat ein. Das sind gerechnet auf die ca. 165 Millionen Abonnenten 820 Millionen US-Dollar Umsatz. Verglichen mit der Kinobranche, die mit Filmen wie „Avatar: Der Weg des Wassers“, „Top Gun: Maverick“ oder „Jurassic World: Dominion“ gerne bis zu 2 Milliarden US-Dollar an Umsatz generiert, ist das nicht nur gefühlt etwas wenig. Auch das Geschäft mit DVDs, Blu-rays und 4K Blu-rays dürfte weitaus höhere Margen abwerfen. Und nicht zu vergessen, Pay-TV, was im Prinzip der erfolgreiche Vorreiter des Streamings darstellte.
Fokus auf Kino, Fernsehen und Disc?
Avatar 2: Der Weg des Wassers bricht derzeit Rekorde im Kino
Wir erinnern uns noch mal an die Aussage in der Analyse: „Investoren und Führungskräfte haben akzeptiert, dass Streaming in der Tat kein gutes Geschäft ist – zumindest nicht im Vergleich zu dem, was davor kam.“. Was davor kam, war eben das Kino, Fernsehen, Pay-TV und das Geschäft mit physischen Medien. Alle Distributionsformen wurden in den vergangenen Jahren regelrecht vernachlässigt, da jedes Filmstudio nur noch darauf fokussiert war, seinen eigenen Streamingdienst an den Start zu bringen.
Tom Cruise setzte sich nicht nur fürs Kino ein, sondern auch dafür, dass der Film unverfälscht im Heimkino mittels „Filmmaker Mode“ läuft | Bild: Paramount Pictures
Doch dann kamen wahre Kinohelden, wie Tom Cruise, die sich für einen langes, exklusives Kinofenster eingesetzt haben. Oder Blockbuster-Garant James Cameron, der gezeigt hat, dass das Kino mehr als lebendig ist, sich im Beispiel von „Avatar 2: Der Weg des Wassers“ sogar noch weiter entwickeln kann. Selbst der Markt für physische Medien hält sicherlich noch Potenzial bereit. In Zeiten, in denen Filme und Serien auf so viele Plattformen verteilt werden, ergibt es fast wieder mehr Sinn, sich seine Lieblingstitel gezielt zu kaufen und in das Regal zu stellen. Und wenn dann noch die Bild- und Audiopräsentation, die eines Streams überlegen sind, wieso sich dann nicht den jüngsten Blockbuster auf 4K UHD Blu-ray bestellen? Und das Thema Pay-TV haben wir noch gar nicht wirklich angeschnitten. Dieses Modell bot Nutzern früher immer hochwertige Inhalte, meist vor vielen anderen Vertriebskanälen. Damals konnte man mit einem Kunden im Pay-TV-Bereich rund sechsmal so viel Umsatz generieren, wie heutzutage mit einem Streaming-Abonnenten. Und der Kunde hat sich früher bei Sky und Co. sicherlich auch besser aufgehoben gefühlt.
Mehr Werbung, erhöhte Preise, kein Account-Sharing
Netflix treibt die Maßnahmen gegen das Account-Sharing voran.
Laut dem Bericht werden die Hollywoodstudios erst einmal nicht versuchen, die alten Wege neu zu pflastern. Es wird davon ausgegangen, dass das Modell „Streaming mit Werbung“ weiter ausgebaut wird, über Umwege sogar Nutzern untergeschoben wird, die Streaming hauptsächlich wegen der Werbefreiheit angefangen haben. Es ist auch möglich, dass günstigere Abonnenten auf Inhalte länger warten müssen (zwischen 15 und 30 Tage) im Vergleich zu Premium-Kunden. Begleitet werden solche „Neuausrichtungen“ sicherlich mit weiteren Preiserhöhungen und die Jagd auf sogenannte Account-Sharer, die ein Konto mit mehreren Leuten außerhalb des Haushalts teilen. Letztlich müssen die Anbieter versuchen, die profitablen Zeiten des linearen Fernsehens zu rekonstruieren. Ob das wirklich funktioniert, oder ob im Laufe der Zeit sich noch weitere Streaminganbieter geschlagen geben müssen, werden wir sicherlich bald erfahren. 2023 könnte nämlich DAS Schicksalsjahr für Streamingdienste werden.
LG hatte bereits zur CES 2023 angekündigt, dass die hauseigenen OLED- und Premium-LCDs wieder DTS:X unterstützen sollen. Mittlerweile hat man jedoch auch weitere Detailfragen beantwortet.
Auch wir hatten darüber berichtet, dass LG nach mehrjähriger Pause an seinen Smart TVs wieder die DTS:X-Verarbeitung unterstützt. Zuvor setzte man einige Jahre aus. In der Tat waren die letzten TVs des südkoreanischen Herstellers, die mit DTS klarkamen, aus dem Jahr 2019. Generell sieht es aktuell so aus, dass fast alle TV-Hersteller Dolby Atmos einbinden, DTS-Support aber eher die Ausnahme ist.
Im Falle von LG gab es noch einige Fragezeichen für die TV-Modelle des Jahres 2023. Denn explizit hatte das Unternehmen bisher nur von DTS:X gesprochen. Da wären aber ja auch noch andere Formate wie das „normale“ DTS oder DTS-HD Master Audio. Gegenüber den Kollegen von Flatpanels HD hat man nun etwas konkreter Rede und Antwort gestanden. So beherrschen alle LG-OLED-TVs sowie die LCDs ab der Reihe der QNED85 DTS, DTS:X und IMAX Enhanced Audio, das ebenfalls auf DTS basiert.
LGs TVs der Jahre 2020 bis 2022 verzichteten auf DTS.
Damit es nicht zu Irritationen kommt, erklärt LG jedoch auch, dass man nicht garantieren könne, dass die TV-Lautsprecher DTS-Inhalte wiedergeben. Was man verspreche, das sei, dass die Smart-TVs die genannten DTS-Varianten weiterverarbeiten, um sie an externe Audiogeräte durchzureichen – wie eine Soundbar oder einen AVR.
LG bietet eine breite Audio-Unterstützung
Am Ende ist es eine feine Sache, dass die DTS-Formate zurück sind: Immerhin gibt es da ja auch eine neue Partnerschaft zwischen DTS und Disney+. Außerdem kommt DTS:X immerhin auch für einige UHD Blu-rays zum Einsatz. Hier hat LG anderen TV-Herstellern also inzwischen durchaus etwas voraus.
Xperi, das Unternehmen hinter dem DTS-Codec hat mitgeteilt, dass man sich fortan mehr dahinterklemmen wolle, dass DTS an mehr Geräten lande. Wir sind gespannt.
Enttäuschung um den MediaTek Pentonic 1000: Das SoC unterstützt leider doch nur maximal zwei „echte“ Ports für HDMI 2.1.
Wir hatten schon über den Chip MediaTek Pentonic 1000 berichtet. Dabei handelt es sich um ein Premium-SoC für 4K-Fernsehgeräte. Im technischen Datenblatt hat MediaTek bei der Ankündigung des Prozessors auch beworben, dass in Kombination mit dem Pentonic 1000 vier Ports für HDMI 2.1 möglich seien. Bedauerlicherweise hat man jene Angaben stillschweigend angepasst. Tatsächlich sollen mit dem Chip nur zwei „echte“ Anschlüsse für HDMI in TVs realisierbar sein.
Die Verwirrung ist offenbar dadurch entstanden, dass es mittlerweile leider nicht mehr möglich ist, HDMI 2.0 zu lizenzieren. Diese Praktik der HDMI-Lizenzverwaltung hatten wir schon scharf kritisiert. Deswegen wies MediaTek eben vier Ports für HDMI 2.1 als machbar aus. Doch Vincent Teoh von HDTVTest konnte im Rahmen der CES 2023 mit Sprechern des Unternehmens klären, dass nur zwei Ports mit 4K bei 120 Hz, ALLM, VRR und eARC möglich sind.
Als Ergebnis werden wohl auch 2023 LG und Samsung dank abweichender Chiplösungen die einzigen Hersteller bleiben, die tatsächlich vier echte Ports für HDMI 2.1 bieten. TCL fällt immerhin noch etwas positiv aus dem Rahmen: Das Unternehmen hat es durch eine Zusatzlösung geschafft, dass immerhin die eARC-Funktionalität auf einen dritten Anschluss ausgelagert werden konnte.
HDMI 2.1 bedeutet immer noch Wildwuchs
Wer nämlich ansonsten eARC nutzen möchte, belegt schon dadurch einen seiner beiden HDMI-2.1-Anschlüsse. Dann verbliebe also gar nur noch ein freier Port. Das kann schnell ärgerlich werden und das Nachkaufen eines Switches erfordern, wenn beispielsweise PlayStation 5 und Xbox Series X|S oder auch ein Gaming-PC im Wohnzimmer stehen. Immerhin: MediaTek hat das Datenblatt des Pentonic 1000 auf seiner Website verändert und weist dort nur noch allgemein auf HDMI 2.1 hin, ohne die spezifische Anzahl der Schnittstellen auszuweisen.
Der MediaTek Pentonic 1000 unterstützt zahlreiche moderne Features.
Wir finden es schade, dass Nutzer mit vielen HDMI-2.1-Geräten weiterhin nur zu LG und Samsung bzw. mit Abstrichen TCL blicken können. Wie seht ihr das?
Der Streaming-Dienst Peaock kommt mittlerweile auf 20 Mio. Abonnenten. Schwarze Zahlen sind aber noch in weiter Ferne.
Allerdings kann der Mutterkonzern Comcast bzw. NBCUniversal für Peacock nun bessere Zahlen vorweisen, als viele Börsianer erwartet hatten. Allein im vierten Quartal 2022 sollen bei Peacock nämlich 5 Mio. neue Abonnenten hinzugestoßen sein. Aus Deutschland können sie jedoch nicht stammen: Nach dem Auslaufen der Lizenzvereinbarung mit Sky ist Peacock hierzulande aktuell gar nicht mehr vertreten.
Das ist aber auch ein Grund, aus dem man die 20 Mio. Abonnenten nicht zu gering schätzen sollte, auch wenn sie im Vergleich zu Amazon Prime Video, Netflix oder auch Disney+ gering wirken mögen. Peacock ist in wesentlich weniger Ländern aktiv und auch erst später gestartet. Zu verdanken ist der Zuwachs wohl auch einer Neufokussierung bei der Vermarktung der Plattform.
Peacock und Sky Deutschland haben ihre Kooperation auslaufen lassen.
So rückte NBCUniversal anfangs für Peacock den kostenlosen bzw. werbefinanzierten Free-Tarif in den Mittelpunkt. Mittlerweile ist man davon abgekommen und vermarktet bevorzugt das kostenpflichtige Angebot. Für 2022 konnte Peaock somit auf Einnahmen von 2,1 Mrd. US-Dollar kommen. Davon wurden allein 660 Mio. US-Dollar im vierten Quartal 2022 erwirtschaftet.
Peacock steckt tief in den roten Zahlen
Allerdings versinkt das Streaming-Angebot dennoch weiterhin in den roten Zahlen. 2022 kamen hier Miese in der Höhe von 978 Mio. US-Dollar zustande. Damit sich Peacock also rentiert, wird noch ein deutlich höheres Wachstum, verbunden mit Preiserhöhungen, notwendig sein. Am Ende sollte man als Kunde abwarten: So wie die Streaming-Angebote der Studios derzeit wuchern, ist wohl absehbar, dass nicht alle langfristig auch überleben werden.
Es muss sich aber zeigen, welche Kandidaten am Ende triumphieren werden und welche Studios am Ende doch das bessere Geschäft darin sehen, ihre Titel an Partner zu lizenzieren.
Samsung hat den Preis für seinen 77 Zoll 4K OLED Fernseher S95C mit One Connect Box durchsickern lassen. Das Modell soll 4.499 US-Dollar kosten.
Erst vor kurzem hat Samsung seinen neuen Premium-OLED-TV der S95C-Serie auf der CES 2023 vorgestellt. Der S95C begleitet den diesjährigen S90C, welches als direkter Nachfolger des S95B (2022) gesehen werden kann. Ja, etwas verwirrend, aber wie oft ergeben Modellbezeichnungen keinen Sinn? Der S95C beweist, dass Samsung wohl endlich Gefallen an der OLED-Technologie gefunden hat. Das Modell wird daher mit der externen Anschlussbox „One Connect Box“ angeboten, welche eigentlich den absoluten Top-Modellen vorbehalten war. Zusätzlich wird die neue Serie auch erstmals in einer 77 Zoll-Variante angeboten (ebenso der S90C). Den Preis des 77S95C verriet Samsung wohl aus Versehen über deren Online-Shop. Dieser soll bei 4.499 US-Dollar liegen.
Dabei handelt es sich ja um eine Preisempfehlung, die in den USA noch zusätzlich besteuert wird (je nach Bundesstaat). Wir gehen davon aus, dass der Preis für den 77S95C mindestens 1zu1 in Euro umgerechnet wird. Vielleicht kostet das Gerät hierzulande sogar noch etwas mehr. Dabei ist zu beachten, dass die Preisempfehlungen von Samsung schon immer bewusst hoch angesetzt wurden. So können Händler bereits zum Verkaufsstart oder kurz darauf, mit ersten Rabatten hantieren.
Zuletzt aktualisiert am 21. August 2026 um 14:00 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zuletzt aktualisiert am 21. August 2026 um 14:34 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zuletzt aktualisiert am 21. August 2026 um 14:11 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zuletzt aktualisiert am 21. August 2026 um 13:57 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zuletzt aktualisiert am 21. August 2026 um 14:34 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
4K OLED mit bis zu 2.000 nits
Gemessen an der Ausstattung und der noch relativ neuen QD-OLED-Bildschirmtechnologie, kann sich der Preis aber wirklich sehen lassen. Der S95C bietet dem Kunden eine hochwertige Bilddarstellung mit einer maximalen Helligkeit von 2.000 nits (angeblich), der angesprochenen One Connect Box, einem integrierten 4.2.2 Soundsystem für Dolby Atmos und viele weitere Features für Filmfans und Gamer. Wir haben auch ein paar Preise der Mitbewerber für ihre 2022-Modelle mit OLED-Technologie mit 77 Zoll herangezogen. Samsung würde sich mit 4.499 US-Dollar / Euro eigentlich recht prominent platzieren:
LG G2 Gallery OLED Evo: 5.999 Euro UVP
LG C2 OLED Evo: 5.299 Euro UVP
Sony A80K OLED: 4.499 Euro UVP
Philips OLED+937: 4.999 Euro UVP
Was denkt ihr über Samsung OLED-Line-up? Freut ihr euch bereits auf den S90C und S95C? Kommt eines der Modelle mit 55, 65 oder 77 Zoll vielleicht für euch in Frage? Schreibt uns doch gerne einen Kommentar!
Im TV-Segment erfüllt 8K bisher nicht die Erwartungen der Industrie. Mit 240 Hz könnte man Kunden mit einer anderen Funktion anlocken.
LG und TCL haben ja bereits für 2023 8K-TVs für den internationalen Markt weitgehend Absagen erteilt. Am Ende sieht es so aus, dass sich die entsprechenden Fernseher aktuell noch bescheiden verkaufen. Doch die Industrie könnte nun zu anderen Funktionen umschwenken, um Interessenten den Neukauf schmackhaft zu machen. So haben auf der CES 2023 bereits Samsung und TCL Fernsehgeräte mit 240 Hz als Bildwiederholrate präsentiert.
Fans von Gaming-Monitoren lächeln da vielleicht Müde: PC-Monitore mit solchen Bildwiederholraten sind seit Jahren verbreitet. Doch im TV-Segment sind eher 60 oder 120 Hz üblich. Einige, wenige Modelle erreichen auch 144 Hz. Doch 240 Hz wären da schon eine andere Hausnummer, die Spielern entgegenkommen sollte, die gerne ihren Gaming-Rechner an den TV ankoppeln. Auch Next-Generation-Konsolen könnten vielleicht die hohe Bildrate unterstützen.
Samsungs QD-OLED Fernseher 2023 (S95C & S90C) bringen es immerhin auf 144 Hz.
Auf der CES 2023 hat Samsung Display jedenfalls hinter verschlossenen Türen einigen eingeladenen Gästen bereits einen OLED-TV mit 240 Hz Bildwiederholrate demonstriert. Als Basis dienten natürlich die hauseigenen QD-OLED-Panels. Da es sich nur um ein Konzept handelte, ist aber offen, ob Partner darauf am Ende wirklich Produkte aufbauen.
TCL zeigte einen 98-Zoll-LCD mit 240 Hz
TCLs Herstellungsabteilung, CSoT, wiederum packte einen LCD-Fernseher mit stattlichen 98 Zoll Diagonale, 4K-Auflösung und ebenfalls 240 Hz Bildwiederholrate aus. Auch dabei handelt es sich aber nicht um ein konkretes Produkt, sondern um ein Konzept. Bleibt zu hoffen, dass man noch von der Bezeichnung „Gamming TV“ abrückt – siehe unser Artikelbild.
Samsung will in diesem Jahr immerhin noch den Micro LED CX mit 240 Hz veröffentlichen. Leider wird dieser Bildschirm mit 76 Zoll Diagonale für Privatkunden aufgrund der Micro-LED-Technik unerschwinglich bleiben. Obacht: Es gibt bedauerlicherweise auch viele „Fake 240 Hz“-TVs, die damit werben, aber eigentlich nur mit 120 Hz operieren. TCL hat da etwas für 2023 Modelle in Planung, die ihr Panel im VRR-Modus auf 240 Hz übertakten können, dann aber auch die vertikale Auflösung halbieren.