Sony hat ein neues Firmware-Update für seinen 4K Projektor VPL-VW760ES (2017) veröffentlicht. Die neue Software mit der Versionsnr. 8.101 behebt nicht nur Fehler, sondern fügt auch neue Features wie „Digital Focus Optimizer“ und „Dual Contrast Control“ hinzu.
Das kostenlose Firmware-Upgrade kann ab sofort über die Service-Seite von Sony heruntergeladen werden. Die Datei wird auf einen USB-Stick geladen und mit dem VPL-VW760ES verbunden. Sollte es hierbei Probleme geben, sollte man einfach einen anderen USB-Stick nutzen. Die Fachmänner von Grobi.tv raten zum „ältesten verfügbaren USB-Stick in eurer Schublade“. Anscheinend haben 4K Projektoren von Sony mit einigen neueren Chipsätzen ein Problem. Danach dann der Upgrade-Prozess über das Menü gestartet werden.
Neue Features für VPL-VW760ES
Im Changelog der Software-Version 8.101 werden neben „wenigen Fehlerbehebungen“ auch der „Digital Focus Optimizer“ und „Dual Contrast Control“ erwähnt. Diese Features waren bislang den 2018er Modellen VPL-VW870ES vorbehalten und sollen jetzt dem älteren Laser-Projektor neues Leben einhauchen.
Der „Digital Focus Optimizer“ macht genau das, wie er heißt. Bei dieser Funktion wird der Fokus nicht nur optisch, sondern auch digital angepasst. Das soll mögliche optische Beeinträchtigungen des Objektivs korrigieren, um dann ein optimal korrigiertes Bild auszugeben. Der Fokus in den Ecken soll damit so gut wie noch nie sein.
Die Funktion der „Dual Contrast Control“ lässt sich aus dem Namen nicht so einfach ableiten. Neben der dynamisch geregelten Laserlichtleistung ist auch eine Advanced Iris integriert. Sowohl die Blendensteuerung als auch der Laser können unabhängig und dynamisch eingestellt werden, um die Lichtausbeute für dunkle und helle, gut beleuchtete Szenen zu optimieren. Das Ergebnis sind tiefere Schwarztöne und leuchtende, lebendige Farben, wenn dies erforderlich ist.
Schön, dass Sonys Pro-Abteilung das Modell nach so einer langen Zeit noch mit Updates versorgt und sogar neue Features einbaut. Betroffene Heimkino-Fans werden diese Funktionen in den nächsten Tagen sicherlich ausgiebig testen!
Eine der erfolgreichsten Eigenproduktionen des Streaming-Anbieters Netflix ist zweifellos „Stranger Things“. Entsprechend ist keine große Überraschung, dass nun eine vierte Staffel für das Netflix Original bestätigt wurde. Es gibt auch schon ein kleines Teaser-Video.
Wie Netflix per Pressemitteilung erklärt hat, wurde nicht nur eine vierte Staffel von „Stranger Things“ genehmigt, außerdem gibt es einen neuen Deal mit den Serienschöpfern Matt und Russ Duffer, auch bekannt als die Duffer Brothers. Die Geschwister werden für den Streaming-Anbieter also nicht nur die kommende Staffel der 1980er-Jahre-Hommage aus der Taufe heben, sondern sollen in den nächsten Jahren auch weitere Filme und Serien für Netflix kreieren.
Während die zweite Staffel von „Stranger Things“ für ein gemischteres Echo sorgte als die durchweg positiv aufgenommene Runde 1, konnte Staffel 3 der Mystery-Serie viele Fans zurückgewinnen. In einer Ära nach „Game of Thrones“ zählt „Stranger Things“ zudem zu den Formaten, die besonders gerne in sozialen Netzwerken diskutiert werden. Es war also tatsächlich absehbar, dass Netflix dieses Zugpferd nicht einfach so aufgeben würde.
Wie ihr seht, verrät der Teaser allerdings noch nichts – außer dass es eben eine vierte Staffel geben wird und man Hawkins verlassen hat. Es ist zu vermuten, dass Staffel 4 von „Stranger Things“ sicherlich im Verlauf des nächsten Jahres an den Start gehen sollte. Weitere Details zur Produktion wird Netflix sicherlich innerhalb der nächsten Wochen und Monate herausgeben.
Netflix braucht starke Originalserien
Aktuell benötigt Netflix mehr denn je starke Originalserien. So nimmt die Anzahl der Streaming-Anbieter mit großem Budget aktuell stark zu. Disney+ etwa will mit Eigenproduktionen rund um Marken wie Star Wars, Pixar und Marvel auf direkten Konfrontationskurs gehen. Und auch beispielsweise Apple mit Apple TV+ sollte man langfristig nicht unterschätzen.
Netflix braucht also Zugpferde, um die Zuschauer weiter bei der Stange zu halten, wenn bald die Inhalte von Disney herausfallen. Aber auch Warner Bros. hat etwa den Abzug einiger Filme und Serien angekündigt, da man sie lieber bei der eigenen Plattform HBO Max unterbringen möchte.
Die NFL-Begegnung zwischen den Philadelphia Eagles und den Green Bay Packers sollte die National Football League ins 4K HDR Zeitalter überführen. Was der Sender Fox Sports seinen Zuschauer bot, war jedoch nicht weniger als eine Blamage.
Der Lieblingssport der Amerikaner erfreut sich auch in Deutschland immer größer werdender Beliebtheit. Hierzulande läuft die NFL Live auf Prosieben MAXX und ran.de. In den USA hat sich Big Player „Fox Sports“ die Übertragungsrechte gesichert. Mit dem Spiel am 26. September 2019 wollte die Sendeanstalt erstmals eine NFL-Begegnung in 4K Qualität mit High Dynamic Range (HDR) live übertragen. Technische Probleme, eine falsche Kommunikation oder schlicht Unwissen haben dazu geführt, dass sich unzählige Nutzer über das verpatzte 4K-Debüt beschwerten.
Kein HDR für NFL-Fans
Ein Großteil der Fox Sports Zuschauer nutzt den Apple TV 4K oder Roku-Geräte. Mit diesen ist es möglich den Live-Stream in 4K Qualität abzurufen, der erweiterte Dynamikumfang lässt sich damit jedoch nicht abbilden. Für die Verteilung wurde das HLG oder Hybrid-Log Gamma Format gewählt, welches von den meisten 4K Fernsehern unterstützt wird – jedoch nicht vom Apple TV 4K oder den Roku-Playern. Betroffene Zuschauer bekamen nur einen 4K/SDR-Stream serviert. Sehr ärgerlich, da das Spiel auf diesen Plattformen in 4K/HDR beworben wurde.
Viele NFL-Fans nutzten den Apple TV 4K um den 4K/HDR-Stream zu empfangen. Die ausgelieferte Qualität des Streams war jedoch mehr als enttäuschend.
Ob Fox Sports eine interne Fehleranalyse startet ist fraglich. Entweder gab es eine falsche Kommunikation nach außen, ein technisches Problem oder die Sendeanstalt versteht einfach den Unterschied zwischen HLG und HDR10 nicht. Wer sollte es ihnen verübeln. Die AV-Welt ist in den letzten Jahren mit unzähligen Neuerungen, Standards und „Mitspielern“ nicht unbedingt einfacher geworden. Egal wie die Antwort lautet, am Ende gab es keinen erweiterten Dynamikumfang, der nicht nur für ein natürlicheres, sondern auch detailreicheres Bild gesorgt hätte.
4K Signale war 1080p Upscale
Und wäre das noch nicht genug, bekamen die Fans nicht einmal ein natives 4K Signal geliefert. Der komplette Produktionsworkflow ist auf Full-HD (1080p) ausgelegt und wurde lediglich vor der Einspeisung auf 4K UHD Qualität hochgerechnet. Fox Sports versuchte sich in einem Statement auf tvtechnology.com herauszureden. Angeblich wollte man damit die „Kosten die für die Produktion benötigt werden minimieren“. Auch Super-Slow-Motion-Szenen könnten aufgrund ihrer limitierten Auflösung maximal in 1080p ausgegeben werden. In unseren Augen sind das nicht mehr als Ausreden und eine Blendung der Zuschauer.
Auch Deutschland hinkt hinterher
4K-Live-Übertragungen in Deutschland werden zumindest als nativer 4K Stream eingespeist. Fußballbegegnungen auf Sky Bundesliga UHD oder Sky Sport UHD sehen damit weitaus detailreicher aus. Eine Übertragung mit erweitertem Dynamikumfang (HDR) hat Sky jedoch immer noch nicht auf den Weg gebracht.
Shopping-Sender „Pearl.tv 4K UHD“ stellt zum 30. September 2019 seinen UHD-Sendebetrieb via Astra ein. Die hochauflösenden Streams sind aber weiterhin via Livestream und Smart-TV-App empfangbar.
Es war der berühmte erste Schritt, als mit „Pearl.TV 4K UHD“ der erste Sender zur IFA 2015 aufgeschaltet wurde. Ab sofort wurden Technik-Highlights und Trends im linearen TV in vierfacher Full-HD Auflösung präsentiert. Michael Sichler, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft EnStyle, zu der auch Pearl.TV gehört sagt, dass das Projekt eh nur auf eine Laufzeit von vier Jahre angelegt war. Dass der Sendebetrieb in UHD-Qualität nicht weitergeführt wird, lässt vermuten, dass das Programm nicht wie gewünscht angenommen wurde.
UHD-Empfang spielt keine Rolle
Michael Sichler zeigte sich von der Entwicklung am TV-Markt enttäuscht:„Die Zahl der Haushalte, die Ultra-HD empfangen, hat sich leider in den letzten vier Jahren nicht wie erwartet entwickelt. Bei den TV-Neugeräten dominieren zwar schon länger 4K- Modelle die Verkaufsstatistiken, jedoch spielt der UHD-Empfang für die meisten Fernsehzuschauer noch immer keine Rolle.“. In den letzten Jahren wurde immer mehr lineares TV-Programm in UHD-Qualität aufgeschalten. Von Fußball auf Sky über Lifestyle-Programme auf Insight TV bis hin zu Enterainment-Events und Serien auf RTL UHD. Von einem Regelbetrieb in UHD Qualität ist man in Deutschland jedoch noch weit entfernt.
Mit QVC2UHD geht bereits der zweite 4K Sender des Shopping-Imperiums live
QVC2 UHD geht ab 1. Oktober live
Weitaus besser scheint da das Programm von QVC UHD angenommen worden zu sein. So gut, dass mit QVC2 ab dem 1. Oktober 2019 der zweite 4K Sender des Shopping-Imperiums auf Astra 19.2° Ost live geht. Über die Verbreitung von QVC2 UHD soll eine „langfristige Vereinbarung“ getroffen worden sein. Judith Haker, Director Platform Development & Distribution bei QVC Deutschland, sagt: „Wir arbeiten kontinuierlich daran, unseren Kunden das bestmögliche Shoppingerlebnis zu bieten. UHD ist die Zukunft, weshalb wir uns freuen, unseren Zuschauern bereits ab Oktober einen weiteren unserer Sender in ultra-hochauflösender Qualität bieten zu können.“.
Ob UHD überhaupt irgendwann im deutschen TV in den Regelbetrieb gehen wird, darf bezweifelt werden. Aktuell werden die meisten Programme immer noch in HD (720p) wenn nicht sogar in SD-Qualität an die TV-Haushalte übermittelt. Womöglich ist UHD-Fernsehen nur ein nettes „Zusatzprogramm“ zum bereits etablierten 4K Streaming, wie es Netflix, Prime Video oder Apple iTunes bereits seit Jahren anbieten.
Apple hebt mit TV+ ein eigenes Streaming-Angebot aus der Taufe. Im November geht es mit den ersten Filmen und Serien los. 4,99 Euro kostet der Spaß im Monat – es sei denn man kauft ausgewählte, neue Apple-Geräte, dann gibt es das erste Jahr umsonst. Nun ist bestätigt, dass die Film-Eigenproduktionen aber erst ins Kino kommen werden, bevor sie zum Streamen zur Verfügung stehen.
Wer sich nun in Deutschland, Österreich oder auch der Schweiz – ein „Hallo“ an all unsere Leser – auf die Eigenproduktionen von Apple im Kino freut, dürfte aber das Nachsehen haben. So will Apple seine Filme nur in den USA ins Kino bringen. Konkret ist das bereits für „The Banker mit Anthony Mackie und Samuel L. Jackson, „Hala“ sowie „The Elephant Queen“ bestätigt.
Apple Hintergedanken dürften klar sein: Nur, wenn die Filme für eine bestimmte Zeit lang und in ausreichend Sälen im Kino gelaufen sind, dürfen sie auch in wichtigen Preisverleihungen wie den Academy Awards (Oscars) mit ins Rennen gehen. Deswegen schicken etwa auch Amazon und Netflix ihre Film-Eigenproduktionen in den Vereinigten Staaten ins Kino. Nicht betroffen sind natürlich Serien, wie etwa „See“ mit Jason Momoa.
Allerdings stößt diese Praxis bei einigen Kreativen auf wenig Gegenliebe. So hatte Steven Spielberg speziell Amazon und Netflix Taktik in der Vergangenheit scharf kritisiert. Laut ihm handele es sich bei den Eigenproduktionen der Streaming-Anbieter um TV-Filme, nicht aber um Kinofilme. Spielberg will sie deswegen am liebsten nicht bei den Oscars sehen. Er warf den Streaming-Anbietern vor die Filme extrem eingeschränkt ins Kino zu bringen, quasi als Alibi, damit sie an den Preisverleihungen teilnehmen könnten. Das sei aber nicht Sinn der Sache.
Apple will sich von Amazon und Netflix absetzen
Apple möchte sich offenbar aber nicht die gleiche Kritik wie Amazon und Netflix gefallen lassen. Demnach plane der Hersteller aus Cupertino für seine Filme längere Verweildauern in den Kinos und auch eine breitere Präsenz in mehreren Städten. Los geht es dabei mit „The Elephant Queen“ bereits am 18. Oktober 2019 – der Einstand bei Apple TV Plus erfolgt am 1. November. Wiederum soll „The Banker“ am 6. Dezember 2019 in die US-Kinos kommen – und zu Apple TV+ im Januar 2019.
„Hala“ will Apple ab dem 22. November 2019 ins Kino bugsieren und ab einem noch ungewissen Zeitpunkt im Dezember zum Streaming kredenzen. Auch den kommenden Film von Sofia Coppola, „On The Rocks“ mit Bill Murray, wolle Apple 2020 erst im Kino starten lassen, bevor der Streifen dann zu Apple TV+ komme. Offenbar geht es Apple auch darum, bei Kinobetreibern und Filmemachern Wohlwollen zu sammeln und zu zeigen, dass man anders vorgehe, als die Platzhirsche von Amazon Prime Video und Netflix.
Netflix startet gerne mit ausgewählten Nutzerkreisen oder in bestimmten Regionen Experimente. Nun hat der Streaming-Anbieter damit begonnen, teilweise die ersten Episoden einiger Serien kostenlos und ohne Registrierung zur Verfügung zu stellen.
So hat Netflix in Indien damit begonnen die erste Folge der frischen Serie „Bard of Blood“ gratis für alle zum Streamen zur Verfügung zu stellen. Aus Deutschland funktioniert das allerdings nicht – wir haben es bereits über diesen Link überprüft. Generell probiert Netflix in anderen Regionen andere Taktiken aus. So gibt es in Indien und Malaysia etwa auch einen „Mobile Only“-Tarif, der dann das Streaming ausschließlich an mobilen Endgeräten ermöglicht – und umgerechnet weniger als 3 Euro pro Monat kostet.
In Mexiko und Kolumbien hatte Netflix Anfang September schon die erste Folge der Serie „Elite“ ohne Registrierung für alle Anwender kostenlos angeboten. In Indien versucht man es also momentan mit „Bard of Blood“. Laut dem Streaming-Anbieter handele es sich dabei um eine zeitlich eingeschränkte Aktion. Dauerhaft wird die erste Folge also nicht öffentlich verfügbar sein.
Parallel erklärt Netflix, dass man die Annahme durch die Community abwarten werde. Sollte man zufrieden sein, dann sei es durchaus möglich, dass auch in Zukunft einzelne Serienepisoden oder sogar Filme für einen eingeschränkten Zeitraum ohne Registrierung kostenlos zum Abruf bereitstehen. Festlegen wollte sich Netflix da aber noch nicht.
Netflix will Kunden mit neuen Strategien anlocken
Warum Netflix plötzlich derlei Taktiken anwendet? Das ist klar, denn auf den etablierten Streaming-Platzhirsch üben nun immer mehr neue Konkurrenten Druck aus. Beispielsweise tritt Apple mit Apple TV+ auf den Plan. Und mit Disney+ hat auch Disney ein ganz heißes Eisen im Feuer. Zudem wollen auch noch Warner Bros. mit HBO Max und Comcast mit Peacock mitspielen.
Netflix bietet in Indien die erste Folge von „Bard of Blood“ kostenlos an
Zwar bietet Netflix Unentschlossenen bereits die Möglichkeit an für 30 Tage kostenlos in das Angebot reinzuschnuppern, doch einzelne Gratis-Episoden sind eine weitere Option, um vielleicht neue Kunden für das Streaming-Angebot zu gewinnen. Die Hoffnung ist sicherlich, dass die erste Folge für Begeisterung sorgt, sodass möglicherweise ein Abo die Folge ist.
HDR10 Plus sollte als Konkurrenzformat zu Dolby Vision eine bessere Bilddarstellung für Filme & Serien bieten. Das von Samsung entwickelte dynamische HDR10+ hat nach über zwei Jahren jedoch nur wenige Erfolge vorzuweisen.
Gut Ding will Weile haben. Das trifft vielleicht auf einen Käse oder Wein zu, jedoch lässt sich diese Weisheit in der Technikwelt meist nicht anwenden. Unfertige Produkte und Formate gilt es natürlich zu vermeiden, der Nutzer möchte aber irgendwann die angepriesenen Vorteile genießen können. So geht es womöglich vielen Käufern eines 4K Fernsehers, die auf HDR10+ gesetzt haben. Was hat das Format seit der Ankündigung im März 2017 vorzuweisen? Wo sind die Inhalte und wieso musste es überhaupt zu einem Formatkrieg mit dem etablierten Dolby Vision kommen?
Die ersten IMAX Enhanced UHD Blu-rays debütieren mit dem dynamischen HDR10+ Format
HDR10+ soll Dolby Vision die Stirn bieten
Anfang 2017 war die Aufregung groß: Samsung möchte der Dolby-Maschinerie die Stirn bietet und hat die Arbeiten an einem eigenen dynamischen HDR-Standard aufgenommen. Das Format sollte im Vergleich zu Dolby Vision lizenzfrei sein und damit die Aufmerksamkeit von Herstellern und Produzenten auf sich ziehen. Auf der technischen Seite bietet HDR10+ eigentlich die gleiche Kost wie Dolby Vision. Auf Frame-by-Frame- oder Scene-by-Scene-Basis werden Helligkeitsinformationen in der Postproduktion angepasst, um die bestmögliche Bildqualität zu erreichen. Dabei geht es vor allem darum, Details in sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen zu erhalten. Das Gleiche bietet Dolby Vision bereits seit 2016, vorangetrieben durch LG Electronics.
Samsung vs. LG (schon wieder)
Wer die Namen Samsung und LG in einem Absatz liest, der kann sich bereits denken, um was es wirklich geht. Die Fehde zwischen den beiden koreanischen Technik-Giganten, erstreckt sich bereits über mehrere Jahre. Erst vor kurzem haben sich die „Streithähne“ wegen ihrer 8K Fernseher und dem Begriff QLED in die Haare gekriegt. Und so geht es Samsung mit HDR10+ womöglich gar nicht darum, sich direkt mit Dolby Vision zu messen, sondern einfach nur darum LG nicht in die Hände zu spielen. LG hat nämlich nicht nur erfolgreich auf die OLED-Technologie in TV-Geräten gesetzt, sondern mit Dolby Vision sich gleich einen „visuellen Vorteil“ mit ins Boot geholt.
Samsungs QLED-Flaggschiff Q90R unterstützt neben HDR10 und HLG auch HDR10+
HDR10+ muss jetzt durchstarten oder gehen!
HDR10+ (Plus) hatte über die letzten beiden Jahre immer wieder mit positiven Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht. Die gegründete HDR10+ Allianz freute sich über Zuwachs und hatte neben Samsung und 20th Century Fox auch Panasonic, Philips, TCL, Hisense, Warner Home oder Amazon Prime Video für sich gewinnen können. Immer mehr TV-Geräte und Player unterstützten HDR10+ und die Nutzer waren mehr als bereit, die versprochenen Vorteile erleben zu dürfen. Aber genau hier liegt der Hund begraben. Die Kooperation zwischen Samsung und Amazon Prime Video mit HDR10+ Content konnte zu keinem Zeitpunkt in Fahrt kommen. Es gab auf den Samsung TVs bis 2019 kein Overlay-Logo das bestätigte, ja jetzt läuft HDR10+ und nicht nur HDR10. Die ersten 4K Blu-rays von IMAX boten keinen visuellen Vorteil, verglich man HDR10 mit HDR10+. Genau so war es auch bei der Fox-Produktion „Alita: Battle Angel“ die ebenfalls im Multi-HDR-Format (HDR10, HDR10+ und Dolby Vision) auf den Markt kam. Nicht einmal „Bohemian Rhapsody“ als HDR10/HDR10+ only konnte im dynamischen Modus überzeugen.
Die Mitglieder der HDR10+ Allianz (Stand: Dezember 18)
Unterstützer sichern sich mit Dolby Vision ab
Die ersten Vergleiche zwischen HDR10 Plus und anderen HDR-Formaten fiel mehr als ernüchternd aus. Und nicht nur das. Mitglieder der Allianz setzten immer mehr auf Multi-HDR und nahmen Dolby Vision in ihr Feature-Portfolio auf. Die Unterstützung für HDR10+ ist immer noch vorhanden, für Kunden die sich einen TV von Panasonic, Philips oder Hisense kaufen, dürfte das jedoch nicht das ausschlagende Argument sein. Womöglich wird HDR10+ eher als nettes Gimmick gesehen und als Absicherung. Wichtiger ist da wohl eher, dass Dolby Vision unterstützt wird. Die Allianz steht noch, fängt aber langsam an zu bröckeln. Selbst Gründungsmitglied 20th Century Fox bringt mit der „James Bond: Daniel Craig Collection“ ihre erste 4K Blu-ray nur mit HDR10 und Dolby Vision auf den Markt. So steht Samsung aktuell als alleiniger Verfechter von HDR10 Plus dar.
BAM! Fox veröffentlicht die „James Bond: Daniel Craig Collection“ mit Dolby Vision HDR
Wir fragen uns, ist es überhaupt ein Formatkrieg, wenn der Sieger eigentlich schon feststand? Irgendwie hat man das Gefühl, dass HDR10+ gegen Dolby Vision einfach keine Chance hat. Der Vorsprung von DV ist einfach nicht aufzuholen. HDR10+ hätte teils deutliche visuelle Vorteile vorbringen müssen, um eine Chance zu haben. Man möchte es Samsung nicht übel nehmen, dass sie eine Alternative zu Dolby bieten wollten. Aus unserer Sicht wäre jedoch die Zeit für Eingeständnisse gekommen. Stellen wir uns vor, Samsung würde ab Morgen Dolby Vision HDR unterstützen? Würden wir es dem Unternehmen vorhalten oder uns darüber freuen, dass das dynamische HDR-Format auch auf den QLED und Premium UHD TVs des Herstellers zur Verfügung steht? Wir wollen zum Schluss noch anmerken, dass Dolby Vision nicht automatisch eine bessere Bildqualität abliefert. Es gibt sogar Beispiele, bei denen die Darstellung mit dem statischen HDR10 besser war. Theoretisch hat Dolby Vision mit seinem dynamischen Ansatz bei, bei TV-Inhalten, Streams oder der 4K Blu-ray die Nase vorne.
Sony und Microsoft haben bestätigt, welche Spiele ihr gratis über PlayStation Plus bzw. die Xbox Games with Gold im Oktober 2019 abstauben könnt. Voraussetzung ist natürlich in beiden Fällen, dass ihr die jeweiligen Dienste auch abonniert habt.
Starten wir doch einmal mit Sony. Leider gehen Besitzer einer PS3 bzw. PS Vita seit März 2019 leer aus, so dass nur noch die Gratis-Spiele für die aktuelle PlayStation 4 verbleiben. Da hat Sony aber ein nettes Schmankerl auf Lager. So haut man im Oktober 2019 „The Last of Us Remastered“ raus. Das Timing ist kein Zufall, denn diese Woche wurde das Veröffentlichungsdatum des Nachfolgers, „The Last of Us Part II“ bestätigt. Das zuletzt genannte Triple-A-Game wird am 21. Februar 2020 in verschiedenen digitalen und physischen Editionen auf den Markt kommen.
Als zweiten Titel legt Sony “MLB The Show 19″ rauf. Damit visiert man eine ganz andere Zielgruppe an, denn es handelt sich um ein Sportspiel – Baseball um genau zu sein. Da dürfte die Fanbasis in Deutschland eingeschränkter sein als etwa in den USA, doch sicherlich dürfte auch so mancher Leser Spaß an dem Titel haben.
Sowohl „The Last of Us Remastered“ als auch „MLB The Show 19“ stehen bei PlayStation Plus ab dem nächsten Dienstag, also direkt ab dem 1. Oktober 2019, zur Verfügung. Ich denke „The Last of Us Remastered“ ist da doch eine nette Einstimmung für all diejenigen, welche die Story noch einmal vor Erscheinen des zweiten Teils Revue passieren lassen wollen oder den Titel bisher einfach verpasst hatten.
Xbox Games with Gold im Oktober 2019 eher unspektakulär
Microsoft bleibt seinem Kurs treu auch die Xbox 360 weiterhin mit Gratis-Games über Xbox Live Gold bzw. die Games with Gold zu versorgen. Auch hier geht es am 1. Oktober 2019 los. Für die Xbox 360 hauen die Redmonder am 1. Oktober den Titel „Bolt“ raus, der auf dem gleichnamigen Kinofilm von Disney basiert. Für die Xbox One hagelt es am selben Datum „Tembo the Badass Elephant“. Beides sind Titel, die man schwer als Hochkaräter bezeichnen kann.
Am 16. Oktober geht es für Besitzer der Xbox One weiter mit „Friday the 13th: The Game“, was sicherlich für einigen Multiplayer-Spaß sorgen könnte. Horror-Fans bzw. Freunde der Slasher-Filmreihe freuen sich da bestimmt. Für die Xbox 360 wird zeitgleich „Ninja Gaiden 3: Razor’s Edge“ kostenlos.
Kleiner Hinweis unsererseits: Parallel zum Einstand der neuen Games bei Sony PlayStation Plus bzw. Microsoft Xbox Games with Gold fallen natürlich die Titel aus dem September aus den jeweiligen Angeboten heraus. Fügt sie also bei Interesse vorher noch eurer Bibliothek hinzu, dann könnt ihr sie auch später noch beliebig installieren und zocken. Voraussetzung ist lediglich, dass ihr ein aktives Abonnement unterhaltet. Viel Spaß beim Zocken!
OnePlus hat heute offiziell seinen ersten 4K-Fernseher vorgestellt: den OnePlus TV. Es handelt sich um einen QLED mit UHD-Auflösung sowie Unterstützung für nicht nur HDR10, sondern auch Dolby Vision und Dolby Atmos. Auch in Deutschland wird der Smart TV noch auf den Markt kommen.
Wo Huawei bereits für seinen Huawei Vision mit dem Sound geworben hat, scheint OnePlus als artverwandter Smartphone-Hersteller auf genau den gleichen Trichter gekommen zu sein. Denn auch der OnePlus TV setzt auf ein verhältnismäßig aufwendiges Soundsystem mit 8 Speakern und 50 Watt Gesamtleistung, das aus- und einfahrbar ist. Auch bei der Fernbedienung gibt man sich elegant und setzt auf eine sehr aufgeräumte Remote, über die sich auch direkt der Google Assistant aktivieren lässt. OnePlus veröffentlicht dabei den OnePlus TV Q1 und den Q1 Pro – nur der Q1 Pro verfügt dabei über das angesprochene Sound-Setup.
Der OnePlus TV bietet eine Diagonale von 55 Zoll und löst mit 3.840 x 2.160 Pixeln auf. Über die technischen Daten hatten wir ja auch schon anhand von Leaks berichtet. So dient bei den OnePlus TV Android TV als Betriebssystem. Unter der Haube werkeln 2,5 GByte RAM und 16 GByte Speicherplatz. Die OnePlus TV nutzen über 90 Local-Dimming-Zonen und arbeiten mit 100 Hz. Neben Dolby Vision ist im Übrigen sogar auch HDR10+ vorhanden. Außerdem bietet einer der HDMI-Anschlüsse auch eARC (Enhanced Audio Return Channel).
Der OnePlus TV arbeitet mit Android TV
Es stehen an den Modellen mit 55 Zoll drei Ports für HDMI 2.0b, zweimal USB, Ethernet, Bluetooth 5.0 und Wi-Fi 802.11 ac zur Verfügung. VP9 und HEVC werden natürlich als Codecs für 4K-Videos unterstützt. Apps für Netflix und Amazon Prime Video sind ab Werk vorinstalliert. OnePlus protzt zudem mit 120 % NTSC-Farbraumabdeckung und angepasster QLED-Technik, die OnePlus selbst gegenüber der Konkurrenz verbessert haben will.
Neuer Trend: Smartphone-Hersteller greifen im TV-Markt an
OnePlus ist dabei Teil einer neuen und spannenden Welle: Viele Hersteller aus dem mobilen Segment wagen sich aktuell an Fernsehgeräte heran. Da haben wir eingangs ja bereits Huawei erwähnt. Doch auch dessen Tocher Honor ist mit dem Honor Vision mit im Rennen. Als weiterer Player ist zudem auch Motorola in Indien in den TV-Markt eingestiegen.
Die Fernbedienung des OnePlus TV
Dabei wollen die Hersteller offenbar Synergieeffekte nutzen und können von ihren Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz und Sprachsteuerungen wie dem Google Assistant profitieren. Die Hoffnung ist sicherlich auch, dass z. B. mancher Käufer eines Huawei-Smartphones auch zu einem TV des Anbieter greift. Einer der neuesten Einsteiger ist auch Xiaomi, um die derzeit fast schon ein Hype besteht. Deren Mi TV starten in Deutschland bereits ab 299 Euro. Wer wird sich am Ende an der Spitze wiederfinden und kann es mit Platzhirschen wie LG, Samsung und Sony aufnehmen? Das muss uns die Zeit zeigen.
Vielleicht hat OnePlus da ja ernsthafte Chancen. Zumindest könnte man das anhand des Preises vermuten: In Indien wird der OnePlus TV mit 55 Zoll Diagonale als Q1 Pro mit integrierter Soundbar umgerechnet 1.285 Euro kosten. Der Q1 wechselt in Indien für ca. 900 Euro den Besitzer. Für Deutschland stehen die Preise und Erscheinungsdaten leider noch nicht fest. Alle technischen Daten der neuen OnePlus TV Q1 und Q1 Pro findet ihr auch auf der indischen Website des Herstellers.
Amazon startet seine Popcorn-Woche im Herbst und versorgt uns mit Medien und Unterhaltungselektronik zum Vorzugspreis! Ab heute gibt es reduzierte 4K Blu-rays, Blu-rays, DVDs, Digitale Filme uvm.