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„Justice League“: Die Fans siegen, der Snyder Cut kommt!

Die Fans haben triumphiert: Nachdem monatelang immer wieder Aktionen gestartet wurden, lenkt das Filmstudio Warner Bros. offiziell ein. Der Superhelden-Film „Justice League“ wird im sogenannten Snyder Cut erscheinen.

So hat der Film mit Batman, Superman, Wonder Woman und Co. eine bewegte Entstehungsgeschichte hinter sich: Zack Snyder, verantwortlich für die bei Kritikern durchgefallenen aber kommerziell erfolgreichen „Man of Steel“ und „Batman v Superman: Dawn of Justice“ sollte auch „Justice League“ aus der Taufe heben. Tatsächlich begann er den Film zu drehen, musste aber aufgrund einer Familientragöde die Arbeit daran abbrechen – so die offizielle Geschichte.

Inoffiziell hieß es auch von verschiedenen Seiten, dass Warner Bros. mit dem Ergebnis unzufrieden gewesen sei und sich mehr Humor in dem Film wünschte. Letzten Endes kam es so, dass der Regisseur von Marvels „The Avengers“, Joss Whedon, als Ersatzmann einsprang und „Justice League“ fertigstellte. Dabei soll Whedon erhebliche Veränderungen vorgenommen haben. Das Ergebnis war dann auch nach der Meinung vieler Fans eher ein Whedon- als ein Snyder-Film.

An den Kinokassen enttäuschte der Superhelden-Film, während die Kritiken ebenfalls nicht besser wurden. Fans forderten anschließend von Warner Bros monate- bzw. jahrelang einen Snyder Cut zu veröffentlichen, welcher der ursprünglichen Vision näher kommen sollte. Später stimmten sogar einige der Darsteller, wie Gal Gadot (Wonder Woman) mit ein. Nun ist es offiziell: Der Snyder Cut zu „Justice League“ wird erscheinen und die Arbeit daran hat bereits begonnen.

„Justice League: The Snyder Cut“ erhält 30 Mio. zusätzliches Budget

Zack Snyder und sein Team sollen nun für den Schnitt, die Erstellung neuer CGI-Effekte und die Überarbeitung bestehender Sequenzen 20 bis 30 Mio. US-Dollar erhalten haben. Auch einige der Darsteller werden zurückkehren, aber wohl nicht für den Dreh neuer Szenen, sondern für die Nachvertonung. Der Snyder Cut zu „Justice League“ soll dann 2021 erscheinen. Allerdings wird es etwas komplizierter, wenn es um den Vertrieb geht. Denn in den USA soll diese Schnittversion exklusiv zum Streaming-Anbieter HBO Max wandern. Letzterer geht in Europa aber nicht an den Start. Somit bleibt zu hoffen, dass wir hierzulande wenigstens eine Blu-ray oder gar Ultra HD Blu-ray erhalten.

Zack Snyder ist als Regisseur jedoch nicht gerade ein Kritiker-Liebling: Seine Filme sind bekannt für „Style over Substance“ und spalten auch das Publikum. So oder so wird es aber natürlich interessant sein, „Justice League“ dann in einer völlig neuen Version zu erleben, die sich wohl stark von der von Joss Whedon unterscheiden wird – unter anderem soll auch der Comicschurke Darkseid einen Auftritt erhalten.

Kodi 18.7 Leia: Neue Version der beliebten Multimedia-Software

Mal wieder etwas Neues von der Multimedia-Software Kodi: Die Entwickler haben das Programm für diverse Plattformen in der Version 18.7 Leia veröffentlicht.

Zuletzt erschien Anfang März 2020 Kodi v18.6, rund zweieinhalb Monate hat es also gedauert, bis nun das nächste Update an den Start geht. Vor allem Stabilitätsverbesserungen und Fehlerbehebungen sind in Kodi v18.7 enthalten. Wer also momentan auf neue Features und Erweiterungen wartet, sollte Geduld mitbringen. Denn neue Funktionen und umfassender Generalüberholungen sind erst für Kodi v19 angedacht.

Wer sich für weitere Details interessiert, der kann auch direkt bei GitHub stöbern und sich weiter informieren. Kodi ist ja eine quelloffene Anwendung und so ist es kein Problem, sich dort zu belesen. Entsprechend ist und bleibt die Multimedia-Software, die sich beispielsweise auch für die Nvidia Shield TV (hier unser Test) eignet, kostenlos.

Solltet ihr Interesse am Download haben, dann findet ihr Kodi 18.7 hier zum gratis Herunterladen. Die Multimedia-Software wird für Windows, Linux, macOS, Android, Apple iOS, Raspberry Pi und auch einige andere Systeme angeboten.

Kodi v18.7 Leia behebt diverse Fehler

Was wurde nun verbessert? Nun unter anderem hat man die Blu-ray-Wiedergabe verbessert und Probleme mit der Surround-Wiedergabe behoben. Die meisten Korrekturen sind allerdings eher technischer Natur und  beziehen sich auf Macken im Code, die nun der Vergangenheit angehören sollen. Ladet ihr Kodi übrigens nicht direkt über die Website herunter, sondern über andere Stores wie Google Play und den Microsoft Store, dann kann es noch etwas dauern, bis die aktuelle App dort eingestellt wird. Das entzieht sich der Kontrolle der Entwickler und liegt an den Freigabemechanismen von Google und Co.

Kodi lässt sich als mächtige Software zur Verwaltung und Nutzung diverser Audio- und Videoformate mit umfangreichen Anpassungsoptionen an sehr unterschiedlicher Hardware nutzen. Von Smartphones und Tablets über PCs bis hin zu den Amazon Fire TV oder der Nvidia Shield TV.

Sky überträgt UEFA Champions League Finale für alle Kunden auf Sky 1 HD

Am 1. Juni gibt es ein besonderes Schmankerl auf Sky 1 HD. Der Pay TV Anbieter überträgt das UEFA Champions League Finale zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool live für alle Kunden. 

Beide Mannschaften warten seit über 10 Jahren auf den begehrten Titel. Im englischen Duell steht zumindest fest, einer der beiden wird die begehrte Trophäe für sich beanspruchen können. Das Finale ohne deutsche Beteiligung ist natürlich schade, dafür gibt es das Spiel für viele zu ihrem bestehenden Sky-Abonnement gratis obendrauf. Und vielleicht fiebert ja der ein oder andere mit Trailer Jürgen Klopp mit, der sich seit 2015 dem FC Liverpool verpflichtet hat (davor Borussia Dortmund).

Das Finale am 01. Juni 2020 wird natürlich live übertragen und beginnt ab 19:30 Uhr mit der Berichterstattung aus dem Studio und dem Wanda Metropolitano Stadion. Etwas Exklusivität erhalten Sky Q Kunden mit gebuchtem Sport Paket und der Premium HD-Option. Diese können das Spiel in bester 4K-Qualität auf Sky Sport UHD verfolgen.

Sky Ticket Sport für 9.99 Euro im ersten Monat buchen

Wer das Finale sehen möchte, jedoch keine Lust hat einen 12monatigen Vertrag mit Sky einzugehen, der kann das nutzen um das Spiel zu sehen. Der monatlich kündbare Streamingservice kostet im ersten Monat 9.99 Euro (danach 29.99 Euro) und beinhaltet neben der UEFA Champions League auch das DFB Pokalfinale, Formel 1 Live, Tennis, Golf, Handball uvm. Die Sky Ticket App läuft auf vielen Smart TVs, Laptop/PCs, Smartphones, Tablets oder Spielekonsolen.

Wer keinen Euro für das Spiel ausgeben möchte, aber am Ergebnis und den Highlights interessiert ist, der kann den Free TV Sender Sky Sport News HD aufrufen. Auch wenn die Live-Übertragung Sky-Abonnenten oder Sky Ticket-Käufern vorbehalten bleibt, bekommt man in der „Champions League Corner“ interessante Kommentare und Analysen von Florian Schmidt-Sommerfeld und seinen Gästen Margot Dumont und Mirko Slomka präsentiert.

Disney+ zeigt „Die Simpsons“ ab 28. Mai 2020 endlich im Originalformat

Bei Disney+ liegen leider einige TV-Serien im falschen Bildformat vor. Dazu zählt auch „Die Simpsons“. Glücklicherweise wird sich das am 28. Mai 2020 ändern.

Wir hatten diesen Aspekt auch schon direkt in unserem umfangreichen Test zum Launch als deutlichen Kritikpunkt genannt. Später reichten wir übrigens auch noch eine Liste der Features nach, die uns aktuell beim Streaming-Anbieter Disney Plus fehlen. Zumindest einen Stein des Anstoßes hat Disney teilweise beseitigt: Mittlerweile ist es nämlich möglich, über einen Force-Logout alle aktuell bei Disney+ angemeldeten Geräte auszuloggen. Das kann nach einer Passwortänderung mehr als sinnvoll sein und war zuvor ein Versäumnis.

Doch zurück zu unserer gelben Familie: Bereits Anfang April versprach Disney, dass „Die Simpsons“ noch im Mai im korrekten Bildformat zur Verfügung stehen würde. Denn die Staffeln 1-19 sowie die erste Hälfte der Staffel 20 wurden in 4:3 produziert. Dennoch bietet Disney+ sie aktuell nur in 16:9 an. Dabei wurden aber jeweils oben und unten einfach Inhalte weggeschnitten. Dadurch wirkt das Bild nun nicht nur seltsam beengt, sondern teilweise fehlen auch wichtige Informationen für visuelle Gags.

Nun ist bestätigt: Ab dem 28. Mai 2020, also ab dem nächsten Donnerstag, werden „Die Simpsons“ wieder im Originalformat angeboten. Wer sich, auch wenn wir davon abraten, dennoch dem beschnittenen 16:9-Bild hingeben möchte, der wird auch diese Möglichkeit weiterhin behalten. Denn Disney will sowohl die 16:9- als auch die 4:3-Fassung von „Die Simpsons“ zur Auswahl anbieten.

Weitere Serien bleiben im falschen Bildformat

Leider ändert das nichts an der grundsätzlichen Problematik: Der Aufschrei um die beliebten „Die Simpsons“ war groß, sodass Disney tätig geworden ist. Bei anderen Serien war die Fanbasis nicht so lautstark und das Haus mit der Maus kredenzt sie weiterhin nur als beschnittene Version. Dazu zählt beispielsweise auch „Chip und Chap – Die Ritter des Rechts“. Auch in Zukunft besteht also weiterhin die Gefahr, dass Disney Serien im falschen Format zu seinem Streaming-Angebot schiebt.

Zusätzlich zensiert Disney leider auch einige Filme und Serien, wenn sie beim Konzern nicht komplett ins Bild passen. Betroffen ist beispielsweise „Splash – Eine Jungfrau am Haken“, in welche kurze Blicke auf Teile von Daryl Hannahs nackter Haut entfernt wurden.

Sony ZH8: Preise der 8K-LCDs könnten günstiger als erwartet ausfallen

In Großbritannien sind über einige Händler die Preise der Sony ZH8 durchgesickert. Dabei ist zu bemerken, dass 8K langsam aber sicher in bezahlbare Regionen vorstößt.

Die Preise der Sony ZH8 mit 8K tauchten schon im Februar bei einigen US-Anbietern auf. Nicht immer kann man das aber dann allzu gut auf Europa übertragen. Vorgestellt wurden diese TVs natürlich bereits im Januar 2020 auf der CES. Es handelt sich hier um LCD-Modelle mit Full Array Local Dimming (FALD) und Unterstützung für 4K mit 120 fps, HDR10 und Dolby Vision sowie Dolby Atmos, Apple AirPlay 2 und HomeKit sowie Kompatibilität zu Amazon Alexa und dem Google Assistant. Zur Verwendung der smarten Assistenten ist aber immer noch ein passender Smart Speaker notwendig. (HIER geht es direkt zum Preisvergleich)

Als Betriebssystem der Sony ZH8 dient Android TV, sodass die App-Vielfalt sichergestellt ist. In den USA sollen die ZH8 mit jeweils 75 bzw. 85 Zoll Diagonale 7.000 bzw. 10.000 US-Dollar kosten. Im Vereinigten Königreich nannten einige Händler für die gleichen Modelle nun kürzlich 5.999 bzw. 8.999 Pfund. Umgerechnet entspricht das dann jeweils ca. 6.697 bzw. 10.005 Euro. Das sind keine Schnäppchen, angesichts der hohen Auflösung von 8K sowie der üppigen Diagonalen aber schon deutlich niedrigere Preise als etwa bei den 8K-TVs der Vorjahre.

Sony ZH8
Sonys ganzer Stolz: Die ZH8 LCD-TVs mit 8K Auflösung

So startete der ZG9 mit 8K im letzten Jahr für 14.000 Pfund mit 85 Zoll Diagonale. Da ist der Preis für das neuere Modell dann durchaus eine saftige Senkung. Sony scheint da der gleichen Strategie zu folgen wie auch Samsung, die dieses Jahr mit den QLED Q800 / Q800TS sogar eine verhältnismäßig günstige 8K-Einstiegsserie anbieten. Und auch LG gibt sich da aggressiv und lässt seine NanoCell-Modelle mit 8K sogar schon bei 3.899 Euro beginnen.

Sony passt sich dem Markt an

Sonys LCD-TVs mit 8K sind also immer noch teurer als die Konkurrenz, fallen aber ebenfalls drastisch im Preis. Aus Sicht der Kunden kann man das nur begrüßen, denn es zeichnet sich ab, dass 8K innerhalb der nächsten Jahre immer bezahlbarer werden dürfte. Während die erhöhte Auflösung in der Produktion Sinn ergibt, alleine wegen des Croppings und der flexibleren Nachbearbeitung, haben Bildschirme mit 8K für private Nutzer aber aktuell kaum Vorteile.

So fehlt es an entsprechenden Inhalten und 8K-TVs eignen sich in erster Linie zum Ansehen hochskalierten Materials oder der Betrachtung hochauflösender Fotos.

Preisvergleich Sony ZH8 8K LCD TV:

Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung auf 4K Blu-ray im Test: Lohnt das Upgrade?

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Inhalt (70%)

22! Jahre nach seiner letzten Regiearbeit setzte sich George Lucas das erste Mal wieder auf den Stuhl des Filmdirigenten. Sämtliche „seiner“ Filme nach Star Wars: Episode IV – A New Hope begleitete er lediglich als Autor und/oder Produzent. Doch die Krieg-der-Sterne-Saga ließ den Filmemacher einfach nicht los. Bereits frühzeitig gab es erste Überlegungen, die Geschichte noch epischer erscheinen zu lassen. Um genau zu sein, hatte Lucas bereits Ideen im Kopf, als er den ersten Krieg der Sterne schrieb. Ihm schwebte vor, die „neue“ Geschichte als Prequel zu entwickeln, in dem die Geschichte von Anakin Skywalker erzählt würde; dessen Entwicklung von einem guten Jedi zum bösen Darth Vader. Da seinerzeit die Entwicklung der CGIs mit schnellen Schritten vorwärts kam, war das ein weiteres Argument für Lucas, die Arbeiten zu beginnen. Denn darauf hatte er stets gewartet: Die Geschichte so zu erzählen, wie er sie vor seinem tricktechnischen Auge sah. Als diese Informationen durchsickerten, begann ein medialer Hype, der für die Mitte der 90er (die noch ohne soziale Netzwerke im WWW auskamen) einzigartig blieb. Die Erwartungshaltungen waren gigantisch und sorgten für nicht weniger als das damals beste Einspiel eines Star-Wars-Films überhaupt. Es war schlicht ein gigantisches Ereignis.

Aber es kam nicht ohne Kritik aus. Während die meisten Fans durchaus Gefallen am Setting und an Figuren wie Qui-Gon Jinn sowie dem jungen Obi-Wan Kenobi fanden, gab es einen für die damalige Zeit vehementen Shitstorm gegen die digital animierte Figur des „Ihr michse schon wieder gerettet“ Jar Jar Binks. Der nervtötende Mix aus Dinosaurier, Mensch und Nacktschnecke sorgte nicht nur für unfassbar tollpatschige Aussetzer, sondern kam mit einer verdrehten Sprache daher, die nur Grundschüler wirklich witzig finden konnten.

Ein neues Team aus Meister und Schüler

Was musste Lucas für diesen Gungan-Tölpel nicht an Kritik einstecken. Und selbst heute kann man das nur schwerlich mit einem augenzwinkernden Auge betrachten. Nein, Jar Jar Binks war nicht lustig und wird es auch nie sein. Das zweite Manko von Episode I war leider seine Hauptfigur. Der kleine Jake Lloyd wirkte wahlweise, als hätte er sich in einem Toy „R“ Us-Laden verlaufen oder war an anderer Stelle überheblich und unangebracht arrogant. Für die Rolle des jungen Anakin Skywalker war er fehlbesetzt und nur bedingt in der Lage, den Zuschauer emotional einzunehmen. Dies wäre allerdings nötig gewesen, um für die entsprechende Dynamik der Figur zu sorgen. Immerhin wollte Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung mitsamt der beiden Fortsetzungen zeigen, dass der junge Darth Vader einst ein nettes und sympathisches Kerlchen gewesen war. Während dieser Aspekt nur leidlich glückte, flankierte Lucas seinen jungen Darsteller mit den damals hoch im Kurs stehenden Liam Neeson in der Rolle des Jedi-Lehrers Qui-Gon Jinn und Ewan McGregor als jungen Ben Kenobi.

Sämtliche Szenen, in denen die beiden zusammen agieren, versprühen den Geist der einstigen Trilogie. Neeson hat diese innere Ruhe, die ein Jedi nun mal ausstrahlen sollte. Und den Zwiespalt aus Gelehrigkeit und der etwas großzügigeren Auslegung der Jedi-Regeln brachte McGregor als junger Obi-Wan perfekt rüber. Gerad dessen Figur war spannend anzusehen, da Sir Alec Guiness durch die drei ursprünglichen Filme einen ikonischen Charakter erschaffen hatte. McGregor schaffte den Spagat, etwas Eigenes in die Figur zu bringen, gleichzeitig aber glaubwürdig zu vermitteln, dass er irgendwann zu diesem weisen alten Mann werden würde. Ebenfalls zum Gelingen trug bei, dass man mit den Sith – und vor allem deren Frontkämpfer Darth Maul – eine wirklich glaubwürdige und packende Bedrohung aufbaute. Außerdem hat Lucas seinerzeit in Episode I – Die dunkle Bedrohung zumindest versucht, eine ähnlich starke Frauenrolle zu etablieren wie sie dereinst von Carrie Fisher als Leia gegeben wurde. In Natalie Portman fand er dafür die Idealbesetzung. Selbst wenn sie im zweiten Teil etwas von ihrer zielstrebigen und selbstbewussten Art als Königin Amidala verlor.

Königin Amidala ist um Aussöhnung bemüht

Darstellerisch, inszenatorisch und in puncto Action war für die neue Trilogie also alles auf Angriff gesetzt. Vor allem Action konnte Episode I auch wirklich gut. Zwar war das Pod-Race ganz zweifelsfrei dem Klassiker Ben Hur entnommen, aber es passte perfekt ins Szenario und dürfte bis heute eine der besten Actionszenen des gesamten Star-Wars-Universums sein. Auch aus dem Grund, weil nicht ständig zwischen Schauplätzen hin- und hergewechselt wird und man sich fast 15 Minuten lang auf dieses fantastische Rennen konzentrieren kann. Was auch davon ablenkt, dass die eigentliche Story – sagen wir mal: ziemlich dünn geraten ist. Manchmal wirkt es so, als hätte George Lucas wirklich nur der Spezialeffekte wegen so lange gewartet, um noch einmal ins beliebte Sternen-Universum zurück zu kehren. Die Story jedenfalls kann kaum 16 Jahre Entwicklungszeit benötigt haben. Kritik musste Lucas deshalb ganz ordentlich einstecken. Zu kindisch, albern und oberflächlich sei sein Film geworden. Kritik, die er sich durchaus zu Herzen nahm, denn im Falle von Jar Jar Binks reduzierte er die Rolle daraufhin deutlich.

Bildqualität (65%)

Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung stammt aus dem Jahr 1999 und wurde im Laufe des Jahres 1997 gedreht. Seinerzeit steckte die digitale Filmtechnik noch in den Kinderschuhen. Kein Wunder also, dass Episode I noch auf analogem Material basiert. Für eine Test-Aufnahme nutzte Lucas allerdings auch hier schon eine Digitalkamera. Seinerzeit eine Sony CineAlta HDC-750, die allerdings nicht in 24p aufzeichnete, sondern in 1920 x 1035/60i.Wer wissen möchte, welche Szene es ist, findet sie nach 50 Minuten, wenn Qui-Gonn Anakins Blut testet. Die schwierigste Frage ist jene nach dem verwendeten Digital Intermediate. Man weiß relativ sicher, dass für die DVD (2001) und später auch für die 2011er Blu-ray ein 2K DI verwendete wurde. Schaut man sich das Material an, zeigt es sich in den Details allerdings praktisch identisch, was Spekulationen über ein 4K DI in Frage stellt. Während auch hier die UHD mit HDR10 vorlieb nehmen muss, gibt’s für den Stream Dolby Vision.

Schaut man sich nun die UHD an, macht sich tatsächlich Enttäuschung breit. Auch hier hat man es mit dem heftigen Rauschfilter zu tun, der das analoge Material offenbar weitgehend den kommenden, digital gefilmten Episoden II und III angepasst hat. Gesichter sehen auch über die UHD nicht besser aus und bleiben teils drastisch wachsig (3’13, 103’52). Details wirken glattgebügelt, Texturen auf Mänteln erscheinen flach und zeitweise sogar matschig. Manchmal sind digital animierte Figuren oder Objekte sogar knackiger als ihre menschlichen und nicht aus dem Computer stammenden Gegenüber. Auch Jar Jars Lederfalten wirken schärfer und detailreicher als bspw. Portmans Gesicht nach 29’20.

Die UHD liefert nur bedingt bessere Bildwerte als die Blu-ray

Da auch die Bitrate mit durchschnittlich 40-50 Mbps nie das erreicht, was UHD eigentlich bietet, unterstützt das noch die These, dass hier Potenzial weitgehend ungenutzt blieb. Dazu kommt, dass die Spitzlichter (die Maximalhelligkeit ist auch hier nicht in den Metadaten implementiert) noch mal geringer ausfallen als bei Episode IV. Prägnante Reflexionen oder Lichtquellen sucht man hier vergeblich. Eher im Gegenteil wirken helle Flächen auf Gesichtern bisweilen unschön überstrahlt und wenig definiert. Ob hier nun wirklich ein neues 4K-DI zum Einsatz kam oder man das HDR nur über die alte 2K-Fassung gestülpt hat? Die Vermutung liegt eher bei Letzterem.

In Sachen Color Grading gibt’s aber immerhin mal einen Unterschied zur neuen (und alten) BD. Tatsächlich sind fast sämtliche Szenen etwas farbkräftiger und kontraststärker. Die braunen Felswände beim Pod-Race zeigen mehr Differenzierung, orangefarbene Capes von Amidala leuchten mehr und Wiesen wirken kräftiger. Das ist dann aber auch schon der einzige Vorteil der UHD, die ansonsten ebenfalls komplett schärfefrei ist. In puncto Spitzlichter ist tatsächlich fraglich, ob hier wirklich echtes HDR zum Einsatz kam.

Tonqualität (90%)

Im Falle von Episode I waren Soundeffekte schon im Kino wirklich ausgewachsen und es sei das legendäre Pod-Race als Beispiel genommen: Die dts-HD-Masterspur der alten Blu-ray legt hier wirklich zünftig los. Und damit ist nicht nur das bisweilen äußerst aggressive Surrounddesign gemeint, sondern auch der Tieftonpegel. Schon beim Anlassen der Motoren setzt es hier wirklich beeindruckenden Druck. Aber auch während des Verlaufs gibt’s immer wieder satten Tiefbass. Auch während der fulminanten Crashes einzelner Racer wird das Heimkino in massive Wallung gebracht. Hier schlägt sich die deutsche Fassung sogar besser als die englische dts-Spur.

Die neue Blu-ray kommt nun mit der vielfach vorab kritisierten Dolby-Digital-Plus-Fassung, die nominal stärker komprimiert ist. Die Frage ist nur, ob sich das hörbar in der Dynamik niederschlägt. Wie bei allen Dolby-Digital-Plus-Spuren, muss man auch Episode I gegenüber den bekannten dts-HD-Master-Spuren der alten BD im Volumen anheben. Zirka 3-4 dB sind es hier, um auf das gleiche Lautstärke-Niveau zu gelangen wie die unkomprimierten dts-HD-Spuren der 2011er BD. Ist dies einmal geschehen, gesellt sich auch Episode I zu den besten DD+-Fassungen, die man vom Mauskonzern bisher bekommen hat.

Fliegende Shuttle werden stets voluminös vertont

Nehmen wir uns exemplarisch wieder das Podrace raus, so ist es schon erstaunlich, was die auf komprimierten Tonspuren aus den Triebwerken der Renner rausholen. Wie böse grummelnde V8-Motoren warten sie auf der Startlinie (59’45) und brabbeln satt ins Heimkino. Wer’s genau wissen möchte: Ja, hier fehlt etwas an Aggressivität gegenüber der alten dts-HD-MA-Spur. Manche Elemente während des Podrennens kratzen nicht so knapp an einem Übersteuern wie bei der alten Blu-ray. Was dort wirklich das Maximum auslotet, ist hier etwas dezenter. Aber nicht weniger dynamisch oder effektvoll. Vor allem das typische sonor-tiefe „Wuppbuppbuppbupp“-Geräusch von Sebulbas Renner kommt eindrucksvoll aus den Speakern. Wechseln wir auf eine etwas leisere Szene wie den Gang durch den Dschungel in Kapitel sechs, so kommen die Vogelgeräusche ebenso fein und klar ans Gehör. Dialoge sind ohne Probleme verständlich und die Atmosphäre ist absolut vergleichbar. Natürlich IMMER eingedenk der Pegelanhebung um ca. 3-4 dB. Der englische Ton wechselt auf der Blu-ray übrigens von dts 6.1 ES auf dts-HD-Master 5.1. Letzterer ist ebenfalls etwas leiser (ca. 2-3 dB) schlägt sich sonst aber identisch gut. Hier sind Differenzen in Nuancen zu suchen, während man mit beiden sehr glücklich sein kann.

Das Pod-Race ist bis heute ein absolut referenzwürdiges Soundspektakel

Wie alle anderen acht Star-Wars-Teile, so bekommt natürlich auch Star Wars: Episode I – Die Dunkle Bedrohung seine englische Atmos-Spur auf der UHD. Auf der regulären Ebene bildet die True-HD kodierte Version das Geschehen sehr vergleichbar mit der dts-HD-Master-Fassung der Blu-ray ab. Und man bleibt konsequent, was die Einbindung des Scores angeht. Auch hier sind die Fanfaren (sowie auch der restliche Soundtrack) mit auf die Heights gelegt worden. Bei 2’20 fliegt dann der Gleiter der beiden Jedi über die Höhen-Speaker und nach 6’20 saust auch mal ein Laserschwert über die Köpfe. Nach 8’25 hört man dann den Dialog zwischen Amidala und Nute Gunray über die Heights. Was in Amidalas Fall (da über Lautsprecher) noch Sinn macht, erschließt sich bei Gunray nicht wirklich, da er direkt vor der Kamera steht und spricht. Sinnig ist’s hingegen wieder kurz darauf, wenn Palpatine als holografische Projektion spricht.

Wiederum unsinnig die trampelnde Herde im Urwald, die von OBEN gefilmt wird, aber oben zu hören ist (10’55). Schön dagegen die flirrende Waldatmosphäre mit fernen Tiersounds, die sich nach 13 Minuten sehr räumlich verteilen – so was macht dann richtig Spaß! Auch die kurze Unterwasser-Action nach 18 und 20 Minuten liefert ein paar nette Sounds. Was die Stimmen auf den Heights angeht, bleibt es aber ein Hin und Her. Manchmal passt es, wenn man in großen Hallen steht, manchmal wirkt es deplatziert – bspw. beim Dialog im Raumgleiter nach 26’47. Wenn es dann nach 55 Minuten ins Podrace geht, wird die Zuschauerkulisse sehr räumlich dargestellt und im Anschluss fegen des Öfteren die Racer über die Köpfe. Nicht nur im Bereich 2D-Sound eine der besten Ton-Sequenzen des SW-Franchise, sondern auch in Sachen 3D. Von den Durchsagen des Sprechers über das besagte Jubeln des Publikums hin zum Rauschen, wenn Anakin aus seiner Position verfolgt wird oder den großartigen Sounds innerhalb des Höhlen-Durchflugs. Das kann man schon mal als 3D-Sound-Highlight beschreiben. Nach 76 Minuten zischen dann erneut die Lichtschwerter beim Kampf zwischen Darth Maul und Qui-Gon über die Heights und wenn die Gungan per Didgeridoo zum Angriff blasen, wird auch das (ebenso wie der darauf folgende Schutzschild) wunderbar nach oben gelegt. Während des gut 20-minütigen Finales setzt es ohnehin zahlreiche 3D-Sounds, die allesamt auch deutlich besser klingen als bei den klassischen Filmen.

  • Deutsch: Dolby Digital Plus 7.1 (90%)
  • Englisch: Dolby Atmos (95%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (85%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (80%)

Das Bonusmaterial von Episode V ist identisch aufgeteilt wie bei allen neuen Veröffentlichungen. Zum einen gibt’s zwei Audiokommentare auf der Film-Blu-ray. Dazu kommt die zusätzliche Bonus-Disk, die Featurettes enthält. Unter „Die verschollenen Interviews“ finden sich neun Minuten an tatsächlich bis jetzt verloren geglaubten Interviews mit Cast & Crew, die Filmproduzent Charles Lippincott zwischen 75-78 aufgenommen hatte. Es sind keine Video-, sondern Ton-Interviews. In „Hinter den Kulissen: Matte Paintings“ gibt’s fünf Minuten Einblicke von J.W. Rinzler, der mit Matte Painting Supervisor Harrison Ellenshaw über die entsprechenden Kunstzeichnungen für Star Wars spricht. „Making-of-Sammlung“ beherbergt dann Hintergrundberichte sowie entfernte Szenen und zahlreiche Interviews. Kernstück ist hier „30 Jahre Das Imperium schlägt zurück“, was ein gut 25-minütiges Gespräch mit Kershner und Lucas enthält.

Gesamtbewertung Star Wars: Die dunkle Bedrohung (73%)

Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung ist vielleicht nicht der große Wurf zum Neustart des Lucas’schen Ideenimperiums. Dennoch fühlt man sich zwei Stunden lang gut unterhalten. Also zumindest, wenn man in den Szenen mit Jar Jar Binks weghört. Oder eben Chips holen geht. Oder sich kurz das Erfrischungsgetränk greift. Und eigentlich kann man heute, knapp 20 Jahre später, vielleicht sogar mit etwas Trashhumor über diese hypernervöse, bedingt geglückt animierte Gummi-Nacktschnecke auf zwei Beinen hinwegsehen.

Technisch gesehen zeigt sich die neue BD fast gar nicht verändert, während die UHD sichtbar mehr Kontrastdynamik und Differenzierung liefert, aber völlig frei von Schärfe oder gar Detailtiefe bleibt. Von allen Star-Wars-Filmen hat Episode I das mit Abstand schlechteste Bild ohne HDR-Feeling und mit drastischer Rauschminderungs-Verweichlichung.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 30. April 2020 Review am: 16. Mai 2020
Erscheinungsjahr Film: 1999 Laufzeit: 136 Minuten
Filmstudio: Fox/Disney FSK: ab 6 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital Plus 7.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Star Wars: Die dunkle Bedrohung Trailer:

 

Die IFA 2020 gibt es nur als „Mini-Ausgabe“: Keine Privatleute auf dem Messegelände

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Die IFA 2020 findet statt, wenn auch in einer abgespeckten Variante. Maximal 12.000 Fachbesucher, Journalisten und Händler dürfen die internationale Funkausstellung in Berlin in diesem Jahr besuchen.

Huch die IFA 2020 findet doch statt? Ja, aber nicht in dem Rahmen wie wir es gewohnt sind. Die Internationale Funkausstellung in Berlin wird es in diesem Jahr nur als „Special Edition“ geben. Die Messe findet vom 3. bis 5. September 2020 statt und soll streng reglementiert sein, um alle durch die COVID-19-Pandemie notwendig gewordenen Auflagen berücksichtigen zu können. Die IFA konzentriert sich dabei auf vier Schlüssel-Events, denen je maximal 1.000 Teilnehmer beiwohnen können. Insgesamt schrumpft die Teilnehmerzahl damit auf maximal 12.000 Personen. Kein Vergleich zu den Besucherzahlen der letzten Jahre, die bei rund 250.000 lag.

Nur auf Einladung

„Besucher“ wird es auf der IFA sowieso nicht geben. Für die vier Events muss man sich anmelden bzw. eingeladen werden. Die Presse soll sich bei der „IFA Global Press Conference“, die eigentlich im April stattfinden sollte, jetzt aber in den September verlegt wurde, mit allen wichtigen Informationen zu den Innovationen und technischen Entwicklungen eindecken können. Auch hier wählt die IFA die Teilnehmer aus und wird rund 800 Pressevertreter aus 50+ Ländern auswählen. Keynotes und Unternehmenspressekonferenzen werden dabei nur auf einer kuratierten Keynote-Bühne stattfinden. Die Opening Keynote wird von Christano Amon, Präsident von Qualcomm, über das Thema „5G, KI und andere Spitzentechnologien“, gehalten.

Volle Messehallen wie hier bei LG Electronics wird es auf der IFA 2020 nicht geben
Volle Messehallen wie hier bei LG Electronics wird es auf der IFA 2020 nicht geben

IFA NEXT – IFA SHIFT – IFA Global Markets

Die zweite Veranstaltung ist „IFA NEXT trifft auf IFA SHIFT Mobility“. Hier dreht sich alles um Tech-Startups und um die vernetzte Mobilität. Die „IFA Global Markets“ sind vor allem für OEM-Händler wichtig, die ihre Produkte auf den europäischen und internationalen Märkten platzieren möchten. Und zuletzt gibt es die „IFA Business-, Retail- und Meeting-Lounges“. Hier treffen Hersteller auf Händler und schließen wichtige Deals für das nahende Weihnachtsgeschäft und darüber hinaus ab.

Virtuelle Unterstützung

Für alle die nicht vor Ort dabei sein können, sollen über eine digitale IFA Experience die wichtigsten Meldungen und Präsentationen verfolgen können. Das Konzept hierfür ist noch nicht komplett ausgearbeitet. Wir könnten uns vorstellen, dass vor allem über Social-Media-Kanäle und beliebte Streamingplattformen wie Youtube oder Twitch Übertragungen stattfinden könnten.

Die IFA 2020 werden wir in diesem Jahr einmal ausfallen lassen. Die vergangenen Messen haben gezeigt, dass sich das Event immer mehr in Richtung „Bestandsaufnahme“ entwickelt hat und weniger von großen Neuankündigungen begleitet wurde. Auch wenn Entertainment immer noch hoch im Kurs steht, haben Bereiche wie IoT (Internet of Things), Automobile, Mobilität, AI, 5G usw. mittlerweile doch einen Hauptteil der Messehallen eingenommen. Wir berichten mithilfe unserer Partner aus der Branche lieber aus dem sicheren Home-Office 🙂

Google Play Filme & Serien ab sofort mit Filmen in Dolby Vision HDR

Google hat still und heimlich in Play Filme & Serien eine Neuerung eingeführt: So unterstützt die App nun für Inhalte Dolby Vision.

Schon im Dezember 2019 hatte es Gerüchte dazu gegeben, dass Google die Unterstützung von Dolby Vision in Play Filme & Serien vorbereite. Zumindest deutete sich das im Code an. Dann folgte aber eine Überraschung der anderen Art, denn Google bekannte sich ganz offiziell zu HDR10+. Dann wurde es still um beide Formate, denn es tat sich erst einmal gar nichts.

Schließlich wurde es dann wieder interessant, als Informationen zu einem Nachfolger des Google Chromecast Ultra bekannt wurden. Jener dürfte nämlich voraussichtlich auch Dolby Vision unterstützen. Das erscheint jetzt noch eine Ecke wahrscheinlicher, denn in der App für Google Filme & Serien ist der erste Film verfügbar, der neben HDR10 auch Dolby Vision unterstützt: „Joker“. Dabei hätte es kaum einen besseren Titel treffen können, denn es handelt sich hier um einen der wenigen, nativen 4K-Titel.

„Joker“ kostet zum Leihen in 4K 5,99 Euro, während für den Kauf aktuell 14,99 Euro veranschlagt werden – günstiger als die Ultra HD Blu-ray, die in diesem Fall ebenfalls mit Dolby Vision aufwarten kann – aber natürlich dank deutlich höherer Bitrate und verbesserter Kompression das hochwertigere Bild bietet.

Google Play Filme & Serien: Folgen bald mehr Titel mit Dolby Vision?

Leider konnten wir in der deutschsprachigen Variante von Google Play Filme & Serien bisher keine weiteren Titel mit Dolby Vision entdecken. Vermutlich wird man da aber nach und nach aufstocken. Welche Filme das dynamische HDR-Format beanspruchen hängt aber natürlich weniger von Google selbst und mehr von den Filmstudios ab. Da Warner nun Flagge gezeigt hat, sind vielleicht weiter DC-Verfilmungen wie „Justice League“ denkbar.

Was dieser Schachzug nun für HDR10+ bei Google Play Filme & Serien heißt, bleibt abzuwarten. Das zuletzt genannte Format fristet immer mehr ein Schattendasein, was durch Googles neuen Schachzug sicherlich nicht verringert wird.

Apple sticht Netflix aus: Tom-Hanks-Film „Greyhound“ landet angeblich bei Apple TV+

Das Weltkriegs-Marine-Drama „Greyhound“, von und mit Tom Hanks, umschippert einen Kinorelease und landet angeblich direkt bei Apple TV+. Das wäre der erste große Blockbuster, den Apple für seinen Streamingservice zukauft. 

Eigentlich hätte der Film am Vatertags-Wochenende die Massen in die Kinos treiben sollen. Aufgrund der weiterhin angespannten Corona-Lage in den USA sieht sich Sony Pictures jedoch gezwungen, das Filmhighlight ganz ohne Unterstützung der Lichtspielhäuser ins Rennen zu schicken. Aber wer weiß, vielleicht zahlt sich dieser Kurswechsel für Sony Pictures ja aus. Universal bot „Trolls 2: World Tour“ direkt digital zum Leihen an und konnte damit ein sehr gutes Ergebnis einfahren, zog sich damit jedoch auch den Zorn der großen Kinoketten auf sich.

In Fall von „Greyhound“ ist es jedoch noch etwas anders. Sony hatte wohl nach einem Exklusiv-Partner für das während des zweiten Weltkriegs spielende Drama gesucht und gefunden. Angeblich buhlten Netflix und Apple um das Prestige-Projekt von Tom Hanks, wobei Apple die größere Summe auf den Tisch legte. Die Meldung, dass das Unternehmen aus Cupertino seine exklusiven Inhalte auf Apple TV+ durch Zukäufe von Drittanbietern aufstocken möchte, machte ja erst vor einigen Tagen die Runde. Die jüngste Meldung von Deadline passt da natürlich wie die Faust aufs Auge.

Neue Serien Apple TV+
Bislang bestand das Angebot auf Apple TV+ ausschließlich aus Eigenproduktionen (Originals)

Tom Hanks bleibt wohl aufgrund des verworfenen Kinoplans keine Wahl, um sein neustes Werk unter die Leute zu bringen. Der exklusive Deal bringt jedoch auch Vorteile mit sich. Der Film kann über den Apple-Streamingservice zeitgleich in über 100 Ländern starten und so Millionen von Nutzern erreichen. Die Plattform Apple TV+ erhofft sich von diesem exklusiven Deal natürlich einen Abonnentenzuwachs um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Audiovisuell gibt es bei den Filmen und Serien auf Apple TV+ nichts zu meckern, jedoch fehlt definitiv eine breite Auswahl und bekannte Hollywood-Produktionen, die bei Abonnenten von Netflix, Prime Video und Co. für stetiges Interesse sorgen.

Wenigstens ist Apple zu der Erkenntnis gekommen, dass ein Streamingservice der nur exklusive Inhalte anbietet, so nicht bestehen kann. Egal wie bekannt oder beliebt die Schauspieler und Regisseure sind.

Joyn veröffentlicht App für die Smart TVs von LG

Letztes Jahr ist das Streaming-Angebot Joyn der ProSiebenSat.1 Gruppe gestartet. Ab sofort gibt es nun auch eine App für die aktuellen Fernsehgeräte von LG.

Wer einen Fernseher von LG verwendet, hat sich vielleicht bereits gewundert: Ohne viele Vorankündigungen ist dort mittlerweile über den Content Store von webOS nämlich eine native App für Joyn verfügbar. Joyn ist das TV-Streaming-Angebot der ProSiebenSat.1 Gruppe. Dort finden sich neben exklusiven Inhalten auch amerikanische Serien und Filme sowie Zugriff auf das lineare Fernsehen.

Hier geht es zum kompletten Angebot von JOYN

Mittlerweile gibt es Joyn sowohl in einer kostenlosen als auch einer kostenpflichtigen Variante namens Joyn+ Plus. Letzteres kostet 6,99 Euro im Monat und gewährt größtenteils werbefreien Zugriff auf das Angebot und schaltet zusätzliche Inhalte frei. Dabei läuft es offenbar ganz gut für den Service, denn nach dem Start im Juni 2019 konnte man bereits im August des letzten Jahres fast 4 Mio. Abonnenten ausweisen.

Joyn Plus+ wirbt ab sofort um Abonnenten
Joyn Plus+ wirbt ab sofort um Abonnenten

Joyn steht nun für LG-TVs ab dem Jahr 2016 zur Verfügung. Man versorgt also nicht nur die aktuellsten Geräte der Südkoreaner, sondern geht tatsächlich recht weit zurück.

Joyn ist mittlerweile auf diesen Geräten verfügbar

Mittlerweile erreicht Joyn also eine recht große Bandbreite an Browsern und auch an Geräten. Das ist natürlich auch entscheidend, wenn sich das Streaming-Angebot ausbreiten will – denn nur mit einer breiten Verfügbarkeit erreicht man zwangsweise auch eine breite Nutzerschaft. Folgende Möglichkeiten gibt es dabei für euch, um Joyn abzurufen:

  • Im Web mit folgenden Browsern: Chrome 70+, Firefox 63+, Safari 11+, Edge 17+
  • Auf Android-Smartphones und -Tablets ab Version 5 (oder im Chrome Browser auf dem Smartphone ab Android Version 4.4)
  • Auf iOS-Smartphones und -Tablets ab Version 11 (oder im Safari Browser auf dem Smartphone ab iOS Version 11.2.1)
  • Joyn PLUS+ auf iOS-Smartphones und -Tablets ab Version 11.2
  • Mit Android Smart TVs (z. B.: Philips, Sony, etc.)
  • Mit Samsung (Tizen) Smart TVs ab 2017
  • Mit Amazon Fire TV
  • Mit LG TV (ab 2016)