Die HDR10+ Technologie weitet seine Flügel aus. Samsung erweitert das dynamische HDR Format um 8K Videostreaming und kann neue Anbieter wie Magenta TV, Rakuten TV oder Chili für HDR10+ gewinnen.
Samsung möchte der HDR10+ Technologie mehr Gewicht geben und arbeitet mit Hochdruck an neuen Kooperationen um den Standard relevant zu halten. Im viertel Quartal 2019 werden drei OTT-Anbieter (Over the top) erste HDR10+ Streams in 8K Auflösung (7.680 x 4.320 Bildpunkte) bereitstellen. Damit ergänzen die Unternehmen CHILI, MEGOGO und The Explorers ihr bestehendes 4K HDR10+ Angebot. Es ist bislang nicht bekannt, ob Serien oder gar Filme in 8K zur Verfügung stehen, oder ob es sich hierbei nur um Demomaterial handelt.
HDR10+ im Live-Programm
Aus unserer Sicht weitaus wichtiger ist die Zusammenarbeit mit lokal tätigen Streaming-Anbietern, wie Rakuten TV, Videociety oder Magenta TV der Deutschen Telekom. Zwischen dem vierten Quartal 2019 und dem ersten Quartal 2020 soll HDR10+ für die jeweiligen Streaming-Dienste übernommen werden. Das würde die Reichweite für das dynamische HDR-Format deutlich erhöhen. Als Randnotiz erwähnt Samsung noch die Zusammenarbeit mit dem französischen OTT-Dienst Molotov, der Live und On-Demand-TV-Kanäle mit HDR10+ überträgt.
Begeisterung sieht anders aus! Kann das HDR10+ Format dem Animationsfilm „Pets 2“ ein besseres Bild entlocken?
Wo bleibt der Vorteil von HDR10+?
In Vergleichstests macht sich das HDR10+ Format aktuel nicht so gut. Auf den ersten Veröffentlichungen auf 4K UHD Blu-ray, waren keine nennenswerten Verbesserungen im Vergleich zwischen HDR10+ und dem statischen HDR10 zu sehen. Kann man nur hoffen, dass sich die neuen Veröffentlichungen „Pets 2“ von Universal Pictures und „Godzilla II: King of the Monsters“ etwas besser schlagen.
Zu den Unterstützern der HDR10+ Technologie gehört natürlich vorneweg Samsung, die das Format mitentwickelt haben. Zudem unterstützen Fernseher von Panasonic, Philips oder Hisense das dynamische HDR-Format. Wer einen Player für 4K Blu-rays mit HDR10+ sucht, der wird in der Regel bei Panasonic fündig. Wir sind gespannt, ob die Bemühungen von Samsung und Co. sich auf lange Sicht lohnen, oder ob Dolby Vision seinen großen Vorsprung zu einem Sieg ausbaut.
LG hatte seinen neuen 8K-Fernseher mit 88 Zoll Diagonale schon Anfang Juni für Südkorea vorgestellt. Der TV bietet auch Dolby Vision und ist im Heimatland des Herstellers für umgerechnet 37.000 Euro gestartet. Jetzt folgt die internationale Veröffentlichung.
So hat LG bestätigt, dass man den 8K-OLED, wir haben damals berichtet, in Europa auf den Markt bringt und auf der IFA 2019 in Berlin zeigt. Dem 8K-OLED-Fernseher 88Z9 stellt man parallel noch den 8K-NanoCell-TV 75SM99 zur Seite. Als Verkaufspreise für Deutschland nennt LG bereits 29.999 Euro für den LG Signature OLED 8K (Modell OLED88Z9PLA) und 4.999 Euro für den 8K-NanoCell-TV (Modell 75SM9900PLA).
Beide Fernseher lösen, bestätigt auch durch die ICDM und deren Testverfahren, mit nativen 7.680 x 4.329 Pixeln auf. Der LG Signature OLED 8K soll außerdem auch mit einem integrierten 4.2-Soundsystem mit 80 Watt punkten. HDMI 2.1 hebt LG natürlich ebenfalls hervor, wodurch der OLED-TV etwa auch den Automatic Low Latency Mode (ALLM) sowie variable Refresh Rate (VRR) bietet.
LG bringt auch einen 8K-Nanocell-TV
Zeitgleich kommt auch der etwa Geldbeutel-freundlichere 8K-NanoCell-TV auf den Markt. dieses Modell mit 75 Zoll Diagonale ist kein OLED- sondern ein LCD-TV mit Full Array Local Dimming Pro (FALD Pro). Beide 8K-Fernseher verfügen laut LG über 8K-Upscaling und eine optimierte Rauschunterdrückung, die von vier auf sechs Stufen verbessert wurde. Als Herzstück der Fernseher hält der Prozessor α9 Gen2 8K her.
LG will die IFA 2019 in Berlin mit 8K aufmischen
LG gibt an, dass beide Fernseher zusätzlich den WiSA-Standard für drahtloses Heimkino unterstützen, mit dem sich ein nicht-komprimiertes 16-Bit-Audiosignal mit bis zu 5.1 Kanälen kabellos wiedergeben lässt. Neben Dolby Vision unterstützen die beiden TVs freilich auch HDR10 und Advanced HDR by Technicolor sowie HLG. HDMi eARC (Enhanced Audio Return Channel) ist ebenfalls bei beiden TVs an Bord.
LG bringt 8K-OLED und -Nanocell nach Deutschland
Wer möchte, kann die LG 88Z9 und 75SM99 sowohl mit dem Google Assistant als auch Amazon Alexa steuern. Angebundene Smart-Home-Gerätschaften sind so auch potenziell über den TV verwaltbar. Apple-Nutzer hingegen dürften sich über Kompatibilität zu Apple AirPlay 2 und HomeKit freuen. Fehlen eben nur noch ausreichend 8K-Inhalte, das ist weiterhin das größte Problem, das Besitzer derartiger High-End-TVs aktuell haben.
Wir hatten einen extrem heißen Sommer, was die Releases und Kauflaune etwas gedrückt hat. Der September bringt uns nicht nur Abkühlung, sondern auch Technik & Film Neuheiten!
Zugegebenermaßen, haben wir noch gar nicht so viele Technik-Neuheiten für euch. Das liegt daran, dass mit dem Start der IFA 2019 am 06. September viele Hersteller ihre „Nachzügler“ und Top-Modelle für das Weihnachtsgeschäft vorstellen. Es kann also gut sein, dass wir die ein oder andere Neuheit im September oder Oktober nachgeliefert bekommen. Dafür gibt es großartige Releases auf 4K Blu-ray, die vor allem die Geldbörsen von Comic-Fans zum weinen bringen. Somit präsentieren wir euch ohne weitere Umschweife, die September Highlights aus Film und Unterhaltungselektronik. Die Neuheiten aus den vorherigen Monaten findest du hier: Februar | März | April | Mai |
8K OLED & LCD von LG
Der LG 88Z9 unterstützt HDMI 2.1
In diesem Monat möchte LG den 8K Markt erobern. Die Modelle Z9 8K OLED mit 88 Zoll, sowie SM99 LCD-Variante mit 75 Zoll, werden den Anfang machen. Die große Preisfrage bleibt bislang unbeantwortet. Womöglich gibt LG Electronics die Anschaffungspreise auf der IFA 2019 bekannt. Wir denken jedoch, dass diese so hoch liegen werden, dass man damit nicht so gerne hofieren geht. Mehr Infos zum Z9 8K OLED / SM99 8K LCD
LG 4K HDR Projektor HU70LS
Der HU70LS Neuzugang von LG Electronics
Wer hätte das gedacht, LG Electronics schiebt mit dem HU70LS noch einen 4K/HDR Projektor nach. Das Modell hat eine LED-Lichtquelle mit 1.500 Lumen Helligkeit und wird regulär auf die Leinwand ausgerichtet. Das Modell ist eine interessante Ergänzung zur bereits angekündigten Kurzdistanz-Variante HU85LS. Zudem dürfte der Preis etwas günstiger sein. Als Release hat LG den September 2019 ins Auge gefasst. Mehr Infos
B&O Beosound Stage Soundbar mit Dolby Atmos
11 Treiber mit einer Gesamtleistung von 550 Watt sollen für einen kräftigen Klang sorgen
Bang & Olufsen konnten den Start der IFA 2019 nicht abwarten. Bereits vor den Pressetagen, gibt es umfassende Informationen zum ersten TV- und Musik-Soundbar von B&O – der Beosound Stage. 11 Treiber mit einer Gesamtleistung von 550 Watt sollen das 3D Soundformat Dolby Atmos optimal wiedergeben können. Zudem unterstützt das Gerät Chromecast, Apple Airplay 2, Bluetooth, WiFi uvm. Mehr Infos
Samsung Filp fürs Büro
Samsung Flip (2019) gibt es mit 55 und 65 Zoll
Das Samsung Flip 4K Display in 55 und 65 Zoll ist eher für das Büro oder Schulungsräume gedacht, der Unterhaltungsfaktor des intuitiven Whiteboards ist dennoch sehr hoch. Private Anwender werden dem Samsung Flip nicht viel abgewinnen können. Für den gleichen Preis, holt man sich dann doch lieber einen QLED oder OLED TV. Bei Meetings, Präsentationen und täglichen Jour Fixe kann der Flip (Display kann hochkant und vertikal genutzt werden) die Aufmerksamkeit sicherlich oben halten. Mehr Infos
4K UHD Blu-rays September 2019:
Mit Avengers: Endgame steht uns der Heimkino-Release des Jahres bevor. Bereits am 05. September geht der Marvel-Blockbuster in den Verkauf. Am gleichen Tag veröffentlicht Warner die Batman 4 Filme Collection. Marvel-Sammler werden sich zudem noch die ersten beiden Thor Filme auf 4K Blu-ray holen. Vielleicht entscheidet sich auch jemand für die Fox-Collectionen der Maze Runner, Independence Day oder Planet der Affen Filme.
Cover
Bestellen
Titel
Release
Batman 4 Film Collection
05.09.2019
Avengers: Endgame (Steelbook)
05.09.2019
Shazam! (Steelbook)
05.09.2019
Thor
05.09.2019
Thor: The Dark Kingdom
05.09.2019
Avengers: Endgame
05.09.2019
SHAZAM!
05.09.2019
Casino (Steelbook)
12.09.2019
Maze Runner 1-3 Trilogie
12.09.2019
Independence Day: Collection
12.09.2019
Planet der Affen Trilogie
12.09.2019
Angel Heart
19.09.2019
Lock Up – Überleben ist alles (Steelbook)
19.09.2019
Aladdin
26.09.2019
Netflix Neuheiten September 2019
Ungemütliche Herbsttage sind für Netflix kein Problem. Der Streaminganbieter versorgt euch wieder mit bester Unterhaltung. Wie wäre es z.B. mit der zweiten Staffel von Disenchantment, von den Machern dern Simspons? Die neuste Staffel von Brooklyn Nine Nine strapaziert ebenfalls eure Lachmuskeln. Blockbuster wie „Blade Runner 2049“, oder „Wonder Woman“ laden zum Filmabend ein. Hier gibt es eine komplette Auflistung aller Neuzugänge auf Netflix.
Amazon Prime Video Highlights September 2019
Die Prime Serien sind in diesem Monat etwas schlanker aufgestellt. Obwohl, wenn man auf Criminal Minds steht, dann hat man mit 13 Staffeln gut zu tun. Zudem gibt es die zweite Staffel von Shooter, das Musical Finale von Transparent und den Start des Amazon Originals Undone. Bei den Filmen lockt einen Bumblebee, Jurrasic Park 1-3 oder Sex and the City 1+2 auf die Couch. Alle Filme und Serien auf Prime Video im April findest du HIER!
Playstation Plus & Xbox Games with Gold
PS Plus im Mai 2019 mit zwei neuen Spielen
Bei Playstation Plus gibt es im September richtig etwas auf die Mütze. Der dunkle Ritter prügelt sich durch „Batman: Arkham Knight“, während die weibliche Protagonistin sich durch Gegnerhorden in „Darksiders III“ schlägt. Games with Gold auf der Xbox One und Xbox 360 warten mit „Hitman: The Complete First Season“ und „We Were Here“ (Xbox One“ sowie „Earth Defense Force 2025“ und „Tekken Tag Tournamen 2“ auf. Details zu den Titeln findet ihr hier!
Wir hatten da schon so eine Vorahnung. Technik-Hersteller Bang & Olufsen bringt mit dem Beosound Stage einen neuen Soundbar mit auf die IFA 2019. Das Modell unterstützt Dolby Atmos 3D Sound, Chromecast sowie Apple AirPlay 2.
Wieso mit einer Neuankündigung bis zur IFA warten? Dachte sich auch Bang & Olufsen und stellt seinen ersten Soundbar Beosound Stage einfach auf der Venice Biennale, einem Kunstevent in Italien, vor. Man könnte jetzt natürlich den Finger heben und sagen, B&O hat mit dem Beosound 35 bereits einen Soundbar in den Handel gebracht. Bei dem bereits erhältlichen Gerät hier liegt der Fokus aber ganz deutlich auf der Musikwiedergabe. Der Beosound Stage ist dagegen vornehmlich als klangliche Unterstützung des TV-Gerätes konzipiert. Auf der Webseite von Bang & Olufsen sprechen die Dänen von „Unser erster Soundbar“.
Den Dolby Atmos Soundbar kann man auch flach auf ein TV-Möbel oder ähnliches platzieren
Das flache, viereckige Design des Beosound Stage erinnert uns sofort an Samsung HW-NW700, zumindest rein visuell. Der neue Soundbar kann direkt unter dem Fernseher an die Wand montiert, oder flach unter dem Fernseher (oder frei im Raum) platziert werden. Design wird bei B&O groß geschrieben und so verwundert es nicht, dass das Unternehmen für diese Neuheit ebenfalls eine „Style-Kooperation“ eingegangen ist. Konzeption und Design wurden mit der dänischen Firma NORM ausgearbeitet.
Beosound Stage „OAK“ kostet 750€ mehr
Der Rahmen ist in Aluminium oder Bronze eingefasst. Auf dem Rahmen sind auch die Funktionstasten untergebracht. Eine dritte Variante mit dunkler Eichen-Furnier (Smoked Oak) wird ebenso angeboten – kostet aber einfach mal schlappe 750 Euro mehr. Die Vielzahl von Treibern sind gut hinter einem Akustikstoff versteckt, der „wärme“ und „gemütlichkeit“ ausstrahlt.
11 Treiber mit einer Gesamtleistung von 550 Watt sollen für einen kräftigen Klang sorgen
Allein von der Aufmachung und der Proportionen her würde man nicht vermuten, dass im Beosound Stage 11 Treiber schlummern. Jeder Treiber ist mit einem eigenen 50 Watt Verstärker ausgestattet. Vier 4 Zoll Treiber sorgen für „kräftige und tiefe Bässe“. Der Mittlere Frequenzbereich wird von vier 1.5 Zoll Full-Range-Treibern abgedeckt. Für die Höhen stehen drei 3/4 Zoll Kalottenhochtöner abgedeckt. Die Treiber sind über den kompletten Soundbar verteilt und zum Teil in einem Winkl angebracht. Dass soll die Wiedergabe von 3D Soundformaten unterstützen.
Erster Dolby Atmos Soundbar von B&O
Die Beosound Stage Soundbar ist nämlich in der Lage das 3D Soundformat Dolby Atmos (Dolby TrueHD) wiederzugeben. Man darf bei „Soundbar-Komplettlösungen“ mit Dolby Atmos gerne etwas skeptisch sein. Die Darstellung von Surround- und Höhen-Effekten aus nur einem Soundbar ist nicht ganz einfach. Wir lassen uns auf der IFA 2019 jedoch gerne positiv überraschen. Übrigens, DTS-Soundformate werden anscheinend nicht unterstützt, was wir etwas komisch finden.
Die Funktionstasten des Beosound Stage sind direkt im Rahmen eingearbeitet
Verbunden wird der Beosound Stage via HDMI mit dem Fernseher. ARC (Audio Return Channel) ist ebenfalls mit an Bord. Zudem lassen sich Musik und Tonspuren auch kabellos via Bluetooth, WiFi, Chromecast oder Apple AirPlay 2 übertragen. Am Gerät selbst findet man Funktionstasten, mit dem sich das WiFi-Setup oder Bluetooth-Pairing starten lassen. Leider ist im Lieferumfang keine Fernbedienung enthalten. Lediglich eine Wandhalterung wird mitgeliefert.
Preis & Verfügbarkeit
Wir unterhalten uns über die „Handwerkskunst“ von B&O. Somit dürfte jedem klar sein, dass der Beosound Stage nicht gerade ein Mitnahmeartikel ist. Als Lieferzeitraum nennt Bang & Olufsen den Spätherbst 2019. Der Preis für die Aluminium und Bronze-Variante liegt bei 1.500 Euro. Wer sich für das schöne Eichen-Panel entscheidet, der ist mit 2.250 Euro dabei!
Diese und weitere Neuheiten von der IFA 2019 findest du in unserem SPECIAL!
Ein Großteil der Heimkino-Fans wird Filme und Serien noch klassisch auf DVD, Blu-ray oder 4K Ultra HD Blu-ray genießen. Einige haben auch sicherlich bereits auf digitale Film-Bibliotheken und Streamingdienste wie Prime Video, Netflix oder iTunes umgeschwenkt. Es gibt aber sicherlich einen nicht ganz kleinen Nutzerzweig, der über eine umfassende, digitale Filmsammlung verfügt. Und genau für diese Zielgruppe haben wir ein interessantes Produkt in unserem Testlabor – den Zidoo Z1000 4K UHD Media Player.
Einleitung, Unboxing & Lieferumfang
Schon beim Auspacken des Zidoo Z1000 fällt uns die hochwertige Verarbeitung auf. Im ersten Moment müssen wir an einen Oppo UDP-203 oder Panasonic UB9000 4K Blu-ray Player denken. Das stabile und visuell ansprechende Aluminium-Gehäuse strahlt Wertigkeit aus. Spaltmaße oder wackelnde Komponenten – Fehlanzeige. Die HDMI, Coaxial und Cinch Anschlüsse auf der Rückseite des Gerätes sind zudem vergoldet.
Das Gehäuse besitzt in der Front ein LCD Display, welches die wichtigsten Funktionen anzeigt, wie Auflösung, HDR und die Wiedergabedauer. Hinter der Frontblende verstecken sich zudem zwei USB-Anschlüsse. Zwei weitere USB-Ports befinden sich an der Seite des 4K Players (2x 2.0 / 2x 3.0).
Auf der Rückseite finden wir vergoldete Coaxial-Anschlüsse, zwei HDMI 2.0 Ports (In/Out), Gigabit Ethernet ein optisch-digitalen Audio-Out sowie ein RS232 Anschluss
Im Lieferumfang ist auch eine Infrarot-Fernbedienung enthalten, welche beleuchtet ist. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, ist übersichtlich aufgebaut und hat programmierbare Tasten, um Shortcuts zu aktivieren. Zusätzlich gibt es eine Airmouse-Funktion, mit der die Menüoberfläche noch intuitiver gesteuert werden kann. Kleiner Nachteil ist hier die Oberfläche, die glänzend ausgeführt ist und anfällig für Fingerabdrücke ist. Das 12v Netzteil ist bereits im Zidoo Z1000 integriert. Wie es sich gehört, liegt auch eine Bedienungsanleitung in Papierform bei. Selbst ein HDMI-Kabel ist im Lieferumfang enthalten.
Die Fernbedienung des Zidoo Z1000 ist soweit ok, die Druckpunkte der Tasten passen, die Aufteilung ist sinnvoll. Die glänzende Oberfläche ist jedoch sehr anfällig für Fingerabdrücke.
Betriebssystem & Apps
Zidoo stattet seine Mediaplayer, somit auch den Z1000, mit einem Einrichtungsassistenten aus, bei dem man durch die grundlegenden Einstellmöglichkeiten begleitet wird. Dies ist sehr benutzerfreundlich gestaltet, sodass keine weiteren Vorkenntnisse benötigt werden, um das Gerät einzurichten.
Nach dem Einrichtungsassistent begrüßt uns die angepasste Oberfläche des Zidoo Z1000 (Android 7.1.1) mit OpenWrt im Hintergrund
Das Betriebssystem zum Testzeitpunkt war ein Android 7.1.1 mit angepasster Oberfläche und OpenWrt im Hintergrund. Beide Systeme laufen parallel zueinander. Die Bedienung ist übersichtlich gehalten und ist direkt Steuerbar zu den Punkten: Dateisystem, MusicPlayer, PosterWall, Apps und Systemeinstellungen.
Die Oberfläche – Posterwall genannt – bietet einige Möglichkeiten zur Individualisierung. Es ist möglich die Hintergründe anzupassen, die Covergröße zu beeinflussen und den Scrapper zu variieren. Informationen kann sich der Z1000 von Tvdb oder Tmdb holen. Auch die Möglichkeit eigene .NFO Dateien zu implementieren besteht. Selbst die Mischung aus beiden Varianten funktioniert erstaunlich gut.
Wiedergabe-Menü
Display Menü des Zidoo Z1000
Audio Menü des Zidoo Z1000
Netzwerk Menü
Sonstiges Menü
Der Zidoo basiert zwar auf Android 7.1.1. hat aber werksseitig keine Rootrechte. Durch diese Einschränkung ist es nicht möglich ein Benutzerkonto anzulegen. Apps können jedoch per APK Files installiert werden. Wer auf die Garantie verzichten möchte, kann das Gerät aber auch rooten, um den vollen Funktionsumfang freizugeben. Vorinstalliert sind unter anderem Apps wie Google Chrome, Clear Manager, HDMI In und ein Updater. Für Leute, die nicht die hauseigene Oberfläche benutzen wollen, steht auch eine angepasste Kodi Version (ZDMC) zur Verfügung. Diese ist mit dem internen Player des Zidoo ausgestattet.
Auf dem Zidoo Z1000 4K Media Player sind schon einige Apps vorinstalliert
Wer jetzt denkt, der Zidoo sei der perfekte Mediaplayer der muss leider doch einen kleinen Abstrich machen, denn mangels DRM Lizenzierung ist es dem Zidoo nicht möglich Streaming-Dienste in hoher Auflösung wieder zugeben. Die Youtube App ist in der Lage mit maximal 1080p auszugeben. HDR Content wird außerdem nur in SDR abgespielt.
Media Player für Video & Music
Für die Einbindung der persönlichen Files steht ein Dateiexplorer bereit, welcher alle gängigen Dateiformate versteht und diese auch über verschiedenen Wege einbinden kann wie z.B. SMB, NFS, DLNA oder kabellose via Airplay und Miracast.
Der Dateiexplorer ist gut strukturiert und erlaubt den Zugriff auf eine große, digitale Sammlung
Zidoo spendiert seinem Mediaplayern einen internen Videoplayer, der im Vergleich zu Mitbewerbern große Vorteile in der Vielfalt aufweist. So werden 3D.iso, BD.iso, UHD.iso Dateien abgespielt und bei den meisten Dateien sogar mit Menüführung. Dies funktioniert so gut, dass es zu keinerlei Verzögerung oder Ruckeln beim Test kam.
Verbreitete Formate wie MKV und 3D MVC spielt der Zidoo ebenfalls ab. Die Auflösungserkennung und Farbraumautomatiken haben im Test einwandfrei funktioniert, wo andere Player Probleme haben wie die oft empfohlene Nvidia Shield. Hier klappte im Vergleich dazu auf Anhieb 4K UHD BT2020 10Bit YUV 4:2:0 bei 23,976hz. HDR, Bildwiederholraten, Farbräume, Farbunterabtastung werden sauber und sehr zuverlässig erkannt. Als kleines Manko müssen wir leider anmerken, dass der Z1000 nur den HDR10 Standard unterstützt. HLG, HDR10+ sowie Dolby Vision sind leider nicht mit an Bord. Womöglich werden diese mit höheren Android-Versionen nachgereicht.
Der Player bietet die Möglichkeit den Kontrast, Farbtöne, Helligkeit und die Sättigung an die persönlichen Vorlieben anzupassen. Toll ist auch die Untertitelfunktion gelöst. Die Untertitel können in der Position angepasst werden – dies ist vor allem interessant für Leute mit 21:9 Wiedergabegeräten.
Der Music Player überzeugt zum größten Teil. Das Scrappen der Titelinfos, Albumcover etc. müsste jedoch noch verbessert werden
Der Z1000 hat auch einen integrierten Music Player der alle üblichen Formate wie MP3 oder WMA bis hin zu unkomprimierten Files wie WAV, FLAC, SACD etc. wiedergibt. Die Files werden sauber erkannt und ohne Dropout, Rauschen oder sonstige Artefakte wiedergegeben. Leider besteht bei der aktuellen Firmware das Problem, dass Alben und Künstler nicht sauber gescrappt werden (auch mit sauber getaggten MP3s nicht). Wenn dieser Bug behoben werden sollte, steht einer schön gestalteten Musikwiedergabe nicht mehr im Weg.
Fazit, Pro & Contra
Mit dem Z1000 bedient Zidoo einen Markt für Filmfreunde, die sich einen leicht bedienbaren Mediaplayer zulegen möchten und dennoch einen sehr großen Umfang an Abspielmöglichkeiten suchen. Das System ist zuverlässig, schnell und sieht optisch mit der neuen Bedienoberfläche sehr ansprechend aus.
Der Player kann uneingeschränkt empfohlen werden und sollte auf der Wunschliste ganz oben stehen, bei Leuten die einen professionellen Mediaplayer suchen. Der Z1000 ist mit 399 Euro (UVP) nicht ganz günstig, liefert dafür aber viel mehr Features, wie so manch günstiger Player.
Man mag von der Serie halten, was man will: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ alias „GZSZ“ ist im deutschen Fernsehen ein Dauerbrenner. Seit 1992 läuft die Serie bei RTL unnachgiebig unter der Woche im Abendprogramm. Nun prescht man auch technisch nach vorne und setzt ab dem 16. September 2019 auf 4K / UHD und HDR.
Laut der RTL Mediengruppe handele es sich bei „GZSZ“ nun sogar um einen technischen Meilenstein. Denn die Seifenoper wird zur ersten, täglich laufenden Serie im deutschen Fernsehen, die in UHD / 4K und HDR gesendet wird. Bei einer so konstant produzierten Serie dürfte das für die Produktion durchaus einige Veränderungen und zusätzlichen Aufwand bedeuten.
Aktuell sendet man „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ jeweils um 19:40 Uhr von Montag bis Freitag im Abendprogramm. Außerdem gibt es jeweils um 8:30 Uhr am Folgetag die Wiederholg der jeweils aktuellen Folge. Das gilt nun eben auch für RTL UHD. Als Verbreitungspartner nennt man HD+ und die Deutsche Telekom mit Magenta TV.
Immer noch sei „GZSZ“ laut RTL Mediengruppe eines der erfolgreichsten Formate des TV-Senders. Deswegen lege man auch Wert auf den technischen Sprung. Bleibt zu hoffen, dass sich da vielleicht andere TV-Sender bzw. -Serien etwas abschauen. Auf fast 7.000 Episoden kommt „GZSZ“ bereits und kann spannenderweise trotz des Alters der Serie besonders junge Zuschauer begeistern.
„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ erkennt den Puls der Zeit
Nun ist die Besetzung von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ heute natürlich auch eine andere als 1992. Die Soap Opera hat es über die Jahre geschafft sich immer wieder neu zu erfinden und für Gesprächsstoff zu sorgen – zuletzt etwa durch einen kontroversen Gastauftritt von Ade Tawil. Auch größere Karrieren begannen bei „GZSZ“, etwa die der Schauspielerin Alexandra Neldel.
Dass man ein fast täglich laufendes Format wie „GZSZ“ auf 4K- und HDR-Produktion und Ausstrahlung umstellt, ist hoffentlich ein gutes Vorzeichen. Denn im deutschen Fernsehen gibt es da noch Nachholbedarf – es gibt derzeit nur wenige 4K-Produktionen. Der Vorstoß von RTL ist also ungeachtet der Meinung zur Serie auf jeden Fall zu begrüßen. RTL mausert sich da ohnehin besonders, denn auch alle Formel-1- und Fußball-Highlights im September finde man mittlerweile bei HD+ & RTL UHD.
Nach einem „langen Kampf“ zieht Dolby die Einschränkungen der Upmixing-Funktion wieder zurück. Aktuelle und zukünftige AV-Receiver werden somit weiterhin/wieder die Cross-Upmixing-Funktion nutzen können.
Was war da eigentlich los? Wird sich der ein oder andere fragen? Ursprünglich ging es darum, dass Dolby in einer geheimen Nachricht an die Lizenznehmer diese angewiesen hat, den Upmix von Mehrkanal-Signale von Dolby auf externen Decodern zu unterbinden. Bedeutet eine Stereo- oder Mehrkanal-Tonspur von Dolby könnten nicht mit dem DTS Neural:X oder dem Auromatik Upmixer auf 3D-Sound-Niveau gebracht werden. Auch das Cross-Upmixing von Dolby Atmos Tonspuren war betroffen. Diese Einschränkung gilt seit August 2018 und wurde bereits in einigen Modellen diverser AV-Hersteller umgesetzt.
Wer einen AV-Receiver mit Cross-Upmixing-Funktion besitzt musste sich jedoch keine Sorgen machen. Die Restriktion wäre sicherlich nicht via Firmware-Update nachgereicht worden. Das hätte sonst so einige Gerichtsverfahren nach sich gezogen. Einige Nutzer sind dennoch von der Einschränkung betroffen, z.B. wer einen entsprechenden Yamaha AV-Receiver (2018) in seinem Zuhause hat. Es wird davon ausgegangen, dass die Funktion mit einem Firmware-Update wieder freigeschalten werden kann.
Ein Sieg für den Konsumenten
Die Fangemeinde jubelt und sieht den Schritt als Sieg für den Konsumenten. Wer dahinter jedoch Wohlwollen von Dolby vermutet, den müssen wir leider enttäuschen. Xperi, die Muttergesellschaft hinter DTS, hat bei der EU-Kommission Klage eingereicht, was eine Untersuchung zur Folge hatte. Der Schriftverkehr ist leider nur gegen eine hohe Geldsumme einzusehen, am Ende ist nur das Ergebnis entscheidend.
In den nächsten Schritten wird sich Dolby sicherlich erneut mit den Lizenznehmern in Verbindung setzen. Diesmal mit einem etwas erfreulicheren Thema. Sobald die „Weltordnung“ wieder hergestellt ist, können Nutzer dann wieder den Dolby Surround Upmixer, DTS Neural:X oder die Auromatic für ihre 2-Kanal oder 5.1 Kanal Dolby Digital oder DTS-Tonspuren einsetzen, um Höhenkanäle zu virtualisieren.
Wer sich einmal umfassend mit dem Thema auseinandersetzen möchte, dem legen wir den ausführlichen Artikel von Nico Jurran von surround-sound.info ans Herz.
Mediamarkt liefert Kinofeeling fürs Wohnzimmer. Den XXL 75 Zoll 4K HDR TV RU7099 von Samsung gibt es zum Bestpreis von 999 Euro (-44 Prozent zum UVP). Damit unterbietet der Händler die Konkurrenz um knapp 250 Euro!
Die IFA 2019 öffnet vom 6. bis 11. September ihre Pforten. Die Medien dürfen sogar schon ab dem 4. September auf das Messegelände. In unserer IFA Vorschau widmen wir uns all den Gerüchten und bestätigten Neuheiten von der Messe.
Schöne neue Technik-Welt. Unsere Koffer sind so gut wie gepackt, Kamera und Camcorder geladen, Spechermedien geleert und Bleistift gespitzt – bald kann es losgehen. Wir werden uns nicht nur mit bereits angekündigten Geräten beschäftigen, vor allem die Neuzugänge der namhaften Hersteller haben es uns angetan. Es gibt sogar etwas Neues, was die Berliner Messe direkt betrifft. Mit dem HUB27 ist ein weiterer Neubau fertig geworden. Bleibt zu hoffen, dass das Gebäude die bereits aus allen Nähten platzende Messe etwas „entspannen“ kann. Das erwartet uns auf der IFA 2019:
Samsung QD-OLED oder Micro-LED
Kann Samsung mit seinem 75 Zoll Micro-LED-TV das High-End-Segment zurückerobern?
Samsung ist immer noch der erfolgreichste TV-Hersteller weltweit und auch hierzulande setzen sich die UHD & QLED Modelle an der Marktkasse gegen die Konkurrenz durch. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass die „Alleinherrschaft“ des koreanischen Unternehmens gefährdet ist. Die OLED-Konkurrenz macht Samsung ganz schön zu schaffen, vor allem im High-End-Segment. Wir haben aus dem Nähkästchen erfahren, dass Samsung auf der IFA 2019 noch ein weiteres TV-Produkt enthüllen möchte.
Erst vor kurzem hat sich Samsung Display dazu entschieden, auf die Produktion von QD-OLED Displays umzuschwenken. Wäre es da nicht logisch erste Prototypen auf der IFA auszustellen? Wir denken eher nicht. Die neue Technik würde sicherlich viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das aktuelle UHD & QLED Portfolio könnte dadurch „abgewertet“ werden. Nutzer „warten“ vielleicht lieber auf die vielversprechende neue Technik, anstatt sich bereits in diesem Jahr mit einem neuen TV einzudecken. Wir denken, es handelt sich bei der Neuheit eher um die 75 Zolll Variante des Micro LED TV, oder vielleicht sogar um die Heimanwender-Version von „The Wall“. Am liebsten wäre es uns, würde Samsung endlich den Kampf gegen die Windmühlen aufgeben und eine Unterstützung von Dolby Vision HDR ermöglichen. Das gehört jedoch in die Kategorie Wunschdenken.
Das Samsung Galaxy Note 10+
Etwas abseits der TV-Neuheiten wird Samsung auf jeden Fall auf seine Smart Things IoT-Lösung eingehen, die in Kürze in Deutschland startet. Zudem wird das neue Galaxy Note 10/10+ ausgestellt. Womöglich nutzt Samsung die „Bühne“ um dem mehrmals verschobenen Klapp-Smartphone „Galaxy Fold“ wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Sony – 4K Projektoren und Dolby Atmos Soundbar?
Mit TV-Modellen wie dem AG9 Master Series OLED ist Sony im TV-Segment sehr gut aufgestellt
Sony hat sehr gute Vorarbeit geleistet. Der Großteil des TV- & Audio-Segments wurde bereits auf der CES und der darauf folgenden Roadshow präsentiert. Wir denken, dass wir auf der IFA 2019 nicht unbedingt mit einer weiteren TV-Neuheit von Sony rechnen sollten. Die Gerüchteküche fokussiert sich aktuell eher auf das Audio-Segment. Hat Sony einen neuen Dolby Atmos Soundbar in der Hinterhand? Das bereits verfügbare Modell HT-ST5000 hat ja bereits über zwei Jahre auf dem Buckel und ein Update mit neuen Übertragungstechnologien wie AirPlay 2, Sprachassistent(en) und eARC wäre eigentlich überfällig.
Hatten wir sogar schon in unserem Testlabor: Der VPL-VW570ES
Traditionell stellt Sony auf der IFA seine neuen 4K HDR Projektoren für Herbst/Winter und das darauf folgende Jahr vor. Bislang ist an der Projektoren-Front noch nichts durchgesickert. Gibt es 2019 vielleicht gar keinen Nachfolger für die VPL-VW270ES, VPL-VW570ES und VPL-VW870ES? Wir geben die Hoffnung nicht auf und würden uns auch über kleinere Updates, kombiniert mit einem günstigeren Preis sehr freuen.
Im Bereich Mobile wird Sony wohl das Xperia 2 Upgrade auf der IFA 2019 vorstellen. Es wäre schon mehr als verwunderlich, wenn nach den ganzen Leaks und Vorab-Informationen keine Ankündigung folgt.
LGs OLED-Offensive
Der LG Signature OLED TV R ist der weltweit erste aufrollbare TV!
Schuster bleib bei deinen Leisten. Getreu dieser Weisheit, legt LG Electronics sein Highlight-Portfolio für die IFA 2019 aus. Neben dem aufrollbaren OLED-Fernseher R9, soll auch der weltweit erste 88 Zoll 8K OLED Z9 wieder mit von der Partie sein. Beide Geräte müssten eigentlich in diesem Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen. Vielleicht werden wir mit genaueren Angaben zu Preis und Verfügbarkeit ausgestattet. Weitere Gerüchte aus dem Display-Segment von LG haben wir leider nicht. Vielleicht präsentiert LG Electronics wieder seine 175 Zoll Micro-LED-Leinwand, oder eine abgewandelte, kleinere Variante? Es würde uns nicht wundern, streut LG weitere Informationen zum kürzlich angekündigten Filmmaker Mode, der vom koreanischen Hersteller sowie von Panasonic erstmals unterstützt wird.
Der HU70LS Neuzugang von LG Electronics
Eine kleine Überraschung gab es bereits im Vorfeld. Neben dem neuen Kurzdistanz-Projektor HU85LS gibt es noch eine weitere 4K/HDR Projection-to-Wall Variante HU70LS. Mit einer etwas anderen Ausstattung fühlt sich der HU70LS in klassischen Heimkino-Installationen sehr wohl. Wir lassen uns den Neuzugang nicht entgehen.
Philips weitet OLED-Segment aus
Die OLED+ Modelle bilden das High-End-Segment von Philips (TP Vision)
OLED steht bei Philips (TP Vision) hoch im Kurs. Wie auch im letzten Jahr hat sich Philips das „Beste“ zum Schluss aufgehoben. Das neue OOLED+ Modell OLED984 mit Bower & Wilkins Soundbar und vierseitigem Ambilight wird auf der IFA 2019 erstmals Presse und privaten Anwendern vorgeführt. Doch damit nicht genug. Wir erwarten noch einen OLED TV mit dem hauseigenen SAPHI Betriebssystem, vielleicht gibt es auch eine weitere LCD-Serie für ambitionierte Nutzer. Philips ist auf jeden Fall für eine kalkulierte Überraschung gut.
Eine weitere Neuheit gibt es vom Leuchtmittel-Segment von Philips (Signify). Leider dürfen wir darüber noch nicht berichten und das NDA läuft auch erst nach der IFA 2019 ab. Stellt euch schon einmal auf eine spannende Neuheit ein.
8K Association – Na Logo
Das Logo der 8K Association
Erst vor einigen Tagen gab die 8K Association, dass die „Performance Specifications“ für ein 8K-Logo verabschiedet wurden. Im nächsten Schritt sollen Abläufe für Tests festgelegt werden, anhand deren 8K Fernseher für das 8K Logo zertifiziert werden. Wir sind gespannt, ob Mitglieder wie Samsung oder Panasonic diesem Thema etwas Platz auf dem IFA Messefloor widmen werden.
Von Panasonic nichts Neues?
Der High-End-OLED „GZW2004“ glänzt dank „handverlesenen“ und optimierten OLED-Displays
Nichts Neues vom japanischen TV-Hersteller? Können wir uns eigentlich gar nicht vorstellen! Leider sind wir jedoch etwas Blank und wissen nicht so recht, was Panasonic auf der IFA 2019 vorstellen wird. Gibt es einen weiteren 4K Player? Neue Soundbars? Oder endlich den transparenten Vitrinen TV auf den alle so „sehnsüchtig warten“? Wir müssen uns überraschen lassen. Womöglich wird die Ausbeute an Neuheiten etwas geringer ausfallen, was nicht schlimm ist, wenn das bereits vorgestellte Lineup so gut ineinandergreift.
Hisense – OLED Premiere für Deutschland?
Hisense O8B OLED-TV mit VIDAA 3.0 und Dolby Vision HDR
Hisense ist vor allem für seine gute Ausstattung und fairen Preispunkt bekannt. Nach den ersten „Preis-Angriffen“ ist der Drive von Hisense aber etwas zurückgegangen. Es müsste mal etwas Neues her, am besten zum Kampfpreis. Da würde sich der für das Ausland bereits angekündigten OLED TV O8B geradezu anbieten. Nach mehrmaligen Wechseln der PR-Agenturen durch Hisense, war es in den letzten Jahren/Monaten schwer an konkrete Infos zu kommen. Wir hoffen, dass die Kommunikation gegenüber der Medien und Endverbraucher wieder etwas besser wird.
Weitere Neuheiten
Sich allen Herstellern, Neuheiten und Gerüchten zu widmen, würde diesen Beitrag leider sprengen. So sind wir fast noch nicht auf die bekannten Audio- & Receiver-Hersteller eingegangen. Keine Angst, sobald hier etwas Neues angekündigt wird, erfährt ihr es über unsere Plattform. Ebenso werden wir Sharp mit ihrem 120 Zoll 8K LCD TV besuchen und den in der Krise befindlichen Hersteller Bang & Olufsen inkl. „Kunst-OLED“ Beovision Harmony unterstützen.
Spannend wird es auch im Bereich Smart TV. Der Geschäftsführer von Roku, einem beliebten Streaming-Player in den USA ist einer der vier großen Keynote-Sprecher. Möchte das Unternehmen neue Märkte erobern? Auch weitere Unterstützer von Apple AirPlay 2, HomeKit sowie die Apple TV App könnten sich auf der IFA 2019 outen.
Auch wenn LG aktuell der wichtigste Player im Bereich der OLED-Fernseher ist, gibt es doch auch andere Hersteller, die auf den Zug aufgesprungen sind. Genau da wird sich ab dem nächsten Jahr dann auch das amerikanische Unternehmen Vizio einreihen, wie nun bestätigt ist.
Wirklich viele Details gibt es zu dieser Ansage noch nicht, da LG Vizio als neuen Partner quasi nebenbei in einer Pressemitteilung erwähnt hat, die sich eigentlich hauptsächlich um die Erweiterung der Fertigungskapazitäten dreht. So ist LG im TV-Segment der größte Hersteller von OLED-Panels. Deswegen beziehen auch andere Anbieter wie Panasonic, Philips oder Sony ihre OLED-Panels von LG.
LGs Dominanz im OLED-Segment ist auch der Grund, aus dem Samsung sich bisher scheute seinen QLED-Modellen, die im Grunde normale LCD-Fernseher mit Quantum Dot Material sind, OLED-Pendants zur Seite zu stellen. Allerdings wird sich das wohl in absehbarer Zukunft ändern. Zurück jedoch zu Vizio: Der US-Hersteller wird ab 2020 auch OLED-Fernseher anbieten und LG eben als Zulieferer für die Panels beanspruchen.
Auch wenn Vizio in Europa weitgehend unbekannt ist, ist das Unternehmen für LG ein enorm wichtiger, strategischer Partner. Denn in den USA ist Vizio der größte TV-Hersteller überhaupt. Es ist also ein wichtiger Schritt für sowohl LG als auch Vizio, dass der Hersteller 2020 TVs mit OLED-Panels offerieren wird. Bisher blieb Vizio bei LCD-Fernsehern – seit einiger Zeit auch mit Quantum Dots.
Die Luft wird dünn im LCD-Segment
Es ist kein Geheimnis, dass OLED-TVs regelmäßig in Blind-Tests sowie professionellen Reviews im High-End-Segment besser wegkommen als ihre LCD-Pendants. Dieser Trend ist in den letzten Jahren gut daran zu sehen, dass mehr und mehr Hersteller zweigleisig fahren und sowohl LCD- als auch OLED-TVs anbieten. Dass Vizio nun also auch ein Stück vom Kuchen abhaben möchte, ist keine riesige Überraschung. Tatsächlich kreisten schon seit Monaten Gerüchte um dieses Thema.
Neben Vizio und den bereits genannten Panasonic, Philips und Sony sind andere OLED-Partner von LG auch Toshiba, Bang & Olufsen, Skyworth, HiSense und Grundig. Vizio selbst hat seinen Einstieg in das Segment für OLED-TVs bisher noch nicht kommentiert. Mehr Informationen sind wohl in den nächsten Monaten zu erwarten. Konkrete Modelle könnte der US-Anbieter wohl auf der CES 2020 ankündigen.