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Joyn: Neue, kostenlose Streaming-Plattform von ProSiebenSat.1 und Discovery

ProSiebenSat.1 und Discovery schicken gemeinsam eine neue Streaming-Plattform namens Joyn ins Rennen. Der offizielle Start soll im Juni 2019 erfolgen. Aktuell lädt man aber bereits ausgewählte Nutzer zu einem Beta-Test ein. Joyn ist der Nachfolger von 7TV und soll das größte, kostenlose Free-TV-Angebot von Deutschland bieten.

Dabei verfolgt man aktuell das Motto #joynthejourney und testet eben mit einigen Usern bereits die Plattform. Im Juni soll es dann für alle Interessierten losgehen. Zum Start wird man etwa exklusiv die dritte Staffel der Serie „jerks“ zeigen. Auch weitere Eigenproduktionen sind geplant. Joyn will man in erster Linie als Streaming-App vermarkten und Livestreams von über 50 Sendern einbinden. Dazu soll es ein umfangreiches On-Demand-Angebot mit eigenproduzierten Serien, Shows, exklusiven Previews sowie weiteren lokalen Inhalten auf Joyn geben.

Damit Zuschauer Joyn nutzen, will man viele Titel dort bis zu sieben Tage vor der offiziellen TV-Ausstrahlung anbieten. Als Dienst wird Joyn an mobilen Endgeräten, also Smartphones und Tablets, an Smart-TVs sowie auch über das Web verfügbar sein. Zusätzlich zu den jeweiligen Apps, erscheint also auch eine Website. Im Zuge der Eigenproduktionen spannt man etwa Klaas Heufer-Umlauf und Katrin Bauerfeind ein.

Der CEO von Joyn, Alexandar Vassilev, erklärt: „Als lokaler Premium Player wollen wir den deutschen Streaming-Markt verändern. Im Mittelpunkt stehen für uns die Bedürfnisse unserer Kunden: wir hören ihnen zu, nehmen ihr Feedback ernst und führen unsere Plattform damit zum Erfolg. Deshalb gehen wir die nächsten Schritte mit ihnen gemeinsam und laden ausgewählte Nutzer unter dem Motto #joynthejourney ein, zusammen mit unserem leidenschaftlichen Team den deutschen “Champion of Choice” zu gestalten.

Joyn ist der Nachfolger von 7TV

Joyn ist hier im Grunde die Weiterentwicklung von 7TV. Den Start will man mit einer großen Marketingkampagne begleiten. Auf der Plattform soll auch die neue Serie „Die Läusemutter“ mit einer Preview an den Start gehen. Den bereits erwähnten Klaas Heufer-Umlauf hat man für die Serie „Check Check“ gewonnen, während Katrin Bauerfeind in „Frau Jordan stellt gleich“ mitwirkt. Darüber hinaus werden zukünftig die Inhalte von maxdome und der Eurosport Player in das Angebot integriert.

Insgesamt ist klar, dass ProSiebenSat.1 und Discovery hoffen mit Joyn anderen Streaming-Anbietern wie Amazon Prime Video und Netflix Paroli zu bieten. Gegründet wurde Joyn als 50/50 Joint Venture im Mai 2019 von ProSiebenSat.1 und Discovery. Wie gesagt, sollen mehr als 50 Free-TV-Sender als Live-Streams eingegliedert werden plus Mediathek. Wer möchte, kann die Plattform dann wahlweise via App oder auch über das Web nutzen. Neue Inhalte sollen dann kostenlos und ohne Registrierung unter Apple iOS, Android, an Smart TVs sowie übers Web bereitstehen. Bis zum Winter will man dann fortwährend neue Features nachrüsten.

Neuheiten Mai 2019: Film & Unterhaltungselektronik

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Was gibt es neues aus der Technik- und Medienwelt im Mai 2019? Wir präsentieren euch die wichtigsten Neuheiten aus dem Bereich Unterhaltungselektronik, Film & Games!

Der April hat es vorgemacht, der Mai führt es fort. Namhafte Hersteller bringen ihre neuen Fernseher, Soundbars und AV-Receiver in Stellung. Vor allem Samsung und LG Electronics komplettieren im Mai ihr 4K TV-Segment und bringen die noch fehlenden QLED und OLED Fernseher in den Handel. Auch im Bereich Medien hat der Mai so einiges zu bieten. Verschwenden wir keine weiteren Schriftzeichen und beginnen wir mit der Vorstellung der Neuheiten Mai 2019. Achja die Neuheiten aus den vorherigen Monaten findest du hier: Februar | März | April.

LG E9 & W9 OLED TVs

Die erste Abbildung aller 2019 OLED TVs. Von Links: W9, E9, C9 und Z9 (8K)
Bereits verfügbar W9, E9 und C9 (von links). Der 8K OLED Z9 (ganz rechts) kommt erst im Herbst 2019!

Nach LG bereits im April 2019 den C9 OLED Fernseher in den Handel gebracht hat, folgen nun der E9 (mit Front-facing Soundbar) und W9 (Wallpaper OLED). Alle diese Modelle sind mit dem neuen Alpha 9 Gen 2 Prozessor, HDMI 2.1 und ThinQ AI ausgestattet. Der „Budget OLED“ B9 sowie der 8K OLED Z9 und der aufrollbare 65 Zoll R9 werden erst im Herbst nachgeliefert. LG Fans können sich bereits jetzt zwischen sieben Modellen (55, 65 und 77 Zoll) innerhalb der C9, E9 und W9 Serien entscheiden. Da sollte jeder etwas passendes finden. Den Preisvergleich der verfügbaren Modelle findest du hier!

Xbox One S All Digital Edition

Wenn wir ehrlich sein sollen, uns erscheint die „Xbox One S All Digital Edition“ ohne optisches Laufwerk etwas unsinnig. Vor allem weil man für ein paar Euro mehr bereits eine reguläre Xbox One S mit 4K Blu-ray Disc Laufwerk + Spiele erhält. Aktuell bietet diese Version mit drei Spielen (Minecraft, Sea of Thieves, Forza Horizon 3) noch ein gutes Preis/Leistungsverhältnis, dieses dürfte aber nur wenige Kunden hinter dem Ofen hervorlocken. Wer den Untergang physischer Medien feiern möchte und über eine gute Internetverbindung verfügt, kann sich das Modell auf Amazon.de bestellen.

Onkyo TX-RZ740 & TX-RZ840 (IMAX enhanced)

TX-RZ740 & TX-RZ840 mit THX und IMAX enhanced-Zertifizierung
TX-RZ740 & TX-RZ840 mit THX und IMAX enhanced-Zertifizierung

Gute Ausstattung zum angemessenen Preis. Onkyo präsentierte erst vor kurzem die neuen RZ-Modelle TX-RZ740 und TX-RZ840. Die AV-Receiver aus dem gehobenen Mittelklasse-Segment unterstützen 9.2 Kanal-Sound (mit 11.2 Kanal Pre-Outs), sind THX- und IMAX enhanced-zertifiziert und bringen maximal 215 Watt pro Kanal an Leistung mit sich. Die Ausstattung mit verschiedensten Anschlüssen, kabellosen Übertragungsstandards, Dolby & DTS:X Upmixer uvm. kann sich wirklich sehen lassen. Aktuelle Preise (und Infos) für die TX-RZ740 und TX-RZ840 Modelle gibt es hier!

Pioneer VSX-LX504  (IMAX enhanced)

Top ausgestattet kommt Pioneers neuer Flaggschiff-AV-Receiver VSX-LX504 daher. 9.2 Kanal-Sound mit maximal 215 Watt je Kanal, 11.2 Pre-Outs, IMAX enhanced-Zertifizierung, sieben HDMI 2.0 Eingänge, zwei HDMI-Ausgänge, Unterstützung für HDR10, HLG, Dolby Vision uvm. Das Rundumpaket im ansprechenden Design soll noch im Mai für 1.199 Euro (UVP) in den Handel kommen. Leider haben wir zum Zeitpunkt an dem dieser Artikel entstanden ist das Modell noch nicht in den bekannten Online-Shops finden können. Mehr Informationen zum VSX-LX504 sowie zu dessen „kleinen Bruder“ findest du HIER!

Ambeo Soundbar (5.1.4)

Alles in einem: Der AMBEO-Soundbar ist ein 5.1.4 Soundbar mit Dolby Atmos, DTS:X und MPEG-H Unterstützung. Der Formfaktor ist doch recht groß, dafür überzeugt der Klang!
Alles in einem: Der AMBEO-Soundbar ist ein 5.1.4 Soundbar mit Dolby Atmos, DTS:X und MPEG-H Unterstützung. Der Formfaktor ist doch recht groß, dafür überzeugt der Klang!

Sennheiser geht bei seinem Soundbar-Debüt gleich in die vollen. Der Ambeo soll 3D-Sound in einer 5.1.4 Konfiguration bieten und den Nutzer mit maximal 250 Watt Klangleistung verwöhnen. Der Ambeo glänzt mit bester Ausstattung, bietet z.B. drei HDMI-Eingänge (einer mit eARC), einen HDMI-Ausgang, Bluetooth, Google ChromeCast, einen optisch-digitalen Eingang, AUX-IN uvm. Ein 5GHz WLAN-Modul ist ebenfalls mit an Bord. Neben den 3D-Formaten Dolby Atmos und DTS:X kann auch das Soundformat MPEG-H wiedergegeben werden. Das Upmixing von Stereo- und Surround-Tonformaten soll Audioquellen um Höheninformationen erweitern. Wir konnten uns schon von der Qualität überzeugen. Ob der Preis von 2.499 Euro gerechtfertigt ist, muss jeder für sich entscheiden. Eine Hörprobe ist beim Sennheiser Ambeo Pflicht! Mehr Infos gibt es hier!

Sony HT-S350 Soundbar

Der HT-S350 Soundbar kommt inkl. einem kabellosen Subwoofer. Das Modell kann auf an der Wand montiert werden.

Viiiiiiiel günstiger als der Sennheiser Ambeo ist der Sony HT-S350. Der „Einstiegs-Soundbar“ bietet Stereo-Sound und wird mit einem kabellosen Subwofer ausgeliefert. 320 Watt Klangleistung hüllen den Zuschauer dank S-Force Pro in einen virtuellen Surround-Sound. Das Modell unterstützt Soundformate wie Dolby Digital, Dolby Dual Modo oder 2-Kanal LPCM und kann sogar ARC (Audio Return Channel) mit Soundinformationen versorgt werden. Smartphone, Tablet und Co. können Musikstücke unkompliziert via Bluetooth auf den HT-S350 wiedergeben. Das Gesamtpaket kostet gerade einmal 259 Euro (UVP) und bietet eine günstige Klang-Aufrüstung. Hier geht es zum Preisvergleich.

4K UHD Blu-rays Mai 2019:

4K Blu-ray Fans erwartet im Mai eine großartige Mischung. Aktuelle Blockbuster wie „Bumblebee“, „Spider-Man: A New Universe“ oder „Aquaman“ vermischen sich mit Klassikern á la „Hellboy 2 – Die goldene Armee“, „Alien“ (Amaray) oder „Feld der Träume“. Hier sollte sich für jeden etwas finden.

Cover Bestellen Titel Release
Bumblebee (Transformers) 02.05.2019
Bumblebee (Steelbook) 02.05.2019
Spider-Man: A New Universe 04.05.2019
Spider-Man: A New Universe (Steelbook) 04.05.2019
Cabin in the Woods 04.05.2019
Aquaman (Steelbook) 09.05.2019
Aquaman 09.05.2019
Sicario 1 & 2 (Steelbook) 16.05.2019
ALIEN 40th Anniversary (Amaray) 23.05.2019
Robin Hood 23.05.2019
Robin Hood 23.05.2019
Maria Stuart – Königin von Schottland 23.05.2019
Glass 23.05.2019
Hellboy 2 – Die goldene Armee 23.05.2019
Backdraft – Männer die durchs Feuer gehen 23.05.2019
Feld der Träume 23.05.2019
Gladiator (Amaray) 23.05.2019
Karate Kid 29.05.2019
Godzilla (1998) 29.05.2019
Creed 2: Rockys Legacy 29.05.2019
Creed 2: Rockys Legacy (Steelbook) 29.05.2019

 

Netflix Neuheiten Mai 2019

Dokus, Filme, Serien und Comedy Specials. Auch in diesem Monat gibt es wieder mehrere Tausend Stunden neues Material auf Netflix. In der Sektion Serien freut man sich auf die finale Staffel „House of Cards“, „Supergirl – Staffel 3“ oder die UK-Show „Nicht zucken“. Auch „Dead to me“ mit Christina Applegate soll ganz gut sein. Die Filmauswahl ist ebenfalls sehr lang und bunt gemischt. Von Blockbustern wie „Wonder Woman“ über „Zombieland“ bis hin zu „Sex and the City – The Movie“ ist alles vertreten. Hier gibt es eine komplette Auflistung aller Neuzugänge auf Netflix. 

Amazon Prime Video Highlights Mai 2019

Etwas schlanker zeigt sich die Prime Video Auswahl. Neue Serien wie „Good Omens“ mischen sich mit Fortsetzungen wie der 4. Staffel „Life in Pieces“, „Lucifer – Staffel 4“ sowie alle Folgen „Scrubs“ (Staffel 1-9). Mit Filmen wie „Forest Gump“, „Shaun of the Dead“, „Feinde – Hostiles“ oder „The Man Who Killed Don Quixote“ hat man eine Menge Spaß. Alle Filme und Serien auf Prime Video im April findest du HIER!

Playstation Plus & Xbox Games with Gold

PS Plus Mai 2019
PS Plus im Mai 2019 mit zwei neuen Spielen

Auf Playstation Plus gibt es diesen Monat „Overcooked!“ und „What Remains of Edith Finch“. Während „Overcooked!“ als Party-Game vor allem Multiplayer-Fans anvisiert, ist das düstere Adventure „What Remains of Edith Finch“ für Liebhaber atmosphärischer Singleplayer-Kost gedacht. Für die Xbox One gibt es „Marooners“ und „The Golf Club 2 PGA Tour“ (16. Mai). Für die Xbox 360 kommt „Earth Defense Force: Insect Armageddon“ und „Comic Jumper“ (16. Mai). Details zu den Titeln findet ihr hier!

Disney bestätigt Kinostarts der neuen „Star Wars“ und „Avatar“-Filme

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Die Walt Disney Corporation hat die Starttermine für die neuen „Star Wars“ und „Avatar“-Filme bestätigt. Den Anfang macht „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ am 19. Dezember 2019, während „Avatar 5“ 2027 abschließt. 

Disney hat die Vorweihnachtszeit für sich entdeckt. Fast schon in „heiliger Tradition“ starten Mega-Blockbuster in der Woche vor dem Weihnachtsfest. Nach der Akquise von 20th Century Fox, inkl. deren geistigen Eigentum, muss Disney jedoch etwas umplanen um sich nicht selbst in der Quere zu kommen. Am potentiellsten sieht Disney, neben den Marvel-Filmen (die uns immer das Frühjahr versüßen), die neuen Star Wars und Avatar-Filme an. So erscheinen die beiden Film-Franchises in den nächsten Jahren abwechselnd zur Weihnachtszeit.

Star Wars-Auftakt am 19. Dezember 2019

Nach dem Start mit „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ am 19. Dezember 2019 machen die beiden Franchises gleich mal ein Jahr Pause. Man darf somit gespannt sein, was Weihnachten 2020 von Disney ins Kino kommt. Es soll noch ein Animationsprojekt ohne Titel für Dezember 2020 vorgesehen sein. Am 17. Dezember 2021 ist es dann soweit und der lang erwartete zweite Teil von „Avatar“ kommt endlich in die Kinos. Ob der Film jedoch ohne 3D-Boom so erfolgreich wie der erste Teil wird, bleibt abzuwarten. Die Termine für die darauf folgenden Jahre stehen schon fest. Bei einigen Terminen handelt es sich um die US-Starts, diese sind erfahrungsgemäß gleichzusetzen mit den deutschen Terminen:

  • 19.12.2019: „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“
  • 17.12.2020: Disney Animationsfilm???
  • 17.12.2021: „Avatar 2“
  • 12.12.2022: „Star War: Episode X“
  • 22.12.2023: „Avatar 3“
  • 20.12.2024: „Star Wars: Episode XI“
  • 19.12.2025: „Avatar 4“
  • 18.12.2026: „Star Wars: Episode XII“
  • 17.12.2027: „Avatar 5“

Braucht das Kino neue Technologien?

Bis Ende 2027 ist es ja doch noch einige Zeit hin. Können die Film-Franchises nur aufgrund ihres Inhalts überzeugen? Der Qualitätsunterschied zwischen Kino und Heimkino wird weiter wachsen und irgendwann werden neue Kinotechnologien nötig sein um die Streaming-verwöhnten Massen in die Kinos zu locken. Mit einem neuen 3D Standard, High Frame Rate (HFR) und High Dynamic Range (HDR) könnte das Kino wieder die Oberhand gewinnen.

French Open 2019 in 8K via 5G: Französischer Fernsehsender zeigt, wie es geht

8K ist für die meisten unserer Leser noch nicht für den Alltag relevant. Allerdings haben die ersten Hersteller wie LG und Samsung bereits hochpreisige 8K-TVs veröffentlicht. Das Problem ist, dass es noch an Inhalten fehlt. Da wollen nun unsere Nachbarn in Frankreich nachhelfen. Dort will man die French Open 2019 in 8K übertragen.

France Télévisions hat erklärt, dass man dafür auch 5G nutzen möchte. Der neue Mobilfunkstandard steht hierzulande ebenfalls in den Startlöchern und soll deutlich höhere Übertragungsraten ermöglichen – eben auch durchaus für 8K geeignet. Aber die Übertragung des Tennisturniers in 8K soll auch via Satellit und über weitere On-Demand-Angebote erfolgen. Den Philippe-Chatrier Center Court filmt man im Zuge des Turniers mit 17 Kameras. Den zweitgrößten Platz, den Suzanne Lenglen Court deckt man mit immerhin 14 Kameras ab.

Insgesamt will man im Rahmen der French Open 2019 über 100 Stunden an 8K-Material produzieren und größtenteils auch live übertragen. Da sollen natürlich auch die wichtigsten Matches, wie das Finale, inbegriffen sein. Laut France Télévisions habe man sich für das Projekt wichtige Partner aus der Industrie aus Japan, Polen, den Niederlanden sowie Deutschland gesichert. Zudem sei man eine Partnerschaft mit Vivo eingegangen, um 8K-Inhalte über einen OTT-Dienst in Brasilien ins Rennen zu schicken.

Ausgewählte Besucher können im Zuge des Turniers auch einen 8K-Produktionsraum des Fernsehsenders besichtigen, um die Hintergründe kennen zu lernen. Dieses Projekt ist dabei ein wichtiger Test, um sich auf die weitere Produktion und Live-Übertragung von 8K-Inhalten vorzubereiten. Denn viele Inhalte gibt es ja leider aktuell noch nicht. Es ist aber klar, dass 8K-Fernseher in Zukunft 4K-Geräte ablösen werden, sobald die Preise entsprechend sinken und es mehr und mehr Modelle gibt. Deswegen ergibt es für die Industrie Sinn, sich möglichst früh auf den Wechsel vorzubereiten.

French Open dienen auch als Test für Augmented Reality

France Télévisions will zusätzlich zu 8K und 5G auch mit Augmented Reality (AR) anlässlich des Tennisturniers experimentieren. Auch hier kooperiert man mit internationalen Partnern aus Europa, den USA und China. Sicherlich wird auch Huawei hinter den Kulissen aktiv sein: Der chinesische Hersteller plant einen 8K-TV mit 5G.

Wer sich nun für die French Open 2019 interessiert, aber noch nicht über einen 8K-Fernseher verfügt: Natürlich wird das Sportereignis auch in HD sowie 4K übertragen. Für Deutschland ist zudem noch nicht präzise aufgeschlüsselt, ob auch hierzulande 8K-Empfangsmöglichkeiten bestehen werden.

Satellitenbetreiber SES startet 8K Dauertest via Astra

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Satellitenbetreiber SES testet das Fernsehen der „nächsten Generation“. Ab sofort soll ein 8K Dauertest auf den Satelliten Astra 2E 28.2° Ost aufgeschalten werden. Die Übertragung ist nicht verschlüsselt. 

Mit diesem Test möchte SES wohl die Infrastruktur für 8K-Übertragungen via Satellit im Dauerbetrieb testen. Das geschieht fast genau ein Jahr nachdem das Unternehmen erste Versuche auf dem Gebiet der 8K-Übertragung unternommen hatte. Innerhalb des Ultra HD Standards wurden bereits Übertragungen in 8K berücksichtigt. Dabei handelt es sich um die vierfache 4K (3.840 x 2.160) Auflösung. Das Programm lässt sich über die Frequenz 11.973 MHz abrufen (Symbolrate: 31.000). Der Audio/Videostream erreicht eine Bitrate von 83 Mbis/s HEVC-kodiert. Zum Vergleich auf der 4K Blu-ray sind es um die 50 Mbit/s maximal. Eine ganze Menge Holz die über die Satelliten-Transponder gejagt wird.

Um den 8K-Stream empfangen zu können, reicht es jedoch nicht aus, einfach einen 8K Fernseher wie den Samsung Q950R zu besitzen. Zusätzlich verlangt die Foreward Error Correction (FEC) mit 9/10 mit einer DVB-S2 8PSK Modulation wohl nach einer größeren Satellitenschüssel, wie sie wohl die wenigsten TV-Haushalte besitzen dürften.

SES ist der größte Satellitenbetreiber in Europa.
SES ist der größte Satellitenbetreiber in Europa.

SES zeigt 8K Demos

Bei den gezeigten Inhalten handelt es sich laut Informationen aus dem polnischen Sat Kurier Forum um Demomaterial in nativer 8K Auflösung. Das SES-Logo wird durchgängig eingeblendet. Eine Wiedergabe mit erweitertem Dynamikumfang (High Dynamic Range – HDR) ist anscheinend nicht angedacht, zumindest nicht im ersten Schritt.

Übertragungen in 8K Qualität werden in Deutschland in den nächsten Jahren keine Rolle spielen. So zumindest das Echo von den Medienanstalten. Die nächsten Ausbauschritte betreffen 720p und 1080p Signale mit HDR, sowie nativen 4K Ultra HD Content. Letzterer wird ja bereits von mehreren Anbietern, z.B. Sky, RTL oder Sat.1 produziert und ausgestrahlt. Wir persönlich bezweifeln, dass 8K die nächste Qualitätsstufe im linearen TV sein wird. Da erscheinen uns Sportübertragungen mit 120p sinnvoller.

Empfangsparameter SES 8K Testkanal:

  • Satellit: Astra 2E 28.2° Ost
  • Frequenz: 11.973 MHz
  • Symbolrate: 31.000
  • FEC: 9/10
  • Modulation: 8PSK
  • Bitrate: 83.1 Mbps (h.265/hevc-kodiert)

„Game of Thrones“: Keine Serie benötigt 4K und HDR dringender

Aktuell läuft die letzte Staffel der Serie „Game of Thrones“ im Fernsehen. Wöchentlich erscheint eine neue Folge. Doch während Fans dem Finale der Serie entgegen fiebern, häufen sich Beschwerden über die Bildqualität. Keine Serie scheint eine Umsetzung in 4K mit HDR dringender zu benötigen.

UPDATE I: Das „Game of Thrones TV Box Set“ ist jetzt auf Saturn.de vorbestellbar. Wie erwartet gibt es die Gesamtedition mit allen acht Staffeln in 4K/HDR Qualität in einer „Standard“ und Steelbook-Variante. Anbei die Links unter denen ihr die TV-Box bestellen können. Mediamarkt.de listet die Titel übrigens ebenfalls, hier kann die Box jedoch noch nicht geordert werden. Die Lieferung der Box soll am 5. November erfolgen:

Originalbeitrag: „Game of Thrones“ ist sicherlich die TV-Serie, über welche aktuell am meisten gesprochen wird. Allerdings unterhalten sich viele Zuschauer nicht nur über die Handlung der Serie, sondern auch über die technische Umsetzung. So kritisieren viele AV-Enthusiasten aktuell, dass die Bildqualität der Serie im Fernsehen und über die offiziellen Streaming-Kanäle zu wünschen übrig lasse. Das liegt auch an vielen dunklen Aufnahmen, an welchen die Bitraten offenbar scheitern, so dass zu wenige Details bzw. Kompressionsartefakte zu sehen sind.

Speziell die dritte Episode der achten Staffel „Die lange Nacht“ litt offenbar unter Kompressionsproblemen. Entsprechend laut wurde die Forderung nach einer Sache: Der Umsetzung der finalen Staffel in 4K / Ultra HD mit HDR. Zwar ist eine entsprechende Ultra HD Blu-ray bereits beschlossene Sache, es ist aber auch ein Problem, dass der produzierende US-Pay-TV-Sender HBO aktuell keine 4K-Versionen zur Verfügung stellt. HDR könnte bei der Wiedergabe der dunklen Szenen aushelfen, während eine höhere Auflösung gekoppelt mit großzügigeren Bitrates bei der Kompression den Druck herausnehmen könnte.

Fans werfen HBO vor, dass man „Game of Thrones“ schon jetzt selbst und auch über seine internationalen Partner in Ultra HD mit HDR anbieten sollte. Schließlich gelinge dies bei aktuellen Serien ja auch Anbietern wie Amazon Prime Video oder Netflix. Deswegen sei es schade, dass eine Flaggschiff-Serie wie „Game of Thrones“ aktuell international nur in 1080p mit SDR zur Verfügung stehe.

Wer „Game of Thrones“ in UHD mit HDR sehen möchte, muss ausharren

Letzten Endes ist es aktuell aber so, dass diejenigen ausharren müssen, die „Game of Thrones“ in Ultra HD mit HDR genießen möchten. Angekündigt wurde ein Set mit Ultra HD Blu-rays zur letzten Staffel bereits. Das Erscheinungsdatum ist aber noch offen. Fans vermuten, dass die letzte Staffel bereits beim Dreh so aufgenommen wurde, dass die HDR-Wiedergabe bedacht wurde. Das würde die sehr dunklen Szenen in der dritten Folge erklären, die in SDR teilweise schwer zu erkennen gewesen sind.

Nun heißt es aber zunächst abwarten. Wir vermuten, dass Staffel 8 von „Game of Thrones“ im Herbst 2019 auf Ultra HD Blu-ray erscheinen dürfte. Der US-Release wurde bereits für Herbst dieses Jahres bestätigt. Dann wäre der Zeitpunkt gekommen, an dem man die letzten Folgen der Serie in der angemessenen Qualität genießen kann. Zunächst muss man sich dann leider mit der 1080p-Fassung in SDR begnügen.

waipu.tv: Offizielle App für den Apple TV ist endlich da

Was lange währt, wird endlich gut? waipu.tv hatte bereits im Januar 2019 eine App für den Apple TV angekündigt. Damals stellte man noch den März als Zeitrahmen in Aussicht. Doch in jenem Monat und auch im April blieb es leider still. Doch nun ist sie da: Die App für waipu.tv ist offiziell für den Apple TV erschienen.

Wer waipu.tv nicht kennt: Es handelt sich hier um einen Anbieter von TV-Streaming. Wie man die App auf dem Apple TV bzw. unter tvOS installiert und verwendet, das erklärt das Unternehmen auch hier. So bietet waipu.tv verschiedene Stufen an, mit denen sich das TV-Streaming nutzen lässt. Im Free-Tier sind nur wenige Sender verfügbar. HD-Qualität und Zugriff auf deutlich mehr Sender bieten dann die Pakete Comfort und Perfect für jeweils 4,99 bzw. 9,99 Euro im Monat.

Sie erlauben dann auch jeweils zwei bzw. vier parallele Streams und stellen in der Cloud Speicherplatz für Aufnahmen von TV-Sendungen zur Verfügung. Im Perfect-Paket sind zudem auch 13 Pay-TV-Kanäle enthalten. waipu.tv ist dabei aktuell stark dabei sein App-Angebot auszubauen. So bastelt man auch an einer offiziellen App für Android TV und sucht entsprechend aktuell nach Beta-Testern. Da nun die Variante für tvOS von Apple erschienen ist, könnte man die Arbeit an der Android-TV-Version vielleicht noch intensivieren.

waipu.tv will expandieren

waipu.tv gehört zur Exaring AG und dass dort der ernsthafte Wille zur Expandierung vorhanden ist, wird deutlich. So hofft man beim TV-Streaming-Anbieter auch ehemalige Kunden von MagineTV abzuholen. Letztere haben ja Anfang des Jahres den Betrieb für Privatkunden eingestellt.

Waipu.tv
waipu.tv will sich auf mehr Geräten etablieren

Mit der Veröffentlichung der offiziellen App für den Apple TV (hier herunterladbar) ist waipu.tv, wenn auch mit etwas Verzögerung, ja nun ein wichtiger Schritt gelungen. Nun heißt es abwarten, wann die App für Android TV erscheint. Letztere würde dann beispielsweise neue Kunden an den Fernsehgeräten von Sony und Philips erschließen. Aber auch die Nvidia Shield nutzt das Betriebssystem.

Wie lange kommt Netflix noch ohne Werbung aus?

Kann Netflix ohne Werbung weiter gesund wachsen? Laut Industrie-Experten auf einer Podiumsdiskussion ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich gezielte Anzeigen auf Netflix einschleichen.

Wer Streaming hört, muss unweigerlich an Netflix denken. Das Unternehmen hat die „flexible digitale Verteilung von audiovisuellen Inhalten“ erst so richtig ins Rollen gebracht. Den Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern nutzt Netflix, um seine Abonnentenzahlen immer weiter in die Höhe zu treiben. Wer denkt, Netflix ginge es darum, seine Nutzer glücklich zu machen und deren Bedürfnisse zu befriedigen, der hat womöglich die Entwicklungen der letzten Jahre nicht ganz mitverfolgt. Netflix möchte vorwiegend seine Aktionäre bei Laune halten, z.B. mit der Ausweitung auf neue Märkte oder Preiserhöhungen wie sie vor Kurzem in Deutschland auf dem Plan standen.

Solange die Abonnentenzahlen und der Aktienkurs nach oben gehen, ist alles gut. Doch irgendwann hat man alle wichtigen Märkte abgegrast und alle möglichen Abonnenten akquiriert. Wie will man da noch Umsatz- und Gewinnzuwächse generieren? Die Antwort ist einfach und unbequem zugleich: mit Werbung.

Bei Netflix geht es vor allem um eines: Geld
Bei Netflix geht es vor allem um eines: Geld

160 Stunden eingesparte Werbung pro Jahr

Laut einer Statistik aus dem Jahr 2016 sparen sich Netflix Abonnenten um die 160 Stunden Werbung pro Jahr, vergleicht man die durchschnittliche Wiedergabezeit mit linearen TV-Angeboten. Selbst wenn man die Zeit für das Zwischenspeichern (Buffering) der Streams abzieht, dann kommen die Nutzer sicher noch mit einem dicken Plus auf dem Zeitkonto davon. Netflix gehen also Milliarden Umsätze durch die Lappen. Und selbst wenn man in den vergangenen Jahren immer gepredigt hat, dass man werbefrei bleiben wird, so wird irgendwann kein Weg um Werbung herumführen.

150 Millionen potenzielle Werbeobjekte

Das Potenzial, welches sich dadurch Netflix und dessen Werbepartnern eröffnen würde, wäre immens. Fast 150 Millionen zahlende Abonnenten sind eine Hausnummer, die Werbetreibende die Freudentränen in die Augen treiben. Zudem handelt es sich hierbei nicht um „Max Mustermanns“ und „Susi Standardname“, sondern um Nutzer, deren Nutzungsverhalten wohlbekannt ist. Alter, Geschlecht, Interessen, Bildungsgrad, Einkommen… alles Dinge die sich mit speziellen Algorithmen errechnen lassen. Daran angepasste Werbung trifft weit öfters ihr Ziel!

Ob Netflix dafür einen eigenes, kostenloses jedoch werbefinanziertes „Light-Abo“ ins Leben ruft, oder seinen Nutzern die Anzeigen via „Sponsored Content“ schmackhaft macht, ist eigentlich egal. Am Ende wird Netflix sein „Werbefrei-Versprechen“ brechen müssen, um nicht unterzugehen. Denn wo man kein Geld verdienen kann, da findet man auch keine Aktionäre.

Captain America – The First Avenger 4K Blu-ray im Test

Inhalt (85%)

Gehen wir’s mal anders an und hauen die größte Kritik an Captain America: The First Avenger direkt zu Beginn raus: Der nachträglich digital verkleinerte Körper oder wahlweise auf den schmalen Body von Stand-in-Darsteller Leander Deeny aufanimierte Kopf von Chris Evans ist eine tricktechnische Katastrophe. Marvel-Produzent Kevin Feige erzählt gerne, dass die Leute nach Test-Vorführungen ungläubig gefragt hätten, wie man dem schmächtigen Rogers plötzlich so viel Muskulatur hinzufügen konnte – ausgehend von der Prämisse, dass dieses Testpublikum offenbar wirklich dachte, der schmächtige Evans wäre der „Richtige“ und die kräftige Version der „Falsche“. Wenn das keine fantasievoll ausgeschmückte Behauptung Feiges ist, sondern eine tatsächliche Reaktion, darf man ruhig fragen, aus welchen seit 25 Jahren kinoabstinenten Testpersonen dieses Publikum bestand.
Nun aber das Gute am ersten Captain America: Obige, durchaus charmant gemeinte, Kritik bleibt der einzige Schwachpunkt des Films.

So sieht also ein frisch gebackener Supersoldat aus
So sieht also ein frisch gebackener Supersoldat aus | Bildquelle: highdefdiscnews.com

Und das war in der Form sicher nicht unbedingt zu erwarten. Immerhin gehört die Filmadaption um den Superhelden mit dem „Amerika“ im Namen zu den schwierigsten im Marvel-Universum überhaupt. Eine frühere Variante war 1990 nicht mal ins Kino gekommen und weitere Versuche, einen echten Kinofilm zu inszenieren, verzögerten sich immer wieder. Bis Marvel Studios stärker als Produzent auftrat und beginnend mit Iron Man das MCU begründete. Dennoch sollte es noch drei weitere Jahre dauern, bis The First Avenger 2011 die Lichtspielhäuser enterte. Da man von vornherein plante, die Figur in mindestens fünf weiteren Filmen zu etablieren, schliff man vor allem am Charakter von Steve Rogers. Der Held, der wie kein Zweiter die US-Symbolik vertrat, musste weniger patriotisch als vielmehr menschlich und mit blitzsauberer Moral versehen werden. Immerhin sollte der Film nicht nur beim heimischen, sondern zugleich beim Weltpublikum landen. Außerdem, und damit sind wir wieder bei den ersten gut 30 Minuten mit dem schmächtigen Kerlchen: Trotz der tricktechnischen Mängel bei der Umsetzung der Schrumpfung ist man als Zuschauer ganz bei diesem bemitleidenswerten Kerlchen. Bei diesem 50kg-Milchbubi, der so sehr für das kämpft, was seiner Überzeugung entspricht, dass man sofort Beschützer-Instinkte entwickelt. Rogers ist ein guter Mensch – bedingungslos. Und das bleibt er auch, nachdem er die Wandlung zum Superhelden vollzogen hat.

Naja an der "Uniform" müssen wir noch etwas arbeiten | Bildquelle: highdefdiscnews.com
Naja an der „Uniform“ müssen wir noch etwas arbeiten | Bildquelle: highdefdiscnews.com

Ohnehin war Chris Evans die perfekte Wahl. Nicht auszudenken, was für einen düsteren Cap es gegeben hätte, wenn Bucky-Darsteller Sebastian Stan die Rolle, für die er zwischendurch tatsächlich im Gespräch war, übernommen hätte. Der blonde Evans, der als Johnny Storm aka Human Torch schon mal eher unglückliche Superhelden-Erfahrung gemacht hatte, legt hier das arrogant-überhebliche Verhalten seiner Figur aus The Fantastic Four komplett ab und legt den Grundstein für eine Charakter-Entwicklung, die ihn während der kommenden Fortsetzungen und Avengers-Filme zur unerwartet schillernden Figur werden lässt. Außerdem liefert The First Avenger die Superhelden-untypischste Story im Marvel-Universum. Verortet im Zweiten Weltkrieg gibt’s zwar ein bisschen SciFi zu sehen (immerhin tritt Tony Starks Vater Howard als Nebenfigur auf), doch die Action ist tief verwurzelt in der Realität. Das in Sepiatönen eingefangene Kriegsszenario bietet außerdem die Möglichkeit für ein paar durchaus kritische Anmerkungen. Alleine die Werbetrommel-Tanzauftritte von Steve Rogers dürfen als sarkastischer Kommentar auf die Kriegsmaschinerie gesehen werden.

Gleichzeitig reicherte Regisseur Joe Johnston seinen Film mit zahlreichen Filmzitaten an und lockerte den Ton gerade so weit, dass man das Szenario nicht bierernst nehmen musste. In Verbindung mit den authentischen Kostümen und durchaus packender Action- und (von Evans weitgehend selbst ausgeübten) Stunts gehört Captain America – The First Avenger zweifelsfrei zu den besseren Teilen des MCU.

Bildqualität (75%)

Captain America: The First Avenger wurde vornehmlich digital aufgenommen.
Vom unterschiedlichen Ausgangsmaterial wurde für die UHD allerdings lediglich ein 2K DI angefertigt. Das ist nun in Verbindung mit der höheren Bilddynamik HDR10 sowie einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum auf die Disk gelangt. Doch, Überraschung: Wer denkt, es würde farbiger und knalliger, sieht sich getäuscht. Ganz im Gegenteil. Der ohnehin schon etwas farblose und gräuliche Film ist über die UHD noch etwas desaturierter.

Knallige Farben sucht man bei "Captain America: The First Avenger" vergeblich
Knallige Farben sucht man bei „Captain America: The First Avenger“ vergeblich | Bildquelle: highdefdiscnews.com

Dunkle Szenen erscheinen noch etwas grauer und liefern auch keinen verbesserten Schwarzwert. Im Vorteil sind allerdings die Hautfarben, die von einer leichten Orangetönung der Blu-ray ausgehend nun neutraler und etwas wärmer wirken. Die echten farbigen Szenen wie bspw. das rote Demo-Fahrzeug von Stark oder die rote Maske von Red Skull sind zwar etwas weniger knallig, aber dafür im Rahmen des erweiterten Farbraums in Richtung satteres Rot verschoben. Das leuchtet zwar nicht stärker, wirkt aber prägnanter.

Die 4K Blu-ray von "Captain America: The First Avenger" liefert aber immer wieder Luminaz-Highlights, die der Blu-ray vorenthalten bleiben | Bildquelle: highdefdiscnews.com
Die 4K Blu-ray von „Captain America: The First Avenger“ liefert aber immer wieder Luminaz-Highlights, die der Blu-ray vorenthalten bleiben | Bildquelle: highdefdiscnews.com

Ebenfalls schwierig ist es für die höhere Auflösung. Denn gegen den eingesetzten Weichzeichner-Look tut sich die 4K-Disk wirklich schwer. Schon über die Blu-ray gab es nur wenige wirklich knackige Close-ups. Die Anzahl derer erhöht sich über die UHD nicht. Wenn aber mal ein Bild gut aufgelöst ist (wie die Naheinstellungen von Tommy Lee Jones), dann kann man durchaus einen leichten Auflösungsvorsprung ausmachen. Auch Caps Schild hat mehr Textur und wirkt knackiger. Besser gerät auch die Neutralität. Während die Blu-ray in den Schnee-Szenen zuweilen etwas bläulich erscheint, kann die UHD dies etwas reduzieren. Auch Schattierungen auf den Sandsteingebäuden der damaligen Zeit sind eindrucksvoller. Am auffälligsten ist tatsächlich, dass das zuweilen trotz Weichzeichner-Look der BD noch sichtbare Korn über die UHD fast eliminiert ist. Und so ist die UHD zwar auch nicht wirklich scharf, aber vielleicht insgesamt etwas ausgewogener.

Tonqualität (80%)

Die UHD von Captain America: First Avenger bekommt für beide Sprachen (theoretisch) ein Update. Theoretisch? Nun ja, die Tatsache, dass der deutsche Ton nun in Dolby Digital Plus und nicht mehr in Dolby Digital vorliegt (und mit ~300kbps höherer Datenrate läuft), während die englische Fassung jetzt Dolby Atmos und nicht mehr dts-HD-Master liefert, klingt zunächst mal wie ein kleines Upgrade. Doch weil eben die letzten DD+-Spuren des Anbieters eher sehr undynamisch ausfielen, steht zu befürchten, dass sie gar schwächer klingt als die stärker komprimierte Fassung. Und tatsächlich ist das so. Hört man sich ein paar der kurzen Actionszenen wie das Abfeuern der Plasmakanone mehrmals im direkten Vergleich an, wirkt die alte DD-Version etwas wuchtiger und ein bisschen dynamischer. Das fällt lange nicht so dramatisch aus wie bspw. bei Black Panther – dennoch hat man hier trotz höherer Datenrate die weniger zupackende Tonspur. Keinen Einfluss indes hat es auf die Direktionalität, die nach wie vor gut ist.

Der deutsche Dolby Digital Plus 5.1 Mix sorgt wie dieser Flammenwerfer für Atmosphäre
Der deutsche Dolby Digital Plus 5.1 Mix sorgt wie dieser Flammenwerfer für Atmosphäre | Bildquelle: highdefdiscnews.com

Und dem englischen Ton geht’s ja auch nicht besser. Auch die Atmos-Fassung ist weniger dynamisch und leiser als das dts-HD-Master-Pendant der bisherigen Blu-ray. Auch hier ist das nicht extrem dramatisch, im direkten Vergleich aber raus zu hören. Ein wenig kompensieren kann man es, wenn man die Lautstärke anhebt. Denn so richtig schlecht ist der Atmos-Sound nun nicht. Nach wie vor kommt er wirklich effektvoll rüber, liefert eine tolle Räumlichkeit und sehr präzise Dialoge. Den leichten Rückschritt in Sachen Dynamik macht dafür die Integration der Höhen-Ebene ein wenig wett. Denn die liefert von Beginn an den dramatischen Soundtrack mit aus der Höhe und lässt auch das Gestein nach etwas über vier Minuten auf den Zuschauer herabfallen.

Der Originalton in Englisch gefällt uns etwas besser, es bleibt aber Luft nach oben
Der Originalton in Englisch gefällt uns etwas besser, es bleibt aber Luft nach oben | Bildquelle: highdefdiscnews.com

Erstmalig sehr aktiv wird’s beim Experiment von Dr. Zola, wenn Gekreische und heulende Sounds parallel zu den Energieblitzen zu hören sind. Ein bisschen Feuer im ersten Showdown nach einer Stunde, eine zerspringende Glasscheibe nach 75 Minuten, das springende Motorrad nach knapp 80 Minuten, ein Panzer, der über die Kamera hinweg rauscht – es sind kurze und einzelne Effekte, die das Geschehen nach oben hin erweitern und die Geräusche sind nie sonderlich innovativ. So stellt die Atmos-Fassung von Captain America – First Avenger zwar eine Bereicherung dar und ist durchaus gelungen, gehört aber nicht zu den Klassenbesten – trotz einiger cooler Sounds.

  • Deutsch: Dolby Digital Plus 5.1 (80%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (60%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (70%)

Das Bonusmaterial von First Avenger liegt komplett auf der Blu-ray vor und besteht aus dem Audiokommentar von Johnston, Kamerafrau Shelly Johnson und Cutter Jeffrey Ford. Dazu gibt’s den Marvel One-Shot: „Etwas Lustiges geschah auf dem Weg zu Thors Hammer“ sowie insgesamt vier entfernte (und wahlweise kommentierte) Szenen und sieben Featurettes. Letztere erzählen in knapp 47 Minuten über die Adaption des Comiclooks in den Film, die Verwandlung des Titelhelden oder die Wurzeln von Captain America. Natürlich kümmert man sich auch um Superschurke Red Skull, um dessen Herkunft aus den Comics und um dessen Darstellung durch Hugo Weaving.

Gesamtbewertung Captain America – The First Avenger (80%)

Captain America – First Avenger hatte zwar nicht das größte Kinoeinspiel des MCU, legte aber den Grundstein für eine zunächst unterschätzte und später so wichtige Figur innerhalb der Avengers. Und selbst wenn die beiden Fortsetzungen stimmiger – und vor allem tricktechnisch besser – gerieten, ist auch der erste Rogers‘-Einsatz ein unterhaltsamer Film. Gerade aufgrund seines Zweiter-Weltkrieg-Szenarios ist er auch optisch außergewöhnlich und hat mit Hugo Weavings Red Skull auch einen charismatischen Bad Guy – was nicht jeder MCU-Film von sich behaupten kann.

Die UHD ist ein Upgrade, keine Frage. Sie ist zwar noch etwas entsättigter als die bisherige Blu-ray, in ihrer Farbgebung und Kontrastierung aber stimmiger und auch nicht mehr so unentschlossen wechselnd zwischen Korn und übertriebenem Weichzeichner. Gleichwohl kann das Bild nicht mit den jüngsten Filmen mithalten. Der Sound bietet zwar in Sachen Datenrate eine Verbesserung, klingt aber eine Spur schwächer als die sehr gute DD-Fassung der bisherigen Blu-ray. Die englische Atmos-Fassung bereichert das Geschehen, ohne absolute Referenzwerte zu erreichen.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 18. April 2019 Review am: 24. April 2019
Erscheinungsjahr Film: 2011 Laufzeit: 124 Minuten
Filmstudio: Disney FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Chinesisch, Deutsch, Englisch, Japanisch
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital Plus 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Captain America – The First Avenger Trailer:

HDR10+: OnePlus 7 Pro nutzt die HDR-Variante mobil

Das Smartphone OnePlus 7 Pro wird am 14. Mai 2019 offiziell vorgestellt. Schon jetzt hat der Hersteller aber offiziell mitgeteilt, dass der Bildschirm des Geräts HDR10+ unterstützen werde. Somit handelt es sich um eines der ersten mobilen Endgeräte, das diese HDR-Variante nutzt.

HDR10+ wird vorwiegend von Samsung vorangetrieben, konnte aber Anfang April etwa Universal Pictures Home Entertainment als wichtigen Partner vermerken. Aktuell fristet HDR10+ aber ein Schattendasein, denn es dominieren HDR10 sowie Dolby Vision. Vielleicht kann man da ja im mobilen Bereich etwas drehen. So unterstützen auch Samsungs eigene Smartphones, die Galaxy S10e, S10 und S10+, HDR10+. Da reiht sich aber eben bald auch das OnePlus 7 Pro ein.

OnePlus geht noch einen Schritt weiter und hat im gleichen Atemzug bestätigt, dass man Partnerschaften mit YouTube und Netflix angeleiert habe. Beide Streaming-Plattformen sollen also am OnePlus 7 Pro zumindest mit HDR10 nutzbar sein. Weitere Inhalte mit HD und HDR10 werden ebenfalls am OnePlus 7 Pro zur Verfügung stehen. Aktuell muss man aber festhalten, dass nur wenige Apps und Inhalte an mobilen Endgeräten auf HDR setzen.

Während Spiele für Konsolen und PCs beispielsweise des Öfteren HDR einbinden, ist das an mobilen Endgeräten nicht der Fall. Auch liest sich ein wenig amüsant, wie OnePlus HDR10+ bewirbt: „HDR10+ ist derzeit aufgrund der hohen technischen Anforderungen für die Produktion nur auf wenigen Fernsehgeräten und Smartphones verfügbar.“ So liegt die geringe Verfügbarkeit weniger an den technischen Anforderungen und mehr daran, dass die Konkurrenz sich im Zweifelsfall eher für Dolby Vision entscheidet.

Der CEO von OnePlus, Pete Lau, ergänzt: „Wir sind stolz darauf, eine Kooperation mit YouTube und Netflix eingegangen zu sein, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, Videos in HDR10-Qualität anzusehen.Hier ist die Formulierung natürlich auch interessant, da man zwar mit dem Display HDR10+ unterstützt, aber nur konkret feststellt, dass HDR10 bei Netflix und YouTube nutzbar sein werde.

HDR10+ wird wahrscheinlich weiter eine Nische bleiben

So ist dann auch die Frage, ob HDR10+ am OnePlus 7 Pro tatsächlich einen greifbaren Mehrwert bieten wird. Das muss letzten Endes die Zeit zeigen. Das neue High-End-Smartphone erscheint am 14. Mai 2019 und wird einen Bildschirm mit 6,7 Zoll und 3.120 x 1.440 Pixeln nutzen. Es soll eine Triple-Kamera mit 48 + 8 + 16 Megapixeln und sogar optischer Bildstabilisation bieten. Zudem ist von einer Frontkamera mit 16 Megapixeln die Rede.

Zu den weiteren Spezifikationen zählen aller Voraussicht nach der Qualcomm Snapdragon 855 als SoC, 6 bis 12 GByte RAM und bis zu 256 GByte Speicherplatz. Der Fingerabdruckleser soll wie beim Xiaomi Mi 9 direkt im Display sitzen. Für den Akku rechnet man mit 4.000 mAh. Gespannt sind wir auf den Preis dieses Smartphones mit HDR10+. Mehr erfahren wir dann sicherlich am 14. Mai 2019.